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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Samstag, 30. August 2014

(Rezension) Seerosensommer - Tania Krätschmar



Tania Krätschmar
Seerosensommer
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426500187
Originaltitel: Seerosensommer
€ 7,95








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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Beim Verlag ist es nur als eBook gelistet. 
Ich möchte euch aber das tolle Cover vom TB nicht vorenthalten.

»Man nehme: 1 Flasche eisgekühlten Champagner, 2 zarte Kristallgläser, 1 Frau, 1 Mann, 1 Sommer, 1 See, 1 Vollmond, 30 Frösche. Alle Zutaten vorsichtig mischen und sich diskret entfernen.«

Mein Leseeindruck:
Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, dem Sternekoch Johann Gill, verkauft Josephine das gut gehende Restaurant in Berlin. Sie zieht mit ihrem jünsten Sohn und der langjährigen Vertrauten Edith in das idyllisch gelegene Haus an der Müritz. Es war ein unerwartetes Geschenk, welches Johann ihr hinterlassen hat. Sohn Rafael bleibt in Berlin und will dort seine Schule beenden. Nur gut, dass Josephines Schwester Ella in der Stadt lebt. So weiß Josephine ihn in guten Händen, auch wenn er jetzt in einem Internat lebt.
Kein leichter Weg, den Josephine nun geht. Doch sie hat Ideen, kann gut kochen und Edith, Österreicherin mit Leib und Seele, trägt dazu bei, Josephines Traum von einem eigenen Restaurant zu verwirklichen.
Bei all den Schwierigkeiten, die eine Renovierung mit sich bringt, hilft Severin. Anfangs stehen sich Josephine und Severin skeptisch gegenüber, doch behutsam baut sich Vertrauen auf. Severin will am Seerosenufer eine umweltverträgliche Ferienhaussiedlung bauen. Sein Plan findet Zustimmung beim Bürgermeister. Doch da taucht Clemens Buchholz auf, der wieder einmal in Geldnöten steckt. Er ist der Sohn der Vorbesitzerin der Seerosenvilla. Seine Mutter lebt in einem Altersheim und leidet an Demenz. Sie und der Bürgermeister verbinden ein Geheimnis. Und als Clemens dahinter kommt, versucht er den Bürgermeister zu erpressen.
Wer noch nie an der  Müritz und Umgebung war, wird hier durch die Landschaftsbeschreibungen an einen herrlichen Platz in Deutschland geführt.
Koffer schon gepackt?
Nach und nach findet Josephine einen Weg ins normale Leben zurück, zwar immer wieder mit sehr viel Misstrauen, ohne jedoch ihren Stern am Himmel, ihren Johann zu vergessen.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Rezept. Wenige Zutaten ergeben oft ein überraschendes Ergebnis. Und so kann man es auch mit dem Inhalt von „Seerosensommer“ vergleichen – gut gemischt und gut gemacht.

„Seerosensommer“ wurde ja bereits verfilmt und lief vor vielen Wochen als Wiederholung im Fernsehen. Ich war neugierig, da ich gerade zuvor das Buch ausgelesen hatte. Und wie so oft, ein Drehbuch ist immer irgendwie anders als das Buch.
Der Film konnte das Buch nicht toppen. Ich habe einfach zu viel vermisst.

„Seerosenrommer“ ist ein Buch, das gute Laune macht, trotz des Hintergrundthemas Tod und Verlust.
„Der Weg ist das Ziel.“ (Konfuzius)

Von der Autorin habe ich gelesen: "Eva und die Apfelfrauen" » Rezi «
Zwei weitere Bücher waren ... und das neueste von ihr erscheint im November bei blanvalet und heißt "Clara und die Granny-Nannys". 

 Von mir gibt es fünf Lesegenuss-Bücher.

Sonntag, 8. Juni 2014

(Rezension) Das Reich der Finsternis - Verdammt - Ulrike Schweikert


Ulrike Schweikert
Das Reich der Finsternis – Verdammt – Band 2
Gebundene Ausgabe
208 Seiten
Verlag: cbj (24. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570154625
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
€ 12,99
auch als EBOOK erhältlich


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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

 Info - Verlag


Zwei Geschwister im Kampf gegen die Welt
der Magischen
Die Elfen im Reich der Finsternis sinnen auf Rache, denn die Großmutter von Mona und Patrick will ihre Ländereien verkaufen. Unter denen aber liegt das Reich der Magischen. Was diese nicht wissen, ist, dass die Großmutter von einem skrupellosen Anwalt erpresst wird und ihr die Pfändung droht. Zunächst sind die beiden Geschwister angesichts der Situation ratlos, doch dann verrät ihnen einer der beiden Hauskobolde ein Geheimnis: Irgendwo auf den Ländereien der Familie befindet sich seit Jahrhunderten ein mysteriöser Schatz! Und nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem sich zeigen muss, ob Mona, Patrick und ihre magischen Freunde sein Geheimnis lüften können ...

Meine Meinung:
Patrick und Mona verbringen ihre Sommerferien bei der Großmutter in Irlauf auf Ashford Castle. Diese lebt dort in einer Cottage. Doch Unheil liegt über dem Anwesen, denn die Bank gewährt ihr kein weiteres Geld.
Im ersten Band erfahren wir, welche Geister, Kobolde sich dort aufhalten und machen die Bekanntschaft mit dem Mädchen Kylah. Unsichtbare Wesen, wer glaubt schon daran. Doch es soll einen Schatz geben. Kann dieser mysteriöse Schatz die Großmutter retten? Als die Zwillinge ins Reich der Finsternis eindringen, werden sie gefangen genommen. Doch es gibt ja Hauskobolde Brock und Finola. Nur gut, dass der Elfenfürst im Moment Gnade walten lässt.
Können sie nun das Geheimnis des Schriftstücks lüften? Nur ein Zauber hilft. Finden sie den Schatz?
Und was hat der Anwalt Grant mit der Geschichte um das Anwesen Ahsford Castle zu tun?

Die Reihe „Das Reich der Finsternis“ ist für junge Leser ab 10 Jahren empfohlen. Wer als Erwachsener gern in die Welt von Kinderbüchern eintaucht, kann ich dieses Buch empfehlen. Man kann sich das Lesen der Geschichte gut einteilen, jedes der 14 Kapitel ist nicht zu langatmig. Jedes Kapitel beginnt mit einer Illustration von Timo Grubing. Gerade im Fantasiebereich sind keine Grenzen bei der Schaffung von Geschöpfen gesetzt. Hier trifft der Leser u. a. auf Höhlenelfen, Erdgnome, auch auf fiese, kleine Kobolde.
Wie schon für den ersten Band gibt es vier Lesegenuss-Bücher.

 Meine Rezension zu "Das Reich der Finsternis Verwunschen Band 1" = hier =

Ulrike Schweikert hat bereits seit langem als erfolgreiche Bestsellerautorin von historischen Romanen und Fantasyliteratur für Erwachsene und Jugendliche eine breite Fangemeinde. Mit ihrer Reihe »Das Reich der Finsternis« wartet sie nun in einer ihrer beiden Königsdisziplinen mit einem Fantasyroman für Kinder auf.

Timo Grubing, geboren 1981, studierte Illustration an der FH Münster und lebt und arbeitet seit seinem Diplom 2007 wieder in seiner Geburtsstadt Bochum. Als freier Illustrator ist er neben dem Kinderbuch in den verschiedensten Bereichen tätigen – vom Rollenspiel, über Schulbuchprojekte bis hin zu regelmäßigen Aufträgen für Magazine und Agenturen. 
 

