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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Sonntag, 29. Dezember 2013

(Rezension) Marie und Ambrosius * Katja Reider * Franziska Harvey


Katja Reider /Franziska Harvey
Marie und Ambrosius
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (Februar 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3455380347
Buchkauf 2010

Kurzbeschreibung:
Huhn und Maulwurf - das Traumpaar entdeckt sich. Das Glück liegt näher, als man denkt. Man muss nur ganz genau hinsehen. Das erkennen auch Marie und Ambrosius, als sie einander endlich wiedergefunden haben.
Eigentlich gehören Marie und Ambrosius zueinander wie Brot und Butter, Zimt und Zucker, Pfannkuchen und Apfelmus. Aber die neugierige Marie will die Welt sehen und flattert auf und davon. Ambrosius bleibt als Erinnerung eine zarte weiße Feder. Doch die Körner schmecken anderswo auch nicht besser, und oft lernt man etwas erst richtig lieben, wenn man es schon fast verloren hat. Und so klopft Marie eines Tages zaghaft wieder bei Ambrosius an. 
Meine Meinung:
Marie, das Huhn, und Ambrosius, der Maulwurf, sie hatten sich gefunden und gehörten zusammen. Doch eines Tages beschloss Marie neue Wege zu gehen, andere Orte kennen zu lernen, ohne Ambrosius. Zum Abschied zupfte sie eine Feder aus ihrem Gefieder und ließ sie Ambrosius zur Erinnerung da.
Doch wo Marie auch hinging, Abenteuer erlebte, neue Körner pickte, eine neue Feder wuchs nicht nach, die Stelle blieb kahl. Irgendwie fehlte etwas.
Ambrosius hingegen überlegte, was er mit der Feder machen wollte. Nur sie wegschmeißen, das konnte er dann doch nicht.
Letztendlich erkennt Marie, wo sie hingehört, wo ihr Glück liegt.
Auch wenn das Buch „nur“ 32 Seiten hat, die wenigen Sätze haben eine große Aussagekraft und harmonisieren mit den wunderschönen Illustrationen.
Man erkennt so viel in den gezeichneten Tieren.
Fazit:
Eine wunderbare Liebesgeschichte unter Tieren, die zeigt, dass man manchmal einen neuen Weg beschreiten muss, um zu erkennen, wo sein Glück zu finden ist.
Spoiler:
„Ambrosius wartete.

Denn er war geduldig und manchmal kannte er Marie besser, als sie sich selbst kannte.“

Ein chinesisches Sprichwort sagt:
Liebe ist die Kraft, die allen Wesen Leben schafft.
Fünf Lesegenuss-Bücher

Samstag, 28. Dezember 2013

(Rezension) "Hexensturm" - Schwestern des Mondes - Yasmine Galenorn



http://www.droemer-knaur.de/buch/7787893/schwestern-des-mondes-hexensturm


Yasmine Galenorn
Schwestern des Mondes  - Hexensturm –
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426514115
Originaltitel: Courting Darkness
€ 9,99
auch als E-Book erhältlich

Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite



© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!

Statement:
Die Geschichte „Hexensturm“ wird von der Hauptprotagonistin Camille erzählt, um der sich in diesem Band alles dreht. Nunmehr der 10. Band zur Reihe „Schwestern des Mondes“ von Yasmine Galenorn.
Für alle Neueinsteiger findet sich am Ende eine Auflistung der Charaktere, ebenso hilfreich das Glossar. So habe ich vorsorglich erst einmal am Ende angefangen, bevor ich mich ganz der Geschichte widmete.
„Hexensturm“ beginnt spannend, denn nach ihrer Rückkehr in ihr Zuhause wird die Gruppe in die Wayfarer Bar & Grill gerufen. Ein Notfall! Dort wartete ein Dämon und verlangte ausdrücklich nach Camille. Der Daimon Trytian hatte eine Botschaft für sie. Hyto will Rache an seiner Schwiegertochter Camille. Er macht sie allein verantwortlich für seinen Ausschluss. Camille wird von Hyto entführt. In seiner stinkenden Höhle untergebracht, missbraucht er sie. Doch Camille kann fliehen. Ein weiteres Problem, Chase, ein Mensch, der Lieblingspolizist und einer von Delilahs Liebhabern, wird durch ein Dimensionsportal gezogen. Es gilt ihn zu retten. Camille benötigt die Hilfe der Feenkönigin Aeval.
Ausgesprochen gut hat mir der Schreibstil der Autorin gefallen, und ebenso der Inhalt hat mich überzeugt.
Das Buch hat alles, was es braucht – guter Inhalt, Spannung, Leidenschaft, Sex, tolle Charaktere.
Für mich ganz klar, ich werde die Reihe von vorn beginnen.
Eine beeindruckende Story, die jeden Leser eintauchen lässt in diese fantastische Welt.
Ich gebe meine Leseempfehlung und fünf Lesegenuss-Bücher.


Sonntag, 15. Dezember 2013

Rezension Ich bin die, die niemand sieht ~ Julie Berry


Julie Berry
Ich bin die, die niemand sieht
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: cbj (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570402092
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: All the Truth That's in Me


Weitere Infos siehe unten



Verlagsinfo:
Die Wahrheit wird alles verändern …
An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können.

Statement:

Lottie war fünfzehn, als sie verschwand.
Judith war vierzehn.
Nach ein paar Jahren taucht Judith wieder auf.
Und die Wahrheit um das Verschwinden, den Tod von Lottie, wird die Dorfbewohner wie ein Glockenschlag treffen.
Die Wahrheit um was genau?
Was war geschehen in den vergangenen Jahren?
Doch Judith kann ihnen nicht die Wahrheit sagen. Zum einen hatte der Entführer ihr ein Stück Zunge abgeschnitten, damit sie nicht redete und ihn verriet, zum anderen war es ihre Mutter, die diese lallenden Worte nicht hören wollte.
Nein, sie verbot es regelrecht Judith, zu sprechen.
So wird sie zu einer Außenseiterin in der Gemeinde.
Aber eines kann man ihr nicht nehmen, ihre Beobachtungen, die Wahrnehmung der Leute und vor allem, was war aus ihrer Liebe zu Lucas geworden?
Auf eine ungewöhnliche Art beginnt das Buch. Nach einem ausführlichen Kapitel folgen kurze, wenige Sätze wie z. B.
„S. 28 – XVIII

Am Morgen kehre ich nach Hause zurück. Mutter schlägt mich so festg, dass sogar Darrel Mitleid hat.
»Gerade du solltest es besser wissen«, sagt sie. » Nach all den schlaflosen Nächten, die ich wegen dir hatte!«

Die Geschichte ist in der Ich-Erzählperspektive von Judith geschrieben. Diese Stimme, so emotional und manchmal so hilflos, das ist Judith.
Und immer wieder die Frage, wer hat Lottie ermordet? Es sind viele Bruchstücke, die sich mehr und mehr zu einem Stück zusammenfügen. Für den Leser anfänglich eine kleine Herausforderung, aber es braucht nicht viel, um in dieser so außergewöhnlich wie auch dramatisch geschriebenen Geschichte einzutauchen. Vergangenheit und Gegenwart, sie greifen wie Zahnräder nahtlos ineinander. Die Geschichte der „stummen“ Judith, erst als es um ihr und das Leben von Lucas geht, bricht sie das Schweigen dank Goody Pruett, der rettende Engel. Endlich soll und muss das dunkle Geheimnis der Gemeinde an die Oberfläche gebracht werden.
Am Schluss des Buches wird vom Inhalt einer hölzernen Truhe geschrieben, es war einmal die Kiste von Judiths verstorbenen Vater. Inhalt: Handtücher, Laken, alles feine Näharbeiten ihrer Mutter und dazwischen ein Quilt, ebenfalls Handarbeit. Und genauso wie die Zusammensetzung des Quilts ist das Buch aufgebaut, Stück für Stück zusammengesetzt, und das Endergebnis ein außergewöhnlich, für mich einzigartig.
Vieles in dem Buch bzw. der Handlung waren ausschlaggebend, nicht zu viel hierüber zu schreiben bzw. offen zu legen. Es gibt so viele Personen, Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt, doch über all dem steht die Hauptprotagonistin, Judith.
Fakt ist,
das Julie Berry mit „Ich bin die, die niemand sieht“ ein außergewöhnliches Jugendbuch geschrieben hat. Meine Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche,  der erwachsene Leser wird ebenso berührt und emotional sich angesprochen fühlen.
Ein Lesehighlight auf jeden Fall.

