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Donnerstag, 2. Januar 2014
Samstag, 28. Dezember 2013
(Rezension) Der Wind der Erinnerung - Kimberley Wilkins
Kimberley Wilkins
Der Wind der Erinnerung
Taschenbuch
Knaur TB
01.11.2013
01.11.2013
496 S.
ISBN: 978-3-426-51139-8
ISBN: 978-3-426-51139-8
€ 9,99
Cover / Buchinfo - Verlag -
Klappentext:
Tasmanien 1933: Die alleinerziehende Mutter Beattie verdingt
sich als Dienstmädchen auf Wildflower Hill – sie ahnt nicht, wie sehr dieses
Landgut ihr Schicksal bestimmen wird. Sein Besitzer Ralph Blanchard ist als
Wüstling bekannt, für den eine anständige Frau nicht arbeiten sollte, doch
Beattie hat keine Wahl. Erst recht nicht, als der Vater ihrer Tochter Lucy
droht, ihr die Kleine wegzunehmen. Verzweifelt lässt Beattie sich auf ein
Pokerspiel um alles oder nichts mit Ralph Balnchard ein. Ihr Einsatz: Eine
Liebesnacht mit ihr, seiner: Wildflower Hill.
London 2009: Ein schwerer Sturz beendet die Karriere der
berühmten Primaballerina Emma Blaxland. Emma kann und will das nicht
akzeptieren, ein Leben ohne Tanz ist für sie undenkbar. Widerwillig kehrt sie
in ihre Heimat Australien zurück und erfährt dort, dass ihre verstorbene
Großmutter Beattie ihr ein Haus in Tasmanien vererbt hat, ein Landgut namens
Wildflower Hill ...
Persönliches Vorwort:
„Der Wind der Erinnerung“, dieses Buch stand schon sehr
lange auf meiner Wunschliste und ich bin dem Verlag sehr dankbar für das
Leseexemplar. Im ersten Moment war es die Postkarte als Cover, die mich
neugierig machte, dann wiederum der Klappentext, sehr vielversprechend. Vor
längerer Zeit fiel mir eine sehr alte Postkarte in die Hand, die sich in einem
Karton auf dem Dachboden des Hauses befand. Eine New York-Ansicht von vor über
100 Jahren – eine Idee setzte sich fest. Mal schauen, was sich daraus
entwickelt J.
Mehr als über 100 Seiten sind schon geschrieben.
Statement:
„Der Wind der Erinnerung“ erzählt die Geschichte von Emma –
Gegenwart – und ihrer Großmutter Beattie – Vergangenheit. Zwei Hauptprotagonistinnen,
eine Familiengeschichte!
In Emmas Leben gibt es nur eins, ihren Beruf als Ballerina.
Schon als Kind hatte sie diesen Traum, das Tanzen bedeutete ihr sehr viel. Emma
ist elf Jahre, als ihre Großmutter Beattie ihr etwas Wichtiges mit auf den Weg
gibt. Das Versprechen, wenn sie Ballerina wird, würde sie ihr etwas Kostbares
schenken. Aber auch die mahnenden Worte, sie möge daran denken, dass
Erfolg nicht alles ist.
London im Jahre 2009 und Emma ist inzwischen eine gefragte
Ballerina. Obwohl sie in einer Beziehung mit Josh lebt, gilt für sie: Hartes
Training, immer und immer wieder. Daran zerbricht die Liebe, Josh zieht aus und
ist bald darauf mit einer neuen Frau zusammen. Emma vergißt sich und trainiert
immer mehr, bis sie an einem Tag so unglücklich stürzt, dass es das Aus ihrer
Ballerinakarriere bedeutet.
Fern der Heimat Australien, fern von ihrer Familie, muss sie
nun damit klar kommen. Doch durch eine List holt ihre Mutter sie heim. Denn nur
wenn Emma nach Australien zurückkehrt, kann sie Großmutter Beatties Erbe
antreten. Und es ist etwas ganz Besonderes, das Landgut in Tasmanien
„Wildflower Hill“.
Beattie und Emma, ihre Geschichten werden jeweils im Wechsel
erzählt, wobei die der Großmutter weitaus ausführlicher ist.
Das Leben einer Frau, die sich zur damaligen Zeit nicht
unterkriegen lässt, sich über Vorurteile hinwegsetzt, und das Leben sie zu
einer starken Frau macht. Beatties Lebensgeschichte hier noch ausführlicher zu
beschreiben, würde endlos werden.
Der Liebe sind keine Grenzen gesetzt. Doch die damalige Zeit
sprach gegen Beattie. Nicht nur, dass sie ein uneheliches Kind hatte, den Vater
von Lucy verließ und sich mit der Tochter dann allein durchs Leben schlug mit
harter Arbeit, sie setzte dem noch eins drauf. Als sie „Wildflower Hill“ in
einem Pokerspiel von dem Besitzer gewinnt, holt sie den Farbigen Charles als
Vorarbeiter zurück. Charles – Beatties große Liebe.
Auf Wildflower Hill wird Emma mit einem Haus voller Kartons,
Erinnerungen konfrontiert, alles aus Beatties altem Leben. Und nur langsam
lüftet sich das Geheimnis um Beatties Zeit in Tasmanien. Auch Emma muss erst
einen Schritt zurückgehen, um zu erkennen, wo ihre wahre Liebe, ihre Heimat
ist. Ein Anruf von Josh in Tasmanien, und sofort sitzt sie im Flugzeug nach
England. Doch während ihres Aufenthalts dort erkennt Emma, wo sie hingehört.
Fazit:
Diese Familiensaga läßt einen nicht mehr los
Kimberley Wilkins hat es mit ihrer Sprache, ihrem
Schreibstil verstanden, den Leser mit ihrem Buch zu fesseln. Es braucht nicht
immer Spannung oder Romantik, die Art und Weise, wenn es um Gefühle geht, das
Schaffen passender Charaktere, kann etwas Einzigartiges entstehen.
Je mehr die Geschichte fortschreitet, Vergangenheit,
Gegenwart, umso schneller ist man leider am Ende und möchte mehr. Schade, schon
durch! war mein erster Gedanke.
„Der Wind der Erinnerung“ kann ich nur empfehlen. Es ist ein
Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt, eben ein besonderes Buch,
mit Tiefgang, nicht langweilig, exzellent geschrieben, sehr empfehlenswert.
Ich war begeistert und habe soeben mir „Das Haus am
Leuchtturm“ in meiner Buchhandlung vor Ort bestellt!
Auch das Cover gefällt und spricht an – siehe persönliches
Vorwort.
Fünf Lesegenuss-Bücher und Top-Ten 2013!
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Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
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TopTen 2013
Montag, 16. Dezember 2013
[Rezension] In allertiefster Wälder Nacht ~ Amy McNamara
Amy McNamara
In allertiefster Wälder Nacht
Taschenbuch
464 Seiten
Verlag: cbt (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570308882
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: LOVELY,
DARK, AND DEEP
€ 8,99
Auch als EBOOK erhältlich© Cover / Info - Verlag -
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Verlagsinfo:
Sie sucht die Dunkelheit, er das LichtJeden Tag fährt Wren mit ihrem Mountainbike durch die dunklen Wälder von Maine. Seit dem Unfall, bei dem ihr Freund starb, wohnt sie im Haus ihres Künstlervaters – weit weg von der Mutter und den Freunden. Hier kann sie allein sein, muss nicht reden, wird eins mit dem Schweigen der Wälder. Bis Cal Owen sie fast mit dem Auto überfährt. Cal verbirgt ebenso wie Wren eine schmerzhafte Vergangenheit. Als er Wrens selbstgewählte Isolation zu durchbrechen droht, muss Wren sich entscheiden zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart …
Statement:
„Ich heiße Mamie, mein Dad nennt mich Wren.“
(S. 48)
„Ich bin im
Nirgendwo.“
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Also sage ich nichts.“
Seit dem Unfall, bei dem Mamie/Wrens Freund Patrick ums
Leben kam, lebt sie im abseits gelegenen Haus ihres Vaters in den Wäldern von
Maine, allein.
