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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Freitag, 29. März 2013

Freitags-Füller # 209 – Frohe Ostern und etwas Gemixtes


Freitags-Füller # 209
Heute bin ich wirklich spät dran ... warum, dass könnt Ihr morgen lesen.

Wie immer könnt Ihr bei dem Freitags-Füller mitmachen, alles kostenlos :-)
Näheres erfahrt Ihr bei Hier

1. Kann man eigentlich oder muss ich eigentlich immer so funktionieren wie andere das wollen?.
2.  Hier fällt mir doch echt nichts zu ein ... in der Mitte.
3.  Der Osterhase ist mir einfach schon wieder alles zu kommerziell.
4.  Gibt es bei jedem von euch heute am Karfreitag Fisch?
5.  Als nächstes muss ich mich vom PC lösen, denn sonst wird meine ToDo-Liste noch länger .
6. Ich liebe  Schmorgurken gefüllt mit Hack .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf weiß ich noch nicht , morgen habe ich den ganzen Tag unser Enkelkind, also nichts geplant und Sonntag möchte ich SONNE !


Morgen macht die Blogtour - siehe  rechts - bei mir Halt - also verpaßt den Post nicht.

Mal schaun, wann ich eine bestimmte Zahl erreicht habe, einige Bücher suchen ein neues Zuhause.
Also Verschenkaktion ist angesagt.
Die Blogvorstellungen werden auch weitergehen. Es hat mir viel Spass gemacht. Außerdem gibt es bald eine neue Rubrik ***
Ach ja, und bei allem natürlich das Lesen nicht vergessen. Allerdings hat bei mir das Privatleben oberste Priorität.

Ich wünsche euch allen ein paar wunderbare Ostertage - auch wenn jedermann - mich eingeschlossen - über das Wetter jammert. Mal ehrlich, was haben die Leute vor vielen Jahrzehnten gemacht, wo es auch schon dieses Wetter gegeben hat. Das Wort Erderwärmung, Klima usw. ich kann es bald nicht mehr hören.

FROHE OSTERN


Donnerstag, 28. März 2013

(Rezension) In dieser ganz besonderen Nacht - Nicole C. Vosseler






Nicole C. Vosseler
In dieser ganz besonderen Nacht
€ 18,99
Gebundene Ausgabe
576 Seiten
Verlag: cbj (25. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570155349
Vom Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 12 Jahren






Quelle - Cover / Infos - Verlag



Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Eine hinreißend romantische Geistergeschichte vor der beeindruckenden Kulisse San Franciscos

Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber, die in einer deutschen Kleinstadt gelebt hat, nach San Francisco ziehen – zu ihrem Vater, den sie kaum kennt. Sie fühlt sich einsam und verlassen. Eines Abends begegnet sie dort in einem leer stehenden Haus Nathaniel, einem seltsam gekleideten Jungen. Er scheint der Einzige zu sein, der sie versteht. Aber er bleibt merkwürdig auf Distanz. Als Amber den Grund dafür erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg: Nathaniel stammt aus einer anderen Zeit und die beiden können niemals zusammenkommen. Doch in einer ganz besonderen Nacht versuchen die beiden das Unmögliche …

Zur Website der Autorin
www.nicole-vosseler.de

Vita:
Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“ und „Der Himmel über Darjeeling“ feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit knapp zweitausend Büchern unter einem Dach.

Statement:
Nach dem Verlust ihrer Mutter, die vor kurzem an Krebs verstorben war, folgt nun ein weiterer, wie Amber meint, schlimmer Einschnitt in ihrem Leben. Ihr Vater, Amerikaner, nimmt sie mit in die USA. Ihre neue Heimat wird San Francisco. Das bedeutet den Verlust ihrer Freunde, ihres Freundes, der Großeltern, der vertrauten Umgebung, einfach alles.
Amber kannte ihren Vater kaum und im Buch nennt sie ihn Ted.
Für viele ein Traum, raus in die weite Welt.
Doch wie erlebt, verarbeitet ein junges Mädchen dieses Trauma, den Verlust von geliebten Menschen? Amber staunt nicht schlecht, als sie in der Wohnung von Ted eine ganze Bildergalerie von sich und ihrer Mutter vorfindet. Doch die Gefühle, die hier wohl aufkommen sollten, dringen nicht durch ihre Hülle ins Innere. Ihr Vater hatte sie immer geliebt, sie und die Mutter. Doch sie kannte es nicht, diese Vaterliebe.
Die Großeltern hatten ein Übriges dazugetan, denn nie hatten sie diese vermeintliche Liebe mit den Folgen (Amber) akzeptiert. Für sie war Ted ein Fremdköärper, der die Tochter mit einem Babny hatte sitzen lassen. Und nun nahm er ihnen auch noch das Enkelkind.
Doch war dem wirklich so?
Nicht umsonst besaßen beide Elternteile von Amber das Sorgerecht.
Zitat S. 129: Dann hatte Mam ein paarmal schwer durchgeatmet. Unser Mädchen wird dich bald brauchenm, Ted. Ich weiß noch gar nicht, wie ich’s ihr sagen soll ...“

Amber macht es sich selbst nicht einfach in San Francisco, zu sehr ist sie verletzt. In der neuen Schule findet sie zwar recht schnell Anschluss, ihr Vater bemüht sich intensiv um sie, was oft sehr schwierig ist aufgrund seines Berufes.
Durch nicht besonders gute Umstände gelangt Amber eines Tages in ein scheinbar verlassenes Haus. Sie spürt, dass hier etwas anders ist, eine Verbindung zwischen ihr und dem Haus baut sich sofort auf. Es stellt sich heraus, dass sich noch jemand hier drinnen aufhält – Nathaniel. Es hat den Anschein, dass Amber hier ihren Frieden findet. Diese besondere Atmosphäre, der besondere so anders wirkende Junge, und so schafft Amber sich ihren eigenen Rückzugsort.
Zitat S. 157: „Dieser Blick. Es war dieser Blick, mit dem sie mich angesehen hatten. Genauso hatte mich Nathaniel angeschaut, als wir uns zum ersten Mal begegnet waren, und ich zitterte noch heftiger. – Ich sehe tote Menschen.“

Dann wäre da noch Matt,  scheinbar ein durchgeknallter Typ. Wie sich im Laufe der Geschichte herausstellen wird, verbindet Amber und ihn etwas.
„In dieser ganz besonderen Nacht“ wird aus der Sicht von Amber erzählt, wobei die Geschichte immer wieder durch die Gedanken von Nathaniel unterbrochen wird.
Die Charaktere sind alle einfach wunderbar, so unterschiedlich und doch fühlbar beschrieben. Die einzelnen Hintergründe zu ihrer Vergangenheit sind gut erklärt, nachvollziehbar und dennoch gleitet die Geschichte nicht zu tief in einen unsichtbaren Schlund.
Gekonnt hat die Autorin dem Leser das Gefühl vermittelt, sich in San Francisco aufzuhalten. Detaillierte Beschreibungen führen den Leser Step by Step durch die Handlung, durch die Straßen von San Francisco. Man hat einfach immer das Gefühl, mitten in Geschehen dabei zu sein.

„In dieser ganz besonderen Nacht“ eine traurige, aber doch wiederum sehr, sehr gelungene Geschichte. Es zieht einen in den Bann und man kann sich dem kaum entziehen. Eine Lesereise, die ich so was von genossen habe (wenn ich jetzt Herzchen machen könnte, würden die hier jetzt stehen!)


Ich vergebe fünf Lesegenuss-Bücher.

Vielen Dank an den Verlag für dieses tolle Leseexemplar.

(Rezension) Die Time Catcher - Richard Ungar





Richard Ungar
Die Time Catcher
€ 14,99
Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: cbj (25. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570155745
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 
Ab 11 Jahren







Quelle - Cover / Infos - Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Es ist Zeit für neue Helden!

