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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Sonntag, 3. Juli 2016

|| Rezension || Die kleine Bäckerei am Strandweg ~ Jenny Colgan

Jenny Colgan
Die kleine Bäckerei am Strandweg
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (1. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833310537
ISBN-13: 978-3833310539
Originaltitel: The Little Beach Street Bakery
Sonja Hagemann (Übersetzer)
€ 9,99

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VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Ein neues Leben mit Meerblick

❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Lesemeinung  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀

Erster Satz: "Manchmal stellte Polly sich vor, wie sie es viele Jahre später, als alte Damen an einem weit entfernten Ort, schwierig fände, ihr Leben auf Mount Polbearne zu erklären. ..."

Was verschlägt Frau auf die kleine Insel Mount Polbearne? Nun, nach der Insolvenz der gemeinsame Firma steckt Polly nicht den Kopf in den Sand, sondern schaut vorwärts. Die Firma am Ende, genau wie die Beziehung zu Chris. Tief gefallen, so schien es. Von einer supertollen Wohnung in Toplage in Plymouth wohnt sie vorübergend bei ihrer Freundin Kerensa, während Chris wieder bei seiner Mami einzieht. Die tolle Wohnung steht zum Verkauf. Was also tun? Ungefähr 50 Meilen von Plymouth liegt die Insel, auf der sie ein ziemlich heruntergekommenes Haus mietet. Bei all ihren Sorgen, sie macht den Kopf frei mit Backen, eine Leidenschaft, ein Hobby von Polly. Nach der ersten Begegnung mit der ortsansässigen Bäckerei hat es sein gutes, auch wenn die Inhaberin ihre Vermieterin ist, die griesgrämige Mrs. Manse. In ihrer ersten Nacht hört Polly komische Geräusche und Schreie und findet einen kleinen kranken Vogel. Es stellt sich heraus, dass es ein Papageientaucherküken ist. Und so macht sie es sich zur Aufgabe, ihn gesund zu pflegen. Trotz aller Warnungen, dem Vogel keinen Namen zu geben, ruft sie ihn Neil. Mit einigen Fischern auf der Insel hatte Polly ja schon am ersten Tag Bekanntschaft gemacht, so auch mit Tarnie. Alle Sorgen flogen weg, wenn Polly nur in der Küche stehen konnte und die Männer rochen den Duft von Frischgebackenem.
Jenny Colgan, eine neue Autorin für mich, hat eine so erfrischende Art zu schreiben, dass ich in so manch anderen Romanen vermisse.
Mit Polly hat sie eine Charaktere geschaffen, die äußerst lebendig herüberkommt. Aber auch die anderen Protagonisten sind sehr gut dargestellt, vorstellbar und machen das Buch zu etwas ganz besonderem. Die Motive, das Leben, die Gedanken, alles wirkt so lebensecht. Ihre Leidenschaft bzw. ihr Hobby wird mehr denn je. Jeder will ihr Brot haben. Sie muss sich mit Mrs. Manse arrangieren. Dann lernt sie den Eigenbrötler Huckle kennen, der eine Imkerei betreibt und wunderbaren Honig herstellt.

Man ist in diese Geschichte sofort eingebunden und wird verzaubert. Jenny Colgan hat die Insel, die Landschaft bildhaft dargestellt. Wind und Wetter, das Meer, man kann es förmlich riechen, einfach phantastisch. Die Autorin schafft es, die Geschichte real wirken zu lassen. Man versinkt darin und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man möchte, dass das Buch nie endet.

Ja, dieser richtige gute Sommerroman hat auch ein Happy End, nicht nur für Polly, sondern auch für ihre Freundin. Lasst euch dieses tolle Buch nicht entgehen. Für mich ein Must-Read!
Ein Highlight am Schluss einige Rezepte, einfach mal ausprobieren!

Meine Leseempfehlung und ich gebe Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  fünf Lesegenuss-Bücher! Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

► In jedem Ende liegt ein neuer Anfang! ◄

Ein neues Leben mit Meerblick

Es klingt fast zu gut um wahr zu sein - Polly wird ihr Hobby zum Beruf machen, und das in Cornwall, auf einer romantischen Insel mit Männerüberschuss. Genau die richtige Kur für ein leeres Konto und ein gebrochenes Herz. Aber die alte Bäckerei ist eine windschiefe Bruchbude, am Meer kann es sehr kühl sein, und der Empfang, den manche Insulaner ihr bereiten, ist noch viel kälter. Gut, dass Polly Neil hat, einen kleinen Papageientaucher mit gebrochenem Flügel. Doch bald kauft der halbe Ort heimlich ihr wunderbares selbstgebackenes Brot, und als sie Neil fliegen lassen soll, ist sie schon fast heimisch geworden. Nur das mit der Liebe gestaltet sich komplizierter als gedacht ...

