Heimat am Ende der Welt:
Eine große Liebe und die bewegende Geschichte der Hebriden-Insel St. Kilda
St. Kilda, 1930. Nach einem harten Winter stehen die letzten Bewohner der einsamsten und abgelegensten Insel Großbritanniens vor einer dramatischen Entscheidung. Unter ihnen befindet sich auch die kleine Annie, die nicht ahnt, dass die Welt, wie sie sie kennt, bald für immer verschwinden wird.
Viele Jahrzehnte später betritt Annies Enkelin Rachel das erste Mal die Insel, die einst die Heimat ihrer Großmutter war. Eigentlich hatte sie ihren schottischen Wurzeln für immer abgeschworen, doch ihre Situation als alleinerziehende Mutter zwingt sie dazu, sich neu zu orientieren, ein Schritt, der ihr Leben verändern wird.
Isabel Morland || Sehnsucht nach St. Kilda
Knaur TB, 400 S.
ISBN-13: 978-3426524220
€ 9,99 || Buchkauf || Gelesen 12/2019
Buchanfang:
An dem Tag, an dem die Welt der kleinen Annie McViccar zerbrach, schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel.
Mein Leseeindruck:
"Sehnsucht nach St. Kilda" ist nicht nur eine Geschichte über eine Liebe, die Jahrzehnte überdauert, sondern auch die der Bewohner Hirta von St. Kilda, einer abgeschiedenen Insel vor Schottland, die im August 1930 evakuiert wurden. Die wenigen Bewohner konnten sich nicht mehr genügend allein versorgen und die Not war groß. Nach gut fünftausend Jahren ging eine Ära zu Ende. Das dieser Ort heute noch erhalten wird, verdankt die Welt dem National Trust for Scotland.
Die Handlung rund um die Personen des Romans sind fiktiv, nicht aber die Evakuierung von St. Kilda.
Acht Jahre ist Annie im Jahr 1930, als sie mit ihrer Familie und den anderen Bewohnern Abschied nehmen muss von ihrer Heimat. Mit dem zehnjährigen Finley verbindet sie eine enge Freundschaft. Zum Zeichen dieser und dass sie wiederkehren, wenn es ihnen nicht auf dem Festland gefällt, lassen sie einen Schatz, eine Dose mit einem geschnitzten Holzvogel, gut versteckt auf St. Kilda.
London im Jahr 2005. Hier lebt die alleinerziehende Rachel mit ihrem siebenjährigen Sohn Sam. Sie hat drei Jobs, um das Leben bestreiten zu können. Vor sechs Jahren war ihr Mann Josh ganz plötzlich verstorben. Ihr Leben war nicht leicht und dann verliert sie auch noch ihren Hauptjob. Letztendlich nimmt sie ihren Mut zusammen und schreibt an ihre Großmutter Annie. Es war nicht das was sie wollte, aber sie zieht mit Sam zu ihr. Der Junge lebt sich schnell ein, Rachel hilft Annie so gut es geht im Tearoom, immer stets auf der Suche nach einem Job. Das erhält sie ziemlich schnell. Sie kann für einige Wochen als Köchin auf St. Kilda arbeiten. Dort findet jährlich ein Workshop für defn NTS statt. Dieses dient zum Erhalt. Allerdings heißt es für Rachel auch, die Zeit ohne Sam, der bei seiner Granny bleibt. Die Geschichte wechselt in Gegenwart und Vergangenheit. Dies geschieht in wunderbarer Harmonie.
St. Kilda und seine Geschichte. Es ist fantastisch, wie hier die Autorin den Leser einen Ort nahe bringt. Man spürt förmlich die Aura der Insel, des Ortes, die Lebendigkeit aber auch die tragischen Momente. Und diese Insel bringt den Menschen zum Nachdenken, über sich und sein Leben.
Die beiden Protagonistinnen, Annie und Rachel, besser kann man sie nicht darstellen ♥ Berührend wie sehr Rachel bemüht ist, den versteckten "Schatz" ihrer Großmutter zu finden. Berührend, wie viele Jahrzehnte vergehen müssen, bis sich zwei wiederfinden. Auch wenn das Glück nur von kurzer Dauer währt.
"Sehnsucht nach St. Kilda" ist für mich der berührendste Teil der Hebriden-Romane von Isabel Morland.
"Sehnsucht nach St. Kilda", der kurze Infotext zeigt nicht auf, was für ein Juwel sich hier verbirgt. Ein vielschichtiges Buch, getragen durch die Rückblenden, aber vor allem durch den Sprachschatz, die gewählten Worte der Autorin. Es ist ein Buch, das einen nicht los lässt. Von daher verzichte ich auf mehr Einzelheiten zum Inhalt.
Meine absolute Leseempfehlung
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Knaur TB
Top Leseempfehlung - berührend, fesselnd, gefühlvoll ...
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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Sonntag, 24. November 2019
Das Geheimnis des Cellolehrers ~ Wendy Joseph
Drei Internatsschülerinnen,
eine gefährliche Zeit und
ein Geheimnis zu viel
Je älter sie wird, desto näher scheint Lacie die Vergangenheit zur rücken. Hocbetagt erinnert sie sich an die Zeit vor 70 Jahren an der renommierten Mädchenschule Dorset House und an jene ganz besondere Freundschaft mit der selbstbewussten Alice und der aus Deutschland geflüchteten Celia. doch selbst die innigsten Freundinnen sind nicht gefeit gegen Eifersucht und Misstrauen, und der heraufziehende Krieg wirft seine Schatten voraus. Unaufhaltsam spitzen die Ereignisse sich zu und enden schließlich in einer Katastrophe.
Die ganze Wahrheit jedoch wird sich Lacie erst etwa 70 Jahre später enthüllen.
Wendy Joseph - Das Geheimnis des Cellolehrers
TB 336 S. || Verlag Droemer TB
ISBN-13: 978-3426306529
Übersetzt von: Gabriela Schönberger
€ 12,99 // Gelesen 11/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Buchanfang:
"Nennen Sie mich Lucie. Irgendwie müssen Sie mich ja ansprechen. Und ich werde ... "Leser" zu Ihnen sagen. Sie finden das altmodisch? Sie haben recht. Mit achtzig Jahren habe ich meiner Ansicht nach jedoch jedes Recht, altmodisch zu sein."
Beeindruckend zu lesen der Anfang des Romans "Das Geheimnis des Cellolehrers" von Wendy Joseph. Es sind die Erinnerungen an eine vergangene Zeit, Gedanken zurück als Lacie elf Jahre war. Die Erinnerung an Dorset House, eine renommierte Mädchenschule. Die Handlung spielt in England, greift aber über in ein anderes Land, aus dem Professor Chambers stammte, der neue Musiklehrer. Eine neue Schülerin kommt in Lucies Klasse, Alice. Die beiden werden Freundinnen.
***
Zitat S. 23
"Dein Name und der meine. Sie sind aus den gleichen Buchstaben zusammengesetzt."
Das stimmt. Alice und Lacie.
***
Die Kapitel sind unterschiedlich gehalten. Das Hier und Jetzt ist in Kursiv gehalten.
Dann kommt der Tag, als die Klasse eine weitere neue Schülerin erhält, Celia Zimmermann. Sie kommt aus Deutschland, ihre Mutter ist Engländerin. Sie spielt Cello.
Mich hat das Buch von Beginn an mit den wahrlich wunderschönen Schreibstil in die damalige Zeit versetzen können. Die Sprache ist gut und flüssig zu lesen. Durch die Erzählweise gelingt es dem Leser, den einzelnen Personen zu folgen. Hier ist es der historische Hintergrund, der irgendwann in die Handlung einfließt. Und man erkent hinter der Fassade der vielen menschlichen Facetten. Ein Roman mit dem Umgang der Geschichte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ein Roman, der in die Geschichte um die Juden und den furchtbaren Geschehnissen zeigt. Eine Handlung, die aufzeigt, dass es nie zu spät ist, die Gerechtigkeit herzustellen.
***
Zitat S. 319
Ich sage nichts. Ich habe keine Worte mehr. Ich werde für eine lange Zeit keine Worte mehr haben.
***
Intensiver auf den Inhalt möchte ich nicht eingehen. Zum Ende ist die Katatrophe nicht mehr aufzuhalten. So reichen die Informationen vom Buchklappentext aus. Und das weitere sollte dem Leser vorbehalten sein.
Die Gestaltung des Covers passt wunderbar zum Roman. Im Hintergrund ein großes Haus zu sehen, das die Mädchenschule perfekt darstellen könnte. Vordergründig das junge Mädchen mit dem altmodischen Fahrrad. Wirklich gelungene Aufmachung.
Es war ein zutiefst menschliches Buch, eine Zeitreise, die den Leser emotional berührt.
5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Droemer Knaur TB
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Beeindruckender Debütroman - eine Zeitreise, die emotional berührt.
#gegendasVergessen
eine gefährliche Zeit und
ein Geheimnis zu viel
Je älter sie wird, desto näher scheint Lacie die Vergangenheit zur rücken. Hocbetagt erinnert sie sich an die Zeit vor 70 Jahren an der renommierten Mädchenschule Dorset House und an jene ganz besondere Freundschaft mit der selbstbewussten Alice und der aus Deutschland geflüchteten Celia. doch selbst die innigsten Freundinnen sind nicht gefeit gegen Eifersucht und Misstrauen, und der heraufziehende Krieg wirft seine Schatten voraus. Unaufhaltsam spitzen die Ereignisse sich zu und enden schließlich in einer Katastrophe.
Die ganze Wahrheit jedoch wird sich Lacie erst etwa 70 Jahre später enthüllen.
Wendy Joseph - Das Geheimnis des Cellolehrers
TB 336 S. || Verlag Droemer TB
ISBN-13: 978-3426306529
Übersetzt von: Gabriela Schönberger
€ 12,99 // Gelesen 11/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Buchanfang:
"Nennen Sie mich Lucie. Irgendwie müssen Sie mich ja ansprechen. Und ich werde ... "Leser" zu Ihnen sagen. Sie finden das altmodisch? Sie haben recht. Mit achtzig Jahren habe ich meiner Ansicht nach jedoch jedes Recht, altmodisch zu sein."
Beeindruckend zu lesen der Anfang des Romans "Das Geheimnis des Cellolehrers" von Wendy Joseph. Es sind die Erinnerungen an eine vergangene Zeit, Gedanken zurück als Lacie elf Jahre war. Die Erinnerung an Dorset House, eine renommierte Mädchenschule. Die Handlung spielt in England, greift aber über in ein anderes Land, aus dem Professor Chambers stammte, der neue Musiklehrer. Eine neue Schülerin kommt in Lucies Klasse, Alice. Die beiden werden Freundinnen.
***
Zitat S. 23
"Dein Name und der meine. Sie sind aus den gleichen Buchstaben zusammengesetzt."
Das stimmt. Alice und Lacie.
***
Die Kapitel sind unterschiedlich gehalten. Das Hier und Jetzt ist in Kursiv gehalten.
Dann kommt der Tag, als die Klasse eine weitere neue Schülerin erhält, Celia Zimmermann. Sie kommt aus Deutschland, ihre Mutter ist Engländerin. Sie spielt Cello.
