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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Sonntag, 22. Juni 2014

(Kurzreport) Rauklands Sohn ~ Jordis Lank


Jordis Lank
Rauklands Sohn
Autorenexemplar
Broschiert
364 Seiten
Verlag: Verlagshaus El Gato; Auflage: 1. (7. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3943596045
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
€ 12,90

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Infos - siehe Verlag - 

Herzlichen Dank an die Autorin  für das Leseexemplar.
Buchinfo:
Für jemanden, der vor einem Kampf davon läuft, hat der 17-jährige Königssohn Ronan nichts als Verachtung übrig. Schlimm genug, dass er gezwungen ist, dem hasenfüßigen Liam das Fechten mit dem Langen Schwert beizubringen. Ronan verliert obendrein den Thron, wenn er dabei versagt. Um im Kampf bestehen zu können, muss Liam jedoch nicht nur sich selbst vertrauen, sondern auch seinem Lehrmeister. Als aus der erzwungenen Verbindung langsam Freundschaft wird, ist es auf einmal Ronan, dem der größte Kampf bevorsteht: Wählt er den Thron, oder steht er zu dem einzigen Freund, den er je hatte?

Buchanfang:

„Was hast du getan?

Der Schrei trieb durch seine bleierne Müdigkeit. Ein Schatten wuchs über ihm, Hände krallten sich in sein Haar und rissen seinen Kopf zurück.

Der Schatten war sein Vater.“

Meine Meinung:

„Rauklands Sohn“ ist der Auftaktband der Raukland Trilogie. Was hat mich dazu bewogen, ein Buch zu lesen, von dessen Cover ich erst einmal nicht angetan war? Nun, lest selbst.

Es ist eine historische, fiktive Geschichte um Ronan, den siebzehnjährigen Sohn des Königs von Raukland, einer Insel irgendwo im Nordmeer. Der will ihn zu einem würdigen Nachfolger erziehen. Ronan, dessen Liebe nur seinem Schwert gilt, er unbestritten der beste Schwertkämpfer des Nordmeeres ist, fällt auf eine List herein. Die Folge ist, dass sein Vater eine wichtige Schlacht verliert. Ronans Strafe fällt nicht nur körperlich schmerzhaft aus, er wird von seinem Vater nach Lannoch, einer kleinen Insel verbannt. Natürlich steckt dahinter eine Absicht, denn König Azel will diese in seinen Besitz bringen.

Schwere Zeiten liegen nun vor Ronan, denn um auf Lannoch an die Macht zu gelangen, muss er Prüfungen ablegen. Nur gut, dass er zu der Erkenntnis gelangt, diesen Weg kann er nicht allein schaffen. Er braucht einen Freund. Und das ihm, der bislang sein Schwert als einzigen Freund betrachtete.

Hier muss ich meine Hochachtung aussprechen vor den geschilderten Schwertkämpfen. Man bekommt einen guten Einblick in die damalige Zeit.

Vielleicht hätte ich mir bei dem Buch noch Kapitelüberschriften gewünscht, vielleicht auch nicht. Manche haben nicht so viele Seiten, während andere wiederum ausführlicher sind. Jeweils im Wechsel wird die Handlung aus der Sicht einzelner Charaktere geschildert.

„Rauklands Sohn“, man muss die Geschichte mögen, denn die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, detailliert und liebevoll lässt sie durch Worte diese vor den Augen erstehen. 
Wer das Genre liebt, wird Raukland mögen. Ein wirklich guter Auftaktband der Trilogie, in der sich Historisches mit Fantasie gut mischt.

Vielen Dank an die Autorin für das Autorenexemplar mit Widmung. 
Unabhängig davon hat das keinen Einfluss auf meine Bewertung.

Autorenvita:
Jordis Lank kam Anfang der siebziger Jahre im äußersten Zipfel des Bergischen Landes zur Welt. Nach Abitur und Ausbildung zur Industrieinformatikerin arbeitet sie seither im wissenschaftlich-technischen Bereich als Softwareentwicklerin.
Schon als Kind hat die Autorin Romane weitergeträumt, wenn sie enttäuscht war, dass sie zu Ende waren. Wie oft hat sie sich gewünscht die Figur sein zu können, von der sie da las! Bis sie merkte, dass das Schreiben ein noch viel intensiveres Erlebnis ist als das Lesen. Manchmal, wenn alles passt, wenn sich die Geschichte auf einmal von selbst schreibt und die Charaktere Dinge tun, von denen man zwei Sätze vorher noch nichts wusste, dann - so sagt sie - verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit - und man ist wirklich mitten drin: Ein einzigartiges, großartiges Gefühl, das süchtig macht.  

Samstag, 7. Juni 2014

(Rezension) Das Mädchen mit der Maske (Das Lied des roten Todes) - Bethany Griffin


Bethany Griffin
Das Lied des roten Todes
Das Mädchen mit der Maske
Band 2
Broschiert
352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442478286
Originaltitel: Dance of the Red Death
€ 12,99
auch als EBOOK erhältlich
Infos - Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Buchinfo:
In der Stadt, in der Araby lebt, tobt ein Bürgerkrieg, und zu der schrecklichen Seuche, die von jeher dort wütet, ist eine neue, noch tödlichere Krankheit gekommen. Mit einigen wenigen Freunden kann Araby gerade noch fliehen, doch sie hat alles verloren: Ihr Elternhaus ist zerstört, ihre Mutter wurde entführt und ihre beste Freundin ist infiziert. Zudem scheint ihre einstige große Liebe William sie betrogen zu haben. So bleibt Araby nur der Blick nach vorne: Sie stellt sich an die Spitze der Rebellion und kämpft für Gerechtigkeit, für ihr Volk, das so schrecklich leiden musste – und für eine neue Liebe, die von unerwarteter Seite entflammt …

Meine Meinung:
Araby und ihre Freunde haben sich ins Luftschiff gerettet und die Stadt verlassen. Sie fliehen in den Sumpf. Doch die Flucht haben sie nicht unbeschadet überstanden, ihr Schiff wurde beschädigt, was sie zur Landung zwingt. Rundum lauern Gefahren. Außerdem hat sich April mit dem roten Tod, der tödlichen Krankheit infiziert. Arabys Vater könnte ihr helfen. Doch auch diese ist verletzt. Elliot will unbedingt zurück in die Stadt. Wie soll es nun weitergehen?
Der Nachteil bei einer Reihe ist, dass die Veröffentlichungstermine oft weit auseinander liegen. Man ist gehalten, in den ersten Band hineinzuschauen. Aber wer davon ausgeht, es würde interessant und spannend weitergehen, wird anfangs enttäuscht. Es dauert ehe man so richtig in die Geschichte hineinkommt. Nur gut, dass sich einiges aus dem ersten Teil wiederfindet. Erst ab der Hälfte passiert mehr und es wird spannend. Die Dreiecksbeziehung von Araby zu Will und Elliot lässt sie nicht gerade sympathisch erscheinen, doch ihr Mißtrauen beiden gegenüber ist berechtigt.
Die Schilderung der Welt von Araby und ihren Freunden ist schon beklemmend. Die Stadt zu retten, ist deren Ziel.
Das Positive an dem Buch ist der leichte und verständliche Schreibstil der Autorin. Allerdings ihre Idee in eine gute Story umzusetzen, weist etliche Schwächen auf.
Fazit:
Ein spannender Klappentext heißt nicht, dass das gesamte Buch genauso sein wird.
Ein tolles Cover macht ebenfalls noch kein gutes Buch, irritiert höchstens.
Ein guter zweiter Teil, der die Dilogie abschließt. Doch richtig gefesselt hat mich das Buch nicht, es war mehr für zwischendurch gut, allerdings für Fans ein Must-Read. 
Und nein, es ist kein atemberaubender zweiter Teil der Saga, so wie es auf dem Buchrücken steht. 