Lektüre, die Lust auf den Sommer macht!
Ein  Buch für das "Urlaub zu Hause"-Gefühl

Donnerstag, 16. Juni 2016

|| Rezension || Nur ein letzter Kuss ~ Tasmina Perry

Tasmina Perry
Nur ein letzter Kuss
464 Seiten
Klappenbroschur
Verlag: Bloomsbury Berlin (2. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8270-1299-9
€ 14,99
auch als E-Book
Übersetzt von Katrin Behringer
Originaltitel: The Last Kiss Goodbye

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


 Lesemeinung

Die Geschichte "Nur ein letzter Kuss" wird auf zwei Zeitebenen erzählt, wobei  die Handlung im Jahr 1961 in Buckinghamshire beginnt.  Lady Victoria Harbord und ihr sehr wohlhabender Mann Tony haben zur Dinner-Party geladen. Wie so oft kommt Dominic Blake, eine der Hauptcharaktere, zu spät. Die Harbords gehören zur Crème de la Crème der feinen englischen Gesellschaft. Handlungsort ist London, England. Solche Partys dienten allerdings auch dafür, dass Kontakte geknüpft, Geschäfte gemacht wurden u.v.a. Dominic Blake war Herausgeber des Magazins Capital, aber auch ein Abenteurer, ein Entdecker.

London in der Gegenwart. Abby Gordon arbeitet im Royal Cartography Institute im Archiv. Derzeit sichtet sie interessantes Material für eine Ausstellung großer Entdeckungsreisen. Der Titel der Ausstellung lautete "Die großen britischen Forschungsreisenden". Das Institut besass ein einzigartiges Material an Karten, Aufzeichnung, aber auch Kisten voller Dias, Fotos. Dabei stößt sie auf ein Foto zweier Menschen, deren Liebe so ergreifend festgehalten war, dass man förmlich die Gefühle beider zueinander spürt. Blake-Expedition, Peru, August 1961, stand auf der Rückseite. Das war genau das fehlende Puzzleteil für die Ausstellung. Das Bild war ergreifend. Abby hatte sich vor kurzem erst von ihrem Mann getrennt. Sie beide verband so viel, ihre Liebe zueinander konnte nichts erschüttern, wenn da nicht dieser immens große, bislang unerfüllte Kinderwunsch war. So vieles hatten sie probiert und irgendwann war alles Routine geworden. Kann man diesen Druck aushalten?
Abby und Nick, Mitte dreißig, beruflich standen beide gut da. Dann aber kam der Tag, als Abby von Nicks Seitensprung erfährt. Das Foto der Expedition bringt sie dazu, Nachforschungen anzustellen.
S. 22 "Die Fotografie sprach deutlich von der Macht der Liebe und der Angst vor dem Verlust."
Die Ausstellung ist von Erfolg gekrönt und das Foto erregt Aufsehen.

Dominic Blake, seine Geschichte ist voller Geheimnisse und mit seiner Liebe zu Rosa erzählt die Autorin eine sehr erstaunliche Liebesgeschichte. Abby lernt Rosamund Bailey kennen, die Frau auf dem Bild.

Gekonnt führt die Autorin den Leser durch die Handlung. Die beginnende Liebe zwischen Rosamund und Blake, die Charaktere sind glaubwürdig beschrieben und welche Geheimnisse gelüftet werden, all das ist hervorragend geschrieben.
Rosamund Bailey, eine starke Frau, die sich durch nichts verbiegen lässt und in Dominic Blake hat sie die Liebe ihres Lebens gefunden.
Abby Gordon, sie ist ebenfalls eine starke PErsönlichkeit, und hat in Nick die Liebe ihres Lebens gefunden.
Werden die beiden wieder einen Weg zueinander finden?
Das Ende hat mich sehr berührt, so viel sei verraten. Und ja, es rührt schon zu Tränen.

Liebe kann unendlich sein!

Auch mit ihrer neuesten deutschen Romanveröffentlichung hat die Autorin einen großartigen Liebesroman mit Hintergrund geschrieben. Eine verlorene Liebe, die Reise führt über mehrere Kontinente, den Amazonas-Dschungel, Städte wie London, Paris, Sankt Petersburg.  Es ist eine Geschichte über die Liebe und deren Verlust, die Hoffnung ...
Kaum jemand schreibt derzeit schönere Liebesromane als Tasmina Perry - so schreibt es der Verlag.

