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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Sonntag, 11. April 2021

Romy und der Weg nach Paris ~ Michelle Marly

 

"Drei Menschen haben mein Leben verändert: Alain Delon, Luchino Visconti und Coco Chanel (Romy Schneider)"

Romy Schneider – die größte Schauspielerin ihrer Zeit.

1958: Die junge Romy fühlt sich in einer Sackgasse gefangen. Als Sissi ist sie zum Weltstar geworden, doch sie ist es leid, immer nur das süße Mädel zu geben. Sie träumt von einer Laufbahn als Charakterdarstellerin. Dann lernt die wohlbehütete Romy bei Dreharbeiten den noch unbekannten Alain Delon kennen – und verliebt sich in den rebellischen jungen Mann. Gegen den Willen ihrer Familie folgt sie ihm nach Paris. Doch Romys Karriere gerät ins Stocken, und schon bald erlebt auch ihre Liebe zu Alain eine Krise …

Ein großer Roman über die Suche einer einmalig faszinierenden Frau nach ihrem Weg als Künstlerin, als Liebende – und nach sich selbst

Michelle Marly  -Romy und der Weg nach Paris
Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (15. März 2021)
Taschenbuch : 415 Seiten
ISBN-13 : 978-3746635231
€ 12,99 /Gelesen 03/04-2021



Es gibt nur wenige Schauspielerinnen, bei deren Namensnennung sich sofort das Kopfkino einschaltet. Romy Schneider gehört dazu. Und das liegt nicht nur an der sich jährlich wiederholenden TV-Ausstrahlung der Sissi-Trilogie. Auch das tragische Unglück ihres Sohnes und letztendlich ihr plötzlicher Tod gehören dazu. Jedenfalls geht es mir so. Wa habe ich diese Schauspielerin geliebt! Selbst jetzt wo ich die Rezension schreibe, sehe und höre ich sie u.a. mit den Worten "Ach Mammilein" als Kaiserin Elisabeth, genannt Sissi.
"Ich bin die Tochter meiner Mammi, dachte sie, das zuallererst. Zitat S. 216
Die junge Romy lernt zu einem Dreh in Paris Alain Delon kennen - und lieben. Sie bricht aus der Schützhülle der Familie, dem Stiefvater, der ihr Vermögen verwaltet, der "Gluckenmutter" Magda aus und geht nach Paris zu Alain.
"Romy und der Weg nach Paris, hier hat die Autorin einen für mich interessanten und wichtigen Zeitraum gewählt und einen anderen Blick auf die Romy zu werfen, was ich so noch nicht kannte.
"Ich bin doch nur eine junge frau, die ihr eigenes Leben führen will, dachte sie verzweifelt. Zitat S. 209
Romy Schneider war nicht nur eine wunderschöne Frau, sondern auch eine talentierte Schauspielerin. Dass sie auch die Theaterbühne beherrscht, beschreibt die Autorin sehr beeindruckend, als auch emotional. Romy war die Tochter des österreichisch-deutschen Schauspielerehepaares Wolf Albach-Retty und Magda Schneider.
Durch Alain lernt sie den Regisseur Luchino Visconti kennen, und wird zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen. Diese Verbindung bringt sie zu Coco Chanel. Diese Passagen zu lesen, war sehr interessant.

Aber das Leben verlangt ihr einiges ab. Ihre privaten Träume, eine Zukunft mit Alain, erfüllen sich nicht. Doch sie bleiben enge Freunde bis zu ihrem Tod.
Romy Schneider, eine Schauspielerin, gewiss von Millionen Menschen geliebt, ein Star, ein Mensch mit Gefühlen, und doch immer wieder hin- und her gerissen.

"Romy und der Weg nach Paris", erneut eine Geschichte aus der Feder der Autorin Michelle Marly, das ich mit sehr großem Interesse gelesen habe. Für mich ein Lesehighlight, ein Lesegenuss.

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Herzlichen Dank den Verlag für das  Rezensionsexemplars
Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag

"Ich bin die Tochter meiner Mammi, ..., das zuallererst. (Romy Schneider)
Wenn die Familie zur Prüfung wird


Ein Roman, der sich zu lesen lohnt!

»Das Buch ist unterhaltsam und nachdenklich zugleich.«

Freitag, 8. Januar 2021

White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht ~ Michelle Marly

 

Dreaming of a White Christmas.

Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann.