Allein mit sich, der selbst gewählten Einsamkeit, der
Trauer.
Sehr zum Ärger und Unverständnis ihrer Mutter, die ständig
bei ihr anruft, Vorhaltungen macht – nein, das ist nicht das korrekte Wort –
sie macht sich Sorgen, und möchte, dass ihre Tochter endlich wieder ins normale
Leben zurückkehrt.
Mamie, der Name war gestorben, es gab nur noch Wren.
Und das macht sie ihr immer wieder klar.
Gefangen von dem Vorher und Nachher, nicht mehr frei zu sein
von dem, was geschehen war. Und so läuft Wren, Tag für Tag, versucht sich zu
befreien, kann nicht weinen, alles ist so lautlos.
Doch Wrens Leben ändert sich, als sie Cal Owens kennenlernt.
Sie war mit dem Rat auf der wenig befahrenen Landstraße unterwegs, er mit dem
Auto. Durch eine Unachtsamkeit kommt es zu einem Zusammenstoß. Bis auf ein paar
kleine Verletzungen bleibt Wren unverletzt. Cal Owens, von ihm erfährt sie,
dass er MS hat. Es erklärt die Krücken in seinem Auto.
Verlust und Trauer, wie gehen Betroffene damit um?
Denn im Prinzip ist es das Umfeld, die Familie, die Freunde,
sie alle sind davon betroffen.
Wie reagieren sie auf die Konsequenz, den Schritt der
gewählten Einsamkeit von Wren?
Jeder möchte wieder die gewohnte alte Normalität, doch das
ist auszuschließen.
Es gibt kein Vorher mehr.
Und Cal öffnet sich gegenüber Wren, erzählt von seiner
Krankheit, die ihm seine Mutter nahm. Er muss mit dem Wissen der Krankheit
leben.
Wren, es gab etliche Momente, wo ich am Überlegen war, wie
würde ich mich verhalten, um ihr zu
helfen. Es gibt etliche Stellen im Buch, wo Wrens Fortschritt zu sehen war,
dann aber zog sie sich wieder in ihr Schneckenhaus zurück und ließ niemanden an
sich heran.
Cal und Wren, zwei ausgeprägte und glaubhaft beschriebene
Charaktere, beide mit Problemen, und doch dafür da, um sich zu helfen/retten.
Nicht zu vergessen die Nebencharaktere in der Geschichte.
Auch wenn sie teils im Hintergrund auftauchen, spielen sie schon eine Rolle in
der Story.
Das Buch „In allertiefster Wälder Nacht“ hinterlässt einen
tiefen Eindruck. Wer viel Dramatik angesichts der eingebundenen Themen
erwartet, wird enttäuscht sein.
Amy McNamara hat auf sehr ruhige Art die Protagonisten,
deren Schicksal, die Gefühle und Empfindungen ihre Geschichte erzählen lassen.
Wrens derzeitiges Leben ist gezeichnet vom Verlust
Sich fallen lassen, sich aber nicht aufgeben, nicht im Sumpf
der Depressionen zu versinken, neuen Lebensmut schöpfen, aus der Verzweiflung
raus und Mut zum Leben, man sollte versuchen dies aus der Sicht des Betroffenen
zu sehen, um zu verstehen.
Ein realistisches Buch, mit viel Tiefe, Themen wie Verlust,
Trauer, Depressionen aber auch Hoffnung.
Jedes Kapitel trägt seine eigene Überschrift und das Cover
in seinen dezent gehaltenen Farben spricht an.
Mit ihrem Debütroman hat die Autorin ein realistisches Thema
aufgegriffen. Ich gebe meine Leseempfehlung für „In allertiefster Wälder Nacht“.
Ein „Must read“ Buch!!! Es gibt die Höchstbewertung - Sechs Lesegenuss-Bücher*Vita:
Amy McNamara lernte schon mit drei Jahren zu lesen und tut dies seitdem ohne Unterlass. Sie hat einen Abschluss in Französischer Literatur und Lyrik. Ihre Gedichte sind in zahlreichen Zeitschriften erschienen und für den Pushcart Preis nominiert worden. In allertiefster Wälder Nacht ist ihr erstes Jugendbuch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in New York und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.
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TopTen 2013
Sonntag, 15. Dezember 2013
Rezension Ich bin die, die niemand sieht ~ Julie Berry
Julie Berry
Ich bin die, die niemand sieht
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: cbj (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570402092
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: All
the Truth That's in Me Weitere Infos siehe unten
Verlagsinfo:
Die Wahrheit wird alles verändern …
An
dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde,
verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine
grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten
Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin
in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die
Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber
als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie
ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die
Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit
offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können.
Statement:
Die Geschichte ist in der Ich-Erzählperspektive von Judith geschrieben. Diese Stimme, so emotional und manchmal so hilflos, das ist Judith.
© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Statement:
Lottie war fünfzehn, als sie verschwand.
Judith war vierzehn.
Nach ein paar Jahren taucht Judith wieder auf.
Und die Wahrheit um das Verschwinden, den Tod von Lottie,
wird die Dorfbewohner wie ein Glockenschlag treffen.
Die Wahrheit um was genau?
Was war geschehen in den vergangenen Jahren?
Doch Judith kann ihnen nicht die Wahrheit sagen. Zum einen
hatte der Entführer ihr ein Stück Zunge abgeschnitten, damit sie nicht redete
und ihn verriet, zum anderen war es ihre Mutter, die diese lallenden Worte
nicht hören wollte.
Nein, sie verbot es regelrecht Judith, zu sprechen.
So wird sie zu einer Außenseiterin in der Gemeinde.
Aber eines kann man ihr nicht nehmen, ihre Beobachtungen,
die Wahrnehmung der Leute und vor allem, was war aus ihrer Liebe zu Lucas
geworden?
Auf eine ungewöhnliche Art beginnt das Buch. Nach einem
ausführlichen Kapitel folgen kurze, wenige Sätze wie z. B.
„S. 28 – XVIII
Am Morgen kehre ich nach Hause zurück. Mutter schlägt mich
so festg, dass sogar Darrel Mitleid hat.
»Gerade du solltest es besser wissen«, sagt sie. » Nach all den schlaflosen Nächten, die ich wegen dir hatte!«
»Gerade du solltest es besser wissen«, sagt sie. » Nach all den schlaflosen Nächten, die ich wegen dir hatte!«
Die Geschichte ist in der Ich-Erzählperspektive von Judith geschrieben. Diese Stimme, so emotional und manchmal so hilflos, das ist Judith.
Und immer wieder die Frage, wer hat Lottie ermordet? Es sind
viele Bruchstücke, die sich mehr und mehr zu einem Stück zusammenfügen. Für den
Leser anfänglich eine kleine Herausforderung, aber es braucht nicht viel, um in
dieser so außergewöhnlich wie auch dramatisch geschriebenen Geschichte
einzutauchen. Vergangenheit und Gegenwart, sie greifen wie Zahnräder nahtlos
ineinander. Die Geschichte der „stummen“ Judith, erst als es um ihr und das
Leben von Lucas geht, bricht sie das Schweigen dank Goody Pruett, der rettende
Engel. Endlich soll und muss das dunkle Geheimnis der Gemeinde an die
Oberfläche gebracht werden.
Am Schluss des Buches wird vom Inhalt einer hölzernen Truhe
geschrieben, es war einmal die Kiste von Judiths verstorbenen Vater. Inhalt:
Handtücher, Laken, alles feine Näharbeiten ihrer Mutter und dazwischen ein
Quilt, ebenfalls Handarbeit. Und genauso wie die Zusammensetzung des Quilts ist
das Buch aufgebaut, Stück für Stück zusammengesetzt, und das Endergebnis ein
außergewöhnlich, für mich einzigartig.
Vieles in dem Buch bzw. der Handlung waren ausschlaggebend,
nicht zu viel hierüber zu schreiben bzw. offen zu legen. Es gibt so viele
Personen, Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt, doch über
all dem steht die Hauptprotagonistin, Judith.