Durch die Zeit zu reisen, um unbezahlbare Objekte aus der Vergangenheit zu klauen, ist das Größte – solange nicht ein anderer Time Catcher versucht, einem die Beute abzujagen sowie die beste Freundin auszuspannen und der eigene Boss plant, Kinder zu kidnappen, um sein florierendes Diebesunternehmen auszubauen. Mehr als ein Grund für Caleb über Flucht nachzudenken. Bloß ist kein Ort der Welt – in Vergangenheit und Zukunft – sicher vor den Schergen des Boss’. Und Abtrünnigen droht die härteste Strafe von allen. Wird Caleb alles riskieren, um in der Zukunft zu landen, die er sich erträumt?

Statement:
„Edles für die Ewigkeit“
Zitat S. 9: Mein Herz setzt einen Schlag aus. Ich frage mich, wie sich der Junge jetzt fühlt. Bestimmt sicher und geborgen. Das muss wundervoll sein.  ... Zu wissen, dass man einer richtigen Familie angehört.“
Gedanken von Calep, einem 13 Jahre alten Jungen, Vollwaise und letztendlich ein Zeitreisender. Doch Caleb ist mehr, er ist ein zeitreisender Dieb. Seine „Familie“ war jetzt der „Onkel“, der Calep und noch ein paar andere Kinder adoptiert hatte. Der Onkel war auch der Lehrer, nannte sich nunmehr Boss. Und seit geraumer Zeit hatte sich dieser sehr verändert, negativ.
„Die Time Catcher“, geschrieben in der Ich-Perspektive von Caleb, ein Zeitreiseroman. Nun, ich hatte schon in der Richtung Bücher gelesen und war sehr gespannt auf diesen Roman.
Die Handlung beginnt im Jahre 2060, und es gibt gleich einen Vorgeschmack auf das, was den Leser noch erwartet. Die Zeitreisenden, es ist ja nicht nur Caleb, da wäre noch Abbie, mit der er ein Team bildet, Raoul, Lydia, Mario ... Diese Jugendlichen reisen in die Vergangenheit und Zukunft, um Kostbarkeiten zu stehlen. Einzelne jetzt aufzuführen, einfach zu schade, denn das Drumherum um die Objekte war sehr interessant zu lesen.
Obwohl die Handlung an Spannung gut durchzogen ist, allerdings, war es auch nicht ganz so außergewöhhnlich.
Die Charaktere sind allesamt sympathisch, auch wenn der erste Blick manchmal trübt.
Von der Handlung zeigt sich der Hintergrund ab der Mitte und so langsam kommt Licht ins Geschehen. Wie schon geschrieben, das Buch lebt durch seine Protagonisten, denen der Autor Richard Unter mit seinem schönen Schreibstil Lebendigkeit gegeben hat.
Es sind manchmal die kleinen Geheimnisse, die dazu beitragen, eine Geschichte gut werden zu lassen. Jede Charaktere wächst und verändert sich. Etliches hätte in der Handlung meiner Meinung nach jedoch gekürzt werden können, manches war einfach zu lang gezogen, langatmig, doch das ist kein großer Kritikpunkt.
„Die Time Catcher“, ein Jugendbuch, welches sich gut lesen lässt, sicher aber für das vom Verlag empfohlene Lesealter. Für jung gebliebene Erwachsene, die diese Art von Genre liest, eventuell etwas zu flach.
Fazit:
Das Buchcover springt sofort ins Auge des Betrachters, ebenfalls der Titel.
Ich gebe meine Leseempfehlung, denn „Die Time Catcher“ ist ein spannendes Jugendbuch mit kleinen Mankos. Aber das ist nur mein Empfinden. Die jüngeren Leser dürfte dieses nicht stören.

(Rezension) Eigtheen Moons - Eine grenzenlose Liebe


Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.



Kami Garcia
Margaret Stohl
Eigtheen Moons
Eine grenzenlose Liebe
18,99
Gebundene Ausgabe
512 Seiten
Verlag: cbj (22. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570154724
Vom Hersteller empfohlenes Alter
Ab 12 Jahren
Originaltitel: Beautiful Chaos


Quelle Cover und Infos = Verlag cbj


Kurzinfo:
Manche Entscheidungen sind schwierig. Andere können dich das Leben kosten ...
»Dieser Sommer hatte alles verändert. Und auch wenn die Leute in Gatlin es nicht hören wollten: Die Veränderungen waren überall spürbar, sowohl in der normalen, als auch in der Caster-Welt …«

Seit Lena sich an ihrem siebzehnten Mond selbst berufen hat, Licht und Dunkel zugleich zu sein, ist die Welt aus den Fugen geraten. Eine nie gekannte Hitzewelle drückt Gatlin nieder, gewaltige Stürme ziehen übers Land, und alles erscheint im Umbruch begriffen. Dennoch ist Ethan glücklich, denn er hat Lena wieder, und ihre Liebe wächst von Tag zu Tag. Doch in seinen Träumen wird er von einem geheimnisvollen Wesen verfolgt, dessen Natur weder er noch seine Caster-Freunde kennen. Je weiter Ethan sein Geheimnis entschlüsselt, desto klarer wird ihm: Diesmal ist er es, von dessen Handeln das Geschick der Welt abhängt. Und diesmal ist es eine Entscheidung über Leben oder Tod …Manche Entscheidungen sind schwierig. Andere können dich das Leben kosten ...

Vita:
Kami Garcia und Margaret Stohl kam die Idee zu „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ während eines gemeinsamen Essens. Auf eine Papierserviette kritzelten sie ihre Gedanken zu einem Roman, der sie beide begeistern würde, und begannen zu schreiben. Die Sixteen-Moons-Bücher wurden ein weltweiter Erfolg und inzwischen auch verfilmt. Beide Autorinnen leben mit ihren Familien im kalifornischen Los Angeles. Mittlerweile schreiben sie nicht mehr auf Papierservietten, sondern auf Computern.


Statement:


Mit einem traumhaft, farblich gut abgestimmten Cover hält der Leser nunmehr den dritten Band aus der Reihe Sixteen Moons in der Hand. Vertraute Personen und Rückblicke in die ersten beiden Bände, es ist fast wie ein nach Hause kommen. Ethan und Lena, eine Liebe, die durch Trennung noch stärker geworden ist als zuvor.
„Eigtheen Moons – Eine grenzenlose Liebe“, ist wieder mal ein Buch, dem man nur bedingt eine Leseunterbrechung schenkt.
Ethan und Lena, es sieht aus, als ob die Dinge normal laufen, ihre Beziehung, ihre Probleme. Die Charaktere Ethan wächst in der Handlung, nimmt sich ihren persönlichen Raum, zeigt Gefühle. Er ist für mich die tragende vielleicht auch tragische Figur in diesem Band.
Doch Unheil sucht die Stadt Gatlin heim, Dunkles, Böses. Eine Heuschreckenplage, das Wetter, neues Chaos.
Selbst Lenas Familie, wie schon im Klappentext erwähnt, ist machtlos.
Die beiden Autorinnen haben einen gut harmonisch passenden Schreibstil gefunden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam ich aber gut in die Geschichte hinein.
„Eigtheen Moons – Eine grenzenlose Liebe“, hat alles, was ein gutes Buch ausmacht – Spannung, Gefühl, Emotionen, Kummer, Leid.
Wer nunmehr gedacht hat, es ist der letzte Band, nein ein weiterer wird folgen.
Der Schreibstil ist gut und flüssig - ich wurde positiv überrascht.
Zitat: S. 299 
"Ich war an die Höhen und Tiefen gewöhnt, die ein Leben zwischen der Welt der Caster und der Welt der Sterblichen mit sich brachte, aber zurzeit gab es nur noch Tiefen."