 

Eine bezaubernde Liebesgeschichte und die Geschichte des erfolgreichsten Weihnachtsliedes aller Zeiten

Michelle Marly
White Christmas
Das Lied der weißen Weihnacht
Herausgeber : Rütten & Loening; 1. Edition (22. September 2020)
Sprache: : Deutsch
Gebundene Ausgabe : 272 Seiten
ISBN-13 : 978-3352009396
Gebundene Ausgabe
€ 14,00  // Gelesen 12/2020

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

"Happy Holiday"
Das Buch beginnt im Dezember 1900. An einer Ecke in New York Manhattan steht der zwölfjährige Israel "Izzy" und verkauft Zeitungen. Sehnsüchtig schaut er zu den Clubs und Restaurants, wo er nicht hinein darf. Nur zu gern würde er später einmal dort als singender Kellner sein. Das hatte er festgestellt, wenn er die jeweiligen Schlagzeilen musikalisch anpreiste, verkauften sich die Zeitungen besser.
"There's No Business Like Show Business"
Beverly Hills zur Weihnachtszeit im Jahr 1937. Israel "Izzy" Baline, nunmehr Irving Berlin, inzwischen ein erfolgreicher Komponist. Viel lieber würde er daheim bei der Familie sein, aber beruflich ist seine Anwesenheit erforderlich. Das Beverly Hills Hotel ist seine Zuflucht. Seinem langjährigen Freund Joseph Schenck erzählt er von einer schwebenden Idee, wozu ihm allerdings noch ein passendes Weihnachtslied fehlt.
Weihnachten ohne seine Familie, nicht nur das drückt auf seine Stimmung. Es ist auch die Erinnerung an ein Weihnachtsfest vor dreizehn Jahren, das einen tiefen Schnitt in das Leben des Komponisten, sondern auch in das gesamte Leben der Familie. Aber es fehlt ihm auch die weiße Weihnacht hier im sonnigen Hollywood.

"Dreaming of a White Christmas", dieses Lied hatte sich die gesamte Lesezeit in meinem Kopf eingenistet und nicht los gelassen. ☺ Natürlich kannte ich das Lied, aber nicht viel von dem Komponisten selbst. Insofern hat mich der Roman gereizt zu lesen.
In Zeitabschnitten, wobei jedem Kapitel als Überschrift Songs von Irving Berlin voran stehen, erzählt die Autorin die Geschichte zu der Entstehung des weltbekannten Weihnachtslieds. Denn hiermit ist die Lebens-/Liebesgeschichte der beiden Protagonisten Irving Berlin und Ellin Mackay verbunden. Von ihrem ersten Kennenlernen, den unterschiedlichen Stand in der Gesellschaft, der verschiedenen Religionszugehörigkeit - Irving war Jude, Ellin katholisch, bis hin zu ihrer wahren Liebe.
Die Autorin hat beide Protagonisten sehr lebendig und sympathisch beschrieben, so dass wirklich ein Bild vor Augen entsteht.
Ellin, einerseits eine gehorsame Tochter, die aufgestellten Regeln der Gesellschaft einzuhalten, und dann wiederum sie selbst zu sein. Auf einer längeren Auslandsreise, in Begleitung ihrer Gouvernante, macht sie auch Halt in Jerusalem, damals Britisch-Palästina.
Zitat S. 112
"Ellin fiel auf, wie wenig sie über Irvings Religion eigentlich wusste. Ihr war ja nicht einmal klar gewesen, dass sie und Josephine nicht überall an die Klagemauer gehen durften, das größte Heiligtum der Juden."
Hier spürt sie den kulturellen Unterschied zu ihrem verwöhnten, von Luxus umgebenen Leben in New York.
Zitat S. 119
"Es konnte nichts Böses darin liegen, Irving zu lieben. Und von ihm geliebt zu werden - weder Schmach noch Lästerung. ..... Hier in dieser Höhle, an diesem Platz, spürte sie ganz deutlich, dass es ein Happy End für sie und Irving geben würde. Egal, wie.

Eine wunderbare Idee von Michelle Marly, den Hintergrund zur Entstehung des Liedes lebendig werden zu lassen. Der Roman wird getragen durch die Rückblenden, aber auch durch den Sprachschatz, den gewählten Worte der Autorin. Denn es ist das Leben von Irving und Ellin, derer beider Gefühle, ihre Liebe, ihre Lebensgeschichte, die sich in dieser Komposition wieder finden. Musik ist Irvings Leben, doch für die Liebe war immer Platz. Jahre nachdem Irving Berlin "Dreaming of a White Christmas" geschrieben hat, wird es weltbekannt werden. Ein großes Kompliment an die Autorin für diese wahrlich tiefe und berührende Geschichte.
Auch wenn ich den nachfolgenden Satz schon einmal in einer Rezension geschrieben habe, ich wiederhole ihn hier gern, denn er passt so wunderbar:
Das Buch ist wie eine Mozartkugel, die man langsam genießen muss!
Probiert es aus - für mich ist es ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr und somit gebe ich meine absolute Kauf-/Leseempfehlung!
Jedes Buch ist eine eigene Persönlichkeit.
Dieses Buch ist ein Glücksmoment, den man festhalten muss. So spricht nichts dagegen, es jedes Jahr nicht nur zur Winter-/Weihnachtszeit neu zu lesen, denn in großen Teilen spielt es ebenso in den drei anderen Jahreszeiten.

