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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Donnerstag, 31. Dezember 2015

|| Die Sturmschwester || Lucinda Riley

Lucinda Riley
Die Sturmschwester
Gebundene Ausgabe
576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442313953
ISBN-13: 978-3442313952
Originaltitel: The Storm Sister
Sonja Hauser (Übersetzer)
€ 19,99

© Cover - Info - Kauflink
VERLAG




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

 
Buchinfo:
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...

Lesemeinung:

Der zweite Band "Die Sturmschwester" von Lucinda Riley beginnt im Juni 2007, als die zweite der Schwestern d'Aplièse, Ally - Alkyone, sich in der Ägais auf einem Segeltörn mit Theo befindet. In ihm glaubt sie, den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Ally war eine berühmte Seglerin, als sie Theo ein Jahr zuvor kennengelernt hatte. Und auch Theo war in der Seglerwelt sehr bekannt.
Rückblickend auf den ersten Teil sei erwähnt, dass Ally wie ihre anderen Schwestern bei ihrem Adoptivvater Pa Salt am Genfer See aufgewachsen war. Das erste Buch handelt von Maia, nun also geht es um die Geschichte von Ally. Alle Schwestern kennen nicht ihre wahren Eltern. Als Vermächtnis hatte Pa Salt jedem der Mädchen einen Brief hinterlassen, der ihnen einen konkreten Hinweis auf ihre Vergangenheit gab. Bei Ally ist dies ein Hinweis zur Biografie von dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg und zwar aus dem Jahr 1907, also genau 100 Jahre zurück. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzähl.t Zum einen von Ally in der Gegenwart und in der Vergangenheit geht es zurück in die Zeit des Nationalsozialismus.
Ally war schon von klein auf sehr musikalisch und so lässt sie, bevor sie mit Theo zu einer Regatta aufbricht, den ihr vorliegenden Hinweis zum Übersetzer schicken. Leider meint es das Schicksal nicht gut mit ihr, denn Theo verunglückt unterwegs. Ihre Welt liegt in Trümmern und sie sucht Zuflucht bei Theos Mutter. Als Ally die Übersetzung erhält, fasst sie Mut und begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln.
"Die Sturmschwester" ist ein Muss für alle, die schon vom ersten Teil der Reihe begeistert waren. Dass die griechische Mythologie, die Historie von Edvard Grieg ein wesentlicher Teil für die Romanidee waren, hat die Autorin wieder einmal ein großartiges Familiengeheimnis zu einem klasse Roman verarbeitet.
Allys Geschichte berührt und die Aussicht auf weitere Bände machen neugierig.
Das Buch enthält interessante Charaktere, und sind detailliert, authentisch beschrieben. In der Geschichte erhält die Musik bzw. die Werke und das Leben von dem Komponisten Grieg einen hohen Stellenwert. Faszinierend, wie gerade diese Liebe zur  Musik sich zeitweise auf mich übertragen haben.
Das schöne Cover, fast alle Figuren wie auch der bekannte Schreibstil haben mich begeistert. Die Geschichte überzeugt und ich hatte Freude am Lesen.
Noch mehr freue ich mich auf die Fortsetzungen ☺
Ich gebe "sturmfreie" fünf Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Der Vergangenheit auf der Spur - Band 2 ist genauso gut wie Band 1

Samstag, 26. Dezember 2015

[Kurzreport] Hollys Weihnachtszauber - Trisha Ashley

Trisha Ashley
Hollys Weihnachtszauber
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480213
ISBN-13: 978-3442480210
Originaltitel: Twelve Days of Christmas
Elisabeth Spang (Übersetzer)
€ 8,99

Cover/Info/
VERLAG

Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Das Buch befand sich in dem Überraschungspaket, welches ich von Favola zum "X-Mas-Swap 2014" als Überraschung erhalten habe.

Ein eingeschneites englisches Dorf, ein attraktiver Herrenhausbesitzer und eine junge Witwe, die nicht mehr an die Liebe glaubt ...
Zur Weihnachtszeit zieht sich die junge Witwe Holly Brown am liebsten zurück. So kommt es der begabten Köchin gerade recht, als sie gebeten wird, auf ein Herrenhaus in einem winzigen Dorf in Lancashire aufzupassen. Dort gilt es nicht nur das imposante Anwesen zu hüten, sondern auch noch ein in die Jahre gekommenes Pferd, eine Ziege und einen altersschwachen Hund. Doch dann kehrt der attraktive aber abweisende Hausherr Jude Martland überraschend nach Hause zurück. Als dann auch noch das Dorf durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wird, müssen Holly und Jude wohl oder übel Weihnachten miteinander verbringen …

► Wunschbuch (es stand auf meiner WuLi) ◄

Angesprochen … hat mich das winterlich-zauberhafte Cover als auch der Klappentext.
Enttäuscht … wurde ich von einer langgezogenen Story, immer wieder kehrenden Handlungen, wie z. B. das morgendliche Ritual Asche aus dem AGA-Herd vor der Tür verstreuen ... was bitte schön ist ein AGA-Herd? Die Erklärung findet man im Netz, wenn man es nicht weiß (so wie ich) - die seitenlangen sich hinziehenden Kochvorgänge. Irgendwann fliegt man nur lose über die Zeilen/Seiten - schade.
Im Endeffekt … hätte man das 512 Seiten umfassende Buch um gut ein Drittel kürzen können, was der Handlung sehr gut getan hätte. Vieles ist in der Handlung vorhersehbar, und die gewünschte Atmosphäre fehlte.
Ärgerlich … für Nichtkenner Begriffe wie die Revels oder was genau es mit den zwölf Tagen zu Weihnachten auf sich hat. Hier hätte ich mir eine kurze Erklärung am Ende gewünscht. So pickt man sich die "Rosinen" im Buch heraus und irgendwann macht es "klick", ach ja, das könnte das ja gewesen sein.
Interessant … die Rätselhaften Baptisten, das wurde sehr gut in der Handlung erklärt. Musste auch, da es mit der Hauptcharaktere Holly und ihrem Leben zu tun hat.
Widersprüchlich … die Aussagen, es sei herzerwärmend als auch herrlich humorvoll.