Samstag, 26. April 2014

(Rezension) Das Haus des Malers ~ Maryla Krüger


Maryla Krüger
Das Haus des Malers
Taschenbuch
 288 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746630366
€ 8,99

auch als Ebook erhältlich

Rechte
© Cover / Info " atb Verlag "
zum Zeitpunkt der Rezension

Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar.


Bilder der Liebe:
Emma hat genug von Männern. Da kommt die Nachricht, dass ihr Großonkel, ein bekannter Maler, gestorben ist und ihr ein Haus bei Kühlungsborn vererbt hat. Emma verliebt sich in das alte Haus und versucht, allen Schwierigkeiten zu trotzen. Doch Ole, der attraktive Nachbar, macht ihr das Leben schwer, und im Haus funktioniert kaum etwas. Dann entdeckt sie geheime Bilder ihres Großonkels, auf dem eine junge Frau nackt zu sehen ist ...

Statement:
„A.Z. und R.V. – 1976“, diese Initialien in einem Holzbalken findet Emma Mönchhausen in dem Haus ihres Großonkels Alfons Zederbeck. Sie hatte es nach seinem Ableben von dem bekannten Maler geerbt. Idyllisch gelegen, nahe der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern, tritt Emma erst mal ihr Erbe an. Berlin und ihr altes Leben, ihre Liebe zu Hendrik, der Emma so hintergangen hatte, Zeit für einen Neustart. Ihre Wohnung hatte sie erst mal für ein paar Monate untervermietet. Wie hatte die Kellnerin in dem Lokal zu ihr gesagt, als sie den Brief des Notars las und sich ein Schluchzen nicht verkneifen konnte, „nimm es als Herausforderung!“ Dabei meinte diese allerdings etwas anderes.
Dass das Rohrdachhaus für Emma eine Herausforderung werden würde, ahnte sie in dem Moment, als sie davorstand. Doch das Haus weckte etwas in Emma. Bis vor vielen Jahren hatte sie selbst gemalt und für sie war es eine Reise zurück in ihre Erinnerungen. Jeder Tag brachte neue Überraschungen, dazu gehörte auch die Bekanntschaft mit dem alten Wilhelm Wunder. Doch zuvor trifft sie auf Ole Koswig, Enddreißiger, gut aussehend. Ihm gehörte das Gestüt Falbenkoppel und die Ländereien rundum, in dessen Mitte das Grundstück mit dem Rohrdachhaus stand.
Mehrfach hatte er versucht, dem alten Zederbeck das Haus abzukaufen, doch ohne Erfolg.
Unverhofft kommt Emma zu einem Hund. Popeye, so nannte sie ihn nach einer gewissen Zeit, war ein Streuner. Doch er kam immer wieder, und schließlich blieb er bei ihr. Dann war da noch Tante Hermine, die in Bad Doberan wohnte. Für ein paar Tage wollte sie bei Emma nach dem Rechten schauen.
Die einzelnen Kapitel werden jeweils wechselweise von Emma und Ole erzählt. Aufgelockert ist das Ganze durch die Gedanken von Popeye
Zitat (S.  102/103) Bloß ab nach Hause, dachte er und blieb verdutzt im Regen stehen. Nach Hause? ... Behutsam setzte er sich in Bewegung und trottete über die glitschigen Wiesen und nassen Straßen in die Richtung, in die seine Nase ihn trieb. ... Seltsamerweise war dafür der Duft nach Wärme stärker geworden. Viel stärker!
Ich hatte beim Lesen dieses Buches einen großen Vorteil, denn die Gegend rundum von Kühlungsborn, Bad Doberan ist unser jährliches Urlaubsziel. Für uns ist das eine Auszeit, abtauchen, Seele baumeln lassen. Die Landschaftsbeschreibungen bringen einen direkt an den Ort, wo es egal ob Sommer oder Winter einfach nur wunderbar ist.
Der Schreibstil von Maryla Krüger ist schlicht, ein paar Kraftausdrücke kommen auch drin vor, die ich hier aber so nicht wiedergebe ... Punkt. Die Geschichte lässt sich gut lesen.
Ob es allerdings ein spannender Liebesroman ist, wie vom Verlag angekündigt, sei dahingestellt.
Maryl Krügers Roman „Das Haus des Malers“ hat mir ein paar herrliche Lesestunden beschert und ich empfehle es sehr gern weiter. Ideal als Urlaubslektüre, die von allem ein bisschen und manchem mehr enthält.
Ich vergebe 4,5 ****Lesegenussbücher 

Vita:
Maryla Krüger wurde 1974 in Parchim (Mecklenburg) geboren. Sie spielt Theater und war als freie Autorin für eine Musikzeitschrift tätig. Sie hat bisher den Roman „Das schottische Geheimnis“ veröffentlicht. Im Frühjahr 2014 erscheint „Das Haus des Malers“.


Mittwoch, 9. April 2014

(Rezension) Das Mädchen mit den blauen Augen - Michel Bussi


Das Mädchen mit den blauen Augen


Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (17. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3352008764
€ 14,99


© Rechte Cover / Infos - Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Buchinfo:
Ein Flugzeugabsturz - nur ein namenloses Baby überlebt.
Wer ist das kleine Mädchen, die einzige Überlebende einer Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen? Achtzehn Jahre nach dem Unglück bringt ein Privatdetektiv die Wahrheit ans Licht und bezahlt dafür mit seinem Leben.
Ausgezeichnet mit dem Prix Maison de la Presse

Statement:

Ein Tag vor Weihnachten 1980. Airbus 5403 war auf dem Weg von Istanbal nach Paris. Das Flugzeug stürzt ab und prallt gegen ein Bergmassiv. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten den Absturz nicht. Nein, stimmt so nicht ganz. Ein Baby überlebte wie durch ein Wunder. Da an Bord sich zu dem Zeitpunkt allerdings zwei Säuglinge im gleichen Alter befanden, war nicht klar, welches hatte nun überlebt. Man  bedenke, zu der damaligen Zeit steckte die Wissenschaft gerade mal in den Kinderschuhen. So begann ein zermürbender Streit um das Baby, welcher darin endete, dass es Emilie Vitral war, die überlebt hatte.
Achtzehn Jahre lang  hatte sich Credule Grand-Due mit diesem Fall beschäftigt.
Achtzehn Jahre lang Material gesammelt, archiviert. Sollte diese ganze Arbeit umsonst gewesen sein?
Achtzehn Jahre lang hatte Mathilda de Carville ihn bezahlt, um die wahre Identität des Babys herauszufinden.
Achtzehn Jahre lang glaubte sie, dass ihre Enkelin Lyse-Rose der überlebende Säugling war.
Achtzehn Jahre nach dem Unglück, kurz bevor der Grand-Duc seinem Leben selbst ein Ende setzen will, die Unterlagen dem Feuertod zum Opfer fallen sollen, fällt sein Blick auf die Ausgabe der Zeitung Est republicain, vom 23. Dezember 1980.
„Das Mädchen mit den blauen Augen“ erhält die Aufzeichnungen vom Grand-Due, der kurz nach seiner Entdeckung tot aufgefunden wird. Trotz der einfachen Verhältnisse, in der sie aufwuchs, macht die Geschichte so neugierig.
Wer hat den Geheimdetektiv ermordet? Wollte jemand, dass das Geheimnis nicht enthüllt wird?
Fragen über Fragen, doch die Handlung ist so gut aufgebaut, birgt manch Überraschung, sehr spannend. Der Autor hat mich mit seinem Erzählstil gefesselt, aber nicht nur das. Den Charakteren hat er seinen Atem eingehaucht, man kann es nicht anders beschreiben.
Wer ist nun das jetzt achtzehn Jahre alte Mädchen, Emilie oder doch Lyse-Rose?
„Das Mädchen mit den blauen Augen“, dessen Cover durch eine gewisse Bescheidenheit auffällt, aber in Wirklichkeit etwas ganz besonderes ausstrahlt.
Ein Familiendrama, zu der damaligen Zeit sicher eine Tragödie, heute aufgrund von DNATest sicher schnell lösbar.
Höchster Lesegenuss für alle, die diese gelungene Mischung von Familiengeschichte und Krimi mögen.