 Ich gebe gutgemeinte vier Lesegenuss-Bücher.

Montag, 5. Mai 2014

(Rezension) Möwenfraß - Klara Holm


Klara Holm
Möwenfraß
Ein Ostsee-Krimi
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: rororo (1. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499266942
€ 9,99
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

 
So hat sich Luka Kroczek seinen ersten Arbeitstag als Leiter der Kripo Bergen nicht vorgestellt: Er kommt viel zu spät, seine kleine Tochter Tilda muss mangels Kindergartenplatz mit ins Büro, die neue Kollegin Conny Böhme empfängt ihn alles andere als herzlich. Und dann muss Luka, der sich nur seiner Lebensgefährtin zuliebe von Düsseldorf nach Rügen beworben hat, auch gleich zu seinem ersten Einsatz. In einem alten Fischerhaus wurde eine Leiche gefunden. Wer hat die Frau derart übel zugerichtet? Hat das Verbrechen mit ihrem Mann zu tun, einem allseits unbeliebten Immobilienspekulanten und Wendegewinner? Luka macht sich an die Ermittlungen. Und erkennt schnell: Auf Rügen wird nichts so schnell vergeben und vergessen …

Statement:
„Möwenfraß“ sicher ein ungewöhnlicher Titel. Eine Erklärung bzw. kleine Geschichte steht zu Beginn des Buches, da wo sich sonst immer ein Kurztext befindet.
Aufgrund eines guten Jobs für Teresa zieht die kleine Familie um Luka Kroczek mit der kleinen Tochter auf die Insel Rügen. Dort wohnt auch Teresas Mutter Rosi. Luka Kroczek hat seinen guten Job bei der MK in Düsseldorf aufgegeben und eine gerade frei gewordene Stelle der Polizei in Bergen angenommen.
Gleich am ersten Tag bekommt er es mit einem Mord zu tun. Ein Mord auf Rügen? Das hatte es lange nicht gegeben. Dass Luka bei den neuen KollegenInnen Einstiegsprobleme bekommt, wird ihm schnell klar. Zumal er auch noch einer Kollegin den Job vor der Nase weggeschnappt hat.  Ein Wessi bei den Osssis – leider gibt es dieses Denken immer noch. Für manche schwierig, dieses aus den Kopf zu bekommen.

Tatort des Mordes ist der kleine Ort Vitt. In einem leerstehenden Haus wurde eine der Besitzerinnen mit einem Beil zerstückelt aufgefunden. Sie wollte nur einen kurzen Abstecher, aus sehr privaten Gründen, hierher machen, auch um danach mit ihrer Schwester zu reden, dass das Haus endlich verkauft werden sollte.
Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen, weisen dann ziemlich eindeutig auf den Ehemann der Toten hin. Doch da sind noch etliche Ungereimtheiten und es wird immer verworrener.
Niemand will etwas gesehen bzw. beobachtet haben. Auch nicht die Campingfamilie mit dem kleinen Maik.
Von Beginn an baut die Autorin exzellent die Spannung auf, dass man irgendwie immer selbst wie „unter Strom“ steht. Der Schreibstil von Klara Holm hat mir richtig gut gefallen, klare Sätze, und es fällt schon schwer, das Buch nicht aus der Hand zu legen. Auch die geführten Dialoge sind richtig gut geführt, wie z. B. mit der „Alphafrau“ in Lukas Team, Conny. Denn nur zu gern hätte die seinen Job gehabt.
Zwei Alphatiere beherrschen also die Handlung. Rundum gesehen kann man fast alle Charaktere hervorheben. Ebenso die falsch gelegten Fährten von der Autorin, den Leser in die Irre zu führen. Wenn man der Meinung war, den Täter zu kennen, kam schon bald die Ernüchterung.
Die  Straßen, Plätze, Häuser, Wälder, wer noch nie auf Rügen war, bekommt durch die detaillierten Beschreibungen eine Vorstellung, wie es dort in Wirklichkeit ist. Ein Urlaub auf Rügen heißt für mich auf Entdeckertour zu gehen. Und die Bilder von meinem Urlaub sind immer noch in meinem Kopf und haben mich beim Lesen des Krimis begleitet.

Fazit:
„Möwenfraß“ – ein Ostsee-Krimi, erhält von mir klare Leseempfehlung.
Brillant geschrieben, spannend bis zum Schluss!
Zitat – letzter Satz:

„Doch, dachte er, Rügen hat was.“
Dem kann ich nur zustimmen. Es ist eine ganz besondere Insel, die von einer eigenartigen Aura umgeben ist. Man muss sie nur sehen wollen!

Montag, 31. März 2014

(Rezension) Eine Muschel für Romy ~ Tanya Stewner


Tanya Stewner
Eine Muschel für Romy
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (20. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596856268
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 14 Jahre
€ 12,99


Kauflink " Verlag" 
oder bei jedem anderen Buchhändler

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Buchinfo:
Bestsellerautorin Tanya Stewner schreibt nach ›Liliane Susewind‹ eine wunderbare Freundschaftsgeschichte voller Lebensweisheit
Eine beste Freundin zu haben, ist für kleine Mädchen ebenso wichtig wie eine liebevolle Familie. Am liebsten machen sie alles gemeinsam, teilen jedes Pausenbrot. Doch wenn eine sich zurückzieht, tut das richtig weh …
So geht es auch Romy, die sich mit ihrer besten Freundin Nika gestritten hat. Als sie daraufhin traurig am Strand sitzt, schenkt ihr eine Frau eine wunderschöne Muschel. Aber warum soll sie die Muschel zurück ins Meer werfen?
Am Ende versteht Romy auf diesem Weg, dass man Freundschaft nur behalten kann, wenn man loslässt – denn Freundschaft ist immer ein Geschenk.

Meine Meinung:
In Erinnerung an ihre Kindheit, ihren besten Freundinnen, entstand ein Kinder- und Jugendbuch, welches durch das sehr ansprechende Cover allein schon ein Hingucker ist.
Das Buch hat keine Seitenzahlen, so wie man es normalerweise kennt. (Fast) jede Dopelseite besteht aus einer ganzseitigen Illustration, der Text ist teils sehr kurz gehalten und die Illustrationen dementsprechend angepaßt. Die Geschichte ansich ist nicht lang, aber vom Inhalt sehr aussagekräftig. Denn die Autorin möchte mit ihrer Geschichte von Romy und ihrer Freundin Nika den LeserInnen etwas vermitteln, die Augen öffnen.
Man kann niemanden festhalten, einengen, abgrenzen von anderen. So wie Romy in der Geschichte lernen muss, dass auch die Meinung anderer gilt und nicht nur die eigene maßgebend ist. Rechthaberisch zu sein, damit kommt man nicht weit. Es ist vorhersehbar: Nika will nicht mehr Romys beste Freundin sein, und dass erst nach drei Tagen Freundschaft und ausgerechnet drei Tage vor Romys Geburtstag.
Es sind die menschlichen Gefühle, die nach einer Begegnung mit der Frau am Strand, behutsam an Romys Innere anklopfen. Es fällt ihr allerdings nicht leicht, das zu beherzigen, was Mara, die Frau mit den Muschen, ihr mit auf den Weg gibt. Man kann nicht etwas versprechen, auch nicht für ein Leben lang, man muss (leider) auch lernen, loszulassen.
Es gibt keine Garantie dafür, dass es zurückkommt, doch es gibt diesen einen Moment, an den man sich immer erinnert. So wie Romy in der Geschichte, zu lernen, etwas loszulassen und dafür eine Freundin wiederzugewinnen.