Das Buch erhält von mir fünf Lesegenüss-Bücher und bitte mehr von der Autorin!

Mein Leseeindruck zu "Drei Tage Manhattan - Begleitung gesucht" ►hier

❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Buchinfo  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀

Abby Gordons Ehe ist ein Scherbenhaufen: Nachdem schon ihr Kinderwunsch nicht erfüllt wurde, stellt sich jetzt heraus, dass ihr Mann auch noch fremdgegangen ist. Was bleibt ihr anderes übrig, als ihn hochkant hinauszuwerfen und sich verzweifelt in die Arbeit zu stürzen? Zum Glück plant das Royal Cartography Institute gerade eine große Ausstellung zu den britischen Entdeckungsreisenden, und Abby hofft, die Geschichten von Himalaya-, Südpol- und Afrika-Expeditionen helfen ihr über ihren Liebeskummer hinweg. Dabei stößt sie auf das Foto einer zu Tränen rührenden Abschiedsszene zwischen einem Amazonasforscher und seiner Geliebten. Abby macht das Bild zum Mittelpunkt der Ausstellung - und sieht sich bei der Eröffnung einer überraschenden Besucherin gegenüber: Rosamund Bailey, einer Ikone des Journalismus, der Frau auf dem Foto. Als Rosamund ihr die tragische Geschichte des spurlos verschwundenen Entdeckers erzählt, fasst Abby einen wagemutigen Entschluss.


❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Vita  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀
Tasmina Perry arbeitete als Juristin, bevor sie für Frauenmagazine zu schreiben begann. Ihre Artikel für Elle, Glamour oder Marie-Claire wurden mehrfach ausgezeichnet. Nach ihrer Gründung des Reise- und Modemagazin Jaunt verlegte sie sich ganz auf das Schreiben von Romanen. Ihre Bücher finden sich regelmäßig auf der englischen Bestsellerliste. Tasmina Perry lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Rezension (165) Nachts werden wir erwachsen


Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Ben Brooks
Nachts werden wir erwachsen
Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1.Auflage (4. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3827010612
EUR 18,90
Klappentext:
„Wenn alles super gelaufen ist, heißt das, ich hatte Sex, war betrunken und habe von einer Droge so viel genommen, dass alle Wirkungen auftraten, die ich in Sozialkunde gelernt habe.“
Soweit läuft alles super in Jaspers 17-jährigem Leben. Wären da nicht all die To-do-Listen von seiner Mutter, die seine Tagesabläufe perfektionieren sollen, der mysteriöse Selbstmord einer Mitschülerin und der One-Night-Stand mit der pummeligen Abby Hall, der äußerst unangenehme Folgen hat … Jasper schwebt ständig zwischen Luftleere und Sinnsuche. Übertrieben clever – ja. Unverschämt – ja. Spaß – immer.
Mit radikaler Komik porträtiert Ben Brooks eine Jugend, die zwischen Internetpornographie und Psychotherapie, zwischen Facebook-Chat und Hippie-Eltern um ihren eigenen Platz in der Welt ringt.
Statement:
Der 1992 geborene Autor Ben Brooks hat mit „Nachts werden wir erwachsen“ sein inzwischen viertes Buch veröffentlicht, wobei dies sein erstes in deutscher Übersetzung ist.
„Grow Up“, der englische Titel erschien 2011, wobei man hier doch sehr erstaunt ist über das junge Alter.
Und darum geht es auch in „Nachts werden wir erwachsen“, sei es die Sprache der Jugend, ihre Perspektiven, das Miteinander, das Leben sowieso. Die Welt des Internet, der social networks, emotionslos, ertragener Schulunterricht, Partys, Drugs, Sex. „Nachts werden wir erwachsen“ ist ein Roman, entweder findet man sofort den Zugang zur Handlung, oder gibt dem Buch eine zweite Chance, es zu lesen. In Anbetracht und Blick auf die Jugend von heute, die nicht allgemein alle über einen Kamm geschert werden dürfen, zeigt uns der Protagonist Jasper, wie sich sein derzeitiges Leben gestaltet.
„Es ist Dienstagnachmitag …
Es ist 7:09 Uhr …“
Es scheint eine Art Tagebuch zu sein, eine Aufzeichnung aus dem Leben, Punkt, Komma, … Es geschieht dies, dann wiederum das, im Endeffekt ohne jegliche besonderen Ereignisse, keine großartigen Höhepunkte. Selbstzerstörung zieht sich ebenfalls durch die Handlung, die dargestellte von mir so empfundene Angst der Jugendlichen, dann wiederum kühl und nüchtern, irgendwie kalt, ohne Empfindungen, emotionslos.
Entspricht es tatsächlich der Jugend von heute, so wie Ben Brooks sie in „Nachts werden wir erwachsen“ darstellt? In vielen Dingen sicherlich, denn die Unsicherheit und Angst vor der Zukunft, ihren Perspektiven überspielen die Charaktere im Buch.
Fazit:
„Nachts werden wir erwachsen“ ist sicherlich nicht jedermanns Lektüre. Persönlich habe ich dem Buch nach Leseabbruch eine zweite Chance gegeben und versucht, es nicht aus meiner Sichtweise zu lesen. So komme ich zu dem Ergebnis, dass das Buch keine Leselektüre für jeden ist, aber nach eingehender Betrachtung sollte man nicht daran vorbeigehen, denn die Kritiken auf dem Buchrücken sprechen für das Buch.
Buchrücken:
„Erzählt auf brillante, wahnsinnig komische Weise von der Jugend im 21. Jahrhundert.“ THE TIMES
„Wunderschön und komplex.“ DAZED & CONFUSED
Danke an den bloomsbury-Verlag für das Leseexemplar.
Jede Generation hat ihre eigene Geschichte übers Erwachsenwerden. Das hier ist eure.

