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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Samstag, 24. August 2013

[Rezension] Wildrosengeheimnisse - Christine Rath


Christine Rath
Wildrosengeheimnisse
Broschiert
317 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 1 (1. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3839214565

€ 11,99

Infos Gmeiner-Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Maja Winter ist endlich glücklich mit ihrem „Café Butterblume“ am schönen Bodensee und ihrem Freund Christian. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als eine schöne junge Frau verschwindet, die zuletzt in ihrem Café gesehen wurde. Christian verhält sich zunehmend rätselhaft und dann wird auch noch im Café eingebrochen. Zum Glück gibt es den sehr attraktiven Kommissar Michael, der die Ermittlungen übernimmt. Als schließlich Majas alte Liebe Leon wieder auftaucht, ist das Gefühlschaos endgültig komplett.
Große Gefühle am Bodensee!

Mit ihrem zweiten Roman „Wildrosengeheimnisse“ knüpft die Autorin an ihr Buch „Butterblumenträume“ um Maja Winter und das Cafe Butterblume an. Auch wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, findet der Leser sich sehr schnell in die Handlung hinein.
Maja fühlt sich endlich am Ziel ihrer Träume. Auch wenn es immer wieder schwierig ist, in ihrem Cafe mit dem traumhaften Blick auf den Bodensee, es läuft sich zurecht. Die Leute fühlen sich wohl und dank ihrer Freundin Emily, die Schwester ihres Ex-Freundes Leon, ist es von der Innengestaltung zauberhaft geworden. Ja, Emily hat ein Händchen bzw. ein Auge hierfür.
Doch so klar und sonnig manche Tage sind, dunkle Wolken ziehen am Himmel auf, und das nicht nur am Bodensee, sondern auch in ihrer Beziehung zu Christian. Es ist nicht ganz einfach mit ihm. Er hat seine Kanzlei in Stuttgart, muss oft rüberfliegen nach Kanada, wo seine Ex-Frau Daniela die von seinem Onkel übernommene Kanzlei führt. Da die Kanzlei ebenfalls Christian noch gehört, ist seine Anwesenheit momentan sehr oft erforderlich. Was ist los mit Daniela? Majas Meinung nach ist er einfach zu oft drüben.
So bleibt es nicht aus, dass Maja sich so manches Mal allein fühlt. So gern hätte sie mehr von ihm. Glücklich sein, so wie Majas 70-jährige Mutter, die nach langer Brieffreundschaft den Schritt nach Amerika wagte, zu ihrem Freund Steve in Detroit, dort bleibt und nunmehr im kommenden Frühjahr ihre Hochzeit mit ihm in Deutschland feiern möchte.
Eine junge Frau, die vor kurzem noch im Cafe Butterblume war, verschwindet. Maja erinnert sich an eine hässliche Szene mitten auf der Straße und ist sich sicher, dass es die Frau war. Es wird immer merkwürdiger, denn man munkelt, Christian sei mit ihr gesehen worden. Und auch Christian ist nicht mehr der, in den sie sich verliebte.
Nur gut, dass Majas Tochter Nini mit ihrer Lebendigkeit aus den derzeitigen Zweifeln herausholt, denn durch ihre Idee, dass das Cafe etwas Neues bieten müsste, die derzeit gefragten Cupcakes und Macarons mit neuen Namen im Cafe Butterblume aufzunehmen, kommt endlich wieder Schwung in den Laden. Doch das alles hilft nichts, Maja ist weiterhin misstrauisch, was Christian betrifft. Als im Cafe eingebrochen wird, stellt sich die Frage, hat Pacocini etwas damit zu tun, der Besitzer einiger italienischer Restaurants am Bodensee? Der charmante Kommissar Michael übernimmt die Ermittlungen.

„Wildrosengeheimnisse“ ist ein in sich abgeschlossener Roman, den man ohne den Vorgänger „Butterblumenträume“ lesen kann. Die Familiengeschichte um Maja und ihrem Cafe Butterblume ist eine leicht lockere Kost, die man nicht nur im Sommer genießen kann.
Am Ende des Buches finden sich die Rezepte zu „Verführerische Mandel-Vanille-Seehupferl“ sowie den „köstlichen Schoko-Küsschen“ (Macarons).
Meine Rezension zu "Butterblumenträume" findet sich "hier".
Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher

Freitag, 19. Juli 2013

[Rezension] Das Geheimnis der Herzkirschen ~ Katryn Berlinger




Katryn Berlinger
Das Geheimnis der Herzkirschen
ET: Mai 2013
Taschenbuch
Knaur TB
Sprache: Deutsch
Seiten: 464
ISBN: 978-3-426-51262-3
€  8,99





© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur  Verlag
Vielen Dank an den Verlag   für das Leseexemplar!



Nach einer zerbrochenen Liebe fürchtet Isabel, nie mehr den richtigen Mann zu finden. Ihre Ängste werden verstärkt durch ihre Mutter, eine bis ins Herz kalte Frau, die ihr erzählt, dass in ihrer Familie die Liebe nie eine Rolle gespielt habe. Isabel ist zutiefst verletzt. Doch dann stirbt die Mutter – und Isabel steht vor einer überraschenden Hinterlassenschaft: Eine fremde Frau hat sie im Jahr ihrer Geburt als Erbin eines Grundstücks auf einer schwedischen Insel eingesetzt. Wer ist diese Frau?

„Dieser Roman ist mein persönlichster“, so Katryn Berliner über „Das Geheimnis der Herzkirschen“. 


