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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 28. April 2019

(Rezension) "Mühle mit Meerblick" ~ Kim Henry

Wo du zu Hause bist …
Ein altes Foto ist das Einzige, was Line von ihrer Mutter hat. Im Hintergrund zu sehen ist eine Mühle am Strand. Durch Zufall findet Line heraus, dass es sich um eine Aufnahme von der Ostseeinsel Strynø handelt. Kurzentschlossen reist sie dorthin, um ihre Wurzeln zu finden. Tatsächlich trifft sie auf eine Verwandte und wird mit offenen Armen empfangen. Zum ersten Mal erfährt Line so etwas wie Geborgenheit. Wie eine wärmende Decke umhüllt sie der Zauber des Eilands. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Adam, der zurückgezogen in der Mühle am Strand lebt …

Kim Henry || Mühle mit Meerblick ||  TB 384 S. || Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (1. März 2019)  || ISBN-13: 978-3956498503 || € 9,99
Gelesen 04/2019

Die einzige Erinnerung an ihre Mutter war ein altes Foto. Schon sehr früh kam Line in Pflegefamilien. In einem Bericht fiel ihr die Mühle auf, die sie von dem Foto her kannte. Die stand auf der Insel Strynø. Kurzentschlossen packt sie all ihre Sachen, was nicht viel war, und bricht die Zelte in Kopenhagen ab. Angekommen auf Strynø dauert es nicht lange, bis Line ihrer Großmutter gegenüber steht.
Was es heißt, hier bin ich daheim, erfährt sie nun. All die vermisste Liebe und die Suche nach Geborgenheit, es scheint so, als sei Line heimgekommen.
Dass sie gleich auf der Überfahrt die Bekanntschaft mit einem Mann bzw. dessen Auto auf der Fähre macht, wo sie später feststellt, dieser wohnt in der besagten Mühle. Zurückgezogen von der gesamten Dorfgemeinschaft. Doch Line gibt nicht auf, denn sie will ihm nicht nur den kaputten Autospiegel ersetzen, sondern herausfinden, warum er wie ein Einsiedler lebt.
Bald schon findet Line einen Aushilfsjob auf der Fähre. Sie liebt das Meer. Doch der Job bringt ihr Unannehmlichkeiten, denn man findet heraus, dass sie eine große Leseschwäche hat.
"Mühle mit Meerblick", auf den ersten Blick ein scheinbar normaler Liebesroman mit dem Hintergrundthema, wer ist meine Familie.
Während die Inselgemeinschaft Line aufnimmt, hat es Adam bisher nicht geschafft. Er lebt wie in einem Schneckenhaus in der Mühle.
Ich habe diesen Ausflug in das Nachbarland genossen. Das Buch hat einen leichten Einstieg. Die Kombination um die Protagonisten hat mir schon gefallen. Die Autorin versteht es, die Protagonisten so gut zu charakterisieren und die Landschaft der Insel Strynøbesonders bildhaft darzustellen. Dazu gibt es interessante Nebencharaktere, die sich einmischen und das Geschehen abrunden. Eigentlich ist die gesamte Inselbewohnerschar mehr als erwähnenswert. Zum Wohlfühlgefühl kommt noch das Ambiente der Insel.
Allerdings kann ich nicht behaupten, dass die Story sehr bewegend war. Sie war nicht alltäglich, aber sie hat mich auch nicht hundertprozentig abgeholt. Die Handlung spielt über einige Monate. Der Schreibstil des Autorenduos ist locker und unkompliziert. Aber dennoch empfand ich vieles zu durchschaubar.
Generell hat mir das Buch gefallen, denn es bietet Unterhaltung. Aber dennoch fehlte mir das gewisse Extra.
"Mühle mit Meerblick" ist ein Inselroman, in dem die Geschichte um Liebe, Familiensinn aber auch die Liebe zu Büchern erzählt. Wo die Sehnsucht dich hinzieht …

Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher

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Willkommen auf  Strynø …

Kim Henry ist das Pseudonym des deutsch-dänischen Autorinnen-Duos Nicole Wellemin und Corinna Vexborg. Corinna und Nicole lernten sich 2011 in einem Hobby-Schriftstellerforum kennen und stellten bald fest, dass sie die Leidenschaft für romantische Geschichten mit Happy End teilen. Seither lassen sie das Internet zwischen der dänischen Insel Fünen und dem bayerischen München glühen. Über eine Entfernung von über tausend Kilometern hinweg entstanden auf diese Weise zahlreiche Romane, von denen einige es bereits auf die BILD-Bestsellerliste geschafft haben.

Samstag, 27. April 2019

(Rezension) "Die Gabe der Liebe" ~ Debbie Macomber

Was, wenn es der letzte Wunsch deiner großen Liebe ist, dass du eine andere heiratest?

Michael ist überwältigt. Ein Jahr ist es her, dass er seine große Liebe Hannah verloren hat – ein Jahr voller Trauer. Jetzt hält er ihren letzten Brief in den Händen. Und doch kann er nicht tun, was sie sich von ihm wünscht. Er soll sich neu verlieben, heiraten und das Glück finden, das die Krankheit ihm genommen hat. Nur widerstrebend tut er Hannah den Gefallen, sich wenigstens einmal mit den Frauen zu treffen, die sie für ihn ausgesucht hat. Aber ist vielleicht genau das seine Chance für einen ersten Schritt zurück ins Leben

Debbie Macomber || Die Gabe der Liebe || Buch 7 von 7 in der Blossom Street Serie || TB 416 S. || Buch 7 von 7 in der Blossom Street Serie  || Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (1. März 2019) || ISBN-13: 978-3956498640 || Originaltitel: Hannah's List (Blossom-Street 7) || Anita Sprungk (Übersetzer)  || € 9,99


Zitat S. 9
– Dinge, die man ohne besonderen Grund tut, einfach nur, weil man es will. Weil es einem wichtig ist. Weil der betreffende Mensch einem wichtig ist.
Das hat Hannah mich gelehrt. Hannah.


Ein Jahr ist es her, dass der Kinderarzt Michael seine Frau im Alter von achtunddreißig Jahren verlor. Ein Jahr, es hatte so viele einsame Tage und Nächte - ohne Hannah. Ein Jahr, in dem Michael viel in Frage stellte. Auch weil sich ihr Wunsch nach eigenen Kindern nicht mehr erfüllen konnte. Am Ende der Reise musste er akzeptieren, dass sie bereit war zu gehen. Sie hatte ihren Frieden mit der Krankheit gemacht. Nur er, Michael, konnte und wollte nicht loslassen.
Ein Jahr hat 12 Monate, 52 Wochen, dreihundertfünfunfsechzig Tage, …

Heute war Jahrestag und sein Schwager Richie hatte Michael zu einem Spiel eingeladen. Ablenkung und danach noch eine Kleinigkeit essen. Dann übergibt Richie Michael einen Brief, den Hannah ihm einige Zeit vor ihrem Tod zur Aufbewahrung gegeben hatte. Er sollte ihn an Michael genau ein Jahr danach geben.
In diesem Brief bittet Hannah ihn darum, wieder ins Leben zu gehen. Eine Liebe kann man nicht ersetzen, doch sollte die Trauer um den Verlust nicht den Menschen besitzen.
Sie gibt ihm drei Namen von Frauen mit auf den Weg, beschreibt sie kurz. Sie hat sie ausgewählt mit dem Hintergrund, eine davon würde zu ihm passen. Welche das sei, er müsse es selbst schauen. Und da sie ihn kenne, gibt sie ihm noch den Rat mit auf den Weg es zu versuchen, denn irgendwann sei es Zeit zum Loslassen.

