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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Donnerstag, 20. November 2014

(Rezension) Wunderbare Wünsche - Lindsay Ribar


Lindsay Ribar
Wunderbare Wünsche
Broschiert
336 Seiten
Verlag: ivi (13. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492703352
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: The Art of Wishing
€ 14,99

auch als EBOOK erhältlich



Info:
Glaubst du an Magie?
Margo McKenna hat so ziemlich alles im Griff, doch als Oliver auftaucht, ändert sich das schlagartig, denn Oliver ist nicht bloß irgendein gut aussehender Junge, sondern ein Dschinn. Trotz der drei Wünsche, die Margo nun frei hat, gerät sie schnell in ernste Bedrängnis: Olivers Erzfeind hat es plötzlich auch auf sie abgesehen und Margo muss sich entscheiden: überlässt sie Oliver seinem Schicksal, oder kämpft sie für die grenzenlose Magie der ersten Liebe?

Meine Meinung: 

Es beginnt mit ...
Der Plan war ganz einfach: Ich würde auf diese Bühne steigen und das verflixt beste Vorsingen abliefern, das sie je erlebt hatten.

Die 18-jährige Margo McKenna ist sich ziemlich sicher, dass sie die Hauptrolle als Mrs. Lovett in dem Musical  an der Highschool erhält. Der Schock sitzt tief, dass sie auf der Besetzungsliste eines anderen Charakters zugewiesen ist. Enttäuscht flüchtet sie auf die Mädchentoilette, wobei ihr das erste Mal Oliver begegnet. Wie sich später herausstellt, wird der Unbekannte für das Jahrbuch fotografieren. Als Margo dahinter kommt, dass ihre Kontrahentin Vicky, die die Hauptrolle erhalten hat, und Oliver etwas verbindet, ist ihre Neugier geweckt. Und dann findet Margo auf der Toilette einen außergewöhnlichen Ring. Nach einem langatmigen Anlauf beginnt die Geschichte interessant zu werden. Inwiefern Oliver und der Ring eine gemeinsame Verbindung haben, zeigt sich ziemlich rasch.
Oliver ist ein Dschinn und Margo hat nunmehr, nachdem Vicky den Ring weggelegt hatte, drei Wünsche frei. Wer über die Bedeutung eines Dschinns weiß, dass dieser dient und in diesem Fall ist Margo seine Meisterin. Doch dieser Oliver hat ihr den Kopf verdreht und seie Augen, nie zuvor hatte Margo derart faszinierende gesehen. Als dann eine Charaktere auftaucht, die sämtliche Chinns eleminieren will, so auch Oliver, wird es etwas interessanter. Denn Xavier, Erzfeind von Oliver, will dessen Ring, den Margo besitzt. Oliver ist kein Geist aus der Flasche, wie man es vielleicht kennt, sondern er ist mit dem Ring verbunden. Xavier ist ein Gestaltwandler, eben weil er ein Dschinn ist. Letztendlich wird es noch einen vierten Wunsch geben, wie sich am Ende darstellt.

„Wunderbare Wünsche“ wird aus der Ich-Perspektive von Margo erzählt. Als Charaktere kommt diese gut heraus, überzeugt durch ihr Denken und Handeln.
Ziemlich blass dagegen ist Oliver. Nun gut, liegt wahrscheinlich daran, dass er ein Dschinn ist. Wie ein normaler Junge verhält er sich eben nicht. Daher ist er für mich nur ein Mitläufer. Maßgeblich an der Handlung zwar beteiligt, aber das zeigt sich erst am Ende.

„Wunderbare Wünsche“ ist der Auftaktband einer Reihe. Die Idee von Aladin, zu einer ganz neuen Geschichte in der heutigen Zeit finde ich gut.
Ein bezaubernd, magisch wirkendes Cover, auf jeden Fall ein Eyecatcher. Der Klappentext versprach eine gute Geschichte, aber daraus geworden ist eine ganz normale. Ein Kritikpunkt wäre da, die sich endlos ziehende Handlung, obwohl die teils locker geführten Dialoge hin und wieder begeistern konnten.  Aber hat das Buch meine Erwartungen voll erfüllt? Nicht ganz, denn hier und da gab es die eine oder andere Situation beim Lesen, die mich störte, wobei ich mich nicht wohl fühlte.

Fakt ist, das „Wunderbare Wünsche“ ein befriedigender Auftaktband ist, aber das Interesse an der Fortführung weckt. Lindsay Ribar ist nicht die erste Autorin, der es so ergeht. Und das lässt hoffen für die Folgebände. Ich bin da sehr zuversichtlich. Mit gut 300 Seiten hat man sicherlich einen wohligen Leseabend.
Von mir gibt es sehr gute 3,5 Lesegenuss-Bücher.

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung


Montag, 10. November 2014

(Rezension) Ich brenne für dich - Tahereh Mafi - Abschluss der Trilogie


Tahereh Mafi
Ich brenne für dich
Dystopie-Roman
Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (29. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442313051
Originaltitel: Ignite Me
€ 16,99

 Quelle Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Das atemberaube Finale der Trilogie um Juliette, Adam und Warner.
Nach der verlorenen Schlacht gegen das Reestablishment ist Omega Point, der Zufluchtsort der Rebellen, zerstört, Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Auch über das Schicksal ihrer ersten großen Liebe Adam ist sie im Ungewissen – ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die ihr noch bleibt, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu wird sie sich Warner anvertrauen müssen, Kommander von Sektor 45, Sohn des feindlichen Oberbefehlshabers – und nunmehr Juliettes einziger Verbündeter. Der eine Mensch, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite gegen seinen Vater zu kämpfen. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr?

Meine Meinung:
Schon vom ersten Band „Ich fürchte mich nicht“ war ich angetan von der Geschichte als auch von der Autorin Tahereh Mafi. Auch wenn bei Trilogien oft Monate und noch länger Zeit vergeht, ehe der Folgeband erscheint, das Warten wird belohnt.
Vor Risiken und Nebenwirkungen wird gewarnt, hier ist es ganz einfach die pure Lesesucht, und die wird gestillt!
Kenntnisse aus den ersten beiden Bänden sind schon Voraussetzung, um den finalen Band „Ich brenne für dich“ zu lesen.
Der Zufluchtsort der Rebellen, Omega Point, ist zerstört. Doch alle Freunde und Gefährten von Juliette, der Hauptcharaktere, sind in alle Winde zerstreut. Was mit Adam passiert ist, bleibt vorläufig offen. Nach dieser derartigen Niederlage wächst Juliette über sich hinaus, richtet sich auf, und will nun endgültig das Reestablishment vernichten. An ihrer Seite Warner. Mit Schaffung dieser Charaktere hat die Autorin eine göttliche Idee gehabt. Warner ist eine besondere Persönlichkeit, der von Beginn an sympathisch ist, dessen Blickwinkel sich nicht verändert hat.
Juliette zeigt Rückgrat und mir ist aufgefallen, dass sie sich endlich ihrer Stärke bewußt ist. Schließlich schaltet sie ihr Kopfkino aus und zeigt richtig voll Gefühle.
Warner und Adam und Juliette, lasst euch überraschen.
Die Handlung läuft über viele Kapitel in ruhigen Bahnen, bis es darum geht, das Reestablishment endgültig zu vernichten.
Große Handlung, viel Spannung.