Mich hat das Buch von Beginn an mit den wahrlich wunderschönen Schreibstil in die damalige Zeit versetzen können. Die Sprache ist gut und flüssig zu lesen. Durch die Erzählweise gelingt es dem Leser, den einzelnen Personen zu folgen. Hier ist es der historische Hintergrund, der irgendwann in die Handlung einfließt. Und man erkent hinter der Fassade der vielen menschlichen Facetten. Ein Roman mit dem Umgang der Geschichte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ein Roman, der in die Geschichte um die Juden und den furchtbaren Geschehnissen zeigt. Eine Handlung, die aufzeigt, dass es nie zu spät ist, die Gerechtigkeit herzustellen.
***
Zitat S. 319
Ich sage nichts. Ich habe keine Worte mehr. Ich werde für eine lange Zeit keine Worte mehr haben.
***
Intensiver auf den Inhalt möchte ich nicht eingehen. Zum Ende ist die Katatrophe nicht mehr aufzuhalten. So reichen die Informationen vom Buchklappentext aus. Und das weitere sollte dem Leser vorbehalten sein.
Die Gestaltung des Covers passt wunderbar zum Roman. Im Hintergrund ein großes Haus zu sehen, das die Mädchenschule perfekt darstellen könnte. Vordergründig das junge Mädchen mit dem altmodischen Fahrrad. Wirklich gelungene Aufmachung.
Es war ein zutiefst menschliches Buch, eine Zeitreise, die den Leser emotional berührt.
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Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Droemer Knaur TB
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Beeindruckender Debütroman - eine Zeitreise, die emotional berührt.
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Wendy Joseph
Donnerstag, 7. November 2019
Sag ihr, ich war bei den Sternen ~ Dani Atkins
Wohin reisen wir im tiefen Schlaf?
Stell dir vor, an deiner Seite steht der Mann, den du liebst. Du spürst seine Hand in deiner, und sie passt perfekt in deine. Es ist sein Lächeln, das dich morgens weckt. Die Zukunft gehört euch beiden, ihr werdet heiraten. Und in deinem Bauch wächst euer Kind heran. Allein der Gedanke daran lässt dein Herz überlaufen vor Glück.
Doch dann: ein unachtsamer Schritt. Ein abgelenkter Autofahrer. Ein schrecklicher Unfall.
Du fällst in einen tiefen Schlaf. Und während du schläfst, geht das Leben einfach weiter. Wenn du erwachst, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Denn dein Happy End gehört nun einer anderen …
Dani Atkins || Sag ihr, ich war bei den Sternen
TB 432 S. || ISBN-13: 978-3426524282
Verlag: Knaur TB; Auflage: 2. (1. Oktober 2019)
Sonja Rebernik-Heidegger (Übersetzer) || € 9,99
Gelesen 10/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Dani Atkins hat mit dem Roman "Sag ihr, ich war bei den Sternen" eine großartige Familiengeschichte geschrieben, die das Herz berührt.
Stell dir vor, du willst heiraten und das Brautkleid ist ausgesucht. Und die Freude darüber, dass auch noch ein Baby unterwegs ist, enorm. So ergeht es Maddie und sie wäre nicht sie selbst, alles über Social Media mitzuteilen. Warum sie nun ausgerechnet sich von einem Typen verfolgt fühlt, der zufällig auf einem Foto von ihr gelandet ist, bringt den Stein ins Rollen. Und ein schreckliches Unglück passiert. Der Zusammenprall mit dem Auto nicht abwendbar. Schwere Verletzungen, Koma. Doch nach gut sechs Jahren passiert das Wunder, was niemand mehr erwartet hat. Maddie wacht auf, in dem Bewußtsein, es ist nur wenig Zeit vergangen. Nunmehr wird sie mit einer Situation konfrontiert, denn die vergangenen Jahre ist die Zeit nicht stehen geblieben. Dass ihr Verlobter Ryan inzwischen geheirat hat, Vater einer Tochter, erschüttert sie zutiefst. Bis Maddie die Wahrheit über Hope erfährt, so der Name des Mädchens. In wechselnder Perspektive taucht der Leser in die Gefühlswelt von Maddie und Chloe, der neuen Frau von Ryan ein. Mit der Auswahl der Charaktere punktet die Autorin erneut. Gerade Maddies Schicksal berührt. Aber auch Chloe, die Hope wie eine eigene Tochter aufzieht, werden bei beiden die Ängste und Emotionen sehr realistisch geschrieben. Die Gefühlslage wie auch die Sorgen werden sehr deutlich. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, der Blick in das Seelenleben und Gedankenwelt.
Die Autorin Dani Atkins versteht ihr Können. Ich habe bereits einige ihrer Romane gelesen und bin immer wieder aufs Neue überrascht, über ihre Buchideen. Einfach stimmig und talentiert.
Meiner Meinung nach hat die Autorin, auch durch ihren Erzählstil, eine wunderbare Story geschrieben. Das Ende hat mich dann doch etwas sprachlos gemacht, aber ebenso tief berührt. Das Cover ist einfach wunderschön. Die Abbildungen ergeben einen Sinn, wenn man das Buch liest.
"Sag ihr, ich war bei den Sternen", lässt mich mit einem bewegenden Gefühl im Bauch zurück. Ich habe jede Zeile genossen. Und selbstverständlich gibt es eine klare Leseempfehlung.
5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Knaur
Vielen Dank an den Verlag
Eine zutiefst bewegende Story
Stell dir vor, an deiner Seite steht der Mann, den du liebst. Du spürst seine Hand in deiner, und sie passt perfekt in deine. Es ist sein Lächeln, das dich morgens weckt. Die Zukunft gehört euch beiden, ihr werdet heiraten. Und in deinem Bauch wächst euer Kind heran. Allein der Gedanke daran lässt dein Herz überlaufen vor Glück.
Doch dann: ein unachtsamer Schritt. Ein abgelenkter Autofahrer. Ein schrecklicher Unfall.
Du fällst in einen tiefen Schlaf. Und während du schläfst, geht das Leben einfach weiter. Wenn du erwachst, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Denn dein Happy End gehört nun einer anderen …
Dani Atkins || Sag ihr, ich war bei den Sternen
TB 432 S. || ISBN-13: 978-3426524282
Verlag: Knaur TB; Auflage: 2. (1. Oktober 2019)
Sonja Rebernik-Heidegger (Übersetzer) || € 9,99
Gelesen 10/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Dani Atkins hat mit dem Roman "Sag ihr, ich war bei den Sternen" eine großartige Familiengeschichte geschrieben, die das Herz berührt.
Stell dir vor, du willst heiraten und das Brautkleid ist ausgesucht. Und die Freude darüber, dass auch noch ein Baby unterwegs ist, enorm. So ergeht es Maddie und sie wäre nicht sie selbst, alles über Social Media mitzuteilen. Warum sie nun ausgerechnet sich von einem Typen verfolgt fühlt, der zufällig auf einem Foto von ihr gelandet ist, bringt den Stein ins Rollen. Und ein schreckliches Unglück passiert. Der Zusammenprall mit dem Auto nicht abwendbar. Schwere Verletzungen, Koma. Doch nach gut sechs Jahren passiert das Wunder, was niemand mehr erwartet hat. Maddie wacht auf, in dem Bewußtsein, es ist nur wenig Zeit vergangen. Nunmehr wird sie mit einer Situation konfrontiert, denn die vergangenen Jahre ist die Zeit nicht stehen geblieben. Dass ihr Verlobter Ryan inzwischen geheirat hat, Vater einer Tochter, erschüttert sie zutiefst. Bis Maddie die Wahrheit über Hope erfährt, so der Name des Mädchens. In wechselnder Perspektive taucht der Leser in die Gefühlswelt von Maddie und Chloe, der neuen Frau von Ryan ein. Mit der Auswahl der Charaktere punktet die Autorin erneut. Gerade Maddies Schicksal berührt. Aber auch Chloe, die Hope wie eine eigene Tochter aufzieht, werden bei beiden die Ängste und Emotionen sehr realistisch geschrieben. Die Gefühlslage wie auch die Sorgen werden sehr deutlich. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, der Blick in das Seelenleben und Gedankenwelt.
Die Autorin Dani Atkins versteht ihr Können. Ich habe bereits einige ihrer Romane gelesen und bin immer wieder aufs Neue überrascht, über ihre Buchideen. Einfach stimmig und talentiert.
Meiner Meinung nach hat die Autorin, auch durch ihren Erzählstil, eine wunderbare Story geschrieben. Das Ende hat mich dann doch etwas sprachlos gemacht, aber ebenso tief berührt. Das Cover ist einfach wunderschön. Die Abbildungen ergeben einen Sinn, wenn man das Buch liest.
"Sag ihr, ich war bei den Sternen", lässt mich mit einem bewegenden Gefühl im Bauch zurück. Ich habe jede Zeile genossen. Und selbstverständlich gibt es eine klare Leseempfehlung.
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Eine zutiefst bewegende Story
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Mittwoch, 30. Oktober 2019
Der Kinderzug ~ Michaela Küpper
Die Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg - Eine Irrfahrt durch die Wirren des Nazi-Terrors
Michaela Küppers aufwühlender Roman über ein Frauen-Schicksal im Dritten Reich vor dem Hintergrund der sogenannten Kinderlandverschickung
Das Ruhrgebiet im Sommer 1943. Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung begleiten. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Das Heim, das ihr zeitweiliges Zuhause werden soll, erweist sich zunächst als angenehme Überraschung, doch dann muss dieses geräumt werden.
Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken.
Als schließlich ein Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die Lehrerin die Stunde der Entscheidung.
Ein Roman über die Frage: Wie konnte man, konnte eine Frau unter dem verbrecherischen System des Nationalsozialismus anständig bleiben?
Michaela Küpper || Der Kinderzug
Geb. Ausgabe 352 S. || · ISBN-13: 978-3426282182
Verlag: Droemer HC; Auflage: 2. (1. Oktober 2019)
€ 19,99 || Gelesen 10/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Es ist das Jahr 1943. Im Sommer wird die junge Lehrerin Barbara Salzmann mit einer Gruppe junger Mädchen aus dem Ruhrgebiet über die damalige Kinderlandverschickung zur Insel Usedom geschickt.
Das Buch beginnt mit einem kurzen Kapitel im September 1945 und geht dann zum Anfang der Geschichte. 819 Tage vorher geht der Kindersonderzug auf die Reise.
Hauptperson ist Barbara Salzman. Ansich war nur ein mehrmonatiger Aufenthalt auf Usedom geplant. Keiner von ihnen ahnte, dass die Trennung länger dauern würde. Für die Kinder, deren Eltern sowie auch Barbara von ihrem Freund, der Soldat im Krieg war. Die Kapitel werden jeweils aus der Erzählperspektive einzelner geschildert. Das Thema Kinderverschickung oder Ausquartierung während der NS-Zeit war mir nicht unbekannt, durch Schilderungen von meiner Mutter.
Die einzelnen Kapitel lassen sich gut lesen und auch nach einer Leseunterbrechung findet man problemlos wieder rein.
Ein wichtiger Hintergrund bei all den Aktionen des damaligen Regime war, den Kindern das braune Gedankengut zu übermitteln und zu festigen.