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Herzlichen Dank den Verlag für das  Rezensionsexemplars
Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag

Eine ganz wunderbare Geschichte zum Weihnachtslied "Dreaming of a White Christmas"
Ein berührender Roman um den Zauber von "Dreaming of a White Christmas"

Michelle Marly
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die in Hamburg geborene deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in München und Lugano aufwuchs. Durch ihren Vater, den Filmkomponisten Michael Jary, begegnete sie vielen Künstlern und Filmschaffenden der fünfziger und sechziger Jahre, später berichtete sie als Reporterin über das Showbiz, bis sie nach Paris zog und Romane zu schreiben begann. Heute lebt sie mit Mann und Hund in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Romane bei atb „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“, „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ und „Die Diva. Maria Callas – die größte Sängerin ihrer Zeit und das Drama ihrer Liebe“ sind internationale Bestseller. Zuletzt erschien von ihr bei Rütten & Loening „White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht“.
 

Montag, 13. April 2020

Die Diva - Michelle Marly {Rezension]

Die Callas – la Divina, die Göttliche, die ewige Stimme der Liebe.

Venedig, 1957: Maria Callas ist die größte Sängerin ihrer Zeit, doch die künstlerische Perfektion, die sie auf der Bühne verkörpert, beginnt ihren Tribut zu fordern. Ihre Stimme droht zu versagen, und Maria sehnt sich nach einer Auszeit – die ihr jedoch weder von der Welt der Oper noch von ihrem Mann und Manager Meneghini zugestanden wird. Dann begegnet sie dem Reeder Aristoteles Onassis, und gegen alle Widerstände verlieben sich die beiden – bis Onassis die Bekanntschaft von Jackie Kennedy macht ...
Maria Callas – die größte Sängerin ihrer Zeit und das Drama ihrer Liebe
Ein zauberhaft schöner Roman über die Callas als Inbegriff von Glamour und Charisma, als Künstlerin jenseits aller Maßstäbe, vor allem aber – als leidenschaftlich liebende Frau
► © Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Aufbau Verlag

Michelle Marly - Die Diva || Klappenbroschur, 420 Seiten
Aufbau Taschenbuch || 978-3-7466-3522-4 || 12,99 €
Gelesen 03/04-2020

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Maria Callas, mit diesem Namen verbinde ich zum einen eine weltbekannte Opernsängerin ihrer Zeit sowie ihre Liebe zu dem Reeder Aristoteles Onassis.
"Die Diva" ist der neueste Roman der Autorin Michelle Marly. Wiederum geht es um eine Frau zwischen Kunst und Liebe. Das Buch handelt nicht das gesamte Leben der Callas. In Abschnitten gibt es Einblicke in die Vergangenheit, die Kindheit, das Aufwachsen. Hauptsächlich aber um ihre Zeit mit Onassis. Beide Protagonisten sind Griechen und es ist diese Gemeinsamkeit zu ihrem Volk, ihrem Land, ihr stilles Verständnis miteinander. Das Reden ohne Worte ist eine Kunst.
Als Maria Callas Onassis kennenlernt, ist sie noch mit Meneghini verheiratet, der zugleich auch ihr Manager ist. Er verwaltet ihre Termine, das Geld und treibt sie zu immer mehr Auftritten. Auch wenn sie gesundheitlich angeschlagen ist, darauf nimmt er keine Rücksicht. Der klassische Burnout ist vorprogrammiert, denn ihre Stimme leidet mehr denn je und sie muss Rückschläge einstecken.
Onassis ist mit Christina verheiratet und hat zwei Kinder. Die Callas braucht dringend eine Auszeit und so nimmt sie die Einladung zu einer Kreuzfahrt im griechischen Meer von Onassis an. An Bord Sir Winston Churchill mit seiner Frau als weitere Gäste. Und Maria will sich klar darüber werden, wie es mit ihrer Ehe weitergehen soll. Denn es war für sie spürbar, es war mehr zwischen ihr und Onassis, ein unsichtbares Band, dass sie umschlungen hielt.
Die unter Pseudonym schreibende Autorin Micaela Jary hat mich schon mit etlichen anderen Romanen sehr gut unterhalten. Es ist ihr hervorragend gelungen, mit ihrer Sprache die Personen zum Leben zu erwecken. Ihre Gefühlswelt, ihre Stärken und Schwächen, lebendig und vorstellbar gezeigt, nein auch das ganze Rundumpaket ist absolut top.
Mir war es irgendwie noch bekannt, dass Onassis nach vielen Jahren Beziehung mit der Callas auf einmal sich mit der Witwe Jackie Kennedy zeigte und sie auch heiratete. Eine Ehe mit der Callas hatte es nie gegeben.
Das Cover passt optimal in die vorliegende Reihe aus dem Aufbau-Verlag. Es hat Wiedererkennungswert.
Wie schon ihre beiden Romane zur Reihe zuvor hat mich die Lesereise in die vergangenen Jahrzehnte sehr gut gefallen. Natürlich unterscheidet es sich zu den lebendigen Romanen über die Piaf oder auch Coco Chanel, die beide ein bewegtes und bewegendes Leben führten. Umso mehr fand ich es sehr spannend, wie sich die Callas als Romanfigur darstellt. Um es klar zu stellen, dies ist keine Biographie über Maria Callas. Doch der uns erzählte Zeitraum aus ihrem Leben gibt einen weiteren Einblick und vielleicht auch mehr Verständnis für andere. Ein Künstlerleben ist nicht einfach und dann noch eine Ausnahmesängerin, die natürlich ihre Allüren und Macken hat, vollkommen verständlich. Maria Callas - für etliche von uns ist dieser Name nicht unbekannt.
Sehr aufschlussreich ist die Fußnote am Ende des Buches, in dem die Autorin einige Erklärungen gibt, denen ich nur zustimmen kann.