Die Trilogie um das Trio Juliette, Warner und Adam lebt durch die Besonderheit, mit der die Autorin durch ihren wechselhaften und beeindruckenden Schreibstil, ihrer Sprache, Wortgewandheit Leben eingehaucht hat. Ihr Schreibstil ist beeindruckend und das war für mich ein wesentlicher Grund, diese Dystopie komplett zu lesen. Nein, nicht nur deshalb, natürlich gehört auch die geschaffene Welt mit ihren Protagonisten und Nebencharakteren dazu.

Ein unsichtbares Wort, ein Name, zieht sich vom ersten Band bis zum Schlußsatz durch die Seiten: Juliette. Ich hatte dies bereits im zweiten Band erwähnt » Link « [Es ist einzigartig, wie diese Charaktere Juliette ein Buch beherrschen kann, obwohl von ihr so viele Selbstzweifel ausgehen, die sich auch negativ auf den Leser auswirken könn(t)en.]

„Ich bin ein Stundenglas.
Meine siebzehn Lebensjahre sind in sich zusammengebrochen und haben mich von innen heraus begraben. … “ 
 
Ein gutes Ende ist die Garantie für einen neuen Anfang!

Ich habe schon für die ersten beiden Bände fünf Lesegenuss-Bücher vergeben und werde dies hier ebenso tun.

Meine Rezensionslinks
Band 1 –  Ich fürchte mich nicht  
Band 2 – Rette mich vor dir

Donnerstag, 6. November 2014

(Kurzreport) Nymphs - Verführerischer Vollmond - Sari Luthanen Mikko Oikkonen


Sari Luthanen
Mikko Oikkonen
Nymphs – Verführerischer Vollmond
Taschenbuch
304 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (25. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3733500221
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Nymfit. Montpellierin legenda
€ 8,99

Quelle Verlag




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Band 1.1
DIE NEUE ROMANTASY-SERIE NYMPHS:
Ohne Liebe müssen sie sterben, doch ihre Liebe bedeutet für andere den Tod
Eines Tages erfährt die 16-jährige Didi die schockierende Wahrheit: Sie ist kein normales Mädchen, sondern eine Nymphe. Ihr Leben lang wird sie in jeder Vollmondnacht mit einem Mann schlafen müssen, um zu überleben. Doch für jeden, in den sie sich verliebt, bedeutet das den Tod…

Ausgerechnet in einer Vollmondnacht schläft Didi zum ersten Mal mit ihrem Freund. Er überlebt die Liebesnacht nicht – und lässt die Siebzehnjährige in Tränen aufgelöst zurück. Am nächsten Morgen erfährt Didi, dass sie eine Nymphe ist – für immer jung und schön, aber tödlich für jeden Mann, der sie liebt. Niemals wieder wird sie einem Mann wirklich nah sein können. Doch kaum hat Didi ihr Schicksal akzeptiert, verliebt sie sich in Samuel – eine verbotene Liebe, die nur in einer Tragödie enden kann …
Band 1 der neuen Serie zum weltweiten TV-Erfolg! Fortsetzung folgt!

Meine Meinung:
Schon der Titel weißt darauf hin, dass es sich bei dem Buch um Nymphen handelt. Mit einem Traum beginnt der Prolog. Ein Traum, der Didi Angst macht.
Buchanfang: „Die letzten Sonnenstrahlen fielen in den weiß gekalkten Saal und ließen ihn orange glänzen. Bald würde die südliche Nacht stockdunkel sein. Die Pflanzen rund um die villa schienen die etwas kühlere Nacht schon zu erwarten.“
Mit ihrer Mutter lebt die 16-Jährige zusammen. Ihre Mutter hält die Tochter ziemlich streng, vor allem was den Umgang zu Jungs betrifft. Dass das seinen Grund hat, erfährt Didi  in der Vollmondnacht, als sie mit Johannes schläft und er stirbt.
Der Roman machte mich neugierig, was hier nun weiter passieren würde. Denn Bücher über Nymphen hatte ich schon einige gelesen.
Nach diesem Vorfall geht Didi mit zwei Frauen, Freundinnen ihrer Mutter, nach Helsinki. Nun erfährt sie, dass sie eine Nymphe ist. Sich nie verlieben zu dürfen, aber weiter am Leben bleiben, jede Vollmondnacht mit einem Mann schlafen müssen?  Leider verliebt sich Didi in Samuel und dann tauchen die Satyrn auf. Auch die beiden Frauen umgibt ein Geheimnis. Was sie Didi beibringen können, ist mit ihrer Eigenschaft als Nymphe umzugehen, dass nicht jedes Mal beim Sex ein Mann stirbt.
S. 125/126 „Didi war sowohl für sie als auch für Nadia eine noch unbekannte Variable, das Mädchen hatte Kräfte über die sie noch keine richtige Gewissheit bekommen hatten. Kati musste gestehen, dass sie das überrascht hatte.“
Mir war bis dato unbekannt, dass das Buch die Romanvorlage zu einer Fernsehserie ist. Es gibt auch noch einen zweiten Teil dazu.
Vom Inhalt her ließ es sich so einigermaßen lesen, allerdings blieben mir die Charaktere verschlossen. Normalerweise baut man einen Bezug auf, je besser die Protagonisten beschrieben sind.
Das Cover ist gut gemacht und wird sicherlich dadurch Käufer anlocken. Nach einem langen Leseanlauf fand ich endlich den Weg in die Handlung, was sicher mit an dem Schreibstil und der Sprache der Autoren lag. Gewöhnungsbedürftig, vieles blieb mir verschlossen. Letztlich am Schluss war es spannend. Doch das reicht nicht aus, um weiteres davon zu lesen.
Von daher gibt es nur gute 3,5 Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Sari Luhtanen schreibt seit Jahren erfolgreiche Chick-Lit-Romane und Texte für beliebte Fernsehserien wie ›Frasier‹. Sie verfasst außerdem Comics für Zeitungen und Magazine. Insgesamt hat sie bereits über 20 eigene Bücher veröffentlicht. Mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Hunden lebt sie in einer ländlichen Gegend von Finnland.

Miikko Oikkonen studierte Filmregie an der Hochschule für Kunst und Design in Helsinki. Er arbeitete zunächst in einer Werbeagentur, bevor er Mitbegründer der Filmproduktion Fisher King wurde. Miikko Oikkonen ist der Regisseur und Drehbuchautor der TV-Serie ›nymphs‹, die bislang in über 50 Länder verkauft wurde. Er lebt in Helsinki.

Freitag, 24. Oktober 2014

(Rezension) Wo ein bisschen Zeit ist … Emil Ostrovski


Emil Ostrovski
Wo ein bißchen Zeit ist
Gebundene Ausgabe
304 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (24. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421609
Originaltitel: The Paradox of Vertical Flight
€ 16,99


Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite








© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Fischer FJB
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar

Drei Teenager und ein Baby - auf der Flucht vor der Polizei und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Roadmovie-Roman.