Fazit:
Ein Buch, welches ich gern gelesen habe und weiterempfehle.
Empfehlenswert, lesenswert, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene.
  Ich vergebe gute 4 Lesegenuss-Bücher




Mittwoch, 27. März 2013

(Rezension) Feuer der Götter - Stefanie Simon


Stefanie Simon
Feuer der Götter
€ 14,99
Taschenbuch
432 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426511985

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar!


Verlagsinfo:
Als der jungen Naave eines Tages ein waschechter  Feuerdämon gegenübersteht, gefriert ihr buchstäblich das Blut in den Adern. Denn Feuerdämonen  sind die gefährlichsten Geschöpfe der Welt, das  weiß Naave aus schmerzlicher Erfahrung – schließlich tötete eines dieser Wesen ihre Mutter.  Allerdings scheint dieser spezielle Feuerdämon  verletzt zu sein, denn er bricht vor ihren Augen bewusstlos zusammen. Äußerst widerwillig hilft sie dem Fremden, nicht ahnend, dass sie damit Ereignisse auslösen wird, die ihre Welt von Grund auf verändern werden.


Autor:
Stefanie Simon wurde im Hunsrück geboren und studierte in Frankfurt am Main Kunst. Das Interesse an klassischen Sagen und Fantasiewelten brachte sie zum Schreiben. Heute lebt sie als Malerin und Schriftstellerin in Rheinland-Pfalz.

Statement:
Royias Tag war gekommen: Er wird den Platz eines der verstorbenen vierzehn Götter einnehmen und den Jadegang gehen. Ein schlimmer Tag für seinen Gefährten, Aja, ein Axot, die Flugechse. Aja war mehr als nur ein Tier, sie war Royias Begleiter, Gefährtin, eine besondere Beziehung herrschte zwischen den beiden.
„Feuer der Götter“ entführt den Leser in eine neue, völlig andere Fantasiewelt, die Stefanie Simon erschaffen hat. Es sind nicht nur die außergewöhnlichen Namen, sondern auch die Idee, nicht auf bekannte Götter oder Welten zurückzugreifen. Sie hat etwas Neues, Eigenes geschaffen.
Aber nicht nur das ist etwas Besonderes, auch mit ihrem Schreibstil, ihrer Wortwahl, warm, geschmeidig, eben perfekt.
„Feuer der Götter“ nimmt den Leser mit auf eine Reise, und diese jetzt für mich in passenden Worten zu beschreiben, nicht ganz einfach.
Royia, der in Zukunft der neue Gott Tique, der Gott der Jagd und der Diebe heißen soll, entscheidet sich aber gegen seine Bestimmung.
Zitat S. 25
„ Geh nicht durch den Jadegang. Das Leben im Licht ist eine Lüge. Geh nicht ... geh nicht ...“
Diese Worte hämmerten im Takt der Schritte in seinem Kopf.
Und dann ist da noch Xocehe, die ihm Vater und Mutter war, die ihn aufzog, ausbildete für seine spätere Berufung, seinen Weg, der ihm vorgegeben war als Auserwählter Nachfolger eines der vierzehn Götter zu werden.
Die Wahrheit zu suchen, Zweifel ausräumen, was ist sein wahres Schicksal?
So begegnet Royia Naave, die ihn erst ablehnt, denn er ist ein Feuerdämon. Und genau so einer hat ihr die Mutter genommen. Naave, ein Stadtmensch, Royia, der Waldmensch.
Die Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten mit zu erleben bzw. zu verfolgen, ihre Reife, das hat die Autorin perfekt geschrieben.
Ich habe widerwillig Lesepausen gemacht, die sich ja ab und an nicht vermeiden lassen.
„Feuer der Götter“, eine fesselnde Handlung, eine fantastische Wohlfühlatmosphäre geht von diesem Buch aus, wobei auch die Spannung nicht zu kurz kommt, eben einfach alles stimmig!
Die Autorin hat jede Charaktere unbeschreiblich gut und lebendig beschrieben, dass man sie förmlich spüren konnte

Das Cover – allein der Blick darauf regt die Fantasie des Lesers an, absolut ein Highlight.


Fünf Lesegenuss-Bücher




(Post It 08) Rezension "Ticket ins Glück" - Elke Becker

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an die Autorin

Elke Becker
Ticket ins Glück
 € 0,99 Format: Kindle Edition Dateigröße: 482 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe
 244 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten
Keine Einschränkung
 Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00AYE0TXK
Umfang: 318 Taschenbuchseiten


Kurzinfo:

Als Alexandra ihren neuen Job verliert, ist es für ihren Verlobten Tom ein Wink des Schicksals, endlich zu heiraten und Nachwuchs in die Welt setzen. Windelwechseln und Babygeschrei passt jedoch so gar nicht in Alex' momentane Lebensplanung. Zu lange hat sie hinter Toms Karriere zurückgestanden und ihre eigenen Wünsche aus den Augen verloren.
Nach einem heftigen Streit fasst sie den verrückten Entschluss, für ein Jahr auszusteigen. In der Dominikanischen Republik will sie ihre Abenteuerlust ausleben und herausfinden, was sie sich selbst vom Leben erhofft, ob Tom tatsächlich ihr Mr. Right oder doch eher Mr. Wrong ist und wie es überhaupt weitergehen soll.
Während alle versuchen Alex von ihrem Entschluss abzubringen, entschließt sich Alex' Schwester Sabina kurzerhand mitzukommen, um ihrem chaotischen Liebesleben zu entfliehen.
Kaum sind die Schwestern angekommen, steht Alex wegen eines Missverständnisses ohne Job da. Schnell wird ihr klar, dass ein Leben unter der karibischen Sonne nicht nur tropische Cocktails, Salsa, Strand und Meer bedeutet. Als Alex kurz darauf auch noch bemerkt, dass sie schwanger ist, wird ihr Leben vollends auf den Kopf gestellt.

Weitere Bücher der Autorin:
Das Mallorca Kartell - Kriminalroman
Mallorca Schattengeschichten - Ein Kurzgeschichtenband - Gemeinschaftsprojekt mit Alex Conrad

Im Schatten des Mondlichts - Liebesroman mit Fantasyelementen - Trilogie - Das Erwachen - Die Fährte - Das Erbe - herausgegeben unter dem Namen J. J. Bidell

