
Katrin Einhorn
Liebesköter
Taschenbuch
256 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423214995
€ 9,95
© Cover - Info dtv-Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Buchinfo
Der will doch nur spielen
...
Was tun, wenn die fledermausohrige Hündin der neuen Nachbarn
gerade das heißgeliebte Motorrad anpinkelt? Auf alle Fälle cool bleiben, denkt
sich Florian. Er mag Hunde nicht besonders, aber wenn Lillys Frauen eine
attraktive langbeinige Fitnesstrainerin namens Neele ist, dann nimmt man das
schon mal in Kauf. Was tut man nicht alles für die Liebe. Wirklich alles?
Statement:
„Liebesköter“, ein kurzweilig geschriebener Roman, der von
einem chaotischen Mann, einer jungen Frau und ihrem Hund handelt.
Ein vielversprechendes Cover und auch der Titel passend –
eigentlich sollte einem eine gute Lektüre erwarten. Doch ein schwieriger, nein
eher zählflüssiger Anfang macht es einem nicht leicht, sich in die Geschichte
zu vertiefen.
Florian, Anfang 30, arbeitet bei einer Kölner Zeitung in der
Anzeigenabteilung. Das ihm der Job irgendwie auf den Zeiger geht, keine Freude
bringt, lieber verbringt er seine Zeit mit den Freunden Mats und Gerd, stellt
sich schnell heraus. Doch dann taucht da diese neue Nachbarin auf und mit ihr
die Hundedame Lilly. Diese nimmt auf nichts Rücksicht, nicht mal Florians
heißgeliebtes Motorrad ist vor ihr sicher. Dass Lilly an sein Motorrad pinkelt,
nein, dass findet Florian nicht gut. Allerdings hat er sich in Neele verguckt,
wenn da nicht seine Antipathie gegen Hunde wäre. Im Prinzip ist hier schon
alles erzählt.
Neele findet Florian überhaupt nicht toll. Und da wäre dann
noch seine Mutter. Ständig mischt sie sich in sein Leben ein. Florian, ein
Chaot, nichts ordentliches gelernt, seine Wohnung nun ja, Sauberkeit,
aufräumen, nicht seine Stärken. Solche Typen gibt es. Und sie kommen durch im
Leben, irgendwie.
Was der Autorin gut gelungen ist, sind die Beschreibungen
der Protagonisten. Etliche Szenen sind amüsant, nett, nicht mehr. Dass für
beide die Geschichte ein Happy-End haben könnte, vorhersehbar.
Fazit:
Alles in allem ist „Liebesköter“ eine Geschichte, die sich Ruck-zuck
lesen lässt. Mehr aber auch nicht. Eben so mal für zwischendurch, einige
humorvolle Stellen bringen einen zum Schmunzeln.
Schade, ich hatte bei der Vorgabe des Titels und des
ansprechenden Covers weit mehr erwartet. Die Grundidee ist gut, aber der Rest
plätscherte vor sich hin.
Ich vergebe gute 3,5 Lesegenuss-Bücher.
Vita:
Katrin Einhorn 1979 geboren, studierte Germanistik und Französisch und
arbeitete als Lehrerin. Sie lebt mit ihrer Familie in Trier. Die
Erfahrungen mit ihrer Hündin Maggie und ihrem alten blauen Mofa, das es
bei Rückenwind auf satte 32 km/h brachte, inspirierten sie zum Schreiben
ihres ersten Romans.
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