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar 




Vita:
Julie Berry wuchs als jüngstes von sieben Kindern auf einer Farm westlich von New York auf. Sie hat einen Abschluss in Kommunikationswissenschaften und einen M.F.A. in „Writing for children and young adults“ am Vermont College. Seit der Geburt ihres vierten Sohnes widmet sie sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben. Julie Berry lebt mit ihrer Familie in Massachusetts.

Sonntag, 8. Dezember 2013

[Kurzreport] Weihnachtspunsch & Weihnachtskater - Christiane Lind

Christiane Lind

Weihnachtspunsch & Weihnachtskater
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499259708
€ 8,00

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an die Autorin  für das Leseexemplar 


Mehr Informationen zur Autorin auf www.christianelind.de
(Schaut mal vorbei, da gibt es die nächsten Informationen zu neuen Büchern :-)
Wer schnurrt da unterm Weihnachtsbaum? Ob die Tierheimkater Max Kleinpfote und Moritz Fleck so kurz vor Heiligabend noch ein neues Zuhause finden werden? Was soll der Witwer Gottfried mit dem Kätzchen anfangen, das ihm beim Tannenbaumkauf im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände fällt? Muss Iris nach der Trennung von ihrem Freund wirklich alleine Weihnachten feiern, oder kann ihr verfressener Kater Maunz in letzter Minute dafür sorgen, dass sie doch noch Gesellschaft bekommt? In heiteren und humorvollen, besinnlichen und zuweilen auch nachdenklich stimmenden Geschichten zeigt Christiane Lind, dass unsere Samtpfoten meistens mehr vom Fest der Liebe verstehen, als wir Menschen denken. Fröhliche Weihnachten!

Statement:
Katzengeschichten rund um das Weihnachtsfest. In ihrem Nachwort erzählt die Autorin den Lesern, welche  Katze in ihrem Haushalt sie zu den jeweiligen Geschichten inspiriert hat. Diese Kombination, zum einen das Weihnachtsfest, dann dazu die Tiere, ist gut gelungen.
In der ersten Geschichte um die Familie Buchecker zeigt sich Der Graue, so heißt der Kater, und es stellt sich die Frage, will die Familie wirklich das so perfekte Weihnachtsfest? Ist nicht im Laufe der Jahre das in der Vergangenheit so schöne Weihnachtsfest verloren gegangen? Welche Werte zählen denn heute wirklich?
Schon nach der ersten Geschichte war ich begeistert, auch als Nicht-Katzentierhalter, wie die Autorin es auf den Punkt gebracht hat.
So mancher Leser wird sich hier wiederfinden.
In „Niemand will uns haben“ dreht sich alles um die beiden Katzenbrüder Max Kleinpfote und Moritz Fleck. Seit etlichen Wochen sind sie nun im Tierheim untergebracht, nachdem sie ihr Zuhause verloren hatten. Für diese beiden neue Besitzer zu finden, ist wahrlich schwer, denn Fleck ist sehr ängstlich, während Max unbedingt raus will. Die vielen Besucher können sich nicht für die Katzenbrüder entscheiden. Entweder suchen sie Rassekatzen oder junge Tiere.
Jede Geschichte ziert am Anfang eine Schnur mit einer Weihnachtskugel, die auch das Cover ziert. Und zusätzlich noch jeweils zur Geschichte eine Katzensilhouette.
Das Buch dient nicht nur als Lesefreude, sondern sich auch darauf zu besinnen, was es mit Weihnachten auf sich hat.
Wer ein Herz für Tiere hat, überlegt aber genau, ob es in sein Leben passt. Viel zu oft werden nach dem Fest Tiere ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben. Das muss wahrlich nicht sein.
Ein Buch nicht nur für Katzenliebhaber.
Wer jetzt noch ein Geschenk für Weihnachten sucht, ist hiermit wirklich gut bedient.
„Weihnachtspunsch & Weihnachtskater“, hier findet sich eine andere Christiane Lind, als ich sie bisher aus ihren Veröffentlichungen kenne.
Meine Lese- und Kaufempfehlung für „Weihnachtspunsch & Weihnachtskater“, ein Buch, an dem man jedes Jahr seine Freude haben kann.

Für dieses süße Buch vergebe ich fünf Lesegenuss-Bücher.
 

Dienstag, 3. Dezember 2013

(Rezension) Sechs Richtige und eine Falsche - Birgit Hasselbusch

Birgit Hasselbusch
Sechs Richtige und eine Falsche
Taschenbuch
272 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423249911
€ 14,90

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag  ür das Leseexemplar  

Bei einer Aktion des Verlags hatte ich dieses Buch gewonnen. Da der Verlag ein Spezial vorbereitet, habe ich es in den letzten Tagen gelesen und hier nun mein Eindruck:

Statement:
Fortuna hatte ihre Hand geöffnet und nunmehr gab es einen neuen Lottomillionär in Hamburg, dem Handlungsort der Geschichte „Sechs Richtige und eine Falsche“. Jule Claussen, Radioreporterin in einem Hamburger Rundfunksender, erhält trotz ihres Versäumnisses, der Teilnahme an der Montagskonferenz, von ihrem cholerischen Chef Dotz den Auftrag, Hamburger Lottomillionäre ausfindig zu machen und über diese zu berichten.
Jule, eine sympathische junge Frau, die nicht nur mit Liebesproblemen behaftet ist. Ein Freund der kommt und geht, wie es ihm gefällt. Jule, die jeden Morgen durch ihr Opernglas in die Auslage des Schuhladens gegenüber starrt und doch weiß, sie kann sich diese extrem teuren Schuhe nicht leisten. Ständig herrscht Ebbe auf ihrem Konto.
Nur gut, dass Jule zum einen Carl hat, ihren Vater-Ersatz, denn ihren leiblichen Vater hatte sie nie kennengelernt. Ihre Mutter hatte sie allein großgezogen. Aber es gab ja Carl, dem Besitzer des Gewürzladens unten im Altbauhaus, das ihm auch gehörte. Carl, mit dem Jule es genoss, zwischen all den Gewürzen in diesem ach so altmodisch, und doch so urgemütlichen Laden, auf einer Orangenkiste sitzend, ihren Kakao zu trinken. Carl, der ihr auch zur Seite stand, als Jules Mutter verstarb. Für Jule war dieser Laden ein zweites Zuhause.
Und dann war da noch ihre beste Freundin Verena, eine weitere Stütze in Jules Leben. Mit ihr besucht sie regelmäßig einmal die Woche einen Zumba-Kurs. Dort stellt Jule den anderen Frauen die entscheidende Frage, was würden sie mit dem Geld eines Lottogewinns machen.
Im Internet findet Jule dann noch einen Millionär, der von Barmbeck nach Blankenese verzogen war. War er dort wirklich glücklich oder vermisste er sein altes Leben?
Nichts in diesem Buch kommt klischeehaft herüber. Die Autorin schreibt sehr klar und deutlich über den beruflichen Alltag einer Redaktion und lässt auch die Protagonistin nicht ohne Fehler. So bleibt es nicht aus, dass diese in einem Radiointerview über die Lottomillionäre auf einmal so darsteht, als wäre sie die neue glückliche Lottomillionärin. Die Schlussfolgerungen und was noch so an Problemen auf Jule zukommen, herrlich. Und auf einmal taucht auch wieder – nach einer Woche Abstinenz – ihr ach so geliebter Freund wieder auf.