Montag, 24. Februar 2014

(Rezension) Das Wunder des Pfirsichgartens - Sarah Addison Allen


Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Sarah Addison Allen
Das Wunder des Pfirsichgartens
Taschenbuch
288 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479511
Originaltitel: The Peach Keeper
€ 8,99


In einer idyllischen Kleinstadt in North Carolina führt Willa Jackson einen gemütlichen Laden, der mit herrlichem Gebäck und Kaffee lockt. Dann allerdings gerät ihr Leben ziemlich durcheinander, als die alte Villa, die einst im Besitz der Jacksons war, renoviert wird. Plötzlich hat Willa zwei neue Stammgäste – den attraktiven Colin Osgood und seine umtriebige Schwester Paxton, die den Umbau leitet. Zusammen entdecken die beiden jungen Frauen im Garten des Anwesens ein Familiengeheimnis, das allerlei wunderliche Dinge in Gang bringt ...

Statement:
Wenn sich Dingen verändern, achtet niemand auf die Zeichen. So auch in Walls of Water, einer idyllisch gelegenen Kleinstadt in North Carolina. Dort betreibt Willa Jackson einen Laden mit Wanderausrüstung, doch auch ihr Gebäck und Kaffeekreationen sind beliebt. Auch Paxton Osgood lebt hier und ihr großes Projekt, der Umbau von der alten Villa, die ehemals im Besitz der Familie von Willa Jackson war, steht kurz vor der Vollendung. „Blue Ridge Madam“, so sollte es in Zukunft heißen. Anlässlich der Neueröffnung erhält auch Willa, stellvertretend für ihre Großmutter, eine Einladung. Vor 75 Jahren gehörte ihre Oma zu den Gründungsmitgliedern des Damenklubs. Ohne vorherige Ankündigung taucht Paxtons Bruder Colin auf, allerdings war er auch für die Landschaftsgestaltung des Anwesens verantwortlich. Willa, Colin, Paxton, alle drei kannten sich von der Schule her, aber danach pflegten sie eigentlich keinen Kontakt mehr miteinander. Jede einzelne Charakltere ist mir von Anfang an sehr sympathisch.  Was nicht nur an den Gegensätzen beider Frauen liegt, sondern eben die Art und Weise, wie die Autorin sie erschaffen, beschrieben und in der Handlung leben.
Auch Paxtons Großmutter lebt noch und ist in dem gleichen Altersheim wie Willas untergebracht. Erst im Laufe der Geschichte erfährt der Leser, was die beiden alten Damen noch bis in die heutige Zeit miteinander verband. Verhindern können die zwei allerdings nicht, die Entdeckung eines jahrzehntelang gehüteten Geheimnisses
Zitat S. 141

Sie hatte geklungen, als wäre diese Freundschaft ein lebendiges, atmendes Wesen. Als wäre sie in dem Moment, als sie geschlossen wurde, lebendig geworden und keineswegs verschwunden, nur weil die Außenwelt sie nicht mehr wahrnahm. Wie weit würde eine solche Freundschaft gehen? Weit genug, um zu lügen? Oder weit genug, um die Wahrheit zu sagen?

Ganz ehrlich, ich möchte gar nicht zu viel von diesem tollen Buch erzählen. Die Autorin hat eine ganz besondere Art, den Leser mit ihrer Geschichte zu verzaubern. Das ist purer Lesegenuss, den ich liebe. Es ist fast so, als wenn ich in meinen Lieblingsladen gehe, wo Pralinen und Bonbons selbst hergestellt werden. Und wenn man die Tür öffnet, wird man gleich gefangen genommen von köstlichen Düften, die aus der „Hexenküche“ kommen.
Das Cover verführerisch gestaltet und doch nicht aufdringlich.
Da ich „Die Mondscheinbäckerein“ auch schon angefangen habe, gehört Sarah Addison Allen mit auf meine Liste der LieblingsautorInnen.

Sarah Addison Allen hat es mit ihrer Sprache, ihrem Schreibstil verstanden, den Leser mit ihrem Buch zu fesseln. Es braucht nicht immer Spannung oder Romantik, die Art und Weise, wenn es um Gefühle geht, das Schaffen passender Charaktere, kann etwas Einzigartiges entstehen.
Das Ende naht schnell und man möchte noch mehr davon lesen. Schade, schon durch! war mein erster Gedanke.„
Das Wunder des Pfirsichgartens“ kann ich nur empfehlen. Es ist ein Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt, eben ein besonderes Buch, nicht langweilig, exzellent geschrieben, sehr empfehlenswert.





Vita
Sarah Addison Allen wurde in Asheville, North Carolina, geboren, wo sie Literaturwissenschaft studierte und auch heute noch lebt. Gleich mit ihrem ersten Roman, »Mein zauberhafter Garten«, gelang ihr ein großer »New York Times«-Bestseller.

Weitere Bücher der Autorin 
Die Mondscheinbäckerin  (lese ich gerade)
Mein zauberhafter Garten (liegt auf meinem SuB)

Donnerstag, 20. Februar 2014

(Rezension) ~ My Berlin Kitchen ~ Luisa Weiss


Luisa Weiss
My Berlin Kitchen
Broschiert
384 Seiten
Verlag: Limes Verlag (25. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3809025993
Originaltitel: My Berlin Kitchen
€ 14,99

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Eine Frau, ihre Stadt und ein Rezept für die Liebe
Als sie sich ins Kochen verliebte, war Luisa Weiss noch ein junges Mädchen. Der Tochter einer Italienerin und eines Amerikaners, geboren in Berlin, aufgewachsen in Boston, fiel es stets schwer, sich an einem Ort wirklich zugehörig zu fühlen, doch in der Küche wirkten ihre Sorgen kleiner. Die Suche nach ihren Wurzeln führte Luisa nach Paris (wo sie ihrer großen Liebe Max begegnete), nach New York (was die Beziehung zu Max beendete) – und immer wieder nach Berlin, denn die Sehnsucht nach dem Zuhause ihrer Kindheit ließ sie niemals los. Nach einer weiteren schmerzlichen Trennung wagte sie den Sprung ins Ungewisse und zog von New York in die deutsche Hauptstadt – um sich selbst zu finden und endlich auch die wahre Liebe ...