Fakt ist,
das Julie Berry mit „Ich bin die, die niemand sieht“ ein
außergewöhnliches Jugendbuch geschrieben hat. Meine Leseempfehlung nicht nur
für Jugendliche, der erwachsene Leser
wird ebenso berührt und emotional sich angesprochen fühlen.
Ein Lesehighlight auf jeden Fall.
© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Vita:
Julie Berry wuchs als jüngstes von sieben Kindern auf einer Farm westlich von New York auf. Sie hat einen Abschluss in Kommunikationswissenschaften und einen M.F.A. in „Writing for children and young adults“ am Vermont College. Seit der Geburt ihres vierten Sohnes widmet sie sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben. Julie Berry lebt mit ihrer Familie in Massachusetts.
Montag, 28. Oktober 2013
(Rezension) *Das Bild der Erinnerung* - Micaela Jary
Micaela Jary
Das Bild der Erinnerung
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442478859
€ 9,99
Cover /Zitate - Infos " Verlag "
"Sie sucht nach einem geschwundenen Gemälde -
und entdeckt ein Familiengeheimnis und die große Liebe."
Meine Meinung
"Das Bild der Erinnerung", ein so ganz anderes Buch als ich bislang von der Autorin Micaela Jary gelesen habe. Weilte ich teils in Afrika o. a., spielt dieser Roman nunmehr in Deutschland, in Berlin und München.
"Das Bild der Erinnerung", ein so ganz anderes Buch als ich bislang von der Autorin Micaela Jary gelesen habe. Weilte ich teils in Afrika o. a., spielt dieser Roman nunmehr in Deutschland, in Berlin und München.
In der bayrischen Hauptstadt lebt und arbeitet die
alleinerziehende junge Anna Falkenberg. Von Beruf Kunsthistorikerin erhält ihr
Chef eines Tages ein Gemälde des Malers Leo Reichenstein "Das Liebespaar".
Die Besitzerin Beatrice Coleman drängt auf Erstellung einer Expertise, damit
das Bild schnellstmöglich verkauft werden kann. Doch Anna hat Zweifel an der
Echtheit.
Rückblickend nimmt die Autorin den Leser mit in die
Nachkriegszeit nach Berlin, wo die Alliierten die jeweiligen Zonen
kontrollieren. Kunstraub, das Wegschaffen von wertvollen Gemälden, Gegenständen,
die herrschende Not der Bevölkerung, der Schwarzmarkthandel u.v.a.m., in den
Handlungsträngen dieser Zeit ist die sehr genaue Recherche der Autorin
festzustellen.
Auch wenn der Maler Leo Reichenstein eine fiktive
Person ist, die Geschichte um das Bild (ein Bild), welchen Weg es gegangen ist,
bis es letztendlich im Jahr 2010 in der Galerie in München landet, ist auf
seine Art spannend und fesselnd geschrieben. Die Story spielt auf verschiedenen
Zeitebenen, Hilfestellung erhält der Leser durch die jeweilige Jahresangabe in
der Kapitelüberschrift.
Die Protagonisten der Gegenwart, Anna Falkenberg
und Oliver Richardson, der jetzige Inhaber der Galerie Richardson in London.
Diese war der Hinweis für Anna gewesen, das "Bild der Erinnerung besaß den
Galeriestempel. Es dauert einige Zeit, bis sie schließlich mit Oliver zusammen
den Weg des Bildes und letztendlich das Geheimnis lüften.
Berlin 1946, hier treffen fünf Leute aufeinander.
Zum einen die junge "Fee", Felicitas, die bei ihrer Tante Grete
wohnt. Diese arbeitete als Mitarbeiterin der sogenannten Kunst-Schutz-Abteilung
in der britischen Besatzungszone. Und dann ist da noch Philip Coleman,
amerikanischer Soldat und die weibliche Soldatin Rita Harris. Henry Richardson,
der fünfte im Bunde, gehört zur britischen Besatzungarmee.
Jede Charaktere hat ihr eigenes Schicksal, wobei man schon im Prolog im London 1961 den ersten Kontakt mit Philip Coleman und einer ... Frau ... macht.
Erster Satz: "Das Bild zog Philip magisch an."
Jede Charaktere hat ihr eigenes Schicksal, wobei man schon im Prolog im London 1961 den ersten Kontakt mit Philip Coleman und einer ... Frau ... macht.
Erster Satz: "Das Bild zog Philip magisch an."
Es sind die vielen kleinen Details, für uns in
unserer Konsumgesellschaft so selbstverständlich, zur damaligen Zeit von
unschätzbarem Wert, die machen gewisse Absätze gerade zu etwas Besonderem. Dazu
gehören aber auch die Schilderungen des ungebrochenen Lebenswillen der
Menschen, die Freude an den kleinsten Dingen. Großartig!
Was es nun mit dem Bild "Das Liebespaar"
auf sich hat, welche Geschichte es erzählt und wie die Genannten alle damit
verbunden sind, welche Liebesgeschichte(n), wenn euch die Thematik
interessiert, lasst euch ein auf ein paar wirklich tolle Lesestunden. Ihr
werdet es bestimmt nicht bereuen. Für mich steht fest, dass ich bei meinem
nächsten Berlin-Besuch auf jeden Fall das Alliierten-Museum in
Berlin-Zehlendorf einplanen werde.
Nicht unerwähnt lassen muss ich das Cover und vor
allem auch den aufklappbaren Buchdeckel. Die Farben sind so harmonisch
abgestimmt, eine Wiese mit dem Blick in die Weite, dem Himmel, schwer davon den
Blick zu lösen.
Persönliche Anmerkung:
Nach dem Lesen des Buches habe ich mich ausführlich mit meiner Mutter über die Zeit des Krieges, der Nachkriegszeit in Berlin, unterhalten, soweit sie es zuließ. Sicher waren mir viele Dinge bekannt, doch wenn dann das Persönliche mit eine Rolle spielt, sieht man auch ein Buch noch wieder mit anderen Augen.
Es ist mir klar, dass beim Schreiben einer Rezension gerade persönliche Empfindungen außen vor bleiben sollten, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.
Nach dem Lesen des Buches habe ich mich ausführlich mit meiner Mutter über die Zeit des Krieges, der Nachkriegszeit in Berlin, unterhalten, soweit sie es zuließ. Sicher waren mir viele Dinge bekannt, doch wenn dann das Persönliche mit eine Rolle spielt, sieht man auch ein Buch noch wieder mit anderen Augen.
Es ist mir klar, dass beim Schreiben einer Rezension gerade persönliche Empfindungen außen vor bleiben sollten, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.
Ich vergebe fünf Lesegenuss-Bücher
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Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Themen:
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Micaela Jary
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TopTen 2013
Montag, 23. September 2013
(Rezension) Das Leuchten der Insel - Kathleen McCleary
Kathleen McCleary
Das Leuchten der Insel
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. August
2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453410237
Originaltitel: A
Simple Thing
€ 8,99
Infos - Heyne-Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Buchinfo:
Vor dir selbst kannst du nicht davonlaufen
Als Susannah merkt, dass ihren Kindern das hektische Leben an der Ostküste nicht guttut, beschließt sie, ein Jahr mit ihnen auf der einsamen Insel Sounder zu verbringen. Hier gibt es keinen Strom, kein Telefon, keine Tankstelle. Sie flieht zugleich vor ihrer festgefahrenen Ehe und der Erinnerung an ein Unglück, das auch nach vielen Jahren noch einen Schatten auf ihr Leben wirft. Auf Sounder trifft sie die charismatische Betty. Die alte Dame und die Insel werden Susannahs Leben für immer verändern …
Statement:
Die Insel Sounder wird für ein Jahr das neue Zuhause von Susannah und ihren Kindern, ohne Ehemann bzw. Vater. Es ist eine Auszeit,. allerdings auch die Hoffnung auf einen Neustart. Nucht nur für die Kinder, sondern auch für Susannah und Matt. Große Schwierigkeiten mit Katie hatten zu dieser Entscheidung geführt. Sounder, eine einsame Insel an der Ostküste, das hieß, keine Elektrizität, kein Internet, kein Telefon, nichts, leben wie ein Einsiedler.