"Die Gabe der Liebe" wird der Blossom-Reihe zugeordnet. Winter Adams, ihr gehört das French Cafe, in der Alix beschäftigt ist. Diese ist ja nunmehr verheiratet, hatte eine Fehlgeburt und nun aber ziemlich schwanger. Winter Adams ist zwar mit jemanden befreundet, aber bei den beiden ist es ein ständiges Auf und Ab …
Die zweite Frau heißt Leanne Lancaster und war Hannahs Krankenschwester. Diese war geschieden und hat eine eigene Geschichte zu erzählen.
Nummer Drei ist Macy Roth. Auf den ersten Blick so unorganisiert, chaotisch, aber mit einem sehr, sehr großen Herz und einer tollen Begabung. Sie malt und das mit wahrer Leidenschaft. Dazu gehört auch die Wandmalerei. Aber lest einfach selbst ihre Geschichte.

Der Einstieg in die Geschichte wird durch das Vorwort der Autorin in einen ganz besonderen Blickwinkel gerückt. Also haben wir drei weibliche Protagonisten und einen männlichen. Sie alle wollen uns ihre Geschichte erzählen, die sehr geschickt mit dem von Michael und Hannah verknüpft werden. Schnell wird klar, dass es bei Michael mehr als nur um Trauerbewältigung geht. Sich Neuem gegenüber zu öffnen, ist mit ein Hauptaugenmerkt der Autorin. Und so lernt man alle drei Frauen, jede auf ihre Art halt unterschiedlich, besser kennen und kann deren Gedanken und Gefühle verstehen und nachvollziehen.
Natürlich bewegt die Geschichte um Hannah und Michael, zumal sie so gefühlvoll und mitreißend geschrieben ist. Aber ein manches Mal war es mir einfach to much..... Sicherlich sind Michaels Gefühle nachzuvollziehen, zumal die Trauer über den Verlust mehr als allgegenwärtig ist.

"Die Gabe der Liebe" zeigt sich als eine Geschichte der Hoffnung auf dem Weg der Trauerbegleitung/-bewältigung. Mut und Hoffnung zu schöpfen, sich an glückliche Momente erinnern und letztendlich zu der Erkenntnis kommen, dem Leben eine neue Richtung zu geben.
Wie heißt es doch:
Es gibt keinen Weg zum Glück,
Glück ist der Weg.
Gautama Buddha

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Das Leben geht weiter …

Donnerstag, 25. April 2019

(Rezension) "Katie Wildheart - Mit dem Zauberspiegel durch die Wand"

Ein wildes Herz und große Magie!

Katie ist die jüngste, aber auch die einzige von drei Schwestern, die es wagt, sich gegen ihre strenge Stiefmutter aufzulehnen. Als ihre älteste Schwester Elissa mit dem finsteren, aber wohlhabenden Sir Neville verheiratet werden soll, will Katie das um jeden Preis verhindern. Zum Glück fällt Katie ein magischer Spiegel ihrer verstorbenen Mutter in die Hände. Sie kann es kaum glauben: Offensichtlich hat sie die magischen Kräfte ihrer Mutter geerbt! Mit dem Zauberspiegel kann sie sich in andere Personen verwandeln und sogar durch Wände gehen! Aber auch der unheimliche Sir Neville ist hinter dem Zauberspiegel her. Katie gibt alles, um sich und ihre Schwestern zu retten.

Ein bezauberndes Abenteuer mit einer ungestümen, mutigen Heldin, die man einfach ins Herz schließen muss.

Stephanie Burgis - Katie Wildheart - Mit dem Zauberspiegel durch die Wand
Sigrid Ruschmeier (Übersetzer) || Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
FISCHER KJB; Auflage: 1. (27. März 2019)  || ISBN-13: 978-3737341462
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren ||  € 15,00

Mein Leseeindruck:
Stephanie Burgis hat mit dem Auftaktband einen fantastischen Start der Buchreihe geschrieben.
Es geht um die zwölfjährige Katherine Ann Wildheart und ihre Familie. Das sind ihre älteren Schwestern, ihr Bruder, der Vater und die Stiefmutter. Katie, Kurzform, entdeckt, dass ihre ältere Schwester die beiden Zauberbücher der verstorbenen Mutter nutzt. Und nun hat sie einen Plan, um die Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. In dieses Dilemma hatte sie der Bruder gebracht. Denn wie sollten dann die älteren Schwestern verheiratet werden bei den Schulden? Doch die Stiefmutter hatte schon einen Kandidaten, Sir Neville Collingwood. Dann entdeckt Katie, dass nicht nur sie, sondern auch Angeline gewisse Zauberfähigkeiten besitzt. Durch einen Gegenstand im Nachlass der Mutter landet Katie im Goldenen Saal. Dort erfährt sie, dass sie das Kind einer Hüterin ist.
Zitat S. 79
"Deine Mutter war eine natürliche Hüterin, eine der mächtigsten Zauberinnen im Land … In ihrer Familie waren leider beide Blutlinien vertreten."

Also einerseits die Gabe eine  Hüterin und andererseits auch die Gabe der Hexerei geerbt.
Damit hatte sie ihre Familie in große Schwierigkeiten gebracht.
Katie lernt Mr. Gregson kennen, der ihr beibringen will, ihre Fähigkeiten zu lernen.
Der Weltentwurf ist gut entwickelt. Mit ihrer Charaktere hat sie ein charmantes Kind erschaffen, dessen Neugier kaum zu stillen ist. Sie besitzt Mut und Entschlossenheit und ein loses Mundwerk, das sie mehr als gewollt in Schwierigkeiten bringt.
Aber auch andere Nebencharaktere sind fantastisch. Wie z. B. der junge Mann Frederick Carlyle, der eines Tages bei der Familie auftaucht und sofort um miss Angelinas Hand anhält. Was es damit auf sich hat und was Angelina verbirgt, lest selbst.
Die Konflikte in der Familie mit einer Stiefmutter erinnern ein bisschen an ein Märchen. Ebenso spielt eine Rolle, was es mit dem Tod der leiblichen Mutter auf sich hat. Auch wenn der Fokus sich auf die Magie richtet, nutzt die Autorin Handlung und Charaktere wieder in eine neue Richtung zu lenken.
Rundum ist der Auftaktband sehr zufriedenstellend. Nicht nur für den jungen Leser, auch ich mochte es gern lesen.
Katie Wildheart, eine unerschrockene Heldin.
Ein Lesegenuss - für Jung und Alt.