Fazit:
Die Geschichte um Romy und was es mit der Muschel auf sich hat, die Zeichnungen, die Hardcovergestaltung, die ganze Aufmachung des Buches fügen sich zu einem gelungenen Ganzen.
Rundum gelungen – meine Kauf- und Leseempfehlung – nicht nur für das empfohlene Lesealter, sondern auch für die Omas, Mütter, Schwiegermütter, TickTack-Omas ...

 ***Von mir gibt fünf Kinderbuchfeen ***



Montag, 24. März 2014

(Rezension) Liebe kann man nicht googeln ~ Julia K. Stein


Julia K. Stein
Liebe kann man nicht googeln
Broschiert
440 Seiten
Verlag: Gmeiner, A; Auflage: 1 (5. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3839214916
€ 9,99

Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Infos - Gmeiner-Verlag


Meine Meinung:
Aus, vorbei. Mit 33 Jahren ist Lena Singlefrau und das nach einer elf Jahre anhaltenden Beziehung mit Karsten.
Sie liebt ihren Job als Journalistin des Frauenmagazins „Grace“, doch so richtig ernst scheint sie ihren Beruf nicht zu nehmen, oder doch? Ihr neuestes Hobby: Lena eröffnet einen Blog, eine Art Tagebuch. Und genauso ist dieser Roman aufgezogen.
Datum, Uhrzeit, Blogeintrag und das oft mehrere am Tag. So manches Mal habe ich mich beim Lesen gefragt, wie Lena das beruflich alles unter einen Hut bringt! Hinzu kommen noch finanzielle Probleme, ein Junggesellinnen-Abschiedsausflug nach Sylt, ein Vater, der ihre finanzielle Hilfe braucht, frisch von seiner Frau getrennt. Auf Sylt lernt Lena ihren absoluten Traummann kennen, Björn. Was sie erst später erfahren wird, Björn ist der Sohn des künftigen Besitzers der Frauenzeitschrift. „Grace“.
„Willkommen auf Lenas Blog“, so beginnt das Buch. Nun, ich würde sagen, willkommen zu einem Buch, deren Inhalt auf den ersten Blick durchgeknallt erscheint, mich zeitweise richtig ratlos machte, ob ich weiterlese oder nicht.
Eine in Panik geratene Dreiunddreißigjährige, Kurzschlußhandlungen vorhersehbar, internetsüchtig, okay, mag sein, aber meiner Meinung nach sehr überzogen dargestellt.
Das wirklich Gute an diesem Buch ist sein Cover, zeitgemäß, herzig, passend. Andererseits gehe ich davon aus, dass die Autorin mit ihrer Geschichte ganz bewusst so auf den Putz haut! Ist es nicht irgendwie so wie im Inhalt beschrieben? Vielleicht hätte sie Lena etwas verjüngen sollen. Dann wäre das alles etwas glaubhafter herübergekommen.
So lässt mich die Geschichte zwiespältig zurück, auch wenn es etliche Stellen gab, die mich zum Schmunzeln brachten.
Hat es wirklich nur an der lahmen, langweiligen Beziehung zu Karsten gelegen, dass Lena jetzt total ausflippt?
Fazit:
Die Idee zu diesem Roman finde ich gut, ebenso das Cover. Aber nach genauen Überlegungen frage ich mich, was will die Autorin uns mit der Geschichte sagen?!
Lest selbst, bildet euch ein Urteil, auch wenn nicht alles Rosarot geschildert ist.
Es steckt doch eine ganze Menge Wahrheit zwischen den Buchdeckeln bzw. Zeilen!

 
Buchinfo:
Liebe lieber offline  Lena ist 33 Jahre und ganz frisch Single. Sie schreibt für das Frauenmagazin »Grace« – jedenfalls wenn sie nicht gerade googelt, im Internet shoppt oder Facebook durchkämmt. Um ihren Traummann Björn zu beeindrucken, muss eine neue Lena her: eine ernsthafte Journalistin mit perfektem Styling, die Bergsteigen liebt statt Blaubeer-Muffins. Leider hat diese Frau nichts mit der echten Lena gemein. Björn verliebt sich dennoch in sie, aber wie lange kann das gut gehen? Hat Lena ihre Chance vergoogelt?
Vita:
Julia K. Stein wurde im Ruhrgebiet geboren. Sie hat Philosophie studiert, über Literatur promoviert und viele Jahre in den USA gelebt. Aus eigener Erfahrung und den Gesprächen mit ihren internetsüchtigen Freundinnen entstand die Idee zum Roman »Liebe kann man nicht googeln«. Zuvor hat Julia K. Stein Sachbücher, Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht.

Donnerstag, 13. März 2014

(Rezension) Die unverhofften Zutaten des Glücks ~ Deborah McKinlay


Deborah McKinlay
Die unverhofften Zutaten des Glücks
Gebundene Ausgabe
288 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (3. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453269057
Originaltitel: That Part Was True
€ 17,99
Infos * Heyne Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


****
Buchinfo:
Ein Rezept zu Verlieben
Aus einer Laune heraus schreibt die Britin Eve dem amerikanischen Bestsellerautor Jack Cooper einen Leserbrief. Und er antwortet! So beginnt eine wunderbare Freundschaft. Beide teilen die große Leidenschaft für das Kochen und gutes Essen – und beide stecken mitten in einer existenziellen Lebenskrise. Sie spenden sich gegenseitig vorsichtig Trost und Rat, wodurch ihre Beziehung immer inniger wird. Schließlich schlägt Jack ein Treffen in Paris vor. Doch das, fürchtet Eve, kann niemals stattfinden . . .
***
Statement:
Ein Rezept zum Verlieben, wer sucht das nicht. Kochen eine Leidenschaft, für den einen oder anderen unter uns auf jeden Fall, und sicherlich auch eine wunderbar Ablenkung von Problemen oder jedweden Lebenskrisen. Wenn ein Leser dem Autor eine kurze Info zu seinem Roman mitteilt und daraus ein reger Briefaustausch entsteht, kann man es schon als Brieffreundschaft bezeichnen. In unserem Zeitalter der elektronischen Kommunikation ein persönlich geschriebenes Wort, es ist wie ein Stück Persönlichkeit, sich dem anderen gegenüber zu öffnen.
Eve lebt in England, der Autor Jack in Amerika. Die alleinstehende Eve möchte die Verlobung ihrer Tochter zu einem besonderen Ereignis machen, etwas woran man sich gern zurückerinnert. Doch die Beziehung zu ihrer Tochter ist nicht gut, denn Eves Mutter hatte sich von Anfang an in die Erziehung von Lizzy eingemischt. Das Eve und Lizzy ein derart unterkühltes Verhältnis zueinander haben, beruht darauf. Nun aber war Eves Mutter verstorben, doch würde das etwas ändern? Würden die beiden Frauen, Mutter und Tochter, einen Weg zueinander finden?
In Amerika steht der einst sehr gefragte Autor Jack ebenfalls vor großen Problemen. Es war keine Schreibblockade, die er hatte. Seine Frau hatte ihn verlassen, und nun steckte er richtig tief in einer Krise. Durch den intensiven Briefaustausch, wobei Jack fälschlicherweise vermutete Eve sei von Beruf Köchin, schreiben sich beide gegenseitig ihre Misstände.
Die Geschichte ist im jeweiligen Erzählwechsel zwischen Jack und Eve geschrieben.
Auch wenn beide durch ihre Leidenschaft zum Kochen sich verbunden fühlen, Rezepte austauschen, rückblickend auf ihr Leben haben sie viel gemeinsam
„Die Liebe geht durch den Magen“, das Sprichwort kann ich hier nur zitieren. Dann aber kommt der Augenblick, wo sie sich einmal persönlich kennenlernen möchten.  Nicht in Amerika, auch nicht in England, sondern es soll Frankreich sein, das Gourmetland, in Paris, nicht nur die Stadt der Liebe.
Eine Frau Mitte Vierzig, ein Mann, knapp 50,  mitten in seiner Midlife Crisis, beide Charaktere kommen anfangs erst sehr unpersönlich, fast unnahbar herüber. Es ist oft der erste Eindruck, der täuscht.
***
Fazit:
Die Geschichte von Eve und Jack ist zeitgerecht, thematisch hat die Autorin ihr Wissen zu Beziehungsfragen gut mit eingearbeitet. Doch es gab Stellen, an denen mir so manches ziemlich trocken herüber kam, es fehlte eine gewisse Harmonie und das Kochen war oft zu abgehackt, doch das ist ja nicht das Hauptthema.
Wer hinter dem wunderschönen Cover eine späte Liebesgeschichte vermutet, könnte – ich schreibe bewusst könnte – sich irren.
Auch wenn mich einige Kleinigkeiten aus dem gewohnten Leserhythmus brachten, das Buch „Die unverhofften Zutaten zum Glück“ ist Lesegenuss!
Zwei Rezepte runden das Buch ab – leider habe ich sie noch nicht ausprobiert.