Es sind ansich zwei Geschichten, die uns das Buch "Das Leuchten der Insel" erzählt. Es ist ein vielschichtiges Buch, getragen durch die einzelnen Geschichten, mit ihren Rückblenden, von Susannah und Betty. Freud und Leid liegen oft dicht nebeneinander. Und so war es mit Betty ebenfalls, die seit nunmehr dreißig Jahren mit ihrem Sohn dort lebte.
Auf dieser Insel treffen diese beiden Frauen aufeinander. Nach den ausführlichen Beschreibungen im Buch scheint Sounders eine wahrhafte Oase zu sein, in der man gern lebt und das Leben neu entdeckt. Wie das allerdings alles ohne die für uns zu alltäglichen Leben gehörende Elektrizität gehen soll, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte. Ich persönlich finde es schon interessant, sich den täglichen Herausforderungen, wie z. B. die Lebensmittelbeschaffung und -haltung zu stellen.
Eine weitere interessante Charaktere wohnt ebenfalls auf der Insel Sounder - Barfuß, ein Einsiedler wie aus dem Bilderbuch, mit seinem Hund Toby. (Nun, hier konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen, denn unser Hund heißt genauso!) Was für eine Rolle er im Leben der Neuankömmlinge spielen wird, besonders für die Kinder Katie und Quinn, lest selbst.
Betty und Susannah haben etwas gemeinsam - sie tragen eine schwere Last aus der Vergangenheit mit sich herum, nur Vergangenes kann man nicht reparieren, und wenn Schuld und Kummer einen derart belasten, muss man versuchen, einen neuen Weg in die Zukunft zu finden. Susannah konnte es nicht mehr ertragen, dass ihre Tochter ihrer Meinung nach in ein schlechtes Milieu abdriftete und viel schlimmer noch, die ganze Familie litt. Aber es war Susannahs Vergangenheit, das vermeintliche Gefühl, mit Schuld an dem Tod ihrer kleinen Schwester zu tragen. Und das obwohl ihr alkoholkranker Vater bei einem Bootsausflug viel zu riskant und schnell gefahren war, das Mädchen über Bord ging. Susannah - hatte sie wirklich die Verantwortung dafür zu tragen? Wer nahm ihr diese schwere Last von den Schultern, sie war doch damals selbst noch ein Kind gewesen.
Die Kapitel lassen sich flüssig lesen, gerade durch den Wechsel der Erzählungen von Betty und Susannah.
S. 394 Susannah umklammerte das Handy und drückte es mit aller Kraft an ihr Ohr. "Ich weiß", sagte sie. Und das Gewicht, das dreiunddreißig Jahre auf ihr gelastet hatte, glitt von ihrem Herzen ab, sickerte aus ihren Poren hinaus und verdampfte und ließ sie leicht, atemlos und durchsichtig zurück. "Ich weiß", wiederholte sie. "Es war nicht meine Schuld." Und dieses Mal wusste sie zum ersten Mal, dass es stimmte.
Fakt ist …
"Das Leuchten der Insel" ist wieder einmal ein Buch, wo die kurze Inhaltsangabe nicht aufzeigt, was für ein Juwel sich hier verbirgt. Es erhält meine hundertprozentige Leseempfehlung. Nicht seicht, auch nicht ganz leicht, allerdings von der Thematik sehr glaubwürdig, es berührt das Herz, zeigt auf, dass es immer wieder Möglichkeiten gibt, Dinge zu ändern/verändern, sich selbst nicht aufzugeben – auch wenn das Leben manchmal uns vor eine schwierige Entscheidung stellt!
P.S. Und wen es interessiert, der liest sich die interessanten Interviews zu meiner Reihe "1-2-3-Fragen an... " durch, wo es darum geht, z. B. sieben Tage ohne Fernsehen oder Auto auszukommen.
Erinnert Ihr euch noch an meine Rezension zum Buch von Linda Olsson - Die Fremde am Meer? So erging es mir mit diesem Buch wieder, vielleicht weil ich Mutter bin (allerdings wenn auch von zwei erwachsenen Mädchen), vielleicht auch nicht. Auch hier ging es um Verlust, Schuld in der Kindheit …
Ich würde mich freuen, wenn "Das Leuchten der Insel" von Kathleen McCleary viele neue Leser erreicht.
Es kommt auf meine Top-Ten Listen 2013.
Vor dir selbst kannst du nicht davonlaufen
Als Susannah merkt, dass ihren Kindern das hektische Leben an der Ostküste nicht guttut, beschließt sie, ein Jahr mit ihnen auf der einsamen Insel Sounder zu verbringen. Hier gibt es keinen Strom, kein Telefon, keine Tankstelle. Sie flieht zugleich vor ihrer festgefahrenen Ehe und der Erinnerung an ein Unglück, das auch nach vielen Jahren noch einen Schatten auf ihr Leben wirft. Auf Sounder trifft sie die charismatische Betty. Die alte Dame und die Insel werden Susannahs Leben für immer verändern …
Statement:
Die Insel Sounder wird für ein Jahr das neue Zuhause von Susannah und ihren Kindern, ohne Ehemann bzw. Vater. Es ist eine Auszeit,. allerdings auch die Hoffnung auf einen Neustart. Nucht nur für die Kinder, sondern auch für Susannah und Matt. Große Schwierigkeiten mit Katie hatten zu dieser Entscheidung geführt. Sounder, eine einsame Insel an der Ostküste, das hieß, keine Elektrizität, kein Internet, kein Telefon, nichts, leben wie ein Einsiedler.
Es sind ansich zwei Geschichten, die uns das Buch "Das Leuchten der Insel" erzählt. Es ist ein vielschichtiges Buch, getragen durch die einzelnen Geschichten, mit ihren Rückblenden, von Susannah und Betty. Freud und Leid liegen oft dicht nebeneinander. Und so war es mit Betty ebenfalls, die seit nunmehr dreißig Jahren mit ihrem Sohn dort lebte.
Auf dieser Insel treffen diese beiden Frauen aufeinander. Nach den ausführlichen Beschreibungen im Buch scheint Sounders eine wahrhafte Oase zu sein, in der man gern lebt und das Leben neu entdeckt. Wie das allerdings alles ohne die für uns zu alltäglichen Leben gehörende Elektrizität gehen soll, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte. Ich persönlich finde es schon interessant, sich den täglichen Herausforderungen, wie z. B. die Lebensmittelbeschaffung und -haltung zu stellen.
Eine weitere interessante Charaktere wohnt ebenfalls auf der Insel Sounder - Barfuß, ein Einsiedler wie aus dem Bilderbuch, mit seinem Hund Toby. (Nun, hier konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen, denn unser Hund heißt genauso!) Was für eine Rolle er im Leben der Neuankömmlinge spielen wird, besonders für die Kinder Katie und Quinn, lest selbst.
Betty und Susannah haben etwas gemeinsam - sie tragen eine schwere Last aus der Vergangenheit mit sich herum, nur Vergangenes kann man nicht reparieren, und wenn Schuld und Kummer einen derart belasten, muss man versuchen, einen neuen Weg in die Zukunft zu finden. Susannah konnte es nicht mehr ertragen, dass ihre Tochter ihrer Meinung nach in ein schlechtes Milieu abdriftete und viel schlimmer noch, die ganze Familie litt. Aber es war Susannahs Vergangenheit, das vermeintliche Gefühl, mit Schuld an dem Tod ihrer kleinen Schwester zu tragen. Und das obwohl ihr alkoholkranker Vater bei einem Bootsausflug viel zu riskant und schnell gefahren war, das Mädchen über Bord ging. Susannah - hatte sie wirklich die Verantwortung dafür zu tragen? Wer nahm ihr diese schwere Last von den Schultern, sie war doch damals selbst noch ein Kind gewesen.
Die Kapitel lassen sich flüssig lesen, gerade durch den Wechsel der Erzählungen von Betty und Susannah.