Der 18-jährige Jack Polovsky entführt seinen neugeborenen und zur Adoption freigegebenen Sohn, um ihn seiner dementen Großmutter zu zeigen.
Und so gerät alles aus den Fugen.
Jack kauft ein Auto, holt seinen besten Freund Tommy und später auch die Mutter des Kindes dazu, und gemeinsam sind sie zwei Tage lang auf der Flucht vor der Polizei.
Jack bespricht dabei schon mal die ganz großen Themen des Lebens mit seinem Sohn. Der heißt nämlich Sokrates – zumindest für Jack.
Am Ende wird alles gut: Jack bekommt Besuchsrecht, das Baby Sokrates bekommt einen richtigen Namen und sie finden (fast) den Sinn des Lebens.

Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, dass das Buch „Wo ein bisschen Zeit ist …“ als Überraschung bei mir ankam. Hierbei handelt es sich um den Debütroman von dem 23-jährigen Emil Ostrovski.

Als der halbwüchsige Teenager Jack sich gerade mal wieder mit Suizidgedanken trägt, erfährt er durch ein Telefonat, dass er gerade Vater wird. Seine Exfreundin bringt seinen Sohn zur Welt, während die Adoptiveltern schon im Hintergrund warten.
Was nunmehr folgt, erscheint erst mal wie eine Kurzschlußhandlung. Im Krankenhaus sieht er sein Kind und einer Eingebung nach muss er es unbedingt seiner dementen Großmutter zeigen, bevor sein Sohn zu den Adoptiveltern kommt.
Sokrates, nach dem griechischen Philosophen, so nennt er seinen Sohn. Wahrscheinlich nicht ohne Grund, denn aus dem philosophieren kommt man während der ganzen Handlung kaum raus. Mit seinem Freund Tommy und letztendlich auch der Mutter des Babys macht er sich auf den Weg zu seiner Granny. Der Roadtrip beginnt – Auf der Flucht vor der Polizei.

Der sonst so voller Selbstzweifel geplagte Jack entwickelt während der Reise eine ganz besondere Beziehung zu seinem Sohn. Er unterhält sich mit ihm über Gott und die Welt, über den Sinn des Lebens. Tja, man könnte denken, Jack hat irgendwie eine Macke.
Der Klappentext ist schon eine exakte Inhaltszusammenfassung.
Sicher ist das Buch nicht ganz einfach zu lesen, denn bei mir traten schon einige Fragen auf, die unbeantwortet blieben. Wie die Jugendlichen mit dem Baby umgehen, irgendwie schon verrückt, aber immer ums Wohlergehen besorgt, war schon rührend zu lesen.
Die Reise der drei Protagonisten und dem Baby ist gefühlvoll und doch teils sehr widersprüchlich geschrieben. Die Handlung scheint anspruchsvoll, und doch wurde die Sprache der Jugend nicht aus den Augen verloren. Allerdings war der Schreibstil des Autors sehr gewöhnungsbedürftig.


Mit gemischten Gefühlen habe ich mich durch die Story gelesen. Vielleicht lag es daran, dass es nicht ganz meiner Richtung entsprach. Es hatte den Anschein, dass es auf einem sehr hohen Niveau geschrieben ist, anspruchsvoll und nicht mal eben so gelesen. Ob es allerdings in die Kategorie Jugendbuch passt bzw. für alle Jugendliche geeignet ist,  da habe ich meine Zweifel. Wie hat mir das Buch gefallen, diese Frage stellte sich zum Schluss. Eine klare Antwort kann ich nicht geben. Wie es halt im Leben so ist, Geschmäcker sind verschieden. 
 
Von daher erhält das Buch „Wo ein bisschen Zeit ist …“ von mir sehr gute drei Lesegenuss-Bücher. Für vier hat es dann doch nicht gereicht.

  
Ein Buch, welches immer wieder von einer Stelle auf die andere geschoben wurde. Ich hatte einige Stellen im Buch gelesen und irgendwie war mir klar, dass kann ich nicht mal so lesen. Zeit und Muse mußte her!

Vita:
Emil Ostrovski ist 23, er emigrierte mit seiner Familie aus Russland in die USA als er zwei Jahre alt war. Er mag Macarons, hat Philosophie studiert und verbringt mehr als ein bisschen Zeit auf langen Spaziergängen, beim Lesen von Kant und bei seinem Creative-Writing-Studium. Dies ist sein erster Roman.  

Mittwoch, 8. Oktober 2014

(Rezension) "Der Wald der träumenden Geschichten" - Malcom McNeill


Malcom McNeill
Der Wald der träumenden Geschichten
Gebundene Ausgabe
544 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (21. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596856701
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: The Beginning Woods
€ 16,99

 Cover Info  Fischer Verlag






Drachenfeuer, magische Wesen und düstere Geheimnisse – sie alle führen zum Ursprung aller Geschichten: in Den Wald des Anfangs. Dorthin bricht der Waisenjunge Max auf, um seine wahren Eltern zu finden. Es wird die abenteuerlichste und gefährlichste Reise seines Lebens …

Meine Meinung:

Von „Der Wald der träumenden Geschichten“ hatte ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen, umso mehr freute ich mich über die Überraschungspost des Verlags. Titel, Covergestaltung als auch die Infos hatten mich schon angesprochen und ich war neugierig geworden. Irgendwie hatte sich dann auch mal das Wort „Märchen“ festgeheftet. Doch selbst als ältere Leserin hatte ich anfangs einige Schwierigkeiten mit der Handlung als auch der Sprache. Das empfohlene Lesealter – ab 10 Jahre – sprich ein Kinderbuch, ist nicht gut gewählt. Allerdings heißt es aber auch: Ab 10 Jahren.
Alles dreht sich um Max, der in einem Waisenhaus lebt und nicht nur durch sein ungewöhnliches Aussehen auffällt. Keiner will ihn haben, bis er schließlich von liebevollen Personen adoptiert wird. Doch er zeigt sich undankbar, stellt immer wieder die Frage nach seinen wahren Eltern. Das Aussehen von Max könnte man fast mit einem kleinen Pixie vergleichen. Und er wurde von seinen neuen Eltern geliebt, was er allerdings ignoriert. Er verkriecht sich hinter Büchern und sucht nach dem Verschwinden. Dies alles zieht sich leider endlos lang ehin, bis nach dem fast einem Drittel endlich der Stein ins Rollen kommt.

Aller Anfang findet sich im Wald des Anfangs. Hier lebten die Fantasiegestalten und hier wurden die Geschichten geschrieben: Geschichten für die Träume. Erst als seine Adoptiveltern auf einmal verschwunden sind, zeichnet sich in der Handlung ab, dass es interessant wird. Das Verschwinden der Erwachsenen, wohin sind sie, was passiert mit ihnen?

Für Max beginnt nunmehr eine abenteuerliche Reise.

