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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Donnerstag, 7. September 2017

Rezension || Montana Dreams - So berauschend wie die Liebe - Jennifer Ryan

Gelesen August 2017
Jennifer Ryan
Montana Dreams
So berauschend wie die Liebe
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956496728
ISBN-13: 978-3956496721
Originaltitel: Her Lucky Cowboy
€ 9,99
 Milena Schilasky (Übersetzer)



Liebe so unendlich wie
der Himmel über Montana

❀• Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  •❀
"So berauschend wie die Liebe" ist der dritte Band zur Montana Dreams-Reihe von Jennifer Ryan. Der Roman handelt von Dane Bowden, der Rodeo-Star. Zur Zeit findet die Weltmeisterschaft im Profi-Bullenreiten in Las Vegas statt. Ein letztes Mal will Dane den Titel holen, Erster werden, und dann ist Schluss. Er will zurück nach Montana, heim auf die Familien-Ranch, um diese zu leiten. Die Eltern wollen endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Er hatte es geschafft, den Sieg in der Tasche, doch eine Sekunde lang war Dane unaufmerksam und nicht mit der Reaktion von Black Cloud, dem Bullen, gerechnet. Der riss ihn von den Füßen, attackierte ihn und Dane wurde schwer verletzt.
Elf Jahre zuvor begegnete Dane einem Mädchen, als er im Nirgendwo auf der Ranch vom Pferd flog und sich ebenfalls schwer verletzte. Er kannte sie nicht, doch ihne sie wäre er verblutet. Nie hatte er sie wiedergesehen. Nur eine blaue Feder erinnerte ihn an das Ereignis.
Auch Bell war unter den Zuschauern, als sich das Unglück ereignete. Sie erkannte Dane, den sie seit damals nicht mehr gesehen und auch nicht vergessen konnte.
Danes Glück war, dass Bell, inzwischen ausgebildete Ärztin, orthopädische Chirurgin, sofort reagierte und ihn auf dem Platz notversorgte. Dabei sieht sie Danes Tattoo auf der Innenseite des Unterarms: eine blaue Feder mit dem Schriftzug: Ein Engel wacht über mich.

"Bist du ein Engel? Du hast mir damals schon das Leben gerettet, aber dann warst du plötzlich verschwunden."
(Zitat S. 26)
 
Schwere Wochen der Genesung liegen vor Dane, denn dank Bell konnte sein Bein gerettet werden.
Jennifer Ryan hat mit ihrer Liebesgeschichte um Dane und Bell erneut eine Cowbow-Romance geschrieben und bewiesen, dass sie eine großartige Autorin ist. Man erfährt die Hintergrundgeschichte zu Bell, die in der Einsamkeit bei den Großeltern aufwuchs. Viel Liebe erfuhr sie von ihrem Großvater, doch als dieser starb, wurde ihr Leben nicht leichter. Sie war dort abgeschirmt von der Welt, aber sie ging ihren Weg. Bell war das Produkt einer Affäre des Sohns, ein angesehener Politiker. Vor gerade mal zwei Jahren hatte sie erfahren, dass sie eine Halbschwester hatte, die nunmehr auch in Montana lebt
Dane Bowden war der Jüngste der Bowden-Brüder. So wie er einerseits als wild und draufgängerisch dargestellt wird, gibt es noch die andere Seite an ihm. Auch wenn es den Anschein hat, er sei der absolute Frauenheld, für ihn gibt es nur eine: das Mädchen aus dem Wald. Da ist Brandy, eine gute alte Freundin von Dane. Er unterstützt sie und deren kleine Tochter, nachdem sein ehemaliger Kumpel sozial abgestürzt war. Als Brandy eines Tages vermisst wird und Rowdy, ihr Ex-Lebensgefährte in Montana auftaucht, wird es turbulent und spannend. Denn dieser will Rache an Dane und nimmt dabei Bell ins Visier.
Die Entwicklung der Romanze zwischen Dane und Bell geschieht langsam, aber nachvollziehbar. Wenn ein Mensch derart in den SChatten gerät wie Bell, wird man vorsichtig. Langsam gewinnt Dane ihr Vertrauen, erfährt Einzelheiten aus ihrem Leben. Er will sie nicht verlieren. Und er beweist ihr, dass sie sich auf ihn verlassen, ihm vertrauen kann. Nicht nur ihm, sondern der ganzen Familie. Aber das dauert schon eine Weile.
Die "Montana Dreams"-Reihe ist mit einer Lieblingsreihen geworden. In diesem Band spielen so gut wie alle der Bowden-Familie eine Rolle, mal mehr, mal weniger. Doch letztendlich zeigt es, wir sind eine Familie, wir halten zusammen.
Jennifer Ryan ist den Vorbänden treu geblieben, so dass jeder der Bowden-Brüder eine in sich starke Frau an seiner Seite hat. Jede von ihnen hat eine spannende Vorgeschichte mitgebracht, die letztendlich im Happy-End enden.
Wer diese Reihe noch nicht gelesen hat, dem würde ich schon empfehlen, erst diese zu lesen, da hier doch mehr oder weniger gespoilert wird. Aber es ist kein Muss!

Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
 Manchmal braucht es nur eine Person,
die dich so sieht, wie du wirklich bist,
damit dir bewusst wird, dass du geliebt wirst.

(Buch)

Jennifer Ryan
Montana Dreams - So tief wie die Sehnsucht
Mo, 05.02.2018

 
Jennifer Ryan lebt mit ihrer Familie in der San Francisco Bay Area. Wenn sie nicht gerade an einem ihrer Bücher schreibt, liest sie. Ihre Leidenschaft zu Büchern in jeglicher Form lässt sie manchmal alles um sie herum vergessen. Und wenn sie dann einmal ihre Fantasiewelten verlässt, findet man sie meist in ihrem Garten, während sie in Gedanken noch immer bei den Menschen ist, die nur in ihrem Kopf existieren, bevor sie sie für ihre Leser auf dem Papier zum Leben erweckt.

Acht Sekunden! Nur diesen einen Ritt, den Ritt zum Weltmeister, will Rodeo-Star Dane Bowden noch bestehen. Danach wird er zurückkehren, auf die Familienranch in Montana. Doch dann passiert es: Dane wird schwer verletzt. Als er wieder zu sich kommt steht ausgerechnet Bell an seinem Bett, die Frau, nach der er sich seit über zehn Jahren sehnt – diesmal darf sie nicht wieder verschwinden. Dane muss verhindern, dass ausgerechnet seine Leidenschaft für das Rodeo sie ihm wieder entreißt.

Bell und Dane - eine Liebesgeschichte voller Gefühl und Herzenswärme

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.  

Mittwoch, 1. März 2017

|| Rezension || Ein bisschen wie Unendlichkeit ~ Harriet Reuter Hapgood

Harriet Reuter Hapgood
Ein bisschen wie Unendlichkeit
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (23. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737340331
ISBN-13: 978-3737340335
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Square Root of Summer
Susanne Hornfeck (Übersetzer)
€ 16,99

Cover - Info - Kauflink
Verlag




"So ist es, wenn man jemanden liebt.
So ist es, wenn man um jemanden trauert.
Ein bisschen wie Unendlichkeit."

❀• Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  •❀
Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weggezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?
Buchinfo - Verlag

Buchanfang:
Samstag, 3. Juli
Meine Unterwäsche hängt im Apfelbaum.
Ich liege im Gras und starre in die Zweige. Es ist später Nachmittag, der übrige Garten ist in limonadigen Sonnenschein getaucht, doch hier unten ist es kühl und dunkel und voller Krabbeltiere. Mit einer Neigung des Kopfes kann ich den Garten kippen lassen - und die aufgereihte Wäsche, die traurigste Girlande der Welt."


„Ein bisschen wie Unendlichkeit"  ist  das erste Jugendbuch der Autorin Harriet Reuter Hapgood und zugleich ihr Debüt. Geschrieben ist es in der Ich-Erzählperspektive  der 17-jährigen Protagonistin Gottie. Durch die Erzählperspektive  kann man sich diese als Charaktere gut vorstellen, ebenso vermittelt es auch gut ihre Gefühle. Ein junges Mädchen, deren Gedanken und Zeitsprünge nachvollziehbar geschildert sind. So wie die Charaktere gut ausgearbeitet sind, ist es auch bei den Nebenpersonen.

Das Cover ist ein Eyecatcher und mit eines der schönsten, die ich gesehen habe. Auf den ersten Blick schlicht und einfach, doch da ist viel mehr zu sehen. Die Unendlichkeit des Weltraums, Wirbelströme, Wurmlöcher … Es mag zwar schlicht und einfach erscheinen, doch das Bild sagt so viel aus. Die Schrift ist ein bißchen verschnörkelt und wirkt verträumt. Wie unsere Hauptcharaktere, Dottie, eine Tagträumerin.