Der gesamte Aufbau der Geschichte hat mir gefallen. Hier lebt Vergangenheit auf. Und die lässt einen so manches Mal nicht unberührt. Einerseits fiktiv und dann doch authentisch basiert dieser Roman auf eine ausgezeichnete Recherche. Trotz des beklemmenden Themas lässt sich das Buch gut lesen. Es ist ein Stück unserer Geschichte, eindrücklich und berührend.
Gerade weil es erneut ein Roman #gegendasVergessen ist, kann ich "Der Kinderzug" uneingeschränkt empfehlen und gebe
5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Knaur
Vielen Dank an den Verlag
#gegendasvergessen wird Geschichte lebendig
Michaela Küppers aufwühlender Roman über ein Frauen-Schicksal im Dritten Reich vor dem Hintergrund der sogenannten Kinderlandverschickung
Das Ruhrgebiet im Sommer 1943. Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung begleiten. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Das Heim, das ihr zeitweiliges Zuhause werden soll, erweist sich zunächst als angenehme Überraschung, doch dann muss dieses geräumt werden.
Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken.
Als schließlich ein Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die Lehrerin die Stunde der Entscheidung.
Ein Roman über die Frage: Wie konnte man, konnte eine Frau unter dem verbrecherischen System des Nationalsozialismus anständig bleiben?
Michaela Küpper || Der Kinderzug
Geb. Ausgabe 352 S. || · ISBN-13: 978-3426282182
Verlag: Droemer HC; Auflage: 2. (1. Oktober 2019)
€ 19,99 || Gelesen 10/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Es ist das Jahr 1943. Im Sommer wird die junge Lehrerin Barbara Salzmann mit einer Gruppe junger Mädchen aus dem Ruhrgebiet über die damalige Kinderlandverschickung zur Insel Usedom geschickt.
Das Buch beginnt mit einem kurzen Kapitel im September 1945 und geht dann zum Anfang der Geschichte. 819 Tage vorher geht der Kindersonderzug auf die Reise.
Hauptperson ist Barbara Salzman. Ansich war nur ein mehrmonatiger Aufenthalt auf Usedom geplant. Keiner von ihnen ahnte, dass die Trennung länger dauern würde. Für die Kinder, deren Eltern sowie auch Barbara von ihrem Freund, der Soldat im Krieg war. Die Kapitel werden jeweils aus der Erzählperspektive einzelner geschildert. Das Thema Kinderverschickung oder Ausquartierung während der NS-Zeit war mir nicht unbekannt, durch Schilderungen von meiner Mutter.
Die einzelnen Kapitel lassen sich gut lesen und auch nach einer Leseunterbrechung findet man problemlos wieder rein.
Ein wichtiger Hintergrund bei all den Aktionen des damaligen Regime war, den Kindern das braune Gedankengut zu übermitteln und zu festigen.
Der gesamte Aufbau der Geschichte hat mir gefallen. Hier lebt Vergangenheit auf. Und die lässt einen so manches Mal nicht unberührt. Einerseits fiktiv und dann doch authentisch basiert dieser Roman auf eine ausgezeichnete Recherche. Trotz des beklemmenden Themas lässt sich das Buch gut lesen. Es ist ein Stück unserer Geschichte, eindrücklich und berührend.
Gerade weil es erneut ein Roman #gegendasVergessen ist, kann ich "Der Kinderzug" uneingeschränkt empfehlen und gebe
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Michaela Küpper
Samstag, 26. Oktober 2019
Doch, das passt, ich hab's ausgemessen! ~ Elena Uhlig
… wenn Sie hier noch mal Probe liegen wollen …"
Frau Uhlig setzt auf regelmäßige Erneuerungen in den heimischen vier Wänden. Ob überdimensionales Familienmatratzenparadies oder ein antiker Allrounder-Schrank im Flur - eine frau weiß, was passt und gut aussieht.
So ist jede Menge weibliche Raffinesse gefragt, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Denn da gibt es ja auch noch den Fachverkäufer, die Möbelpacker, die Telekom und … ihren Mann.
Mit viel Witz und Selbstironie erzählt Elena Uhlig ihre skurrilsten Alltaghserlebnisse, in denen sich jede Frau wiederfindet. Und rät allen, die sich neu einrichten wollen: Behalten Sie die Nerven! Frau Uhlig tut's auch.
Elena Uhlig - "Doch, das passt, ich hab's ausgemessen!"
Brosch., 208 S. || ISBN-13: 978-3426789599
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (1. Oktober 2019)
€ 12,99 || Gelesen 10/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Der neue Roman von Elena Uhlig "Doch, das passt, ich hab's ausgemessen!" beginnt mit einer Widmung für ihren Mann, Herrn Karl. Nicht einfach, welche der sieben Versionen passt, also werden alle genommen ☺
Passend gemacht.
Frau Uhlig zieht um und der Ärger mit der Telefongesellschaft ist vorprogrammiert. Warum sollte es bei ihr gleich auf Anhieb klappen, während unsereins mit zigfachen Telefonaten, Warteschleifen abgequält hat. Nun, genau diese Erfahrung macht nun auch Frau Uhlig. In kurzen Kapiteln erlebt der Leser ihre Erfahrung mit der Telefongesellschaft. Weitere Einblicke gibt es, denn es müssen dringend neue Matratzen her. Woraufhin die Autorin erst einmal einen Rückblick gibt, und Oma nicht ganz unbeteiligt an ihrem ersten Matratzenkauf war.
Zitat S. 96
Schweigen. "Uhlig? Ist alles okay? Ihr seid so komisch alle. Die Einzige, die sich wirklich zu freuen scheint, ist mein kleines Mädchen. Oder irre ich mich?" - Schweigen. "Uhlig! Was ist los`?" Ich wand mich wie ein Fisch im Wasser, nun war er da, der Moment … "Das Bett ist da."
Mit ihrem ironisch-witzigen Schreibstil, der Erzählweise hat mich die Autorin schnell in den Bann der einzelnen Geschichten gezogen. Der humorvolle Stil liest sich flüssig und ich bin nur so durch die Seiten "geflogen". Wobei die kurzen Kapitel ihr übriges taten. Denn ehrlich gesagt eins ging immer noch.
Es kommt keine Langeweile auf. Alltagsgeschichten aus dem Leben der Uhlig und Herrn Karl, leicht-lockere Unterhaltung.
Man sollte hier keine super anspruchsvolle Unterhaltung erwarten, aber wer für Zwischendurch eine andere, humorvolle Lektüre braucht, ist hier gut bedient.
Was dann doch etwas nervig war, weil zu weitschweifig in der Ausführung, sei es der Matratzenkauf oder auch die Diskussionen mit der Telefongesellschaft, deshalb kann ich keine volle Punktzahl geben.
Weniger ist manchmal mehr ☺
Dennoch würde es mich freuen, auch in Zukunft weiteres aus der Feder von Elena Uhlig zu lesen.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 3 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Knaur
Vielen Dank an den Verlag
Ein amüsantes und aufmunterndes Buch für Zwischendurch
Frau Uhlig setzt auf regelmäßige Erneuerungen in den heimischen vier Wänden. Ob überdimensionales Familienmatratzenparadies oder ein antiker Allrounder-Schrank im Flur - eine frau weiß, was passt und gut aussieht.
So ist jede Menge weibliche Raffinesse gefragt, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Denn da gibt es ja auch noch den Fachverkäufer, die Möbelpacker, die Telekom und … ihren Mann.
Mit viel Witz und Selbstironie erzählt Elena Uhlig ihre skurrilsten Alltaghserlebnisse, in denen sich jede Frau wiederfindet. Und rät allen, die sich neu einrichten wollen: Behalten Sie die Nerven! Frau Uhlig tut's auch.
Elena Uhlig - "Doch, das passt, ich hab's ausgemessen!"
Brosch., 208 S. || ISBN-13: 978-3426789599
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (1. Oktober 2019)
€ 12,99 || Gelesen 10/2019
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck
Der neue Roman von Elena Uhlig "Doch, das passt, ich hab's ausgemessen!" beginnt mit einer Widmung für ihren Mann, Herrn Karl. Nicht einfach, welche der sieben Versionen passt, also werden alle genommen ☺
Passend gemacht.
Frau Uhlig zieht um und der Ärger mit der Telefongesellschaft ist vorprogrammiert. Warum sollte es bei ihr gleich auf Anhieb klappen, während unsereins mit zigfachen Telefonaten, Warteschleifen abgequält hat. Nun, genau diese Erfahrung macht nun auch Frau Uhlig. In kurzen Kapiteln erlebt der Leser ihre Erfahrung mit der Telefongesellschaft. Weitere Einblicke gibt es, denn es müssen dringend neue Matratzen her. Woraufhin die Autorin erst einmal einen Rückblick gibt, und Oma nicht ganz unbeteiligt an ihrem ersten Matratzenkauf war.
Zitat S. 96
Schweigen. "Uhlig? Ist alles okay? Ihr seid so komisch alle. Die Einzige, die sich wirklich zu freuen scheint, ist mein kleines Mädchen. Oder irre ich mich?" - Schweigen. "Uhlig! Was ist los`?" Ich wand mich wie ein Fisch im Wasser, nun war er da, der Moment … "Das Bett ist da."
Mit ihrem ironisch-witzigen Schreibstil, der Erzählweise hat mich die Autorin schnell in den Bann der einzelnen Geschichten gezogen. Der humorvolle Stil liest sich flüssig und ich bin nur so durch die Seiten "geflogen". Wobei die kurzen Kapitel ihr übriges taten. Denn ehrlich gesagt eins ging immer noch.
Es kommt keine Langeweile auf. Alltagsgeschichten aus dem Leben der Uhlig und Herrn Karl, leicht-lockere Unterhaltung.
Man sollte hier keine super anspruchsvolle Unterhaltung erwarten, aber wer für Zwischendurch eine andere, humorvolle Lektüre braucht, ist hier gut bedient.
Was dann doch etwas nervig war, weil zu weitschweifig in der Ausführung, sei es der Matratzenkauf oder auch die Diskussionen mit der Telefongesellschaft, deshalb kann ich keine volle Punktzahl geben.
Weniger ist manchmal mehr ☺
Dennoch würde es mich freuen, auch in Zukunft weiteres aus der Feder von Elena Uhlig zu lesen.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 3 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Knaur
Vielen Dank an den Verlag
Ein amüsantes und aufmunterndes Buch für Zwischendurch
Themen:
ChallengeKnaur2019
,
Elena Uhlig
,
Knaur TB
Sonntag, 15. September 2019
Annas kleiner Teeladen ~ Fay Keenan
Zwei Schicksale,
zwei gebrochene Herzen
und eine neue Chance für die Liebe
Nach dem tragischen Tod ihres Mannes möchte Anna endlich einen Neuanfang wagen. Sie zieht in ein malerisches Cottage in Little Somerby und übernimmt den kleinen Teeladen ihrer Patentante. Als sie schließlich Matthew, den Besitzer der örtlichen Cider-Farm, kennenlernt, kann sie langsam wieder glücklich sein.
Doch auch Matthew musste im Leben einige Enttäuschungen verkraften - sein einziger Lichtblick ist Anna, die er nicht nur wegen ihrer köstlichen Cupcakes anziehend findet. Bald gehören urige Dorffeste und Cider-Verkostungen unter den Sternen zu Annas und Matthews neuem Leben. Doch dann geschieht eine Tragödie, und das neu gewonnene Glück gerät in Gefahr …
Fay Keenan || Annas kleiner Teeladen
(Die Little-Somerby-Serie, Band 1) || TB 368 S.