Samstag, 22. Februar 2014

(Rezension) Drachenstern "Gewandelt" ~ MaryJanice Davidson


MaryJanice Davidson
Drachenstern
Taschenbuch
256 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (9. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3863960117
Originaltitel: Jennifer Scales and the Ancient Furnace
€ 12,99


Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.



Die Magie des Sichelmondes
Eigentlich führt Jennifer Seales ein ganz normales Leben, bis sie plötzlich merkt, dass sie außergewöhnliche Körperkräfte besitzt. Und dann passiert es: In einer Sichelmondnacht verwandelt sie sich in einen Werdrachen! Und sie ist nicht die Einzige in der Familie. Auch ihr Vater und Großvater können fliegen und Feuer sprühen. Von un an ändert Jennifer immer wieder für einige Tage die Gestalt und lernt andere Werdrachen kennen, die unerkannt unter den Menschen leben. Und sie muss erfahren, dass Werdrachen mächtige Feinde haben, die sie vernichten wollen ...

Statement::
„Prolog – Anfang: An ihrem fünften Geburtstag musste Jennifer Scales mit ihrer Familie umziehen. An jenem Morgen starb ihre friedliche Heimatstadt Eveningstar im Bundesstaat Minnesota einen grausamen Tod.“
Es war der Tag nach Jennifer Scales vierzehntem Geburtstag. Sie wollte unbedingt mit ihrer Mannschaft die Stadtmeisterschaft der Fußballjuniorliga gewinnen. Dabei kommt es zu einem spektakulären Auftritt ihrerseits, der alle anderen  nur in Erstaunen versetzt. Als ihr Vater nach einer mehrtägigen Reise wieder daheim ist, hebt sich so langsam der Vorhang um Jennifers Geheimnis. Ihre Albträume nehmen derzeit zu und sie selbst stellt an sich Veränderungen fest. Hinzu kommen gewisse Eigenschaften, die ein Teenie normalerweise nicht besitzt. Ihre Veränderung hat mit dem Sichelmond zu tun und in der Nacht wird sie zu einem Werdrachen. Auch ihr Vater und Großvater sind solche. Um diese Gabe, nennen wir sie einfach mal so, richtig zu beherrschen muss Jennifer immer wieder zum Großvater auf die Farm. Jennifers Großvater hat mir als Charaktere gut gefallen. Die Art und Weise, mit seiner Enkelin Jennifer umzugehen, sie mit ihrer Gabe vertraut zu machen und den richtigen Umgang damit, fand ich gut erklärt.
Allerdings taucht immer wieder das Problem auf, ihren Freunden aus der Schule die tagelange Abwesenheit zu erklären.
Es fällt nicht schwer, in diese Jugendgeschichte einzutauchen. Die Autorin überzeugt durch ihre klar und verständlich geschriebene Schreibart und bringt den Leser mit etlichen Szenen, die so bildhaft beschrieben sind, zum Schmunzeln. Also nicht nur Spannung oder Action, sondern auch Vergnügliches. Die Grundidee zu der neuen Jugendbuch-Reihe von Mary Janice Davidson gefällt. Die lockere Art der jungen Jennifer mag dann und wann etwas hochgegriffen sein, doch es wurde mir nicht langweilig.
Das Cover ist ein Eyecatcher, nicht nur allein wegen der Farbgestaltung. Hier harmonisiert alles miteinander. Schlägt man die Klappenbroschur auf, schaut der Leser direkt auf das Bild eines Drachen vor einem hellen Mond. 

Fazit:
Trotz der nur 256 Seiten zeichnet sich das Buch durch die durch die kurzgehaltenen Kapitel aus . Verziert über den Kapitelüberschrift wird es jeweils durch ein Drachensymbol.
Ich bin angetan von dieser neuen Reihe. Der Folgeband „Erleuchtet“ wird aller Wahrscheinlichkeit nach Anfang April 2014 erscheinen.
Meine Leseempfehlung für Jung und Alt und alle Drachenliebhaber. 

Vita:
Mary Janice Davidson schreibt erfolgreich Liebesromane für ein erwachsenes Publikum. Mit „Weiblich, ledig, untot“, dem 1. Band einer humorvollen Vampir-Serie, gelang ihr aus dem Stand der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Sie lebt mit Co-Autor Anthony Alongi, ihrem Ehemann, in Minnesota.

Mittwoch, 12. Februar 2014

(PostIt 15) eBook-Rezension ~ Sei mein Stern (Teil 2) ~ Amanda Frost




Amanda Frost
Sei mein Stern – Teil 2 der Siria-Reihe:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1843 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B00FVJHC06

Derzeit zum Sonderpreis
für € 0,99
(12. 2. 2014)






Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an die Autorin

 Cover - Infos Autorenhomepage


Buchinfo:
Inzwischen hat es auch Rafaels jüngeren Bruder auf die Erde verschlagen: Simon, ein Computergenie mit begnadeter Intelligenz und einem Hang zur Alltagsuntauglichkeit. Nicht die ideale Kombination, um eine geeignete Frau aufzureißen, auch wenn man so höllisch attraktiv ist wie der spleenige Informatiker. So widmet er sich nach einigen missglückten Affären doch lieber dem Hacken von Computern. Bis er den fatalen Fehler begeht, sich mit der mächtigen deutschen Geheimdienstorganisation BSC anzulegen. Denn diese hetzt ihm postwendend ihre beste Undercoveragentin auf den Hals: Jana, eine 32-jährige skrupellose Power-Frau, die Simon in ein erbarmungsloses Katz-und-Maus-Spiel verwickelt. Bis beiden letztendlich die Kontrolle über die Geschehnisse entgleitet …