Statement:
„Ticket ins Glück“, in dieser kalten Jahreszeit zu lesen, brachte nicht nur die Wärme, Glücksgefühle, lang vermisste Sonnenstrahlen für einige Lesezeit ins Haus, sondern auch einen guten Frauenroman.
Irgendwann kommt FRAU an einen Punkt, wo sie merkt, es geht so nicht mehr weiter. Alex verliert just ihren Job, was für ihren Freund und Verlobten ein Wink mit dem Zaunpfahl ist, nunmehr an beider persönlicher Zukunft zu denken. Er möchte heiraten, Kinder. Doch Alex ist noch nicht soweit, denn das kann es doch noch nicht gewesen sein in ihrem Leben. Zu lange hat sie als Frau zurückgesteckt, damit Alex beruflich seinen Weg gehen konnte. Schließlich hatte sie sogar ihr Studium für ihn aufgegeben.
Was nun?
Auch im Leben ihrer Schwester läuft es derzeit nicht rund. Ihre Liebe geht den Bach hinunter, denn ihr verheirateter Liebhaber, ist nicht bereit, ihretwegen seine Familie zu verlassen.
So fassen Alex und Sabina den Entschluss, Deutschland den Rücken zu kehren, um in der Dominikanischen Republik einen Neuanfang zu starten.
Wie heißt es doch „Träume sind dafür da, um sie zu verwirklichen“. Doch ist/wird alles besser für die beiden Frauen?
Obwohl beide einen Job übers Internet gefunden haben, stellt sich vor Ort heraus, dass die Stelle nur für Sabina gilt. Alex ist auf den Boden der Realität angekommen. Weitere Schatten schweben über ihren Kopf, denn zu allem muss sie feststellen, dass sie schwanger ist.
Die Autorin Elke Becker hat mit „Ticket ins Glück“ einen scheinbar leicht lockeren Frauenroman geschrieben, der vom Titel her nur Sonnenschein, Glück pur verspricht. Doch sie hat auch hinter die Kulissen des Auswandererlebens geschaut und ihre Eindrücke mit in die  Handlung eingebaut.
Sicher lässt es sich unter der Sonne anders leben als hier in Deutschland, doch Probleme gibt es überall.
Und so kämpfen die beiden Protagonisten sich durch den Alltag, während in Deutschland die verlassenen Männer feststellen müssen, was ihnen fehlt.
Tom, dem klar wird, wie sehr er sich zum Nachteil verändert hat, und das auf Kosten seiner Beziehung zu Alex.
Sabinas verheirateter Freund, wird er es schaffen, wirklich seine Familie zu verlassen?
Es spricht viel für ein glückliches Ende, doch ... lesen Sie selbst.
Fazit:
„Ticket ins Glück“, allein das Cover läßt einen in Gedanken die Koffer packen, in den nächsten Flieger zu steigen und ab in die Sonne. Eine wunderbare Lektüre, ein guter Frauenroman, und daher gebe ich meine Leseempfehlung.

Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar :-)

Fünf Lesegenuss-Notizbücher für Ebooks

Sonntag, 24. März 2013

(Rezension) Im Zweifel Südwärts - Katarina Fischer




Katarina Fischer
Im Zweifel Südwärts
€ 8,99
Taschenbuch
432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453409835



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© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Heyne Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar


Alle Wünsche erfüllt – und jetzt?
Daphne ist 31 Jahre alt und hat eigentlich keinen Grund zu klagen. Ein toller Job, der Sommerurlaub mit Betty steht vor der Tür, und es sieht ganz so aus, als hätte sie nach unzähligen Flops in Richard endlich den Richtigen gefunden. Alles ist so, wie sie es sich immer gewünscht hat. Doch während die Vorbereitungen laufen und sich die Reisegruppe beständig vergrößert, beginnt Daphne zu zweifeln. Wenn sie wirklich alles hat, was sie immer wollte, warum fühlt es sich dann nicht so an? Und so startet die Reise im gelben VW-Bus gen Süden. An Bord: drei Freundinnen, viel Männerballast und eine Hochzeitstorte …
Vita:
Katarina Fischer wurde 1982 in Hamburg geboren. Nach zwei lehrreichen Jahren in London lebt sie seit 2006 wieder in der Hansestadt, arbeitet als Fotoredakteurin, Gelegenheits-DJ und schreibt. Mehr Katarina Fischer im Internet unter katarinafischer.blogspot.com.

Statement:
Eine seltsame Situation, die die 31-jährige Daphne gerade erlebt, Gast auf der Hochzeit der eigenen Mutter zu sein. Diese wagt mit ihren 59 Jahren nun zum zweiten Mal den Schritt in die Ehe, mit Joe, einem Ami, Beruf Archäologe. Ein Traummann!?
Geschrieben in der Ich-Perspektive von Daphne, schildert sie uns am Anfang der Geschichte ihre vergangenen Jahre, kurz umrissen, zum gelebten Leben mit und ohne Mann, bis sie Richard trifft und nach einer längeren Kennenlernphase mit ihm zusammenzieht. Und von da an ändern sich die Dinge, Aber Daphne liebt Richard. Also?
Die Katastrophe am Hochzeitstag zeigt sich in Form von kleinen Handabdrücken im Marzipandeckel der Hochzeitstorte.
Was nun? Die Torte verschwinden lassen, das geht auf keinen Fall. Ihre Mutter würde ausflippen, doch da ist ja Betty, Daphnes Ruhepool, ihre beste Freundin. Also wird kurzerhand die besagte Etage aus der Torte entfernt und im Kofferraum des Autos verstaut.
Erwähnenswert sind die Songtitel, die bei jedem Kapiteltitel mit aufgeführt werden. Musik in der Form begleitet den Leser eh durch die ganze Geschichte.
Nun heißt es aber, ab in den so lange schon geplanten und immer wieder verschobenen Urlaub. Erst war dies, dann kam Bettys Kind, hier passte es mal nicht mit Richard, die Liste war endlos.
Locker, unkompliziert und immer wieder zwischendurch findet sich ein Songtitel, ist „Im Zweifel Südwärts“ eine Geschichte, die den Leser zum Schmunzeln, bringt.
Locker vom Hocker, Baby, das wird schon.
Themen, die eine über 30-Jährige beschäftigen, Beziehung, Kinder, dazu eine Familie, allesamt wohl normal oder?
Daphnes Job und Richard, typisch Mann – zwei linke Hände im Haushalt und auch sonst, nun ja.
Drei Wochen Urlaub, nichts planen, einfach fahren, irgendwo hin. Daphne, Betty und Lucy, Männer und das Stück Torte, in einem gelben VW-Bus, auf und davon.
Allein die bildliche Vorstellung – klasse.
Nachdenklich hat mich u. a. die im
Kapitel 10 „Daphnes MixTape – Belle & Sebastian – Ease Your Feet In The Sea“, als Lucy Daphne von ihrem ersten Mal erzählt, passiert in jungen Jahren.
Zitat S. 303

„... Es ist ganz einfach: Du musst immer den Menschen lieben, nicht die Idee von eine Beziehung mit diesem Menschen. Denn sonst, wenn Dinge anders kommen, als du gedacht hast, und schlecht oder schwierig, denkst du: Es ist alles ein großer Fehler.“
Am Ende des Buches findet sich die Auflistung der Mixtapes von Daphne, Betty und Lucy.
Ti Amo :-)

Fazit:
„Im Zweifel Südwärts“, eine wunderbare Lektüre, der ich allerdings ein viel schöneres Cover verpaßt hätte.  Wirklich schade, denn irgendwie passt das gar nicht. Trotzdem ist das Buch zum Genießen, nicht mal für eben zwischendurch. Für den Leser Erinnerungen an evtl. selbst Erlebtes, von daher meine Leseempfehlung.

4,5 von 6 Lesegenuss-Bücher




Freitag, 22. März 2013

Freitags-Füller # 208




Freitags-Füller # 208

So schnell ist die Woche vergangen und es ist FREITAG :-)

Hier nun wieder der Freitags-Füller - wie immer von Barbaras Seite " LINK". 
Dort findet Ihr auch alle weiteren Informationen.

1. Die Kombination T-Shirt und Schnee, nee wirklich nicht.
2.  Manche Menschen sind wirklich überflüssig.
3.  Pizza mit Thunfisch - lecker :-).
4. Der eisige Wind ist nur ungemütlich.
5.  Ich sag besser nicht, was ich teils über andere  denke .
6.  Leckerer Tee wärmt mich bei diesem Wetter.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf ein gutes Buch , morgen habe ich ein bisschen Haushalt geplant und Sonntag möchte ich hoffentlich mal ohne Schneegestöber am Morgen aufwachen !


Habt einen schönen Freitag - wir lesen uns - mal schaun, ob es mit meinen Ideen und der Umsetzung nun langsam mal was wird.

LG Hanne

Donnerstag, 21. März 2013

Buchnachschub der letzten KW's

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Seit Ende Februar habe ich ja noch keinen neuen Post zwecks Buchnachschub eingestellt.
Das hole ich dann mal heute nach.
Bücher kommen, Bücher gehen ... Da meint man, einiges gelesen zu haben und der SuB wächst dann doch wieder :-)
Ein Buch davon habe ich ja schon gelesen und die Rezension veröffentlicht.
In den nächsten Tagen wird einiges an Posts online gehen, ich habe nämlich Urlaub - sprich Resturlaub nennt man das.