Zitat – Buch –
„Die Wahrscheinlichkeit, den Lottojackpot zu knacken,
liegt bei 1:140 Millionen.
Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz zu sterben,
liegt bei 1:3 Millionen.
Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,
das große Glück zu finden?

Das große Glück zu finden, manchmal läuft es einem über den Weg, und erkennt es nicht. Doch wenn Hindernisse sich in Luft auflösen, steht dem Glück nichts mehr im Weg.

Fakt ist:
„Sechs Richtige und eine Falsche“, jede einzelne Charaktere, jeder Handlungstrang ist glaubwürdig geschrieben. Man könnte sagen, wie aus dem Leben gegriffen. Nein, Langeweile kommt nicht auf. Das Buch mit seinen 272 Seiten lässt sich gut lesen und zum Ende hin klären sich einige Ungereimtheiten, bzw. offene Fragen. Zwar kurz und knapp gehalten, aber das reicht aus. Denn schließlich ging es ja bei der ganzen Aktion darum herauszufinden, wer waren denn diese Lottomillionäre. Das sind die kleinen (großen) Überraschungen, die Birgit Hasselbusch sich eben fast bis zum Schluss aufgehoben hat.
Das Buch „Sechs Richtige und eine Falsche“ macht jeden Leser zum Gewinner. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und gebe für den Debütroman der Autorin fünf Lesegenuss-Bücher.





Vita:
In der Schule hat die gebürtige Hamburgerin (geboren 1969) die Bücher aus Langeweile rückwärts gelesen. Seitdem kann sie auch rückwärts sprechen: Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. In Frankreich moderierte sie zum ersten Mal beim Radio. Das allerdings vorwärts! Dies tut sie auch heute noch in Hamburg bei NDR 90,3.
 

Dienstag, 26. November 2013

(Kurzreport) Sie haben sich aber gut gehalten - Lilli Beck


https://www.amazon.de/dp/3499256207/ref=as_li_tf_til?tag=lesebookloun-21&camp=1410&creative=6378&linkCode=as1&creativeASIN=3499256207&adid=07MQJBEJ869FF605WA7D&


Lilli Beck
Sie haben sich aber gut gehalten
Taschenbuch
272 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 5 (1. Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499256202
€ 8,99

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© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Rowohlt Verlag
Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar



 "Sie haben sich aber gut gehalten!" von der Autorin Lilli Beck gehörte in der letzten Zeit genau zu der Lektüre, die mir einfach nur gut tat.
Mit ihrer Freundin Suse plant Rosy ansich einen Wellness-Urlaub. Raus aus dem Haus, dem Alltagstrott hinter sich lassen und nach ihrer Scheidung endlich (vielleicht) in ein neues Leben starten. So ist der Plan. Das riesengroße Haus, leer, die Kinder erwachsen, also soll es verkauft werden. Ihr Ex-Mann ist damit einverstanden und mit dem Geld könnte Rosy gut leben. Allerdings hat sie die Rechnung ohne ihre Kinder gemacht. Doch der Immobilienmakler ist beauftragt und als dieser bei Rosy vor der Tür steht, stellt sich heraus, er war einmal ihre Jugendliebe.
Temperamentvoll geht es los mit der Geschichte, zumal Volker, der Ex, auch noch seine durchgeknallte Hippie-Mutter Rosy ins Haus schickt. Diese hatte ihr Domizil auf der Insel verlassen und bräuchte eigentlich nur vorübergehend eine Schlafstelle. Und zwischen all dem Chaos taucht noch Rosys Vater auf, der gleich hin und weg ist von Lotte, der Schwiegermutter. Wer sich nicht aus der Ruhe bringen lässt von dem ganzen Chaos, ist John, der das Objekt in bester Lage liegend natürlich verkaufen will. Sehr schnell ist zu erkennen, dass das Feuer der Jugend noch nicht ganz erloschen ist.
Die Ereignisse überschlagen sich, denn kurz zuvor hatte Rosy auch noch von ihrem Sohn Charlie erfahren, dass sie Oma wird. Er ist es auch, der ein Riesentheater um den Verkauf des Hauses macht. Mehr noch, er ist ziemlich beleidigt.
Die Geschichte um Rosy und ihre Familie lässt sich locker lesen, was mit an der Lebendigkeit der Sprache liegt, aber hier gefällt auch, dass die Handlung aus der Ich-Perspektive geschrieben ist.
Man ahnt es schon, mit einem Mal ist das Haus wieder voller Leben. Die flügge gewordenen Kinder kehren heim ins Nest, und auch der Exmann läßt nicht lange auf sich warten. Seine junge Geliebte hatte ihn vor die Tür gesetzt. Nur gut, dass das Haus noch nicht verkauft ist.
Doch was ist mit John und Rosy?
"Sie haben sich aber gut gehalten!", eine vergnügliche Lektüre, unterschiedliche Stimmungen, zeitgerechte Charaktere. Wobei die interessanteste von allem Schwiegermutter Lotte ist. Manchmal kann man sich auch in einem Menschen täuschen!
Mütter von heute, Frauen von heute, authentisch beschreibt Lilli Beck das Leben der Familie mit und um Rosy.
Meine Leseempfehlung!

Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher!
(Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar :-)

Kurzinfo:
Es sollte die entspannteste Zeit ihres Lebens werden: Rosy geht auf die 50 zu, und nie hat sie sich besser gefühlt. Die Scheidung ist durch, und die Kinder sind ausgezogen. Jetzt steht der Wellnessurlaub mit der besten Freundin kurz bevor. Alles rosa also.
Doch Rosy hat nicht mit ihrer Blutsaugerfamilie gerechnet. Nach und nach belagern Kinder und Ex-mann wieder das «Hotel Mama». Selbst ihre nervige Schwiegermutter steht plötzlich vor der Tür – mit einem Koffer voller Probleme im Gepäck. Rosy kann allerdings so schnell nichts umhauen. Bis John auftaucht, ihre große Liebe aus Jugendzeiten ...

 

Samstag, 9. November 2013

Ein harter Monat liegt vor mir ...

... aber die Suppe habe ich mir selbst eingebrockt.

Worum es geht?
Ich nehme ja an der Jahres-Challenge "Ultimative SuB-Abbau-Challenge" von Anett's Bücherwelt teil und da sollten zwei zusätzliche Kriterien erfüllt werden.

Folgende Kriterien müssen erfüllt werden:

        *** Kaufe und leihe mind. 1 Monat kein Buch " FEBRUAR" und MÄRZ
        *** Kaufe und leihe mind. 1 Monat nicht mehr, als Du gelesen hast "Folgt im November!"

Naja, selbst schuld - würde ich sagen. Das Jahr hat zwölf Monate, daran ändert sich nichts und ich habe es immer wieder aufgeschoben. 

Und das bei den tollen Büchern, die gelesen werden wollen, ganz zu schweigen, lachen einen ja schon die Neuerscheinungen an. 