Man kann "Hollys Weihnachtszauber" lesen.  Vielleicht bin ich zu verwöhnt von guten Büchern gerade zu dieser Weihnachtszeit, denn meinem Anspruch wurde es nicht gerecht.

So reicht es gerade mal für drei Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Trisha Ashley wurde in St. Helens, Lancashire, geboren. Als sie mit dem Schreiben anfing, musste sie sich noch mit allerlei Nebenjobs über Wasser halten: Sie war unter anderem als Klempnerin, Glasarchitektin und Porträtistin tätig. Inzwischen findet man ihre romantischen Komödien regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Trisha Ashley liebt Schokolade und das Gärtnern und lebt heute im Norden von Wales.

Montag, 14. Dezember 2015

|| Rezension || Winterküsse im Schnee - Karen Swan

Karen Swan
Winterküsse im Schnee
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442483792
Originaltitel: Christmas in the Snow
Gertrud Wittich (Übersetzer)
€ 9,99

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


"Verlieren Sie sich in eine zauberhafte Geschichte" lt. HEAT. Ich hatte mich für das neue Buch von der Autorin Karen Swan entschieden, da sie mich mit ihrem Buch "Ein Geschenk von Tiffany" verzaubert hat. (Vielleicht schreibe ich dazu noch einen Kurzreport).
Weihnachtszeit in London. Überall Lichterglanz, es liegt Schnee und zaubert eine festliche Stimmung. Doch es gibt Menschen, die dieser Zeit nichts abgewinnen können. So auch der Single-Frau Allegra Fisher, eine Karrierefrau wie aus dem Bilderbuch. Allegra hat noch eine Schwester, das genaue Gegenteil scheint es, Isobel. Die Mutter beider ist an Alzheimer erkrankt und lebt in einem Wohnheim. Ein Anruf aus der Schweiz greift tief in aller Leben ein und so reisen sie nach Zermatt.

"Winterküsse im Schnee" ist eine Familiengeschichte, konfrontiert mit der Vergangenheit zeigt es einen Weg in die Zukunft. Im Rückblick wird klar, dass Liebe Zeiten überdauert. Erkenntnisse, die Allegras Herz öffnen. Denn der Liebe hatte sie sich verschlossen.
Die Handlungsplätze in London und der Schweiz sind bildhaft beschrieben.
Im Verlauf der Handlung entwickelt sich die Protagonistin Allegra und zum Schluss ist auch sie mir sympathisch.
Aufgeteilt in 36 Kapitel stehen unter 24 von ihnen noch Kapitelüberschriften, z. B.: 18. Tag Kuhglöckchen
Der 24. Tag ist gleichzeitig das Ende von "Winterküsse im Schnee".
Das Cover gefällt durch die weihnachtliche Aufmachung. Als Farbtupfer die Frau im Schnee mit dem roten Mantel. Ebenfalls in Rot Titel und Autorenname.

Ein Roman, der mich gut unterhalten hat, trotz seiner Schwere der Thematik über Verlust und Krankheit.
Es gibt von mir vier Lesegenuss-Bücher, denn im Vergleich zu dem vorher gelesenen Buch habe ich hier nicht zu 100 Prozent die Verbindung aufbauen können.



Buchinfo lt. Verlag:
Karrierefrau Allegra hat keine Zeit für Romantik. Doch das Fest der Liebe macht seinem Namen alle Ehre ...
Weihnachtszeit in London: Die Stadt funkelt, unter den Sohlen knirscht der Schnee – doch Allegra Fisher hat nur einen Wunsch: dass die Feiertage schnell vorübergehen. Die Karrierefrau arbeitet an einem Riesendeal und hat keine Zeit für das »Fest der Liebe«. Als im verschneiten Zermatt eine alte Berghütte entdeckt wird, kann Allegra kaum glauben, dass der Fund etwas mit ihrer Familie zu tun haben soll. Gemeinsam mit ihrer Schwester Isobel fliegt sie in die Schweiz – und mit der Reise und ihrem attraktiven Konkurrenten Sam nimmt Allegras Leben eine neue Wendung. Vielleicht wird es doch ein Fest der Liebe ...

Vita:
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.