Statement:
Nach langem Hin und Her darf nun Rafaels jüngerer Bruder Simon ebenfalls auf die Erde, um eine Frau zu finden und das Aussterben auf Sirius zu verhindern.
Simon ist hochintelligent, ein excellenter Informatiker, ein gefühlvoller Chaot.
Es hat sich einiges getan, nachdem nunmehr Rafael mit Valerie auf der Erde sein Glück gefunden hat. Nun taucht dieser etwas durchgeknallte Bruder auf und wirbelt ganz schön herum. Nur mit dem anderen Geschlecht, da hat er es nicht so. Computer haben eine gewisse „Macht“ über ihn. Und bei all dieser Tüftelei begeht er einen folgenschweren Fehler. Simon, ein Hacker? Kann man sich gar nicht vorstellen. Doch die Antwort lautet Ja. Allerdings hat er sich in die Computer der Geheimdienstorganisation NSC eingehackt. Diese wiederum finden ihn und setzen ihre Undercover-Agentin Jana auf ihn an. Sie ist das ganze Gegenteil von Simon, der den Eindruck vermittelt, er sei ein Tagträumer. Jana geht voll in ihrem Beruf auf, der an erster Stelle steht, Freunde haben in ihrem Leben keinen Platz.
Doch das Glück geht oft seinen eigenen Weg und so funkt es zwischen Jana und Simon.
„Sei mein Stern“ spielt zum einen auf dem Planeten Siria, der mich schon im ersten Teil faszinierte. Und das lag auch mit an den dort wohnenden Mondbärchen. Man muss sie einfach lieben. München ist der Ort, an dem Rafael und Valerie ein kleines Hotel leiten und Simon Unterkunft findet. Es gibt so erfrischend herzhafte Szenen, die den Leser Glücksmomente bescheren. Man möchte einfach irgendwie mittendrin im Geschehen sein, um etwas davon mitzuerleben. Und dann ist da noch ein hochintelligenter Roboter – Melvin.
Amanda Frost ist ihrem Schreibstil treu geblieben. Es gibt zig Aha-Erlebnisse, altbekannte und neue, interessante Charaktere. Das Zusammenspiel dieser Personen hat die Autorin richtig gut umgesetzt. Sie hat jedem von ihnen sehr viel Raum gegeben, so dass es dem Leser wahrlich nicht schwerfällt, sie sympathisch zu finden.
Ob und wie die Geschichte ausgeht, Simon und Jana ein Paar werden, wird sich zeigen bzw. lest selbst. Ebenso die Frage, was aus Siria wird.

Der dritte Teil erscheint in Kürze und man darf gespannt sein, welche Fäden Amanda Frost hier zu einer tollen Fortsetzung verknüpft und was den Leser neu erwartet.

Ich gebe meine Leseempfehlung und bin neugierig auf die Fortsetzung. 



„Ein Roman ist wie der Bogen einer Geige und ihr Resonanzkörper wie die Seele des Lesers.“ (Stendhal)


Vita:
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum.

Vielen Dank an die Autorin Amanda Frost für die Bereitstellung des EBOOKs.

Dienstag, 28. Januar 2014

(Rezension) Das Glück eines einzigen Tages ~ Jacqueline Sheehan



Jacqueline Sheehan
Das Glück eines einzigen Tages
Taschenbuch
384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442380046
Originaltitel: Lost and Found
€ 8,99


Cover / Buchinfo / Vita - Verlag blanvalet
(Dieses Buch habe ich zur Aktion "Horst - der Tannenbaum" vom Verlag erhalten).




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Wenn ein Verlust der Auftakt zu einem neuen Leben wird …
Als ihr Mann stirbt, verändert sich die Welt der 40-jährigen Rocky auf einen Schlag für immer. Sie gibt ihre Karriere als Psychologin auf und verlässt ihre Heimat, um auf eine kleine Insel zu ziehen – eine Million Meilen entfernt von allem, was ihr jemals etwas bedeutet hat. In Peaks Island angekommen, begegnet sie einem schwarzen Labrador. Mit einem hölzernen Pfeil, der ihm in der Schulter steckt, stolpert Lloyd in Rockys Leben. Es ist der Beginn einer unvergleichlichen Freundschaft zwischen einer Frau, die an einem gebrochenen Herzen leidet, und einem verwundeten, liebenswerten Tier …


Statement:
Es war Herbst geworden. Vier Monate nach dem Tod ihres geliebten Mannes faßt Rocky den Entschluss, die Stadt zu verlassen. Zu tief ist die Trauer, die Erinnerungen. Sie wird sich ein Jahr Auszeit nehmen von ihrem Job als Dozentin an der Universität, wo Rocky als Psychologin arbeitet. Doch wie es scheint, braucht sie selbst Hilfe.
Also packt sie ihre Sachen, das Haus soll untervermietet werden, aber darum kümmerte sich dann Caleb, ihr Bruder. Rocky wollte Richtung Osten, zurück in die Vergangenheit, Erinnerungen an einen glücklichen Tag auf Peaks Island.  Für etliche Wochen wohnt sie erst einmal in einem Motel in Portland. Dann liest sie ein Stellenangebot, das ein „Tierkontrollwärter/-in“ auf Peaks Island gesucht wird. Isaiah Wilson, zu ihm fast sie sofort Vertrauen. Mag wohl daran liegen, dass er früher einmal Geistlicher war und so bekommt sie den Job und er hat auch sein Ferienhaus frei, wo sie wohnen kann.
Dort auf dieser Insel, trifft sie auf die ältere Tess, eine Frau mit einer besonderen Begabung. Tess ist Synästhetikerin, d. h. sie nimmt die Menschen durch Farben wahr. Ich hatte zuvor noch nichts davon gehört, aber durch die ausführlichen Schilderungen war ich sehr beeindruckt. Der Mensch wird hier von einer ganz anderen Seite gezeigt.
In der Nachbarschaft von Rocky lebt das junge Mädchen Melissa. Obwohl sie nur eine Nebencharaktere in der Handlung spielt, wird sie mit zu einer wichtigen Person für Rocky. Melissa ist extrem sportsüchtig, wodurch sie ihre Magersucht vor anderen verstecken will.
Und dann taucht Lloyd auf, ein schwarzer Labrador. Schwer verletzt durch einen Bogenpfeil, nimmt Rocky ihn zu sich. Schließlich war ihr verstorbener Mann Tierarzt gewesen und sie kennt den Umgang mit Tieren.
Zitat S. 183

Er hörte zu fressen auf; ein paar Trockenfutterbrocken waren noch übrig. Anschließend schaute er Melissa an, und sie sah ihr Spiegelbild im Licht seiner Augen. ... Sie senkte den Kopf über den Napf, umschloss einen Brocken mit den Lippen und schmeckte süßes Getreide und Fleisch. Mit den Zähnen kratzte sie darüber und erinnerte sich an hundert Geschmäcker, die für sie seit Monaten nicht mehr existierten. Danach weichte sie jeden Brocken einzeln im Mund auf und schluckte.

„Lost and Found“, so der Originaltitel, also „verloren und gefunden“, am Ende des Buches muss ich sagen, mir hätte ein anderer Titel besser gefallen als der deutsche.
Das Glück an einem Tag verloren. Gefunden = mit und durch den Labrador, der ihr durch seinen erlittenen Verlust, den Tod seines Frauchens, all das gibt, was Rocky wieder zum Leben und den Schritt in eine neue Zukunft braucht.

Kapitel 24 ist ein ganz besonderes, indem Lloyd = Cooper den Leser an seinen Gedanken und Empfinden teilhaben läßt.
Zitat S. 261

Ein gutes Leben, ein sehr gutes Leben, besteht daraus, einen Menschen zu finden, der einen kennt, der die Freude daran, einem die Brust zu reiben, mit einem teilt, die Freude am Fressen, daran, feucht und glücklich durch den schweren Morgentau zu laufen, bei einem zu sitzen, während man hingebungsvoll an einem frischen Stock kaut.  ... Einen solchen Menschen zu finden macht ein gutes Leben aus. Und er hatte sogar zwei gefunden.

Wenngleich in dem Buch einige Themen einen großen Stellenwert einnehmen, wie z. B. die Trauer, der Verlust, sowie die Psychologie, wie viel Liebe uns ein Tier geben kann, spielt eine große Rolle. Wer nun denkt, es läuft alles glatt und ohne großartige Erlebnisse weiter ab, wird getäuscht. Da ist die Frage zu klären, woher kommt Lloyd = Cooper, wo sind seine Besitzer bzw. was ist geschehen. Dies zusammen ergibt eine spannende Handlung zum Schluss, von der nicht mehr verraten werden soll, um nicht die Freude am Buch zu nehmen. Insgesamt ist der Roman sehr flüssig geschrieben, hat wunderschöne sprachliche Bilder und jedes Motiv bzw. Handlung der einzelnen Charaktere sind nachvollziehbar und glaubwürdig.