Ich sehe die Sache allerdings locker, wenn es nicht klappt, ist es halt so.
Im nächsten Jahr hat Anett wieder zu einer Challenge der Art aufgerufen.
Wer Interesse hat, schaut doch mal bei Ihr vorbei.

Anetts Bücherwelt  

Ich wünsche euch einen schönen Samstag. 

 

Mittwoch, 6. November 2013

(Rezension) Days Blood and Starlight ~ Zwischen den Welten ~ Laini Taylor


Laini Taylor
Days Blood and Starlight Zwischen den Welten

Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (26. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421371
Originaltitel: Days of Blood & Starlight
€ 16,99

Infos - "Verlag"


Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Lang ersehnt und endlich da „Days of Blood and Starlight“ – der Folgeband zur Erfolgsreihe „Zwischen den Welten“.

Info:
Wo würdest du dich verstecken, wenn die ganze Welt nach dir sucht?
Was würdest Du tun, wenn deine große Liebe plötzlich deine Familie auf dem Gewissen hat?
Wie würdest du entscheiden, wem du trauen kannst, und wem nicht?
Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei. Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten…
Karous Welt ist zusammengebrochen: Ihre große Liebe, der Seraph Akiva, ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich. Jetzt hat sie nur noch ein Ziel: den jahrtausendealten Krieg zwischen den Chimären, zu denen sie selbst gehört, und den Seraphim zu beenden. Gemeinsam mit ihrem einstigen Feind Thiago -dem Weißen Wolf- zieht Karou sich in die Wüste Marokkos zurück, um dort eine neue Armee zu bilden. Eine Armee aus Monstern. Und wenn es nach Karou geht, wird zumindest die letzte Vertraute, die ihr geblieben ist, ihre beste Freundin Zuzana, aus alledem herausgehalten werden. Wer Zuzana kennt weiß allerdings, dass sie sich nicht gerne bremsen lässt…
Akiva dagegen will sich unbedingt von seiner Schuld befreien. Er hatte nur im Irrtum gehandelt, dachte Karou wäre tot, und wollte sie rächen. Um seine Tat zu sühnen, plant er deshalb einen gefährlichen Verrat an seinen eigenen Leuten.
Aber wird Akivas Plan aufgehen? Und kann Karou ihre Trauer überwinden, und Akiva jemals verzeihen?

Statement:

Was bisher geschah ... findet sich als Kurzinfo zu Beginn des Buches.
Um die Erinnerung zum ersten Band abzurufen, empfiehlt es sich, das zum Schluss aufgelistete Personenverzeichnis kurz durchzulesen. Danach fällt der Einstieg in den Folgeband nicht schwer.
Karou hatte sich nunmehr in die Wüste Marokkos zurückgezogen, während Akiva nach Eretz zurückkehrt. Für Karou war es der Verrat von Akiva, der ihre Liebe zu ihm sterben lässt. Da war keine Liebe mehr, nur noch Hass. Karou findet den weißen Wolf, Thiago. Er hatte sie damals getötet und nun waren es die Seraphim, die fast ihr ganzes Volk ausgelöscht hatten. Die Gabe der Wiedererweckerin, zusammen mit dem weißen Wolf, würde Karou den Untergang nicht zulassen.
Karou hatte nur noch ein Ziel vor den Augen, das Ende des jahrtausendealten Kriegs zwischen den Chimären und den Seraphim. In der Abgeschiedenheit der Wüste wächst nun eine neue Armee heran. Und dann ist da noch Zuzana, Karous Freundin. Sie begibt sich auf die Suche nach Karou. Man wird immer wieder überrascht in der Handlung.
Nach allem, was zwischen Karou und dem Seraph Akiva geschehen war, ist man gespannt, ob ihre vergangene Liebe eine Zukunft haben wird. In diesem Band ist hiervon nicht sehr viel zu spüren. Noch immer verzweifelt Karou daran, dass Akiva die Schuld am Tod ihrer Familie trägt.
Augen auf, Karou, denn auch Thiago hat zwei Gesichter. Im Inneren verfolgt er ganz andere Ziele.
Wer von der Wucht bzw. Spannung des ersten Bands beeindruckt war, hier wird dem Ganzen noch ein gewaltiges Stück draufgesetzt. Die Gesamtatmosphäre ist düster, der Krieg ist wie ein schleichendes Gift, das tödliche Gase freisetzt. Zeitweise ist die Stimmung dermaßen deprimierend, Szenen, die am Nervenkostüm zerren, Gefühle suchen ihren Weg durch den Tränenkanal. Doch die Handlung enthält auch eine Botschaft. Diese findet selbst heraus.
Mit einem absolut phänomenalen Schreibstil, einer Geschichte, die zu einen brutal, blutig und doch spannend geschrieben, Charaktere, die mich faszinierten, aber auch innerlich ärgerlich machten, einem Ende, wo ich als Leser frage „wann kommt der Abschlussband?!“ – in Deutsch, erhält das Buch von mir volle Leseempfehlung.

Cover
Die Gestaltung des Covers darf nicht unerwähnt bleiben. Hier ist es den Verantwortlichen gelungen ein Titelbild zu kreieren, dass einfach nur „WoW“ ist – Wahnsinn ohne Worte.

Ich vergebe 5 Lesegenuss-Bücher.

Dienstag, 29. Oktober 2013

(Rezension) ~ Rette mich vor dir ~ Tahereh Mafi





Cover/Zitate "Verlag"
 
Tahereh Mafi
Rette mich vor dir
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag  (30. 9. 2013 )
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-31304-4
Originaltitel: Unravel me
€ 16,99
Dystopie-Roman






© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar  


Ich werde ihn zerstören.
Ich will ihn berühren.

- Rette mich vor dir - ist der zweite Teil zur Trilogie um Juliette. Wer das erste Buch - Ich fürchte mich nicht - gelesen hat, war sicherlich gespannt, ob der Autorin Tahereh Mafi der Spagat zwischen Band 1 und 3 gelungen  ist, zum einen nach dem exzellenten Start der Trilogie einen ebenso top Mittelband zu schreiben, vielleicht ...
Vielleicht, genau mit diesem Wort fängt es an ... vielleicht ... erwartet den Leser wirklich ein Highlight.
Vielleicht ...
Nun denn, hier meine Meinung zu Juliettes Weg. Mit ihrer Liebe Adam ist Juliette die Flucht gelungen und im Omega Point Zuflucht gefunden. Sie muss endlich lernen, mit ihrer Fähigkeit richtig umzugehen, denn ihre Gabe ist tödlich. Hier im Omega Point leben noch mehr Menschen mit besonderen Fähigkeiten, so dass Juliette sich nicht mehr wie eine Aussätzige vorkommt. Während dieser Zeit im Omega Point, dem Stützpunkt der Rebellen, ist es Kenja, der Juliette darin unterstützt bzw. sie unterweist, ihre Kraft, ihre Fähigkeit, ihre Berührung richtig zu trainieren. Hinzu kommen immer häufiger die Hinweise, dass der Krieg mit dem Reestablishment nicht mehr aufzuhalten war.
Es ist einzigartig, wie diese Charaktere Juliette ein Buch beherrschen kann, obwohl von ihr so viele Selbstzweifel ausgehen, die sich auch negativ auf den Leser auswirken könn(t)en. Die dumpfe, düstere Stimmung, bekannt aus dem ersten Teil, findet sich hier ebenfalls wieder. Ebenso Juliettes Gefühlschaos, schwache Nerven oder Gemütsschwankungen sollte der Leser nicht haben. Juliette, seit ihrer Kindheit verfolgt sie dieser unsägliche Fluch, dass jede Berührung für den anderen Menschen tödlich sein kann. Doch Juliette ist etwas Einzigartiges. Aber da ist noch die Sache mit Adam. Es ist für Juliette ein Schock, als sie die Wahrheit über ihn erfährt. Doch ich möchte hierzu nicht viel spoilern.  Allerdings kommt es noch schlimmer, denn Warner taucht auf. Juliette ist hin- und hergerissen, obwohl Warner in ihren Augen ein Monster ist
Die Geschichte entwickelt ihren eigenen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann - und es gibt einige  Überraschungen. Wieder ist es der Schreibstil, der so besonders, einzigartig ist, eben Tahereh Mafi.
"Rette mich vor dir" wird aus der Sicht von Juliette erzählt. Man fühlt sich förmlich in die Geschichte hineingezogen. Es gibt nicht viele dramatische Szenen, ein ausgewogenes Maß. So ist der Mittelband meiner Meinung nach eine gut gelungene Fortsetzung, wobei mich hier die Person Warner überraschte. Für mich hat Warner definitiv die Protagonistin Juliette "an die Wand" gespielt.
Hoffnung.
Süß wie ein Tropfen Honig, schön wie ein Tulpenfeld im Frühling. Milder Regen, eine geflüsterte Verheißung, wolkenloser Himmel, das perfekte Zeichen am Ende eines Satzes.
Und nur das erhält mich am Leben.
S. 186
Die Farbzusammenstellung des Covers - mit dem Titel "rette mich vor dir" - Rot - Rescue - Rettung - absolut top!
Ich habe schon für den ersten Band fünf Lesegenuss-Bücher vergeben und werde dies hier auch wieder machen.