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (2. September 2019)
ISBN-13: 978-3426523421 || € 9,99
Gelesen 09/2019
England, Liebe und der Duft nach Tee: Dieser atmosphärische Liebesroman ist der Auftakt zu der dreibändigen Little-Somerby-Serie von der britischen Autorin Fay Keenan, der mit einer großen Portion Romantik in der Gegend Sommersets spielt.
*****
In dem kleinen Dorf Little Somerby beginnt die sechsunddreißigjährige Anna Hemingway mit ihrer dreijährigen Tochter einen Neuanfang. Dieses kleine Dorf in Somerset war der Ort ihrer Kindheit gewesen, hier war sie aufgewachsen. Nun kehrte sie zurück, sie musste in die Zukunft schauen. Denn es war seit gut einem Jahr nichts mehr so wie vorher. Durch einen tragischen Unfall hatte sie ihren Mann verloren und Ellie ihren Vater. Da kam das Angebot ihrer Patentante ganz gut, für ein Jahr den Teeladen von ihr zu übernehmen. Diese wollte aufgrund gesundheitlicher Gründe für diese Zeit in den sonnigen Süden. Es ist Dezember, als Anna ankommt. Leider hatte es Verzögerungen mit dem Umzugswagen gegeben. "Pippin Cottage", das Haus welches sie gekauft hatte, war kalt denn der Rayburn ging nicht. Den ersten Besuch erhält sie auch schon gleich nach ihrer Ankunft. Die junge Meredith mit dem Border Collie Sefton schaut vorbei. Nur gut, dass Annas Freundin Charlotte gleich um die Ecke wohnt und sie dort erst einmal auftanken kann. Desweiteren gibt es dann gleich die erste unangenehme Begegnung mit einem Mann, Matthew, von seinem Vater hatte Anna das Cottage gekauft. Irgendwie wurde Anna das Gefühl nicht los, dass sie sich aus der Vergangenheit her kannten
Für Anna sollte es ein Neuanfang werden, nachdem das Leben ihr derartig mitgespielt hatte. Sie als Protagonistin ist sicherlich sympathisch, doch mehr denn je erscheint sie blass und unscheinbar. Hier ist es der Autorin leider nicht perfekt gelungen, sie klar und authentisch vorzustellen.
Ansich kann man gut in den Roman abtauchen. Die Handlung ist in Jahreszeiten aufgeteilt. Es beginnt im Winter und endet gut ein Jahr später. Die einzelnen Jahreszeiten, die durch eine Schwarz-Weiß Zeichnung eine eigene Seite haben.
Mit der Figur Matthew hatte ich anfangs Probleme warm zu werden. Doch je mehr ich lass, öffnete sich die Tür. Was aber sehr viel an seiner Tochter Meredith lag, die sich von Anfang an zu Anna und der kleinen Ellie hingezogen fühlt.
Was die Beziehung zwischen Anna und Matthew betrifft, ist es etwas kompliziert. Denn beide tragen "Altlasten" mit sich herum. Auch wenn Meredith nichts unversicht lässt, dass sie zu einer Familie werden. Bis dann das Unglück passiert …
Es gibt diese kleinen Momente im Buch, sei es die Nebencharakteren als auch die hauptsächlichen Protagonisten, die all das ausmachen, um eine Buchidee reifen zu lassen. Und es kommt zu den nicht fehlenden Verwicklungen, Irrtürmern, die es zu einem kurzweiligen Lesevergnügen bringen.
Ein Pluspunkt für das Buchcover, was mir ausgesprochen gut gefällt.
"Annas kleiner Teeladen" ist der Auftaktband zur Little-Somerby-Serie. Als Debütroman gut gelungen. Angenehm zu lesen vom Schreibstil, aber dennoch stellenweise etwas zu langatmig, zu ausschweifend. Interessant zu lesen, wie Anna ihre neue Zukunft anpackt und neu gestalten wird, aber trotz allem ... irgendetwas fehlte mir. Wie z. B. die "große Portion Romantik" …
.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Knaur TB
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Es gibt immer Hoffnung
zwei gebrochene Herzen
und eine neue Chance für die Liebe
Nach dem tragischen Tod ihres Mannes möchte Anna endlich einen Neuanfang wagen. Sie zieht in ein malerisches Cottage in Little Somerby und übernimmt den kleinen Teeladen ihrer Patentante. Als sie schließlich Matthew, den Besitzer der örtlichen Cider-Farm, kennenlernt, kann sie langsam wieder glücklich sein.
Doch auch Matthew musste im Leben einige Enttäuschungen verkraften - sein einziger Lichtblick ist Anna, die er nicht nur wegen ihrer köstlichen Cupcakes anziehend findet. Bald gehören urige Dorffeste und Cider-Verkostungen unter den Sternen zu Annas und Matthews neuem Leben. Doch dann geschieht eine Tragödie, und das neu gewonnene Glück gerät in Gefahr …
Fay Keenan || Annas kleiner Teeladen
(Die Little-Somerby-Serie, Band 1) || TB 368 S.
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (2. September 2019)
ISBN-13: 978-3426523421 || € 9,99
Gelesen 09/2019
England, Liebe und der Duft nach Tee: Dieser atmosphärische Liebesroman ist der Auftakt zu der dreibändigen Little-Somerby-Serie von der britischen Autorin Fay Keenan, der mit einer großen Portion Romantik in der Gegend Sommersets spielt.
*****
In dem kleinen Dorf Little Somerby beginnt die sechsunddreißigjährige Anna Hemingway mit ihrer dreijährigen Tochter einen Neuanfang. Dieses kleine Dorf in Somerset war der Ort ihrer Kindheit gewesen, hier war sie aufgewachsen. Nun kehrte sie zurück, sie musste in die Zukunft schauen. Denn es war seit gut einem Jahr nichts mehr so wie vorher. Durch einen tragischen Unfall hatte sie ihren Mann verloren und Ellie ihren Vater. Da kam das Angebot ihrer Patentante ganz gut, für ein Jahr den Teeladen von ihr zu übernehmen. Diese wollte aufgrund gesundheitlicher Gründe für diese Zeit in den sonnigen Süden. Es ist Dezember, als Anna ankommt. Leider hatte es Verzögerungen mit dem Umzugswagen gegeben. "Pippin Cottage", das Haus welches sie gekauft hatte, war kalt denn der Rayburn ging nicht. Den ersten Besuch erhält sie auch schon gleich nach ihrer Ankunft. Die junge Meredith mit dem Border Collie Sefton schaut vorbei. Nur gut, dass Annas Freundin Charlotte gleich um die Ecke wohnt und sie dort erst einmal auftanken kann. Desweiteren gibt es dann gleich die erste unangenehme Begegnung mit einem Mann, Matthew, von seinem Vater hatte Anna das Cottage gekauft. Irgendwie wurde Anna das Gefühl nicht los, dass sie sich aus der Vergangenheit her kannten
Für Anna sollte es ein Neuanfang werden, nachdem das Leben ihr derartig mitgespielt hatte. Sie als Protagonistin ist sicherlich sympathisch, doch mehr denn je erscheint sie blass und unscheinbar. Hier ist es der Autorin leider nicht perfekt gelungen, sie klar und authentisch vorzustellen.
Ansich kann man gut in den Roman abtauchen. Die Handlung ist in Jahreszeiten aufgeteilt. Es beginnt im Winter und endet gut ein Jahr später. Die einzelnen Jahreszeiten, die durch eine Schwarz-Weiß Zeichnung eine eigene Seite haben.
Mit der Figur Matthew hatte ich anfangs Probleme warm zu werden. Doch je mehr ich lass, öffnete sich die Tür. Was aber sehr viel an seiner Tochter Meredith lag, die sich von Anfang an zu Anna und der kleinen Ellie hingezogen fühlt.
Was die Beziehung zwischen Anna und Matthew betrifft, ist es etwas kompliziert. Denn beide tragen "Altlasten" mit sich herum. Auch wenn Meredith nichts unversicht lässt, dass sie zu einer Familie werden. Bis dann das Unglück passiert …
Es gibt diese kleinen Momente im Buch, sei es die Nebencharakteren als auch die hauptsächlichen Protagonisten, die all das ausmachen, um eine Buchidee reifen zu lassen. Und es kommt zu den nicht fehlenden Verwicklungen, Irrtürmern, die es zu einem kurzweiligen Lesevergnügen bringen.
Ein Pluspunkt für das Buchcover, was mir ausgesprochen gut gefällt.
"Annas kleiner Teeladen" ist der Auftaktband zur Little-Somerby-Serie. Als Debütroman gut gelungen. Angenehm zu lesen vom Schreibstil, aber dennoch stellenweise etwas zu langatmig, zu ausschweifend. Interessant zu lesen, wie Anna ihre neue Zukunft anpackt und neu gestalten wird, aber trotz allem ... irgendetwas fehlte mir. Wie z. B. die "große Portion Romantik" …
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Dienstag, 10. September 2019
Die Zeit der Töchter ~ Katja Maybach
Liebe, Mut und Leid
in den Nachkriegsjahren
Maria und Vivien haben den Krieg überstanden, ihre Töchter entdecken im München der 50er-Jahre das Leben. Doch während Anna und Antonia heimlich ein Wiedersehen ihrer Mütter mit den Frauen vorbereiten, die sie bei Kriegsende aus dem Lager retten konnten, sehen Maria und Vivien sich erneut Anfeindungen ausgesetzt: Ihr Einsatz für Flüchtlinge aus dem Osten sowie die sogenannten »Besatzungs-Kinder« führt immer wieder zu teils handgreiflichen Auseinandersetzungen. Als dann auch noch eine junge Ostpreußin auftaucht, deren Kind offensichtlich einen dunkelhäutigen Vater hat, bahnt sich eine Katastrophe an.
Katja Maybach || Die Zeit der Töchter || TB 352 S.
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (2. September 2019)
ISBN-13: 978-3426523650 || 9,99
Gelesen 09/2019
***
Der Roman ist die Fortsetzung zum Buch "Die Stunde unserer Mütter". Hauptsächlich geht es um Anna und Antonia, den Töchtern von Maria und Vivien. Handlungsort München in der Zeit der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das vorliegende Buch habe ich ohne Vorkenntnisse des ersten Bands gelesen, was keinerlei Probleme bringt. Die Autorin blickt immer wieder rückblickend auf die Geschichte der Mütter. "Die Zeit der Töchter", berührend und dramatisch, ebenso der Blick der geschichtlichen Ereignisse. Der Schreibstil ist flüssig und von Beginn an ist der Leser als unsichtbare Person mitten im Geschehen. Die Charaktere sind individuell, wirken sehr authentisch und lebendig. Der historische Hintergrund, die politische Lage in Deutschland, die Anwesenheit der Besatzungsmächte fließen gut in die Geschichte ein. Sehr ergreifend das Schicksal von Veronika, einem Flüchtlingsmädchen aus Ostpreußen, die es sehr zu spüren bekommt, was es heißt eine Vertriebene zu sein. Als junge Frau verliebt sie sich in einen dunkelhäutigen US-Soldaten, und das bleibt nicht ohne Folgen. Daniel, der kleine Junge, wächst allerdings ohne Vater auf, weil dieser noch bevor er geboren war, wieder in die USA zurückkehren musste. Danie, er der jeden Tag am Bahnhof auf seinen Vater wartet, bekommt all die Ablehnung der heimischen Bevölkerung zu spüren. Denn er ist dunkelhäutig, er ist anders.