Fazit:

„Das Glück an einem Tag“ hat mich sehr berührt und gehört zu jenen Büchern, die man so schnell nicht vergisst. Von mir gibt es daher uneingeschränkte Leseempfehlung.



Persönliches Nachwort:
Wir erleben derzeit das Glück mit unserem Golden Retriever Toby, der von seiner ersten Familie im Tierheim abgegeben wurde und nach drei Wochen Aufenthalt bei uns ein neues Zuhause gefunden hat. So schmerzvoll der Abschied nach 13 Jahren mit unserer vorherigen Golden Retriever Hündin Lina war, umso mehr genießen wir jetzt wieder das neue Glück.

Vita
Jacqueline Sheehan wuchs in Neuengland auf und lebt heute in Massachusetts. Sie arbeitet als Autorin und Psychologin. Außerdem leitet sie verschiedene Schreibseminare. Sie hat bereits zwei Romane und zahlreiche Essays und Artikel veröffentlicht.

Dienstag, 21. Januar 2014

(Rezension) Vintage Love ~ Stephanie Lehmann



Stephanie Lehmann
Vintage Love
Taschenbuch
544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453411494
Originaltitel: Astor Place Vintage
€ 9,99

Cover / Infos HEYNE-Verlag







Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

 Kurzinfo:
Vintage-Kleider, ein geheimnisvolles Tagebuch und die Suche nach der wahren Liebe
New York, am Astor Place: In einen Muff eingenäht findet Amanda, Besitzerin eines Vintage- Ladens, ein Tagebuch, das dort offensichtlich jemand sicher verwahren wollte. Amanda erzählt niemandem von ihrem Fund und macht sich daran, das Tagebuch zu lesen. Sie wird tief in das Jahr 1907 und die Lebensgeschichte der 20-jährigen Olive Westcott hineingezogen. Immer mehr Parallelen entdeckt sie zwischen sich und der jungen Frau, und viele Fragen kommen auf, deren Antworten Amanda in dem geheimen Tagebuch vermutet ...

Statement:

Vintage Love“ – die Geschichte zweier Frauen, zum einen von Amanda aus der heutigen Zeit, und Olive, die Anfang des 20. Jahrhunderts lebte.
Amanda, die einen Vintagemodeladen in New York betreibt, findet eines Tages bei der Durchsicht von alten Sachen in der Wohnung der alten Dame Jane Kelly ein verstecktes Tagebuch. Neugierig geworden, nimmt sie es heimlich mit und wird somit Mitwisser der Aufzeichnungen von Olive Westcott.
Im jeweiligen Wechsel wird Kapitelweise beider Frauen Leben beschrieben. Olive Westcott, Anfang 20, wohnt mit ihrem Vater in einem Apartmenthaus mit allem Komfort. Doch nur so ein Nichtstunleben zu führen, ist nicht ihr Ding. Sie will arbeiten, was zu der damaligen Zeit nicht ganz so einfach war, zumal Olive keine Referenzen aufzuweisen hatte.
Amandas Leben ist in einer Beziehung zu einem verheirateten Mann, gutaussehend, vermögend. Immer wieder will sie sich von dem Geliebten trennen, der ewig neue Ausreden hat, seine Familie nicht zu verlassen.
Zu diesem Problem gesellt sich das nächste. Trotz aller Zusagen ihres Vermieters wird schließlich doch die Miete für Amandas Laden erhöht. Sie wird nun vor Entscheidungen gestellt, die ihr weiteres Leben betreffen. Zu Hilfe kommt Amanda Rosenbloom wohl eine Sitzung bei Dr. Markoff, einem Hypnotiseur.
Olive wird aus ihrem wunderbaren Leben gerissen, als ihr Vater zurück aufs Land fährt, um einige Dinge zu holen, und tödlich verunglückt. Sie muss das Leben in New York aufgeben und zu ihrer Tante aufs Land ziehen. Bei der Testamentsverkündung erfahren sie, dass der Vater Olive völlig mittellos zurückgelassen hat. Doch Olive wäre nicht Olive. Um nichts auf der Welt hält sie etwas in der Provence und sie geht nach New York zurück.
„Vintage Love“, wieder ein Buch, dessen Geschichte in New York spielt, mit Vintagemode zu tun hat. Es war mir ein Vergnügen, den Weg durch die Buchblätter zu „gehen“, sei es im alten New York und dem heutigen. Man erfährt so viele geschichtlich interessante Sachen, das war sehr aufschlussreich – für den, den es interessiert!
Das Leben der Frau in der damaligen Zeit, dann noch alleinstehend, ist absolut faszinierend geschrieben. Was aber hat es nun mit dem alten Tagebuch auf sich, welches so sorgsam in einem Muff versteckt war?
Je länger man in die Geschichte eintaucht, umso mehr werden die Parallelen im Leben von Amanda und Olive klar.

Die Vergangenheit lebendig zu beschreiben, mit Olive hat die Autorin eine Charaktere geschaffen, die zu den damaligen Lebensverhältnissen doch ziemlich gewagt auftritt.
Je intensiver Amanda die Aufzeichnungen liest, umso mehr verstärkt sich bei ihr der Eindruck, dass sie förmlich Olive spürt und sieht.

Fazit:
„Vintage Love“ ist ein ruhiger Roman, also wer Spannung oder so erwartet, liegt hier verkehrt. Eine Familiengeschichte, die berührt, zwei Frauen, die ihre Achtung verdienen. Die Handlung ist flüssig zu lesen, auch wenn der Anfang etwas Zeit bedarf, hineinzufinden.
Ich gebe meine Leseempfehlung!
Vita
Stephanie Lehmann studierte in Berkeley und an der New York University; sie unterrichtete kreatives Schreiben bei Mediabistro und online at Salon. com, wo auch ihre Essays publiziert wurden. Derzeit lebt sie in New York City.

Sonntag, 19. Januar 2014

(PostIt 14) eBook-Rezension ~ Die verborgenen Insignien des Pan - Band 3 - Sandra Regnier




Sandra Regnier
Die Pan-Trilogie Band 3
Die verborgenen Insignien des Pan
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2537 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Impress (5. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00GLPOCHA
€ 3,99







 Cover / Infos - Verlag
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Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen … Die ist der dritte und letzte Band der Pan-Trilogie.
Elfen, Anderwelt, Lee und Felicity, deren Verbindung schon vor Jahrhunderten festgelegt worden war, es kommt zum Abschluss der Pan-Trilogie, eine Zeitreise – für jeden Fantasieleser.
Der Anfang ist gut, so dass man problemlos in die Geschichte einsteigen kann.
Fey ist überglücklich mit ihrem Halbelfen. Doch noch ist nicht alles geklärt und weitere Zeitsprünge, spannende Abenteuer, um das Geheimnis der verschwundenen Insignien zu lösen, erwartet sie.
Offene Fragen seitens Fey zum einen zur Familie, ihrer Herkunft, werden gelöst und glaubhaft geschrieben.
Schon im ersten Band waren mir die Charaktere sehr sympathisch, die Hauptpersonen glaubhaft beschrieben.