Montag, 21. Oktober 2013

(Rezension) Nachts sind alle Schafe schwarz - Heike Abidi



Heike Abidi
Nachts sind alle Schafe schwarz
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426513941
€ 8,99


Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite







© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur TB
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar


Info:
Für die Erfüllung des ganz großen Lebenstraums fehlt Becky, Caro und Greta das nötige Kleingeld. Aus einer Sektlaune heraus entwickeln die drei ein pseudoesoterisches Geschäftsmodell: animalisti­sche Balance! Daran, dass ihr Konzept der unausgeglichenen Seelentiere wirklich seine Anhänger finden könnte, glauben sie zuerst selbst nicht. Doch über Nacht boomt das Geschäft um scheues Reh und falsche Schlange.
» Sind wir nicht alle ein bisschen Bambi? «


Statement:
Sie sind beste Freundinnen, Greta, Caro und Becky, die drei Protagonistinnen in Heike Abidis neuestem Buch „Nachts sind alle Schafe schwarz“. Die Mitdreißigerinnen wollen sich ihren Lebenstraum erfüllen. Allerdings das Wichtigste zur Umsetzung fehlt ihnen dazu, das liebe Geld.
Zum einen ist da Greta, die förmlich danach schreit, endlich als Künstlerin bekannt zu werden, einen Platz in der Branche einzunehmen. Bislang hat es dazu nicht gereicht und nur allein von Malkursen oder Portraitmalerei mehr schlecht als recht zu leben, reicht ihr nicht.
Sie will mehr!
Carolin, verheiratet, kinderlos. Das soll sich ändern und vor allem will sie ihren Workaholic-Mann zu einem Superurlaub überreden. Kann ein so beanspruchter Mann dem widerstehen? Man wird sehen.
Rebekka, sie ist ihren Job und vor allem ihren Chef so leid. Aber als Alleinerziehende, auf jeden Cent achten müssen, kann die Grafikerin nicht mal einfach so „Tschüss, das war’s“ sagen.

Diese Drei haben eine originelle Idee, die sogleich durch Schaltung einer Anzeige in die Tat umgesetzt wird.
Was bitte ist „Animalistische Balance?“
„Mach mir den Hengst“, wie es in einer Kapitelüberschrift heißt? Nein, nicht was man jetzt vielleicht vermuten könnte. Das ist gut durchdacht, jedes Kapitel mit einem Titel zu versehen, der teils irreführend ist.
Und nein, es hat nichts mit Esoterik oder so zu tun.
Selbst jetzt beim Schreiben meines Eindrucks zum Buch kann ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen.
Jede der drei Charaktere sind durch ihre Beschreibung so gut wieder gegeben, als würden sie mit einem am Tisch sitzen und man wäre die Vierte im Bunde. Deswegen nicht mehr vom Inhalt, weil wer einen locker und heiteren Frauenroman lesen möchte, zugreifen!
Das Buch bringt gute Laune, die Stimmung hebt sich. Die krasse Coverfarbe ruft zusätzliche Erinnerungen an eine gern gesehene pinkfarbene bzw. doch mehr rosa tragende weibliche Person im Trainingsanzug ab.
Ich habe das Buch „Nachts sind alle Schafe schwarz“ mit seinen etwas über 300 Seiten so was von genossen. Man fliegt nur so durch die Geschichte, was wohl auch an dem exzellenten Schreibstil und an der Idee der Autorin liegen mag. Klappe zu, Affe tot!
(Kapitelüberschrift S. 233)
 Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.


Freitag, 18. Oktober 2013

(Rezension) "Das geraubte Paradies" - Carya-Trilogie - Bernd Perplies





Bernd Perplies
Carya-Trilogie
Das geraubte Paradies (Bd. 3)
Gebundene Ausgabe
512 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (12. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3802586392
Originaltitel: Sternenkind
€ 19,99







Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Link geht zu Amazon -kein Bezahllink
© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Kurzinfo:

Carya und Jonan sind vom Hof des Mondkaisers geflohen, im Gepäck ein paar unangenehme Wahrheiten. Gemeinsam machen sie sich auf eine gefahrvolle Reise, um das Rätsel um Caryas Vergangenheit endgültig zu lüften. Ihr Weg führt sie direkt in die Schwarze Zone, aus der es Erzählungen nach keine Wiederkehr gibt. Was Carya dort entdeckt, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Sie muss alles daran setzen, um die Menschen vor einer Zukunft ohne jede Hoffnung zu bewahren.
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Statement:

„Der letzte Kampf um die Freiheit beginnt“, so lautet die Schlagzeile auf dem Buchrücken. Nunmehr, nach einem kurzen Rückblick der Vorgeschichte, geht die Reise von Carya und Jonan durch Francis weiter. Carya will endlich das Rätsel um ihre Herkunft lösen, offene Fragen. Und dazu müssen sie in die Schwarze Zone, dem Ursprung. Auch Pitlit ist wieder mit von der Partie. Nachdem sie vom Hof des Mondkaisers geflohen waren, begeben sie sich auf eine gefahrvolle  Reise, die sehr, sehr spannend vom Autor geschrieben wurde.  In der mysteriösen Schwarzen Zone soll vor längerer Zeit ein Experiment missglückt sein und dennoch soll Carya hier die Antwort auf ihre Frage erhalten.
Was die Protagonisten in der gefürchteten Schwarze Zone erwartet, übersteigt alles, was sie sich vorstellen. Es bedarf nicht viel, um einzutauchen in den Abschlussband der Carya-Trilogie. Der Autor zaubert aus Worten Bilder und man fühlt sich mitten drin im Geschehen. Eine Dystopie wie sie hier geschildert wird, übersteigt oft das Verstehen. Hinzu die dumpfe, düstere Atmosphäre, doch die eine oder andere Nebencharaktere wiederum überrascht.
Die Story wird jeweils im Wechsel von Carya und Jonan erzählt. Diese beiden Charaktere haben sich nicht großartig zu den beiden Vorbänden verändert. Für mich ist Carya immer noch sehr entschlossen, resolut, allerdings gilt das auch für Jonan.