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Mittwoch, 24. April 2019

(Rezension) "Sterne über Rom" ~ Karen Swan


Eine zufällige Bekanntschaft bereitet Cesca den aufregendsten Sommer ihres Lebens …
Glitzer, Glemmer und Glamour …


Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt und das Dolce Vita ist. Als sie Bekanntschaft mit ihrer Nachbarin macht, der berühmten Viscontessa Elena, sind sich beide sofort sympathisch. Nach einiger Zeit willigt Cesca sogar ein, Elenas Memoiren zu verfassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr beschleicht Cesca das Gefühl, dass Elena etwas vor ihr verbirgt. Als auf einer Baustelle ein wertvoller Diamantring gefunden wird, der angeblich Elena gehört, stellt Cesca zusammen mit dem attraktiven Archäologen Nico Nachforschungen an – und fördert ein tragisches Geheimnis zu Tage .

Karen Swan  -Sterne über Rom
Gertrud Wittich (Übersetzer) || Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (18. März 2019)
ISBN-13: 978-3442487783 || € 10,00
Originaltitel: The Rome Affair
Gelesen 04/2019

Mein Leseeindruck:
Mit ihrem neueste Roman "Sterne über Rom" geht es dieses Mal nach Europa, genauer gesagt nach Rom. Welche Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt, mag man anhand des Klappentextes n ur vermuten. Soviel sei schon vorab gesagt, es wird eine teilweise pompöse, überladene und glamouröse Reise.
Anfangs sieht es erst einmal nicht danach aus. Die Protagonistin Francesca ist vor gut einem Jahr von England nach Rom gekommen. Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt als Stadtführerin. Ihre Beweggründe zum Umzug werden hin und wieder angedeutet, denn zuvor hatte sie ein Leben als erfolgreiche Rechtsanwältin geführt. Nebenbei führt sie einen Online-Blog, dem sie den Namen "Römische Liebschaften" gegeben hatte. Sie liebt ihre kleine Wohnung, mehr braucht sie nicht, vor allem dicht zur Arbeit, das war das wichtigste. Sie liebt auch ihre Nachbarn runum. Wenn sie doch bloß ein bisschen mehr Zeitgefühl hätte. Schon mehrfach war sie zu spät in ihrem Job gewesen und hatte sich Ärger eingehandelt.
War es Fügung oder Zufall, wer weiß das schon, was nun kommt. In der Mülltonne zum Haus entdeckt sie eine brandneue Handtasche, teuer, sehr teuer. Das weiß Cesca auch so. Nach einer Suche findet sich darin ein blauer Briefumschlag darauf mit dem Namen Elena. Ihre Vermieterin weiß, wem die Tasche gehört.
Zitat S. 23
… deutete mit ausgestrecktem Zeigefinder auf den blassblauen Palazzo auf der gegenüberliegenden Seite des kleinen Platzes. Er besaß hellbeige gestrichene Fensterländen, die sämtlich geschlossen waren. Es waren vierundzwanzig Fenster, sechs auf jedem Stockwerk. Und das war nicht einmal die Vorderseite, die wies auf die Piazza Angelica. …

Mit dem Zurückbringen der Tasche, dem Verlust ihres Jobs als Stadtführerin kurz darauf und dem Besuch der Viscontessa nimmt die Geschichte eine sehr interessante Entwicklung. Die Dame erklärt Cesca, dass sie sie für vertrauenswürdig hält und bittet sie, ihre Biografie zu schreiben. Was für eine Arbeit da auf sie zukommen würde, das ahnte Cesca nicht im geringsten. Bis Elena ihr die archivierten Fotokästen zeigt, die ihr Leben aufzeigen. Sie solle die entsprechenden Fotos raussuchen und bekäme dann die Geschichte dazu. So war Cescas weiterer Aufenthalt in Rom gesichert. Und hinzu kam ein fantastischer Arbeitsplatz, der Palazzo.
Sehr geschickt sind die einzelnen Lebensabschnitte der jungen Elena, die in Wirklichkeit Laney hieß und aus dem sehr vermögenden Haus Valentine in Amerika stammte. Aufgewachsen in Rhode Island, kannte sie keine Geldsorgen. Sie war die einzige Tochter der Valentines, ein Zuckerpüppchen. Umso mehr überrascht es, dass sie 1961 mit gerade mal sechszehn Jahren heiratet. Ihr künftiger Mann Jack Montgomery war ein Blender und nur hinter dem Geld der Valentines her. Er war verschuldet. Dise Ehe hatte keine Zukunft und nach der Scheidung beginnt ein unstetes Leben von Laney/Elena.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen die bewegte Vergangenheit von Elena ab 1961 bis zum Ende 1989 und in der Gegenwart die Sommermonate in 2017.
Durch eine Absenkung im Garten des Palazzos tritt Nico als weitere Charaktere auf. Was es mit all dem auf sich hat, ist eine weitere interessante Geschichte, die sich gut in die Handlung einfügt. Woraum ist Rom gebaut? Es wird ein  interessanter Ausflug in die römische Geschichte geben.
Der neue Roman von Karen Swan hat mir recht gut gefallen. Zeigt er nicht nur die Welt der Reichen, Glitzer, Glemmer und Glamour, sondern blickt auch dahinter. Wie viel Seelennot hinter all dem steckt. Interessant und fesselnd einerseits, romantisch prickelnd und Spannung, ein gut gehütetes Familiengeheimnis. So bietet es dem Leser  unerwartete Wendungen und man kann sich dem Lesefluss kaum entziehen. Licht und Schatten einer jungen Frau, deren Inneres hat die Autorin  wirklich gut dargestellt.
Insgesamt kann ich den Roman empfehlen. Er glänzt nicht nur durch seinen Schreibstil, den schönen Schauplätzen, sondern auch durch zwei großartige Protagonistinnen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher

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Francesca und Elena - zwei besondere Frauen, großartig erzählt

Donnerstag, 18. April 2019

(Kurzmeinung) "Als der Himmel uns gehörte" ~ Charlotte Roth

Charlotte Roth
Als der Himmel uns gehörte

"Wir rennen dem Himmel die Tür ein. Und keiner hält uns auf."

London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.