 
Es war nicht nur der Klappentext, der mich neugierig auf ein weiteres Buch von Katryn Berlinger machte, hinzu kam ein Cover, so wunderschön und einladend.
Was war nun das Geheimnis um die Herzkirschen, deren Bäume auf dem Grundstück in Schweden der verstorbenen Linnea standen?
„Das Geheimnis der Herzkirschen“, das Geheimnis von Agnes, Linnea und Constanze. Eine Liebesgeschichte einer unglücklichen Liebe, wer weiß. Es braucht nur wenige Minuten, um sich voll in die Geschichte fallen zu lassen, die so groß und so stark, so gefühlvoll und doch auch so tragisch ist, man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Leser ist dazu „verdammt“, dieses wieder mal so gut geschriebene Buch von der Autorin nonstop zu lesen. Ihre Art und Weise, wie Katryn Berlinger den Protagonisten durch die bildhaft  geschriebene Darstellung der Gefühle, ihrer Persönlichkeit, entwickelt, erlaubt es, voll und ganz in die Handlung einzutauchen.
Ich weiß nicht genau, was an diesem Buch ist, doch ich mag es! Es gibt einige Kapitel, da spürt man förmlich die Traurigkeit, nicht geweinte Tränen. Die Autorin erklärt es in ihrem Nachwort. Verlust, Tod, Trauer, wer kennt dies nicht, doch sicher kann es sehr schmerzhaft sein, wenn man die Mutter verliert.
Was genau bringt es, intensiv auf die Handlung, die Protagonisten einzugehen. Dieser Roman ist nicht nur eine Geschichte, sondern mehrere und sie sind geschrieben worden, um die Frage zu klären, ob unglückliche Liebe vererbbar ist.
Die Handlung beginnt vor über 100 Jahren, 1904, im Hafen von Swakopmund, der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, mit Agnes Meding. Über 70 Jahre weiter in Schweden, hier lebt die alte Freundin von Agnes, Linnea. Endlich war es da, ein Mädchen, so stand es im Telegramm.
Es war an der Zeit, alles zu ordnen.
Es war aber auch an der Zeit, dass das Schweigen ein Ende hatte – so Linnea.
Im nächsten Kapitel geht die Zeitreise in das Jahr 2013, mitten in der Hochzeitsfeier von Isabels bester Freundin Simone. Voller Erwartungen möchte Isabel natürlich den Brautstrauß fangen, ihren Freund Henning heiraten usw. Doch es kommt anders. Alles scheint wieder einmal schief zu laufen in ihrem Leben. Kein Brautstrauß, kein Freund mehr, den Job verloren. Abwechslung soll nunmehr der Urlaub mit Simone in den Bergen bringen. Eine Zufallsbegegnung mit einem Biker, der sie auf einer Bergtour zu Fall bringt, dann die Anrufe aus dem Heim ihrer Mutter, die plötzliche Abreise von Isabel. In den letzten Stunden, die ihr noch mit Constanze verbleiben, wünscht sie sich nur eins, dass ihre Mutter die sie quälenden, belastenden  Fragen beantwortet.

S. 109 „Isy, schau nicht mehr in die Vergangenheit zurück. Was vorbei ist, ist vorbei.“

Im jeweiligen Wechsel wird die Geschichte von den Frauen erzählt, Vergangenheit und Gegenwart, oft ein Spagat, dass der Leser dem gut folgen kann. Dieser Spagat ist der Autorin sehr gut gelungen und spätestens nach dem Kapitel, in dem Constanze stirbt, ist es nicht mehr möglich, sich diesem Buch auch nur stückweise zu entziehen.


„Das Geheimnis der Herzkirschen“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es ist nicht mal eben einfach so weggelesen und auch im nachhinein wirkt es. Die Suche nach der Liebe, die Begegnung mit dem Tod, dem Alltag, Melancholie, Gefühle, offen für das Leben, der Lebensfreude. Das Fühlen füreinander da zu sein, dem anderen zu gehören, schon am Anfang macht uns die Handlung mit dem Rumba, dem Tanz, bekannt. Wer sich derart intensiv auf diesen Tanz einlässt, der spürt das Werben des Partners, das Miteinander und die Ausstrahlung, die beide nach Außen tragen, es wird von den Menschen Drumherum wahrgenommen. Meiner Meinung nach ist es genau das, was die Autorin durch die Intensivität, ihrer persönlichen Betroffenheit geschafft hat: den Leser in diese Verbindung, den Berührungen, mit hineinzuziehen und ein Stück  daran teilzuhaben.

„Erinnerungen, sie leben, doch die Dämonen können wir verjagen.“
© Hannelore Kühlcke
P.S. Ich liebe Mozart :-)
 
 Ich wünsche mir viele neue Leser für "Das Geheimnis der Herzkirschen"!
 Meine Lese-/Kaufempfehlung !!!



Katryn Berlinger hat Literatur- und Musikwissenschaft studiert und in einem Schallplattenunternehmen in Hamburg gearbeitet. Einige Jahre später tauschte sie dann den Beruf gegen ihre Familie ein. Heute lebt und arbeitet sie als Schriftstellerin in Norddeutschland.

Donnerstag, 18. Juli 2013

[Rezension] Die Insel des Mondes ~ Beatrix Mannel




Beatrix Mannel
Die Insel des Mondes
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357464
€ 9,99

 © Cover/Info " Verlag"







 Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension




Auf der geheimnisvollen Insel Madagaskar wartet ein schicksalhaftes Vermächtnis
Madagaskar 1880: Nach dem dramatischen Ende ihrer Ehe wagt die junge Paula auf der entlegenen Insel den Neubeginn. Auf der Vanilleplantage ihrer Großmutter Mathilde will sie deren Rezepte weiterentwickeln und den großen Traum vom einzigartigen Parfüm verwirklichen. Als Paula zusammen mit drei Männern den gefährlichen Weg durch den Dschungel antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben verändern wird. Und dann beschwört ihre Ankunft auf der verlassenen Plantage dunkle Geister der Vergangenheit herauf, die Paula in ein tödliches Spiel zwingen. Ein Spiel, das sie allein mit einem magischen Duft gewinnen kann, einem Duft, der nicht nur ihre Seele rettet, sondern auch ihr verwundetes Herz.