Donnerstag, 22. September 2011

Rezension (87) Kleiner Vogel, klopfendes Herz






Miriam Toews
Kleiner Vogel, klopfendes Herz

Berlin Verlag, Berlin 2011
288 Seiten
Gebundene Ausgabe
 € 22,00
Übersetzt von Christiane Buchner

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Statement:
Irma Voth ist eine junge Mennonitenfrau, die mit ihrer Familie in Mexiko lebt.
Die Mennoniten sind eine im 16. Jahrhundert entstandene Glaubensgemeinschaft aus Europa, die sich bis heute noch in Teilen der Welt wieder findet. Sie leben streng nach den alten Regeln des Glaubens, gut behütet und abgeschirmt von der Neuen Welt.
Die kanadische Schriftstellerin Miriam Toews entstammt einer kanadischen Mennonitenfamilie und wuchs in Manitoba, Kanada, auf. Manitoba ist ein großes Zentrum der Mennoniten und wahrscheinlich uns Europäern nicht unbekannt aus einigen Dokumentationen oder Serien von Auswandererfamilien.
Irma Voth ist mit Jorge verheiratet, einem Dealer. Sie wird von ihrer Familie verstoßen, als sie ihn heiratet, doch die Sicherheit, die sie sich von ihrem Mann erhofft, erhält sie nicht. Zu streng sind die Lebensumstände, die Regeln und Werte des Glaubens. Ihr Mann kommt und geht, wie er es für richtig hält, bis er letztendlich Irma verlässt und sie allein zurück lässt – ohne jeglichen Kontakt zur Welt nach draußen.
Und dann sind da noch die Erinnerungen an ihr früheres Leben in Kanada, an ihre ältere verstorbene Schwester. Der Vater verbietet sämtlichen Kontakt zu Irma, doch Mutter und die kleine rebellische Schwester suchen sie heimlich.
Als ein mexikanischer Regisseur beschließt, einen Film über die Mennoniten in Mexiko zu drehen, erhält Irma die Chance ihres Lebens. Sie arbeitet als Übersetzerin, zumal sie fließend die alte plattdeutsche Sprache der Mennoniten ins Englische und Spanisch übersetzen kann.
Die fröhliche Lebensart, die seit dem Einzug des Filmemachers auf dem Land der Mennoniten herrscht, steigert den Unmut der Gemeinde.
Doch Irma will so nicht weiterleben und nutzt die Gelegenheit, mit ihrer kleinen Schwester und dem Baby Xemina zu fliehen.
Eine außergewöhnliche Geschichte, die nachdenklich macht.
Flucht vor der Vergangenheit – Angst vor der Zukunft.
Die Charaktere sprechen für sich, nicht abgehoben, realistisch beschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist klar und deutlich, doch lässt sich eine gewisse Hektik in der gesamten Handlung nicht verleugnen. Was die ganze Story begleitet, ist diese dumpfe Atmosphäre, deren Auslöser wohl die sehr strenggläubigen Mennoniten sind.
Ein fesselndes, anspruchsvolles Buch – nicht für Zwischendurch zum Lesen geeignet.
Eine Geschichte, die noch lange nachwirkt und Spuren im Herzen hinterlässt.