Diesem  Leseerlebnis gebe ich meine Empfehlung.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  4,5 Lesegenuss-Bücher

Informativer Blick in einen Lebensabschnitt der Maria Callas

Ein Ausschnitt aus dem Leben der Maria Callas

Sonntag, 14. April 2019

(Rezension) "Madame Piaf und das Lied der Liebe" ~ Michelle Marly

Michelle Marly
Madame Piaf und das Lied der Liebe
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1. (15. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746634814
€ 12,99

"Sie musste singen, um Liebe zu erfahren."
Zitat S. 16

Das Glück muss man mit Tränen bezahlen.“ Édith Piaf.

Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.

Édith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten

Mein Leseeindruck
Wer den Namen von Édith Piaf hört, hat ein Bild vor Augen von einer kleinen Frau mit einer unvergleichlichen Stimme. Und natürlich ihre Lieber wie  „La vie en rose“ oder „No, je ne regette rien“. Es mag aber sein, das dies wohl eher eine der älteren Generation betrifft. Der neue Roman von der Autorin Michelle Marly "Madame Piaf und das Lied der Liebe" zeigt die Piaf über einen gewissen Zeitraum, nicht ihr gesamtes Leben. Eine Édith Piaf, die mir so bisher nicht bekannt war. Ihre Kindheit, ihr Werden fließt in Absätzen in die Handlung ein. Als ihr der Sänger Yves Montand vorgestellt wird, kann sie für den ersten Moment eine Zusammenarbeit nicht vorstellen. Doch dann erkennt sie sein Potential, formt ihn zu einem Star. Und sie verlieben sich ineinander. Schon bald hat sie eine Melodie im Kopf für ein Lied, was ihre Liebe zueinander bedeutet. Doch erst nach dem Ende der Liebe wird es ein Welthit. Wie außergewöhnlich die Liebe der beiden war, das mussten selbst die Liebhaber der Piaf feststellen. Dies beschreibt die Autorin in gefühlsmäßig ausdrucksstarken Szenen. Bei ihm erfährt die Piaf was sie nie zuvor kennengelernt hatte: Geborgenheit, Familie und letztendlich wollte Yves Montand sie sogar heiraten.
Handlungsort ist hauptsächlich Paris. An der Seite von Édith Piaf ist seit einigen Jahren Simone Bertaut. Edith sang, verdiente Geld und gab es ganz schnell wieder aus. Zum Ende der Besetzung der Deutschen muss Edith sogar ihre Unschuld als Kollaborateurin beweisen. Denn es droht ihr ein Auftrittsverbot.
Zur Handlung selbst muss ich sagen, dass es die Autorin dem Leser leicht macht, in die Geschichte einzusteigen. Man ist bis zur letzten Seite gefesselt von dem Stoff. Für zeitgeschichtlich interessierte Leser kann ich diesen Roman nur empfehlen.
Dieser Roman zeigt sehr beeindruckend, über den genannten Zeitraum, wieviel ein Mensch erleben kann. Wieviel Kraft ihr das Singen gab. Es ist ebenso ein Roman, der mich gedanklich noch eine Zeitlang begleiten wird. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht.  Lesegenuss pur.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Persönlicher Nachtrag: Fast zeitgleich habe ich den anderen Roman von der Autorin gelesen: "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe". Das Buch hatte ich mir bei einer Lesung der Autorin in Stade gekauft und dankbar für die Signierung. Hierzu folgt demnächst eine Rezension.

Vielen Dank an den Verlag für das  Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Ein Stück Zeitgeschichte in einer hochinteressanten Story verpackt.
Ein Buch, das unter die Haut geht.