Beginnend mit der Erklärung zu „Angelica Archangelica, Engelwurz, das Öl aus der Wurzel dient u. a. zur Liquerfabrikation, das Öl der Samen wird für Parfümzwecke genommen ist es ein Anfang, der ahnen lässt, wohin die Lesereise gehen wird.
Zu ihrem 14. Geburtstag am 6. Juni 1872 erhält Paula, die mit ihren Eltern und Brüdern in einer großen Villa in Schwabing lebt, eher merkwürdige Geschenke.
Drei Glasflakons sowie  ein dickes, in einem abgegriffenen fleckigen Ledereinband gefasstes, Buch. Großmutter Mathilda, Paula hatte von dieser nie gehört, hatte ihr dieses hinterlassen. Sich ihrem Kind zu offenbaren, war für Paulas Mutter grauenvoll. Sie war in dieser Ferne aufgewachsen, Madagaskar, fernab von allem.
Mit diesem Buch ändert sich vieles für Paula, nicht gleich, aber ihr Interesse, die Neugier ist geweckt. Ferne Länder, für sie so nicht vorstellbar.
Kaum, dass sie ihre Ehe durch Scheidung hinter sich gelassen hatte, macht Paula sich 1880 auf in ein neues Leben, Madagaskar. Ihre Vergangenheit, ihr Leben in München, wie ein Kartenhaus war es nach dem Tod des Vaters über die Familie zusammengebrochen.
Mit der einheimischen Noria und drei männlichen Reisebegleitern macht sie sich auf den Weg. Es ist kein Zuckerschlecken, dieser Weg durch den Duschungel. Allein es galt das Land ihrer Großmutter Maathilda zu finden.
Die drei Männer an ihrer Seite, deren Absichten sehr undurchsichtig sind, unterschiedlicher könnten sie gar nicht sein.
Da ist zum einen Morten, der Norweger, ein Missionar seiner Aussage nach. Seine Bekanntschaft machte Paula das erste Mal im Bordell von Madame Rivet, als sie wegen ihrer selbstgemachten Seifen dort eingeladen wurde.
Was hat es mit  Lázló und Villeneuve auf sich?
Die Geschichte von Paula und Mathilda, es ist eine unfassbar, schwer in Worte zu kleidende Reise. Von Beginn an ist es wie eine unsichtbare Hand, auf der man Platz genommen hat und durch eine faszinierende, spannende, traumhaft und magische Geschichte getragen wird.
Kapitelüberschriften wie z. B. „Der Esel hat lieber Stroh denn Gold“ (es umfasst gerade mal anderthalb Seiten, ist aber sehr aufschlussreich), oder die Namen von Pflanzen bzw. Blumen mit ihren Erklärungen, das alles gehört zu den Geheimnissen der Duftkreationen, der Vanilleplantage, dem Geheimnis von Mathilda.
Treffend dazu die Kopfzeile des Buchrückentextes „Ein gefährlicher Duft, eine Insel voller Geheimnisse, eine magische Liebe.“
Doch es ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, es ist auch das unbekannte Land mit seinen alten Traditionen. Diese nicht zu beachten, kann u. U. den Tod bedeuten. Was mich immer wieder an historischen Romanen fasziniert, ist das Einfließen von der wirklichen Vergangenheit mit ihren Personen – die wiederum mit einer Geschichte wunderbar miteinander verflochten einen tollen Roman ergeben.
Statt eines Nachwortes „Was wahr und was unwahr ist“ schreibt die Autorin ausführlich über ihre Recherchen. Das Glossar listet erklärende Namen und Begriffe auf.


 
Ist es der magische Duft, der Duft von Madagaskar, von der Vanille (Vanille in Stangenform wird als Königin der Gewürze bezeichnet), deren Geruch sich wie ein unsichtbares Netz um den Leser legt? Ist es die Komposition von Handlung, Information, der wunderbaren Landschaft Madagaskars, die Zutaten von Historie und Romantik. Es gebe noch viel mehr aufzuschreiben, doch dann würde meine Lesermeinung mal wieder endlos werden.
Wieder einmal eine Autorin, von der ich bislang noch kein Buch gelesen habe, jedenfalls nicht unter dem Namen Beatrix Mannel. Schade, nachdem ich nunmehr „Die Insel der Monde“ ausgelesen und meine Meinung öffentlich mache. Doch anhand der massenhaften jährlichen Neuerscheinungen ist es kein Wunder, und man kann nur hoffen, dass solche Juwele wie dieses Buch hoffentlich NICHT untergehen. Es hat definitiv einen besseren Platz auf der Amazonliste verdient.

Ich gebe FÜNF Lesegenuss-Bücher


 
Beatrix Mannel studierte Theater- und Literaturwissenschaften und arbeitete dann als Redakteurin beim Fernsehen. Heute ist Beatrix Mannel freie Autorin und schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene. Nach „Die Hexengabe“ und „Der Duft der Wüstenrose“ ist „Die Insel des Mondes“ ihr dritter Roman im Diana Verlag. Beatrix Mannel lebt mit ihrer Familie in München.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Kurzreport [13] Nordseesommer ~ Sandra Lüpkes


Sandra Lüpkes
Nordseesommer
Taschenbuch
Verlag: rororo (2. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499257711
€ 8,00
Info - Verlag


Niemand ist eine Insel.
Was für ein Urlaubsstart: Das Piratennest am Deich wurde doppelt vermietet! Dabei wollte Frauke eine halbwegs entspannte Zeit mit ihrem pubertierenden Sohn verbringen. Auch Henning mit seiner quirligen Tochter steht dumm da. Was tun?
Kurzerhand teilen sich die Vier das Ferienhaus. Doch der Ärger ist vorprogrammiert, denn jeder will die Tage anders gestalten. Und schon bald gehen sie sich ganz schön auf die Nerven. Eine gemeinsame Familie spielen ist gar nicht so einfach – eine gemeinsame Familie bilden erst recht nicht …

Sieben Tage Urlaub an der Nordsee, auf ihrer Insel, in ihrem „Piratennest“. Frauke und ihr 15-jähriger Sohn Keno erleben allerdings in diesem Jahr eine Überraschung, denn ihrer Vermieterin, Frau Ekkenga, ist ein schlimmer Fehler unterlaufen: Doppelbelegung. Herr Trigg und seine, etwas vorlaute, Tochter Clara waren vor ihnen angekommen und hatten das Ferienhaus schon belegt. Doch so dringend diese wiederum ihren Urlaub nötig hatte, so ungern wollte sie bleiben. Ein Ausweichquartier gab es auf der ganzen Insel nicht, alles belegt. Hauptsaison. Doch die Vier arrangieren sich und wollen zusammen die Woche miteinander im „Piratennest“ verbringen. Wie sich im Laufe der Geschichte zeigen wird, Glück für Keno, der sich schon seit geraumer Zeit von seiner Mutter abnabelt, Nähe nicht zulässt, findet in Claras Vater Henning einen verständnisvollen Gegenpart in dieser zusammengewürfelten WG.  Clara hingegen, große Klappe, aber ziemlich hell im Kopf, freundet sich schnell mit Frauke an.
In kurzen Kapiteln erzählen die jeweiligen Protagonisten ihren Urlaubstag, ihren Eindruck von den anderen Charaktere, gewähren einen Blick auf sich selbst.
Sowohl Henning als auch Frauke haben ihre Probleme, mit sich selbst, ihre Ecken und Kanten, bringt die Autorin in diesem von der Seitenzahl her ungewöhnlich kurz gehaltenen Roman, der durchzogen von wunderbaren Illustrationen von Ole West, die Inselgeschichte auf den Punkt. Man kann nicht erwarten, dass es nach dieser Urlaubswoche ein Happy-End gibt, doch man trifft sich wieder.
Im nächsten Jahr, zur gleichen Zeit, im gleichen Haus, aber für zwei Wochen.
Zitat S. 76" Frau Ekkenga schien wirklich nicht zu verstehen. Frauke war ja selbst erstaunt, wie leicht ihr die Entscheidung gefallen war, sich spätestens in einem Jahr wieder mit dem seltsamen Herrn Trigg und seiner neunmalklugen Tochter im „Piratennest“ zu treffen.“