Statement:
Kochen ist Liebe, so schreibt es die Autorin in ihrer Danksagung. Und es ist egal, an welchem Ort man gerade lebt, durch das Kochen/Backen holt man sich immer ein Stück Heimat in sein derzeitiges Zuhause.
„My Berlin Kitchen“ führt zurück in Luisas Kindheit. Geboren und die ersten Jahre in Berlin aufgewachsen, in der Bamberger Straße. Dort hatte sie wahrscheinlich die glücklichste Zeit ihrer Kindheit bei Joanie, ihrer Tagesmutter und dereren Familie. Und die Küche war „der“ Raum von Joanie. Noch heute kann Luisa sich an so vieles aus dieser Zeit erinnern, das ist schon beachtenswert, und zeigt, es waren für sie glückliche Momente, die für immer in ihrem Gedächtnis einen Platz gefunden haben.
Was dem einen seine Bücher sind, bei Luisa  ist es die Leidenschaft zum Kochen. Und das spürt der Leser. Berlin, die Stadt ihrer Kindheit, auch nach der Trennung der Eltern, wird sie dort immer wieder zurückkehren. Ihr Vater zieht mit Luisa nach Boston, während die Mutter in Berlin bleibt. So wird es ein Pendeln zwischen Amerika und Deutschland. Und diese Unruhe setzt sich in ihrem weiteren Leben fort. Man könnte meinen, es ist ausschließlich ein Buch der Erinnerungen, Luisas Leben, doch dem ist nicht so.
Was die Autorin mit ihrer Geschichte zum Ausdruck bringen möchte, ist eigentlich ein ganz einfaches Rezept. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, der Liebe, man sagt ja nicht umsonst „Die Liebe geht durch den Magen“.
Und Luisa findet ihren Weg, ihren Traummann. Es überrascht nicht, dass letztendlich die Familie sich in Berlin niederlässt.
Was ist Heimat bzw. welche Bedeutung hat für dich das Wort? Heimat ist dort, wo dein Herz sich wohlfühlt, wo du glücklich bist. Mir hat die natürliche und ungekünstelte Schreibweise der Autorin gefallen. Wie schon so manch andere Autorin zuvor, hat Luisa Weiss auf ihrem eigenen Blog 2005 mit dem Schreiben angefangen.
Das Buch „My Berlin Kitchen“ ist nun das Endprodukt davon. Jedes, bis auf das letzte, der Kapitel endet mit einem Rezept, die gut nachzukochen sind.
Kochen  -  eine Leidenschaft, aber auch in manchen Momenten Trost und Entspannung.


Mittwoch, 12. Februar 2014

(PostIt 15) eBook-Rezension ~ Sei mein Stern (Teil 2) ~ Amanda Frost




Amanda Frost
Sei mein Stern – Teil 2 der Siria-Reihe:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1843 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B00FVJHC06

Derzeit zum Sonderpreis
für € 0,99
(12. 2. 2014)






Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an die Autorin

 Cover - Infos Autorenhomepage


Buchinfo:
Inzwischen hat es auch Rafaels jüngeren Bruder auf die Erde verschlagen: Simon, ein Computergenie mit begnadeter Intelligenz und einem Hang zur Alltagsuntauglichkeit. Nicht die ideale Kombination, um eine geeignete Frau aufzureißen, auch wenn man so höllisch attraktiv ist wie der spleenige Informatiker. So widmet er sich nach einigen missglückten Affären doch lieber dem Hacken von Computern. Bis er den fatalen Fehler begeht, sich mit der mächtigen deutschen Geheimdienstorganisation BSC anzulegen. Denn diese hetzt ihm postwendend ihre beste Undercoveragentin auf den Hals: Jana, eine 32-jährige skrupellose Power-Frau, die Simon in ein erbarmungsloses Katz-und-Maus-Spiel verwickelt. Bis beiden letztendlich die Kontrolle über die Geschehnisse entgleitet …


Statement:
Nach langem Hin und Her darf nun Rafaels jüngerer Bruder Simon ebenfalls auf die Erde, um eine Frau zu finden und das Aussterben auf Sirius zu verhindern.
Simon ist hochintelligent, ein excellenter Informatiker, ein gefühlvoller Chaot.
Es hat sich einiges getan, nachdem nunmehr Rafael mit Valerie auf der Erde sein Glück gefunden hat. Nun taucht dieser etwas durchgeknallte Bruder auf und wirbelt ganz schön herum. Nur mit dem anderen Geschlecht, da hat er es nicht so. Computer haben eine gewisse „Macht“ über ihn. Und bei all dieser Tüftelei begeht er einen folgenschweren Fehler. Simon, ein Hacker? Kann man sich gar nicht vorstellen. Doch die Antwort lautet Ja. Allerdings hat er sich in die Computer der Geheimdienstorganisation NSC eingehackt. Diese wiederum finden ihn und setzen ihre Undercover-Agentin Jana auf ihn an. Sie ist das ganze Gegenteil von Simon, der den Eindruck vermittelt, er sei ein Tagträumer. Jana geht voll in ihrem Beruf auf, der an erster Stelle steht, Freunde haben in ihrem Leben keinen Platz.
Doch das Glück geht oft seinen eigenen Weg und so funkt es zwischen Jana und Simon.
„Sei mein Stern“ spielt zum einen auf dem Planeten Siria, der mich schon im ersten Teil faszinierte. Und das lag auch mit an den dort wohnenden Mondbärchen. Man muss sie einfach lieben. München ist der Ort, an dem Rafael und Valerie ein kleines Hotel leiten und Simon Unterkunft findet. Es gibt so erfrischend herzhafte Szenen, die den Leser Glücksmomente bescheren. Man möchte einfach irgendwie mittendrin im Geschehen sein, um etwas davon mitzuerleben. Und dann ist da noch ein hochintelligenter Roboter – Melvin.
Amanda Frost ist ihrem Schreibstil treu geblieben. Es gibt zig Aha-Erlebnisse, altbekannte und neue, interessante Charaktere. Das Zusammenspiel dieser Personen hat die Autorin richtig gut umgesetzt. Sie hat jedem von ihnen sehr viel Raum gegeben, so dass es dem Leser wahrlich nicht schwerfällt, sie sympathisch zu finden.
Ob und wie die Geschichte ausgeht, Simon und Jana ein Paar werden, wird sich zeigen bzw. lest selbst. Ebenso die Frage, was aus Siria wird.

Der dritte Teil erscheint in Kürze und man darf gespannt sein, welche Fäden Amanda Frost hier zu einer tollen Fortsetzung verknüpft und was den Leser neu erwartet.

Ich gebe meine Leseempfehlung und bin neugierig auf die Fortsetzung. 



„Ein Roman ist wie der Bogen einer Geige und ihr Resonanzkörper wie die Seele des Lesers.“ (Stendhal)


Vita:
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum.

Vielen Dank an die Autorin Amanda Frost für die Bereitstellung des EBOOKs.

Sonntag, 9. Februar 2014

(Rezension) Das Falsche in mir - Christa Bernuth



Christa Barnuth
Das Falsche in mir
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; 
Auflage: EA, (1. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423249928
€ 14,90
Auch als EBOOK erhältlich

Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite
© Rechte: Cover / Info - dtv Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!




Buchinfo
Lukas Salfeld hat als Jugendlicher seine Freundin ermordet und dafür im Gefängnis gesessen. Nach seiner Entlassung führt er jahrzehntelang ein normales Leben und glaubt, seine gefährlichen Triebe im Griff zu haben. Bis plötzlich wieder ein junges Mädchen nach dem gleichen grausamen Muster getötet wird und er sofort unter Verdacht gerät. Besessen macht Salfeld Jagd auf den Täter. Doch was, wenn er es selbst war?

Statement
Der Anfang: Leander Kern heißt nicht wirklich so. Aber der Name klingt gut. Und es gibt noch einen Grund, weshalb er sich so nennt.
Darkwave.
Und weiter geht es mit einem ausdrucksstarken Liedtext. Der Roman wird von mehreren Personen erzählt, zum einen vom Mörder, der Ermittlerin und noch weiteren.
In seiner Jugend wurde Lukas Salfeld aufgrund eines Tötungsdeliktes verurteilt, da er wie im Rausch seine damalige Freundin ermordet hatte und nach der Tat wie im Rausch noch mit Messerstichen auf sie eingestochen hatte. Nun war er Anfang Fünfzig, besaß einen neuen Namen, hatte Familie, Kinder. Doch er gerät unter Verdacht, als eine Mädchenleiche gefunden wird, die genau nach seinem Tötungsmuster aufgefunden wurde. Erschwerend für ihn, dass er seit geraumer Zeit wieder diese Lust in sich spürt, Frauen zu beobachten, seine Fantasien beherrschen ihn. Zur Mordzeit hat er kein Alibi, er flieht um selbst herauszufinden, was geschehen war. Nicht ganz einfach, denn er hat keinerlei Erinnerung an diese Nacht.
Sehr spannend, erklärend und nachvollziehbar, detailliert geschrieben, die Autorin schafft es, den Leser in den Bann eines absolut Gänsehaut erzeugenden Thrillers zu ziehen. Gerade die Thematik Sexualdelikte, Täter und Opfer, man muss schon ein gewisses Fingerspitzengefühl an den Tag legen, um sich hiermit zu beschäftigen, dann noch einen Roman daraus zu schreiben. Was sich hinter der Fassade eines einzelnen Menschen verbirgt, kann gruselig sein.