Mit ihrem Schreibstil, der angepassten Sprache für die jungen Leser spricht die Autorin ihre Leserschaft an und begeistert für das Buch. Die Autorin hat die Fähigkeit, sich in die junge Generation einzufühlen und authentisch zu beschreiben. Alles hat irgendwie mit Physik zu tun, Pi-Zahlen u.a. Da verändert sich mancher Blick auf die Dinge. Auch wenn der Blick in diese mathematische Welt scheinbar verwirrend und doch erkennbar, war es anfangs etwas schwierig, sich in die Geschichte einzufinden. Doch das gibt sich - ganz schnell! Keine großartigen Ausschweifungen im Text, die zu Langeweile oder Desinteresse führen könnten.
Die Romanze um Dottie und Thomas ist ein Bestandteil der Geschichte, aber da ist auch noch Grey, der vor einem Jahr verstorbene Großvater von Dottie. Ebenso wie seine Tagebücher - alles sehr präsent.

Von der Handlung her eine interessante Story, mit ernsten Passagen. Es dreht sich nicht alles nur um Physik. 
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Es passt, wie man so sagt.

Handlungsdauer:  Es beginnt an einem Samstag, dem 3. Juli und endet am 22. August. Aber eigentlich auch nicht, denn die Geschichte hat ihren Anfang fünf Jahre zuvor. Es ist eine Geschichte, die u.a. den Wert von Freundschaft zeigt. Dazu tragen nicht nur die Charaktere bei, das Buch zu mögen.
Eine Geschichte hat immer einen Anfang. Oder ist das Ende ein neuer Anfang?

Für mich ist "Ein bisschen wie Unendlichkeit" ein Buch, dass ich sicherlich noch einmal lesen werde. Allgemein gesehen ist das Buch erfrischend gut, nicht neu und doch so ganz anders. Mit ein Umstand auf der Suche nach Wörtern für eine Rezension hatte ich eine Wortfindungsblockade.
Alles in allem konnte mich Harriet Reuter Hapgood vor allem durch ihre wundervolle Idee überzeugen.
Das Buch ist nicht nur für jugendliche Leser, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene, die diesem Genre offen gegenüber stehen, geeignet.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 4  Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ    
 
 „Genieße jeden Augenblick deines Lebens.
Es gibt immer Höhen und Tiefen –
die dunklen Tage und die hellen Tage –
doch es gibt immer ein helles Licht in der Zukunft.
 (© Hannelore Kühlcke)

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Vita  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ    
Harriet Reuter Hapgood lebt in Brighton, England. Als Modejournalistin schrieb sie unter anderem für die Zeitschriften »InStyle« und »MarieClaire«. Ihr Großvater war ein deutscher Mathematiker und hat sie zu diesem Roman inspiriert. ›Ein bisschen wie Unendlichkeit‹ ist ihr Debüt.

Ungewöhnlich und überraschend, trotz kleiner Schwächen eine tolle Geschichte 


 Herzlichen Dank an den Fischer KinderJugendBuch Verlag  für das Leseexemplar.

Mittwoch, 22. Februar 2017

|| Rezension || Das Schokoladenversprechen ~ Josephine Moon

Josephine Moon
Das Schokoladenversprechen  
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485339
ISBN-13: 978-3442485338
Originaltitel: The Chocolate Promise
Ulrike Laszlo (Übersetzer)
€ 9,99

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VERLAG





Wenn einem das Leben Kakaobohnen gibt,
sollte man Schokolade daraus machen …

̲̲B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
Es war Donnerstag, genau gesagt Gründonnerstag - der Tag vor dem langen Osterwochenende, an dem am Samstag die Gartenausstellun in Evandale stattfinden würde -, und in der Schokoladenapotheke war die Hölle los.