„Nordseesommer“ von Sandra Lüpkes,  mein erstes Buch von der Autorin. Und mal ehrlich, wer das Buch kauft, weiß, dass ihn kein dicker Wälzer erwartet. Für mich war die kleine Geschichte eine kurze Lesereise, die mir zusätzlich durch die tollen Illustrationen einen gedanklichen Abstecher fernab des Alltags erlaubten, auf einer Insel, an einem Strand an der Nordsee zu sitzen, um zu relaxen. Ich habe „Nordseesommer“ genossen, denn die Handlung rieselt nicht wie der Sand durch die Finger, es bleibt ein Nachhall zu den aufgegriffenen Alltagsthemen, des Lebens, wie hier von Clara und Keno, Henning und Frauke.
Ich gebe Vier Lesegenuss-Bücher



Samstag, 6. Juli 2013

(Rezension) * Sehnsucht nach Sansibar * - Micaela Jary


 
                Micaela Jary - Sehnsucht nach Sansibar                

Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Auflage: Originalausgabe, 2. Auflage April 2012 (12. März 2012) 
ISBN-13: 978-3442476664
€ 9,99
Kauflink " Verlag"
Cover / Buchinfo " Verlag "



Der Duft exotischer Gewürze, Farben wie aus 1001 Nacht, eine Insel voller Sehnsucht: Sansibar
1888 an Bord eines Dampfers auf dem Weg nach Ostafrika: Die unkonventionelle Reederstochter Viktoria Wesermann, die junge Forschungsreisende Antonia Geisenfelder und die verwöhnte Juliane von Braun schließen Freundschaft. Jede sucht ihr Glück auf der duftenden, exotischen Gewürzinsel Sansibar, doch schon bald geraten die drei in ein Wechselbad aus leidenschaftlichen, verstörenden und berauschenden Gefühlen, in einen schmerzhaften Zwiespalt zwischen orientalischem Traum und den Schatten von Sklavenhandel, blutigen Aufständen und Cholera ...




Es ist eine Angewohnheit von mir, bevor ich ein neues Buch zu lesen beginne, lasse ich die Seiten durch meine Finger gleiten. Blatt um Blatt. Dabei fiel mein Blick auf die Fußnote des Romans und mit der begann ich dann auch zu lesen. Hieraus ist zu ersehen, dass die Autorin sehr gründlich für ihre Story recherchiert hatte. Dies zeigt auch eine Teilauflistung der Bücher, u. a. zur Hintergrundthematik.
„Sehnsucht nach Sansibar“ spielt Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt 1888. Die Insel im Indischen Ozean war bis 1890 ein freies, selbständiges Sultanat.
Drei junge Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen für einen gewissen Zeitraum Deutschland verlassen, lernen sich auf der Schiffsreise nach Sansibar kennen.
Die Eltern von Viktoria Wesermann, einer Reedereistochter, schicke diese nach Sansibar, nachdem sie die Familie öffentlich bloß stellte, und die geplante, geschäftlich wichtige, Hochzeit mit der besten Partie von Hamburg ausschlug.
Man bedenke, was für uns heute selbstverständlich ist, galt damals nicht. Da wurde gekuppelt, versprochen, arrangiert und die Frau hatte zu gehorchen.
Viktoria aber wollte Lehrerin werden und hatte Kontakt zur Frauenbewegung.
Antonia Geisenfelder ist auf einer Forschungsreise zur Untersuchung der Cholera mit dabei. Unglücklicherweise hat sie sich in ihren Chef verliebt.
Juliane von Braun, die Dritte aus dem Trio, ein verwöhntes, junges Mädchen, die ihren Vater auf der Reise nach Sansibar begleitet. Sein Aufenthalt dort führt ihn zum Sultan von Sansibar.
Zitat – Erster Teil:

Das Leben besteht aus zwei Teilen:

die Vergangenheit – ein Traum;

die Zukunft – ein Wunsch.

Arabisches Sprichwort

Viktoria, Antonia und Juliane, drei unterschiedliche Charaktere, und doch schließen sie miteinander Freundschaft. Im Laufe der Handlung blickt der Leser in das Leben der Frauen. Und nach ihrer Ankunft in Sansibar versprechen sie sich, miteinander Kontakt zu halten.
Freundschaft ist ein wichtiger Bestandteil – in jedem Leben.
„Sehnsucht nach Sansibar“, wohl wissend nicht Kath, dieses Blattzeug, gekaut zu haben, befindet man sich wie unter einer Dunstglocke, umgeben von betörenden Düften, entführt in eine andere Welt. Nicht mehr hier – einfach berauschend.
Sansibar, die Gewürzinsel im Indischen Ozean, wer sich die Bilder im weltweiten Netz anschaut, verfällt dem Charisma und möchte sofort hinreisen.
Sansibar, Ende des 19. Jahrhunderts, die Distanz zwischen der dunkelhäutigen Bevölkerung und den Weißen, dieser Unterschied zwischen Arm und Reich, die blutigen Aufstände ...
Zitat: S. 239

Mit all ihren Sinnen erfasste sie das Elend auf dieser Seite der Lagune, welche die noble Steinstadt von dem erbärmlichen Viertel der Eingeborenen trennte.  -

Und doch sind da die Träume, Hoffnung, warten auf ein Wunder.




„Sehnsucht nach Sansibar, bei den momentanen sonnigen Tagen ideal zum Lesen, aber nicht nur dann. Micaela Jarys Wortschatz, ihre wunderbare Art den Leser hiermit bildlich an Orte zu entführen, ist ein einzigartiger Lesegenuss.
Die exotische Insel verführt nicht nur drei Protagonistinnen, und die Romantik kommt auch nicht zu kurz im Buch. Ein Ende mit Abschied – Sehnsucht nach Sansibar.
Die Charaktere, die Handlung, alles hat mich für sich eingenommen.
Genießen Sie die einzigartige Reise nach Sansibar.P.S.
Es gibt sehr interessante Artikel im Netz über die deutschen Kolonien in Afrika - Geschichtsunterricht frei Haus. Allerdings wie schon oben geschrieben, Sansibar war keine deutsche Kolonie.


 Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.


Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher 
Vielen Dank an Micaela für das Buch - es ist nicht immer selbstverständlich!

Sonntag, 30. Juni 2013

[Rezension] Das Reich der Finsternis - Verwunschen - Ulrike Schweikert



Ulrike Schweikert
Das Reich der Finsternis Verwunschen Band 1
Gebundene Ausgabe
208 Seiten
Verlag: cbj (25. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570154618
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
€ 12,99

 Cover/Infos Verlag cbj


Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.