Was genau alles Veronika widerfahren ist, das klärt sich für Maria und Vivien, bei denen Veronika mit Daniel wohnt, am Ende des Romans. All die Anfeindungen, die im Buch aufgeführt werden, erleben wir in Deutschland derzeit genau so. Eine weitere wichtige Charaktere ist Marie-Luise, ein junges Mädchen, geboren im Lager, Tochter des Kommandaten. Sie wächst nach dem Krieg, abgeschirmt von der Welt, in einem Kloster auf. Ihre wahre Identität erfährt sie, als sich einige Frauen aus dem Lager bei einem Treffen, welches Anna und Antonia in Gang gesetzt hatten. Wie es dazu kam, dass Marie-Luise ebenfalls dabei ist, lest bitte selbst. Dieses Treffen war als Überraschung für Maria und Vivien gedacht, die damals zum Kriegsende Frauen aus dem Lager retteten.
"Die Zeit der Töchter" ein Stück deutsche Geschichte, denn die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts gehen als das Jahrzehnt des Wirtschaftswunder ein. Ebenso ist es ein emotionales Drama mit Protagonisten, die man so schnell nicht vergißt. Eine Geschichte, die mich als Leser sehr beschäftigt und nachdenklich gemacht hat. Berührend, geschichtlich interessante und spannende Lektüre, von daher meine uneingeschränkte Leseempfehlung!
#gegendasvergessen
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Knaur TB Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Eine bewegende Geschichte
in den Nachkriegsjahren
Maria und Vivien haben den Krieg überstanden, ihre Töchter entdecken im München der 50er-Jahre das Leben. Doch während Anna und Antonia heimlich ein Wiedersehen ihrer Mütter mit den Frauen vorbereiten, die sie bei Kriegsende aus dem Lager retten konnten, sehen Maria und Vivien sich erneut Anfeindungen ausgesetzt: Ihr Einsatz für Flüchtlinge aus dem Osten sowie die sogenannten »Besatzungs-Kinder« führt immer wieder zu teils handgreiflichen Auseinandersetzungen. Als dann auch noch eine junge Ostpreußin auftaucht, deren Kind offensichtlich einen dunkelhäutigen Vater hat, bahnt sich eine Katastrophe an.
Katja Maybach || Die Zeit der Töchter || TB 352 S.
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (2. September 2019)
ISBN-13: 978-3426523650 || 9,99
Gelesen 09/2019
***
Der Roman ist die Fortsetzung zum Buch "Die Stunde unserer Mütter". Hauptsächlich geht es um Anna und Antonia, den Töchtern von Maria und Vivien. Handlungsort München in der Zeit der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das vorliegende Buch habe ich ohne Vorkenntnisse des ersten Bands gelesen, was keinerlei Probleme bringt. Die Autorin blickt immer wieder rückblickend auf die Geschichte der Mütter. "Die Zeit der Töchter", berührend und dramatisch, ebenso der Blick der geschichtlichen Ereignisse. Der Schreibstil ist flüssig und von Beginn an ist der Leser als unsichtbare Person mitten im Geschehen. Die Charaktere sind individuell, wirken sehr authentisch und lebendig. Der historische Hintergrund, die politische Lage in Deutschland, die Anwesenheit der Besatzungsmächte fließen gut in die Geschichte ein. Sehr ergreifend das Schicksal von Veronika, einem Flüchtlingsmädchen aus Ostpreußen, die es sehr zu spüren bekommt, was es heißt eine Vertriebene zu sein. Als junge Frau verliebt sie sich in einen dunkelhäutigen US-Soldaten, und das bleibt nicht ohne Folgen. Daniel, der kleine Junge, wächst allerdings ohne Vater auf, weil dieser noch bevor er geboren war, wieder in die USA zurückkehren musste. Danie, er der jeden Tag am Bahnhof auf seinen Vater wartet, bekommt all die Ablehnung der heimischen Bevölkerung zu spüren. Denn er ist dunkelhäutig, er ist anders.
Was genau alles Veronika widerfahren ist, das klärt sich für Maria und Vivien, bei denen Veronika mit Daniel wohnt, am Ende des Romans. All die Anfeindungen, die im Buch aufgeführt werden, erleben wir in Deutschland derzeit genau so. Eine weitere wichtige Charaktere ist Marie-Luise, ein junges Mädchen, geboren im Lager, Tochter des Kommandaten. Sie wächst nach dem Krieg, abgeschirmt von der Welt, in einem Kloster auf. Ihre wahre Identität erfährt sie, als sich einige Frauen aus dem Lager bei einem Treffen, welches Anna und Antonia in Gang gesetzt hatten. Wie es dazu kam, dass Marie-Luise ebenfalls dabei ist, lest bitte selbst. Dieses Treffen war als Überraschung für Maria und Vivien gedacht, die damals zum Kriegsende Frauen aus dem Lager retteten.
"Die Zeit der Töchter" ein Stück deutsche Geschichte, denn die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts gehen als das Jahrzehnt des Wirtschaftswunder ein. Ebenso ist es ein emotionales Drama mit Protagonisten, die man so schnell nicht vergißt. Eine Geschichte, die mich als Leser sehr beschäftigt und nachdenklich gemacht hat. Berührend, geschichtlich interessante und spannende Lektüre, von daher meine uneingeschränkte Leseempfehlung!
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Eine bewegende Geschichte
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Freitag, 9. August 2019
(Rezension) Hotel Inselblick - Wind der Gezeiten (Bd.2) ~ Anke Petersen
Bewegte Jahre für das kleine Hotel auf Amrum
Amrum Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Familie Stockmann hat sich auf der Nordsee-Insel gut eingelebt, und ihr Hotel Inselblick blüht und gedeiht – sehr zum Ärger des Pastors, dem der florierende Betrieb ein ewiger Dorn im Auge ist, da er darin eine Konkurrenz zu seinem eigenen Seehospiz sieht und außerdem im „Inselblick“ Sodom und Gomorrha wittert. Doch Marta Stockmann, für die sich mit dem Hotel ein Lebenstraum erfüllt hat, kämpft voller Tatkraft dafür, und auch die Töchter haben auf Amrum inzwischen ein neues Zuhause gefunden.
Dann erfährt die Familie, dass Jacob, der inzwischen Tochter Rieke geheiratet hat, ruiniert ist und nach Amerika auswandern will. Droht die Familie Stockmann zu zerbrechen
Anke Petersen || Die Amrum-Saga Hotel Inselblick || Wind der Gezeiten
Knaur TB || 512 S. || ISBN: 978-3-426-52278-3 || € 9,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Anfang des 20. Jahrhunderts, mit einem Zeitsprung von zehn Jahren, geht es im zweiten Band der Hotel Inselblick-Reihe um die Familie Stockmann weiter. Es waren keine leichten zehn Jahre gewesen, wie Marta Stockmann in ihrem Tagebuch zu Beginn im Jahr 1902 schreibt. Zehn Jahre ist es auch her, dass sie ihre kleine Tochter Marie verloren hatte. Und noch immer herrschte Ärger mit dem Pastor Bertramsen und Bodelschwingh. Ihre zweite Tochter Ida, inzwischen neunzehn Jahre, hatte mit dem Betrieb der Familie wenig im Sinn. Wie hatte Marta gesagt:
Das Hotel war ihr Traum und Lebenswerk, nicht der von Ida. "Sie muss ihren eigenen Weg finden", hatte sie zu ihrem Mann gesagt.
Zitat S. 13
Die älteste Tochter, Rieke, war inzwischen verheiratet und Mutter einer Tochter, Nele. Sie betrieb mit ihrem Mann Jacob ebenfalls ein eigenes Hotel. Doch durch einen Umstand stehen sie bald vor dem Aus. So beschließt Jacob mit der Familie nach Amerika auszuwandern. Ende Oktober 1902 ist es dann soweit und Chicago sollte ihre neue Heimat werden. Mit dem Dampfschiff Luisa würden sie über den Ozean in die Neue Welt fahren.
Wie schon im ersten Band sind auch hier die handelnden Personen aufgelistet, wie da Familien als auch Hotelgäste. Die Charaktere, auch wenn meistens bekannt, sind wieder gut dargestellt und menschlich wiedergegeben.
Wenngleich das Leben und Schaffen der Familie Stockmann im Mittelpunkt steht, nehme auch die Handlungen rund um die beiden Töchter einen großen Raum ein. Um nicht mehr als nötig zu spoilern, sei gesagt, dass alles was die Reise nach Amerika betraf, gut wiedergegeben wurde. Die Atmosphäre auf dem Schiff ist gut eingefangen. Es könnte alles so schön werden …
Wer das Cover betrachtet, kan auf den ersten Blick erkennen, dass hier die Bände miteinander harmonisieren.
Für Fans von Familiensagas gibt es hier meine klare Leseempfehlung. Doch so großartig ich den Auftaktband fand, sind hier im Mittelband doch leichte Schwächen erkennbar.
Ein typisches Beispiel für den Mittelteil einer Reihe. Wie ich schon zuvor bei anderen Autoren feststellen musste, ist ein Mittelband ab und an das Sorgenkind. Mir fällt dazu ein Spruch einer Freundin ein, die drei Kinder hat: Das mittlere läuft mit den anderen mit, doch zusammen ergänzen sie sich wunderbar. Trotz einiger Ecken und Kanten habe ich mich gut unterhalten. Ich bin gespannt wie es mit den einzelner Charaktere bzw. Familienmitglieder weitergeht.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info/Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Band 1: Hotel Inselblick. Wolken über dem Meer
Band 2: Hotel Inselblick. Wind der Gezeiten
Band 3: Hotel Inselblick. Stürmische See - Anfang Februar 2020
Sehr schön erzählte Familiensaga, nachdenklich und auch berührend
Amrum Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Familie Stockmann hat sich auf der Nordsee-Insel gut eingelebt, und ihr Hotel Inselblick blüht und gedeiht – sehr zum Ärger des Pastors, dem der florierende Betrieb ein ewiger Dorn im Auge ist, da er darin eine Konkurrenz zu seinem eigenen Seehospiz sieht und außerdem im „Inselblick“ Sodom und Gomorrha wittert. Doch Marta Stockmann, für die sich mit dem Hotel ein Lebenstraum erfüllt hat, kämpft voller Tatkraft dafür, und auch die Töchter haben auf Amrum inzwischen ein neues Zuhause gefunden.