S. 394 Susannah umklammerte das Handy und drückte es mit aller Kraft an ihr Ohr. "Ich weiß", sagte sie. Und das Gewicht, das dreiunddreißig Jahre auf ihr gelastet hatte, glitt von ihrem Herzen ab, sickerte aus ihren Poren hinaus und verdampfte und ließ sie leicht, atemlos und durchsichtig zurück. "Ich weiß", wiederholte sie. "Es war nicht meine Schuld." Und dieses Mal wusste sie zum ersten Mal, dass es stimmte.
Fakt ist …
"Das Leuchten der Insel" ist wieder einmal ein Buch, wo die kurze Inhaltsangabe nicht aufzeigt, was für ein Juwel sich hier verbirgt. Es erhält meine hundertprozentige Leseempfehlung. Nicht seicht, auch nicht ganz leicht, allerdings von der Thematik sehr glaubwürdig, es berührt das Herz, zeigt auf, dass es immer wieder Möglichkeiten gibt, Dinge zu ändern/verändern, sich selbst nicht aufzugeben – auch wenn das Leben manchmal uns vor eine schwierige Entscheidung stellt!
P.S. Und wen es interessiert, der liest sich die interessanten Interviews zu meiner Reihe "1-2-3-Fragen an... " durch, wo es darum geht, z. B. sieben Tage ohne Fernsehen oder Auto auszukommen.
Erinnert Ihr euch noch an meine Rezension zum Buch von Linda Olsson - Die Fremde am Meer? So erging es mir mit diesem Buch wieder, vielleicht weil ich Mutter bin (allerdings wenn auch von zwei erwachsenen Mädchen), vielleicht auch nicht. Auch hier ging es um Verlust, Schuld in der Kindheit …
Ich würde mich freuen, wenn "Das Leuchten der Insel" von Kathleen McCleary viele neue Leser erreicht.
Es kommt auf meine Top-Ten Listen 2013.
Vita:
Kathleen McCleary, geboren in Michigan, arbeitet als Journalistin für verschiedenste Magazine und Zeitungen, darunter die "New York Times", "Good Housekeeping", "Martha Stewart Living" und "Reader's Digest". Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in Virginia, wo sie an ihrem zweiten Roman arbeitet.
Themen:
Heyne-Verlag
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Kathleen McCleary
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TopTen 2013
Mittwoch, 14. August 2013
[Rezension] "Die Auslese - Nur die Besten überleben" - Joelle Charbonneau
Mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages darf diese Rezension schon veröffentlicht werden!
Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.
Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …
Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!
Joelle Charbonneau - Die Auslese - Nur die Besten überleben
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
416 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
(26. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764531171
Originaltitel: The Testing (Book I) |
Verlagsinfo:
Sie wurden auserwählt, um zu führen - oder zu sterbenNach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.
Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …
Dich erwarten Gefahr, Liebe - und nackte Angst!
Statement:
Sie wurde auserwählt – um zu führen – oder zu sterben, dass
wurde Cia vor Augen geführt, nachdem ihre Zimmergenossin in Tosu-Stadt sich das
Leben genommen hatte.
Für die sechzehnjährige Cia geht ein Traum in Erfüllung:
Sie gehörte zu den Auserwählten, die sich für die Auslese qualifiziert hatten.
Am Abend vor ihrer Reise nach Tosu-Stadt allerdings erfährt sie von ihrem
Vater, dass er ebenfalls diese Prüfung hinter sich gebracht hatte. Sein
gesprochener Satz „Du hättest nie ausgewählt werden dürfen.“ (S. 43) brachte
Cia für den Moment ins Schwanken, denn ihr Vater brach nunmehr sein selbst
auferlegtes Schweigen und erzählt von seinen Albträumen.
Wahrheit – Wirklichkeit – Halluzinationen – Träume?
Doch es war eine Ehre im Commenwealth zu den Ausgewählten zu
gehören. Verheerende Kriege hatten die USA zerstört, vernichtet, verseucht. Was
von der Bevölkerung übrig geblieben war, hatte sich in Kolonien zusammengetan,
denn nur gemeinsam konnte man überleben. Vor allem galt es, einen neuen Staat
aufzubauen. Allerdings soll die neue Gesellschaft von kompetenten,
hochqualifizierten Leuten geführt werden. Nur die Besten würden die Tests des
Programms „Die Auslese“ bestehen und zur Universitätausbildung zugelassen
werden. Getroffene Entscheidungen können nicht rückgängig gemacht werden. Die
Art und Weise, genau die Entscheidung zu treffen, eigennütz, egoistisch, zum
Wohle der gesamten Gesellschaft, am Ende wird sich herausstellen, wer
prädestiniert war als Führer.
Das Buch ist geschrieben aus der Perspektive von Cia. Gerade
hierdurch katapuliert die Autorin den Leser direkt in die Handlung,
er erlebt beklemmende Momente, Spannung, Emotionen, Gefühle pur. Nach anscheinend
unverfänglichem Anfang ist es einem wie ein Raketenschub und man fühlt sich
mitten drin im Geschehen.
Cia lebt mit ihrer Familie, den Eltern und Brüdern, in der
Kolonie Five Lakes. Es ist schon einige Jahre her, dass jemand aus dieser
Kolonie für die Auslese ausgewählt wurde, aber nun gehörte sie mit Malachi,
Zendri und Tomas dazu. Die sechszehnjährige Cia, intelligent, wissensdurstig,
und eine junge, heranwachsende Frau. Der Wille zum Überleben, mit Bedacht und
einer gesunden Vorsicht geht sie an ihre gestellten Aufgaben heran, besteht
ihre Tests und erlebt, welche Folgen das Versagen, einer getroffenen
(Fehl-)Entscheidung mit sich bringen. Trotz ihrer Selbstzweifel verliert sie
nicht den Mut, erinnert sich immer wieder an die letzten Worte ihres Vaters
beim Abschied „Cia, du darfst niemanden vertrauen.“ (Zitat S. 62)
Wohl wissend, dass ich NICHT dem Hype von Dystopien erlegen bin, auch nicht „Die Tribute von
Panem“ gelesen geschweige gesehen habe, hat das Buch „Die Auslese“ mich in seinen Bann gezogen, und selbst beim Schreiben meines Leseeindrucks
halte ich zeitweise noch den Atem an.
Zitat S. 103
Ich kenne diesen Raum.
Weiße Wände.
Weißer Boden.
Schwarze Tische.
Dies ist der Prüfungsraum aus den Albträumen meines Vaters.
WEM kann ich vertrauen?
Fazit:
Das Buch ist unglaublich spannend. Nichtwissend, wer am Ende
eines Tests überlebt, wie es weitergeht, und am Ende kann man nur auf den Satz
zurückgreifen: „.. vertraue niemanden – nur dir selbst!“
Sicherlich werden Dystopie-Bücher nicht dazu beitragen, ein
totales Umdenken der jetzigen Menschheit zu bewirken. Aber der Samenkorn ist
schon lange gelegt, um solche Szenarien wie sie u. a. in „Die Auslese“
geschildert wurden, Kriege von unvorhersehbaren Ausmaße, zu verhindern.
Inhaltlich ein Erlebnis, und das beeindruckende Cover ein Hingucker. „Die
Auslese“ – ein Buch mit Bestseller-Potenzial! Nein - für mich ist es ein Bestseller!
Absolute Kauf- und Leseempfehlung - ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher*****
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
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TopTen 2013
Freitag, 19. Juli 2013
[Rezension] Das Geheimnis der Herzkirschen ~ Katryn Berlinger
Katryn Berlinger
Das Geheimnis der Herzkirschen
ET: Mai 2013
Taschenbuch
Knaur TB
Sprache: Deutsch
Seiten: 464
ISBN: 978-3-426-51262-3
Seiten: 464
ISBN: 978-3-426-51262-3
€ 8,99
© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar!
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar!