Ein langer Sommer auf dem Gut der Großmutter in Irland! Was gibt es Herrlicheres? Aber die beiden Geschwister Mona und Patrick merken schon bald, dass etwas Umheimliches hinter den Kulissen von Ashford Castle vorgeht. Nicht nur der mysteriöse Unfall ihrer Großmutter, der sie erst einmal nahezu auf sich gestellt in dem alten Gemäuer zurücklässt, weckt ihr Misstrauen. Als dann auch noch nachts schaurige Gestalten ihr Unwesen im Haus treiben, ist für die beiden klar: Wenn ihnen ihr Leben lieb ist, müssen sie das Rätsel von Ashford Castle ergründen!





Sechs Wochen Sommerferien für die Zwillinge Patrick und Mona – ein Erlebnis, da sie  die Ferien bei ihrer Großmutter in Irland verbringen werden. Und das ohne ihre Eltern, der Vater muss auf eine Geschäftsreise nach China und ihre Mutter begleitet ihn. Ashford Castle heißt das Anwesen, auf dem die Oma in einem Cottage wohnt.
Schon bei ihrer Ankunft passieren die seltsamsten Dinge. Gut, dass sie die Retrieverhündin Cera mit haben. Das Entsetzen ist groß, als die Familie die Mutter und Großmutter am Fuß der Treppe im Haus liegen sehen. Zum Glück ist es nur ein Beinbruch, so dass die Kinder während des Krankenhausaufenthaltes von einer guten Nachbarin, Brenda, betreut und versorgt werden. Die beiden haben keine Angst allein in dem Haus, obwohl es hier unsichtbare Geister gibt, die es darauf abgesehen haben, den beiden schön Angst und Schrecken einzujagen.
Sehr früh in der Handlung beschreibt die Autorin die jungen Protagonisten, ihre unterschiedlichen Interessen und Begabungen. Die Charaktere sind in ihren Eigenarten liebevoll beschrieben. Als Patrick und Mona, die mit richtigen Vornamen Morrigan heißt, das Mädchen Kylah kennenlernen, erklärt diese, dass es die Unsichtbaren seien, die schuld am Unfall der Großmutter waren. Doch an unsichtbare Wesen glauben beide nicht, doch die Ereignisse am Tag als auch bei Naht, unheimliche Geräuche, Angst macht es ihnen schon. Kylah erklärt den Zwillingen, dass sie Unheil auf Ashford Castle zukommen sehe Sie könne die Unsichtbaren sehen und wenn, würde sie mit ihnen zur Quelle der Sehenden gehen.
„Das Reich der Finsternis“ ist für junge Leser ab 10 Jahren empfohlen. Wer als Erwachsener gern in die Welt von Kinderbüchern eintaucht, kann ich dieses Buch empfehlen. Man kann sich das Lesen der Geschichte gut einteilen, jedes der 14 Kapitel ist nicht zu langatmig. Aus der Sicht von Patrick und Mona geschrieben, beginnt jedes Kapitel mit einer Illustration von Timo Grubing. Gerade im Fantasiebereich sind keine Grenzen bei der Schaffung von Geschöpfen gesetzt. Hier trifft der Leser u. a. auf Höhlenelfen, Erdgnome, auch auf fiese, kleine Kobolde.




Die Autorin Ulrike Schweikert hat mit dem Buch ein gutes Kinderbuch geschrieben, welches für Erwachsene von Interesse sein kann. Für das Lesealter verständlich geschrieben, wird zusätzlich durch die Illustrationen und dem Cover das Interesse am Buch geweckt.
Ich empfehle "Das Reich der Finsternis - Verwunschen, jedem, der zauberhafte Geschichten liebt. Und das Ende ist nicht in Sicht  – Fortsetzung folgt.

 Ich gebe vier Kinderbuch-Bücher


  



Ulrike Schweikert hat bereits seit langem als erfolgreiche Bestsellerautorin von historischen Romanen und Fantasyliteratur für Erwachsene und Jugendliche eine breite Fangemeinde. Mit ihrer Reihe »Das Reich der Finsternis« wartet sie nun in einer ihrer beiden Königsdisziplinen mit einem Fantasyroman für Kinder auf.

Timo Grubing, geboren 1981, studierte Illustration an der FH Münster und lebt und arbeitet seit seinem Diplom 2007 wieder in seiner Geburtsstadt Bochum. Als freier Illustrator ist er neben dem Kinderbuch in den verschiedensten Bereichen tätigen – vom Rollenspiel, über Schulbuchprojekte bis hin zu regelmäßigen Aufträgen für Magazine und Agenturen. 


Sonntag, 16. Juni 2013

[Rezension] Der Duft von Tee - Hannah Tunnicliffe

Hannah Tunnicliffe
Der Duft von Tee
Taschenbuch
400 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357372
Originaltitel: The Colour of Tea
€ 8,99

„Es war Zeit für mich, ein eigenes Leben zu finden. Es war das Ende der Hoffnung und auch ihr Anfang.“
Plötzlich findet sich die junge Grace Miller auf der tropischen Halbinsel Macao wieder, auf der ihr australischer Ehemann einen neuen Job angenommen hat. Kaum angekommen, trifft sie allerdings ein schmerzlicher Schicksalsschlag: Grace muss erfahren, dass sich ihr sehnlicher Kinderwunsch nie erfüllen wird. Allein in einem fremden Land, ohne einen Vertrauten, gerät auch noch ihre Ehe in eine schwere Krise, sodass Grace beschließt, sich auf eigene Faust einen Lebenstraum zu erfüllen: Sie eröffnet das „Lillian’s“, ein liebevoll eingerichtetes Café, in dem sie nicht nur während ihrer Leidenschaft, dem Herstellen ihrer gerühmten Macarons, sondern auch bei den einheimischen Frauen Trost findet. Doch bevor Grace ihr persönliches Glück verwirklich kann, muss sie sich zunächst der Vergangenheit stellen, die sie allmählich einzuholen droht.

