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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Montag, 30. Dezember 2019

Gelesen 2020 📖 Lesestatistik 📖

📖  Lesestatistik für das Jahr 2020 📖


Jeder Monat wird gelistet. Denn ich habe im vergangenen Jahr festgestellt, dass ich doch sehr viel gelesen habe, aber nicht zu jedem Buch eine Rezi oder Kurzmeinung schreibe.  Auch ist es vorgekommen, dass ich ein Buch abgebrochen habe.
Jeder Titel ist mit meiner Rezension (wenn vorhanden) auf dem Blog verlinkt.

Dezember  2020

Nicole C. Vosseler
Die Eisbaronin - Band 2 - "Durch Sturm und Feuer"
- Die Eisbaronin-Saga ► 512 S. ◄ *****
Hanna Caspian - Gut Greifenau - Silberstreif
Die Gut-Greifenau-Reihe, Band 5 ► 544 S. ◄ *****
Mandy Baggot - Winterzauber im Central Park ► 480 S. ◄
Michelle Marly - "White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht"
►  272 S. ◄ *****
Pam Jenoff  - "Die Frauen von Paris"  ► 448 S. ◄ *****

November  2020

Kristin Harmel  "Das letzte Licht des Tages" ► 384 S. ◄ *****
Lena Wildenstein
Charlottenburg  - Die jungen Ärztinnen  ► 448 S. ◄ ****
Denise Rudberg - "Der Stockholm Code - Die erste Begegnung"
► 352 S. ◄  ****
Lilly Bernstein  "Trümmermädchen
Annas Traum vom Glück  ► 512 S. ◄ *****
David Walliams - "Das Eismonster" ► 496 S. ◄ *****
Karen Swan - "Der Glanz einer Sternennacht" ► 576 S. ◄ ****

 

Oktober 2020

Kathrin Tordasi - "Brombeerfuchs - Das Geheimnis von Weltende" ►  384 S. ◄ *****
Annette Moser -- "Die kleine Biene
oder Wer mutig ist, braucht nichts zu fürchten" ► 128 S. ◄ *****
Judith Hoersch - "Juno und die Reise zu den Wundern" ► 160 S. ◄ ***
John Dickie  -  "Die Freimaurer – Der mächtigste Geheimbund der Welt" ► 560 S. ◄ *****


September 2020

Luis Sepúlveda - "Der weiße Wal erzählt seine Geschichte" ► 96 S. ◄ *****
Rike Stienen  - Nachbarschaftsadvent ► 220 S. ◄ ***
Melanie Benjamin  - Die Königin des Ritz ► 384 S. ◄ *****
Jane Linfoot  - "Ein verschneites Weihnachtsfest in Cornwall" ► 464 S. ◄ ****,5
Karen Schaler  "Das wunderbare Weihnachtshotel"  ► 400 S. ◄ *****
Susanna Leonard - "Madame Curie und die Kraft zu träumen" ► 464 S. ◄ *****


August  2020

Stephanie Schuster - Die Wunderfrauen - Bd.1 ► 480 S. ◄ ***
Sophie Oliver -  Grandhotel Schwarzenberg
Der Weg des Schicksals  ►  320 S. ◄ *****
Gabriella Engelmann - "Zauberblütenzeit"  ► 320 S. ◄ *****
Claudia & Nadja Beinert  - Das Julius Spital  Bd. 2
Ärztin in stürmischen Zeiten  ►  512 S. ◄ ****

Claire Winter  - Kinder ihrer Zeit ► 576 S. ◄ *****
Heidi Swain  - "Liebe, die nach Kirschen schmeckt"  ► 512 S. ◄ ****


Juli  2020

Annette Hennig - Wenn die Sonne den Horizont küsst ► 520 S. ◄ 
Lind/Rodeit - Die Insel der vergessenen Träume ► 548 S. ◄
Paige Toon - "Dein Platz in meinem Herzen" ► 416 S. ◄ *****
Cristina Caboni - "Die Gartenvilla" ► 288 S. ◄ *****
Jando - Die Weisheit des Regenbogens ► 156 S. ◄  *****
Lisa Grunwald - Mit dir für alle Zeit ►512 S. ◄ *****  Lesehighlight
Jean Paul Didierlaurent - "Die Sehnsucht des Vorlesers" ►  abgebrochen
Alyson Richman - "Das Zimmer aus Samt" ► 448 S. ◄ *****