„Der Wald der träumenden Geschichten“
ist in drei Teile aufgeteilt, mit wenigen Kapiteln, die jedoch auch noch kleine Abschnitte mit einer Überschrift beinhalten. Tja, und dann ist man auf einmal auf der Seite 430 angelangt und schaut ganz verdutzt. Was ist hier passiert? Eine fast leere rechte Seite, auf der nur der Buchstabe – T – abgedruckt ist. Und so geht es fast sieben Seiten, bis sich ein Wort vervollständigt hat. Buchstabensalat? Nein, es ist mehr, aber darauf einzugehen, würde den Rahmen sprengen. 
Teil Eins – Das Verschwinden
Teil Zwei – Der Wald des Anfangs
Teil Drei – Der Drachenjäger

Es braucht eine Zeit, bis Max zu sich auf der Suche nach dem Glück, der alles klärenden Frage „Wer bin ich?“ findet. Ihm zur Seite der Dunkle Mann und das kleine Geistermädchen Martha. Freunde zu haben, ist ebenfalls Glück. Geschichten, aufgeschrieben und gedruckt in Büchern, sind ein wertvolles Gut. All das sollten wir nicht vergessen.

„Der Wald der träumenden Geschichten“ ist definitiv kein Kinderbuch, wie ich anfangs schon erwähnte. Die Botschaften sind zwar für ältere Leser klar erkennbar, doch ich bezweifle es bei den Kids. Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene, lasst euch auf die Geschichte ein, sonst geht sie an euch vorbei. Nicht ganz so einfach zu lesen, aber trotzdem hat das Buch einen Wiedererkennungswert. 
Daher gebe ich aufgerundet gute vier Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Malcolm McNeill, geboren 1976 in Newcastle, England, wuchs in Glasgow und Edinburgh auf. Nach seinem Literaturwissenschafts- und Schauspielstudium trug er Post in London aus, putzte Toiletten in Berlin und arbeitete als Englischlehrer in der ganzen Welt, zuletzt in Vietnam. ›Der Wald der träumenden Geschichten‹ ist sein internationales Debüt.

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Dienstag, 7. Oktober 2014

(Rezension) " TEARDROP " (Band 1) Lauren Kate


 Lauren Kate
Teardrop
Gebundene Ausgabe
528 Seiten
Verlag: cbt (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570162774
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Teardrop
€ 17,99
auch als E-BOOK erhältlich





Quelle / Info cbt Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
(Da ich Teardrop im Oktober ausgelesen habe, passt es wunderbar zur Ultimaten Challenge-Zusatzaufgabe für den Monat)
In einer Welt, in der eine einzige Träne alles, was du liebst, hinwegspülen kann, gibt es nur eine Regel: Weine nie! Vergieße nie eine einzige Träne!
» Der Auftakt zu Lauren Kates neuer großer Saga um die Heldin Eureka und das versunkene Atlantis «
 
Meine Meinung:
Schwer verletzt hatte Eureka den Unfall überlebt, bei dem ihre Mutter ums Leben kam. Der Unfall ist mit Beginn des Buches (Prolog) und wird aus Anders Sicht geschildert. Ander, der sie seit ihrer Geburt an kennt. Was bei ihr nicht der Fall ist.
Zitat S. 9:

„Das war die Ausgangslage: Ein bernsteinfarbener Sonnenuntergang. Dunst, der zum verblassenden Blau des Himmels aufstieg.“

Der Satz „Vergieß nie eine einzige Träne“ hatte sich in Eurekas Gehirn eingebrannt, viele Jahre lang. Das Versprechen der Mutter gegeben.
Ihr Vater hatte wieder geheiratet und die Stiefmutter schleppte Eureka von einem Therapeuten zum nächsten. Doch dann taucht dieser Junge auf und sie lässt sich auf ihn ein. Wer aber war dieser Ander? Und wie kommt es, dass ausgerechnet er sie dazu bringt, eine Träne fließen zu lassen, die er dann auch noch auffängt?
Eureka war nicht wie alle anderen, sie war anders. Und nach dem Unfall zog sie sich noch mehr zurück, wurde depressiv. Doch ihre beiden kleinen Halbgeschwister, Zwillinge und ihr bester Freund Brooke bringen Lichttupfer in ihr Leben. Und dieser Ander wirbelt ihr Leben auf, bis sie irgendwann erkennt, dass er es gut meint … Ahnte Eureka, dass nicht ihre Mutter, sondern sie bei dem Unfall sterben sollte?

Wie viele andere Leser war auch ich neugierig auf die neue Trilogie von Lauren Kate. Was sicherlich mit an dem wunderbar gestalteten Cover und auch der Kurzinfo lag. Von der Idee finde ich „Teardrop“ gut und mit ihrem wiedererkennbaren Schreibstil hat die Autorin aus ihrer Idee einen (fast) guten Auftaktband geschrieben. Sie hat sich Gedanken um die Schaffung der Charakteren gemacht, wobei einzelne hervorzuheben, da sollte man sich selbst eine Meinung bilden.

Allerdings bin ich bei Band 1 der „Teardrop“-Reihe zu dem Resultat gekommen, man hätte die Geschichte nicht so langziehen müssen. Oder ist es Standard, dass Trilogien o. a. mindestens die 500 Seiten überschreiten müssen?
Trotz etlicher Kritikpunkte muss ich wissen, wie es weitergeht, denn allein schon der Ausflug in die griechische Mythologie gefällt mir. Und ich denke, in den Folgebänden werden auch Lauren Kates Protagonisten an Glanz gewinnen.

Ich gebe ganz knappe vier Lesegenuss-Bücher.


 Vita:
Lauren Kate wuchs in Dallas auf, arbeitete einige Zeit in einem New Yorker Verlag und zog dann nach Kalifornien, wo sie Creative Writing studierte, bevor sie zu schreiben begann. Ihre romantische Fantasyserie über den gefallenen Engel Daniel und seine große Liebe Luce wurde weltweit zum Bestseller und wird gerade in Hollywood verfilmt. Teardrop ist der Start ihrer neuen, großen Serie.

Montag, 29. September 2014

Ⓚurzⓡeport "Lovesong" - Gayle Forman



Gayle Forman
Lovesong
Broschiert
272 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (27. Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764504021
Originaltitel: Where She Went
€ 8,99

auch als eBook erhältlich

Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension





Dieses Buch habe ich von einer lieben Bloggerkollegin zum Osterwichteln 2013 erhalten.


Meine Meinung zu „Lovesong“:

Wer das Buch „Wenn ich bleibe“ von Gayle Forman gelesen hat, kann sich  mit „Lovesong“ auf eine gute Fortsetzung freuen.
Drei Jahre waren nach dem furchtbaren Unfall vergangen. Es war Adam, der damals Mia ins Leben zurückkämpfte. Doch trotz all dem gehen beide getrennte Wege.
Mia macht dort weiter, wo sie vor ihrem Unfall hinwollte und wird zu einer gefeierten Cellistin. Doch auch Adam erholt sich, äußerlich, nach dem Bruch zwischen ihm und Mia. So wird er ein großer Rockstar. Aber seine Seele trägt noch immer große Wunden mit sich. Zu stark hatte ihn die Trennung getroffen. All diese Gefühle versucht er in seinen Songs zu verarbeiten.
Als Adam ein Konzert von Mia in New York besucht, treffen sich beide anschließend. Den Fall des so sympathischen Adam nach der Trennung zu lesen, wie es weiterging nach Mias Rückkehr ins Leben, hier durchlebt der Leser ein wahres Wechselbad der Gefühle.
Kommt es zu einer ehrlichen Aussprache zwischen den beiden? Und wenn ja, wie endet die Geschichte?
„Lovesong“ wird aus der Sicht von Adam erzählt.
Emotional hat auch „Lovesong“ mich gepackt und kommt ganz dicht an Mias Geschichte heran.