Vor gut drei Jahren hat Christmas Livingstone, die weibliche Hauptprotagonistin,  ihren Schokoladenladen eröffnet. Genauer gesagt heißt es "Schokoladenapotheke". Ihr altes Leben als PR-Managerin hinter sich gelassen, hat sie den Neustart gewagt. Hierzu hat sie zehn wichtige Regeln aufgestellt. Diese sind im Innencover abgedruckt und das Buch beginnt ebenfalls damit. Nach wenigen Seite taucht ein weiterer Protagonist auf, Lincoln, von Beruf Botaniker. Für kurze Zeit war er heim gekommen. Zum einen weil er nach seiner Grandma schauen wollte, die in einer Altersresidenz lebte. Und zum anderen wartete er auf einen neuen Auftrag. Zugleich wird Christmas von ihrer Freundin Emily überrascht. Diese hatte in ihrem Namen sie beim Maitre Le Coutre in Frankreich angemeldet und es hat geklappt: Christmas erhielt tatsächlich den begehrten Platz beim Stipendiumkurs. Gleichwohl hatte Emily dies auch mit einem Hintergedanken getan, denn der leibliche Vater von Christmas war Franzose. Sie hatte ihn jedoch nie kennengelernt und er spukte intensiv in ihrem Kopf herum.
Mit der Schokoladenapotheke hatte Christmas sich eineN Traum erfüllt. Schokolade in vielen Variationen, Balsam für die Seele, Schokolade als Medizin. Kakao, der Anbau, die Schokoladenproduktion, diese Themen sind sehr ausführlich, langatmig, einfach zu ausführlich beschrieben, so dass sich die Protagonisten in der Handlung verlieren.
Als Lincoln auf Christmas (was für ein Name für eine Frau :-( ) zukommt, ob sie zusammen mit ihm ein Buch über Kakao usw. schreiben könnte, scheint sich die Sache zwischen den beiden zu vertiefen. Trotz der Regeln! Doch weit gefehlt, muss ich vorab dazu sagen. Das Christmas sich zusätzlich noch als gute Fee betätigt, ist eine Sache und noch ein weiteres Thema im Buch.
Fakt ist, dass die eigentliche Haupthandlung durch zu viele Nebenschauplätze durchzogen wird und sich irgendwie verliert. Was anfangs sehr interessant klang, geht in der Handlung unter. Nein, es verliert sich - leider.
Das wirkt sich auch auf die Charakteren aus. Keine der Protagonisten ist so dargestellt, dass ich sie mir bildhaft vorstellen konnte. Das hatte logischerweise die Konsequenz auf mein Lesen des Buches.

"Das Schokoladenversprechen" lockt nicht nur durch den Titel, sondern auch dem entsprechenden Cover. Die Idee zum Buch fand ich gut, doch leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugt. Sicherlich wollte die Autorin einen unterhaltsamen Roman schreiben. Sehr schön fand ich die Gestaltung der Kapitel, die jeweils eine Zeichnung einer Kaffeebohne schmücken.
So kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung geben. Aber das ist nur meine Meinung. Lest selbst.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 3,5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Zitat S. 103
"Das Leben ist zu kurz, um es hinter einem Schreibtisch zu verbringen. Ergreif jede Gelegenheit beim Schopf, die sich dir bietet. Sag niemals Nein."

Die Australierin Josephine Moon hat sich ihren Traum vom Leben als Schriftstellerin erst nach einigen Umwegen erfüllt. Sie arbeitete in unzähligen Jobs, wobei ihre längsten Anstellungen zwischen drei und vier Jahren währten – als Lehrerin und als Lektorin. Außerdem gründete und leitete sie eine Pferderettungsstation in Queensland, liebt Tiere, und zu den Höhepunkten ihres Lebens zählt, dass sie einmal im Meer vor Tonga mit Buckelwalen schwimmen durfte. Josephine schreibt am liebsten Geschichten, die etwas mit Essen zu tun haben, und hofft, dass ihre Romane auch Seelennahrung sind. Hätte sie geahnt, dass sie einen der Recherche dienenden High Tea von der Steuer absetzen kann, hätte sie sich diesen Themenbereich schon viel früher gesucht. Josephine Moon lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und diversen Tieren an der Sunshine Coast in Queensland, Australien. Sie ist überzeugt, den schönsten Beruf der Welt zu haben.
Mehr Informationen zur Autorin und ihren Romanen finden Sie unter josephinemoon.com/


Christmas Livingstone glaubt fest an zehn Regeln für ein glückliches Leben. Eine lautet: Mit etwas Schokolade kann eigentlich alles nur besser werden. Das beweist Christmas jeden Tag mit den Köstlichkeiten, die sie in ihrer "Schokoladenapotheke" verkauft und denen viele sogar Heilkräfte zuschreiben. Regel Nr. 1 der jungen Frau – keine romantischen Beziehungen! – ist da schon schwerer umzusetzen. Christmas hat nämlich nicht mit Lincoln van Luc gerechnet, einem Botaniker und Weltenbummler mit strahlenden blauen Augen, einer bezaubernden Großmutter und einem treuen Findlings-Hund ...