Statement:
Die Geschichte „Der Duft von Tee“ handelt von Grace und Pete und ihrem neuen Leben in Macao. Pete leitet dort ein neues Bauprojekt, den Aufbau eines neuen Casinos, während Grace derzeit nicht arbeitet. Grace leidet enorm unter der Kinderlosigkeit, alle Versuche ein Baby zu bekommen, scheitern. Und so ist auch der Anfang, man scheint mitten in den Sog der Depression hineinzugeraten.  Grace, eine junge Frau, Mitte Dreißig, eine Blume, verwelkt, mitten im Stadtteil Macaos,  die die Chinesen auch Schönste Blumenstadt nennen.
Durch ihre Erinnerungen an ihre Mutter, die fiktiven Gespräche mit ihr, lockert sich die Atmosphäre und man taucht immer intensiver in die Geschichte hinein.
Während Pete immer weniger Zeit für seine Frau hat, fällt Grace in eine Art Lethargie. Nichts ist mehr wichtig, sie vernachlässigt alles, von dem Gedanken betäubnt, nie ein eigenes Kind zu haben. Dabei war es der größte Wunsch von Grace und Pete, eine Familie zu gründen.
Durch Zufall stößt Grace auf ein leerstehendes Geschäft, und verbeißt sich in den Gedanken, ein Cafe zu eröffnen. Das Talent zum Backen hat sie. Grace und die Erinnerungen an ihre Mum, an Frankreich, Paris, an die geliebten Macarons, sie wirft den Gedanken auf einen weiteren Versuch ihren Kinderwunsch zu verwirklichen, über Bord. Ja, sie widersetzt sich sogar gegen Pete und eröffnet ihr Cafe, das „Lillian’s.“
Zitat S. 50
„Irgendwo in meinem Inneren höre ich Mamas lachende Stimme: „Oh, Gracie, du brauchst mehr Mut. Sei doch etwas dreister, so wie deine Mutter.“

Und das Cafe wird zu einem wahren Erfolg. Die Leute lieben die Macarons, den Tee.
Aber das „Lillian’s“ ist weitaus mehr als nur ein Cafe. Es wird zum Treffpunkt, und es wird für manche Menschen Veränderungen geben.
Auch wenn es hier und da Schwierigkeiten gibt, Pete ihr sogar unterstellt, sich in Leon, dem hilfsbereiten Franzosen, verguckt zu haben, die Zeichen stehen gut für Grace. Die Entwicklung der Charaktere zu sehen, mit welcher Leidenschaft sie ihr Cafe betreibt, die detaillierten Beschreibungen, manchmal nur so eine klitzekleine Kleinigkeit, man spürt hier das Herzblut der Autorin.
Jede weitere Nebenfigur, sei es Majorie, die für Grace im Laufe der Handlung zu einer wahren Freundin wird, und nicht nur für Grace, oder Rillie, ihre Hilfe im Cafe, die eine ganz besondere, eigene Geschichte hat. Dann ist da noch Gigi, nun ja, zurückhaltend als Charaktere nicht wirklich, nicht wortfaul, aber eine Nebenfigur, die für einen ganz besonderen Schlusspunkt sorgt.
„Der Duft von Tee“, das Leben in Macao, man konnte es förmlich riechen, das Schnattern der Leute in ihrem Dialekt hören.
Jedes Kapitel hat seine eigene Überschrift – in Französisch und Deutsch.
Zitat S. 196 „La Fièvre – Fieber“
Rose mit einer Ganache aus dunkler Schokolade und scharfem Ingwer »
Wann immer Grace es wichtig ist, schreibt sie an ihre Mutter. Diese Briefe sind m. E. ein ganz wichtiger Bestandteil für das Buch, so wie mit dem kleinen gewissen Extra aus einer Macaronkreation etwas ganz Besonderes daraus wird. Sie lässt ihre Mutter an ihrem jetzigen Leben, ihrem Tun teilhaben, man könnte es auch Vergangenheitsbewältigung nennen.

„Der Duft von Tee“, ein exzellenter Debütroman von Hannah Tunnicliffe, Gefühle, Emotionen. Ich hatte nur noch den Schluss zu lesen, als ich selbst in einem ganz tiefen Loch steckte, und es tat gut, wirklich gut. Meine Kauf- und Leseempfehlung.
Genießen Sie das Buch, das zauberhafte Cover hält, was es verspricht.

Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher 


Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 


Vita
Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete einige Zeit in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien. Der Duft von Tee ist ihr erster Roman.

Dieses Buch zählt auch für die Sommer-Challenge 2013 und kommt auf meine Liste TopTen2013

Mittwoch, 29. Mai 2013

[Rezension] Garantiert wechselhaft - Fanny Wagner + Carolin Birk




Fanny Wagner
Garantiert wechselhaft
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: rororo (2. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499258985
€ 9,99








Verlagsinfo:
Nina hat endlich einmal Glück: Sie erbt einen alten Gasthof in der Fränkischen Schweiz. Kurz entschlossen zieht sie mit ihrer Tochter von Berlin nach Wiestal, um auf dem Land ganz neu durchzustarten. Jedenfalls ist das der Plan. Das Haus entpuppt sich allerdings als ziemliche Bruchbude, die Dorffrauen lassen sie eiskalt abblitzen und der schöne Schreiner Christian hat nur Augen für die marode Kellertreppe. Aber eine Frau mit Hitzewallungen kann keiner stoppen – nicht einmal Amor persönlich.


Die 16jährige Marie und ihre Mutter Nina sind auf den Weg in die Fränkische Schweiz. In Wiestal, einem kleinen Ort, steht der alte Gasthof von Ninas verstorbenem Onkel Hubert. Nina war nun neue Eigentümerin.

Raus aus Berlin – weg von ihren Ex-Ehemann und Stefan, ihrem Mitbewohner, der die achtundvierzigjährige Nina fast in den Wahnsinn treibt.
Nur gut, dass sie Elke hatte,  Chefsekretärin der Agentur ihres Ex,  aber auch gleichzeitig ihre beste Freundin. Wozu sind gute Freundinnen da!?

Der Schock sitzt tief, als die beiden den alten Gasthof erblicken, vor  allem aber die Abgeschiedenheit, weit weg von der Zivilisation, meint man. Für Nina sind es die Erinnerungen an ihre frühere Kindheit, denn oft hatte sie ihre Ferien verbracht. Es war das Haus, in dem sie sich immer so wohl gefühlt hatte.
Punktum, es war Zeit für einen Neustart.
Diese Erbschaft kam genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ninas Ex Volker, für den sie ja weiterhin Aufträge bearbeitete, erklärte das Vorhaben umzuziehen für hirnrissig.
Der Gasthof im Wiestal, nein, es gibt keine Zimmernummern, dafür hängen aber überall gestickte Sprüche, Onkel Huberts Leidenschaft.
Nach dem anfänglichen Schock anderes Wort dafür, der die beiden eben auch innen erwartete, findet selbst Marie, die total auf Gothic steht und sich auch so kleidet, es echt  cool hier.
Viel Arbeit liegt vor beiden, dass muss Nina nach einem kurzen Check feststellen.
Außerdem ist der Gasthof  ziemlich reparaturbedürftig, denn außer dass die Heizung nicht geht, gibt es noch eine kaputte Kellertreppe, alte Fenster, die Liste ist schier unendlich.