Und wie schon beim letzten Mal - ohne irgendwelche Bilder.


Amanda Hocking     Watersong - Sternenlied 
Gail Carriger  Soulless, Band 1
der nachfolgende Band schließt die Trilogie der Mythos Academy ab -
Jennifer Estep Frostherz: Mythos Academy 3  
Veronika Bicker  Optimum - Kalte Spuren
Bernd Perplies  Im Schatten des Mondkaisers
Deborah Harkness Wo die Nacht beginnt: Roman
Leonora Christina Skov Das Turmzimmer: Roman
Dagmar Hoßfeld - Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest "Meine Rezi hier"
Sarah Jio Irgendwo für immer: Roman
Aileen P. Roberts Das Land jenseits der Zeit: Elvancor 1 - Roman

Von der Autorin Christine Spindler erhielt ich das Buch "Mond aus Glas"... Es hat mich neugierig gemacht, weil auf etlichen Blogs schon darüber so toll berichtet wurde.

Mond aus Glas Mond aus Glas

Charlotte Schaefer Léonide

Viel Spass beim Stöbern.

Montag, 18. März 2013

Rezension Das Haus am Abgrund - Susanne Gerdom



Susanne Gerdom
Das Haus am Abgrud
Gebundene Ausgabe
400 Seiten
Verlag: Bloomoon; Auflage: 1. (5. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3760786667
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
€ 14,99

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar 







„Das Haus am Abgrund“ – meine Gedanken zum Buch:

„Das Haus am Abgrund“, Heathcote Manor, hinter vorgehaltener Hand erfährst du seinen richtigen Namen: „Das Haus auf den Knochen“.
Mit diesem Buch ist der Autorin Susanne Gerdom es erneut gelungen, den Leser mit einer Story, einem Mysterie-Thriller, zu verblüffen. Die Vielseitigkeit der Person erstaunt mich immer mehr.
                                                               ---
Adrian Christopher Smollett, mit seinen knapp 17 Jahren leidet er an einem unheilbaren Gehirntumor. Seit geraumer Zeit wohnt er, zusammen mit seinem Vater, von Beruf Schriftsteller, und dessen Lebengefährten Jonathan, seines Zeichen Professor, in St. Irais im sogenannten Kutscherhaus. St. Irais, für Adrian kein unbekannter Ort, hat er doch dort etliche Jahre seine Sommerferien mit den Eltern verbracht. Nunmehr lebt seine Mutter in Frankreich, nachdem sie hinter das Verhältnis ihres Mannes kam.
Adrian, Toby und Jonathan, ein scheinbar normaler Männerhaushalt. Doch für so einen zurückgezogenen Ort, seiner Bewohner, sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen ist da dieser sonderbare Junge Adrian und dann das Verhältnis der beiden schwulen Männer.
Adrian und seine Kalte Stelle, miteinander verbunden, untrennbar, unheilbar.
Denn genau dieses DING ist verantwortlich für all seine Halluzinationen, seine „Begleiter“, diesen besonderen, teils doch sehr extrem aufgesetzten Persönlichkeiten, die ihm immer wieder entgegentreten, entgleiten, diskutieren, verwirren. Und da sind nicht nur Gute dabei, fies, nicht wahr!

Mit einem Rätsel aufgebenden Prolog, dessen Schlusssatz da lautet:

„Komm zu mir, Winterkind. Flüchte dich in meine Arme. Die Welt ist böse. 
Ich liebe dich ...“

beginnt die Autorin, die Fäden ihrer Geschichte zu weben, den Leser zu umgarnen, zu locken. Flatternde Gedanken - wie die Flügelschläge eines  Schmetterlings -  verfangen sich allmählich in dem wachsenden Netz und lassen ihn nicht mehr los.
Je tiefer, intensiver der Leser sich in den Maschen der gesponnenen Fäden verstrickt, umso mehr löst sich auch das Befremden zum Anfang der Geschichte, zu Adrians unsichtbaren Begleitern.
Was ist Halluzination, was ist Wirklichkeit?

Heathcote Manor, wie ein Magnet wirkt dieses Anwesen auf Adrian, dem er sich nicht entziehen kann. Als er dann auch noch ein Mädchen dort sieht, sie dann im Dorf wieder trifft, interessiert ihn die Geschichte um so mehr. November, auch Nova genannt, normalerweise gehört ihr das Anwesen, und eigentlich sollte sie gar nicht hier im Ort leben.
Manchmal etwas zu vorschnell, gestoppt durch die Guten bzw. Bösen, will Adrian wissen, was hinter all dem Gerede um Heathcote Manor steckt.
Was hat es mit dem alten Journalisten, der in einem herunter gekommenen Wohnwagen am Hafen lebt, auf sich? Adrian gelingt es, diesem einiges an gesammeltem Material zu entlocken, Gegenwart Alkohol. Dieses wiederum führt später zu einem fürchterlichen Eklat zwischen Adrians Vater und Jonathan.

Warum lebt Nova nicht bei der Großmutter in St. Irais? Und warum lebt diese als Nachfahre auf dem Anwesen?
Faszinierend, wie die Autorin es erneut mit ihrem Wortschatz, raffiniertem Gedankenspiel es schafft, die Geschichte wie einen Bildband vor Augen erscheinen zu lassen, ihn in den Sog von „Das Haus am Abgrund“ zu ziehen.
Trotz allem hatte ich ab und an das Gefühl, dass die Autorin an sich selbst einen hohen Anspruch an ihren Sprachstil gestellt hatte.
Das ist nur ein kleiner Kritikpunkt – im Hinblick auf das empfohlene Lesealter.

Strengt eure grauen Zellen an, wer rastet ... Und genau hier tritt die Autorin den Leser an einem (evtl.) wunden Punkt. Flüchtiges Lesen, vergessen Sie es das mal ganz schnell!

„Das Haus am Abgrund“, in ihm finden sich etliche Themen, die auch heute noch gern unter den Tisch gekehrt werden. Eine unheilbare Krankheit, Krebs, allein das Wort Tumor erzeugt bei vielen Menschen Distanz, Mitleid.
Die Akzeptanz der Gesellschaft zur gleichgeschlechtlichen Beziehung, Themen, die doch in unserer so modernen, kultivierten Welt normal sein sollten, oder?!

Da ich weiß, was ich jetzt schreibe, kann vorab schon einmal gesagt werden: Dem Buch ist mit jeder Phase des Lesens anzumerken, wie viel Herzblut die Autorin in „Das Haus am Abgrund“ gesteckt hat.

Eine Lieblingsfigur, ja die habe ich. Nicht wahr, Mr. Moriarty!

Fazit:
Ein gutes Grundkonzept, darum herum ein spannendes, unterhaltsames Netz aus Wörtern, Sätzen, ergibt am Ende ein Top Buch (ein gut gewebtes Spinnennetz), ein Highlight der Jugendliteratur.
Das schlichte Cover in dunklen Blautönen, im Kontrast dazu das „Knochenhaus“ in hellem Vollmondlicht als Hintergrund, Schmetterlinge, so zerbrechlich – wie die Seele – das hat was!

„Das Haus am Abgrund“ – wahnsinnig geisterhaft gut.
„Winterkind“ – November – ein schöner Name, ein dunkler Monat, herzlichen Glückwunsch – Novembergeburtstagskinder. Wer nennt denn bitte schön, seine Mädels November und Samhain? Nur weil die erste vor Mitternacht und die zweite nach Mitternacht an diesem besonderen Novembertag geboren wurde?
Ach, Gedanken, hört auf rumzuspinnen, wo soll das noch hinführen!
Am Ende ist immer ein Anfang. Welcome back, Jeannie. Oder war sie nie weg?