Eine gute Idee, schwache Umsetzung, da hilft auch keine Schokolade

Mittwoch, 15. Februar 2017

| Rezension | Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen ~ Margot Lee Shetterly

Margot Lee Shetterly
Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (2. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959670842
ISBN-13: 978-3959670845
Originaltitel: Hidden Figures
Michael Windgassen (Übersetzer)
€ 14,00

 Cover - Info - Kauflink
VERLAG





Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Raketenforschung
Kalkulationen, Apollo 11:
Die faszinierende Geschichte afroamerikanischer Wissenschaftlerinnen 
in der NASA

Im Jahr 1943 meldet der Personalchef des Langley Memorial Aeronautical Laboratory der Verwaltungsleitung, dass ein immenser Personalbedarf bestehe. An der Küste von Virigina lag der Campus von Falngley Field. Afroamerikaner waren dort eine Minderheit. Langley war wie eine Familie. Das Thema Rassentrennung stand zwar im Raum, aber nicht vordergründig. Es waren die "kleinen" Gegebenheiten, die darauf hinwiesen, z. B. die Toiletten für "farbige" Angestellte, die dementsprechend gekennzeichnet waren.
Die Autorin Margot Lee Shetterly ist auf Spurensuche gegangen und entstanden ist dieses großartige Buch. Es handelt von den Frauen, die zur Zeit der Rassentrennung bei der NASA (so hieß es später) als Mathematikerinnen beschäftigt waren. In ihrem Prolog gibt die Autorin einen Einblick zum Verlauf der Entwicklung zur NASA. Dazu schreibt sie zu den Rechenspezialistinnen (S. 20): Ich war entschlossen, ihre Existenz und ihre Leistungen so zu dokumentieren, dass sie der Geschichte nie wieder verloren gehen würden.
Lange, bevor der Computer Einzug in die Welt hielt, (kursiv) verhalfen die schwarzen Rechnerinnen von Langley den USA zu seiner Vormachtstellung in Luftfahrt, Raumforschung und Computertechnologie …
Es stellt sich die Frage, warum hat nie jemand von diesen menschlichen "Rechencomputern" gehört? Also ich habe sie mir jedenfalls gestellt. Ausführlich erklärt dies die Autorin im Epilog.
Da ist z. B. der Abbruch der Apollo 13-Mission, ein vorprogrammierter Kurs, der nicht gehalten werden konnte und doch fand es ein gutes Ende. All dies verdankten sie Katherine Johnsin, die letztendlich 2015 von Präsident Obama mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet wurde. Zuletzt erhielt diese 2012 John Glenn.
Das Buch "Hidden Figures" füllt ein Stück des Vakuums der großartigen Leistung von Frauen, Afroamerikanerinnen, der amerikanischen Geschichte. Katherine Johnsons Geschichte kann ein Türöffner sein für all die Geschichten anderer Frauen, ob schwarz oder weiß, deren Leistungen nicht gebührend zur Kenntnis genommen wurden bzw. werden (S. 333)
Mary Jackson gehörte zum Langley-Team, überstand die Umstrukturierungen der NASA. Seit 1958 war sie Ingenieurin und verlor nie ihr Ziel aus den Augen: die Naturwissenschaft. Sie brachte sich selbst das Programmieren bei. (S. 338) Von einem menschlichen Computer war sie zur Mathematikerin und schließlich zur Ingenieurin aufgestiegen. 1979 nahm sie die Stelle der Frauenbeauftragten an, was ihr nicht leicht fiel. Mary Jackson war schon seit Jahren Mitglied einer Gruppe von Frauen, die sich für eine Gleichstellung bei der Besetzung von Posten egal ob weiß oder farbig, einsetzte. Gloria Champine, Anfang der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts geboren, eine Weiße, arbeitete hart und wurde techn. Assistentin des Chef der Abteilung für Weltraumsysteme. Sie setzte sich gegen ihre männlichen Bewerber durch. Irgendwann lernte Mary Gloria kennen und sie wurden Freundinnen. Schließlich arbeiteten sie als Team über Jahre als Gleichstellungsbeauftragte. Hier erfuhr Gloria von Dorothy Vaughans Weg.
Dorothy Vaughan, 32 Jahre, arbeitete im Jahr 1943 während der Sommerferien in der Sortierstation der Wäscherei von Langley. Dorothy Vaughan war eine farbige Mathematiklehrerin, verheiratet, vier Kinder. Doch ihr Gehalt war bescheiden. Mir war nicht bekannt, dass die schwarzen LehrerInnen 50% weniger verdienten als ihre weißen KollegInnen. So kam es halt, dass sie Geld dazu verdiente. Dorothys Leben, ihren Weg, zu lesen, bis sie schließlich dank Miriam Mann einen befristeten Job in Langley bekam, der ihren Fähigkeiten entsprach, war bombastisch. (S. 85) Für ein ehrgeiziges, junges mathematisches Talent - wenngleich kein ganz junges mehr - gab es keinen besseren Platz auf der Welt