Es war für mich ein exzellenter Abschluss der Trilogie, besser kann man es nicht machen. Wenn es am schönsten wird, sollte man aufhören. Schade eigentlich, doch vielleicht wäre mehr hiervon schon wieder zu viel gewesen. Mit „Das geraubte Paradies“ hat Bernd Perplies  sein Niveau zu den ersten beiden Bänden der Trilogie gehalten. Eine spannende Handlung, es lebt durch die Charaktere, und ebenso der Schreibstil des Autors machen es dem Leser schwer, das Buch mal ebenso an die Seite zu legen. Es muss erwähnt werden, dass der „süchtige“ Leser nicht unendlich lange nach dem zweiten Band „Im Schatten des Mondkaisers“, der im Frühjahr 2013 erschienen war, auf den Abschluss warten musste. 

Fazit:
Die „Carya-Trilogie“ ist nicht nur vom Inhalt her eine Top Leseempfehlung, sondern hebt sich durch alle drei Covergestaltungen aus der Masse heraus. Ebenso muss erwähnt werden die Innenzeichnungen der Buchdeckel. Das Lesebändchen ist schon fast eine Selbstverständlichkeit. Jedes einzelne Kapitel ziert die Buchvignette – dem Symbol des Erdenwacht.

Ich vergebe sechs Lesegenuss-Bücher (die Höchstbewertung)


Mittwoch, 16. Oktober 2013

(Rezension) Das Nagurski-Experiment - In der Gruft der Mönche - THILO

THILO
Das Nagurski-Experiment
In der Gruft der Mönche Band 1
Gebundene Ausgabe
192 Seiten
Verlag: cbj (26. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570155820
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
€ 12,99

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Link geht zu Amazon, kein Bezahllink!
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar 



Verlagsinfo:
Adams »Jugendferien« im maroden Hotel International entwickeln sich spannender als gedacht: Gemeinsam mit Kitty und Victor stöbert er Unterlagen aus den Zwanzigerjahren über merkwürdige Menschenversuche des Hotelgründers Branco Nagurski auf. 
Was verbirgt sich hinter den rätselhaften Maschinen in der Mönchsgruft, auf der das Hotel erbaut wurde? Und woher weiß der kleine Junge, der sich wie eine Klette an das Trio hängt, so viel über die Geheimnisse des Hotels? 
Als sich eines Tages Kitty selbst an die Maschinen anschließt, geschieht das Unfassbare …

Statement:
Es sollten ganz besondere Ferien für Adam und seine Mitreisenden werden, so versprach es jedenfalls das Prospekt. Durch einen Unfall seines Vaters war der geplante Urlaub in den Sommerferien im neuen Ferienhaus am Mittelmeer geplatzt. Sonne, Schwimmen, Segeln, nichts davon. Statt dessen Jeunesse-Reisen, eine tolle Zeit im Nobelhotel International in den Alpen, eben etwas Besonderes für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Soweit ja alles okay, doch wer nicht aufs Geld schauen musste wie Adams Eltern, sie hätten doch stutzig werden müssen, denn wie heißt es am Anfang:

„Schnaufend wie eine Dampflok quälte sich der alte Reisebus die schmale Alpenstraße nach oben.“

Ein vielversprechender Titel und etwas Gruselfaktor in der Covergestaltung sprechen sicher jugendliche Leser an. Allein das Wort „Experiment“ ist schon ein Hinweis, dass irgendetwas unheimliches passieren wird oder war.

Und dann kommt die Truppe endlich mit ihrem Reiseleiter, der die Art eines Drillmeisters an sich hat, und dem Busfahrer an.

Das Abenteuer beginnt in dem Moment, als Adam mit seinem Zimmerkollegen Victor auf ein Geheimfach eines Schreibtisches in ihrem Zimmer stoßen. Darin befand sich ein Plan, der sich als alter Grundriss des heutigen Hotels herausstellt. Gute 100 Jahre alt und mit geheimer Tinte geschrieben, stoßen sie nunmehr auf ein Geheimprojekt. Natürlich wollen sie wissen, was es damit auf sich hat. Und dann ist da noch ein kleiner Junge, der auf einmal bei ihnen auftaucht. Er fürchtet sich vor dem nächtlichen Gewitter. Doch – er weiß so viel. Die Vierte im Bunde ist die allwissende Kitty, unerschrocken, denn sie fürchtet sich vor nichts.

Das heruntergekommene Hotel International bietet für Kitty viel Stoff zu neuen Geschichten, schließlich will sie später einmal Schriftstellerin werden.

Aufgeteilt in viele kurze Kapitel läßt sich das Buch gut lesen.

Der Autor hat die Protagonisten so beschrieben, dass der jugendliche Leser eine gute Vorstellung von ihnen erhält. Die Umgangssprache der Kids ist zeitgemäß, nicht künstlich aufgesetzt.

„In der Gruft der Mönche“ ist der erste Band aus der Reihe „Das Nagurski-Experiment“ und endet mit einer Überraschung, die es in sich hat.

Nun heißt es warten auf den nächsten Band, denn wer dieses Buch mag, die Geschichte, m u  s s wissen, wie es weitergeht.

Von mir absolute Leseempfehlung.


Ein kleiner Vorgeschmack aus Band 2:

„Es war ein wahnsinniges Unternehmen. Aber sie mussten es tun. Für Kitty. Und ein bisschen auch, weil Victor und Adam den Nervenkitzel liebten. Niemals hätten sie sich verziehen, die Chance auf so ein Abenteuer nicht zu nutzen.“

 Vita:
THiLO verbrachte den Großteil seiner Kindheit in der elterlichen Buchhandlung zwischen Pippi Langstrumpf und Räuber Hotzenplotz. Nach der Schule reiste er durch Afrika, Asien und Mittelamerika, bevor er Publizistik studierte und mit seiner Kabarettgruppe „Die Motzbrocken“ durch die Lande zog. Daneben arbeitete er für Funk und Fernsehen. Heute lebt THiLO mit seiner Frau und vier Kindern in Mainz und schreibt sehr erfolgreich Geschichten und Drehbücher für Kinder und Jugendliche.

Samstag, 12. Oktober 2013

(Kurzreport 15) Wo das Meer den Himmel umarmt - Luanne Rice


Luanne Rice
Wo das Meer den Himmel umarmt
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. Februar 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426618714
Link zum Verlag

© Rechte / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur Verlag

Verlag - Info

Kurzinfo:

Nach langer schwerer Krankheit kann Sarah Talbot ihr Leben wieder genießen. Außerdem tritt ein, was sie nie für möglich gehalten hätte: Si efindet in Will den Partner, der ihr endlich Ruhe und Erfüllung schenken kann. Doch ihr Glück ist in Gefahr …