Gut, dass nebenan eine nette Nachbarin wohnt, Gundi, die ihnen nicht nur seelisch zur Seite steht, immer einen flotten Spruch auf der Lippe hat, natürlich in Fränkisch, über Internet verfügt, denn auch der Telefonanschluss ist „tot“.
Auch wenn das Fränkische sich anfangs als klitzekleine Barriere entpuppt, es bringt den Leser zum Schmunzeln, wenn man es erst einmal verstanden hat.

Als ob sie noch nicht genug Probleme hat, verguckt sich Nina ausgerechnet auch noch in den hilfsbereiten Schreiner Christian. Ihr Enthusiasmus, sich schnellstens in die Dorfgemeinschaft integrieren zu können, wird ebenfalls voll abgeblockt. Es gibt da ein paar Frauen, bei denen sie auf totale Ablehnung stößt und zu allem Übel verhindern diese auch noch, dass die Handwerker ihre Arbeit aufnehmen können.

Zitat S. 150

Zwölf

Eine aktuelle Unwetterwarnung:

Konfrontationen erreichen im Laufe des Abends Orkanstärke. Es muss mit heftigen Turbulenzen gerechnet werden.

Auf einer Versammlung, zu der jeder Haushalt des Ortes ein Mitglied schickt, hofft Nina nunmehr die Handwerker direkt ansprechen zu können. Allerdings hat sie nicht mit den zickigen Frauen gerechnet.  Nun platzt Nina der Kragen.

Zitat S. 154

Und bevor ich begriff, was passierte, explodierte ich.

„Vielleicht könnt ihr mir zu Abwechslung mal verraten, warum ihr euch so beschissen aufführt?!“

Die Handlung beginnt im Monat März und endet im August. Jedes der dreißig Kapitel beginnt mit der jeweiligen Vorhersage des Tages. Nein, es ist nicht das Wetter gemeint, auch wenn neben der jeweiligen Kapitelzahl eine Froschillustration ziert.

„Garantiert wechselhaft“ ein Gemeinschaftswerk der beiden Autorinnen Wagner und Birk, herrlich erfrischend, humorvoll, gute Laune vorprogrammiert. Geschrieben in der Ich-Erzähl-Perspektive von Nina, der End-Vierzigerin mit an den unpassendsten Momenten leidenden Hitzewallungen, ist es ein Vergnügen, sich in diese Charaktere hineinzuversetzen.  Aber auch alle anderen Charaktere haben etwas eigenes und ergeben so zusammengefügt ein echt gutes Buch!
Aber mehr möchte ich gar nicht verraten, es erhält meine Leseempfehlung – wunderbare Unterhaltung ist gegeben. Garantierter Lesegenuss – taucht ab und genießt es.
Absolute Kaufempfehlung!
 Ich vergebe fünf Lesegenuss-Bücher.


Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 

Montag, 6. Mai 2013

[Rezension] Watersong - Sternenlied - Amanda Hocking




Amanda Hocking
Watersong – Sternenlied
Gebundene Ausgabe
320 Seiten
Verlag: cbt (25. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570161593
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
·  Originaltitel: Watersong 1 - Wake
€ 16,99

 Cover und Infos von Verlagsseite
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 


Verlagsinfo:
Wer ihrer Schönheit verfällt, verwirkt sein Leben.
Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …
Die 16-jährige Gemma liebt das Meer. Und sie liebt ihren besten Freund Alex. Der Sommer verspricht perfekt zu werden – bis die geheimnisvollen Mädchen Penn, Lexi und Thea auftauchen und Gemma in ihren Bann ziehen. Nach einer gemeinsamen Partynacht fühlt Gemma sich wie ausgewechselt: stärker, schneller und schöner als je zuvor. Was ist passiert? Als sie die Wahrheit erfährt, ist es bereits zu spät: Die verführerische Welt der Sirenen lockt Gemma unaufhaltsam in die tödlichen Tiefen des Meeres ...

Vita
Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien verkauft und mit dem US-Verlag St Martin's Press Verträge über mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt.

Statement:
Amanda Hocking hat mit ihrem Auftaktband „Sternenlied“ zur Reihe „Watersong“ nach „Vampirmond“ und der „Tryll-„Reihe erneut ein vielversprechendes Jugendbuch auf den Markt gebracht. Diese Autorin überrascht mich immer wieder.
Eher distanziert zu „Vampirmond“ fand ich die „Tryll“-Reihe schon besser, aber mit „Watersong – Sternenlied“ hat die Autorin genau meinen derzeitigen Lesegeschmack getroffen.
Zitat S. 8 – Prolog „ ... und hinterließ einen schrecklichen Geschmack in ihrem Mund. Denn diesmal wusste sie, woher das Blut kam. ... Thea schwieg einen Augenblick lang und lauschte dem Lied, das der Ozean für sie sang. Die Wassermelodie rief nach ihr.
Ein leichter Vorgeschmack auf das, was den Leser erwartet J
Das Cover – ein Highlight ! – schürt die Neugier und wenn man den Schutzumschlag von innen betrachtet, eine verlockende, verführerische Welt öffnet sich.
„Sternenlied“ ist jeweils aus der Sicht von Gemma und Harper, den beiden Hauptcharaktere, geschrieben. In einer ähnlichen Form hatte ich schon das eine oder andere Buch gelesen, von daher nicht neu, meiner Meinung passt es hier richtig gut.

Es ist ein kleiner Küstenort, in dem die Schwestern Gemma und Harper wohnen. Alles scheint so friedlich, Wasser, das Meer, das ist das Element der 16-jährigen Gemma. Hier fühlt sie sich wohl.
Wenn Gemman nichts anderes vorhat, verbringt sie viel Zeit mit ihrer älteren Schwester Harper und dessen guten Freund Alex.
Dieser Sommer sollte anders werden in dem Küstenörtchen Capri. Drei junge Frauen tauchen auf, wahre Schönheiten, doch was steckt dahinter?
Schönheit blendet!
Verführerische, verlockende Worte, betörend, mit all ihrer Macht versuchen Lexi, Thea und Penna Gemma in ihren Bann zu ziehen  ... du gehörst zu uns ...
Zu allem kommt noch hinzu, dass Gemma sich in Alex verliebt hat.
Seit der Anwesenheit der drei Fremden häufen sich die Unglücke, Jugendliche verschwinden und auch Gemma sind diese anfangs unheimlich, zumal sie sich immer in ihrer Lieblingsbucht aufhalten.
Als Gemma trotz allem wieder einmal allein schwimmen geht, trifft sie auf die drei Mädchen, die sich in einer Grotte aufhalten.
Meerjungfrauen, Sirenen, man kennt es aus der griechischen Sage her, nicht neu, aber hier als Idee wirklich gut umgesetzt.
Gemma, natürlich wird sie angelockt von den betörenden Stimmen. Erst zu Hause stellt Gemma fest, dass sie auf einmal anders ist. Was war auf dem Fest in der Grotte passiert?
Tja, Gemma, was hast du wohl getrunken?