Inzwischen sind beide Bücher von Gayle Forman vom Verlag mit neuen Covern herausgebracht. So bin ich echt froh, „Lovesong“ noch im passenden „Kleid“ zu „Wenn ich gehe“ zu besitzen.

Ich vergebe fünf Notizbücher

Buchinfo lt. Verlag:
Goldene Schallplatten, Platinauszeichnungen, wild gewordene Fans – Adam hat mit seiner Band alles erreicht. Und doch kann er den Erfolg nicht genießen, ist unruhig, leer und ausgebrannt. Auch drei Jahre nach dem Ende der Beziehung mit Mia, seiner großen Liebe, kann er sie nicht vergessen. Als er von einem Konzert erfährt, das Mia, inzwischen gefeierte Cellistin, in New York gibt, merkt er, dass er nur eins will: sie endlich wiedersehen. Doch kann es, nach all dem, was passiert ist, eine gemeinsame Zukunft für die beiden geben?

"Nur diese eine Nacht" ist unter dem Titel "Lovesong" bereits bei Blanvalet erschienen.

Montag, 22. September 2014

(Rezension) Neun Tage und ein Jahr - Taylor Jenkins Reid


Taylor Jenkins Reid
Neun Tage und ein Jahr
Broschiert
368 Seiten
Verlag: Diana Verlag (28. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453291645
Originaltitel: Forever, Interrupted
€ 12,99










 © Quelle Diana Verlag

Meine Meinung zu "Neun Tage und ein Jahr":

Ben und Elsie sind genau seit neun Tagen verheiratet, als das Unglück passiert. Was macht man nicht alles aus Liebe! Weil Elsie Heißhunger auf Fruity Pebbles hat, keine mehr im Haushalt sind, fährt Ben los, um seiner Liebsten diesen Wunsch zu erfüllen. Je länger es dauert und Ben nicht wieder kommt, umso unruhiger wird Elsie. Es trifft sie wie ein Keulenschlag, als sie den Krankenwagen hört und am Unfallort erfährt, dass Ben tot ist.
Ein halbes Jahr dauerte gerade ihre Liebe, neun Tage die Ehe.
Aus, vorbei!
Erst vor wenigen Jahren war Elsie nach Los Angeles gezogen. Sie liebte ihren Job als Bibliothekarin. Den Wunsch Ärztin zu werden wie es ihren Eltern vorschwebte, hatte sie icht. Daher war der Kontakt zu ihnen eher unterkühlt.
Nun aber steht Elsie im Krankenhaus, an ihrer Seite die beste Freundin. Dort wird Elsie mit Bens Mutter konfrontiert, die nichts von ihr als auch von der Hochzeit wusste. Warum nur hatte Ben es Susan verschwiegen?
Behördlich gesehen hatte Elsie keinen Anspruch auf Ben, da sämtliche Papiere noch nicht eingetroffen waren und sie als Bens Ehefrau auswiesen. Und so ist es nur klar, dass Susan alles regelt, alles Persönliche von Ben an sich nimmt. Für Elsie ist das ein ganz, ganz schwerer Schlag.
Dabei sollte das Unglück, beider Verlust von Ben, ihnen doch vor Augen führen, wie schnell ein Leben vorbei sein kann. Doch es kommt der Punkt, an dem Susan ihre Einstellung gegenüber ihrer Schwiegertochter ändert.

„Neun Tage und ein Jahr“ ist geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Elsie und zwar abwechselnd Kapitelweise in der Gegenwart und Vergangenheit. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, ein stetiges Hin und Her. Die richtige Balance zu finden und nicht in einen tiefen Sog zu geraten, dass ist der Autorin gut gelungen.
Dass Nebencharaktere oft eine maßgebliche Rolle in der Handlung spielen, ist auch hier durch Ana und Mr. Callahan der Fall.
 „Neun Tage und ein Jahr“ ist eine wunderbare Liebesgeschichte, obwohl es anfangs sehr traurig beginnt. Auch wenn es mir ab und an etwas zu langatmig war, was vielleicht auch am jeweiligen Gemütszustand gelegen haben mag. Beeindruckt hat mich Susans Lebensgeschichte. Berührende Momente, eine wunderbare Liebesgeschichte, tiefe Freundschaft, aber auch der Schmerz und Verlust, das findet sich in diesem Buch wieder. Großartig!
Zitat S. 314:
… Ich lese noch einmal, was ich geschrieben habe, und stelle fest, dass es absolut keinen Sinn ergibt. Diesen Brief kann keiner lesen. Also werfe ich ihn weg und schreibe, was mein Herz mir sagt."

Vita:
Taylor Jenkins Reid wurde Massachusetts geboren und studierte am Emerson College in Boston. Bevor sie ihren ersten Roman Neun Tage und ein Jahr schrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Sie arbeitet zur Zeit an ihrem zweiten Roman und lebt mit ihrem Mann in Los Angeles.
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal  für das Leseexemplar.

Dienstag, 2. September 2014

[Kurzreport] Die azurblaue Insel - Luanne Rice


Luanne Rice
Die azurblaue Insel
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426513255
Originaltitel: The Deep Blue Sea for Beginners
€ 8,99

auch als eBook erhältlich

Quelle Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Auf Capri sehen wir uns wieder ...

Eine nette Lektüre für zwischendurch – trotz teils ergreifender Familiengeschichte.

Pell Davis und ihre jüngere Schwester Lucy sind seit dem Tod ihres Vaters auf sich gestellt. Ihre Mutter hatte sie vor zehn Jahren verlassen und war auf die Insel Capri gezogen. In dem Glaube, dass diese dort ein Jet-Set-Leben führt, macht sich die junge Pell in den Sommerferien auf den Weg zu ihr. Die 14-jährige Schwester verbleibt in der Obhut der Großmutter. Die Familie Davis gehörte zum amerikanischen Geldadel.  Lucy leidet noch immer unter dem Weggang der Mutter. Pell möchte, dass diese nunmehr zurückkommt in die USA zu ihren.
Doch wider Erwarten verläuft das Wiedersehen ganz anders als Pell es sich vorgestellt hat. Ihre Mutter lebt und arbeitet auf Capri bei Max, einem älteren Herrn, ei dem sie als Gärtnerin ist. Es ist eine kleine Künstlerkolonie und nicht das, was Pell gedacht hatte.
Warum hatte die Mutter sie damals verlassen? Viele Fragen, deren Antworten Pell überraschen. Doch nicht nur die beiden Schwestern haben eine Familiengeschichte, da ist auch noch Rafe, der Enkel von Max. Er hatte ebenfalls keine leichte Kindheit.
Die bildhafte Beschreibung der Insel hat mir sehr gut gefallen.
Doch vieles läuft in der Handlung einfach zu glatt ab.
Erzählt ist die Story in der Ich-Perspektive der jungen Pell. Diese Charaktere stellt sich nicht als Heranwachsende dar, man hat oft zu sehr den Eindruck, es handele sich um eine erwachsene Frau. Doch andererseits ist sie es irgendwie auch, denn gerade sie musste sich intensiv um Lucy kümmern.