Fazit:
Nach sehr langer Zeit habe ich mich mal wieder ins Genre Krimi/Thriller gewagt und war überrascht! „Das Falsche in mir“, ein Psychothriller, der es in sich hat.

Samstag, 8. Februar 2014

(Rezension) Das Haus am Hyde Park - Monica McInerney




Monica McInerney
Das Haus am Hyde Park
Taschenbuch
480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479979
Originaltitel: The House of Memories
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich








Kurzinfo / Verlag:
Ella hat verloren, was sie am meisten liebt. Doch ihre bezaubernd verrückte Familie setzt alles daran, Ella das große Glück zurückzugeben.

Statement:
Das Glück von Ella und Aidan zerbricht. Durch einen schrecklichen Unfall verlieren sie ihr geliebtes Kind. Ellen verlässt Australien und damit auch Aidan und geht zu ihrem geliebten Onkel Lucas nach England. Dort will sie ein neues Leben beginnen. Lucas will ihr helfen, doch Ella ist voller Trauer und Schmerz. Da greift die Familie zu einer List, ohne dass Ella es merken soll, um ihr zu helfen. Denn sie ist keineswegs über die Liebe ihres Lebens, Aidan, hinweg.
Onkel Lucas lebt in einer alten riesengroßen Villa am Hyde Park. Der Professor ist so etwas wie ein Samariter und in seinem Haus wohnen einige mittellose Studenten. Das Haus ist vollgestopft mit Büchern – und Erinnerungen. Schon immer hatte Ella diese Villa fasziniert, aber nicht nur das, sondern auch ihren geliebten Onkel Lucas.
Die Geschichte lebt durch die Korrespondenz seitens Ella mit Onkel Lucas. Es ist ein Roman von emotionaler Tiefe. Ellas Halbbruder lebt in Amerika und auch er hat seine Geschichte. So hat die Autorin mehrere Lebensgeschichten der Familie miteinander verbunden und daraus eine bewegende Familiengeschichte geschrieben, in der es um Liebe und Trauer, aber auch um Vergebung geht. Alles in allem sehr glaubwürdig geschrieben, nachvollziehbar. Nicht nur Ella spielt eine Hauptrolle in dem Buch, die vermeintlichen Nebencharaktere nehmen sehr viel Platz ein, vor allem aber Onkel Lucas. Ich liebe diese Charaktere! Die Autorin hat lebendige Protagonisten geschaffen, so dass trotz des bewegenden Hintergrunds gerade die Realität durch ihren wunderbaren Schreibstil überzeugt. Stilistisch gut aufgebaut, wird die Geschichte ruhig erzählt.

Fazit:
Familiengeschichten gehören zu meinem Lieblingsgenre und bereits nach wenigen Seiten war ich eingetaucht in die Geschichte „Das Haus am Hyde Park“. Die Entwicklung der Geschichte war nicht ganz so vorhersehbar, wie man dachte.  

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 

Mittwoch, 5. Februar 2014

(Rezension) Das Schneemädchen ~~~ Eowyn Ivey



Eowyn Ivey
Das Schneemädchen
Gebundene Ausgabe
464 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 3 (21. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406213
Originaltitel: The Snow Child
€ 19,95

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Beschreibung lt. Verlag:
Alaska, in den 1920er Jahren: Mabel und Jack konnten keine Kinder bekommen. Um den Schmerz und die Enttäuschung hinter sich zu lassen, haben sie an der Zivilisationsgrenze Alaskas ein neues, einfaches Leben als Farmer begonnen. Doch Trauer und der harte Überlebenskampf in der erbarmungslosen Natur schaffen zwischen den beiden, die sich innig lieben, eine scheinbar unüberbrückbare Distanz. Als der erste Schnee fällt, überkommt Mabel für kurze Zeit eine fast kindliche Leichtigkeit. Eine Schneeballschlacht mit Jack entspinnt sich, und sie bauen vor ihrer Hütte zusammen ein Kind aus Schnee. Am nächsten Tag entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen in Begleitung eines Fuchses, das sie zwischen den Bäumen des Waldes hindurch beobachtet. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen? «Dieses Buch ist pure Magie, von Deckel zu Deckel durchwoben mit der kalten Schönheit der Wildnis Alaskas. Eowyn Ivey erzählt mit der fesselnden Zartheit des Schneefalls, den sie so wunderbar beschreibt.» Ali Shaw 

Meine Meinung:
"Dies ist ein ganz besonderes Buch, das es verdient, Millionen von Herzen schmelzen zu lassen",  so schreibt es der Sunday Express.
Das lange Warten hatte dieses Jahr  im Januar ein Ende, die Witterung spielte mit und ich tauchte ein in "Das Schneemädchen".
Über dieses Buch eine endlos ausschweifende Rezension zu schreiben, liegt mir fern - es wäre fast so wie Eulen nach Athen tragen.  Allein die veröffentlichten Rezensionen wo auch immer, zeigen auf, worum es in dem Buch geht. Inspiriert durch das russische Märchen "Das Schneemädchen", welches ja leider am Ende über ein Feuer springt und schmilzt, hat die Autorin eine wahrhaft großartige Märchenadaption geschrieben. Der Leser wird von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann dieses so poesievoll geschriebenen Romans gezogen. Faina heißt die kleine Schneefee, bzw. das Schneemädchen, die als Charaktere so detailliert und bildhaft beschrieben wurde, ebenso Mabel und Jack, inzwischen in die "Jahre" gekommen. Ein liebenswertes Ehepaar, welches am Ende des Buches bestimmt bei dem Leser ein Platz im Herz gefunden hat.
Das Leben zur damaligen Zeit in Alaska ist hart, und immer wieder tauchen bei beiden Zweifel auf, ob es vor vielen Jahren  der richtige Weg war, den sie nach dem Verlust ihres Babys gegangen sind. Weg von der Heimat in die Kälte Alaskas, ein neues Leben aufbauen.
"Das Schneemädchen" ist eine ruhige Geschichte. Spannung ist fehl am Platz, doch wer genau liest, fühlt sich wie ein unsichtbarer Beobachter vor Ort, um das Geschehen, den Lauf der Handlung mitzuerleben.
Und irgendwann war ich auf der Seite 265 und stolperte über das Wort "hanebüchen" ... Warum der Übersetzer ausgerechnet auf ein veraltetes Adjektiv zurückgegriffen hat, dafür habe ich keine Erklärung.
Zitat S. 265
"Ich weiß, es klingt hanebüchen, aber verstehst du denn nicht?", sagte sie. "Wir haben sie uns gewünscht, wir haben sie in Liebe und Hoffnung erschaffen, und sie ist zu uns gekommen. Sie ist unser kleines Mädchen, auch wenn ich nicht genau weiß, wie das sein kann. Aber sie stammt von hier, aus diesem Schnee und dieser Kälte. Kannst du das nicht glauben?"