Sonntag, 18. Oktober 2015

|| Kurzreport || Amanda Brooke - Das Geheimnis der Monduhr

Amanda Brooke
Das Geheimnis der Monduhr
Taschenbuch
368 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442478101
Originaltitel: Yesterday's Sun
€ 9,99
Aus dem Englischen von Annette Wetzel

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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension




Meine Meinung:

"Das Geschenk der Monduhr ist ein Blick in die Zukunft - doch was, wenn du dich zwischen deinem Leben und dem deines Kindes entscheiden musst?" (Zitat)
Es war geschafft. Holly und ihr Mann Tom waren von London nach Fincross aufs Land gezogen und bewohnten dort ein früheres Torhaus. Dieses gehörte zum Landsitz Hardmonton Hall, doch das Herrenhaus war abgebrannt und stand als Ruine dort. Nur das Torhaus war unversehrt geblieben, aber es gab keine Interessenten für das gesamte Anwesen. Während Tom immer wieder beruflich unterwegs war, richtete Holly das Haus ein. Zu dem gehörte auch ein verwilderter Garten. Eines Tages sieht Holly dort eine undefinierbare Skulptur stehen, die ihr Interesse weckt. Von Beruf aus ist Holly Bildhauerin. Nach und nach findet sie mehrere Gegenstände, wie auch eine Kugel, die genau in das Werk hineinpasst. Es ist eine Monduhr, allerdings tickt die anders. Beim ersten Vollmond, Tom ist unterwegs, Holly kann nicht schlafen und geht in den Garten zur Uhr. Ohne zu ahnen, was mit ihr passiert, beginnt für Holly eine Zeitreise. Sie kann in die Zukunft sehen, glaubt sie. Allerdings ... lest selbst.
Dann ist da noch Jocelyn, eine ältere Dame, die für Holly zu einer Vertrauten wird.
Das Buch beginnt mit einem emotionalen Prolog, sehr berührend. Holly, die eigentlich keine Kinder wollte, weiß, dass die Geburt ihres ersten Kindes ein Opfer verlangt - von der Monduhr.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Holly. Warum Holly keine Kinder möchte, liegt in ihrer Vergangenheit. Sie glaubt fest daran, keine gute Mutter sein zu können. Doch Jocelyn und ihr Mann, ein liebevolles älteres Ehepaar, sind für sie eine Art Ersatzeltern. Fürsorglich kümmern sie sich um sie. Was für sympathische Charaktere, die beiden!

"Das Geheimnis der Monduhr" ist eine wunderbare Geschichte, in der man viel von dem persönlich Erlebten der Autorin wiederfindet. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, auch wenn man es fast erahnt. Liebe und Freundschaft, ein etwas anderer Zeitroman. Er berührt das Herz!
Ein harmonisch gestaltetes Cover rundet das Ganze ab.

Von mir gibt es sehr gute vier Lesegenuss-Bücher.

♥ Danke an Jasmin für diesen wunderbaren Buchtausch.


Buchinfo:
Das Geschenk der Monduhr ist ein Blick in die Zukunft – doch was, wenn du siehst, dass du dich zwischen deinem Leben und dem deines Kindes entscheiden musst?

Die Bildhauerin Holly und ihr Mann Tom sind von London in das malerische Städtchen Fincross gezogen und machen sich mit Feuereifer daran, sich in ihrem neuen Heim, dem Torhaus eines ehemals herrschaftlichen Landsitzes, einzurichten. Doch als sie in dem verwilderten Garten eine seltsame Vorrichtung finden, ändert sich für Holly alles. Die Monduhr ermöglicht ihr einen Blick in die Zukunft – und was sie sieht, stellt Holly vor eine furchtbare Entscheidung: Sie wird schwanger werden und eine kleine Tochter zur Welt bringen, das Kind, das Tom sich immer gewünscht hat. Doch der Preis ist hoch, denn das Gesetz der Monduhr fordert ein Leben für ein Leben …

Vita:
Amanda Brooke lebt mit ihrer Tochter in Liverpool, England. Der Ursprung ihrer Schriftstellerkarriere liegt in einer persönlichen Tragödie: Als bei ihrem kleinen Sohn Krebs diagnostiziert wurde und er schließlich mit nur drei Jahren starb, stand für Amanda Brooke fest, dass diese schmerzliche Erfahrung eine Quelle der Inspiration, nicht der Verzweiflung, sein sollte. So erzählt sie in ihren Romanen berührende, aufrichtige Geschichten von der Liebe, dem Leben und der Kraft der Hoffnung, die stärker ist als der Tod.

Dienstag, 29. September 2015

|| Kurzreport || Das Mädchen auf den Klippen - Lucinda Riley

Lucinda Riley
Das Mädchen auf den Klippen
Taschenbuch
464 Seiten
Verlag: Goldmann; Auflage: 1. (15. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442477890
Originaltitel: The Girl on the Cliff
Aus dem Englischen von Sonja Hauser
€ 9,99

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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Ein Haus an den Klippen. Eine schicksalhafte Liebe. Ein Mädchen auf der Suche nach seiner Mutter

Meine Meinung:

Grania Ryan flüchtet aus New York in ihre irische Heimat zu den Eltern. Gerade hatte sie eine Fehlgeburt erlitten und zu ihrem Freund Matt brauchte sie Abstand. Sie war zu verletzt. Dort, in Irland, tritt sie eines Tages auf ein kleines Mädchen, das barfuss und dünn bekleidet am Rande der Klippen steht. Wie sich später herausstellt, handelte es sich dabei um die kleine Tochter von Alexander, Aurora. Diese erzählt auch die Handlung.
Granias Mutter will allerdings, dass sie sich von der Familie fernhält. Durch die jeweiligen Rückblenden, die generationsbedingt zur Handlung gehören, deckt Grania ein Familiengeheimnis auf, welches zu ihrem Leben gehört.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben. Auch wenn Aurora ihre Geschichte erst im späteren Alter erzählt, kann man sich gut in die Vergangenheit hineinversetzen.
Es gibt mehrere Handlungsorte, Irland, London und New York. In letztgenannter Stadt lebt Matt, der sich Granias Verhalten nicht erklären kann. Hier sind die Rückblenden im Roman über sein Leben gut gezeichnet.