Meine Kauf- und Leseempfehlung - es gibt FÜNF Lesegenuss-Bücher.



Sonntag, 17. März 2013

(Rezension) Wahrheit wird völlig überbewertet - Heike Abidi





Heike Abidi
Wahrheit wird völlig überbewertet
€ 8,99
Taschenbuch
368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426512098


Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite






© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur TB
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar


Pressetext lt. Verlag:
Friederike Engelbrecht, ist Single und fast 40, dafür mit mehr als nur ein paar Pfunden zu viel gesegnet. Und die sind schuld an ihrem Schlamassel. Denn bei einem wichtigen Meeting fragt ein Geschäftspartner mit Blick auf ihre üppige Körpermitte: „Wann ist es denn soweit?“, und Friederike antwortet geistesabwesend: „Im Sommer.“ Sofort wird sie umarmt, beglückwünscht und sogar noch am selben Tag befördert, weil ihr Chef nur einer Schwangeren das neue Familien-Projekt zutraut. Friederike möchte das peinliche Missverständnis eigentlich sofort aufklären, aber irgendwie ergibt sich nie der richtige Zeitpunkt, und irgendwie möchte sie ihren neugewonnenen Erfolg auch noch ein bisschen auskosten, bevor sie nach dem Outing hochkant aus dem Job fliegt. Und so verstrickt sie sich immer weiter in ein Lügengeflecht, wird über die eigene Scheinschwangerschaft zur Mütterexpertin und hat vor allem eine Sorge: Wo bekommt sie rechtzeitig ein Kind her?

Mein Statement:
„Kuh oder Zicklein“ – Tag 326 vor meinem vierzigsten Geburtstag fängt schon gut an. „Du blöde Kuh!“, beschimpfe ich mein Gegenüber. Verstört schaut es mich aus dem schonungslosen Ganzkörperspiegel meines Schlafzimmers an. – Zitat Ende (S. 5)
Friederike, Single, rustikal gebaut bzw. mit „Rettungsringen“ ausgestattet, arbeitet in der Marketingabteilung der Feronia-Versicherung. Dort ist bekannt, dass sie ungern auf Leckereien verzichtet. Als ihr während eines Meetings mit dem Kreativteam für die nächste Kampagne zusammensitzt, ein „kleines“ Missgeschick passiert, wird sie mit Blick auf ihren Bauch darauf angesprochen, wann es denn soweit sei!?
In Gedanken noch immer beim Projekt, gibt Friederike schon die richtige Antwort, allerdings hatte sie die Frage verkehrt aufgefasst.
Zu spät!
Nun glaubt jeder, sie sei schwanger.
Wie passend, dass findet auch ihr Abteilungsleiter Rolf Segmüller. Entzückt von ihrer Nachricht, bekennt er, dass auch bei ihm Nachwuchs ins Haus steht und ebenfalls im Sommer. Herr Segmüller „schwebt“ nur so in den Gedanken auf das bevorstehende Ereignis, Vater zu werden. Enthusiastisch, Gefühlsausbrüche pur, das hatte Friederike allerdings von ihm nicht erwartet. Nun ja.
Ein folgenschwerer Satz, unerwartete Folgen, denn von nun an muss Friederike aufpassen, dass ihr kein Fehler unterläuft. D. h., spontan mal eine Zigarette rauchen, na das geht ja wohl gar nicht. Alkohol – wenn dann nur im stillen Kämmerlein.
Ach ja, wäre doch jetzt ihre beste Freundin Carla da. Aber nein, die ist ja in Australien, ein Jahr Ausstieg von allem, ein Sabbatical.

Friederike, und nun?
Wie willst du DAS Problem lösen?!

„Wahrheit wird völlig überbewertet“, eine erfrischende Lektüre, ein Buch, amüsant und unterhaltsam. Das ist nicht nur der Protagonistin zuzuschreiben, sondern auch ihren Mitbewohnern Barnabas und Gorbatschow. Irre Namen für Tiere oder? Denn Barnabas ist ein Papagei und Gorbatschow ein Kater.
Barnabas, ein Unikat, alt, älter, noch älter. Friederike behauptet von ihm, er sei übergeschnappt. Na klar, so eine Charaktere zu erfinden, ist echt abgefahren! Nur irgendwann hat er, der Papagei so alt wie Methusalem, das Sprechen eingestellt. Doch das kommt wieder, keine Sorge, liebe Leser. Und dann machen Sie sich auf einiges gefasst. Lachmuskelalarm!

Fazit:
Das ansprechende Cover, passende Kapiteltitel mit dem Buchstabensalat an der rechten Seite, alles passt zu diesem Frauenroman.
Wie Friederike DAS Problem des Missverständnisses löst, welche Irrungen, Verwirrungen, Stolperfallen sich auftun, lesen Sie selbst.
„Wahrheit wird völlig überbewertet“ – geben Sie sich dem Genuss von ein paar herrlichen Lesestunden hin – und wenn es sein muss, auch mit Pralines zum Naschen!
Meine Leseempfehlung und es gibt 4,5 Lesegenuss-Bücher (sorry, ich habe keine halben Logos)

So sehen meine Kladdezettel für Rezis aus

Ein kurzer Einblick in das geordnete Chaos, wenn ich Rezis schreibe:

Ganz wichtig - ein Block, Kugelschreiber usw.

Schon während des Lesens mache ich mir (wenn möglich) Notizen.

Irgendwann häufen sich dann diese Zettel, allerdings bin ich nicht sehr gewissenhaft, dass sie gleich komplett ins Reine geschrieben werden.
Was ihr hier seht, ist noch ordentlich. Auf manchen habe ich oft die Hälfte durchgestrichen, neues dazugeschrieben usw...
Das passiert je nach ???

Auf dem Foto, welches Ihr hier seht, habe ich das Buch gleich mal mit dazugepackt. Die Rezension hierzu geht morgen online. Zu viele Posts an einem Tag sind auch nicht gut.

Da die Autorin ebenfalls auf der LBM vertreten war, habe ich sie nicht mehr kurzfristig vor ihrer Abreise online gestellt.
Nun aber :-) ... vielleicht mag der eine oder andere ja morgen vorbeischauen, wenn ich meine Eindrücke zu "Das Haus am Abgrund" von Susanne Gerdom veröffentliche.

Wie schreibt Ihr eure Rezis? Genauso umständlich wie ich? 

So und nun das Foto:


Samstag, 16. März 2013

(Rezension) Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest - Dagmar Hoßfeld




Dagmar Hoßfeld
Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest“
€ 12,90
Broschiert/Softcover
288 Seiten
Verlag: Carlsen (Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551260017
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 18 Jahre

 Kauflink " Carlsen"


Info zur Autorin:
Dagmar Hoßfeld wollte als Kind Tierärztin, Bäuerin oder Gestütsbesitzerin werden. Dass sie sich anders entschieden hat, hat sie ihrem Sohn zu verdanken: Als er ungefähr ein halbes Jahr alt war, bekam sie Lust, ein Kinderbuch zu schreiben. Sie setzte sich an den Schreibtisch  - und hörte mit dem Schreiben einfach nicht mehr auf. Zum Glück! Mittlerweile sind viele wunderbare Kinder- und Jugendbücher von ihr erschienen.
Geboren wurde Dagmar Hoßfeld 1960 in Kiel. Heute lebt sie in einem kleinen Dorf zwischen Ostsee und Schlei und hat, wie sie selbst sagt, den schönsten Beruf der Welt: Autorin.
© Verlag Carlsen
Autorenhomepage Dagmar Hoßfeld

Kurzinfo:
„Die guten alten Zeiten sind vorbei, Conni Klawitter. Zeit, dein eigenes Leben zu leben!“
Spürst du den Unterschied?