Klappenbroschur, Knaur TB  || 01.04.2015, 608 S.
ISBN: 978-3-426-51664-5 ||€ 9,99
Gelesen 04/2019

Buchanfang
"In dem Park, durch den Jennifer schon als Kind gelaufen war, erkannte sie noch immer kein Mensch. Langstreckenläuferinnen waren schließlich keine Tennisstars, und die paar Erfolge, die sie errungen hatte, rissen niemanden vom Hocker." …

Mein Leseeindruck
Handlungsort zu Beginn des Romans ist London. Man schreibt das Jahr 2011. Jeden Morgen absolviert dort im Park Jennifer ihre Lauftrainingseinheiten. Ihr Ziel, nein ihr Traum ist es, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Wenn da nur nicht immer ihre Panikattacken wären. Als sie eines Morgens von einem ihr fremden Mann angesprochen wird, der sie auf die Ähnlichkeit mit Alberta Bernhard anspricht und gleichzeitig ihr neuer Trainer werden will, beginnt die Geschichte interessant zu werden. Alberta Bernhardt ist Jennifers Urgroßmutter und fast einhundert Jahre alt. Sie war aus Deutschland, der Nachname Bernhard ihr Mädchenname. Sie lebte sehr zurückgezogen auf dem Sitz in Buckinghamshire. In einem Gespräch mit ihrer Mutter weist diese Jennifer darauf hin, wenn sie Fragen beantwortet haben möchte, möge sie sich bitte direkt an die Grandma wenden. Eben auch wie sie zu ihrer Stiftung für den Behindertensport gekommen sei.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. In der Vergangenheit führt es zurück nach Deutschland, zu den Anfängen der dunkelsten Geschichte des Landes und am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gegenwart wird von Jennifer erzählt. Beeindruckend, wie die Autorin die Zeitgeschichte der Olympischen Spiele 1936, all das davor zu einer Handlung verarbeitet hat. Wieder einmal wird verdeutlicht, wie sehr diese Spiele 1936 zu Propagandazwecken missbraucht wurden.
Zitat S. 522
"Pferde ermorden niemanden. Pferde zetteln keinen Krieg an. Pferde legen keinen Wert darauf, durch ein Olympiastadion zu hüpfen, aber ehe sie sich zanken, tun sie sogar das."

Die Handlung um Alberta und ihrer Familie, ein Stück deutsche Geschichte, dann die Thematik Olympische Spiele, sind in diesem Roman gut zusammengeführt. Gerade der Blick auf die heutige Zeit ist aktueller denn je.
Ein Roman, der meine Leseempfehlung erhält.
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Ein ansprechender Roman mit Tiefgang

Mittwoch, 17. April 2019

(Rezension) "Wir sehen uns unter den Linden" ~ Charlotte Roth

Eines Tages werden wir frei sein …

Charlotte Roth
Wir sehen uns unter den Linden

Ein aufwühlender Roman über den Mauerbau, das Leben in der jungen DDR und über zerrissene Familien und Freundschaften von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth
Berlin nach dem 2. Weltkrieg.
Von ihrem geliebten Vater Volker, einem Lehrer, hat Susanne gelernt, an den Sozialismus zu glauben. Ohne je das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren, hat er gegen das Naziregime gekämpft – und wurde vor den Augen seiner sechzehnjährigen Tochter kurz vor Kriegsende erschossen. Nie hat Susanne dieses Erlebnis vergessen, das sie für ihr Leben geprägt hat.. Um das Vermächtnis des Vaters zu erfüllen, widmet sich Susanne von ganzem Herzen dem Aufbau eines besseren Deutschland.
Erst als sie den lebenslustigen Koch Kelmi kennen- und liebenlernt, beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Zu tief jedoch ist der Glaube an den Sozialismus im Osten Deutschlands in ihr verwurzelt, zu stark das Band, das sie mit dem toten Vater verbindet.
Dann kommt der 13. August, und plötzlich verstellt die Mauer Susanne jegliche Möglichkeit einer Alternative …

Verlag: Knaur TB (1. April 2019) || Broschiert: 528 Seiten
ISBN-13: 978-3426522356 ||  € 9,99
gelesen 04/2019

Mein Leseeindruck

Man schreibt das Jahr 1945. In einer Wohnung in  der Adalbertstraße in Berlin. Hier waren sie eine Familie gewesen und gücklich miteinander. Bis … ja bis die Geschichte vom Goldlöckchen und den drei Bären in gewisser Weise Realität wird. Sie hatten als Familie so glücklich hier gelebt, Vater, Mutter und Kind. Genau wie in der Geschichte. Bis dann da das Böse kam..... Der Anfang zum Ende einer gklücklichen Familie.
"Wir sehen uns unter den Linden" ist der neue Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Aufgegliedert in acht Teile beginnt es im April 1928 und endet im Juni 1961.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt Berlin geteilt. Der Osten ist vom Sozialismus geprägt. Die junge Susanne gehört mit zu denjenigen, die alles dafür tun, um den neuen Staadt mit aufzubauen. Als sie den jungen Mann aus dem Westen der Stadt trifft, entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte. Doch konnte diese Bestand haben? Ost und West? Wie unterschiedlich sie lebten, zeigte sich immer wieder bei den Treffen mit ihm "Unter den Linden".
Doch zunehmend verschärft sich die politische Situation der Stadt Berlin, die dem Viermächte-Status unterlag. Es war ja bekannt, dass die Sowjetunion diesen Status in Frage stellte.
Kelmi, so hieß der junge Mann, war ein exzellenter Koch, was er immer wieder unter Beweis stellte. Die Lage der Stadt, die Zeichen der Zeit erkannt, eröffnet er aber nicht wie vorgehabt im Ostteil, sondern im Westen Berlins ein Restaurant.
***
"Wir sehen uns unter den Linden" ist ein Roman, den ich in gewisser Weise mit in ein Stück Leben meinerseits einbeziehe.
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961. Nur wenige Tage zuvor waren meine Eltern, mein Bruder und ich von einem Familienbesuch aus dem Ostsektor Berlins wieder zurück nach Niedersachsen gefahren. Mein Onkel hatte darauf bestanden mit dem Hinweis, es wäre zu unserer Sicherheit. Irgendwann später habe ich erfahren, dass da Insiderkenntnisse vorlagen. Berlin-Friedrichstraße, der lange Kacheltunnel, durch den man gehen musste, dieses mulmige Gefühl im Bauch, das einen erst verließ, wenn man "draußen" war. Gerade erst im vorletzten Jahr hat mir meine Mutter die Geschichte ihrer Schwester erzählt, die in den 80iger Jahren von Ost- nach West-Berlin umgezogen ist. Sie selbst hatte mitgewirkt, mit dem Auto drüben gewesen. Im Nachlass fanden sich die seitenlangen Auflistungen, was ausgeführt wurde. Und sie musste ebenso als erste Station ins Notaufnahmelager Marienfelde, weil es hier die Genehmigungsunterlagen für den Aufenthalt im Westen gab. Ich bin viele Jahre als Kind bzw. Heranwachsende jeweils in den Ferien im Ostteil der Stadt gewesen, habe miterlebt, wie meine Cousinen FDJlerinnen wurden, geprägt vom Staat, Sozialismus.
***
Der vorliegende Roman umfasst ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands. Auch wenn ich im Westen aufgewachsen bin, habe ich mein Leben lang hinter die Mauer, auch nach dem Mauerfall. Die Verwandtschaft lebte halt dort.
Diesen Roman zu rezensieren habe ich sehr lange vor mich hergeschoben. Es hat ziemlich viele Erinnerungen in mir wachgerufen, denn irgendwie ist es selbst ein Stück Geschichte von Mir, meiner Familie, meiner Verwandtschaft – irgendwie. Es ist ein Buch, was mich von Beginn an wirklich gefesselt hat. Es berührt und ist absolut lesenswert
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Bewegende Familiensaga - ein Stück Zeitgeschichte

Sonntag, 14. April 2019

(Rezension) "Madame Piaf und das Lied der Liebe" ~ Michelle Marly

Michelle Marly
Madame Piaf und das Lied der Liebe
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1. (15. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746634814
€ 12,99

"Sie musste singen, um Liebe zu erfahren."
Zitat S. 16

Das Glück muss man mit Tränen bezahlen.“ Édith Piaf.

Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.

Édith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten

Mein Leseeindruck
Wer den Namen von Édith Piaf hört, hat ein Bild vor Augen von einer kleinen Frau mit einer unvergleichlichen Stimme. Und natürlich ihre Lieber wie  „La vie en rose“ oder „No, je ne regette rien“. Es mag aber sein, das dies wohl eher eine der älteren Generation betrifft. Der neue Roman von der Autorin Michelle Marly "Madame Piaf und das Lied der Liebe" zeigt die Piaf über einen gewissen Zeitraum, nicht ihr gesamtes Leben. Eine Édith Piaf, die mir so bisher nicht bekannt war. Ihre Kindheit, ihr Werden fließt in Absätzen in die Handlung ein. Als ihr der Sänger Yves Montand vorgestellt wird, kann sie für den ersten Moment eine Zusammenarbeit nicht vorstellen. Doch dann erkennt sie sein Potential, formt ihn zu einem Star. Und sie verlieben sich ineinander. Schon bald hat sie eine Melodie im Kopf für ein Lied, was ihre Liebe zueinander bedeutet. Doch erst nach dem Ende der Liebe wird es ein Welthit. Wie außergewöhnlich die Liebe der beiden war, das mussten selbst die Liebhaber der Piaf feststellen. Dies beschreibt die Autorin in gefühlsmäßig ausdrucksstarken Szenen. Bei ihm erfährt die Piaf was sie nie zuvor kennengelernt hatte: Geborgenheit, Familie und letztendlich wollte Yves Montand sie sogar heiraten.
Handlungsort ist hauptsächlich Paris. An der Seite von Édith Piaf ist seit einigen Jahren Simone Bertaut. Edith sang, verdiente Geld und gab es ganz schnell wieder aus. Zum Ende der Besetzung der Deutschen muss Edith sogar ihre Unschuld als Kollaborateurin beweisen. Denn es droht ihr ein Auftrittsverbot.
Zur Handlung selbst muss ich sagen, dass es die Autorin dem Leser leicht macht, in die Geschichte einzusteigen. Man ist bis zur letzten Seite gefesselt von dem Stoff. Für zeitgeschichtlich interessierte Leser kann ich diesen Roman nur empfehlen.
Dieser Roman zeigt sehr beeindruckend, über den genannten Zeitraum, wieviel ein Mensch erleben kann. Wieviel Kraft ihr das Singen gab. Es ist ebenso ein Roman, der mich gedanklich noch eine Zeitlang begleiten wird. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht.  Lesegenuss pur.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Persönlicher Nachtrag: Fast zeitgleich habe ich den anderen Roman von der Autorin gelesen: "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe". Das Buch hatte ich mir bei einer Lesung der Autorin in Stade gekauft und dankbar für die Signierung. Hierzu folgt demnächst eine Rezension.

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Ein Stück Zeitgeschichte in einer hochinteressanten Story verpackt.
Ein Buch, das unter die Haut geht.

Freitag, 12. April 2019

Rezension "Annies Frühling in Salt Bay" ~ Liz Eeles



Liz Eeles || "Annies Frühling in Salt Bay" || 
Verlag Rowohlt Taschenbuch (1. Auflage 26. 3. 2019)
ISBN-13: 978-3499274596  || 
Originaltitel: Annie's Holiday by the Sea || Barbara Ostrop (Übersetzer) 
€ 10,00

Nach Salt Bay fahren ist nach Hause kommen …
- oder -
Nach Salt Bay fahren ist eine Lesereise, eine Rückkehr nach Cornwall ♥


Mein Leseeindruck
"Annies Frühling in Salt Bay" erzählt die Geschichte von Annabella Trebarwirth, in London lebt und arbeitet. Gerade war ihr Jahresvertrag in ihrem Job ausgelaufen und sie würde sich um einen neuen Job bemühen. Familie hatte sie keine, die Mutter war verstorben, alles andere hatte eine Geschichte. Doch seit einem halben Jahr war sie mit Stuart zusammen, wohnten aber beide getrennt. Er in einer Wohnung, sie in einer WG. Als sie ihn eines Freitags in seiner Wohnung überrascht, trifft sie ihn nicht allein an. Er hatte eine andere Frau bei sich. Nun widmet sie sich endlich dem Brief eines Rechtsanwalts, den sie vor kurzem erhalten hatte. Sie ist sehr erstaunt über den Inhalt, war ihr doch nicht bewusst, dass sie noch eine Großtante hatte, die im fernen Cornwall lebt. Also macht sie sich auf in die alte Heimat ihrer Mutter. So war erst einmal ihr Plan, einmal kurz bei der Tante vorbeischauen und dann wieder zurück nach London. Wie so oft im Leben kommt manches anders. Das wird auch Annie erleben.
Denn dort, in Salt Bay, gibt es einige Rätsel bzw. Geheimnisse, eine Tante, aber auch eine Dorfgemeinschaft der etwas anderen Art. So kennt Annie es nicht. Nun es ist ein besonderer Menschenschlag dort in Cornwall, so ganz anders und doch sehr herzlich.
An die Charaktere Annie muss man sich erst gewöhnen, denn anfangs kam so gar kein Gefühl für sie herüber. Doch angekommen in Salt Bay kriecht sie so langsam aus ihrem Schneckenhaus hervor. Man wird neugierig, wie weit ihre Entwicklung in der Handlung gehen wird.
Die Handlung spielt in einem kleinen Dorf an der wunderschönen Küste von Cornwall. Das ist mit ein Grund gewesen, warum ich den Debütroman von Liz Eeles gern lesen wollte. Aber auch die Hintergrundgeschichte in der Handlung, denn an einem Tag hatte sich das Meer vor Jahren sieben Mitglieder der Salt Bay Choral Society geholt.
Zitat S. 48
"Das Schild ist auf Hochglanz poliert, und darauf steht: In liebevoller Erinnerung an die Mitglieder der Salt Bay Choral Society, die am 15. April 2002 während des großen Sturms ertrunken sind. Sie singen noch immer im Himmel. Darunter sind die Namen von sieben Männern eingraviert, unter anderem ein «Samuel Trebarwith, 70 Jahre.»"
Dieser Samuel Trebarwith war Annie Großvater, der Vater ihrer Mutter.