Dank an den Verlag Bloomsbury für dieses außergewöhnliche Buch.
Ich vergebe hierfür meine 6 Bucheulen.


Donnerstag, 28. Juli 2011

Rezension (66) Das Lesekreis-Buch


Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Thomas Böhm
Das Lesekreis-Buch
Eine Anleitung
144 Seiten
Taschenbuch
ISBN-13: 9783833307737
7,95 € [D]
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar-

Das erste Buch zum Thema Lesekreise auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Mit Lektüretipps von Sigrid Löffler, Joachim Król, Denis Scheck u.v.m.
So spannend wie die erste Seite eines neuen Romans ist die erste Minute eines Lesekreistreffens. Hat jemand eine lebenswichtige Weisheit entdeckt? Banalen Blödsinn? Oder eine wunderbare Stelle? Thomas Böhm erläutert, wie man die Lesekreisfreunde und die lesenswertesten Bücher findet. Wie sich die Treffen gestalten lassen —von der Diskussionsleitung bis zum passenden Menü. Daneben enthält das Buch Gedanken zur Tradition des geselligen Lesens und Lektürevorschlägen bekannter Autoren — kurz: alles, was Sie brauchen, um schon bald selbst die erste Minute Ihres Lesekreises zu erleben.
Lesekreise: ein wenig  französischer Salon, ein bisschen Literarisches Quartett — und  viel geteilte Lesefreude.
Statement:
Vorweg sei gesagt, dass das Buch eine absolute Empfehlung für Leser ist, die sich damit beschäftigen, mit anderen Erfahrungen auszutauschen, auf lesenswerte Bücher hinzuweisen, und der Gedanke zur Gründung eines Lesekreises da ist.
Der Autor hat all sein fundiertes Wissen in dieses gut 144 Seiten umfassende Buch einfließen lassen. Zumal er, wie vorab zu lesen ist, er auf eine langjährige Erfahrung als Leiter eines Lesekreises schöpfen kann.
Für mich war „Das Lesekreis-Buch“ eine neue Erfahrung in Bezug auf das Kennen lernen neuer Bücher, das Lesen, die ich für mich allein genieße, um dann anschließend meine Meinung, möglichst neutral gehalten in Form einer Rezension auf Plattformen wie Amazon oder meinem Buchblog wiedergebe. Und sicherlich verebbt so manches im „Sand der Zeit“, wird überlesen, doch es gibt sie auch dort, in der virtuellen Welt, die Diskussionen, der Austausch rund um das Buch.
Für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, war nicht einfach. Das lag aber nicht am Buch, sondern daran, dass sich hier für mich eine Thematik auftat, die mir neu war. So werden sicher manche Leser denken, dann soll sie halt keine Rezension schreiben. Doch, gerade das ist ja die Herausforderung, denn es ist auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch, mich hat es in etlichen Abschnitten zum Nachdenken angeregt, etliches werde ich weiter verfolgen.
Vor allem nehme ich etliche Anregungen mit für meine ehrenamtliche Zeit als Vorlesepatin. Denn auch hier geht es um den Austausch mit den anderen Frauen, die als Vorlesepatin agieren, Buchvorschläge zu machen, festzulegen, welche Bücher sind pädagogisch wertvoll und welche lässt man ganz einfach außen vor.
Fazit::
Ein empfehlenswertes Buch für alle Neueinsteiger, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Lesekreis zu gründen.

Ich vergebe 5 Bucheulen

Samstag, 16. April 2011

Rezension (28) Die Chroniken von Mistmantle Mistmantles Erbe




Die Chroniken von Mistmantle
Mistmantles Erbe
Hier nun der dritte Band der atemberaubenden Mistmantle-Trilogie
Danke an Berlin Verlage für die Bereitstellung der gesamten Trilogie

Taschenbuch
Seiten: 362  
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
(5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833350741
ISBN-13: 978-3833350740
Übersetzer: Beatrice Howeg



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daran verdiene ich nichts, da ich nicht am Partnerprogramm teilnehme

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Berlin Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar

Text:
Die Insel Mistmantle ist in hellem Aufruhr: Kurz nach ihrer Taufe ist Catkin, die junge und so lang ersehnte Thronfolgerin, plötzlich verschwunden. Es wird befürchtet, dass sie entführt wurde. Zumal einige Tiere den bösen Captain Husk gesehen haben wollen. Werden Urchin und Juniper Catkin rechtzeitig finden?
Statement:
Die ersten beiden Bände der Trilogie „Die Chroniken von Mistmantle“ waren ein tolles Lesevergnügen. Umso mehr war ich gespannt, wie es nun weiter ging mit den Tiergeschichten rund um Urchin und seiner Freunde.
Auch in Band 3 treffen wir auf alte vertraute Characteren, wie z. B. Bruder Fir und Crispin, der inzwischen herrschende König von Mistmantle. Die Geschichte beginnt wie im ersten Band mit einer Geburt. Cedar, die Königin von Mistmantle, bringt ein kleines süßes Eichhörnchenmädchen zur Welt. Sie sollte Catkin heißen, ein weicher knuddeliger Name. Erwähnenswert auch hier wieder das Namensglossar am Ende des Buches mit den Erklärungen. Ich fand es für das gesamte Lesen sehr hilfreich. Man konnte sich dadurch noch mehr die Characteren bildlich vorstellen. Das ist aber eine rein persönliche Beurteilung.
König Crispin war gerührt über die Geburt seiner Tochter und während er sie in den Armen hält, fällt ihm der Moment ein, als er Urchin, das Waisenkind, gefunden am Strand der Seeigel, ein. Nunmehr war Urchin herangewachsen und zu einem festen Bestandteil der Insel Mistmantle und seiner tierischen Bewohner geworden.
Die Nacht der Sternschnuppen, sie gab es immer noch. Immer wieder, von Zeit zu Zeit, konnte man den Zauber am Himmel verfolgen. Bruder Fir hatte ein Gespür für diese Nächte, und die Inselbewohner feierten stets ein Fest an solchen Abenden der bevorstehenden Sternschnuppennacht. ….man solle, wenn man den Sternen zusieht, an seine Hoffnungen und Träume denken.“ (S. 20)
Der uns aus dem Band 2 bekannte Juniper ließ sich inzwischen zum Priester ausbilden. Auch er war ein Findelkind, als Schwächling vor dem sicheren Tod gerettet. Juniper wünschte sich so sehr, dass auch er wusste, wer seine Eltern waren. Auf der Insel Whitewings hatte Urchin die Umstände der Flucht seiner Mutter erfahren und wer seine Eltern waren.
„Mistmantle’s Erbe“ ist wie die beiden Bände zuvor, ebenfalls sehr spannend geschrieben.
Während über die Insel ein friedlicher Sommer liegt, die Tiere mit der Ernte beschäftigt sind, wird die kleine Prinzessin Catkin von der Krankenschwester Linty entführt. Beunruhigende Nachrichten  über Tiere, die so plötzlich erkrankten, Grund genug, dass die Prinzessin wohlbehütet und bewacht in ihrem Zimmer schlief. Die Königin war eine weise Heilerin und sehr beschäftigt mit der Herstellung von heilender Medizin. Mistress Linty war auf mysteriöse Weise mit der ihr anvertrauten Prinzessin Catkin verschwunden.
Es scheint fast, als läge ein Fluch auf dem Erben von Mistmantle.“ (S. 55)
Mir hat auch hier wieder die leichte, angenehme Schreibweise der Autorin gefallen. Von Kapitel zu Kapitel nimmt sie den Leser mit, lässt erahnen, was als nächstes auf die Characteren zukommt. Und hält dann doch wieder die eine oder andere Überraschung bereit.
Ich gehe bewusst nicht intensiver auf den Inhalt ein. Es würde zuviel verraten.
Fazit:
Ebenso wie bei den beiden Bänden zuvor hat das Cover einen angenehmen Farbton. „Mistmantles Erbe“ mit dem dunklen, satten Grün lässt uns an Wälder und Berge, aber auch an tiefe, dunkle Seen denken.
Es gab zeitweise Stellen, an denen man mitlitt, helfen wollte, aber dann auch wieder Absätze, die glücklich machten. Schade, dass die Trilogie zu Ende ist. Aber wie heißt der letzte Satz: Es sollte gerade erst beginnen. (S. 350)

Auch für dieses Kinderbuch gibt es ganz spezielle 5 Bucheulen



Freitag, 15. April 2011

Rezension (25) Die Chroniken von Mistmantle Urchin und der Herzstein




Urchin und der Herzstein: Die Chroniken von Mistmantle
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
(5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783833350733
ISBN-13: 978-3833350733
Übersetzerin: Beatrice Howeg
Auch hier wieder mein Dank an Bloomsbury- Berlinverlage - für die Bereitstellung der Trilogie.