Zu Beginn des Buches gibt das Inhaltsverzeichnis einen Einblick auf die 23 Kapitel. Nicht zu vergessen die sehr ausführlichen Anmerkungen sowie die Bibliografie. Wer "Hidden Figures" intensiv liest, für denjenigen ist dies eine große Hilfe. Im Vordergrund stehen thematisch zum einen die Rassentrennung als auch die Geschichte der Raumfahrt. Die Frauen in der Geschichte machen sie lebendig, zeigen den Werdegang auf, u. a. den Wettlauf zwischen den Russen und Amerikanern  im Weltall. Es gibt viele Momente im Buch, die einem vor Augen führen, was die Trennung zwischen Farbig und Weiß bedeutet. Dies sind nicht nur die getrennten Toiletten, da ist auch z. B. die Kaffeemaschine im Büro "für Farbige".
Wenn man bedenkt, dass es Jahrzehnte her ist, das der erste Mensch den Mond betreten hat, aber nur häppchenweise die Rassentrennung aus den Köpfen verschwand, eine Gleichstellung der Frau, egal ob weiß oder farbig, auf Positionen im Beruf, das hat bis heute noch nicht gut funktioniert.
Die Autorin hat einen sehr ausgewogenen Schreibstil und eine spannende Erzählart. Hier wurde sehr gut recherchiert, die Themen überzeugend verarbeitet, und es gibt nichts, was ich kritisieren könnte.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" wird von mir mit dem goldenen Lesegenuss-Buch ausgezeichnet!  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Der "Boston Globe" schreibt: Shetterly hat beeindruckend gründlich recherchiert und erzählt mit wahnsinnig viel Herz."
Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Verfilmung ist nominiert für drei Oscars.


Margot Lee Shetterly ist eine unabhängiger Wissenschaftlerin und bekam einen Zuschuss der Alfred P. Sloan Foundation, um für "Hidden Figures" recherchieren zu können. Derzeit forscht sie für ihr „Human-Computer –Project“, ein digitales Archiv der Geschichte der weiblichen „menschlichen Computer“ in der NASA. Sie lebt in Hampton, Virginia und Valle de Bravo, Mexiko.


1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA,die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ - unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Ein hervorragendes, excellent recherchiertes Buch, ein Must-Read.

Freitag, 10. Februar 2017

|| Rezension | Bailey findet ein Zuhause ~ W. Bruce Cameron


W. Bruce Cameron
Bailey findet ein Zuhause
Band 1
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (26. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737340935
ISBN-13: 978-3737340939
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
€ 9,99
Naemi Schuhmacher (Übersetzer)

Cover - Info -
Verlag



Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.