"Das Mädchen auf den Klippen" spielt zum einen in der Gegenwart, und der zweite Handlungstrang beginnt im ersten Weltkrieg. Es erzählt die Geschichte über die Suche nach der Wahrheit, über eine Schicksalsafte Liebe. All das hat die Autorin mit lebendigen Worten wunderbar dargestellt.

Zitat S. 434 "Wir planen immer so, als würden wir ewig leben."
Wer genau liest, findet noch mehr von solch wunderbaren kleinen Sätzen.

Das Cover besticht durch seine Farbkomposition, die Auswahl des Bildes mit der alten Steintreppe und davor die Magnolien in ihrer Blüte.

Am Ende hat Lucinda Riley die Werke aufgelistet, in denen sie für den historischen Hintergrund recherchiert hat.

Meine Leseempfehlung und vier Lesegenuss-Bücher.

Der Vergangenheit auf der Spur - was steckt hinter dem Familiengeheimnis?


Buchinfo:
Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Vita:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.


Donnerstag, 17. September 2015

(Kurzreport) "Die Mondscheinbäckerin" - Sarah Addison Allen

Sarah Addison Allen
Die Mondscheinbäckerin
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442477234
Originaltitel: The Girl Who Chased the Moon
€ 8,99

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Das Buch ist bei Goldmann nur noch als eBook erhältlich.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension



Meine Meinung:

"Zur Erinnerung an den berühmten sanften Riesen Robert Pershing Wadlow ...", beginnt die Widmung von Sarah Addison Allens Buch "Die Mondscheinbäckerin".
Die siebzehnjährige Emily muss nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Großvater Vance. Dieser lebt in der kleinen Stadt Mullaby. Hier scheint jeder jeden zu kenne und doch ist Mullaby eine besondere Stadt. Über allem liegt etwas Geheimnisvolles, magisches.

Von der Thematik nicht ganz neu, fällt das aber nicht sonderlich ins Gewicht, denn durch das Erscheinungsbild des Großvaters gibt es dem Ganzen etwas Besonderes. Von daher versteht sich auch die Widmung zu Beginn.
"Die Mondscheinbäckerin" ist nicht mein erster Roman der Autorin. Das war auch der Grund, warum ich gern mehr von ihr lesen wollte. Das Buch liest sich durchgehend flüssig, die Beschreibungen und die Wortwahl sind genau richtig. Mit ihrer Art erweckt sie die Geschichte zum Leben. Man kann sich vieles bildhaft vorstellen.
Die Charaktere dieses Romans sind so beschrieben, dass man sie fühlen und bildlich vorstellen kann.
Das Cover ist sehr schön und mystisch gestaltet und farblich harmonisch abgestimmt. Es passt alles.

"Die Mondscheinbäckerin" ist eine großartige Geschichte, eine Lesereise, die ich nicht missen möchte.
Es verzaubert - und berührt zugleich!
Und hinter all dem steckt eine Botschaft für den Leser, die zu erkennen und zu akzeptieren es gilt. Jeder Mensch hat Schwächen. Schwächen bedeuten aber nicht, dass derjenige schlecht oder gar minderwertiger ist als andere.

Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.

Buchinfo:
Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die 17-jährige Emily Benedict nach Mullaby, North Carolina, um dort bei ihrem Großvater zu leben. Schon bald merkt sie, dass in Mullaby ungewöhnliche Dinge vor sich gehen: Nachts huschen Irrlichter durch die Wälder, die Tapete in Emilys Zimmer verändert von allein das Muster, und die Nachbarin Julia Winterson backt Kuchen, die geliebte Menschen anlocken können. Als Emily den jungen Win Coffey kennenlernt, funkt es sofort zwischen den beiden. Aber die Familie Coffey hütet ein sonderbares Geheimnis …

Freitag, 21. August 2015

|| Rezension || Coco & das Geheimnis des Glücks ~ Niamh Greene

Niamh Greene
Coco & das Geheimnis des Glücks
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (22. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442482757
Originaltitel: Coco's Secret
€ 8,99
Aus dem Englischen von Karin Dufner

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 Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Seit sie denken kann, hat Coco Swan sich für ihren Vornamen geschämt. Bei einem solchen Namen, davon ist die Zweiunddreißigjährige überzeugt, erwartet man Schönheit und Glamour. Eben eine Frau wie Coco Chanel – und keine durchschnittlich aussehende Antiquitätenhändlerin aus einer durchschnittlichen Kleinstadt. Als allerdings in einem ersteigerten Schränkchen eine alte Chanel-Handtasche auftaucht, wird Cocos Leben völlig auf den Kopf gestellt. Denn ein vergilbter Brief im Seitenfach der Tasche entpuppt sich für Coco mit einem Mal als Schlüssel zum Glück.


Mein Leseeindruck:

Paris im November 1993 schreibt Sarah Swan einen Brief an ihre dreizehnjährige Tochter Coco. Sarah ist Antiquitätenhändlerin und derzeit in Frankreich auf der Suche nach neuen Schätzen für das Geschäft in Dunmore, Irland. Doch leider erreicht der Brief  nie seinen Empfänger, denn die Absenderin verunglückt tödlich in der Hauptstadt Frankreichs.
S. 16
Die arme mademoiselle habe keine Change gehabt. Er glaubte, sie habe etwas in der Hand gehalten, einen Brief vielleicht, er sei jedoch nicht sicher, denn der eiskalte Wind habe das Papier auf Nimmerwiedersehen davongetragen.


