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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Montag, 16. Juli 2018

(Rezension) "ALLE FÜR EINEN" ~ Jutta Profijt

Gelesen 06/07/2018
Jutta Profijt
Alle für einen
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. Juni 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423262001
ISBN-13: 978-3423262002
€ 15,90

© Cover - Info  - Verlag










Eine wirklich schräge Truppe!
 Das Leben der bunt zusammengewürfelten Wohngemeinschaft in der alten Villa Zucker könnte so schön sein, wenn …
Wer die beiden  Vorgängerbände schon gelesen hat, weiß worum es geht. Zu fünft wohnen sie dort, die "Hausbesetzer". Normalerweise sollte die Villa schon längst in ihren Besitz übergegangen sein, doch -. wie so oft - läuft es nicht rund. Es gab zwar diese mündliche Vereinbarung, wonach sie vorläufig alle erst einmal in der Villa wohnen durften und Hans Seefeld trat als Kaufinteressent in den Vordergrund, aber
"Alle für einen" ist eine gelungene Fortsetzung zu den beiden Teilen zuvor. Chaotisch kunterbunt und dennoch trägt jedes der einzelnen Bewohner ein Päckchen mit sich. So ist auch die nötige Spannung vorhanden. Der Leser ist von Beginn an im Geschehen und versteht es, sich in die Gedanken und Beweggründe der eionzelnen hineinzuversetzen. Die Autorin versteht es mit einer flüssigen Erzählweise, wieder einmal die Protagonisten lebendig nahe zu bringen.
Wie gesagt, im Leben kommt es meistens anders als man denkt.
Insofern ist es gut, wenn man Menschen hat, die einen den Rücken stärken und unterstützen. Freunde, die einem zur Seite stehen. Dass die Charaktere allesamt unterschiedlich sind und dennoch zusammenhalten, wird hier wieder einmal bewiesen. Ende gut - alles gut?! Nun ja, es wird ein Happy End geben, auf die unterschiedlichste Art und Weise. Wenn ihr mehr erfahren möchtet, dann solltet ihr das Buch lesen.

"Alle für einen" ist eine gelungene Fortsetzung zu "Allein kann ja jeder" und "Zusammen ist (k)ein Zuckerschlecken". Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, denn es beschreibt mehr als nur eine Geschichte, wie sie auch im wirklichen Leben passieren können. Es sei in Frage gestellt, ob dies nun wirklich das Ende ist von den Erlebnissen der "Hausbesetzer" der Villa Zucker. Ich könnte mir schon noch mehr Geschichten vorstellen. Also Abwarten! Ich hatte einige unterhaltsame Lesestunden.


► Herzlichen Dank an die Autorin Jutta Profijt und den dtv Verlag für das Buch. Es war eine gelungene Überraschung.

► Jutta Profijt wurde gegen Ende des Babybooms in eine weitgehend konfliktfreie Familie hineingeboren. Nach einer kurzen Flucht ins Ausland kehrte sie ins Rheinland zurück und arbeitete im Projektmanagement. Heute schreibt sie sehr erfolgreich Bücher und lebt mit ihrem Mann und diversen Kleintieren auf dem Land.

►Es wäre alles gut geworden, hätte man die alte Villa am Rhein einfach kaufen und ein legales Zuhause daraus machen können: Aber natürlich geht der Plan schief und der kunterbunten Mehrgenerationen- WG droht die Räumung! Außerdem fahren die Hormone Achterbahn. Rosa (71) entdeckt, dass ihre neue Liebe schon verheiratet ist. Ellen (46) bekommt einen Heiratsantrag, Tochter Kim (14) verliebt sich in zwei Jungs auf einmal und Hans Seefeld hegt plötzlich väterliche Gefühle für den heimatlosen Mardi. Was für ein Chaos! Doch am Ende zeigt sich, was sich alles bewegen lässt, wenn man fest zusammenhält.