Dann erfährt die Familie, dass Jacob, der inzwischen Tochter Rieke geheiratet hat, ruiniert ist und nach Amerika auswandern will. Droht die Familie Stockmann zu zerbrechen
Anke Petersen || Die Amrum-Saga Hotel Inselblick || Wind der Gezeiten
Knaur TB || 512 S. || ISBN: 978-3-426-52278-3 || € 9,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Anfang des 20. Jahrhunderts, mit einem Zeitsprung von zehn Jahren, geht es im zweiten Band der Hotel Inselblick-Reihe um die Familie Stockmann weiter. Es waren keine leichten zehn Jahre gewesen, wie Marta Stockmann in ihrem Tagebuch zu Beginn im Jahr 1902 schreibt. Zehn Jahre ist es auch her, dass sie ihre kleine Tochter Marie verloren hatte. Und noch immer herrschte Ärger mit dem Pastor Bertramsen und Bodelschwingh. Ihre zweite Tochter Ida, inzwischen neunzehn Jahre, hatte mit dem Betrieb der Familie wenig im Sinn. Wie hatte Marta gesagt:
Das Hotel war ihr Traum und Lebenswerk, nicht der von Ida. "Sie muss ihren eigenen Weg finden", hatte sie zu ihrem Mann gesagt.
Zitat S. 13
Die älteste Tochter, Rieke, war inzwischen verheiratet und Mutter einer Tochter, Nele. Sie betrieb mit ihrem Mann Jacob ebenfalls ein eigenes Hotel. Doch durch einen Umstand stehen sie bald vor dem Aus. So beschließt Jacob mit der Familie nach Amerika auszuwandern. Ende Oktober 1902 ist es dann soweit und Chicago sollte ihre neue Heimat werden. Mit dem Dampfschiff Luisa würden sie über den Ozean in die Neue Welt fahren.
Wie schon im ersten Band sind auch hier die handelnden Personen aufgelistet, wie da Familien als auch Hotelgäste. Die Charaktere, auch wenn meistens bekannt, sind wieder gut dargestellt und menschlich wiedergegeben.
Wenngleich das Leben und Schaffen der Familie Stockmann im Mittelpunkt steht, nehme auch die Handlungen rund um die beiden Töchter einen großen Raum ein. Um nicht mehr als nötig zu spoilern, sei gesagt, dass alles was die Reise nach Amerika betraf, gut wiedergegeben wurde. Die Atmosphäre auf dem Schiff ist gut eingefangen. Es könnte alles so schön werden …
Wer das Cover betrachtet, kan auf den ersten Blick erkennen, dass hier die Bände miteinander harmonisieren.
Für Fans von Familiensagas gibt es hier meine klare Leseempfehlung. Doch so großartig ich den Auftaktband fand, sind hier im Mittelband doch leichte Schwächen erkennbar.
Ein typisches Beispiel für den Mittelteil einer Reihe. Wie ich schon zuvor bei anderen Autoren feststellen musste, ist ein Mittelband ab und an das Sorgenkind. Mir fällt dazu ein Spruch einer Freundin ein, die drei Kinder hat: Das mittlere läuft mit den anderen mit, doch zusammen ergänzen sie sich wunderbar. Trotz einiger Ecken und Kanten habe ich mich gut unterhalten. Ich bin gespannt wie es mit den einzelner Charaktere bzw. Familienmitglieder weitergeht.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
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Vielen Dank an den Verlag
Band 1: Hotel Inselblick. Wolken über dem Meer
Band 2: Hotel Inselblick. Wind der Gezeiten
Band 3: Hotel Inselblick. Stürmische See - Anfang Februar 2020
Sehr schön erzählte Familiensaga, nachdenklich und auch berührend
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Anja Petersen
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Montag, 10. Juni 2019
Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung || Heidi Rehn || Rezension
Als die Bilder laufen lernten
München, 1926. Die Goldenen Zwanziger Jahre funkeln auf Hochglanz, München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Die Donaubauers sind eine der großen Kino-Betreiberfamilien an der Isar. Mit ihrem mondänen Lichtspielpalast sorgen die heiß umschwärmte Theater-Schauspielerin Elsa und ihr charmanter Ehemann Karl landesweit für Furore. Alfred Hitchcock bietet Elsa sogar die Hauptrolle in seinem nächsten Film an. Dann aber brennt Karl mit einer Revue-Tänzerin durch. Statt als Star auf der Leinwand muss Elsa sich von einem auf den anderen Tag als Kino-Besitzerin im realen Leben behaupten - keine leichte Aufgabe für die junge Frau, die sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter behaupten muss.
Als durch Hitlers Machtergreifung Film und Kino zum begehrten Propagandainstrument werden, droht Elsa ihre Lizenz zu verlieren …
Heidi Rehn || Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung
Knaur TB || 512 S. || ISBN: 978-3-426-52324-7 || € 10,99
Gelesen 06/2019
Mein Leseeindruck:
Der Roman nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise in das vergangene Jahrhundert. Handlungsort ist München. Es sind die Goldenen Zwanziger Jahre. Die Filmwirtschaft boomt. Und München ist neben Berlin mit zu eine der führenden Metropolen des Films und der Kinos geworden. Die Donaubauer-Familie gehört zu den Großen der Kinobetreiber. Beginnend im Jahr 1926, als die Familie ihren eleganten Lichtspielpalast der Öffentlichkeit und der Presse präsentiert.
Elsa Donaubauer hatte den Sohn Karl geheiratet und die Familie hatte zwei Kinder. Mit knapp 34 Jahren steht sie von heute auf morgen allein da, denn Karl hatte sie wegen einer Künstlerin verlassen. Er würde seinen Traum verwirklichen und in Amerika leben wollen. Oft schon war er drüben gewesen. Nun war er den Schritt gegangen und hatte Familie und alles andere hinter sich gelassen. Doch Elsa hatte ihre Schwiegermutter an der Seite, die Zensi. Das mag zwar nicht so aussehen, denn die Schwiegermama war sehr streng. Und dennoch hält sie zu Elsa. Diese war geerdet und mehr dem familiären Kino zugetan. Diese mußte sich mit den Schwierigkeiten auseinandersetzen, hauptsächlich persönliche durch den Schwager Heinrich. Dieser hatte sich in den Strom derjenigen eingereiht, was den aufkommenden Nationalsozialismus betraf. Elsa hierzu ging auf Distsanz. Doch dann kommt Hitler an die Macht.
Die Autorin Heidi Rehn schreibt schon seit vielen Jahren historische Romane. Mit dem Auftaktband bringt die Autorin uns wieder in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bis in das Jahr 1939. Er bot durchweg spannende wie auch informative Unterhaltung. .
Im Fokus steht Elsa, die einen ausgesprochenen Geschäftssinn besitzt, im Gegensatz zu ihrem Schwager Heinrich. Sie ist diejenige, die durch ihre charakterliche Stärke imponiert. Aber auch Zensi.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Man konnte sich gut mit den Protagonisten auseinandersetzen.
Fazit:
Ein rundum überzueugender Auftaktroman, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Diese erscheint im Frühjahr 2020.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Elsa und das Lichtspielhaus
Historisch authentisch wirkender Roman mit Münchener Flair
München, 1926. Die Goldenen Zwanziger Jahre funkeln auf Hochglanz, München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Die Donaubauers sind eine der großen Kino-Betreiberfamilien an der Isar. Mit ihrem mondänen Lichtspielpalast sorgen die heiß umschwärmte Theater-Schauspielerin Elsa und ihr charmanter Ehemann Karl landesweit für Furore. Alfred Hitchcock bietet Elsa sogar die Hauptrolle in seinem nächsten Film an. Dann aber brennt Karl mit einer Revue-Tänzerin durch. Statt als Star auf der Leinwand muss Elsa sich von einem auf den anderen Tag als Kino-Besitzerin im realen Leben behaupten - keine leichte Aufgabe für die junge Frau, die sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter behaupten muss.
Als durch Hitlers Machtergreifung Film und Kino zum begehrten Propagandainstrument werden, droht Elsa ihre Lizenz zu verlieren …
Heidi Rehn || Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung
Knaur TB || 512 S. || ISBN: 978-3-426-52324-7 || € 10,99
Gelesen 06/2019
Mein Leseeindruck:
Der Roman nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise in das vergangene Jahrhundert. Handlungsort ist München. Es sind die Goldenen Zwanziger Jahre. Die Filmwirtschaft boomt. Und München ist neben Berlin mit zu eine der führenden Metropolen des Films und der Kinos geworden. Die Donaubauer-Familie gehört zu den Großen der Kinobetreiber. Beginnend im Jahr 1926, als die Familie ihren eleganten Lichtspielpalast der Öffentlichkeit und der Presse präsentiert.
Elsa Donaubauer hatte den Sohn Karl geheiratet und die Familie hatte zwei Kinder. Mit knapp 34 Jahren steht sie von heute auf morgen allein da, denn Karl hatte sie wegen einer Künstlerin verlassen. Er würde seinen Traum verwirklichen und in Amerika leben wollen. Oft schon war er drüben gewesen. Nun war er den Schritt gegangen und hatte Familie und alles andere hinter sich gelassen. Doch Elsa hatte ihre Schwiegermutter an der Seite, die Zensi. Das mag zwar nicht so aussehen, denn die Schwiegermama war sehr streng. Und dennoch hält sie zu Elsa. Diese war geerdet und mehr dem familiären Kino zugetan. Diese mußte sich mit den Schwierigkeiten auseinandersetzen, hauptsächlich persönliche durch den Schwager Heinrich. Dieser hatte sich in den Strom derjenigen eingereiht, was den aufkommenden Nationalsozialismus betraf. Elsa hierzu ging auf Distsanz. Doch dann kommt Hitler an die Macht.
Die Autorin Heidi Rehn schreibt schon seit vielen Jahren historische Romane. Mit dem Auftaktband bringt die Autorin uns wieder in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bis in das Jahr 1939. Er bot durchweg spannende wie auch informative Unterhaltung. .
Im Fokus steht Elsa, die einen ausgesprochenen Geschäftssinn besitzt, im Gegensatz zu ihrem Schwager Heinrich. Sie ist diejenige, die durch ihre charakterliche Stärke imponiert. Aber auch Zensi.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Man konnte sich gut mit den Protagonisten auseinandersetzen.
Fazit:
Ein rundum überzueugender Auftaktroman, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Diese erscheint im Frühjahr 2020.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Elsa und das Lichtspielhaus
Historisch authentisch wirkender Roman mit Münchener Flair
Themen:
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Heidi Rehn
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Sonntag, 9. Juni 2019
Wo das Glück auf Wellen tanzt || Diana Hillebrand || Rezension
Die Sache mit dem GlückEin traumhaft gelegenes Haus am See, ein geheimnisvoller Maler und eine junge Frau auf der Suche nach dem Glück: Diana Hillebrands Roman „Wo das Glück auf Wellen tanzt“ ist warmherzig, anrührend und so entspannend wie ein Tag am See.
Als die Journalistin Anna das Kunstwerk eines Malers in Händen hält, ahnt sie noch nicht, dass sie schon bald bei ihm einziehen wird. Doch sein idyllisch gelegenes Haus am See scheint genau der richtige Platz, um all die kleinen Glücks-Momente zu erleben, über die sie schreibt. Auch das nahe Café Komet und deren Besitzerin Halley sind Glückstreffer. Nur ihr Vermieter gibt ihr Rätsel auf: Er geht ihr aus dem Weg und hängt überall seine emotionalen Bilder auf – die alle ein- und dieselbe Ansicht des Sees zeigen. Welches Glück mag er verloren haben? Und kann Anna ihm helfen, es wiederzufinden?
Diana Hillebrand || Wo das Glück auf Wellen tanzt || Knaur TB || 304 S.