Fast zwanzig Jahre später geht die Handlung weiter. Inzwischen führt Coco das Geschäft und auch Großmutter Rose, die sie groß gezogen hat, ist ebenfalls nicht wegzudenken. Die Liebe zu Antiquitäten hat auch Coco im Blut. Einzig ihr Vorname ist für sie immer noch ein Störfaktor, denn sie hatte nichts gemeinsam mit der bekannten Modeschöpferin. Doch sie ist vernarrt in deren Sachen. Als sie eines Tage auf einer Auktion einen alten Waschtisch kauft, stellt sich später heraus, dass dieser einen wahren Schatz enthielt. Eine Coco-Chanel-Tasche der ersten Stunde, die Chanel 2.55. In dieser befindet sich in einem Geheimfach ein scheinbarer Liebesbrief von 1956. Als dies wirkt wie ein Magnet auf Coco. Teils zögerlich dann aber doch begibt sie sich auf Spurensuche. Nicht ganz einfach, denn sie muss wie so oft ihren eigenen Schatten überspringen. Ihre Suche gestaltet sich nicht ganz einfach, bis ihr das Glück auf die Sprünge hilft.

Cocos Geschichte wie auch als Charaktere hat mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin schafft es den Leser durchgehend an das Buch zu fesseln. Ich konnte das Buch nur ungern beiseite legen, weil immer eine gewisse Spannung in der Luft lag. Oder war es Magie, Vorherbestimmung, den selbst die eigentliche Besitzerin der Tasche gespürt hatte? Konnte es sein, dass diese Tasche von Coco gefunden wurde?

Die Gestaltung des Covers ist gut gewählt, farblich harmonisch. Es ist mir förmlich ins Auge "gesprungen". Ebenso der Klappentext, er verrät nicht zu viel, macht aber neugierig.

Ein Roman, ein Geheimnis und viel Hoffnung.

Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Niamh Greene studierte in Dublin Englisch und Französisch. Eigentlich wollte sie schon immer Autorin werden, doch dann nahm ihr Lebenslauf ein paar Umwege über eine Reihe unbefriedigender Jobs in der Tourismusbranche, in Verlagen und im PR-Bereich, jeweils in Dublin, London und San Francisco. Heute lebt Niamh mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern wieder in Dublin.

Mittwoch, 27. Mai 2015

|| Rezension || Herzklopfen und Hüttenzauber ~ Fanny Schönau

Fanny Schönau
Herzklopfen und Hüttenzauber
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442481583
€ 8,99

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Verlag








Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
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Das Glück wohnt auf dem Berg!

Eine Ungerechtigkeit! Während ihre Geschwister bei der vorgezogenen Erbrunde absahnen, wird die alleinerziehende Journalistin Heidi mit einer windschiefen Hütte auf der Sausteigalm abgespeist. Nicht mal ein Verkauf kommt infrage, weil dort die alte Zita, die Großgroßirgendwas-Cousine ihres Vaters haust - auf Lebenszeit. Heidi beschließt, der Erbschaft einen Besuch abzustatten. Der Plan: Zita zum Auszug bewegen und die Hütte verscherbeln – und nebenbei, Plan 2, den so attraktiven wie beziehungsunfähigen Fred zu einem romantischen Bergwochenende überreden. Hat man ja schon gehört, dass die geringe Sauerstoffzufuhr da oben beziehungsstiftend sein kann. Blöd nur, dass sich das Leben nicht an Pläne hält. Schon gar nicht an die von Heidi ...

Dieses Buch habe ich im Rahmen der Blogtour gelesen. Weitere Tourdaten findet Ihr unten.

Meine Lesemeinung:
Abgezockt, übergangen, minderwertig, so fühlt sich Heidi, als sie in versammelter Familienrunde erfährt, dass die ältere Schwester mal eben dreißigtausend Euro erben wird, der Bruder Matthias das Haus, welches einen Wert von mehreren hunderttausend Euro hat und sie soll die Liegenschaft bekommen, die Sausteigalm. Die Eltern regeln ihre Angelegenheiten zu Lebzeiten. Wie schön. Daran sollten sich andere mal ein Beispiel nehmen.
Ein Handicap hat allerdings die Sausteigalm. Auf dieser lebt die über 80-jährige Zita, mit lebenslangem Wohnrecht, bei Wind und Wetter, zwölf Monate im Jahr. Doch Heidis Entschluss steht fest. Das Ding muss verkauft werden. So rosig ging es ihr ja nun auch nicht gerade als alleinerziehende Mutter und frau will sich ja auch mal was gönnen. Ihr derzeitiger Job füllte sie gerade nicht aus. Außerdem - Landleben, nein danke. Sie lebte gern in der Großstadt München
Doch Heidis Seifenblasenträume zerplatzen, denn sie bekommt ordentlich Gegenwind von der alten Zita.
Diese Charaktere wirbelt ganz viel Staub auf, verrückt die Handlung von hier nach dort. Das ist schon amüsant.
Erzählt wird die Story aus der Perspektive von Heidi. Was hervorzuheben ist, dass sie den Leser an ihren Gedankengängen teilhaben lässt.
Eine weitere interessante Charaktere ist Hannes, der Nachbar von der Steinlechner-Alm, ein attraktiver Mann ...
Die Geschichte spielt hauptsächlich im Salzkammergut, aber auch in München.
Mit flotten Sprüchen wird die Geschichte aufgelockert, auch wenn es teils im Dialekt geschrieben ist. Man versteht es auch als Norddeutsche.
Die Idee für "Herzklopfen und Hüttenzauber" ist nett, wird aber ausschließlich durch die, meiner Meinung nach, Hauptfigur Zita erst zu dem  Buch, um es vergnüglich zu lesen. Ein gutes Cover rundet die Sache ab und verführt sicherlich zum Kauf. Man muss sie mögen, diese Heimatgeschichten in moderner Form :-)
Für zwischendurch und den Liebhaber solcher Geschichten eine gutes Buch.
Nachtrag zu meiner Lesemeinung:
Warum auf dem Buchrücken Zitate zweier Zeitschriften zum Titel "Liebesglück und Beerenkipferl" abgedruckt wurden, ist mir nicht klar. Ich meine, hier geht es jetzt um ein anderes Buch und das hat mich im Endeffekdann schon gestört. Hochlobende Worte zu ihrem ersten Buch, in der Hoffnung, dass der Leser weiß, wie super auch dieses sein wird - ich weiß nicht:-(