Das Verhältnis zur Clique, ihre Freunde, ist weiterhin gut und runden das Ganze um Felicity ab. Nur mit der Mutter gibt es ab und an Probleme, meistens dann, wenn Fey wieder einmal für einige Tage verschwunden war.
In diesem letzten Teil fügt sich schließlich alles, flüssig zu lesen und wenn man die Entwicklung der Story, der Charaktere vom ersten Band her sieht, großes Lob an die Autorin.
Erwähnenswert auch jeden Fall auch hier das Buchcover, und für mich als BUCHliebhaber mit ein Grund, dass die gesamte Trilogie irgendwann in meinem Buchregal ein neues Zuhause findet.

Montag, 13. Januar 2014

(Rezension) Zwischen uns die Zeit - Tamara Ireland Stone




Tamara Ireland Stone
Zwishen uns die Zeit
Gebundene Ausgabe
432 Seiten
Verlag: cbj (25. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570154700
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
€ 16,99

Auch als EBOOK erhältlich






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Die Geschichte einer unmöglichen Liebe: Bezaubernd, romantisch, herzergreifend

Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre … Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen, und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird …



„Zeit ist die größte Entfernung zwischen zwei Orten.“ Tennessee Williams – so steht es zu Beginn des Buches.
San Francisco im Herbst 2011 spricht Anne einen Jungen im Park an. Ob er Bennett sei, sie müsste ihn sprechen. Anne gibt ihm einen Brief und sagt einen ganz bedeutenden Satz zu ihm, woraus er erkennt, dass sie sein Geheimnis kennt.
Nach dieser Einführung geht die Handlung zurück in das Jahr 1995, als die damals 16-jährige Anna den Neuen an ihrer Schule kennenlernt, Bennett. Die beiden kommen sich näher, verlieben sich ineinander. Das problematische daran ist, Bennett ist ein Zeitreisender und auf der Suche nach seiner Schwester, die er auf einer seiner Reisen verloren hat. Es dauert eine Zeit, bis Bennett Anne sein Geheimnis anvertraut. Denn genau diese Umstände sprechen gegen ihre Liebe.
„Zwischen uns die Zeit“ ist die Geschichte einer ungleichen Liebe. Als Bennett nicht mehr da ist, muss Anne sich entscheiden.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten hat die Autorin wunderbar beschrieben. Step by Step mit sehr viel Romantik, nicht zu abgedroschen, schnulzig, eben einfach gut. Das Thema Zeitreise wird glaubhaft herübergebracht. Die Story wird in der Ich-Perspektive von Anna erzählt. Wer wünscht sich das nicht, ab und an in der Zeit reisen zu können? Eine tolle Vorstellung, geheimnisvoll.
Die Charaktere hinterlassen einen guten Eindruck, die man so schnell nicht vergessen wird.
 
„Zwischen uns die Zeit“ ist ein gelungener Auftaktband, denn so wie ich lesen konnte, folgen noch mehr. Meine Leseempfehlung, denn es war wirklich großartig.

Sonntag, 12. Januar 2014

(Rezension) Fillory - Der König der Zauberer


http://www.fischerverlage.de/buch/fillory-der_koenig_der_zauberer/9783104028385



Lev Grossman
Fillory – Der König der Zauberer
Gebundene Ausgabe
576 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (21. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421036
Originaltitel: The Magician King

€ 19,99

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Quentin muss die sieben goldenen Schlüssel finden, um nicht nur Fillory sondern alle magischen Welten und damit die Welt selbst zu retten.

Quentin und seine Freunde, Julia, Janet und Eliot, sind nach Fillory zurückgekehrt, um in dieser magischen Welt als Könige und Königinnen zu leben. Aber schon bald wird Quentin dieser so ausgeglichenen und unveränderlichen Welt überdrüssig – er will das Abenteuer und er will sich nützlich machen. Als die Außeninsel ihre Steuern nicht bezahlt, nimmt er das zum Anlass, sich dorthin auf die Reise zu machen. Er hat ein uraltes Segelschiff gefunden, dass er aufwendig restaurieren lässt und sticht schließlich mit Julia und seinen Freunden in See. Doch was sie nicht wissen, ist, dass Julia sich auf einen gefährlichen Handel mit einer Gruppe abtrünniger Magier eingelassen hat. Sie erhält außergewöhnliche Kräfte, büßt dafür aber ihre Menschlichkeit ein. Und diese Magier haben zudem die alten Götter heraufbeschworen, die die magischen Welten zerstören wollen. Nur wenn Quentin und seine Freunde die sieben goldenen Schlüssel finden, können sie die Welt retten. Eine fantastische Suche beginnt, die die Freunde von Fillory über Chesterton, Massachusetts, Venedig und die Jenseitsinsel bis ans Ende der Welt führt.

 
„Fillory – Der König der Zauberer“ ist das zweite Buch  der Trilogie .
Wie ich schon bei anderen, vorher gelesenen Trilogien egal welches Genre, feststellen musste, ist der Mittelband teilweise ein Sorgenkind mancher Autoren. Zum einen haben sie das Ende des Abschlussbandes vor Augen, aber nicht zuviel darf davon in den zweiten, es ist irgendwie immer ein Balanceakt.
Die magische Welt der Könige und Königinnen, in der sich nichts verändert, auf Dauer wird es wieder mal langweilig für Quentin. Da bietet sich ein Grund für eine neue Reise. Die Außeninsel weigert sich die Steuern zu zahlen und so macht er sich mit einem alten Schiff, der Muntjak, auf den Weg. Was die Gruppe nicht weiß, aber herausfinden wird, dass Fillory und alle anderen Welten in Gefahr sind. Eine Gruppe Magier, die sich untereinander verbündet haben, wollen die magischen Welten zerstören.
In diesem zweiten Band, aufgeteilt in Buch I – IV und 25 Kapiteln, erfahren wir die Geschichte von Julia. Ehrlich gesagt, es sind die besten Kapitel, vor allem die Beschreibung der Charaktere ist gut rüber gebracht worden.
Was aber hat es nun mit den sieben Schlüsseln auf sich?
Sich in das Buch einzulesen, den Faden von der Vorgeschichte wiederzufinden, bedarf schon einer gewissen Zet. Sehr viele Einzelhandlungen stören den Leserythmus, dazu der anfänglich scheinbar komplizierte Schreibstil des Autors. Wobei die gewählte Ich-Erzähl-Perspektive ansich gar nicht schlecht ist, es war nicht ganz einfach für den verwöhnten Fantasieleser. Nicht jeder mag den Schreibstil der Erzählweise. Doch das legt sich spätestens dann, wenn man selbst den „roten Faden“, den jeder Autor für seine Geschichte braucht, findet, aufnimmt.

 
„Fillory – Der König der Zauberer“ ist eine etwas mittelmässige Fortsetzung, aber wie ich schon zuvor schrieb, ein bekanntes Thema.
Meine Leseempfehlung gebe ich für junge und auch ältere Leser dieses Genres.
Ich denke, wenn wir Band 3 gelesen haben, heißt es: Das passte von A bis Z.  Warten wir also auf den hoffentlich exzellenten Abschluss!



 
Lev Grossman wurde 1969 in Boston geboren. Er studierte Literatur an der Universität von Yale. Seit 2002 schreibt er für TIME Magazine. Lev Grossman lebt heute in Brooklyn. Seine Romane ›Die Macht des Codex‹ und ›FILLORY – Die Zauberer‹ wurden weltweit zu großen
Bestsellern.
2011 wurde Lev Grossman mit dem »John W. Campbell Award for Best New Writer« ausgezeichnet.

Montag, 6. Januar 2014

(Rezension) Es wird keine Helden geben ~ Anna Seidl





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Anna Seidl
Es wird keine Helden geben
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Verlag: Oetinger (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3789147463
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

€ 14,95


Info Oetinger Verlag

Verlagsinfo:
Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?