Neues von der "unfreiwilligen" Hausbesetzer-WG der Villa Zucker

Montag, 28. September 2015

|| Rezension || Allein kann ja jeder ~ Jutta Profijt

Jutta Profijt
Allein kann ja jeder
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423260602
€ 14,90

 Cover / Info - Kauflink
VERLAG







Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Meine Meinung:

Was macht eine jung gebliebene Siebzigjährige, wenn sie mit der Tatsache konfrontiert wird, dass sie keine neue Bleibe hat, nachdem sie ihr Haus verkauft hat? Dann noch mit der Tatsache konfrontiert wird, dass ihr lieber Nachbar Robert tot in seinem Haus nebenan liegt? Sie will bei ihrer Tochter Ellen einziehen, doch diese wird von ihrem Ex-Mann unter Druck gesetzt, aus dem noch gemeinsamen Haus auszuziehen, da er ein sehr großzügiges Kaufangebot nicht ausschlagen will. Ellen, Heftroman-Autorin, lebt mit der 13-jährigen Tochter Kim zusammen. Rosa findet heraus, dass sie als auch Robert und noch einige andere mehr von dem Immobilienunternehmen betrogen wurden. Das ganze Geld war futsch und keine Immobilie in Sicht. Bauabschnitt II existierte nur auf dem Papier.
Doch sie wäre nicht Rosa, in jungen Jahren schon Hausbesetzerin, um das auf sich beruhen zu lassen. Sie findet heraus, dass auf dem Grundstück, welches ihr ja zusammen mit einigen anderen gehört, eine alte verfallene Villa steht. Zum Abriß bereit. So findet sich ein bunter Haufen Menschen zusammen, um die Villa zu besetzen und richten sich einigermaßen häuslich ein. Auch Ellen und Kim finden dort Platz. Umso erstaunter war Kim, dass auch ihr Physiklehrer Herr Seefeld zur Truppe gehörte.

Konrad Schmitt ist die "Mutter der Villa". Geschickt verwöhnt er alle. Doch auch er hat ein Geheimnis, dass allerdings auch am Ende der Story offen bleibt.
Was aber hat es mit dem Jungen im Keller auf sich, auf den Kim zufällig stößt?
Für mich eine blasse Nebenfigur, die sich die Autorin hätte sparen können.
Dann wäre da noch Leo, ein ehemaliger Kollege vom verstorbenen Robert. Ein komischer Typ, ein Weichei.
Andrea, ein Superstar im Fernsehen und Roberts Tochter, war mir von Anfang an unsympathisch. Ihr Verhalten auch gegenüber Ellen, die ja mehr als eine Freundin für sie war, doch halt ... lest selbst. Das Geheimnis um die beiden Frauen wird zum Ende aufgelöst.

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte. Ein hartnäckiger Kommissar, der sich in Ellen verliebt bzw. umgekehrt, und dann auch noch ihre Mutter Rosa verhaftet ☺

Jede wichtige Charaktere ist so beschrieben, dass man von ihnen ein Bild vor Augen hat. Wie sich diese bunt gemischte Wohn- und Interessengemeinschaft durchs Leben schlägt, den vermeinten Mord an Robert aufklären will sowie die Suche nach dem Immobilienbetrüger, das alles ist ein wirklich guter Roman geworden.

Bemerkenswert fand ich die Figur Seefeld. Als sich herausstellt, dass die 13-jährige Kim gestalkt wird, führt er mit den Schülern ein hochinteressantes Experiment durch. Er hackt sich in alle Smartphones, kennt ihre Daten, Passwörter usw. Fand ich wirklich gut.

"Allein kann ja jeder" perfekte Leseunterhaltung.
Was unwichtig bzw. überflüssig meiner Meinung nach war, sind die einzelnen Abschnitte aus dem derzeitigen Heftroman-Manuskript, an dem Ellen arbeitete.
Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.
Von mir gibt es vier Lesegenuss-Bücher☺


Buchinfo:
Ellen (46), Kim (13), Rosa (71), Konrad (76), Hans (56) und Mardi (14): Was haben diese Menschen miteinander zu tun? Sie wohnen alle unter einem Dach! Aus der Not heraus haben sie eine heruntergekommene Villa besetzt und versuchen nun, jeder auf seine Art, mit der Situation klarzukommen. Zwei von ihnen sind Mütter, und zwei sind Töchter. Eine Person wird schmerzlich vermisst, und eine ist nicht das, was sie vorgibt. Drei sind verliebt und eine ist eigentlich gar nicht da. Geheimnisse gibt es hier viele - und nebenbei muss auch noch ein Mord aufgeklärt werden.