Fazit: „Die azurblaue Insel“ ist eine leicht-lockere Lektüre, die sich mühelos an einem Tag lesen lässt. Allerdings nicht der beste Roman von Luanne Rice.


Von Luanne Rice habe ich gelesen:


Vita:
Luanne Rice hat in den USA zahlreiche Romane veröffentlicht und ist dort eine Bestsellerautorin. In Deutschland erschienen von ihr "Wo das Meer den Himmel umarmt", "Wo die Sterne zu Hause sind", "Wolken über dem Meer", "Wenn du mir nur vertraust" etc. Sie stammt aus Connecticut und lebt heute mit ihrem Mann in New York City

Sonntag, 31. August 2014

(Rezension) Das Mädchen, das Geschichten fängt - Victoria Schwab



Victoria Schwab
Das Mädchen, das Geschichten fängt
Broschiert
 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (14. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453410336
Originaltitel: The Archived
€ 13,99








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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

 


Wenn Geschichten zu Leben erwachen
Unendlich lange Gänge und Abermillionen von Regalen, auf denen die Lebensgeschichten der Toten aufbewahrt werden – das ist das Archiv, und das Reich der Wächterin Mackenzie Bishop. Als immer mehr Geschichten „aufwachen“ und versuchen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren, kommt Mac einer gigantischen Verschwörung auf die Spur.
»Ein magisches Buch…«

Meine Lesemeinung:
Die junge Mackenzie Bishop und ihre Eltern wagen einen Neuanfang in einer anderen Stadt, fast ein Jahr nach dem Tod von Ben, dem Sohn und Bruder. Auch der Großvater war schon vor vier Jahren verstorben. Von klein auf hatte er Mac zur Wächterin ausgebildet und mit zwölf Jahren hatte sie eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Als Wächterin musste sie entlaufene Chroniken einfangen und wieder zurückbringen in die Welt der Narrows.
Was nun sind Chroniken und was die Narrows? Nun, jeder Mensch hat eine Geschichte, die seines Lebens, die gesammelt werden in einem Buch, seiner Chronik. Die Narrows kann man als Ebene zwischen Leben und Tod beschreiben, eine Zwischenwelt. So war es üblich, dass die Chroniken für immer geschlossen bleiben sollten. Doch das war ab und an nicht der Fall und sie erwachten.
In dieser neuen Stadt beziehen die Bishops ein großes altes Haus, ein ehemaliges Hotel, mit vielen Zimmern, und ebenso vielen Türen. Es wird das neue Reich für die Wächterin Mac. Und gleich am ersten Tag bekommt sie Arbeit, denn wenn Chroniken erwachen, wollen sie wieder zurück – ins Leben.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Mackenzie Bishop, der Hauptcharaktere. Welche Geschichte sich hinter diesem Titel verbirgt, kann man nur erahnen. Auch wenn der Klappentext die ersten Hinweise gibt, es geht hier doch um mehr als nur Fantasie oder Geister.
Die Idee der Story ist großartig und auch gut umgesetzt. Eine Bibliothek voller Geschichten des Lebens. Das, was von uns nach dem Tod verbleibt, unsere Spuren, gesammelt in einem Werk.
Der Leser besitzt Regale voll mit Büchern, ebenfalls Geschichten …
Die Autorin nimmt sich Zeit, es kommt keine Langeweile auf, der Spannungsbogen hält sich vom Anfang bis zum Ende. Doch es ist kein glattes Muster, sie wartet mit einigen Überraschungen auf.
Victoria Schwab bindet das Thema Tod und Verlust und was passieren kann/könnte, sehr gut in ihre Fantasiegeschichte mit ein.
Durch ihren jugendgerechten Schreibstil und die bildhaften Beschreibungen verleiht sie der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre.
Die verschiedenen Charaktere sind gut beschrieben, realistisch und authentisch.

Fazit:
Titel und Cover irritieren, wenn man die Geschichte gelesen hat. Und doch wiederum gefällt mir nach langen Betrachten das Cover. Man kann viel hinein interpretieren, wenn man seinen Gedanken freien Lauf lässt. „Das Mädchen, das Geschichten fängt“ ist ein magisches, spannendes und fantasievolles Jugendbuch, nicht nur für junge Leser, sondern auch für den erwachsenen Leser. Leseempfehlung!


Samstag, 23. August 2014

(Rezension) Die Essenz der Liebe - Sophie Vallon


Sophie Vallon
Die Essenz der Liebe
Taschenbuch
528 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (14. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492304597
Originaltitel: The Perfume Collector
€ 9,99

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Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!





Meine Meinung:

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einem 1955 mit Grace und zum anderen 1927  mit Eva. Beide Handlungstränge verlaufen zunächst getrennt voneinander.
Die Kapitel sind nicht zu lang und mit dem Ort und Jahreszahl versehen. So weiß der Leser gleich, welche Charaktere ihre Geschichte erzählt.
Londoner Frühling 1955. Dort lebt die verheiratete Grace Munroe mitten im Zentrum von Bloomsbury. Noch immer waren Schäden des Krieges zu sehen. Doch das Leben pulsierte rund um sie herum. Zu gern würde sie wieder arbeiten, doch das war nicht im Sinn ihres Mannes Roger. Sie vermisste Oxford, wo sie bis vor einigen Jahren bei ihrem Onkel lebte.
Unerwartet erhält sie einen Brief einer Anwaltskanzlei aus Paris, der ihr mitteilt, dass sie geerbt hätte. Da ihre Ehe schon seit geraumer Zeit nicht gerade rosig verlief und sie dann auch noch herausfand, dass Roger eine Geliebte hatte, fliegt sie nach Paris. Dort erfährt Grace, dass sie Alleinerbin einer gewissen Eva d’Orsey sei. Sie hatte ihr nicht nur ein tolles Apartment hinterlassen, sondern auch noch Aktien. Viele Fragen, die gelöst werden wollen und so begibt sich Grace auf Spurensuche mit Hilfe des Anwalts.
Wer war diese geheimnisvolle Frau, die Grace so ein immenses Vermögen hinterlassen hatte?
Eves Geschichte beginnt 1927 in New York. Sie hatte kein leichtes Leben, während Grace aus einer wohlhabenden Familie stammt. Das Leben der beiden Protagonisten schildert die Autorin sehr authentisch, ebenso die jeweiligen Lebensumstände.

Die Autorin hat sehr gut die unterschiedlichen Zeiten eingefangen. Ihren Charakteren hat sie Leben eingehaucht, wobei mir Eva viel authentischer beschrieben war als Grace.
Auf der Suche nach Antworten trifft Grace auf eine alten Parfümhersteller. Hier ist es interessant zu lesen, welche Rolle das Parfüm in der Story spielt. Ein Duft ist nicht nur ein Duft. Es ist weitaus mehr, eine Komposition. Die Autorin beschreibt auf eine ganz besondere Art, die Fähigkeit der Sinne, des Geruchssinn.
Die Zeit der Vergangenheit und das stetige Annähern beider Frauen in der Geschichte lassen das Ende fast erahnen. 