ISBN: 978-3-426-52031-4 || € 9,99 || Gelesen 06/2019
Mein Leseeindruck:
Friedrich Nietzsche hat einmal gesagt: Die Glücklichen sind neugierig. Der Titel als auch das Cover machen neugierig auf ein Buch, und was sich hier verbirgt.
Der Roman handelt von Anna, die als Julia Jupiter erfolgreich Glückskolumnen schreibt. Nach dem Aus ihrer Beziehung verschlägt es sie nach Walderstadt, die zu den glücklichsten Städten Deutschlands gehört. Einmal im Jahr wird dort über Tage ein Trödelmarkt abgehalten. Anna liebt es, denn hinter jedem Stück haftete ein Leben, vielleicht auch ein Glücksmoment. Sie war schon einmal hier vor Jahren, mit ihrem Vater, als der noch lebte. Sie vermisste ihn unendlich. Es gibt immer ein Davor und Danach. Bevor sie ihren Termin beim ortsansässigen Makler wahrnimmt, findet sie ein Bild von einem Maler aus der Gegend, so der Händler.
Zitat S. 14
"Die Leute glauben, sie such sich etwas aus, aber in Wirklichkeit es es andersherum. Die Dinge suchen sich ihre neuen Besitzer aus. Und sie beide, also ich meine das Bild und Sie. Sie gehören zusammen. …
Annas Umzug ist vollzogen. Sie wohnt nunmehr in einer herrlichen Wohnung mit Blick auf den dazugehörigen See. Tabu ist für sie der Vermieter, der im Haus über ihr wohnt. Absolut keinen Kontakt, ansonsten würde das Mietverhältnis gelöst, diese Warnung hatte der Makler ihr mit auf den Weg gegeben. Hier möchte Anna endlich an ihrem Buch schreiben, einen Glücksroman. Sie trifft viele nette Leute, die ihr aus dem Leben erzählen. Und das Cafe Komet mit Halley und ihrem Mann...
Zitat S. 67
"Der Mensch entscheidet innerhalb von Sekunden, ob er jemanden sympathisch findet oder nicht", hatte ihre Freundin Antonia einmal gesagt.
Dort in dem Cafe trifft sie immer wieder auf einen Mann, den Halley kennt und mit Mark anspricht.
Der vorliegende Roman ist mehr als irgendeine Liebesgeschichte. Es ist ein Appell, seine eigenen Glücksmomente festzuhalten und den Augenblick zu genießen. Dinge, die einem in Erinnerung bleiben.
Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr losgelassen. So ist es nur natürlich, dass die Autorin einen mit jedem neuen Kapitel neu verzaubert. Es wird von seinen Charakteren getragen, die Handlungen sind nachvollziehbar, die Gefühle so echt geschrieben. Mag sein, dass es ab und an ein wenig kitschig erscheint, Aber wirklich nur ein kleiner Hauch davon. Aber bei dem man sich wohlfühlt.
Eine wunderbare, sympathische und wärmende Geschichte, die nicht nur aufzeigt, dass man das Glück nicht außer Acht lassen sollte.
Ich kann den Roman "Wo das Glück auf Wellen tanzt" von der Autorin Diana Hillebrandt von ganzem Herzen empfehlen. Es war nicht nur Lesegenuss, sondern es waren Stunden, die glücklich machten. Dieses Buch hat eine wirklich unglaublich positive Ausstrahlung.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
***
Der Mensch kann mit Leib und Seele wunderbare Dinge wirken.
Hildegard von Bingen
***
Rechte: Cover / Info/ Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Verlagsinfo:
Ein einfühlsamer Roman über die Liebe, das Glück und den Sinn des Lebens.
"Lieber J. L.,
ich weiß nicht, wie Sie das machen, oder besser gesagt Ihre Bilder. Aber ich kann nicht schweigen. Ich lese in Ihren Gemälden. Sie flüstern mir etwas von Einsamkeit in mein Herz. Vielleicht täusche ich mich. Sagen Sie es mir! Ich kann nicht malen. Ich kann nur Worte geben. Bitte. Nehmen Sie sie an!
Anna"
Momente des Glücks
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Dienstag, 28. Mai 2019
(Rezension) "Hotel Inselblick -. Wolken über dem Meer" ~ Anke Petersen
Ein kleines Hotel mitteln in der stürmischen Nordsee.
Eine mutige Hoteliersfamilie …
Der erste Band der großen Familien-Saga von Anke Petersen um ein kleines Hotel auf Amrum Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts - mit viel Nordsee-Zauber und Nostalgie.
Hamburg 1891. Der Kaufmann Wilhelm Stockmann beschließt, das Leben in der Stadt aufzugeben und mit seiner Familie auf die Nordsee-Insel Amrum zu ziehen und dort ein Hotel zu eröffnen. Besonders die Älteste seiner drei Töchter, Rieke, sieht dem Umzug mit gemischten Gefühlen entgegen, seine Frau Marta jedoch ist begeistert, hat sie doch schon immer davon geträumt, ein eigenes Hotel zu führen. Mit Begeisterung stürzt sie sich in die neue Aufgabe, und auch Rieke lebt sich allmählich auf der sturmumtosten Insel ein und knüpft erste zarte Bande zur männlichen Bevölkerung.
Doch dann schlägt das Schicksal zu und macht alle Pläne zunichte …
Anke Petersen || Die Amrum-Saga Hotel Inselblick || Wolken über dem Strand
Knaur TB || 544 S. || ISBN: 978-3-426-52277-6 || € 9,99
Mein Leseeindruck
Es beginnt im September 1891 in Hamburg. Dort, in St. Georg, lebt die Kaufmannsfamilie Stockmann. Marta, die Ehefrau von Wilhelm Stockmann, war es zu einer geliebten Gewohnheit geworden, morgens dem Spiel des Trompeters zu lauschen. Sie hatte sich arrangiert mit ihrem Leben, liebte ihre Familie, auch wenn sie dadurch bislang ihren geliebten Traum nicht verwirklichen konnte. Doch in ihren Vorstellungen gab es ihn. Ein eigenes Hotel zu führen. Sie war noch ein Baby, als sie ihre Eltern verlor und bei Tante Nele aufwuchs. Diese unterhielt eine kleine Pension. Martas Mann Wilhelm arbeitete bei Jacobsen und hatte schon beträchtliches Eigengeld hierin investiert. Immer mit der Hoffnung, dass der alte Jacobsen ihn zum Partner machen würde, da dessen Sohn nach Amerika ausgewandert war.
Zur Familie Stockmann gehörten die Kinder Rieke, Ida und der Nachzügler Marie, ein Jahr alt.
Bei einem Treffen mit ihrem Hausarzt empfiehlt dieser Wilhelm dringend Luftveränderung. Schon die letzten Jahre hatten diesem die Wintermonate arg mit dem Asthma zugesetzt. Da kommt die Hiobsbotschaft. Es brennt und das Feuer vernichtet die Lagerhalle mit all den Waren des Unternehmer Jacobsen. Und Wilhelm steht vor dem Nichts. Kein Job, Geld ist auch weg.
So beschließt die Familie einen längeren Aufenthalt auf Amrum. Sehr zum Leid von Rieke, die sich in Georg verliebt hatte. Der Anwaltssohn hatte allerdings einen schlechten Ruf als Frauenheld weg.
Der Aufenthalt auf der Insel wird für die Familie ein Neuanfang. Und Marta kann sich ihren Traum erfüllen, dort ein eigenes kleines Hotel zu führen.
Mit dem Auftaktband der Amrum-Saga "Wolken über dem Meer" hat die Autorin Anke Petersen einen wunderschönen Roman geschrieben. Mit viel Charme haucht sie ihren Charakteren Leben ein. Rieke, die ihren Platz dort auf Amrum nicht so schnell gefunden hat, macht eine tolle Entwicklung und findet ihren Weg. Als Leser ist man mitten drin im Leben der Protagonisten.
Das Buch selbst beschreibt das Leben als auch diue Hamburger der Zeit. Als die Cholera in Hamburg ausbricht,. zeigt die Autorin den Einfluss auf die Bevölkerung, deren Not, all das was die Menschen durchleiden müssen, auf. Sie schafft eine authentische Schilderung der damaligen Zeit. Und so lernt der Leser interessante und vielschichtige Charaktere kennen. Dass die Cholera auch auf Amrum Opfer fordert, erfährt die Familie Stockmann selbst.
Der angenehme Schriebstil trögt dazu bei, dass man sich die Menschen, die Handlungsorte gut vorstellen kann. Man merkt es dem Buch ebenso an, dass die Autorin vor Ort recherchiert bzw. sich inspierieren hat lassen. So ist es aus meiner Sicht ein gelungener Einstieg in die Trilogie vor dem beeindruckenden historischen Hintergrund. Es hält die Spannung bis zur letzten Seite.
Das Buchcover hat mir gut gefallen und besticht durch die Farbharmonie.
"Wolken über dem Meer", ein Roman in dem man von Beginn an "eintaucht" und Lesegenuss bis zum Ende. Unbedingte Leseempfehlung.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Band 1: Hotel Inselblick. Wolken über dem Meer
Band 2: Hotel Inselblick. Wind der Gezeiten
Band 3: Hotel Inselblick. Stürmische See
Ein ansprechender Auftaktband der historischen Familiensaga - gefühlvoll, bewegend
Eine mutige Hoteliersfamilie …
Der erste Band der großen Familien-Saga von Anke Petersen um ein kleines Hotel auf Amrum Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts - mit viel Nordsee-Zauber und Nostalgie.
Hamburg 1891. Der Kaufmann Wilhelm Stockmann beschließt, das Leben in der Stadt aufzugeben und mit seiner Familie auf die Nordsee-Insel Amrum zu ziehen und dort ein Hotel zu eröffnen. Besonders die Älteste seiner drei Töchter, Rieke, sieht dem Umzug mit gemischten Gefühlen entgegen, seine Frau Marta jedoch ist begeistert, hat sie doch schon immer davon geträumt, ein eigenes Hotel zu führen. Mit Begeisterung stürzt sie sich in die neue Aufgabe, und auch Rieke lebt sich allmählich auf der sturmumtosten Insel ein und knüpft erste zarte Bande zur männlichen Bevölkerung.
Doch dann schlägt das Schicksal zu und macht alle Pläne zunichte …
Anke Petersen || Die Amrum-Saga Hotel Inselblick || Wolken über dem Strand
Knaur TB || 544 S. || ISBN: 978-3-426-52277-6 || € 9,99
Mein Leseeindruck
Es beginnt im September 1891 in Hamburg. Dort, in St. Georg, lebt die Kaufmannsfamilie Stockmann. Marta, die Ehefrau von Wilhelm Stockmann, war es zu einer geliebten Gewohnheit geworden, morgens dem Spiel des Trompeters zu lauschen. Sie hatte sich arrangiert mit ihrem Leben, liebte ihre Familie, auch wenn sie dadurch bislang ihren geliebten Traum nicht verwirklichen konnte. Doch in ihren Vorstellungen gab es ihn. Ein eigenes Hotel zu führen. Sie war noch ein Baby, als sie ihre Eltern verlor und bei Tante Nele aufwuchs. Diese unterhielt eine kleine Pension. Martas Mann Wilhelm arbeitete bei Jacobsen und hatte schon beträchtliches Eigengeld hierin investiert. Immer mit der Hoffnung, dass der alte Jacobsen ihn zum Partner machen würde, da dessen Sohn nach Amerika ausgewandert war.