Meine Gedanken zum Buch:
„Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest“ von Dagmar Hoßfeld, ihr Meisterstück, wie lt. Buchklappentext zu lesen ist.
Die Autorin schreibt selbst dazu: „Schade, dass es Conni nicht schon früher gegeben hat. Es hätte mir Spaß gemacht, mit einer Lieblingsbuchfigur erwachsen zu werden.“
Stimmt, dem ist nichts weiter hinzuzufügen. Ihr wundert euch, eine Erwachsene und ein Jugendbuch? Ganz klares JA!
Rückblick: Wer kennt sie nicht, diese liebevoll illustrierten Alltagsgeschichten im Miniformat der Pixibücher o. a.

Doch nun ist Conni älter geworden, genauer gesagt, ist heute ihr Geburtstag. Endlich 15 Jahre, so beginnt „Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest“.
Ihr erster Gratulant natürlich Philipp, Connis Freund. Fühlt es sich noch genauso an wie gestern, oder hat sich nun etwas geändert, mit 15 Jahren? Ein weiterer Schritt in Richtung Erwachsenwerden.
Das Buch ist geschrieben in der Ich-Perspektive von Conni, eine sympathische und liebenswerte Charaktere.
Und passend zum Geburtstag soll es eine Party geben! Doch der Alltag läuft auch im Leben unserer so natürlich geschilderten Conni nicht problemlos. Allein die Vorbereitungen zur Party, und dann diese dann selbst mit Lukas. Die Frage, was ziehe ich an, was soll es zu essen geben, der Traum von einer gelungenen Party wird krass in den Hintergrund gestellt, als sie Lukas Behauptung hört, dies sei eine Kindergeburtstagsveranstaltung.

Alles nicht so prickelnd, doch wie stellen sich Jugendliche ihr Leben vor? Was darf ich und wo ist eine Grenze? Eltern, die so unheimlich toll sein können, aber dann auch wieder soooo nervig.
Die Sprache der Jugend, Dagmar Hoßfeld hat diese klar, verständlich, und irgendwie erfrischend zu Papier gebracht.
Ob es um den Stress in der Schule geht, Connis Gefühlsleben, um ihre Freunde, der Leser findet hier ein Stück von sich selbst.
Die Bedeutung von Freundschaft, Erwachsene kennen sie (oder auch nicht), hier mit Conni kann der jugendliche Leser etliches wiederfinden, vor allem aktuelle Themen, sei es der erste Freund, was es heißt Verantwortung tragen und v. a. m.
„Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest“ ist aktuell wie aus dem Leben geschrieben, für manche ein Spiegelbild.
Fazit:
Auch als ältere Leserin kann ich sagen, ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, geliebt, ich habe mitgelitten und am Schluß das Fazit gezogen: Ich würde gern am Rad meiner Zeit ein Stück rückwärts drehen.
Zitat S. 166 „Kapitel 10 Finally, it’s Partytime“ || 166 ||
Es paßt alles zusammen, ob Cover oder die Aufmachung der Kapitel sowie die || 123 || Seitenzahlen. Wer auch immer für diese wichtigen Details zuständig war, hat verstanden, worauf es ankommt, und das nicht nur bei Conni und ihren Freunden.
Ich gebe meine volle Leseempfehlung und fünf Lesegenuss-Bücher


Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag  
Vielen Dank an  den Verlag

Freitag, 15. März 2013

Freitags-Füller # 207







 Nach unendlich langer Zeit mache ich mal wieder mit beim Freitags-Füller.
Endlich...

1. Geh doch nach Hause, wenn du  mit dem Wetter nicht zurechtkommst und verkriech dich auf dem Sofa..
2.  Einen schönen Gruß an dein Spiegelbild "lächele", ist die beste Art, den Tag zu beginnen.
3. Wir haben  Sonnenschein und bald zieht der Frühling ins Land.
4.  Bei diesem Güllegestank unterwegs muss ich mir die Nase zuhalten.
5. Ich wünschte ich könnte  öfters NEIN sagen und mehr auf meinen Bauch hören .
6.  Cheeseburger, ich weiß !!! aber es schmeckt lecker.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Lennard :-) , morgen habe ich noch nichts weiter geplant und Sonntag möchte ich hoffentlich das Wetter bei einem tollen Spaziergang genießen !


Alle weiteren Informationen, wenn Ihr mitmachen wollt, findet Ihr " HIER".

Habt ein schönes Wochenende... ich fahre nun gleich zum Babysitting.



Samstag, 9. März 2013

[Rezension] Wo Milch und Honig fließen - Grace McCleen


Grace McCleen - Wo Milch und Honig fließen

"Must Read"



Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (4. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421045461
Originaltitel: The Land of Decoration
€ 19,99


► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.







© (Cover und Infos mit frdl. Genehmigung vom Verlag)

Der Verlag schreibt:
Grace McCleen entführt uns in das Leben der zehnjährigen Judith, die sich in ihrem Zimmer eine kleine Welt schafft, aus Keksschachteln, Pfeifenputzern, Flaschendeckeln und anderem Krimskrams. Dort spielt sie die üblichen Gedankenspiele aller Kinbder, aber Judith ist nicht wie die anderen. Ihre Mutter lebt nicht mehr, und sie und ihr Vater gehören einer streng religiösen Sekte an. In der Schule wird sie gehänselt, weil sie sich von der sündigen Welt fernhalten muss. Vielleicht, denkt Judith, wenn ich es hier drinnen schneien lasse, mit Rasierschaum, Watte und Daunenfedern, fällt am Montag die Schule aus. Als sie am nächsten Tag die Vorhänge öffnet, ist tatsächlich alles weiß. Judith hat ihr erstes Wunder bewirkt. Und damit fangen ihre Probleme erst richtig an.

AutorenInfo:
Grace McCleen wurde in Wales geboren und studierte Englische Literatur an der Universität in Oxford. Heute lebt sie als Sängerin, Songwriterin, Künstlerin und Autorin in London. Wo Milch und Honig fließen ist ihr erster Roman, er wurde mit dem Desmond Elliot Prize ausgezeichnet und erscheint in über zwanzig Ländern. Ihr zweiter Roman ist in Arbeit.

Meine Gedanken zum Buch:
„Wo Milch und Honig fließen“, geschrieben in der Ich-Erzähl-Perspektive der zehnjährigen Judith, entführt den Leser in ihr Leben, in ihre eigens geschaffene Welt, „Das Land der Zierde“. Die Mutter hatte Judith nie kennengelernt. Judith spricht es so aus „sie ist meintwegen gestorben“.
Das Mädchen wächst anders auf als die Kinder ihrer Schule, ihrem Umfeld. Die strenge Religiosität der Glaubensgemeinschaft, dessen Vorsitz als Ältester ihr Vater innehat, täglich wird die Zehnjährige auf ihre Glaubensfestigkeit durch das Lesen in der Bibel geprüft. Bibellesen und Nachsinnen gehören wie das tägliche Brot zu Judiths Leben. Sie wächst so auf, kennt es nicht anders.
Dass Judith es durch ihr Andersleben nicht leicht hat, bekommt sie eines Morgens knallhart auf dem Schulhof zu spüren.
Mobbing auf dem Schulplatz, drei ältere Jungen gegen ein Mädchen. Und dann dieser entscheidende Satz, der die Protagonistin das ganze Wochenende verzweifeln läßt.
Zitat S. 15 „ ... Schlimmer ist aber, dass Neil Lewis am Montag meinen Kopf in die Toilette stecken wird, und wenn ich sterbe, wer macht mich dann neu?“
Was heißt das – Sterben?
Ihr Vater predigt immer wieder davon, dass HARMAGEDON naht. Eine ausführliche Erklärung zu diesem Begriff findet sich

= Hier (Quelle Wikipedia) =


Judith, ein zehnjähriges Mädchen, hat sie jemals erlebt, was es heißt, geliebt zu werden? Immer und immer wieder dieses eintönige Dahergerede, die endlose Aufzählung „Gott liebt dich, glaube an Gott, der Glaube bewirkt Wunder“ ...