Nach einem für ein Jugendbuch und empfohlenen Lesealter doch heftig, blutig geschilderten Prolog geht die Geschichte erst einmal in ruhigeren Bahnen los. Und irgendwann steckt du als Leser mitten drin, magst, kannst einfach nicht aufhören, vorausahnend, dass die Autorin am Ende dich ganz schön in der Luft hängen lässt.
Egal, nein nicht wirklich – und bitte schnellstmöglich die Fortsetzung.

Zitat S. 283 „Wir besitzen ewige Jugend und eine unvergleichbare Schönheit. Wir können uns in magische Zauberwesen verwandeln. Und wir leben von menschlichem Blut.“

Fazit:
Spannung und Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite.
Obwohl das Thema Meerjungfrauen bzw. Meereswesen für mich nicht neu war (z. B. gelesen Meerestochter von Serena David), zieht man seine Vergleiche, sollte dies aber möglichst vermeiden, denn jedes Buch ist ein eigenes Individuum.

Ich gebe 4,5  Lesegenuss-Bücher (leider habe ich keine Logos mit 1/2)

Samstag, 13. April 2013

Sommerchallenge


Auf Jasmins Bücherblog gibt es die "Sommerchallenge".
Wer Lust hat, schaut doch bei ihr vorbei.  "Klick"




Natürlich gelten für diese Challenge auch ein paar Regeln! Diese sind jedoch recht simpel.
(Ich finde es gut, dass gelesene Bücher für andere Challenge auch hier mitzählen :-)


Die Regeln:

  1. Bitte schreibt zu jedem gelesenen Buch eine Rezension oder zumindest eine kurze Stellungnahme.
  2. Derjenige, der innerhalb des Challenge-Zeitraums die meisten Vorgaben erfüllt, siegt.
  3. Jede Vorgabe darf nur 1x erfüllt werden.  
  4. Jedes gelesene Buch wird natürlich nur 1x gewertet.
  5. Pro gelesenem Buch erhaltet ihr einen Punkt.
Auf den Sieger der Challenge wartet ein toller sommerlicher Gewinn :)
Es wird jedoch auch wöchentlich oder monatlich Zusatzaufgaben geben, bei denen ihr ebenfalls Preise abstauben könnt ;)

SOMMERCHALLENGE AUF JASMINS BÜCHERBLOG:
  1. Lese ein Buch rund um den Sommer
  2. Lese ein Buch, auf dessen Cover Blumen abgebildet sind
  3. Lese ein Buch, auf dessen Cover man einen Strand erkennt
  4. Lese einen Küsten-Thriller
  5. Lese einen sommerlichen Liebesroman
  6. Lese ein Jugendbuch, in dessen Titel das Wort „Sommer“ vorkommt
  7. Lese ein Buch, in dessen Titel das Wort „Insel“ vorkommt
  8. Lese ein Buch, auf dessen Cover ein Segelboot abgebildet ist
  9. Lese ein Buch, auf dessen Cover ein Strandkorb abgebildet ist
  10. Lese ein Buch, auf dessen Cover ein Leuchtturm abgebildet ist
  11. Lese ein Buch, welches an einem Urlaubsort in Norddeutschland spielt
  12. Lese ein Buch, welches an einem Urlaubsort in Süddeutschland spielt
  13. Lese ein Buch, das auf einer ausländischen Insel spielt
  14. Lese ein Buch, das auf einer deutschen Nordseeinsel spielt
  15. Lese ein Buch, das auf einer deutschen Ostseeinsel spielt
  16. Lese ein Buch, dessen Schauplatz Bella Italia ist
  17. Lese einen sommerlichen Jugendroman
  18. Lese einen Sommerroman oder Sommerkrimi, der schon lange auf deinem SuB liegt
  19. Lese ein Buch, das auf einem anderen Kontinent spielt
  20. Lese ein Buch, das an einem beliebten Urlaubsort im Ausland spielt
  21. Lese ein Buch, auf dessen Cover eine Obstsorte abgebildet ist
  22. Lese einen Sommerroman von einem deutschen Autor
  23. Lese einen sommerlichen Chick-Lit Roman
  24. Lese einen Road-Movie
  25. Lese ein Buch, in dem es um Erdbeeren geht
  26. Lese ein Buch, auf das das Motto „Summer in the City“ zutrifft
  27. Lese ein Buch, das auf dem Land/Bauernhof spielt
  28. Lese ein Sommerbuch, welches Teil einer Trilogie oder Reihe ist
  29. Lese einen Sommerroman oder Sommerthriller, der 2013 erschienen ist
  30. Lese einen Reiseführer
  31. Lese ein Kochbuch mit sommerlichen Gerichten
  32. Reise in deine eigene Vergangenheit und lese eins deiner Bilder- oder Kinderbücher, die thematisch etwas mit der warmen Jahreszeit zu tun haben 
  33. Lese ein sommerliches eBook
  34. Lese einen historischen Sommerroman
  35. Höre ein sommerliches Hörbuch
  36. Lese einen Fantasy-Roman mit sommerlichen Elementen
  37. Lese einen Roman, in dessen Titel ein Sommermonat vorkommt
  38. Lese eine Kurzgeschichte rund um den Sommer
  39. Lese ein Sommerbuch, das in Skandinavien spielt
  40. Gegensätze ziehen sich an: Lese ein Buch, in dem es um den Winter geht



    Auflistung meiner gelesenen Bücher:

    Nr. 10 –  Amanda Hocking - Watersong - Sternenlied 
    Nr. 03  – Allison Winn Scotch - Ein Sommer und ein Tag
    Nr. 02 –  Fanny Wagner - Garantiert wechselhaft
    Nr. 19 –  Hannah Tunnicliffe - Der Duft von Tee
    Nr. 13 –  Ulrike Schweikert - Das Reich der Finsternis - Verwunschen
    Nr. 34 –  Micaela Jary - Sehnsucht nach Sansibar -
    Nr. 09 – Sandra Lüpkes - Nordseesommer
    Nr. 08 – Beatrix Mannel - Die Insel des Mondes
    Nr. 39 Katryn Berlinger - Das Geheimnis der Herzkirschen
    (der überwiegende Teil spielt in Schweden)
    Nr. 12Christine Rath - Wildrosengeheimnisse (spielt am Bodensee)