In der Ruhe liegt die Kraft, so lautet ein Sprichwort. In "Das Schneemädchen" sind es die ruhigen und leisen Töne, alles ist umgeben von einer ganz besonderen Aura, die schwer in Worte zu fassen sind.
So viel Poesie! - Ein wahrhaft ganz, ganz besonderes Buch. 
Von mir erhält das Buch sechs Lesegenuss-Bücher und auf die Liste meiner Top-Ten 2014.
Vita:
Eowyn Ivey wuchs in Alaska auf, wo sie noch heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern lebt. Sie studierte Journalismus und kreatives Schreiben an der Western Washington University und der University of Alaska und arbeitete zehn Jahre lang als preisgekrönte Redakteurin beim Frontiersman Newspaper. Heute ist sie Buchhändlerin. "Das Schneemädchen" ist ihr erster Roman. Er wurde in elf Länder verkauft.

P.S. Per Google fand ich folgendes über das Wort "hanebüchen":
Hauptsächlich in der Redewendung (das ist) hanebüchener Unsinn tritt das veraltete Adjektiv hanebüchen im modernen Deutschen auf. Das Wort hat nichts mit dem Hahn zu tun, vielmehr bezieht es sich auf die Hainbuche, die auch Hagebuche (also „Heckenbuche“) heißt, obwohl sie ein Birkengewächs und keine Buchenart ist. Der Name Heckenbuche ist insofern sprechend, als die Hainbuche heute noch gern als Hecke gepflanzt wird. Ihr Holz, das hervorragend zum Heizen geeignet ist, wird heute selten genutzt und gilt seit langer Zeit als hart und zäh. Daher bekam das zu Hainbuche gebildete Adjektiv han(e)büchen, das vom
mhd. hagenbüechīn bzw. der Nebenform hainbüechīn stammt, schon im 18. Jahrhundert die übertragene Bedeutung „derb, grob“. Hanebüchener Unsinn bedeutet daher nichts anderes als „grober Unfug“.
 Link:
http://www.wissen.de/wortherkunft/i-hanebuechen-0
 
Zusatzaufgabe Monat Januar Ultimative SuB-Challenge 2014

Sie haben diesen Artikel am 28. September 2012 gekauft.

Mittwoch, 29. Januar 2014

(Rezension) Eva und die Apfelfrauen ~ Tania Krätschmar




Tania Krätschmar
Eva und die Apfelfrauen
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442381128

€ 9,99

auch als EBOOK erhältlich





  Cover/Info/Vita " Verlag blanvalet" 

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Meine Meinung:
Alternde Frauen sollten bedenken,

dass ein Apfel nichts von seinem Wohlgeschmack verliert,

wenn ein paare Fältchen die Schale kräuseln.

Auguste Brizeux

(Zitat S. 5)

Fünf Freundinnen feiern den 50. Geburtstag von Julika im Mirror’s, hoch über dem Potsdamer Platz. Belanglose Gespräche, ein bißchen dies und das, und die Aussichten auf das Alter. Die Idee eine Weg zu gründen, nimmt Formen an und endet schließlich damit, dass sie eine Annonce aufgeben zwecks großem Wohnraum. Es folgen einige Buchseiten mit den Angeboten auf ihr Inserat, bis Eva, die die Angelegenheit delegiert, von dem Journalisten Max von Steinbrech kontaktiert wird, der zwecks eines Artikels über Generationshäuser bzw. alternativen Wohnmodellen im Alter Recherche betreibt.
Einige Wochen später erhält Eva Post von einem Notar. Es stellt sich heraus, dass eine ältere Dame den Frauen testamentarisch ein Grundstück mit geräumigem Wohnhaus in Wannsee hinterlassen hat. Doch es ist nicht das Berlin-Wannsee, sondern ein ca. 60 km von Berlin entferntes kleines Dorf in der Mark Brandenburg mit dem gleichen Namen.
Auflage der alten Dame:
(S. 37) „Das Minimum der Verweildauer sollte jedoch der Länge des Reifeprozesses der Äpfel entsprechen.“
Gesagt, getan. Nach etlichen Diskussionen, der Vor-Ort-Besichtigung, der Tatsache, dass es sich hier um keinen kleinen Apfelgarten handelt, sondern Hunderte von Apfelbäumen, der Umzug nach Wannsee nimmt Formen an.
Sollten die Frauen diese Saison durchhalten, wäre das Haus ihr Eigentum und danach könnte man es ja verkaufen.

Die Geschichte ist ohne viel Schnick-Schnack geschrieben, klar und deutlich, wie aus dem Leben gesprochen. Von der großen Stadt aufs Land. Schon mancher ist daran gescheitert.
Tanja Krätschmar hat selbst fünfzehn Jahre viel Zeit auf einem Bauernhof in der Mark Brandenburg verbracht, wie sie in ihrem Dankeschön schreibt. Diese Erfahrungen hat sie mit in das Buch einbringen können, so dass vieles tatsächlich so gewesen sein könnte.
Jedes Kapitel fängt mit einem Zitat an, passend zum nachfolgenden Inhalt – meine Meinung. Der lockere Ton zieht sich durch die gesamte Handlung und hat mich oft zum Lachen gebracht.
Wer nun denkt, es ist alles locker, fluffig, tolles Landleben und so, ahnt sicher, wenn fünf unterschiedliche Frauen, jede eine eigene Persönlichkeit, auch ihre Schwierigkeiten miteinander haben werden. Da heißt es entweder zusammenraufen, durchhalten oder alles über Bord werfen und die Segel streichen.

Fazit:
„Eva und die Apfelfrauen“, ein humorvolles Buch, richtig gut zu lesen und es bietet tolle Unterhaltung, mit Hintergrundthemen, die zu beachten sind, alles eben auf eine liebenswürdige Art.


Von der Großstadt aufs Land, Entspannung und Unterhaltung pur.

Vita
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

Sonntag, 26. Januar 2014

(Rezension) Die Prophezeiung der Nonne ~ Nancy Bilyea




Nancy Bilyea
Die Prophezeiung der Nonne
Taschenbuch
496 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423249904
Originaltitel: The Chalice
€ 14,90







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Kurzinfo lt. Verlag:
In den Wirren der englischen Reformation stellt sich eine einstige Klosternovizin den mächtigsten Männern ihrer Zeit entgegen - und hält schließlich das Leben des Königs in ihren Händen.England 1538. Der blutige Kampf zwischen Krone und Kirche droht England zu zerreißen. Joanna Stafford, die einstige Novizin, deren Kloster aufgelöst wurde, hat bereits erlebt, was es bedeutet, den Mächtigen des Landes in die Quere zu kommen. Nun findet sie sich im Zentrum einer rätselhaften Prophezeiung wieder, die vor Jahren eine als Seherin bekannte Nonne in ihrem Beisein gemacht hat. Doch auch andere haben davon erfahren und wollen Joanna für ihre Zwecke einspannen …

Statement:
„Die Prophezeiung der Ninne“ ist die Fortsetzung der Geschichte, dem Leben von Joanna Stafford. Diese spielt zu Zeiten König Henry VIII, englischer Herrscher. Der König verlangt die Abschaffung aller Klöster. Ein Machtkampf zwischen Staat, sprich König und der Kirche fordert viele Opfer. England droht daran zu zerbrechen. Schon vor Jahren wurde eine Prophezeiung laut, und über Joanne, deren Kloster aufgelöst ist, denken viele, sie sei die Auserwählte. 