Tja, und dann musste ich nachdenken, welche "Punktzahl" vergebe ich denn nun.
Cover - 4 Sterne
Charaktere - 4 für Zita
Nebencharaktere - 2,5 Stern
Handlung - 3, Sterne
Unterhaltungswert - 3,5 Sterne
Durchschnitt ergab dann halt  drei Lesegenuss-Bücher.

Hier die Tourdaten und - teilnehmer :-)

Tag 1: 27. 05. - Blogtourstart auf allen teilnehmenden Blogs mit der Rezension zu dem Buch
Tag 2: 28. 05. - bei Jasmins Bücherblog
Tag 3: 29. 05. - bei mir (Lesegenuss)
Tag 4: 30. 05. - bei Martins Buchwelten
Tag 5: 31. 05. - bei "Hibiscus-Flower"
Tag 6: 01. 06. - bei Sunangels Bücherzauber

Vita
Fanny Schönau ist das Pseudonym der österreichischen Autorin Karin Bischof. Karin Bischof, Salzkammergut-Export mit gut sortierter Sneakers-Sammlung, hat österreichweit als Redakteurin ihrer Affinität zu Wort und Sprache Ausdruck verliehen und grenzüberschreitend Richtung Deutschland den Weg zur Autorin eingeschlagen

Montag, 4. Mai 2015

|| Rezension || Wovon wir träumten ~ Julie Otsuka

Julie Otsuka
Wovon wir träumten
Taschenbuch
160 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479689
Originaltitel: The Buddha in the Attic
€ 8,99

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Die bewegende Geschichte einer Gruppe von Frauen auf einer Reise ins Ungewisse ...

Mit leiser Wehmut, vielen Fragen und großen Hoffnungen im Gepäck überqueren sie den Ozean: junge Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen, um in Kalifornien japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika. Die Überfahrt wird zu einer seltsamen, oft traumartigen Passage zwischen zwei Welten – und die Ankunft in Amerika zu einem abrupten Erwachen in der Fremde, in der kaum etwas so ist wie erwartet ...


Mein Leseeindruck:
Julie Otsukas Roman "Wovon wir träumten" erzählt die Geschichten von jungen Japanerinnen, die in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihre Heimat verließen. Ihr Ziel war Kalifornien. Über einen Heiratsvermittler waren sie Männern versprochen worden. Kalifornien, das Land der Träume, dort lebten ihre Zukünftigen und warteten auf sie. Wie groß muss der Schock für die jungen Mädchen gewesen sein, als sie mit der Realität konfrontiert wurden. Verführerisch klingende Briefe hatten sie in der Heimat von ihrem Zukünftigen erhalten, gutaussehende Männer auf den Fotos. Doch es wurde nicht das Leben, wovon sie geträumt hatten.
Einzelne Protagonisten aufzuführen, geht nicht, denn Julie Otsuka hat allen Frauen eine Stimme gegeben und zwar durch das Wort "Wir" und in dieser Form ist es auch geschrieben.

Zitat S. 50
"Wir arbeiteten einfach, das war alles.
Wir machten jeden Abend für sie unsere Beine breit, aber wir waren so erschöpft, dass wir oft einschliefen, bevor sie fertig waren.
Wir wuschen einmal in der Wochen in Wannen mit siedend heißem Wasser ihre Kleidung.
Wir kochten für sie.
Wir putzten für sie.
Wir halfen ihnen beim Holzhacken. …"


Und mit jedem Tag, so sagen sie, veränderten sie sich. Sie waren nicht mehr die, als sie ihre Heimat verließen.

War ich anfangs etwas irritiert durch die Wiedergabe der Sprache, legte sich das ganz schnell. Je länger man die Geschichte, das Geschriebene aufnimmt, stellt man fest, es hätte nicht anders geschrieben sein dürfen.
Träume und Hoffnungen hatten sie bei ihrer Auswanderung, Schicksale, die in diesen 160 Seiten umfassenden wahren Meisterwerk eine Stimme erhielten. Und jedes Kapitel beschreibt ihren Weg bis hin zum Zweiten Weltkrieg, dem Angriff der Japaner auf Perl Harbour.

Mit ihrem Buch hat die Autorin den Frauen, die als junge Mädchen in ein unbekanntes Land, mit einer fremden Sprache und Kultur ein unvergessliches geistiges Denkmal geschaffen. Aber es ist auch eine Ermahnung an das Vergessen - der Erinnerungen. Durch ihre zeitweise poetische Sprache und dann wieder klaren Sprache berührt sie den Leser.

Ich bedanke mich bei Nicole für dieses wahre Leseschätzchen. Ohne sie hätte ich es bestimmt nicht gelesen.
"Wovon wir träumten" ist ein Ausnahmeroman, der sich durch die leisen Töne und doch mahnenden Stimme  hervorhebt.
Von mir sechs Lesegenuss-Bücher und Top-Ten 2015.