Nach einer zerbrochenen Liebe fürchtet Isabel, nie mehr den
richtigen Mann zu finden. Ihre Ängste werden verstärkt durch ihre Mutter, eine
bis ins Herz kalte Frau, die ihr erzählt, dass in ihrer Familie die Liebe nie
eine Rolle gespielt habe. Isabel ist zutiefst verletzt. Doch dann stirbt die
Mutter – und Isabel steht vor einer überraschenden Hinterlassenschaft: Eine
fremde Frau hat sie im Jahr ihrer Geburt als Erbin eines Grundstücks auf einer
schwedischen Insel eingesetzt. Wer ist diese Frau?
„Dieser Roman ist mein persönlichster“, so Katryn Berliner
über „Das Geheimnis der Herzkirschen“.
Es war nicht nur der Klappentext, der mich neugierig auf ein
weiteres Buch von Katryn Berlinger machte, hinzu kam ein Cover, so wunderschön
und einladend.
Was war nun das Geheimnis um die Herzkirschen, deren Bäume
auf dem Grundstück in Schweden der verstorbenen Linnea standen?
„Das Geheimnis der Herzkirschen“, das Geheimnis von Agnes,
Linnea und Constanze. Eine Liebesgeschichte einer unglücklichen Liebe, wer
weiß. Es braucht nur wenige Minuten, um sich voll in die Geschichte fallen zu
lassen, die so groß und so stark, so gefühlvoll und doch auch so tragisch ist,
man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Leser ist dazu „verdammt“,
dieses wieder mal so gut geschriebene Buch von der Autorin nonstop zu lesen.
Ihre Art und Weise, wie Katryn Berlinger den Protagonisten durch die bildhaft geschriebene Darstellung der Gefühle, ihrer
Persönlichkeit, entwickelt, erlaubt es, voll und ganz in die Handlung
einzutauchen.
Ich weiß nicht genau, was an diesem Buch ist, doch ich mag
es! Es gibt einige Kapitel, da spürt man förmlich die Traurigkeit, nicht
geweinte Tränen. Die Autorin erklärt es in ihrem Nachwort. Verlust, Tod,
Trauer, wer kennt dies nicht, doch sicher kann es sehr schmerzhaft sein, wenn
man die Mutter verliert.
Was genau bringt es, intensiv auf die Handlung, die
Protagonisten einzugehen. Dieser Roman ist nicht nur eine Geschichte, sondern
mehrere und sie sind geschrieben worden, um die Frage zu klären, ob
unglückliche Liebe vererbbar ist.
Die Handlung beginnt vor über 100 Jahren, 1904, im Hafen von
Swakopmund, der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, mit Agnes Meding. Über 70 Jahre
weiter in Schweden, hier lebt die alte Freundin von Agnes, Linnea. Endlich
war es da, ein Mädchen, so stand es im Telegramm.
Es war an der Zeit, alles zu ordnen.
Es war aber auch an der Zeit, dass das Schweigen ein Ende
hatte – so Linnea.
Im nächsten Kapitel geht die Zeitreise in das Jahr 2013,
mitten in der Hochzeitsfeier von Isabels bester Freundin Simone. Voller
Erwartungen möchte Isabel natürlich den Brautstrauß fangen, ihren Freund
Henning heiraten usw. Doch es kommt anders. Alles scheint wieder einmal schief
zu laufen in ihrem Leben. Kein Brautstrauß, kein Freund mehr, den Job verloren.
Abwechslung soll nunmehr der Urlaub mit Simone in den Bergen bringen. Eine
Zufallsbegegnung mit einem Biker, der sie auf einer Bergtour zu Fall bringt,
dann die Anrufe aus dem Heim ihrer Mutter, die plötzliche Abreise von Isabel.
In den letzten Stunden, die ihr noch mit Constanze verbleiben, wünscht sie sich
nur eins, dass ihre Mutter die sie quälenden, belastenden Fragen beantwortet.
S. 109 „Isy, schau nicht mehr in die Vergangenheit zurück. Was vorbei ist, ist vorbei.“
Im jeweiligen Wechsel wird die Geschichte von den Frauen
erzählt, Vergangenheit und Gegenwart, oft ein Spagat, dass der Leser dem gut
folgen kann. Dieser Spagat ist der Autorin sehr gut gelungen und spätestens
nach dem Kapitel, in dem Constanze stirbt, ist es nicht mehr möglich, sich
diesem Buch auch nur stückweise zu entziehen.
„Das Geheimnis der Herzkirschen“ ist ein Buch, für das man
sich Zeit nehmen sollte. Es ist nicht mal eben einfach so weggelesen und auch
im nachhinein wirkt es. Die Suche nach der Liebe, die Begegnung mit dem Tod,
dem Alltag, Melancholie, Gefühle, offen für das Leben, der Lebensfreude. Das
Fühlen füreinander da zu sein, dem anderen zu gehören, schon am Anfang macht
uns die Handlung mit dem Rumba, dem Tanz, bekannt. Wer sich derart intensiv auf
diesen Tanz einlässt, der spürt das Werben des Partners, das Miteinander und
die Ausstrahlung, die beide nach Außen tragen, es wird von den Menschen Drumherum
wahrgenommen. Meiner Meinung nach ist es genau das, was die Autorin durch die
Intensivität, ihrer persönlichen Betroffenheit geschafft hat: den Leser in
diese Verbindung, den Berührungen, mit hineinzuziehen und ein Stück daran teilzuhaben.
„Erinnerungen, sie leben, doch die Dämonen können wir
verjagen.“
© Hannelore Kühlcke
P.S. Ich liebe Mozart :-)Meine Lese-/Kaufempfehlung !!!
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TopTen 2013
Donnerstag, 18. Juli 2013
[Rezension] Die Insel des Mondes ~ Beatrix Mannel
Beatrix Mannel
Die Insel des Mondes
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357464
€ 9,99
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Auf der geheimnisvollen Insel Madagaskar wartet ein schicksalhaftes Vermächtnis
Madagaskar 1880: Nach dem dramatischen Ende ihrer Ehe wagt die junge Paula auf der entlegenen Insel den Neubeginn. Auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde will sie deren Rezepte weiterentwickeln und den großen Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Als Paula zusammen mit drei Männern den gefährlichen Weg durch den Dschungel antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Und dann beschwört ihre Ankunft auf der verlassenen Plantage dunkle Geister der Vergangenheit herauf, die Paula in ein tödliches Spiel zwingen. Ein Spiel, das sie allein mit einem magischen Duft gewinnen kann, einem Duft, der nicht nur ihre Seele rettet, sondern auch ihr verwundetes Herz.
Beginnend mit der Erklärung zu „Angelica Archangelica,
Engelwurz, das Öl aus der Wurzel dient u. a. zur Liquerfabrikation, das Öl der
Samen wird für Parfümzwecke genommen ist es ein Anfang, der ahnen lässt, wohin
die Lesereise gehen wird.
Zu ihrem 14. Geburtstag am 6. Juni 1872 erhält Paula, die
mit ihren Eltern und Brüdern in einer großen Villa in Schwabing lebt, eher
merkwürdige Geschenke.
Drei Glasflakons sowie
ein dickes, in einem abgegriffenen fleckigen Ledereinband gefasstes,
Buch. Großmutter Mathilda, Paula hatte von dieser nie gehört, hatte ihr dieses
hinterlassen. Sich ihrem Kind zu offenbaren, war für Paulas Mutter grauenvoll.
Sie war in dieser Ferne aufgewachsen, Madagaskar, fernab von allem.
Mit diesem Buch ändert sich vieles für Paula, nicht gleich,
aber ihr Interesse, die Neugier ist geweckt. Ferne Länder, für sie so nicht
vorstellbar.
Kaum, dass sie ihre Ehe durch Scheidung hinter sich gelassen
hatte, macht Paula sich 1880 auf in ein neues Leben, Madagaskar. Ihre
Vergangenheit, ihr Leben in München, wie ein Kartenhaus war es nach dem Tod des
Vaters über die Familie zusammengebrochen.
Mit der einheimischen Noria und drei männlichen
Reisebegleitern macht sie sich auf den Weg. Es ist kein Zuckerschlecken, dieser
Weg durch den Duschungel. Allein es galt das Land ihrer Großmutter Maathilda zu
finden.