Fazit:
„Die Essenz der Liebe“, ein leicht zu lesendes Buch, flüssig geschrieben, deren Handlung anfangs nicht vielversprechend beginnt, mit Gefühl und kleinen Geheimnissen.  Mit diesem Buch ist Sophie Vallon ein interessanter Duft-Roman gelungen. Allerdings auch ein Buch, welches den richtigen Leser ansprechen muss und begeistert.  

 Ich gebe duftende vier Lesegenuss-Bücher

Vita:
Sophie Vallon, 1977 geboren, hat Romanistik an der Sorbonne studiert und arbeitet heute als freie Autorin und Werbetexterin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem kleinen Vorort von Paris. »Die Essenz der Liebe« ist ihr erster Roman.

Montag, 18. August 2014

(Rezension) Wolgatöchter - Ines Thorn



Ines Thorn
Wolfgatöchter
Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Wunderlich (18. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3805208628
€ 16,95

Rechte zum Zeitpunkt der Rezension:

© Cover - Infos - Quelle Verlag



Buchinfo:
Frankfurt, im Jahr 1765. Die Schwestern Annmarie, Aurora und Lydia leben in ständiger Furcht, denn ihr Vater Georg Reiche wird als Kunstdieb und Kunstfälscher im ganzen Land gesucht. Da begegnet Reiche durch Zufall einem Werber aus dem großen russischen Reich. Im Auftrag von Katharina II. soll er deutsche Bürger in ihr Land holen. Endlich scheint sich für die heimatlose Familie ein Ausweg aufzutun. Doch Russlands Härte trifft sie unerwartet. An der Wolga folgen auf kalte, raue Winter heiße, staubige Sommer. Das Haus, in das die Reiches einziehen, wurde einst von Kalmücken überfallen, die dort lebende Familie ermordet. Immer obsessiver begibt sich Annmarie auf die Spuren von Mariann, der ermordeten Tochter, während Aurora sich mit einem jungen Balten auf eine gefährliche Affäre einlässt und Lydia zwischen zwei Männer wählen muss: dem, den sie liebt und dem, der das Überleben an der Wolga sichert. Die Schwestern kämpfen für den Erhalt ihrer Existenz, für die große Liebe und den verdienten Erfolg - kurz: Sie kämpfen um ein Leben, das seinen Namen verdient...

Mein Eindruck:
Mitte  des 18. Jahrhunderts zieht es viele Deutsche in das Land der unendlichen Weiten, nach Rußland, dem Reich von Katharina der Großen. Dort hofften sie auf ein besseres Leben. Für viele Siedler schien es ein Neuanfang zu sein, ihre Bedingungen, dort zu leben, äußerst verheißungsvoll. Doch niemand war darauf vorbereitet gewesen, wie hart das Leben sein würde. Monatelanger kalter, unbarmherziger Winter an der Wolga, und dann die extremen heißen Sommermonate. Lebensumstände, die die drei Schwestern Annmarie, Aurora und Lydia nicht kannten. Über das Schicksal der Wolgadeutschen kann man viel nachlesen.
Als die Reiches erfahren, dass in ihrem jetzigen Haus die vorherige Familie von den Kalmücken ermordet worden war, fängt Annmarie an, sich für die Geschichte und vor allem der Tochter des Hauses, Mariann, zu interessieren.
Manche Situationen wirkten sehr beklemmend, doch im nachhinein betrachtet, war es so zur damaligen Zeit. Und das die Schwestern verständlicherweise auch nach Liebe, Hoffnung für ihre Zukunft suchten, lässt hoffen. Wobei Lydia inzwischen schon verheiratet war.

Vom Schreibstil her hat mich die Geschichte von Anfang an begeistert. Die Autorin versteht ihr Fach. Und so hat durch die Thematik der Wolgadeutschen und ihren sehr lebendig beschriebenen Protagonisten eine wirklich wunderbare Geschichte geschrieben.

Die fiktiven Charaktere der Familie Reiche und anderen Nebencharaktere – eine gute Mischung zwischen all dem.

„Weit ist das Land, groß die Hoffnung“ – so steht es auf der Coverrückseite. Und hier muss ich sagen, dass das Cover wirklich ein Blickfang ist – wunderschön!

Fazit:
Ines Thorn hat mit ihrem Roman „Wolgatöchter“ eine sehr bewegende Geschichte um die Siedler, den Wolgadeutschen zu Zeiten von Katharina der Großen geschrieben. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch auch mit Leseunterbrechungen sehr gut lesen. Die Geschichte hat mich abgeholt und gefesselt von Anfang an.



Vita
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Bei Wunderlich erschienen zuletzt ihre Romane "Teufelsmond" und "Das Mädchen mit den Teufelsaugen".

Mittwoch, 13. August 2014

(Rezension) Sommer in Sepia - Marie Velden



Marie Velden
Sommer in Sepia
Taschenbuch
344 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423215183
€ 9,95

auch als EBOOK erhältlich

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Quelle  dtv Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension



Buchinfo:
Hinter der Fassade seines intakten Familien- und Berufslebens ist der 45-jährige Psychotherapeut Thomas Bachmann ein einsamer Mann. Die Ehe mit Veronika ist schal, seine Kinder gehen bereits eigene Wege, sein bester Freund stirbt. Erst die Begegnung mit der geheimnisvollen Florentine weckt verblasste Sehnsüchte und holt ihn zurück ins Leben. Gemeinsam erleben sie einen Sommer, der ihnen eine große Liebe, aber auch deren Zerbrechlichkeit offenbart. Schließlich ist es Veronika, die eine Entscheidung trifft, mit der sie alle und vielleicht sogar sich selbst am meisten überrascht.

Meine Gedanken zum Buch:
„Sommer in Sepia“, ein Titel, bei dem man leicht eine Liebesgeschichte dahinter vermutet. Doch es ist mehr, weitaus mehr, als man in Worte niederschreiben kann. Der Anfang erstaunte mich sehr, denn es beginnt mit der Todesnachricht von Michael Jackson. Weiter geht es mit Zitaten aus John Fowles „Der Ebenholzturm“, die mehrfach die Kapitel der Protagonisten unterbrechen. Was dann folgt, lässt den Leser eintauchen in eine Welt, einer Geschichte mit so viel Poesie, einer Sprache, für die Worte zu finden, mir sehr schwer fällt.

Die Autorin Marie Velden schreibt nicht einfach nur so dahin. Sie hat ihre eigene Sprache, ihren eigenen Schreibstil. Und  die Geschichte „Sommer in Sepia“ ist wahrlich etwas Besonderes, was ich in dieser Richtung noch nicht gelesen habe bzw. mich nicht erinnern kann.
Allerdings gibt es eine deutsche Autorin, von der ich in 2012 ein wunderbares Buch gelesen habe, welches ich mit Marie Velden’s Buch auf eine Stufe stelle: Zum einen  von der Sprache, ihrem Ausdruck, ihrem Stil  Simone Keil’s Buch  „Corvidæ”. Ein anderes Genre, aber trotzdem.