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© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Berlin Verlag

Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar

Text:
Kurz vor der Krönung des jungen Königs Crispin taucht ein geheimnisvolles Schiff vor der Küste von Mistmantle auf, an Bord jede Menge Unheil. Wieder muss Urchin, der Retter von Mistmantle, die Insel verlassen. Wird er je den Weg durch die Nebel zurückfinden?
Uralte Prophezeiungen, Verrat und Intrigen, skrupellose Bösewichter und siegreiche Helden: Band 2 der atemberaubenden Mistmantle-Trilogie.

Statement:
"Über das Wasser
Wird das Geheimnis sie lotsen
Mondlicht und Feuer
Das Heilige und das Getreue
Das Geheimnis wird sie nach Hause bringen."

(S. 173)
Die Insel Mistmantle bereitet sich auf die Krönung von Crispin, dem Eichhörnchen, vor. Währenddessen treffen sich auf der Insel Whitewings drei Tiere. Sie bangen um das Eichhörnchen der Prophezeiung. Doch zu spät, das Schiff mit den Gesandten des Königs Silverbirch, hat die Fahrt nach Mistmantle aufgenommen.
Juniper, ein junges Eichhörnchen, welches aufgrund seiner leichten Verkrüppelungen dem Tod geweiht war und im Verborgenen aufgezogen wurde, wird in "Urchin und der Herzstein" zum Begleiter und Beschützer von Urchin. Juniper hat die Gabe der Vorahnungen, wann immer schreckliche Dinge geschehen würden, er spürte es in seinem Inneren. Urchin, das Eichhörnchen, geboren in der Nacht der Sternschnuppen, wird von den Leuten aus Whitewings ausgetrickst und von der Insel Mistmantle gelockt. König Silverbirch war zum damaligen Zeitpunkt verantwortlich für den Tod von Urchins Vater. Und dort, auf der Insel Whitewings, wird Urchin offenbart, warum sie dieses besondere Eichhörnchen mit dem hellen Fell fangen mussten. Auch mit "Urchin und der Herzstein" ist der Autorin wieder ein fesselndes Buch gelungen.
Angefangen von den verschiedenen Charakteren, einigen bekannten aus dem Band "Urchin von den Sternschnuppen" bis hin zu kleinen Begebenheiten bringt M.I. McAllister mit ihrem leichten, flüssigen Schreibstil das Geschehen herübe. Doch auch hier erinnert es wieder ein bisschen an die guten alten Märchen aus der Kinderzeit.
Zitat:
.....Singt für den König zum Nebel und dem Meer ..."
(S. 331

Fazit:
Mit seinem warmen Cover, das Symbol der Insel und inmitten das Eichhörnchen, bekommt man den "Ich möchte dich lesen"-Blick. Es lohnt sich. Doch man sollte eine Vorliebe haben für diese Art Genre. Wie schon im ersten Band zeigt auch "Urchin und der Herzstein" uns Eigenschaften auf, die im täglichen Leben so wichtig sind, sei es die Treue, die Verbundenheit oder Freundschaft. Die Zeichnungen an jedem Kapitelanfang auch hier wieder angebracht und ebenfalls erwähnenswert das Namensglossar am Buchende.

Ich gebe auch diesem Buch 5 Bucheulen

Rezension (24) Die Chroniken von Mistmantle Urchin von den Sternschnuppen


M.I. McAllister
Die Chroniken von Mistmantle
Urchin von den Sternschnuppen (Band 1)

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
 (5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783833350726
ISBN-13: 978-3833350726
Danke noch einmal an Bloomsbury - Berlinverlage für die Bereitstellung der Trilogie.




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© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Berlin Verlag

Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar

Text
Noch bevor der Tag begann und die Sternschnuppen an diesem frühen Herbstmorgen vom Himmel fielen, gebar die Eichhörnchenmutter unter großen Schmerzen ihr Baby. Sie war von ihrer Heimatinsel geflohen, denn eine Prophezeiung war über ihr Kind ausgegangen. "Es wird einen mächtigen Herrscher stürzen." (Seite 6) Hochschwanger floh sie mit dem Schiff zu der Insel hinter den Nebeln, um ihr Kind zu retten. Kurz nach der Geburt verstirbt sie, weiß aber ihr Baby an einem sicheren Ort. Hier lebten nur gute, freundliche Tiere und ein Igelkönig regierte die Tierwelt. Doch auch auf dieser in Harmonie lebenden Insel herrschte das Böse, Verrat und Täuschung. Ein skrupelloses Paar schreckt nicht einmal vor dem Mord an dem jungen Baby des herrschenden Königs Brushen und seiner Königin Spindle ab, um an die Macht zu kommen.
Statement:
Als das neugeborene Eichhörnchen verlassen am Strand liegt, wird es von einer Möwe als Futter in Sicherheit gebracht. Doch wie eine Vorhersehung wird sie immer wieder von den herabfallenden Sternschnuppen geblendet, bis es letztendlich das Kleine fallen lässt. Ab diesem Zeitpunkt tritt eine Charaktere in die Handlung, Captain Crispin. Im Laufe der Geschichte wächst er neben dem Hauptprotagonisten Urchin immer mehr zu einer sympathischen Figur.
Mit der Insel hinter dem Zaubernebel, der sich um ganz Mistmantle hüllt, hat die Autorin ein phantasievolles Reich geschaffen. Hier leben in Frieden und Eintracht Maulwürfe, Eichhörnchen, Fischotter und Igel miteinander. Chrispin gibt dem gefundenen Eichhörnchenbaby den Namen Urchin. Das am Ende aufgeführte Namensglossar erleichtert ein bisschen das Wieso und Warum der Namen. Ich fand das sehr angenehm. Das Buch liest sich gut, die Handlung wird geprägt von seinen Figuren. Während Urchin bei seiner Ziehmutter Apple heranwächst, seine Arbeiten verrichtet, weilen seine Gedanken immer mehr im königlichen Palast. Ab morgen nun soll er zum Erwachsenendienst eingeteilt werden. Wehmütig sind seine Gedanken. Die Nacht der Sternschnuppen stand bevor. Da aber holt ihn Captain Crispin in seinen Dienst, den Urchin am nächsten Morgen antreten soll. In dieser besonderen Nacht der Sternschnuppen darf Urchin mit in das Turmzimmer von Bruder Fir. Hier hat man einen herrlichen Blick auf das Spektakel am Sternenhimmel. Und in dieser Nacht erfährt Urchin das Geheimnis seiner Herkunft. Am nächsten Morgen findet man den jungen Königssohn ermordet auf. Chrispin wird der Tat beschuldigt und von der Insel verbannt. Wer je die Insel verlässt, findet nie zurück, heißt es.
Es sei aber nicht zuviel verraten, dass Urchin mit seinem neuen Herrn, dem Fischotter Padra, alles daran setzt, um seinem Freund zu helfen, und nicht nur seinem Freund, dem gesamten Tierreich der Insel Mistmantle, um die Wahrheit aufzudecken.
Während das skrupellose Pärchen die Macht und Kontrolle an sich reißt, arbeitet ein kleiner Kreis der Tiere daran, die wahren Umstände aufzudecken. So hat die Insel Mistmantle auch ihre Schattenseiten.
Fazit:
Für mich als erwachsene Leserin rief es dezente Erinnerungen an alte Kindheitsgeschichten hervor. Aber ich muss sagen, dass Urchin von den Sternschnuppen mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Charaktere von Urchin, seinen Freunden, Captain Crispin, Padra und andere, man muss sie einfach ins Herz schließen. Man wird wieder ein Stück Kind und da ich vom Verlag die ersten drei Bände auf einmal erhielt, war es ein Genus, die Fortsetzungen zu lesen und nicht einfach nach dem ersten Band aufhören zu müssen.
Sicherlich gab es einige Stellen, die zu kritisieren wären. Hier liegt es aber in der Hand der Eltern, ab welchem Alter sie die Bücher ihrem Kind anvertrauen würden. Gemeint sind nur als kleines Beispiel die Beschreibung der Entsorgung bzw. das Töten von schwachen Tieren. Erwähnenswert die kleinen Zeichnungen am Anfang eines jeden Kapitels. Die märchenhafte Geschichte von Urchin, der sprechenden Tiere auf der Insel Mistmantle (in dem Reich der Fantasie) lehrt uns aber auch, was Freundschaft heißt, Treue und fester Glaube im Kampf Gut gegen Böse. Denn auch das Leben hat seine Schattenseiten.
Es ist an sich nicht üblich, dass ich ein Zitat bei einer Rezension mit aufführe, aber dieses möchte ich nicht vorenthalten:
Fürchte nichts, bis Eichhörnchen durch die Lüfte fliegen.
(S. 70)

N.S.
Inzwischen liest meine Älteste die Trilogie und eine kurze Rückmeldung war, es ist fantastisch, spannend, aber ich bräuchte dringend mal Schlaf:-) Das sagt doch schon einiges aus.

Ich gebe dem Kinderbuch 5 Bucheulen