Die drei Männer an ihrer Seite, deren Absichten sehr
undurchsichtig sind, unterschiedlicher könnten sie gar nicht sein.
Da ist zum einen Morten, der Norweger, ein Missionar seiner
Aussage nach. Seine Bekanntschaft machte Paula das erste Mal im Bordell von
Madame Rivet, als sie wegen ihrer selbstgemachten Seifen dort eingeladen wurde.
Was hat es mit Lázló
und Villeneuve auf sich?
Die Geschichte von Paula und Mathilda, es ist eine
unfassbar, schwer in Worte zu kleidende Reise. Von Beginn an ist es wie eine
unsichtbare Hand, auf der man Platz genommen hat und durch eine faszinierende,
spannende, traumhaft und magische Geschichte getragen wird.
Kapitelüberschriften wie z. B. „Der Esel hat lieber Stroh
denn Gold“ (es umfasst gerade mal anderthalb Seiten, ist aber sehr
aufschlussreich), oder die Namen von Pflanzen bzw. Blumen mit ihren
Erklärungen, das alles gehört zu den Geheimnissen der Duftkreationen, der
Vanilleplantage, dem Geheimnis von Mathilda.
Treffend dazu die Kopfzeile des Buchrückentextes „Ein
gefährlicher Duft, eine Insel voller Geheimnisse, eine magische Liebe.“
Doch es ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, es
ist auch das unbekannte Land mit seinen alten Traditionen. Diese nicht zu
beachten, kann u. U. den Tod bedeuten. Was mich immer wieder an historischen
Romanen fasziniert, ist das Einfließen von der wirklichen Vergangenheit mit
ihren Personen – die wiederum mit einer Geschichte wunderbar miteinander
verflochten einen tollen Roman ergeben.
Statt eines Nachwortes „Was wahr und was unwahr ist“
schreibt die Autorin ausführlich über ihre Recherchen. Das Glossar listet
erklärende Namen und Begriffe auf.
Ist es der magische Duft, der Duft von Madagaskar, von der
Vanille (Vanille in Stangenform wird als Königin der Gewürze bezeichnet), deren
Geruch sich wie ein unsichtbares Netz um den Leser legt? Ist es die Komposition
von Handlung, Information, der wunderbaren Landschaft Madagaskars, die Zutaten
von Historie und Romantik. Es gebe noch viel mehr aufzuschreiben, doch dann
würde meine Lesermeinung mal wieder endlos werden.
Wieder einmal eine Autorin, von der ich bislang noch kein
Buch gelesen habe, jedenfalls nicht unter dem Namen Beatrix Mannel. Schade,
nachdem ich nunmehr „Die Insel der Monde“ ausgelesen und meine Meinung
öffentlich mache. Doch anhand der massenhaften jährlichen Neuerscheinungen ist
es kein Wunder, und man kann nur hoffen, dass solche Juwele wie dieses Buch
hoffentlich NICHT untergehen. Es hat definitiv einen besseren Platz auf der
Amazonliste verdient.
Ich gebe FÜNF Lesegenuss-Bücher
Beatrix Mannel studierte Theater- und
Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen.
Heute ist Beatrix Mannel freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und
Erwachsene. Nach „Die Hexengabe“ und „Der Duft der Wüstenrose“ ist „Die Insel
des Mondes“ ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer
Familie in München.
Sonntag, 16. Juni 2013
[Rezension] Der Duft von Tee - Hannah Tunnicliffe

Der Duft von Tee
Taschenbuch
400 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357372
Originaltitel: The
Colour of Tea
€ 8,99„Es war Zeit für mich, ein eigenes Leben zu finden. Es war das Ende der Hoffnung und auch ihr Anfang.“
Plötzlich findet sich die junge Grace Miller auf der tropischen Halbinsel Macao wieder, auf der ihr australischer Ehemann einen neuen Job angenommen hat. Kaum angekommen, trifft sie allerdings ein schmerzlicher Schicksalsschlag: Grace muss erfahren, dass sich ihr sehnlicher Kinderwunsch nie erfüllen wird. Allein in einem fremden Land, ohne einen Vertrauten, gerät auch noch ihre Ehe in eine schwere Krise, sodass Grace beschließt, sich auf eigene Faust einen Lebenstraum zu erfüllen: Sie eröffnet das „Lillian’s“, ein liebevoll eingerichtetes Café, in dem sie nicht nur während ihrer Leidenschaft, dem Herstellen ihrer gerühmten Macarons, sondern auch bei den einheimischen Frauen Trost findet. Doch bevor Grace ihr persönliches Glück verwirklich kann, muss sie sich zunächst der Vergangenheit stellen, die sie allmählich einzuholen droht.
Statement:
Die Geschichte „Der Duft von Tee“ handelt von Grace und Pete
und ihrem neuen Leben in Macao. Pete leitet dort ein neues Bauprojekt, den
Aufbau eines neuen Casinos, während Grace derzeit nicht arbeitet. Grace leidet
enorm unter der Kinderlosigkeit, alle Versuche ein Baby zu bekommen, scheitern.
Und so ist auch der Anfang, man scheint mitten in den Sog der Depression
hineinzugeraten. Grace, eine junge
Frau, Mitte Dreißig, eine Blume, verwelkt, mitten im Stadtteil Macaos, die die Chinesen auch Schönste Blumenstadt
nennen.
Durch ihre Erinnerungen an ihre Mutter, die fiktiven
Gespräche mit ihr, lockert sich die Atmosphäre und man taucht immer intensiver
in die Geschichte hinein.
Während Pete immer weniger Zeit für seine Frau hat, fällt
Grace in eine Art Lethargie. Nichts ist mehr wichtig, sie vernachlässigt alles,
von dem Gedanken betäubnt, nie ein eigenes Kind zu haben. Dabei war es der
größte Wunsch von Grace und Pete, eine Familie zu gründen.
Durch Zufall stößt Grace auf ein leerstehendes Geschäft, und
verbeißt sich in den Gedanken, ein Cafe zu eröffnen. Das Talent zum Backen hat
sie. Grace und die Erinnerungen an ihre Mum, an Frankreich, Paris, an die
geliebten Macarons, sie wirft den Gedanken auf einen weiteren Versuch ihren
Kinderwunsch zu verwirklichen, über Bord. Ja, sie widersetzt sich sogar gegen
Pete und eröffnet ihr Cafe, das „Lillian’s.“
Zitat S. 50
„Irgendwo in meinem Inneren höre ich Mamas lachende
Stimme: „Oh, Gracie, du brauchst mehr Mut. Sei doch etwas dreister, so wie
deine Mutter.“
Und das Cafe wird zu einem wahren Erfolg. Die Leute lieben
die Macarons, den Tee.
Aber das „Lillian’s“ ist weitaus mehr als nur ein Cafe. Es
wird zum Treffpunkt, und es wird für manche Menschen Veränderungen geben.
Auch wenn es hier und da Schwierigkeiten gibt, Pete ihr
sogar unterstellt, sich in Leon, dem hilfsbereiten Franzosen, verguckt zu
haben, die Zeichen stehen gut für Grace. Die Entwicklung der Charaktere zu
sehen, mit welcher Leidenschaft sie ihr Cafe betreibt, die detaillierten
Beschreibungen, manchmal nur so eine klitzekleine Kleinigkeit, man spürt hier
das Herzblut der Autorin.
Jede weitere Nebenfigur, sei es Majorie, die für Grace im
Laufe der Handlung zu einer wahren Freundin wird, und nicht nur für Grace, oder
Rillie, ihre Hilfe im Cafe, die eine ganz besondere, eigene Geschichte hat.
Dann ist da noch Gigi, nun ja, zurückhaltend als Charaktere nicht wirklich,
nicht wortfaul, aber eine Nebenfigur, die für einen ganz besonderen
Schlusspunkt sorgt.
„Der Duft von Tee“, das Leben in Macao, man konnte es förmlich
riechen, das Schnattern der Leute in ihrem Dialekt hören.