„Sommer in Sepia“, die Geschichte einer Beziehung, Thomas und Veronika, jeder lebt sein eigenes Leben, mit den zwei Kindern Paul und Julie.
Bis Thomas Florentine trifft.
Von da an stellt er sein Leben in Frage. Will er so weiterleben?
Als Florentine in sein Leben tritt, ist auch sie bereit, ihren Schutzpanzer zu öffnen, was nicht so ganz einfach war. Denn Florentine hatte ihre große Liebe Ben bei einem Tsunami verloren und seitdem niemanden an sich herangelassen.
Doch wie sollte es mit ihnen weitergehen?
Kämpfen oder aufgeben?
Andere verletzen oder selbst verletzt zu werden?
Lohnt es sich, um seine Liebe zu kämpfen und/oder können Träume wahr werden?

Fazit:
Mit „Sommer in Sepia” hat die Autorin Marie Velden, die mir bis dato nicht bekannt war,  ein wunderbares Buch auf den Markt gebracht, welches mich von Beginn an in seinen Bann gezogen hat. 
 Sechs Lesegenuss-Bücher gibt es nur in Ausnahmefällen.

Vita:
Marie Velden wuchs in einem kleinen Ort in der bayerischen Rhön auf. Sie volontierte bei einer Tageszeitung und arbeitete als Dramaturgin und Regieassistentin am Theater. Ihr Roman ›Lilienrupfer‹ war ein großer Erfolg. Sie lebt mit ihrer Familie in München.


 Vielen Dank an den Verlag für diese Überraschungspost!

Montag, 11. August 2014

(Rezension) Korallenherz ~ Laura Walden


Laura Walden
Korallenherz
Gebundene Ausgabe
400 Seiten
Verlag: cbj (23. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570156193
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
€ 16,99

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Cover - Infos siehe Verlag







Kurzinfo:
Cairns / Australien, 1897: Hier beginnt die Suche der verwaisten Zwillingsschwestern Lucy und Miranda nach ihrem verloren geglaubten Vater … hier entschließt sich Mandu zur Flucht, ein verschleppter Mischlingsjunge, der das Erbe seiner Aborigine-Ahnen wiederfinden will. Und an diesem Ort begegnen sie dem wohlhabenden jungen Neuseeländer Brian, der von seiner Familie nach Australien abgeschoben wurde. So gegensätzlich sie sind, so verschieden ihre Träume – auf ihrem gemeinsamen Weg nach Brisbane entlang der paradiesischen, aber auch gefährlichen Küste werden ihre Schicksale und ihre Herzen unauflöslich miteinander verknüpft …

Meine Meinung:
Man schreibt das Jahr 1897, als die beiden Schwestern Lucy und Miranda ein neues Zuhause im „Haus zum heiligen Engel“, einem Waisenheim finden. Ihre verstorbene Mutter Sophie hatte als Hausangestellte auf dem Anwesen von Mr Taylor gearbeitet. Doch dort konnten die Zwillinge nicht länger bleiben und so brachte Mr. Taylor sie nach Brisbane. Liebe und Fürsorge erfahren sie dort nicht, auch wenn das Haus von gläubigen Schwestern geführt wurde. Als sie irgendwann erfahren, dass entgegen ihrem Wissen der Vater nicht tot ist, planen sie die Flucht, um ihn zu suchen.
Miranda und Lucy sind zwar Zwillinge, aber sehr unterschiedlich von ihrem Wesen und auch Aussehen. Während Miranda robust wirkt, mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält, so war Lucy eher schüchtern.
Wie hatte Lucy einmal zu Miranda gesagt:
Zitat S. 14

„Es ist schrecklich, wenn ich dir immer als gutes Beispiel vorangestellt werde“, hatte Lucy ihr einmal anvertraut. „Das heißt doch nur, dass ich langweilig bin.“
Nein, das Paradies fanden sie nicht in dem Waisenhaus.
Die Fluch gelingt, doch natürlich nicht blieb diese nicht unbemerkt und so werden sie verfolgt.
Auf ihrer abenteuerlichen Reise treffen sie auf den jungen Brian, der anfangs ziemlich arrogant auftritt. Er war von seinem Vater abgeschoben worden und nunmehr auf dem Weg zu seinem Onkel. Traurig, dass ein Vater sein eigenes Kind opfert, nur damit es seinem neuen Glück nicht im Wege steht.
Brian ist eine Charaktere,  die den größten Wandlungsprozess in der Handlung mitmacht.
Doch die Gruppe ist noch nicht komplett. Schließlich ist da noch Mandu/Jack, ein Halbaborigine. Er wurde schon als kleines Kind seiner Mutter weggenommen und lebte fortan auf einer Farm. Drecksarbeit für den Abschaum, so möchte ich es jetzt einmal beschreiben.
Mit einer List hatte er erfahren, aus welchem Ort er stammte und der Wunsch, seine Mutter zu sehen, ist immens groß. Er flieht und trifft auf die beiden Schwestern und Brian.
Zu viert ist man stark oder!?
Das gemeinsame Ziel vor Augen, Cairns, muß die Gruppe so manche Schwierigkeit bewältigen. Denn die Verfolger sind ihnen immer dicht auf den Fersen.
Erst im Jahr 1998 wurde ein Gedenktag für die „Gestohlene Generation“ eingerichtet. Das Schicksal zigtausender „Mischlingskinder“, also meistens der Vater weiß, Mutter Aboriginal, hat Laura Walden aufgegriffen und daraus ihre Geschichte um Lucy, Miranda, Brian und Mandu geschrieben.
Auch wenn die Geschichte im 19. Jahrhundert spielt, die Grausamkeit der ihren Familien entrissenen Kindern setzte sich bis ins 20. Jahrhundert fort.
Beeindruckend die wunderbaren Beschreibungen der Landschaften, dem Meer und ebenso, wie die Autorin ihren Charakteren Leben gegeben hat.
Gerade der Konflikt zwischen den Ureinwohnern und der weißen Bevölkerung, wie so oft in der Geschichte der Welt, wird gern unter den Tisch gekehrt. Wer sich intensiv mit der Kultur und Gebräuchen der Ureinwohner beschäftigt, wird schnell feststellen, welche Kraft sie sich aus ihren heiligen Traditionen holen.

Fazit:
„Korallenherz“ ist nicht nur für das empfohlene Lesealter geeignet, sondern auch für Ältere bzw. Junggebliebene, die solche Geschichten gern lesen.
Es war unterhaltsam, aufschlussreich und macht Lust auf eine Reise in das Land der Traumzeit.
Zitat S. 344
„Miranda nutzte den Augenblick, holte etwas aus ihrer Tasche und drückte es Lucy unauffällig in die Hand. Lucy fühlte sofort, was es war. Die Hälfte des Korallenherzens!“

Ich vergebe fünf Lesegenussbücher
Vita
Laura Walden schreibt erfolgreich Neuseelandsagas für Erwachsene. „Korallenherz“ ist ihr erster Jugendroman, für den sie sogar nach Australien gereist ist, um dort die Orte des Geschehens zu erkunden. Sie lebt mit Familie und Hund in Hamburg. 

► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.