Desweiteren gibt es Charaktere, Bewohner des Dorfes, die durch die Beschreibungen der Autorin bildlich vor Augen erscheinen. Man möchte sie gern persönlich kennen lernen. Und all das, die Menschen, die Landschaft ist es, was sich positiv auf Annie auswirkt.
Jene Tragödie, die sich vor Jahren durch den gewaltigen Sturm ereignet hatte, hinterließ bei vielen Familien Spuren. Und dennoch beginnt Annie mit dem Projekt, den Chor wieder aufleben zu lassen.
Diese Geschichte hat viele Momente, die glücklich machen, faszinierende Charaktere wie Annie, ihre australische Freundin Kayla, ihre Großtante und den anfangs etwas mehr als rüpelhaft erscheinenden Josh.
"Annies Frühling in Salt Bay" ist eine wunderbare Geschichte, die von Verlust und Liebe erzählt, von Familie, aber auch davon zu erkennen, wer man selbst ist.
Es wird noch einen Folgeroman geben, derzeit in English "Annies Christmas by the Sea". Und so kann man sich nur wünschen, dass der Leser nicht zu lange auf die deutsche Übersetzung warten muss. Der Schreibstil der Autorin war  leicht und flüssig und so lies sich das Buch gut lesen.
Mir hat das Buch gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher 

Vielen Dank an den Verlag für das  Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Ein gut gelungener Debütroman,  der für gute Unterhaltung sorgt

Donnerstag, 11. April 2019

"Der etwas nervige Elefant ~ David Walliams ~ Kinderbuch-Rezension


Der etwas nervige Elefant || Gebundene Ausgabe || 32 Seiten
Rowohlt TB (26. 3. 2019) || ISBN-13: 978-3499218453
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 5 Jahren
€ 12,95

Verlagsinfo:
Was ist groß und blau, ziemlich frech und steht uneingeladen vor der Tür? Ein etwas nerviger Elefant, natürlich! Ein wunderbar schräges Bilderbuch von zwei bemerkenswerten Talenten - David Walliams und Tony Ross.


Buchanfang:
"Eines Tages klopfte es laut an der Tür. Sam rannte die Treppe hinunter, um sie zu öffnen."


Mein/unser Leseeindruck:
Was passieren kann, wen man eine Elefantenpatenschaft übernimmt und dabei vergisst, das Kleingedruckte auf dem Papier zu lesen, erfahrt ihr in dem neuen Buch von David Walliams.
"Der etwas nervige Elefant" ist wieder einmal ein außergewöhnliches Kinderbuch des Autors. Was nicht nur auffällt ist die wunderschöne Aufmachung als auch der Titel, sondern der riesengroße blaue Elefant mit dem kleinen Jungen auf rotem Hintergrund. Die großflächigen Illustrationen brauchen nicht viel Text, denn es entwickelt sich noch zusätzlich beim Anschauen und Vorlesen die eigene Fantasie dazu. Die Figuren sind lebendig gemalt, alles sehr sympathisch, kindgerecht. Ebenso der Sprachstil. Wie gesagt, hier sind der eigenen kindlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Die liebevolle Art, wie es geschrieben und illustriert ist, spricht an. Für Kinder ab dem empfohlenen Alter absolut okay, man kann aber auch schon früher anfangen es vorzulesen. Kinder stellen Fragen und die Veränderung der Geschichte, die durch die Illustrationen unterstrichen werden, lassen sich gut erzählen.
Ein anschaulich gestaltetes Buch, welches man immer wieder neu lesen als auch anschauen kann.
"Der etwas nervige Elefant" ist eine sehr gute Kindergeschichte, die man mit ihren 32 Seiten immer wieder lesen bzw. vorlesen kann/muss ♥
Ein immer wieder kehrender Lesegenuss dieser wunderschön illustrierten Geschichte mit ihrem eigenen Charme.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Vielen Dank an den Verlag  für das  Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Gelesen 04 - 2019

Wunderschön illustrierte Geschichte mit eigenem Charme

Mittwoch, 3. April 2019

(Rezension) "Wenn die Kraniche wieder ziehen" Annette Hennig

Annette Hennig
Wenn die Kraniche wieder ziehen
St. Petersburg-Trilogie (1)


Eine große Liebe
Krieg und Umsturz
Träume, die nicht vergehen,
und Hoffnung, die niemals stirbt

Verlag: Independently published (8. November 2018) || Taschenbuch: 358 Seiten  || ISBN-13: 978-1730913990 || € 9,99



Es war schon immer mein Wunsch gewesen,  eine Reise nach Sankt Petersburg zu unternehmen. Da ich es im realen Leben bislang noch nicht geschafft habe, bin ich nun vor einiger Zeit mit dem neuen Roman der Autorin Annette Hennig dorthin gereist.

"Wenn die Kraniche wieder ziehen" ist eine Geschichte, die auf mehreren Zeitebenen spielt.
Es beginnt 1995 in Sankt Petersburg, wo die knapp 98-jährige Anastasija ihren Geburtstag feiern wird und dabei auf ihr ereignisreiches Leben zurückschaut.
Man schreibt das Jahr 1914. Gerade siebzehn ist Anastasija und ihre Mutter, Fürstin Feodora, drängt darauf sie zu verheiraten. Sehr zum Ärger ihrer Tochter, denn die liebt ihre Freiheit. Noch sind die Zeiten ruhig im Land. Keiner ahnt, was auf Russland und ihre Familien zukommen wird. Zunächst einmal galt es, dass Anastasija den Man heiraten konnte, den nicht ihre Mutter ausgesucht hatte. Nein, der ihr gefiel war der Großfürstensohn Uwan. Sie heiraten, wollen eine Familie gründen. Die Revolten nehmen zu und der Zar wird gestürzt. Die Plünderer rauben und töten.
Ein weiterer Zeitabschnitt beginnt 1919 in Sibirien und wird in mehreren Kapiteln mit dem Handlungsstrang verbunden.
Die Geschichte um Anastasija und wie sich alles zutrug, war sehr spannend. Hier wird Zeitgeschichte lebendig erzählt. Die Atmosphäre und die Stimmung der damaligen Zeit, ebenso die Sprache, alles hat wunderbar zusammen gepasst. Spannende Aspekte wurden eingebracht und ergaben neue Wendungen in der Handlung.
Die Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen realistisch ausgearbeitet. Annette Hennig lässt Sankt Petersburg, das ehemalige Zarenreich sowie die unverbittliche Härte des sibirischen Lebens bildlich auferstehen.
Das Cover ist wunderschön gestaltet. Ich mag diese warme Farbharmonie. Auch der Schreibstil ist schön und flüssig, wie aus ihren vorherigen Romanen bekannt.
"Wenn die Kraniche wieder ziehen", der Auftaktband zur St. Petersburg Trilogie entfaltet einen Sog, dem man sich beim Lesen nicht entziehen kann. Es ist mehr als nur ein wundervoller Ausflug nach Sankt Petersburg, in die Vergangenheit, aber auch Gegenwart. Es zeigt Lebensfreude, aber auch Melancholie. Die Heimat ist dort, wo das Herz ist. Familie sind die, die in deinem Herzen weiterleben, es berühren.
Dieser Roman hat mir das Gefühl gegeben, als würden die Protagonisten mir persönlich ihre Geschichte erzählen. Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite so schön geschrieben, dass man eigentlich gar nicht aufhören kann zu lesen
Eine absolute Leseempfehlung. Eine Lektüre mit Suchtfaktor und hoffentlich müssen wir nicht zu lange auf die Fortsetzung warten.

Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar.
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei  der Autorin

Sankt Petersburg 1914: Fürstin Feodora dringt darauf, ihre erst siebzehnjährige Tochter zu verheiraten. Die junge Anastasija widersetzt sich dem Wunsch ihrer Mutter nicht, sorgt aber dafür, dass sie den Mann ihrer Jungmädchenträume ehelichen kann. Als sie übers Jahr am Arm des Großfürsten Iwan aus der Kirche tritt, ist das Glück auf ihrer Seite. Doch das Glück ist launisch. Schon bald verbündet es sich mit dem Leid dieser Tage.
An ihrem 98. Geburtstag blickt Anastasija auf ihr Leben zurück. Nicht nur einmal stand sie vor einem tiefen Abgrund, nicht nur einmal glaubte sie ins Verderben zu stürzen. Doch selbst bei den Gedanken an Not und Tod lächelt die alte Dame: Denn ihre Liebe, die beinahe ein Jahrhundert überdauert, bewahrt sie noch immer in ihrem Herzen.
Ein Blick in die Runde derer, die sich zu ihrem Ehrentag versammelt haben: Und Anastasija wähnt sich eine glückliche Frau.

Einmal angefangen kann man es kaum mehr zur Seite legen ♥
Ein Buch, das sich kaum weglegen lässt!

Dienstag, 2. April 2019

(Rezension) "Fjelle & Emil Monstermäßig beste Freunde" Anne Scheller (Kinderbuch)

Anne Scheller
Fjelle & Emil Monstermäßig beste Freunde

Fjelle und Emil sind beste Freunde. Sie wohnen im verschlafenen Örtchen Flusenbek und besuchen dort die Grundschule. Eigentlich alles stinknormal, bis auf eine Kleinigkeit: Fjelle ist ein großes, bärenstarkes Monster mit einer Vorliebe für Petersilie. Und er hat noch eine Eigenart, denn er spiegelt die Gefühle von Menschen in seiner Nähe. Wenn jemand ängstlich ist, ist Fjelle SUPERängstlich, wenn jemand fröhlich ist, ist er SUPERfröhlich. Die Flusenbeker sind daran gewöhnt, schließlich hat ja jeder so seine Macken.
Doch dann kommt ein neuer Direktor an die Schule. Er hasst Monster und will Fjelle loswerden. Das stellt die Freundschaft von Emil und Fjelle auf eine harte Probe.

Verlag: Baumhaus; Auflage: 1. Aufl. 2019 (29. März 2019) || Gebundene Ausgabe: 176 Seiten  || ISBN-13: 978-3833905803  || Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre ||  € 10,--

"Inmitten einer Wolke Zimtbrötchenduft trat Emil aus der Tür der Bäckerei Brotliebe. Auf dem Weg durch die Backstube hatte der Bäcker ihm eine Tüte mit warmen Zimtbrötchen mitgegeben. … "

Was als erstes auffällt ist die wunderschöne Gestaltung des Covers. In locker miteinander verknüpften Kapiteln wird hier die Geschichte von Fjelle & Emil erzählt.
Handlungsort ist die kleine Stadt Flusenbek. Sie hat auch einen Fluß, der heißt Fluse. Wenn man über die Brücke geht kommt man zu einem Wald. Und dort am Waldesrand wohnt Fjelle. Beste Freunde hat wohl jeder, nur dass es sich hier um ein Monster handelt. Nicht erschrecken, denn es gibt auch die superlieben, flauschigen und bärenstarken Monster wie eben Fjelle.
In 18 Kapiteln wird hier von der Freundlichkeit und Harmonie erzählt und was es für eine Bedeutung hat, einen tierischen Freund zu haben. Für alle ist Fjelle ein gewohntes Bild, denn er darf auch zur Schule gehen. Bis ein neuer Direktor kommt, Herr Unterberg. Und der kann so gar nicht mit Monstern umgehen. Auch das Fjelle zur Schule geht und am Unterricht teilnimmt, ist ihm ein Dorn im Auge. Es kommt noch schlimmer. Herr Unterberg übernimmt die Klasse 4a, in die Emil geht, und Fjelle.
Zitat S. 52
"Monster gehören nicht in die Flusenbeker Grundschule. Monster sind gefährlich, sie sind gemein und verursachen Chaos. Sie sind einfach falsch. Ich verabscheue sie!"

Die Autorin Anne Schelle hat hier eine wunderbare Idee zu einer tollen Geschichte werden lassen. Und die Schwarz-Weiß Zeichnungen passen optimal in den Text der ca. 8-10 Seiten langen Kapitel.
Hier geht es um Themen, die in die kindliche Lebenswelt passen, wie u.a. Freundschaft, Zusammenhalt, aber auch Angst. Nur wenn man sich gegenseitig hilft, demonstriert das den starken Zusammenhalt. Und es zeigt auch die einzelnen Gegensätze auf.
Das auch jüngere Leser als das vorgegebene Lesealter ab acht Jahren ihre Freude mit Fjelle & Emil haben, kann ich bestätigen. Unser Lennard wird sieben und hat mit Begeisterung den Geschichten gelauscht. Die Kapitel haben die perfekte Lese- und Vorleselänge.
Fjelle und Emil haben schon von den ersten Seiten an unser Leserherz erobert. Mit Fjelle hat die Autorin einen besonders tollen und liebenswürdigen Charakter geschaffen. Dass auch er wandelbar ist, zeigt sich in den Abschnitten, wenn man ihn als "böses Monster" darstellt.
Das Buch hat ein abgeschlossenes Ende und doch würden wir gern wieder einmal nach Flusenbek reisen.
Ein absoluter Lesegenuss, so dass ich hier gern meine Lese-/Kaufempfehlung ausspreche.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Vielen Dank an den Verlag  für das  Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Rundum gelungenes Kinderbuch - für Jung und Alt ♥♥♥

Montag, 1. April 2019

(Rezension) "Pfauensommer" Hannah Richell

Hannah Richell
Pfauensommer

Zwei Frauen. 
Zwei Sommer. 
Ein Haus voller Geheimnisse.

Das verschlossene Zimmer im verstaubten Westflügel von Cloudesley Manor scheint vergessen. Nur die 86-jährige Lillian weiß, was dort geschah. Nur sie weiß um die dramatischen Ereignisse jenes verhängnisvollen Sommers, die ihr Leben unwiderruflich veränderten.
Sechzig Jahre später kommt Lillians Enkelin Maggie nach Cloudesley und die Mauer des Schweigens beginnt zu bröckeln. Maggie, deren Herz sich nach Heilung sehnt, taucht in die düsteren Geheimnisse des Landguts ein. Wird sie die Geschichte ihrer Familie entwirren, bevor sie alles, was ihr viel bedeutet, verliert?

Diana Verlag, Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. März 2019) || Broschiert: 480 Seiten || Christiane Burkhardt (Übersetzer) || ISBN-13: 978-3453292215 || € 17,--
Gelesen 03/2019


Die Hoffnung, die mir träumte, war nur ein Traum,
war nur ein Traum; nun lieg ich wach,
unfassbar trostlos und erschöpft und alt,
nur eines Traumes wegen.