Jedes Kapitel hat seine eigene Überschrift – in Französisch
und Deutsch.
Zitat S. 196 „La
Fièvre – Fieber“
Rose mit einer Ganache aus dunkler Schokolade und scharfem
Ingwer »
Wann immer Grace es wichtig ist, schreibt sie an ihre
Mutter. Diese Briefe sind m. E. ein ganz wichtiger Bestandteil für das Buch, so
wie mit dem kleinen gewissen Extra aus einer Macaronkreation etwas ganz
Besonderes daraus wird. Sie lässt ihre Mutter an ihrem jetzigen Leben, ihrem
Tun teilhaben, man könnte es auch Vergangenheitsbewältigung nennen.
„Der Duft von Tee“, ein exzellenter Debütroman von Hannah
Tunnicliffe, Gefühle, Emotionen. Ich hatte nur noch den Schluss zu lesen, als
ich selbst in einem ganz tiefen Loch steckte, und es tat gut, wirklich gut.
Meine Kauf- und Leseempfehlung.
Genießen Sie das Buch, das zauberhafte Cover hält, was es
verspricht.
Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Vita
Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie
studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao
und Kanada. Sie arbeitete einige Zeit in der Personalwirtschaft und als
Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem
Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien. Der Duft
von Tee ist ihr erster Roman.
Dieses Buch zählt auch für die Sommer-Challenge 2013 und kommt auf meine Liste TopTen2013
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Montag, 25. Februar 2013
(Post It 07) Projekt Armageddon - Susanne Gerdom
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an die Autorin
Susanne Gerdom
Projekt Armageddon
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 896 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 424 Seiten
Verlag: edition nusquam (5. August 2012)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B008TFGB2O
€ 4,99
Kurzinfo: (lt. Amazon)
Warnhinweis:
Nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet. Enthält Sex, Drogen & Götter.
Metatron, i.A. des HErrn
Bestens für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet. Was die Götter betrifft: GIYF
A. Antagonistides, Oberster Dämon
Lernt erst mal sterben.
Odin, Allvater
Ashley Fraxinus findet sich nach ihrem Tod unvermutet zwischen den Fronten eines seit Jahrtausenden tobenden Machtkampfes zwischen Göttern und Menschen, Engeln und Dämonen wieder. Der PLAN für ein geordnetes Weltende läuft, der Countdown tickt. Derweil kochen die dämonische Bürokratie und das Himmlische HQ ihr eigenes Süppchen. Mit im Spiel ist auch noch der in seinem Exil schmollende Luzifer, der eifrig intrigierend in der Quantenmetaphysik herumrührt. Die längst in Rente gegangenen Götter Odin und Loki, zerstrittene Brüder mit einem gemeinsamen Feind, versuchen, ihre eigene Haut und nebenbei die Welt zu retten. Und wer hat nun eigentlich wirklich Iduns goldene Äpfel gestohlen?
Ash macht sich auf, die Rätsel zu lösen und Armageddon zu verhindern. Oder wenigstens bis zum Kaffee wieder zu Hause in ihrem alten Leben zu sein …
Autor:Nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet. Enthält Sex, Drogen & Götter.
Metatron, i.A. des HErrn
Bestens für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet. Was die Götter betrifft: GIYF
A. Antagonistides, Oberster Dämon
Lernt erst mal sterben.
Odin, Allvater
Ashley Fraxinus findet sich nach ihrem Tod unvermutet zwischen den Fronten eines seit Jahrtausenden tobenden Machtkampfes zwischen Göttern und Menschen, Engeln und Dämonen wieder. Der PLAN für ein geordnetes Weltende läuft, der Countdown tickt. Derweil kochen die dämonische Bürokratie und das Himmlische HQ ihr eigenes Süppchen. Mit im Spiel ist auch noch der in seinem Exil schmollende Luzifer, der eifrig intrigierend in der Quantenmetaphysik herumrührt. Die längst in Rente gegangenen Götter Odin und Loki, zerstrittene Brüder mit einem gemeinsamen Feind, versuchen, ihre eigene Haut und nebenbei die Welt zu retten. Und wer hat nun eigentlich wirklich Iduns goldene Äpfel gestohlen?
Ash macht sich auf, die Rätsel zu lösen und Armageddon zu verhindern. Oder wenigstens bis zum Kaffee wieder zu Hause in ihrem alten Leben zu sein …
Susanne Gerdom, geboren in Düsseldorf, lebt, wohnt und arbeitet im Familienverband mit vier Katzen und zwei Menschen in einer kleinen Stadt am Niederrhein, bezeichnet sich selbst als „Napfschnecke“, die ungern ihr Haus verlässt, und ist während ihrer wachen Stunden im Internet zu finden. Wenn sie nicht gerade schreibt. Manchmal auch, während sie schreibt. Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene für die Verlage Piper, ArsEdition und Ueberreuter. Man findet sie dort auch unter den Pseudonymen Frances G. Hill und Julian Frost.
Statement:
>> Götter, worauf habe ich mich da bloß eingelassen
<<
„Projekt Armageddon“, der Countdown läuft ... die Uhren
ticken ... der PLAN ist angelaufen. Eine Vorstellung, von dem was sie als Leser
erwartet? Lassen Sie es!
Ash und Ravi, die beiden Protagonisten der Story, brechen zu
einer letzten Spritztour mit dem Motorrad auf, bevor Ravi für Jahre hinter den
Mauern eines besonderen Internats verschwindet. Dabei verunglücken beide
tödlich. Ihre „Seelen“ finden sich in einer aufregend, spannend geschilderten
Story wieder. In dieser anderen, dunkel-düsteren geschilderten Welt, zwischen
Engel und Dämonen tobt der Kampf, arbeitet der PLAN.
Man muss sich nicht in der Mythologie besonders gut
auskennen, Götter, Namen, ihre Bedeutung. Die gelungene Kombination zwischen
Mythos und Fantasie, und doch so verrückten Geschichte, ich habe noch nie so
etwas in der Art gelesen.
Aus einer grandiosen Idee ist eine Story geworden, vor der
ich innerlich meinen Hut ziehe, „Projekt Armageddon“.
Die Entwicklung der Charaktere ist etwas, was der Autorin
wieder einmal sehr gut gelungen ist. Man lebt mit ihnen, leidet und sieht ihre
Fortschritte. Und Ash, die nun einmal
die Enkeltochter von Allvater Odin ist, er sich nach ihrem Unfalltod auf die
Suche nach ihr begibt, denn er braucht sie, um den Schlusspunkt hinter dem PLAN
zu verhindern.
Ich habe gelitten, geschmunzelt, mich teils gegruselt durch
gewisse Szenen im Limbus, den Kopf geschüttelt, mich selbst für verrückt
erklärt, doch es gibt nichts, rein gar nichts, was an dieser Geschichte zu kritisieren
sei.
Fakt ist, dass mich wieder einmal die Autorin mit einem Buch
überrascht hat, an dessen Ende ich verblüfft und so was von zufrieden die
elektronisch letzte Seite zugeklappt habe.
„Projekt Armageddon“, auf dem Reader zu lesen, ab und an
wäre mir das Buch in der Hand lieber gewesen.
Ich denke, es hätte mich verschlungen, reingerissen in die
Szenen.
„Projekt Armageddon“ – ist es wirklich zu Ende?
„Projekt Armageddon“ – so was von gut, mehr als gut. Es
stellt sich hier die Frage, ob die Autorin Susanne Gerdom als Gottheit sich
unter die Menschen begeben hat, um uns diese Geschichte präsentieren zu können.
Ich weiß, dies ist keine Rezension wie erwartet. Muss ich
auch nicht.
Wer „Projekt Armageddon“ bisher noch nicht gelesen hat, tut
es!
Es ist das erste Buch auf meiner TopTen-Liste 2013.
Vielen Dank an Susanne Gerdom, dass ich dieses Buch lesen durfte, trotz meiner "Allergie" gegen Ebooks.
"Projekt Armageddon", an das ich mich bislang nicht rangewagt hatte.
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