Zitat S. 271
Als hätte Bruder Edmund meine Gedanken gelesen, sagte er. „Ihr seid zu einer großen Aufgabe auserwählt worden. Aber nicht nur, weil Ihr aus vornehmer Familie stammt und das Gelübde der Dominikanerinnen abgelegt habt. Ihr seid auserwählt, weil Ihr die seid, die Ihr seid, Schwester Joanna. Ihr seid eine Frau wie keine andere. „


Wer geschichtlich sich an die Herrschaft von Henry VIII. erinnert, weiß um seine vielen Frauen. Lüsternd, erschreckend, und düster einserseits die Tudor-Zeit. Dem historischen Roman sind die mit Sorgfalt geführten Recherchen. Es ist ihr ebenfalls gut gelungen, geschichtliche Hintergründe, Machtspiele, Intrigen und Hass in klarer Ausdrucksform und gut gewählten Worten lebendig zu vermitteln.
Dass Joanna eine Schlüsselrolle spielt, sich gegen den König zu stellen, seine Glaubensumkehr und diese Macht auf sein Volk auszuüben, steht außer Frage. Oft genug waren es Frauen, die in der Geschichte eine Hauptrolle spielten.
Joanna muss mit drei Sehern sprechen, um  das Rätsel der Prophezeiung zu lösen. Das aber könnte am Ende auch ihren Tod bedeuten.
Joannas Reise führt sie auch nach Flandern, und dort trifft sie auf Nostradamus.

Zitat S. 426
Ein magerer Mann mit einem struppigen braunen Bart saß auf der Holzbank, die Hände im Schoß. Er blickte zuerst Jacquard an und dann mich, als er aufstand.
„Joanna Stafford“, sagte Jacquard, „das ist Mich de Nostredame – Nostradamus.“

„Die Prophezeiung der Nonne“ wird erzählt in der Ich-Form von Joanna. Die hauptsächlichen Charakteren der Handlung sind gut beschrieben und der Einblick in diese historische Zeit glaubwürdig niedergeschrieben. Wer sich für Geschichte interessiert und gern historische Romane liest, ist bei diesem Roman bestens aufgehoben.
Fazit:
Ein guter historischer Roman. Für Liebhaber dieses Genre gebe ich meine Leseempfehlung.

Vita:

Nancy Bilyeau studierte an der University of Michigan und hat als Redakteurin für Magazine wie "Rolling Stone", "Entertainment Weekly", "Good Housekeeping" und "InStyle‹" gearbeitet. Ihre Drehbücher wurden für verschiedene Auszeichnungen nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in New York.

Dienstag, 21. Januar 2014

(Rezension) Vintage Love ~ Stephanie Lehmann



Stephanie Lehmann
Vintage Love
Taschenbuch
544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453411494
Originaltitel: Astor Place Vintage
€ 9,99

Cover / Infos HEYNE-Verlag







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 Kurzinfo:
Vintage-Kleider, ein geheimnisvolles Tagebuch und die Suche nach der wahren Liebe
New York, am Astor Place: In einen Muff eingenäht findet Amanda, Besitzerin eines Vintage- Ladens, ein Tagebuch, das dort offensichtlich jemand sicher verwahren wollte. Amanda erzählt niemandem von ihrem Fund und macht sich daran, das Tagebuch zu lesen. Sie wird tief in das Jahr 1907 und die Lebensgeschichte der 20-jährigen Olive Westcott hineingezogen. Immer mehr Parallelen entdeckt sie zwischen sich und der jungen Frau, und viele Fragen kommen auf, deren Antworten Amanda in dem geheimen Tagebuch vermutet ...

Statement:

Vintage Love“ – die Geschichte zweier Frauen, zum einen von Amanda aus der heutigen Zeit, und Olive, die Anfang des 20. Jahrhunderts lebte.
Amanda, die einen Vintagemodeladen in New York betreibt, findet eines Tages bei der Durchsicht von alten Sachen in der Wohnung der alten Dame Jane Kelly ein verstecktes Tagebuch. Neugierig geworden, nimmt sie es heimlich mit und wird somit Mitwisser der Aufzeichnungen von Olive Westcott.
Im jeweiligen Wechsel wird Kapitelweise beider Frauen Leben beschrieben. Olive Westcott, Anfang 20, wohnt mit ihrem Vater in einem Apartmenthaus mit allem Komfort. Doch nur so ein Nichtstunleben zu führen, ist nicht ihr Ding. Sie will arbeiten, was zu der damaligen Zeit nicht ganz so einfach war, zumal Olive keine Referenzen aufzuweisen hatte.
Amandas Leben ist in einer Beziehung zu einem verheirateten Mann, gutaussehend, vermögend. Immer wieder will sie sich von dem Geliebten trennen, der ewig neue Ausreden hat, seine Familie nicht zu verlassen.
Zu diesem Problem gesellt sich das nächste. Trotz aller Zusagen ihres Vermieters wird schließlich doch die Miete für Amandas Laden erhöht. Sie wird nun vor Entscheidungen gestellt, die ihr weiteres Leben betreffen. Zu Hilfe kommt Amanda Rosenbloom wohl eine Sitzung bei Dr. Markoff, einem Hypnotiseur.
Olive wird aus ihrem wunderbaren Leben gerissen, als ihr Vater zurück aufs Land fährt, um einige Dinge zu holen, und tödlich verunglückt. Sie muss das Leben in New York aufgeben und zu ihrer Tante aufs Land ziehen. Bei der Testamentsverkündung erfahren sie, dass der Vater Olive völlig mittellos zurückgelassen hat. Doch Olive wäre nicht Olive. Um nichts auf der Welt hält sie etwas in der Provence und sie geht nach New York zurück.
„Vintage Love“, wieder ein Buch, dessen Geschichte in New York spielt, mit Vintagemode zu tun hat. Es war mir ein Vergnügen, den Weg durch die Buchblätter zu „gehen“, sei es im alten New York und dem heutigen. Man erfährt so viele geschichtlich interessante Sachen, das war sehr aufschlussreich – für den, den es interessiert!
Das Leben der Frau in der damaligen Zeit, dann noch alleinstehend, ist absolut faszinierend geschrieben. Was aber hat es nun mit dem alten Tagebuch auf sich, welches so sorgsam in einem Muff versteckt war?
Je länger man in die Geschichte eintaucht, umso mehr werden die Parallelen im Leben von Amanda und Olive klar.

Die Vergangenheit lebendig zu beschreiben, mit Olive hat die Autorin eine Charaktere geschaffen, die zu den damaligen Lebensverhältnissen doch ziemlich gewagt auftritt.
Je intensiver Amanda die Aufzeichnungen liest, umso mehr verstärkt sich bei ihr der Eindruck, dass sie förmlich Olive spürt und sieht.

Fazit:
„Vintage Love“ ist ein ruhiger Roman, also wer Spannung oder so erwartet, liegt hier verkehrt. Eine Familiengeschichte, die berührt, zwei Frauen, die ihre Achtung verdienen. Die Handlung ist flüssig zu lesen, auch wenn der Anfang etwas Zeit bedarf, hineinzufinden.
Ich gebe meine Leseempfehlung!
Vita
Stephanie Lehmann studierte in Berkeley und an der New York University; sie unterrichtete kreatives Schreiben bei Mediabistro und online at Salon. com, wo auch ihre Essays publiziert wurden. Derzeit lebt sie in New York City.

Samstag, 18. Januar 2014

(Rezension) Die Welt ist eine Muschel ~ Alessandro D'Avenia




Alessandro D’Avenia
Die Welt ist eine Muschel
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442746620
Originaltitel: Cose che nessuno sa
€ 12,99

auch als EBOOK erhältlich

"Verlag"




© Cover/Infos btb-Verlag
Herzlichen Dank an den btb Verlag  für das Leseexemplar.
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Der Geruch des Meeres, ein Sprung ins Ungewisse und der Sommer deines Lebens
Der Geruch des Meeres, die Gischt der Wellen, das gleißende Licht, das sich zwischen Horizont und Himmel sammelt und Margheritas klare grüne Augen tränen lässt: Ihren 14. Geburtstag verbringt sie mit ihrem Vater auf einem Segelboot. Es ist das Ende des Sommers und der Beginn einer neuen Zeit, denn bald fängt für Margherita das Jahr an der Oberschule an. Sie hat Angst, aber der Vater beruhigt sie – alles wird gutgehen. Doch nach diesem Sommer ist für Margherita nichts mehr so, wie es einmal war. Der Vater verlässt die Familie ohne Erklärung und lässt seine Tochter mit dem unaussprechlichen Gefühl der Trauer zurück, das sie in sich einschließt wie die Perle in einer Muschel. Doch sie erfährt auch, wie es ist, wenn einen die Liebe wie ein Blitz trifft. Und sie lernt, dass man manchmal handeln muss, um das Glück festzuhalten …

 
Non multa sed multum!
(Zitat S. 169)
Das Ende des Sommers, der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt der 14-jährigen Margherita. Sie wird nunmehr die Oberschule besuchen und der Vater versucht auf einer Bootsfahrt, die beide allein unternehmen, ihr die Ängste davor zu nehmen. Was sie nicht weiß, dass er nach diesem Sommer die Familie verlassen wird – ohne Vorwarnung.  Für die Familie bricht nun eine Welt zusammen. Dass sich dies auf Margheritas schulische Leistungen auswirkt, liegt auf der Hand. Sie kapselt sich ab, ist verstört und verletzt. Nur langsam lässt sie Nähe zu, öffnet ihre Schale. Etwas Stabilität gibt ihr die neue Freundin. Aber da ist auch noch dieser fremde Junge Giulio. Es geht von ihm etwas ganz Besonderes aus, heilende unsichtbare Fäden, die beide verbinden. Eine junge Liebe, deren zarte Knospen nur langsam aufgehen, sich entfalten, sehr berührend geschrieben. Das Margherita nicht völlig außen vor im Schulleben steht, verdankt sie auch dem Lehrer.
Im Grunde genommen kann man sagen, dass das Buch von drei Charaktere getragen wird, Margherita, Giulio und auch dem Lehrer. Doch die anderen Nebencharaktere, wie z. B. die Großmutter Nonna, aber auch der Vater, tragen ihr übriges zu dieser ganz besonderen Geschichte bei.
Zitat S. 257
„Die Dunkelheit tötet die Sehnsucht. Und die Träume hole ich mir bei den Sternen: Sie sind die Freiheit und Schönheit, die ich mir erlauben kann  ... „
Der Autor Alessandro D’Avenia beeindruckt durch eine Schreibweise, seinen Aufbau und dem Ablauf der Handlung, die zeitweise nicht ganz einfach ist. Vor allem braucht es  Ruhe beim Lesen, denn nicht nur eine gewisse Konzentration wird abverlangt.

Margherita, der Name bedeutet Perle.
„Die Welt ist eine Muschel“ ist eine Perle in der großen Welt der Bücher.
Wer es einmal für sich entdeckt hat, weiß um den wahren Schatz, der sich hinter dem Titel verbirgt.
Zitat S. 44
„Doch ursprünglich bezog sich der Name auf die Perle, die sich in der Auster bildet ...  So ist die Schönheit: Sie birgt Geschichten, die oft schmerzvoll sind. Doch nur Geschichten machen die Dinge interessant ...“

5 Lesegenuss-Bücher


Alessandro D'Avenia, geboren 1977, stammt aus Palermo. Seit einigen Jahren lebt er in Mailand, wo er am Gymnasium San Carlo Italienisch und Latein unterrichtet. Sein erster Roman Weiß wie Milch, rot wie Blut steht in Italien seit Erscheinen 2010 auf der Bestsellerliste und wurde in zwanzig Länder verkauft.

Sonntag, 12. Januar 2014

Buch-Challenge 20/14





Die "Buch-Challenge 20/14" leitet die Bloggerin Mandy von "booksaholiasworld".
Alle Informationen könnt Ihr dort nachlesen.
Meine lfd. Fortschritte werden hier gelistet bzw. abgestrichen :-)

Die Aufgaben der Buchchallenge 20/14:
  1. Ein Buch, das aus deiner Kindheit stammt.
  2. Ein Buch, mit Sternen auf dem Cover. Amanda Frost - Sei mein Stern - Teil 2 der Siria Reihe "Rezi-Link"
  3. Ein Buch, welches du als Geschenk erhalten hast. Jacqueline Sheehan - Das Glück eines einzigen Tages  = Rezi-Link = (Geschenkaktion siehe Info Rezi)
  4. Ein Buch, dessen Titel mit "M" beginnt.  "Luisa Weiss - My Berlin Kitchen "ReziLink"
  5. Ein Buch, dessen letzte Ziffer der ISBN eine 4 ist. Nancy Bilyeau - Die Prophezeiung der Nonne  "Rezi-Link"
  6. Ein Buch, von einem dir unbekannten (noch nicht gelesenen) Autor.  Die Welt ist eine Muschel" Allesandro D'Avenia " Rezi-Link"
  7. Stell dich vor deinen SuB und lies das 14. Buch vom "Stapel".
  8. Ein Buch, dessen Autor aus einem der folgenden Kontinente kommt: Australien/NZ, Asien oder Europa.
    Einschränkung hierbei: nicht aus Deutschland oder Großbritannien. "Michel Bussi"aus Frankreich - Das Mädchen mit den blauen Augen  "Rezilink"
  9. Ein Buch, das Fortsetzung einer Reihe/Trilogie ist. Ulrike Schweikert - Das Reich der Finsternis - Verdammt - Band 2  "Rezilink"
  10. Lies ein Sachbuch.  BULU. Ein kleiner Hund, der Leben rettet.  "Rezilink". Der Verlag hat es unter Sachbuch laufen. Wenn ihr auf den Link in der Rezi klickt, kann man es nachlesen.
  11. Ein Buch, das in der Zukunft spielt.
  12. Ein Buch, aus deinem Lieblingsgenre. Frauenromane - Sarah Addison Allen - Das Wunder des Pfirsichgartens  " Rezi-Link "
  13. Ein Buch, in dem ein Kind eine Rolle spielt. Eowyn Ivey - Das Schneemädchen "Rezi-Link"
  14. Ein Buch, dessen Titel aus 4 Worten besteht.  Maryla Krüger - Das Haus des Malers "Rezilink"
  15. Ein Buch, dessen Autor 14 Buchstaben im Namen enthält (Vor- & Nachname) Christa Bernuth "Das Falsche in mir"  Rezi-Link
  16. Ein Buch, mit mindestens 14 Kapitel. Tania Krätschmar- Eva und die Apfelfrauen " Rezi-Link" das Buch hat 25 Kapitel
  17. Ein Buch, auf dessen Cover mindestens 4 Lebewesen oder/und Gegenstände abgebildet sind. (Variation hierbei möglich)  Monica McInerney - Das Haus am Hyde Park   " Rezi-Link(Tassen und Unterteller - also Gegenstände)
  18. Ein Buch, das dir schon mehrfach empfohlen wurde.
  19. Ein Buch, das an einem Ort spielt, an dem du schon einmal gewesen bist. "Vintage Love" - Stephanie Lehmann - spielt in New York, dort war ich 2003 " Rezi-Link"
  20. Ein Buch, das bereits auch verfilmt wurde.  Tania Krätschmar - Seerosensommer "Rezilink"
Zusatzaufgabe: Ein Buch von jemanden leihen, der es ebenfalls für dich auswählt. Die Person bestimmt sozusagen, welches Buch DU aus SEINEM Regal lesen sollst.