Vita:
Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman "When the Emperor Was Divine". Sie war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. "Wovon wir träumten" ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint. Er wurde 2012 mit dem PEN / Faulkner Award ausgezeichnet.

Mittwoch, 11. März 2015

(Rezension) Die sieben Schwestern - Lucinda Riley



Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
Gebundene Ausgabe
544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442313945
Originaltitel: The Seven Sisters 1 - Maia
€ 19,99

© Cover / Info - Verlag






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Der erste Roman einer faszinierenden Reihe um die „Sieben Schwestern“.
Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet ...

Meine Lesemeinung:

„Die sieben Schwestern“, das neueste Werk von Lucinda Riley, ist ein fiktives Werk mit historischem und mythologischem Hintergrund. Worum geht es nun in dieser neuen Reihe? Riley nimmt Bezug auf den Mythos um den Sternhaufen der Plejaden, auch Sieben Schwestern genannt. Aber auch in der Kultur der Maya, Aborigines und den alten Griechen finden sich Hinweise auf die Plejaden.
Das erste Buch handelt von Maia, die wie ihre anderen Schwestern adoptiert wurde von „Pa Salt“, wie sie ihn liebevoll nannten. Großgeworden waren sie auf dem Familiensitz am Genfer See, auch „Atlantis“ genannt. Eine Mutter gab es nicht, dafür aber eine mütterliche Haushälterin. Als die Schwestern vom Tod des Vaters erfahren, treffen sie sich dort, um zu erfahren, dass dieser schon auf See bestattet worden war. Doch für jede von ihnen hatte er einen Brief hinterlassen, der ihnen einen Hinweis gab auf ihre wahre Herkunft. „Die sieben Schwestern“, doch eigentlich sind es nur sechs, den Merope fehlt und hier beginnt schon das erste Geheimnis.

Maia d’Apliese ist die Älteste und so beginnt die Reise zu ihren eigenen Wurzeln in Brasilien. Es wird eine Reise in die Vergangenheit. Zum einen in das Rio de Janeiro vor ca. 80 Jahren, als auch in das damalige Paris. Zu dem Zeitpunkt lebte in Brasilien der Bildhauer Paul Landowski aus Frankreich dort und arbeitete mit dem Brasilianer Heitor da Silva Costa zusammen. Dieser war Ingenieur.
Maias Adoptivvater hatte diese nach Brasilien geschickt mit dem Hinweis, dass dort ihre Urgroßmutter Izabela Bonafacio gelebt hatte. Der historische Hintergrund zum Bau der 30 m hohen Christusstatue, dem Transport über das Meer und der Aufbau auf dem Berg Corcovado, all das erlebt man hautnah mit, so authentisch hat die Autorin geschrieben.
Ebenso die Handlungsorte Paris und Rio de Janeiro. Man spürt die Tropenhitze Brasiliens, schlendert gedanklich über den Montmartre in Paris, alles sehr lebendig.
Die Geschichte um Maia und Izabel ähneln sich auf eine gewisse Art. Beide erlebten die Liebe durch Verlust. Maia ist eine sensible als auch nachdenkliche Charaktere, und ihre Reise zu den Wurzeln soll ihr zeigen, dass sie nicht ein Leben lang für etwas leiden soll. Ihre Geschichte ist wunderbar mit den Erinnerungen der Vergangenheit – wie ein gut gewebtes Tuch – verflochten. Lucinda Riley hat eine ganz besondere Art, die Geschichte so zu schreiben, dass man mitten in die Handlung hineinversetzt wird und nicht aufhören kann zu lesen.

Lob zur Covergestaltung. Der Ausblick über den See mit Blick auf die Berge, Sterne blinken am Himmel und ganz oben ein großer Mandelblütenzweig. Wer vermutet schon solch eine Geschichte dahinter?
Das Buch ist ein weiteres Schmuckstück in meinem Buchregal, wobei der Inhalt der Geschichte nicht vom Cover oder Titel erkennbar ist. Eben ein besonderer Roman, auf dessen Fortsetzung ich nun bis zum Jahresende warten muss.

Informationen zur Romanidee und Bibliografie sind am Ende des Buches aufgeführt.

Ich gebe 5 Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Mittwoch, 4. Februar 2015

(Rezension) Der Engelsbaum - Lucinda Riley


Lucinda Riley
Der Engelsbaum
Taschenbuch
640 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (8. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442481354
Originaltitel: Not Quite an Angel
€ 9,99


 © Cover / Info VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

 
Verlagsinfo:
Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken ...

Meine Meinung:
Das auf zwei Zeitebenen erzählte Drama  beginnt in der Gegenwart und zwar am Heiligabend 1985, Marchmont Hall, Marchmont Hall, Monmouthshire, Wales in England. Dorthin zurück kehrt Greta Marchmont, die seit über 20 Jahren an Amnesie leidet. An ihre Heimat kann sie sich nicht erinnern. Gretas Geschichte wird uns im Laufe der Handlung zurückführen in das Jahr 1945, als sie schwanger, von ihrem Freund verlassen, an diesen Ort eine neue Heimat findet. Ein alter Bekannter von Greta bringt sie nach Marchmont Hall in die Obhut seiner Mutter. Dort kommen auch die Zwillinge, ein Pärchen, zur Welt. Nur drei Jahre später stirbt der Junge.
Als sie bei einem Spaziergang 1985 das Grab eines Kindes entdeckt, kommen die Erinnerungen bruchweise zurück und das ist die Geschichte von „Der Engelsbaum“. Nur gut, dass Greta David an ihrer Seite hat, denn die damaligen Ereignisse bringen sie völlig aus der Fassung.
Die Wahrheit kann oft brutal sein und wenn ein Mensch seine Erinnerungen verloren hat, fehlt ihm ein wichtiges Detail, nämlich das Wissen um sein vergangenes Leben. Und genau damit wird Greta nunmehr konfrontiert.
Zu Beginn der Geschichte macht der Leser Bekanntschaft mit vielen Charaktere. Diese hat die Autorin wohl gut beschrieben, allerdings bleibt nicht so genügend Platz für die Protagonisten, dass sie sich und ihre Gefühle voll entfalten können. Doch im Lauf der Handlung erkennt man, welche Rolle sie in der Geschichte spielen. Der eine eben mehr, der andere weniger. So werden die Passagen aus der Gegenwart gut mit denen aus der Vergangenheit verwoben.

Das Buch „Der Engelsbaum“ hat die Autorin schon vor vielen Jahren geschrieben, aber erst jetzt veröffentlicht. Das Cover ist wieder einmal ein Highlight und gefällt mir ausgesprochen gut. Insgesamt ein gut aufgebauter Roman,  auch wenn nicht ganz perfekt ist, mich fesseln konnte.

So vergebe ich vier gute Lesegenuss-Bücher.
Vita:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.


Freitag, 23. Januar 2015

(Rezension) Violets wundervoller Vintageshop -Susan Gloss


Susan Gloss
Violets wundervoller Vintageshop
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480777
Originaltitel: Vintage
€ 8,99

Weitere Ausgaben:
» eBook 

 Quelle / Info  VERLAG
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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Das Buch erhielt ich als Geschenk im Silvesterwichtel-Paket.

Violet hat ihre Liebe zu alten Dingen zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Ihr Laden „Vintage Hourglass“ ist eine Fundgrube für Liebhaberstücke. Jeder ihrer Schätze hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen, und Violet kennt sie alle. Nur über die eigene Vergangenheit verliert sie kein Wort, zu schmerzvoll ist die Erinnerung an eine enttäuschte Liebe. Und dann schneit eines Tages die junge April herein und bittet unter Tränen darum, das vor wenigen Wochen erstandene Brautkleid zurückgeben zu dürfen. Wo auf die Männer kein Verlass ist, wird es höchste Zeit, dass die Frauen das Schicksal selbst in die Hand nehmen ...

 
Meine Meinung:
Mit ihrem Laden „Vintage Hourglasse“ hat sich Violet einen Lebenstraum vor fünf Jahren einen langgehegten Traum erfüllt. Nachdem sie sich von ihrem alkoholkranken Mann Jed getrennt und den Ort Bent Creek verlassen hat, startete sie damals einen Neuanfang in Madison, Wisconsin.
Hinter jedem Teil in ihrem Laden steht eine Geschichte und so beginnt auch jedes Kapitel mit einer Beschreibungen zu dem Stück, welches sich dann auch in der Handlung wiederfindet. Violet liebt ihren Laden über alles und die Vintagesachen. Allerdings hat Violet nicht damit gerechnet, eines Tages die Kündigung ihres Mietvertrages zu erhalten. Als ihr die Papiere überbracht werden, ist sie geschockt. Das Gebäude soll zu einem horrenden Preis verkauft werden. Trotz all ihrer Bemühungen kann sie das Geld für einen Kauf nicht aufbringen. Auch ihre langjährige Freundin Karen, die Rechtsanwältin, sieht keinen Ausweg. Eine gute alte Freundin von Violet, die ihr damals den Start für den Laden ermöglicht hatte, bittet Violet, die junge April Morgan bei sich als Praktikantin aufzunehmen. April  hatte sich von ihrem Freund Charlie getrennt, der aus reichem Haus stammt. Aber das war nicht ihr einziges Sorgenpäckchen. Gerade ihre Mutter verloren, schwanger, will sie das Haus verkaufen. Dabei stößt sie auf einige Ungereimtheiten, die die Zweifel schüren, dass die Mutter Selbstmord verübt hatte. Im Laufe der Handlung zeigt sich mehr denn je, welche Stärken in April stecken und das sie Violet gut tut, manche Dinge aus einer anderen Sichtweise zu sehen. Dann ist da noch Amithi Singh, die ebenfalls durch den Verkauf etlicher Kleidungsstücke Einblick in ihr Leben gewährt.
Alle drei Frauen durchlebten schwierige Zeiten. Die Geschichte rund um den Vintageladen lebt durch ihre Charaktere. Jedes Kapitel fügt sich nahtlos an das vorherige an. Ebenso bildreich und detailliert die jeweiligen Handlungschauplätze.
Die Geschichte um die drei Frauen Violet, April und Amithi spielt über mehrere Monate. Eine weitere Rolle spielt Betsy, die zwar nicht sehr viel Platz in der Handlung erhält, allerdings eine grandiose Nebencharaktere ist. Zwar vorhersehbar, und doch traurig ist, dass gerade sie Violet zu einer wunderbaren Lösung ihres Problems hilft.
Die Liebe und das Leben, sei es die schwangere April und die kinderlose Violet, die betrogene Ehefrau, etwas Herz-Schmerz darf auch in so einer Geschichte nicht fehlen.
Es ist eine herzerwärmende Story, auf der Suche nach Liebe und Hoffnung, und dem wahren Wert einer Freundschaft.

  
Vita:
Susan Gloss lebt mit ihrem Mann, ihrem kleinen Sohn und ihrem neurotischen Hund am Lake Monona in Madison, Wisconsin. "Violets wundervoller Vintage-Shop" ist ihr erster Roman.