Ein ganz normaler Tag, immer wieder gleich, für den einen beruflich, für den anderen der immer wiederkehrende Familienalltag, oder auch der  Schulalltag.
Unser Tagesrhythmus verläuft fast immer in stets gleichbleibenden Bahnen, wie ein Schwimmer, auf und ab.
Doch dann passiert etwas Schreckliches, Unvorhersehbares, was das Leben, den täglichen Ablauf, verändert – Menschen wie du und ich – aus ihrer Bahn geworfen werden und danach nicht mehr die sind, die sie vorher waren.
Der Tag, an dem das passierte, war für die fünfzehnjährige Miriam ein ganz normaler Schultag. Es war gerade Pause und alle strömten hinunter zum Schulhof. Doch was dann geschah, unfassbar, geschockt, waren das wirklich Schüsse, die sie gerade gehört hatte? Bumm ... 
Fluchtartig rennen die Schüler, Lehrer los, der Gedanke an das, was hier gerade passiert, nein, dass kennt man doch nur aus dem Fernsehen. Mit Joanne und Philipp versteckt sich Miriam auf dem Jungensklo.
Die Gedanken laufen Marathon in ihrem Kopf.
Dass was gerade dort im Gebäude sich abspielt, schwer zu begreifen. Ein Schuss, ein Schrei, und dann die Schritte.
Bin ich feige, nein ich will mich nur retten.
Ich, Miriam, will leben.
Ich bin noch nicht bereit.
Die Konfrontation mit dem jungen Amokläufer. Miriam kennt ihn, den Jungen aus der 9c, Mathias aus der Parallelklasse.
Warum hat er Tobi angeschossen, ihre erste junge Liebe? Millisekunden vergehen, verstehen, nein nicht wirklich. Und er hört nicht auf zu schießen, es ist wie eine Hasenjagd, die Mathias veranstaltet.
Hasenjagd – Menschenjagd – Amoklauf – an unserer Schule. Tote, ausgelöscht, einfach so.

Was aber war der Auslöser für die Tat? Hat Mathias ganz bewusst und bei klarem Verstand so gehandelt? War es Absicht, dass er ausgerechnet Tobi, Miriams Freund, tötete?
Man muss sich in die Charaktere hineinversetzen, es versuchen, um zu ergründen, warum jede von ihnen auf ihre Art so handelt.

Nach der Tat mit ihrer Angst flüchtet sich Miriam in eine andere Welt, abgeschottet für andere – innerlich die Hoffnung, dass es kein realistischer Albtraum war. Alles in ihr war gestorben, kraftlos. Sie bewegt sich nur noch wie eine Marionette. Reagiert unverständlich für ihren Vater, lässt die Mutter kaum an sich heran. Ihre Mutter, die sie verlassen hatte und nun auf einmal wieder da ist, mit aller Fürsorge, die Miriam in den vergangenen Jahren gebraucht hätte. Nähe lässt sie kaum zu, nur die Großeltern. Unbewusst spürt sie die Liebe. Alles wird gut, nein, nichts als Lüge.

Doch wie entflieht man diesem Sog, ins Bodenlose zu stürzen und der Drang, die Hoffnung, es möge niemand sie auffangen bei der Landung, ist enorm. Es gibt sehr viele Methoden, doch mit der Angst zu leben, und sie letztendlich zu lieben, ist ein Schritt in die Zukunft.
Vergessen kann man nicht.
Wir werden geboren um zu leben. Das Wort „Leben“ verliert in solchen Momenten seinen Wert.

Entstanden aus einem Albtraum hat die junge Autorin mit dem Buch „Es wird keine Helden geben“ eine fiktive Geschichte geschrieben, die den Leser mit einer derartigen Wucht trifft und sprachlos zurücklässt. Sprachlich herausragend, berührend und fesselnd, das Wort spannend ist bei der Thematik Amoklauf unpassend, ihre Worte werden lebendig und der Leser ist mittendrin in all dem Geschehen, in der Gedankenwelt. Das Denken und Handeln der Jugendlichen sowie auch der Erwachsenen ist fast glaubwürdig geschrieben.
Doch ein Aber gibt es:  Auch wenn ich kaum so ein derart kraftvolles, intensives Buch in den letzten Jahren gelesen habe, befand ich mich sehr oft im Zwiespalt. Es gab etliche Stellen, die ich überflogen habe, u. a. weil der Text mich nicht erreichte. Manches wirkte mir zu aufgesetzt, bzw. zu erwachsen. Inwiefern hier die Handschrift der Lektorin wiederzufinden ist, vermag ich nicht zu sagen. 
Falls jemand bei meiner Rezension mehr vom Inhalt erwartet hat, wird vergeblich danach suchen. Der Gedanke, als Mutter meiner Mädchen zu deren Schulzeit mit einer solchen Situation konfrontiert zu werden, warf viele Fragen bei mir auf. 
Es ist nicht nur die fiktive Geschichte, sondern das Ganze zu sehen und bietet enormen Gesprächsstoff zu Themen, die diskutiert werden müssen/sollten!
Kann man das Leben noch einmal drehen?
Solch ein Amoklauf kann überall immer wieder passieren – in der Realität!
"Es wird keine Helden geben", das Manuskript hat die junge Autorin mit 16 Jahren geschrieben - wahrlich ein sehr gewagtes Thema für ein Debütroman.

Da es bei mir keine halben Punkte oder so gibt, runde ich auf vier Lesegenuss-Bücher auf.  



Freitag, 3. Januar 2014

(Rezension) Valentina sucht das Glück ~ Hans Kruppa


http://www.dtv.de/buecher/valentina_sucht_das_glueck_21478.html




Hans Kruppa
Valentina sucht das Glück
Taschenbuch
144 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423214780
€ 9,95
auch als E-Book erhältlich

Cover / Verlag 


Das Buch habe ich Ende Dezember 2013 gelesen.

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Statement:
Eigentlich führt Valentina ein ganz  normales Leben, eigentlich. Ihre Familie liebt sie, nur mit einem Mann an ihrer Seite hat es noch nicht geklappt. Zwei Beziehungen waren gescheitert, und an die Liebe auf den ersten Blick glaubte sie eh nicht. Bevor Valentina aus einem Urlaub von ihren Eltern heim fährt, hatte die Großmutter ihr noch einen weisen Spruch mit auf den Weg gegeben: „Gib dich nicht mit der Zufriedenheit zufrieden. Lebe so, dass du glücklich bist.“
Und da sitzt sie nun im Zug, und sieht ihn – bzw. seinen Blick, seine Augen. Diese Intensivität des kurzen Moments führen dazu, dass Valentina spontan den Zug verlässt und sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Traummann begibt. Das war für sie kein Zufall, dieser Blick, das war Schicksal. Valentinas neues Glück? Sie bleibt in der fremden Stadt, fertigt eine Zeichnung von dem Unbekannten an, lässt zig Kopien anfertigen und verteilt diese. Sie macht sich auf die Suche. Valentinas Suche nach dem Glück, der Handlungszeitraum erstreckt sich über eine Woche.
Wie Valentina ihr Glück findet, hat der Autor auf eine sehr berührende Art geschrieben. Es ist so viel Poesie in diesen 144 Seiten. Auch wenn man das Ende schon erahnen kann, jede Seite, jede Zeile ist es wert, seine innere Seele zu öffnen und Einlass zu gewähren.
Hans Kruppa schreibt von der Hülle, die man abstreift, wenn etwas geschieht, das alles verändert.
„Auf der Suche nach dem Sinn“ und „Zauber der Freundschaft“, durch diese beiden kleinen Bücher habe ich vor etlichen Jahren den Autor kennengelernt. Ich bin sehr angetan und gebe aus vollem Herzen meine Leseempfehlung für das Buch.
Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.