̲̲B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
Eines Tages ging mir auf, dass die warmen, quietschenden, miefingen Dinger, die ständig um mich herumwuselten, meine Geschwister waren. Ich war schwer enttäuscht. Schon seit einer Weile drängelte und schubste ich diese zappeligen Leiber beiseite, um an die kuschelige Wärme und die köstliche Milch meiner Mutter zu gelangen … 

"Bailey findet ein Zuhause" was für eine herrliche Lektüre. Die Geschichte wird aus der Sicht des Hundes erzählt und bringt dem Leser über seine Gedanken und Gefühle diese sehr realistisch nahe. Da wir selbst einen Golden Retriever haben, war das Buch schon ein Must Read. Zum harmonischen Zusammensein gehört nicht nur der Hund, sondern auch das Kind der Familie, in der sich die Geschichte abspielt. Der achtjährige Ethan hatte sich schon immer einen Hund gewünscht und nun war er da. Bailey ist abenteuerlustig, neugierig und so nutzt er die Gelegenheit und entflieht dem Hundezüchter. Gewollt oder ungewollt, das sei dahingestellt. Wie gesagt, er ist schon als Welpe sehr neugierig, so sagt er es uns jedenfalls. Nach einer kleinen Odysee wird er von einer Frau, der Mutter von Ethan, aus einem Lkw gerettet. Dort wäre er fast an der Hitze darin gestorben.
Das man mit einem Hund Menschen ebenfalls neu kennenlernt, zeigt sich im Laufe der Handlung. Sie wissen genau, wann sie den treuen Hundeblick einsetzen. Auch, wie ein solcher Hundewelpe den Alltag auf den Kopf stellen kann. Was macht es schon, wenn der Hund mit einem Stinktier in Berühung kommt, und das nicht nur einmal☺ Das heißt baden, und nochmals wieder baden.
Der Autor hat auf 208 wunderbar geschrieben Seiten aufgezeigt, wie der Mensch vom Hund lernt, aber auch der Hund vom Menschen. Regeln sind dafür da, eingehalten zu werden - nicht wahr Bailey☺

"Bailey findet ein Zuhause" ist mehr als nur eine Hundegeschichte. Das die Rasse Golden Retriever ausgesprochen als klug gelten, Kinder lieben und eine starke Beziehung zu ihrem Clan haben, weiß ich aus eigener Erfahrung. Unser Toby ist inzwischen der zweite Golden Retriever, der bei uns lebt. Sie spüren, wenn es dir nicht gut geht, sind gute Zuhörer, erzählen keine Geheimnisse weiter, merken deine Stimmungsschwankungen. Durch sehr viel beiderseitiges Vertrauen entsteht eine tiefe Bindung. Ist der Mensch krank, ist es der Hund auch - und umgekehrt ebenso.
Ich verzichte auf einen intensiven Einblick der Handlung und kann nur sagen, liebe Hunde(Nicht)besitzer, lest es.
Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Richard Cowdrey runden das Ganze zu einem wunderbaren Leseerlebnis ab.
Aktuell läuft die Verfilmung des Buches im Kino.
 5 Lesegenuss-Bücher 


W. Bruce Cameron, geboren 1960, ist der New-York-Times-Bestseller-Autor von ›Ich gehöre zu dir‹, ›Ich bleibe bei dir‹ und ›Weihnachten auf vier Pfoten‹. 2011 wurde er von der »National Society of Newspaper Columnists« als Kolumnist des Jahres ausgezeichnet. Als er ungefähr acht Jahre alt war, brachte sein Vater ihm eines Tages einen Labrador-Welpen mit. Diesen Augenblick der uneingeschränkten Freude und grenzenlosen Zuneigung erzählt er in ›Bailey findet ein Zuhause‹. W. Bruce Cameron lebt mit seiner Frau und seinem Hund in Kalifornien, USA.


Worin besteht der Sinn eines Hundelebens? Für den kleinen Golden-Retriever-Welpen Bailey gibt es keinen Zweifel: mit dem achtjährigen Ethan zu spielen, zusammen mit ihm den Wald zu erkunden und sein Geschirr »abzuspülen«, indem er den Teller sauberleckt (aber nur, wenn Ethans Mutter nicht hinsieht). Doch Bailey lernt auch, dass das Leben nicht immer so einfach ist, dass manche Menschen Böses im Schilde führen und schlimme Dinge passieren – und dass es keine größere Aufgabe für ihn gibt, als Ethan zu beschützen.
Wie Bailey in Ethan seinen besten und treuesten Freund findet, wie sie gemeinsam Abenteuer erleben und wie er dem Jungen am Ende das Leben rettet, beschreibt Bruce Cameron in ›Bailey findet ein Zuhause‹ wunderbar liebevoll und mit ganz viel Herz.
Mit Bildern von Richard Cowdrey

♥ Dieses Buch zeigt die Liebe zwischen Mensch und Hund ♥
Warum man Bailey nicht widerstehen kann.