Statement:
Buchanfang: "In Forth Cromwell, New York, hatte der Herbst Einzug gehalten und Sarah Talbot war in der glücklichen Lage, ihn zu genießen.“
„Wo das Meer den Himmel umarmt“, die Geschichte von Sarah Talbot Burke, ein Frauenschicksal, sentimental, berührend, und doch der Wahrheit so nahe.
Sarah hatte Krebs, einen Gehirntumor, doch anscheinend durch die Chemotherapie geheilt.
Durch Zufall begegnet sie dem Piloten Will, denn ihre Vertraute, Pflegerin, die Gemeindeschwester Meg hatte ihr eine besondere Überraschung zum Geburtstag geschenkt. Doch Will lebt derzeit nicht allein, seine fünfzehnjährige Tochter Susan wohnte bei ihm. Durch den Verlust ihres Bruders und die Scheidung der Eltern hatte diese ein Trauma erlitten und wechselte laufend ihren Vornamen. Die Probleme mit ihr waren vorprogrammiert. Jede weitere Erklärung für die Namenswechsel finden sich im Laufe der Handlung.
Das geschilderte Frauenschicksal von Sarah ist keineswegs eine leichte Lektüre, dies erkennt man nach einer gewissen Zeit. Allein der gesamte Lebenslauf dieser Frau bewegt und rüttelt am Gemüt des Lesers.
Die Charaktere hat die Autorin Luanne Rice sehr präzise beschrieben, so dass man schon eine konkrete Vorstellung der Personen erhält.
Es ist nicht nur die Frau Sarah, ihr Schicksal, sondern auch das von Susan, Wills Tochter, die meiner Meinung nach eine gewichtige Rolle in diesem Buch spielen.
Diese kleine Zusammenfassung reicht sicher nicht aus, um den ganzen Inhalt zu schildern.
„Wo das Meer den Himmel umarmt“, ist eine sehr bewegende Geschichte über Familien, ihren Schicksalen, Freundschaften, aber auch von der Liebe, die Hoffnung gibt.
Hoffnung, auch wenn es keine Zukunft geben wird.
Man sollte jeden Tag seines Lebens mit positiven Gedanken beginnen, auch wenn es oft schier unmöglich ist.
Es ist nicht gut, den Schmerz einzukapseln, egal ob seelisch oder körperlich.

Eine sehr emotionale Geschichte, für Herz und Seele.
„Sarah Talbot Burke, geliebte Tochter der Insel.“

(Das Buch habe ich für die Challenge Ultimative SuB-Abbau 2013 - Zusatzaufgabe Monat September gelesen - Titel sechs Wörter)
 

Dienstag, 17. September 2013

(Rezension) Das Wunder von Lost River - Fannie Flagg






Fannie Flagg
Das Wunder von Lost River
Taschenbuch
260 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag);
Auflage: DE (22. November 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3404154234
€ 7,95


Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Dieses Buch habe ich mir vor etlicher Zeit gekauft und alsbald gelesen. Es war als Aktionspreis auf einem Büchertisch gelegen und irgendwie zog es mich magisch an. Nicht weil dort der Hinweis auf das Buch "Grüne Tomaten" stand, nein, es war mehr. "Grüne Tomaten" kenne ich nicht - wohl wieder etwas verpasst :-(

Buchinfo:
Der todkranke Oswald will sein letztes Weihnachtsfest im milden Klima Alabamas verbringen. Die Bewohner von Lost River nehmen ihn herzlich auf - vor allem die unverheirateten Damen begrüßen den Zuwachs. Und als ein kleines Mädchen ausgesetzt und ausgehungert in Lost River auftaucht, ist die Hilfe aller gefragt.

Statement:
Auf den kleinen Ort Lost River, ein idyllisch gelegener kleiner Ort im tiefsten Süden von Alabama, wird Oswald T. Campbell durch ein Prospekt, welches ihm sein Arzt in die Hand gedrückt hatte, aufmerksam. Eine niederschmetternde Diagnose, die Aussicht, nur noch einige Monate zu leben, sollte er den Winter über in Chicago bleiben, machten ihm zu schaffen. Es war zwar ein altes Prospekt, aber Oswald sprach es an. Nach etlichen Fehlversuchen landete er schließlich bei Mrs. Cleverdon in Lost River, die ihm mitteilte, dass das Woodbound-Hotel schon im Jahre 1911 oder so abgebrannt sei. Also ein wirklich altes Prospekt. Aber Oswald lässt sich nicht davon abbringen, regelt seine Dinge in Chicago, was vonnöten war. Schon vom ersten Kontakt her wurde Oswald auch nach seiner Ankunft in Lost River warmherzig von den derzeitigen Bewohnern aufgenommen, liebe Menschen, die wohl auf ihn gewartet hatten. Hier kannte jeder jeden, aber niemand wurde zu etwas gedrängt geschweige gezwungen. Genau das richtige für Oswald T. Campbell, denn was hatte er vor? Sich einzuigeln, auf sein letztes Stündlein warten? Da war man in Lost River am verkehrten Ort.
Er wohnte bei Miss Betty Kitchen, zusammen mit deren Mutter, Miss Alma.
Schon nach wenigen Seiten findet man zu sich selbst, seine innere Mitte, es ist wie ein in sich ruhen, wenn man sich auf die Geschichte einlässt. Eine ungeahnte Sehnsucht entsteht nach diesem Ort, nach Lost River. Die Autorin beeindruckt den Leser mit ihrer einzigartigen Schreibstil, ihrer Wortwahl, über das Leben der Gemeinschaft, dem Ort, der einzelnen Personen und Schicksalen, der Vielfalt der Tierwelt, vor allem der Vogelarten, einfach brillant.
Trotz  der warmen Temperaturen, neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Weihnachten steht vor der Tür. Inmitten des alltäglichen Lebens taucht ein kleines Mädchen auf, Patsy, ein krankes Mädchen. Wie sich später herausstellt, hat sie ein kaputtes Becken und eine gebrochene Hüfte, worum sich nie jemand gekümmert hat und die Brüche so heilten.
Und dann ist da Jack, ein Vogel. Kein gewöhnlicher, er ist ein Kardinalsvogel. Schlaues Bürschchen.
Für Patsy aber ist Jack mehr, etwas ganz Besonderes. Ihm schenkt sie ihr Vertrauen, ihre Liebe ist grenzenlos und schlecht in Worte zu fassen.
Patsy, ein ungeliebtes Kind, ausgestoßen im Wald aufgewachsen, bei einer fremden Familie, in Lost River findet auch sie ihr Glück.
Es wird nicht alles schön geredet bzw. geschrieben, aber irgendwie scheint ein ganz besonderer Regenbogen über diesem Ort zu schweben.
Denn auch Oswald T. Campbell findet hier wieder zu sich selbst, erinnert sich an sein Talent aus einem scheinbar früheren Leben. Die Kunst des Zeichnens, sie war ihm in den Schoss gefallen.

Fakt ist ...
... dass meine ersten Gedanken am Ende des Buches waren, ich möchte mehr davon lesen! Fannie Flagg hat mit ihrer Geschichte, auch wenn sie nur im Kopf entstanden ist, etwas wahrhaft Besonderes geschrieben. Man hat den Wunsch, diesen fiktiven Ort zu besuchen, ganz lange dort zu verweilen, aber die Geschichte zeigt auch auf, dass im Leben sehr viel miteinander verbunden ist. Und nicht nur das.
Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, dem kann ich es nur empfehlen – lest es – sofort!
Entfliehen Sie dem Alltag mit „Das Wunder von Lost River“.

Zitat S. 179

Aber Patsy ließ sich nicht überzeugen. „Mr. Campbell sagt, wenn man sich etwas nur sehr wünscht, dann wird es auch passieren, und ich wünsche mir wirklich sehr, Jack wiederzusehen.“



Vita:
Fannie Flagg begann bereits mit neunzehn Jahren Romane sowie Drehbücher für Film und Fernsehen zu schreiben. Für das Drehbuch zum Film "Grüne Tomaten" gewann sie einen Oscar sowie den renommierten "Writers Guild of America Award". Fannie Flagg lebt in Kalifornien und Alabama.