Zitat S. 11 „Am Anfang war ein leeres Zimmer, ein bisschen Raum, ein bisschen Luft, ein bisschen Zeit.“
Und im Laufe der Zeit entstand Judiths eigene Welt, ihr Land „Das Land der Zierde“.
Es gab Felder aus Resten von Teppichstücken, Stoffen u. a.
Es gab Flüsse aus Krepp, Berge aus Alufolie.
Es gab Licht, die Sonne, den Mond.
Es gab Wohnstätten aus den unterschiedlichsten Materialien.
Es gab Tiere ...
Es gab Menschen ...
Der Leser erinnert sich?!

„Wo Milch und Honig fließen“, ein Buch mit einer solchen Tiefe, eine fesselnde Geschichte, (für mich) erschütterndem Bekenntnis zum Glauben, beherrscht von Disziplin.
Ist Judith die von Gott Auserwählte, ist es ihr gefestigter Glaube an Gott, dass Wunder / Ereignisse in ihrem Umfeld geschehen?

„Wo Milch und Honig fließen?“, der Debütroman von Grace McCleen, bekannt als Sängerin, Songwriterin, Künstlerin und nun auch Autorin.
„Das Land der Zierde“, Judiths Welt, geschaffen aus einer Not heraus, weil niemand ihren inneren Schrei, ihre Not hörte, in ihrer Trauer um die nie gekannte Mutter, ihre eigene Welt, in der sie Judith McPherson ist.
Judith, voller Zweifel und Trauer, weil sie glaubt, ihr Vater liebt sie nicht.
Judith, voller Zweifel und Trauer, weil sie denkt, er gibt ihr die Schuld an dem Tod seiner Frau, ihrer Mutter.

„Wo Milch und Honig fließen“, diesem Buch kann man nicht widerstehen. Man erliegt der Charaktere Judith, die durch den Schreibstil der Autorin, der gekonnt gewählten Worte Leben eingehaucht bekommt. Ein brillanter Pageturner, man kann wirklich nicht einfach so mitten drin aufhören zu lesen.
Allerdings muss ich noch hinzufügen, dass man zu dem Glaubenseifer einen gesunden Abstand halten sollte.

„Wo Milch und Honig fließen“, ein ungewöhnliches Buch, eine ungewöhnliche, aber sehr empfehlenswerte Lesereise.

Fünf Lesegenuss-Bücher


Donnerstag, 7. März 2013

[Rezension] Die Frau, die vom Himmel fiel – Simon Mawer


Simon Mawer
Die  Frau, die vom Himmel fiel
Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (12. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421045652
Originaltitel: The girl who fell from the sky
Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite
© Rechte: Cover / Info - DVA Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!






INFO
Paris 1943: Eine mutige junge Frau gerät zwischen die Fronten des Krieges – und findet sich zwischen zwei Männern wieder
Marian Sutro ist kein Mädchen wie die anderen. Soeben aus der Schule ins Leben entlassen, kauert die neunzehnjährige Londonerin nun vor der geöffneten Tür eines Flugzeugs der Royal Airforce, unter ihr das besetzte Frankreich, bereit, mit dem Fallschirm ins Ungewisse zu springen. Sie soll ihre Jugendliebe Clément aufsuchen, der in Paris für die Nazis als Wissenschaftler arbeitet. Wird sie ihre Aufgabe erfüllen? Wird sie Clément finden – und was wird dann mit Benoît, ihrem neuen Liebhaber?
Ein packender Roman über eine starke junge Frau, die Mut in gefährlichen Zeiten beweist, und eine »Casablanca«-gleiche Liebesgeschichte vor der Kulisse des historischen Paris
Autor
Simon Mawer wurde 1948 als Kind eines Soldaten der Royal Airforce in England geboren und wuchs u.a. in Zypern und Malta auf. Sein Werk umfasst bisher acht Romane, viele davon internationale Bestseller; zwei seiner Romane wurden für den wichtigsten Literaturpreis der englischsprachigen Welt, den Booker-Preis, nominiert. Mawer lebt heute in Italien.

Meine Gedanken zum Buch:
“In Erinnerung an Colette, eine der SOE-Frauen“, so lautet die Widmung am Anfang des Buches.
SOE – steht für “Special Operations Executive”. Eine britische Einheit, die Leute ausbildet für Spezialaufträge, nicht um als Agenten bzw. Spione zu arbeiten, sondern hinter der Feindlinie „Europa in Brand zu setzen (entnommen aus der Pressenotiz des Verlages)
Es waren aber nicht nur Männer, sondern auch Frauen; hier wurde insbesondere darauf geschaut, dass sie fließend Französisch sprachen. „Colette“ war der Deckname von Anne-Marie Walters. Der erste Kontakt zu  „Colette“ entstand durch die Mutter des Autors, die ihm das Buch von Anne-Marie Walters zum Lesen gab, in der sie nach ihrer Rekrutierung aus der SOE ihre Erlebnisse niederschrieb.
Das interessante daran war, dass die Mutter als auch der Vater eine Verbindung zu Anne-Marie Walters hatten.

Mit der Geschichte „Die Frau, die vom Himmel fiel“ hat der Autor Simon Mawer eine wirklich gute und spannende Geschichte mit einem historischen Zeitthema geschrieben: Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, von mutigen Frauen, die für die Freiheit kämpften ...
„Die Frau, die vom Himmel fiel“ , hier ist es die Geschichte von der Londonerin Marian  Sutro. Gerade mal 19 Jahre jung, wird sie von der SOE angeworben. Sie spricht perfekt Französisch, und dass veranlasst nunmehr die Obersten der SOE, Marian in Frankreich einzusetzen. Ebenso ist bekannt, dass ihre ehemalige Jugendliebe Clement sich in Frankreich, in Paris aufhält. Clement, inzwischen ein sehr bekannter Atomphysiker, arbeitet derzeit an einem geheimen Projekt zum Bau der Atombombe. Ihn zu finden, Clemend zu überzeugen, dass er sich auf die Seite Englands schlägt, wird die Aufgabe des Teams, von Marian.
Der Autor beschreibt sehr aufwendig die enormen Vorbereitungen der Ausbildung, die in einer streng geheim gehaltenen „Schule für Spione“ in Schottland erfolgt. Die damaligen Zeiten entspechen nicht dem heutigen Bild der modernen Frau, wie es der Leser kennt. Andere Lebensumstände, Kriegszeit, eine gewisse Naivität, Idealismus, eine Sache, für die es sich zu kämpfen lohnt.
Mag sicherlich bei etlichen jungen Frauen von damals stimmen, doch das hat sich in vielen Dingen leider bis heute auch noch nicht so ganz gelegt.
Blindes Vertrauen oder Liebe macht blind? Die Frage kann ich so nicht beantworten.

Fakt ist, dass der Autor mit „Die Frau, die vom Himmel fiel“ einen Roman mit historischem Hintergrund geschrieben hat, Herzblut, Priorität, Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sehr wichtig waren.

„Die Frau, die vom Himmel fiel“, eine beeindruckende Geschichte, die überzeugt und meine Leseempfehlung erhält.

Zitat S. 11 „ Lieber Gott, bitte pass auf mich auf. - ... in gewisser Weise auch ein Gebet, als das rote Lämpchen erlischt und das grüne Lämpchen angeht und der Absetzer ruft: „SPRUNG!“, ...

 Ich vergebe 4,5 Lesegenuss-Bücher.