Juni  2020

Miriam Covi - "Träume in Meeresgrün" ► 496 S. ◄  ****.5
Nicole Winter - Die Dünenvilla ► 448 S. ◄ 3,5 *
Kiri Johansson - Das Haus am Ende des Fjords ► 480 S. ◄ ****
Rike Stienen - Nachbarschaftsliebe ► 213 S. ◄ 4,5 *



Mai  2020

Armando Lucas Correa - "Die verlorene Tochter der Sternbergs" ► 348 S. ◄  **,5

Andreas Arnold - Fionrirs Reise Bd. 1 ► 337 S. ◄ *****
Andreas Arnold - Fionrirs Reise Bd. 2 ► 300 S. ◄ *****
Andreas Arnold - Fionrirs Reise Bd. 3 ► 347 S. ◄ *****

Debbie Johnson - "Cafeglück am Meer" ►  352 S. ◄ ***,5
Sophie Benedict - "Grace und die Anmut der Liebe" ► 400 S. ◄ 4 ****
Viola Shipman - "Im Garten deiner Sehnsucht" ►  ***** ◄
Claudia & Nadja Beinert - "Das Julius-Spital - Ärztin aus Leidenschaft" ► 576 S. ◄ *****

April  2020

Michelle Marly - "Die Diva" ►  420 S. ◄ ****,5
Katharina Fuchs - "Neuleben" ► 480 S. ◄ *****
Ronald H. Balson - "Ada, das Mädchen aus Berlin" ► 480 S. ◄ *****
Sarah Morgan - Sommerzauber in Paris ► 416 S.  ◄  *****
Ella Kordes - Die Gartenschwestern ► 384 S. ◄ *****
Marie Matisek - "Der Schmetterlingsgarten" ► 304 S. ◄ ****
Hanna Caspian - "Gut Greifenau - Goldsturm" ► 576 S. ◄ ****
Jenny Colgan - Wo das Glück zu Hause ist ► 448 S. ◄ *****
Jane Linfoot - "Die kleine Traumküche in Cornwall"  ► 448 S. ◄ ***


März  2020
Anke Petersen
"Hotel Inselblick - Stürmische See Bd. 3 ► 512 S. ◄ **** 1/2
Sofia Lundberg -  Ein halbes Herz   ► 416 S. ◄ ****
Charlotte Roth - Die Königin von Berlin ► 416 S. ◄ ****
Gabriella Engelmann - "Zu wahr, um schön zu sein" ► 320 S. ◄ ***1/2
Corinna Bomann - "Sophias Hoffnung - Die Farben der Schönheit" ► 5445 S. ◄ *****


Februar  2020

Elke Schneefuss - " Die Frauen vom Alexanderplatz" ► TB 448 S. ◄ ****
Sofia Lundberg - "Das rote Adressbuch" ► Tb 352 S. ◄ *****
Emma Rous - Die Zwillinge von Summerbourne ► 464 S. ◄ ****
Rike Stienen - Verführt auf Guernsey ► 231 S. ◄ *****

Januar  2020

Karen White Beatriz Williams Lauren Willig - Das Herz des Ozeans
TB     544  S.   Blanvalet   *****
Tania Schlie || Die Spur des Medaillons
TB: 464 Seiten   -  Verlag: MIRA Taschenbuch  *****
Bettina Storks - "Leas Spuren" ► TB 464 S. ◄ *****
Mandy Baggot - "Winterzauber im Central Park" ► TB 480 S. ◄ ****

Samstag, 28. Dezember 2019

Der kleine Strickladen in den Highlands ~ Susanne Oswald

Schottland im Herbst,
ein altes Fotoalbum,
Familiengeheimnisse und
die große Liebe

Eisige Winde fegen über den Loch Lomond, und die Hügel der Highlands glühen in den Farben des Herbstes. Erst seit Kurzem weiß Maighread, dass in dieser zauberhaften Landschaft ihre Wurzeln liegen, denn hier lebt ihre Großmutter. Eigentlich würde sich Maighread seit der Trennung von ihrem Freund am liebsten mit ihrem Strickzeug vor dem Kamin in einen Sessel kuscheln und die Welt vergessen. Doch vielleicht ist ein Ausflug in die Vergangenheit ihrer Familie genau die Ablenkung, die sie jetzt braucht.
Das Buch enthält 3 Original-Strickanleitungen mit Wolle von den West Yorkshire Spinners!


Susanne Oswald || Der kleine Strickladen in den Highlands
TB 304 S.  || MIRA TB  Auflage: 1 (8. November 2019)
ISBN-13: 978-3745700442
€ 10,00  ||  Gelesen 12/2019

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Der neue Roman von der Autorin Susanne Oswald spielt in den Highlands. In dem Ort Kilmarnock lebt die Mutter von Maighread. Hierhin war diese geflüchtet, nachdem sie in Edinburgh ihr "altes" Leben hinter sich lassen musste. Vom Freund abserviert, ohne Job und Wohnung. Denn Dylan hatte sie gebeten, schnellstmöglich aus seiner auszuziehen. Nun war sie hier, mit iher Hündin Molly.
Mutter und Tochter waren nun dabei, endlich mal den Dachboden zu entrümpeln. Dabei findet sich ein Album mit Bildern eines Ehepaares, die Maighread zwar nicht persönlich kannte, aber ihr doch irgendwie vertraut vorkamen. Auf Nachfrage ist es wie ein Schranke, die bei der Mutter geschlossen wurde.
Der zweite Protagonist ist Joshua. Er lebt ebenfalls in den Highlands. In diese Gegend nunmehr war Meaghread unterwegs, nachdem sie von ihrer Mutter einen Teil der Geschichte erfahren hatte. Dass die Großeltern noch lebten, aber die Mutter hatte sich mit ihnen überworfen. Wut und Enttäuschung hatte sie mit auf die Reise zu dem Ort gemacht, an dem die Großeltern wohnen sollten.
In wechselnden Kapiteln der beiden Protagonisten wird die Geschichte erzählt. War es Fügung, dass Joshua Maighread inmitten des Unwetters "rettet"? Trotz aller Hindernisse entschließt diese sich hierzubleiben. Und da ist ja noch ihre Leidenschaft, ihr Hobby, das Stricken. Wo würde es besser hinpassen als hier? So ist es nicht verwunderlich, dass der Leser Informationen über Wolle und ihrer Herkunft erfährt. Denn nicht jede Schafrasse gleicht der anderen. Das Stricken hilft ihr mit der ersten Ablehnung der Großmutter fertig zu werden. Leider war der Großvater schon verstorben.
Doch sie gibt nicht auf, denn eine Versöhnung aller ist ihr Weg. Es bleibt nicht aus, dass sie dort in den Highlands neue Freunde findet und einen neuen Job. Die Charaktere sind gut aufgestellt. Aber auch die Nebencharaktere, davon bleiben einige schon in Erinnerung. Auch die Umgebung, man fühlt sich dort gleich irgendwie angekommen.
Für mich sind Romane, bei denen es um Familiengeheimnisse geht, ja schon immer etwas, was ich lesen muss!
Der Roman hat eine besondere Wohlfühlatmosphäre. Und ja auch die Romantik hat einen gewissen Platz.
Ganz zum Schluss finden sich noch drei Strickanleitungen, sei es für einen Schal oder Stulpen. Die Anleitungen sind gut beschrieben, für den Strickfan top nachzuarbeiten. Meine Strickphase habe ich leider vor langer Zeit aufgegeben. Die Finger machen es nicht mehr so mit.
Fakt ist, dass ich mich sehr wohlgefühlt habe beim Lesen des Romans "Der kleine Strickladen in den Highlands".  Wer einfach mal abschalten will und sich gedanklich in diese Gegend Schottlands versetzt, ist hier bestens bedient. Irgendwie liegt ein besonderer Zauber über diese Landschaft. Ich kann daher den Roman nur empfehlen
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  4,5 Lesegenuss-Bücher


Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag  Mira TB / HarperCollins
Vielen Dank an  den Verlag für das Rezensionsexemplar

Ein absoluter Wohlfühlroman

Freitag, 20. Dezember 2019

░ Weihnachtsferien - Blogpause ░

Liebe BlogleserInnen,

wie schnell doch wieder das Jahr sich dem Ende neigt.  Und man stellt fest, viele Dinge die man sich vorgenommen hatte, sind doch einfach ins Hintertreffen geraten.
Davon bin ich nicht ausgenommen.
Bei mir ist es halt die persönliche Situation um meine Mutter, die mich seit Monaten ziemlich arg beschäftigt, nicht immer zum positiven für meine Person. Einer nahestehenden Person begreiflich zu machen, dass der gesundheitliche Zustand eine wohnliche Änderung erfordert, schwierig. Nein, ich muss sagen, äußerst schwierig. Das ist dann wohl die Alterssturheit. Aber hinzu kommt auch bei ihr, dass sie seit mehr als 70 Jahren dort wohnt. Und alte Bäume zu verpflanzen, nun ja. Für mich/uns wäre es handlicher, sie in der Nähe zu haben. So sind es immer Tage, die ich außer Haus bin, gut 300 km von uns entfernt um sich zu kümmern. Das zerrt …

Mehr denn je habe ich auch in diesem Jahr festgestellt, nicht nur aufgrund der DSGVO, wie sehr sich die Bloggerwelt verändert hat. Und das nicht immer zum positiven. Viele Blogs, denen man gefolgt ist und auch gern gelesen hat, haben ihren Betrieb vorübergehend "eingestellt" und sind noch nicht zum Leben erwacht.
Dass die Kommunikation mehr denn je über Facebook oder Instagram abläuft, finde ich sehr schade.
Ebenso das Nichtbeachten von einigen Autoren, deren Bücher man gelesen und rezensiert hat.  da wird es  entweder überlesen oder ignoriert. Ich spreche jetzt eigentlich nur von mir. Denn im Gegensatz zu top Blogs da kriegen sie den Mund auf.
Doch auch hier muss ich sagen, gibt es die Ausnahmen. Und den Autorinnen danke ich für ihre Treue mir gegenüber als Blogger♥
Normalerweise bin ich ein Mensch, der über so etwas die Klappe hält. Aber das geht nicht immer.
Von daher werde ich mehr denn je im kommenden Jahr nur noch auf das konzentrieren, was mir Freude macht.

Es wird nicht ganz ruhig werden hier die kommende Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel. Derzeit habe ich noch ein paar Rezensionen offen, die geschrieben werden müssen. Dann hat sich ab 1. Oktober unser Leben wieder neu gestaltet, seit Boomer bei uns eingezogen ist.
Wenn man gut eineinhalb Jahre ohne Hund war, ja da ändert sich wieder was. Denn ein Tier braucht seine Aufmerksamkeit.  Für uns heißt es, dass wir zwei Mal in der Woche mit ihm zur Hundespielstunde fahren und noch vieles andere mehr.


Ich hoffe meine Motivation für mehr Bloggen kommt irgendwann mal wieder. Aber ansonsten wird es halt weiter nicht so die intensiven Blogposts geben.

So  wünsche ich euch zum Weihnachtsfeste
von dem Besten nur das Beste,
Geschenke, Schnee und Kerzenschein,
gemütlich soll es an Weihnachten sein.

Fröhliche Weihnachten
und ein gutes neues Jahr


Mittwoch, 11. Dezember 2019

Sehnsucht nach St. Kilda ~ Isabel Morland (Rezension)

Heimat am Ende der Welt:
Eine große Liebe und die bewegende Geschichte der Hebriden-Insel St. Kilda

St. Kilda, 1930. Nach einem harten Winter stehen die letzten Bewohner der einsamsten und abgelegensten Insel Großbritanniens vor einer dramatischen Entscheidung. Unter ihnen befindet sich auch die kleine Annie, die nicht ahnt, dass die Welt, wie sie sie kennt, bald für immer verschwinden wird.
Viele Jahrzehnte später betritt Annies Enkelin Rachel das erste Mal die Insel, die einst die Heimat ihrer Großmutter war. Eigentlich hatte sie ihren schottischen Wurzeln für immer abgeschworen, doch ihre Situation als alleinerziehende Mutter zwingt sie dazu, sich neu zu orientieren, ein Schritt, der ihr Leben verändern wird.

Isabel Morland || Sehnsucht nach St. Kilda
Knaur TB, 400 S.
ISBN-13: 978-3426524220
€ 9,99 || Buchkauf || Gelesen 12/2019

Buchanfang:
An dem Tag, an dem die Welt der kleinen Annie McViccar zerbrach, schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel.

Mein Leseeindruck:
"Sehnsucht nach St. Kilda" ist nicht nur eine Geschichte über eine Liebe, die Jahrzehnte überdauert, sondern auch die der Bewohner Hirta von St. Kilda, einer abgeschiedenen Insel vor Schottland, die im August 1930 evakuiert wurden. Die wenigen Bewohner konnten sich nicht mehr genügend allein versorgen und die Not war groß. Nach gut fünftausend Jahren ging eine Ära zu Ende. Das dieser Ort heute noch erhalten wird, verdankt die Welt dem National Trust for Scotland.
Die Handlung rund um die Personen des Romans sind fiktiv, nicht aber die Evakuierung von St. Kilda.
Acht Jahre ist Annie im Jahr 1930, als sie mit ihrer Familie und den anderen Bewohnern Abschied nehmen muss von ihrer Heimat. Mit dem zehnjährigen Finley verbindet sie eine enge Freundschaft. Zum Zeichen dieser und dass sie wiederkehren, wenn es ihnen nicht auf dem Festland gefällt, lassen sie einen Schatz, eine Dose mit einem geschnitzten Holzvogel, gut versteckt auf St. Kilda.
London im Jahr 2005. Hier lebt die alleinerziehende Rachel mit ihrem siebenjährigen Sohn Sam. Sie hat drei Jobs, um das Leben bestreiten zu können. Vor sechs Jahren war ihr Mann Josh ganz plötzlich verstorben. Ihr Leben war nicht leicht und dann verliert sie auch noch ihren Hauptjob. Letztendlich nimmt sie ihren Mut zusammen und schreibt an ihre Großmutter Annie. Es war nicht das was sie wollte, aber sie zieht mit Sam zu ihr. Der Junge lebt sich schnell ein, Rachel hilft Annie so gut es geht im Tearoom, immer stets auf der Suche nach einem Job. Das erhält sie ziemlich schnell. Sie kann für einige Wochen als Köchin auf St. Kilda arbeiten. Dort findet jährlich ein Workshop für defn NTS statt. Dieses dient zum Erhalt. Allerdings heißt es für Rachel auch, die Zeit ohne Sam, der bei seiner Granny bleibt. Die Geschichte wechselt in Gegenwart und Vergangenheit. Dies geschieht in wunderbarer Harmonie.
St. Kilda und seine Geschichte. Es ist fantastisch, wie hier die Autorin den Leser einen Ort nahe bringt. Man spürt förmlich die Aura der Insel, des Ortes, die Lebendigkeit aber auch die tragischen Momente. Und diese Insel bringt den Menschen zum Nachdenken, über sich und sein Leben.
Die beiden Protagonistinnen, Annie und Rachel, besser kann man sie nicht darstellen ♥ Berührend wie sehr Rachel bemüht ist, den versteckten "Schatz" ihrer Großmutter zu finden. Berührend, wie viele Jahrzehnte vergehen müssen, bis sich zwei wiederfinden. Auch wenn das Glück nur von kurzer Dauer währt.
"Sehnsucht nach St. Kilda" ist für mich der berührendste Teil der Hebriden-Romane von Isabel Morland.
"Sehnsucht nach St. Kilda", der kurze Infotext zeigt nicht auf, was für ein Juwel sich hier verbirgt. Ein vielschichtiges Buch, getragen durch die Rückblenden, aber vor allem durch den Sprachschatz, die gewählten Worte der Autorin. Es ist ein Buch, das einen nicht los lässt. Von daher verzichte ich auf mehr Einzelheiten zum Inhalt.
Meine absolute Leseempfehlung
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  5 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag  Knaur TB

Top Leseempfehlung - berührend, fesselnd, gefühlvoll ...

Freitag, 6. Dezember 2019

Der Duft der weiten Welt - Speicherstadt-Saga von Fenja Lüders

Europas Tor zur Welt,
eine junge Kaufmannstochter
und der verführerische
Duft von Kaffee


Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide wissen, dass sie als Frau das Geschäft nicht übernehmen kann, und einen männlichen Erben gibt es nicht. Während Mina davon träumt, mit ihrem Jugendfreund Edo nach New York auszuwandern, hat ihr Vater andere Pläne für sie. Mina muss sich entscheiden: zwischen Pflicht und Freiheit, Liebe und Familie …
Auftakt der großen Familiensaga vor der farbenprächtigen Kulisse der Hamburger Speicherstadt
Kurzbeschreibung lt. Verlag

Fenja Lüders  || Der Duft der weiten Welt
Speicherstadt-Saga || Broschiert 320 S.
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: 3. Aufl. 2019 (31. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3431041255
€ 12,90 || Gelesen Nov./Dezember 2019
Dieses Buch wurde mir empfohlen.

Mein Leseeindruck:

Man schreibt das Jahr 1912. Handlungsort ist Hamburg. Dort leben die Schwestern Mina und Agnes mit ihrem Vater Karl Deharde bei der Großmutter im Stadtteil Harvestehude. Der Vater leitet den Kaffeekontor in der Speicherstadt. Mina steht kurz vor ihrem Schulabschluss und will danach noch weiter lernen und Abitur machen. Doch das von ihr gewünschte Leben zu studieren, für Frauen der damaligen Zeit fast unmöglich. So oft es ihr möglich ist, besucht sie den Vater im Kontor. Dies ist eine Männerwelt, wo keine Frauen arbeiten. Dort freundet sie sich mit dem jungen Kontoristen Edo an. Für Mina ein Schock als sie erfährt, dass sie nach der Schule in ein Mädchenpensionat muss. Beschlossen von der Großmutter und der Vater hatte sich nicht dagegen setzen können. Ihre Mutter war schon verstorben. Und es braucht einen Ehemann, der das Kontor übernimmt, denn eine Frau konnte das nicht. Ein männlicher Erbe war nicht vorhanden.
"Der Duft der weiten Welt" ist der Auftaktband zur Speicherstadt-Saga. Der Prolog beginnt 1948. Hier nimmt Mina Abschied von der Vergangenheit. Was genau und warum das so ist bleibt offen. Und so geht es zurück in die Zeit von 1912/13.
Die einzelnen Charaktere sind gut aufgestellt. Angefangen von der Großmutter, die sich eben so verhält wie man es von einer Dame der Gesellschaft erwartet. Neumodisches Denken hat bei ihr keine Chance. Der Vater der beiden Schwestern denkt zwar weiter voraus. Allerdings sind die Schwierigkeiten, die Stellung der Frau, streng reglementiert und nicht jeder kann mit dem modischen Denken umgehen. Dann ist da Edo, der im Kontor des Vaters arbeitet. In ihn hat sich Mina verliebt. Dieser will nach Amerika auswandern und sie mitnehmen. Eine äußerst unsympathische Person tritt in die Handlung ein. Leutnant Frederik Lohmeyer, Sohn eines Kaffeeplantagenbesitzers. Er hat das Pech, der Zweitgeborene zu sein.
Man konnte dem Handlungsverlauf gut folgen. Beschreibungen runden das Bild ab. Das Leben vor gut einhundert Jahren, wie hat sich doch die Zeit geändert. Vieles zum positiven, manches noch immer verbesserungswürdig. Der geschichtliche Hintergrund ist gut mit der Handlung verstrickt.
Das Cover gibt einen Blick auf die Speicherstadt-Gebäude und eine Frau mit Kleidung der damaligen Zeit. Obwohl ich bezweifle, dass Frauen ohne weitere Oberbekleidung als nur der Bluse auf der Straße anzutreffen waren.
Die Autorin Fenja Lüders erzählt diese Geschichte in einem angenehmen Schreibstil.  Der Auftaktband der Trilogie hat sich gut lesen lassen. Im Sommer 2020 erscheint Band Zwei und dann recht zügig im Herbst der Abschlussband.
Die darauffolgenden Jahre von Band Eins liefern geschichtlich sicherlich viel Stoff, allein durch die zwei Weltkriege. Man darf schon gespannt sein.
So ist es für mich ein gut gelungener historischer Roman.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  4 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag  Bastei Lübbe
Vielen Dank an  den Verlag für das Rezensionsexemplar

Eine Familiengeschichte mit historischem Hintergrund

Dienstag, 3. Dezember 2019

Das Erbe ~ Ellen Sandberg

Dinge, die uns nicht gehören.
Vergangenheit, der wir nicht entkommen.


Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.
München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …


Ellen Sandberg | "Das Erbe || Brosch., 512 S.
Penguin Verlag (28. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3328104025 || € 15,00
Gelesen November 2019

Die Vergangenheit stirbt nie.
Und sie wird auch niemand vergangen sein.

William Faulkner

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Berlin im September 2018. Der Tag, an dem ein Brief das Leben von Mona verändern wird. Vor zwei Jahren war sie von München in die Hauptstadt gezogen. Über zehn Jahre hatte sie mit ihrem Freund Bernd eine Fernbeziehung geführt. Nun arbeitete sie in seinem Architekturbüro. Der Brief war vom Nachlassgericht München. Tante Klara, wie Mona sie nur gekannt hatte, eine entfernte Verwandte ihrer Mutter, war mit vierundneunzig Jahren verstorben. Mona musste nach München. Das Schwanenhaus, wie der Steuerberater der Tante erklärte, und diese dort ein Leben lang gewohnt hatte. Heutzutage war es ein Vermögen wert und sie, Mona, war Alleinerbin. Sie war reich, es war mehr als nur ein Lottogewinn.
Die zweite Persönlichkeit ist Klara und ihre Geschichte beginnt im Sommer 1938. Ihre Familie wohnte zur Miete bei dem jüdischen Unternehmer Roth. Ihm gehörte das Schwanenhaus. Dort wird Klara Zeuge eines Gesprächs zwischen den beiden Herren. Nichts darf nach außen, denn die Familie Roth will auswandern. Wer die dunkle Seite der damaligen Zeit kennt, weiß wie schwierig die Umstände waren. Nicht nur dass, es ging auch darum, dass das damalige Regime die jüdischen Mitbürger enteigneten.
Der vorliegende Roman spielt in der Gegenwart und Vergangenheit. Somit ist es wieder ein Buch #gegendasVergessen
Dann ist da noch Sabine, die in Hamburg lebt und gerade den Umzug der Oma in ein Pflegeheim organisiert. Dabei findet sie beim Räumen ein Heft, woraufhin ihre Oma total aufgelöst immer davon spricht, dass sie das mit ins Grab legen solle. Es dürfe niemand lesen.
Die Idee für den Roman über die damalige Zeit nicht neu, und dennoch findet sich hier eine Geschichte wieder, die mich wirklich interessierte. Durch die Gestaltung der Kapitel, dem Erzählen der einzelnen Frauen kann man schon eine Lesepause machen. Doch einmal eingetaucht in den Roman von Ellen Sandberg ist es nicht leicht zu unterbrechen.
Dass damals etwas mit dem Verkauf/Kauf des Hauses nicht mit rechten Dingen zuging, war wohl kein Einzelfall. Mit dem was Mona erfährt, wird sie wankelmütig. Ob es so recht ist? Und dann erfährt sie, dass es da Nachfahren von Jakob Roth gibt.
Im Laufe der Handlung fügen sich die einzelnen Erzählstränge zusammen, jede für sich interessant als auch tragisch. In der Gegenwart sind es Mona und Sabine, zwei so unterschiedliche Frauen, die hier die Autorin geschaffen hat. Jede kennenzulernen, ihre Eigenschaften, ihr Handeln und Tun, war aufschlussreich.
Die Geschichte der Familien und dem Schwanenhaus, sicherlich kein Einzelfall. Was ist Wahrheit und wofür lohnt es sich zu kämpfen? Kann man heute noch Gerechtigkeit herstellen? Es sind ínzwischen Jahrzehnte vergangen seit der damaligen Zeit und nur noch wenige Zeitzeugen können hiervon erzählen. Wenn sie es denn können.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Ein Buch, was auch für die jüngere Generation, gerade in der heutigen Zeit, wichtig ist. Meine Leseempfehlung für die Geschichte!
5 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag  Penguin Verlag
Danke an das Bloggerportal und dem Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!


Ein Stück Zeitgeschichte - interessant verpackt und berührend