Montag, 26. August 2013

[Kurzreport 14] Tick-Tack ~ Lena Anderson ~ Kinderbuch





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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Lena Anderson
Tick-Tack
Gebundene Ausgabe
28 Seiten
Verlag: Oetinger (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3789162633
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre


Tick-tack macht die Uhr.
Kannst du sie lesen?
Es ist ganz einfach  - komm nur mit,
vier Tierkinder zeigen’s dir
– und Onkel Pitt

Zahlen lernen, die Uhr verstehen, darum geht es in diesem mit bezaubernden Illustrationen versehenem Buch von Lena Anderson. Die deutschen Verse sind von Christa Zeuch.
Vier kleine Tierkinder, ein Küken, ein Elefantenbaby, ein kleines Schwein und ein Igelmädchen machen sich mit Onkel Piutt, dem Schaf um 1 Uhr auf den Weg zur dicken Eiche. Jede Stunde wird in einem Zweizeiler beschrieben, bzw. was sich gerade ereignet.
Und die vier Tierbabys halten Onkel Pitt am Abend ganz schön auf Trab. Jede Stunde ereignet sich etwas.
Der letzte Vers lautet:

Um 12 schnarcht Onkel Pitt ganz sacht.

Juchhu, wir machen Kissenschlacht!

In Anbetracht der enorm vielen Kinderbücher, egal ob es nun Neuerscheinungen sind oder nicht, habe ich bewusst auf ein etwas älteres zurückgegriffen.
Die zweiseitigen Illustrationen sind so aufgebaut, dass auf der linken Seite die Uhr mit der Zahl und dem Vers steht und rechts großzügig ein wunderbares Bild passend zum Text.
Der Inhalt spricht durch die Bilder, ergänzt durch die Verse. Und so ergeben sich noch andere Möglichkeiten ausser z. B. die Uhr lesen oder die Zahlen verstehen/lernen, wie z. B. der Sessel hat die Farbe rot und das Küken ist gelb.
Dieses Buch entspricht meiner Meinung nach all den Vorgaben, die man an ein gutes Kinderbuch stellen sollte, eben kindgerecht.
Kinderaugen entdecken oft viel mehr, gehen Sie mit Ihnen auf Entdeckungsreise.

Von mir bekommt das Buch 5 Kinderbuch-Feen


Das Buch habe ich u. a. für die Ultimative-SuB-Challenge 2013 gelesen


  Lena Anderson, 1939 in Stockholm geboren.
Ausbildung an einer Kunstfachhochschule und im Layout einer Wochenzeitschrift. Erfinderin einiger der liebenswertesten Bilderbuchfiguren: Stina, Maja, Linus und Linnéa.
(Info aus dem Buch)

Montag, 5. August 2013

(Rezension) Das Geheimnis der Eulerschen Formel ~ Yoko Ogawa




Yoko Ogawa
Das Geheimnis der Eulerschen Formel
Broschur
250 Seiten
Aufbau Taschenbuch
ISBN 978-3-7466-2944-5
8,99 €

Verlag "Klick" 

Bitte denkt bei euren Bucheinkäufen an die ortsansässigen Buchhändler!





© Cover / Info / Vita vom Aufbau-Verlag

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


 
Eine Frau wird die Haushälterin eines Mathematikprofessors, der jeden Tag aufs Neue vergisst, wer er ist. Eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft und Verlust – und über die Poesie der Zahlen.

Seit einem geheimnisvollen Unfall währt das Kurzzeitgedächtnis eines Professors nicht länger als achtzig Minuten. Eine neue Haushälterin gewinnt sein Vertrauen, auch ihren zehnjährigen Sohn schließt er ins Herz. Über die faszinierende Welt der Mathematik kommen sie einander näher, und mit jeder neuen Gleichung, mit jedem neuen Zahlenrätsel entstehen zwischen ihnen Bande, die stärker sind als der Verlust der Erinnerung – bis die Schwägerin des Professors dem ein Ende setzt …


 
Im Jahre 1992 beginnt der neue Job der alleinerziehenden Haushälterin, Mutter eines elfjährigen Jungen, bei dem alten Professor. Ein schwieriger Kunde, dass konnte man aus seiner Akte der Haushaltsservice-Agentur ersehen.
Doch sie nahm diese Herausforderung an, auch wenn die Schwägerin des Professors ihr genaue Verhaltensregeln im Umgang mit dem Professor vorgab. Durch einen schweren Unfall hatte dieser Kopfverletzungen erlitten und sein Kurzzeitgedächtnis funktionierte nicht mehr. Genauer gesagt 80 Minuten und danach konnte er sich an nichts erinnern, was gerade zuvor gewesen war. Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive der Haushälterin macht der Leser die Bekanntschaft mit einem hochintelligenten Professor, seinen Eigenheiten, einer Schwägerin, die mehr als nur merkwürdig, sehr undurchsichtig dargestellt wird.

Und dann ist da der Sohn der Haushälterin, den der Professor liebevoll „Root“ nennt. Dessen flacher Schädel ihn an das  →          Wurzelzeichen erinnere, genauer gesagt an das Dach davon. 

Schon von der ersten Seite an entführt die Autorin den Leser in die Welt der Mathematik und deren Formeln. Die gesamte Handlung ist davon sehr geprägt. Auch wenn Mathe nicht so mein Ding in der Schule war, habe ich versucht, dies während des Lesens aus meinem Kopf auszublenden. Das war für mich ein wesentlicher Grund, das Buch erst einmal wegzulegen und dann noch einmal von vorn anzufangen.
Die Beschreibung der Charaktere, hauptsächlich des Professors, sind sehr detailliert, allerdings unterbrechen seine sich immer wiederkehrenden gleichen Fragen und Antworten die nötige innere Ruhe, die dieses Buch bedarf. Nun mag das ja alles wichtig sein, ob es die kleinen gelben Zettel sind, die an seinem Anzug geheftet waren, aber irgendwann hat es mich gestört.
Was aber war es, dass die Haushälterin fast ein Jahrzehnt bei diesem alten schrulligen Professor ausgehalten hat? Nicht nur sie, sondern auch ihr Sohn erleben den Professor als eine Art Weisen, der ihnen die weite Welt der Mathematik offenbart. Ganz klar war, dass der Professor an dem Jungen schon von Anfang an einen Narren gefressen hatte. Und es war ihm so wichtig, dass er diesen beiden Menschen die Tür zu seiner Welt, der Mathematik, öffnen und zeigen konnte. Dieses alles im Hintergrund war schon sehr interessant.
Die Themen Demenz und Mathematik miteinander harmonisiert, aber auch mit einem unsichtbar erhobenen Finger, zu verbinden, eine Handlung, vorprogrammiert, dass es nicht rund laufen kann,  als die Haushälterin gegen Regeln der Agentur verstößt,  trotz allem irgend etwas fehlte mir etwas. Das heißt jetzt nicht das Buch schlecht schreiben, hier war es halt der Fall, dass die Verbindung nicht zu hundert Prozent aufgebaut werden konnte. Schade.


 
Dieses Buch wurde mir besonders empfohlen, also ein Must-Read. Ich hatte mir die Buchinfo durchgelesen und gab mein Okay. Bewusst verzichte ich auf jegliche Widergabe von jeglichen  Aussagen des Professors. Ich erwähnte bereits, dass es für mich teils sehr störend beim Lesen war.
Die Idee für das Buch auf jeden Fall gut und die Umsetzung durch die Autorin kann ich jetzt nicht ankreiden. Das steht mir nicht zu. Doch sicher gibt es Leser, die an diesem Buch ihre Freude haben und voll aufblühen in der Welt der Mathematik, der eingebundenen Thematik, wie sie Yoko Ogawa in „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ hernieder geschrieben hat. 
Da es keine halben Bücher gibt, runde ich auf 4 Lesegenuss-Bücher auf.



YOKO OGAWA, geb. 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo.