Maryla Krüger
Das Haus des Malers
Taschenbuch
288 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (10. März
2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746630366
€ 8,99
auch als Ebook erhältlich
Rechte
© Cover / Info " atb Verlag "
zum Zeitpunkt der Rezension
Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar.
Bilder der Liebe:
Emma hat genug von Männern. Da kommt die Nachricht, dass ihr
Großonkel, ein bekannter Maler, gestorben ist und ihr ein Haus bei Kühlungsborn
vererbt hat. Emma verliebt sich in das alte Haus und versucht, allen
Schwierigkeiten zu trotzen. Doch Ole, der attraktive Nachbar, macht ihr das
Leben schwer, und im Haus funktioniert kaum etwas. Dann entdeckt sie geheime
Bilder ihres Großonkels, auf dem eine junge Frau nackt zu sehen ist ...
Statement:
„A.Z. und R.V. – 1976“, diese Initialien in einem Holzbalken
findet Emma Mönchhausen in dem Haus ihres Großonkels Alfons Zederbeck. Sie hatte
es nach seinem Ableben von dem bekannten Maler geerbt. Idyllisch gelegen, nahe
der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern, tritt Emma erst mal ihr Erbe an. Berlin
und ihr altes Leben, ihre Liebe zu Hendrik, der Emma so hintergangen hatte,
Zeit für einen Neustart. Ihre Wohnung hatte sie erst mal für ein paar Monate
untervermietet. Wie hatte die Kellnerin in dem Lokal zu ihr gesagt, als sie den
Brief des Notars las und sich ein Schluchzen nicht verkneifen konnte, „nimm es
als Herausforderung!“ Dabei meinte diese allerdings etwas anderes.
Dass das Rohrdachhaus für Emma eine Herausforderung werden
würde, ahnte sie in dem Moment, als sie davorstand. Doch das Haus weckte etwas
in Emma. Bis vor vielen Jahren hatte sie selbst gemalt und für sie war es eine
Reise zurück in ihre Erinnerungen. Jeder Tag brachte neue Überraschungen, dazu
gehörte auch die Bekanntschaft mit dem alten Wilhelm Wunder. Doch zuvor trifft
sie auf Ole Koswig, Enddreißiger, gut aussehend. Ihm gehörte das Gestüt
Falbenkoppel und die Ländereien rundum, in dessen Mitte das Grundstück mit dem
Rohrdachhaus stand.
Mehrfach hatte er versucht, dem alten Zederbeck das Haus
abzukaufen, doch ohne Erfolg.
Unverhofft kommt Emma zu einem Hund. Popeye, so nannte sie
ihn nach einer gewissen Zeit, war ein Streuner. Doch er kam immer wieder, und
schließlich blieb er bei ihr. Dann war da noch Tante Hermine, die in Bad
Doberan wohnte. Für ein paar Tage wollte sie bei Emma nach dem Rechten schauen.
Die einzelnen Kapitel werden jeweils wechselweise von Emma
und Ole erzählt. Aufgelockert ist das Ganze durch die Gedanken von Popeye
Zitat (S. 102/103)
Bloß ab nach Hause, dachte er und blieb verdutzt im Regen stehen. Nach Hause? ...
Behutsam setzte er sich in Bewegung und trottete über die glitschigen Wiesen
und nassen Straßen in die Richtung, in die seine Nase ihn trieb. ...
Seltsamerweise war dafür der Duft nach Wärme stärker geworden. Viel stärker!
Ich hatte beim Lesen dieses Buches einen großen Vorteil,
denn die Gegend rundum von Kühlungsborn, Bad Doberan ist unser jährliches
Urlaubsziel. Für uns ist das eine Auszeit, abtauchen, Seele baumeln lassen. Die
Landschaftsbeschreibungen bringen einen direkt an den Ort, wo es egal ob Sommer
oder Winter einfach nur wunderbar ist.
Der Schreibstil von Maryla Krüger ist schlicht, ein paar
Kraftausdrücke kommen auch drin vor, die ich hier aber so nicht wiedergebe ...
Punkt. Die Geschichte lässt sich gut lesen.
Ob es allerdings ein spannender Liebesroman ist, wie vom
Verlag angekündigt, sei dahingestellt.
Maryl Krügers Roman „Das Haus des Malers“ hat mir ein paar
herrliche Lesestunden beschert und ich empfehle es sehr gern weiter. Ideal als
Urlaubslektüre, die von allem ein bisschen und manchem mehr
enthält.
Ich vergebe 4,5 ****Lesegenussbücher
Vita:
Maryla Krüger wurde 1974 in Parchim (Mecklenburg) geboren.
Sie spielt Theater und war als freie Autorin für eine Musikzeitschrift tätig.
Sie hat bisher den Roman „Das schottische Geheimnis“ veröffentlicht. Im
Frühjahr 2014 erscheint „Das Haus des Malers“.
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