(Christina Rosseti)

Mein Leseeindruck
Vor einem Jahr verließ Maggie Hals über Kopf England und ging nach Australien. Dort schlägt sie sich mit Jobs durch, doch im Herzen fühlt sie sich nicht richtig wohl dort. Da erreicht sie ein Anruf aus England. Ihre Großmutter, Lillian Oberon, war ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die fast neunzigjährige Dame brauchte nunmehr ihre Hilfe. Also kehrt Maggie mehr ungewollt zurück. Doch was auch immer damals vorgefallen war, hatte Zeit. Sie ist erschrocken über den Zustand ihrer Großmutter, aber auch über den Zerfall des Hauses. Dieser riesengroße Kasten wurde von einer Person bewohnt, nämlich Lillian. Schier unmöglich, aber diese wollte dort nicht ausziehen.
"Pfauensommer" setzt sich aus zwei Geschichten zusammen. Beide handeln von Lillian, zum einen als junge Frau und dann sechzig Jahre später. Die junge Lillian ist Mitte Zwanzig, als sie den Herren von Cloudesley kennenlernt und heiratet. Charles war Witwer und Vater eines Sohnes, Albie. Dieser ist es, dem Lillian alle Liebe gibt, die er braucht. Denn von seinem Vater erfährt er nur Härte. Eigene Kinder wird es in der Ehe nicht mehr geben. Auf einer Party im Haus lernt Lillian den Künstler Jack Fincher kennen. Ihr Mann hatte ihn angeheuert. Er sollte einen ganz besonderen Raum für bestimmte Artifakte schaffen. Seiner Fantasie konnte der Künstler freien Lauf lassen. Lillian fühlt sich zu diesem charismatischen Künstler hingezogen. Sie verbringt Zeit mit ihm und dadurch gerät Albie ein bisschen mehr in den Hintergrund. Für Lillian sind die Begegnungen Balsam für die Seele, denn sie leidet nicht nur seelisch in der Ehe mit Charles, sondern auch körperlich. Und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf
In der Gegenwart geht es ebenfalls um Lillian, aber auch um ihre Enkelin Maggie. Für diese wird es keine leichte Aufgabe, die Betreuung der Großmutter und Cloudesley Manor zu retten. Das letztere scheint eine aussichtslose Angelegenheit. Bis ihr der Zufall in die Hände spielt.  Die Geschichte entwickelt sich emotional, denn auch für Maggie wird es eine Reise in ihre eigene Vergangenheit und den Problemen.
Die Geschichten fließen mühelos ineinander. Trotz der etlich verarbeiteten Themen, Ehe, Beziehungen und Familie schafft die Autorin es, den Leser hiermit nicht zu überfüttern.
Albie, der Stiefsohn von Lillian und Vater von Maggie, taucht absatzweise in der Handlung auf. Welch entscheidende Rolle er letztendlich in dem ganzen Drama spielt, erfährt der Leser erst so ziemlich zum Ende. Seine Kindheit, geprägt vom Vater, sein Leben, auf eine gewisse Art schon tragisch.
Es sind nur wenige Charaktere, die einen bedeutsamen Platz in der Handlung haben. Hannah Ritchell hat es von Beginn an geschafft, dass ich nie den Faden verloren habe
Auch das Cover ist ein Hingucker. Allerdings stört mich der Satz als Leserstimme von der Autorin Katharina Webb sehr. Meines Erachtens gehört das nicht aufs Cover.

"Pfauensommer" eine beeindruckende Zeitreise nach Cloudesley Manor, einem Haus voller Geheimnisse. Ein Roman, das mich ganz zum Schluss im Nachwort doch sehr berührt hat. Den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten, braucht viel Kraft. Und vor allem braucht es Menschen, die einem zur Seite stehen. Das Buch hat die Autorin ihrer Schwester Jess gewidmet. "Pfauensommer", es war eine beeindruckende als auch emotionale Lesereise einer Geschichte "die lebt".
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher 

Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das  Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Familien haben ihre Geheimnisse - ein berührender Roman über die Liebe und den Verlust

Buchpost im März Teil #2

Hier kommt nunmehr der zweite Teil von den vielen Büchern, die im März den Weg zu mir fanden.

Die einzelnen Titel:
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei den jeweiligen Verlage bzw. Autor.




Michelle Marly
Madame Piaf  und das Lied der Liebe

Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.
Édith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten

Das Buch lese ich derzeit. Und mein bisheriger Leseeindruck - wow!!! Ich bin total beeindruckt.
Danke an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Karen Swan
Sterne über Rom


Die Engländerin Cesca lebt in Rom und betreibt einen erfolgreichen Blog, der eine Hommage an die ewige Stadt und das Dolce Vita ist. Als sie Bekanntschaft mit ihrer Nachbarin macht, der berühmten Viscontessa Elena, sind sich beide sofort sympathisch. Nach einiger Zeit willigt Cesca sogar ein, Elenas Memoiren zu verfassen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr beschleicht Cesca das Gefühl, dass Elena etwas vor ihr verbirgt. Als auf einer Baustelle ein wertvoller Diamantring gefunden wird, der angeblich Elena gehört, stellt Cesca zusammen mit dem attraktiven Archäologen Nico Nachforschungen an – und fördert ein tragisches Geheimnis zu Tage ...

Danke an den Verlag und Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Cristina Caboni
Der Zauber zwischen den Seiten


Denn Bücher duften nach Träumen ...

Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …

Das Buch habe ich mir ertauscht und bereits im März gelesen. Meine Rezension folgt.

Stephanie Burgis
Katie Wildheart – Mit dem Zauberspiegel durch die Wand


Ein wildes Herz und große Magie!
»Ich war zwölf Jahre alt, als ich mir die Haare abschnitt, mich als Junge verkleidete und auszog, meine Familie vor dem drohenden Ruin zu retten. Ich schaffte es bis zum Zaun unseres Vorgartens.«
Katie ist die jüngste, aber auch die einzige von drei Schwestern, die es wagt, sich gegen ihre strenge Stiefmutter aufzulehnen. Als ihre älteste Schwester Elissa mit dem finsteren, aber wohlhabenden Sir Neville verheiratet werden soll, will Katie das um jeden Preis verhindern. Zum Glück fällt Katie ein magischer Spiegel ihrer verstorbenen Mutter in die Hände. Sie kann es kaum glauben: Offensichtlich hat sie die magischen Kräfte ihrer Mutter geerbt! Mit dem Zauberspiegel kann sie sich in andere Personen verwandeln und sogar durch Wände gehen! Aber auch der unheimliche Sir Neville ist hinter dem Zauberspiegel her. Katie gibt alles, um sich und ihre Schwestern zu retten.

Ein bezauberndes Abenteuer mit einer ungestümen, mutigen Heldin, die man einfach ins Herz schließen muss.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Von der Autorin habe ich 2017 "Aventurine – Das Mädchen mit dem Drachenherz" gelesen und natürlich bin ich auf ihr neuestes Werk gespannt.

Die restlichen Bücher zeige ich euch auch noch.

💚 Liebe Grüße  Hanne