Zur Familie Stockmann gehörten die Kinder Rieke, Ida und der Nachzügler Marie, ein Jahr alt.
Bei einem Treffen mit ihrem Hausarzt empfiehlt dieser Wilhelm dringend Luftveränderung. Schon die letzten Jahre hatten diesem die Wintermonate arg mit dem Asthma zugesetzt. Da kommt die Hiobsbotschaft. Es brennt und das Feuer vernichtet die Lagerhalle mit all den Waren des Unternehmer Jacobsen. Und Wilhelm steht vor dem Nichts. Kein Job, Geld ist auch weg.
So beschließt die Familie einen längeren Aufenthalt auf Amrum. Sehr zum Leid von Rieke, die sich in Georg verliebt hatte. Der Anwaltssohn hatte allerdings einen schlechten Ruf als Frauenheld weg.
Der Aufenthalt auf der Insel wird für die Familie ein Neuanfang. Und Marta kann sich ihren Traum erfüllen, dort ein eigenes kleines Hotel zu führen.
Mit dem Auftaktband der Amrum-Saga "Wolken über dem Meer" hat die Autorin Anke Petersen einen wunderschönen Roman geschrieben. Mit viel Charme haucht sie ihren Charakteren Leben ein. Rieke, die ihren Platz dort auf Amrum nicht so schnell gefunden hat, macht eine tolle Entwicklung und findet ihren Weg. Als Leser ist man mitten drin im Leben der Protagonisten.
Das Buch selbst beschreibt das Leben als auch diue Hamburger der Zeit. Als die Cholera in Hamburg ausbricht,. zeigt die Autorin den Einfluss auf die Bevölkerung, deren Not, all das was die Menschen durchleiden müssen, auf. Sie schafft eine authentische Schilderung der damaligen Zeit. Und so lernt der Leser interessante und vielschichtige Charaktere kennen. Dass die Cholera auch auf Amrum Opfer fordert, erfährt die Familie Stockmann selbst.
Der angenehme Schriebstil trögt dazu bei, dass man sich die Menschen, die Handlungsorte gut vorstellen kann. Man merkt es dem Buch ebenso an, dass die Autorin vor Ort recherchiert bzw. sich inspierieren hat lassen. So ist es aus meiner Sicht ein gelungener Einstieg in die Trilogie vor dem beeindruckenden historischen Hintergrund. Es hält die Spannung bis zur letzten Seite.
Das Buchcover hat mir gut gefallen und besticht durch die Farbharmonie.
"Wolken über dem Meer", ein Roman in dem man von Beginn an "eintaucht" und Lesegenuss bis zum Ende. Unbedingte Leseempfehlung.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
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Band 1: Hotel Inselblick. Wolken über dem Meer
Band 2: Hotel Inselblick. Wind der Gezeiten
Band 3: Hotel Inselblick. Stürmische See
Ein ansprechender Auftaktband der historischen Familiensaga - gefühlvoll, bewegend
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Mittwoch, 22. Mai 2019
(Rezension) "Die Jadelilie" ~ Kirsty Manning
Eine Spurensuche in Shanghai
Begeben Sie sich mit Kirsty Manning auf die Spur der Jadelilie und entdecken Sie eine berührende Familiengeschichte vor den exotischen Kulissen Australiens und Chinas.
Lediglich ein Jade-Anhänger in Form einer Lilie ist der Australierin Alexandra von ihrer Mutter geblieben: ein Symbol der reinen Liebe, das aus Shanghai stammt, wo ihre Mutter adoptiert worden war. Als Alexandra in einer tiefen Lebenskrise steckt, beschließt sie, sich auf die Suche nach ihren Wurzeln zu begeben. So beginnt die Australierin eine kulinarische und sinnliche Entdeckungsreise durch die betörenden Gärten und Märkte Shanghais und ergründet das Geheimnis ihrer Familie. Doch erst, als sie den sensiblen Landschafts-Architekten Zhang kennenlernt, weiß sie, wonach sie wirklich gesucht hat.
Ein Familiengeheimnis vor der exotischen Kulisse Shanghais - Kirsty Mannings Romane sind ein Fest für alle Sinne!
Schicksal und Familiengeheimnisse
Kirsty Manning - Die Jadelilie - Knaur TB - 560 S. - ISBN: 978-3-426-52383-4 - € 9,99
Gelesen 05/2019
Mein Leseeindruck:
Der Roman "Die Jadelilie" ist die Geschichte der Familie Bernfeld, die auf zwei Zeitebenen erzählt wird.
Es beginnt in Wien am 10. November 1938, dem Wohnort der Familie. Über Nacht war hier das Grauen eingetreten. Bei einem Zwischenfall werden Menschen getötet, so auch der älteste Sohn Benjamin. Der zweite Sohn Daniel wird verhaftet und nur mit Hilfe de snetten Nachbarn Herrn Gruber können sich die Eltern mit der jungen Romy retten. Er verschafft ihnen Papiere für China bzw. Shanghai. Es ist eine lange Reise dorthin. Romys Eltern hatten sich auf der Schiffsreise der jungen Nina angenommen, deren Mutter auf dem Schiff verstorben war. Herr Bernfeld war Arzt, aber machtlos, denn Medikamente wurden Juden verwehrt. Ninas Vater war in einem Progrom ums Leben gekommen - genau wie Benjamin (Zitat S. 50). Erst später erfährt die Familie, dass Daniel in Dachau untergebracht ist. Nina und Romy bleiben Freunde ihr ganzes Leben, mit einigen persönlich bedingten Unterbrechungen.
Handlungsort in der Gegenwart ist Melbourne. Dort lebten Alexandras Großeltern Wilhelm und Romy. Alex war von London sofort aufgebrochen, als sie die Nachricht der Oma erreichte. Es ging zu Ende mit dem Opa. Sie hatten ein ganz besonderes Verhältnis zueinander, zumal Alexandras Eltern schon früh verstorben waren. Alexandra hatte eh vor beruflich für eine Zeit außerhalb Londons zu arbeiten. Ihre Beziehung zu Hugo war gerade in die Brüche gegangen. Als erfolgreiche Brookerin besaß sie Eigentum in Melbourne. Nina und Romy, zwei Charaktere, die Kirsty Manning dem Leser im Laufe der Handlung sehr authentisch nahebringt. So geht es in wechselnden Kapiteln der Vergangenheit und dem heute und dennoch, jedes ist so miteinander verbunden, dass es sich harmonisch und fließend lesen lässt.
Was aber hat es nun mit der Jadelilie auf sich? Und was für ein Geheimnis verband Romy und Nina? "Vergib mir", diese letzten Worte hatte Romy ihrem Wilhelm in seinem letzten Monent seines Lebens zugeflüstert. Ein Jadeanhänger in Form einer Lilie, der von Generation zu Generation innerhalb der Familie weitergereicht wird. Irgendwann im Laufe der Handlung wird Alexandra erfahren, dass der Anhänger schon einige Jahrhundert Jahre alt ist. Und für Alexandra ist es n un Zeit zu erfahren, was die Familie ihrer Mutter betraf. Denn diese war von Romy und Wilhelm adoptiert worden, so heißt es. Sie wird ihre Nachforschungen in Shanghai beginnen, denn dort hatte alles begonnen.
Zitat S. 128
"Vielleicht würde Shanghai auch Alexandra helfen, sich neu zu erfinden."
Was die Vergangenheit betrifft, hat die Autorin recherchiert und viele historische Ereignisse offenbart, die mir neu waren. Dass Shanghai ein offenes Tgor für Flichtlinge aus Europa war, und dann dennoch später unter den Repressalien der japanischen Truppen litt, die Angst wieder hervortrat, Hungersnot in den Flüchtlingslagern herrschte, all das wird hier dermaßen klar und bildhaft geschrieben, dass man meint sich mitten zwischen den Zeilen zu bewegen. Dass die Familie alles dafür tut, um ihren Sohn Daniel aus Dachau zu holen, dass das möglich war mit den entsprechenden Dokumenten, war mir ebenfalls unbekannt. Dies aber war nur bis zu einem bestimmten Zeitraum unter dem Regime möglich.
"Gegen das Vergessen", so ist "Die Jadelilie" erneut ein tiefer Blick in die Vergangenheit der dunklen Geschichte Deutschlands. Das Ausmaß menschlichen Leidens, Menschen, die einen anderen Glauben hatten, verbirgt sich hier ein wundervoller Roman um die Geschichte zweier Frauen: Romy und deren Enkelin Alexandra.
Es ist ein ganz besonderer Roman, der so viel uns zeigt, Augen öffnet und glaubt mir, es wird nicht ganz ohne Tränen gehen.
"Die Jadelilie" ist nunmehr das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe und die Geschichte spricht für sich. Das Cover ist absolut passend zu dieser wirklich großartig erzählten Geschichte
Das Buch bekommt eine klare Leseempfehlung.
#Lesehighlight
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Großartig und fesselnd – ein altes Geheimnis und noch viel mehr. Lesehighlight!
Begeben Sie sich mit Kirsty Manning auf die Spur der Jadelilie und entdecken Sie eine berührende Familiengeschichte vor den exotischen Kulissen Australiens und Chinas.
Lediglich ein Jade-Anhänger in Form einer Lilie ist der Australierin Alexandra von ihrer Mutter geblieben: ein Symbol der reinen Liebe, das aus Shanghai stammt, wo ihre Mutter adoptiert worden war. Als Alexandra in einer tiefen Lebenskrise steckt, beschließt sie, sich auf die Suche nach ihren Wurzeln zu begeben. So beginnt die Australierin eine kulinarische und sinnliche Entdeckungsreise durch die betörenden Gärten und Märkte Shanghais und ergründet das Geheimnis ihrer Familie. Doch erst, als sie den sensiblen Landschafts-Architekten Zhang kennenlernt, weiß sie, wonach sie wirklich gesucht hat.
Ein Familiengeheimnis vor der exotischen Kulisse Shanghais - Kirsty Mannings Romane sind ein Fest für alle Sinne!
Schicksal und Familiengeheimnisse
Kirsty Manning - Die Jadelilie - Knaur TB - 560 S. - ISBN: 978-3-426-52383-4 - € 9,99
Gelesen 05/2019
Mein Leseeindruck:
Der Roman "Die Jadelilie" ist die Geschichte der Familie Bernfeld, die auf zwei Zeitebenen erzählt wird.
Es beginnt in Wien am 10. November 1938, dem Wohnort der Familie. Über Nacht war hier das Grauen eingetreten. Bei einem Zwischenfall werden Menschen getötet, so auch der älteste Sohn Benjamin. Der zweite Sohn Daniel wird verhaftet und nur mit Hilfe de snetten Nachbarn Herrn Gruber können sich die Eltern mit der jungen Romy retten. Er verschafft ihnen Papiere für China bzw. Shanghai. Es ist eine lange Reise dorthin. Romys Eltern hatten sich auf der Schiffsreise der jungen Nina angenommen, deren Mutter auf dem Schiff verstorben war. Herr Bernfeld war Arzt, aber machtlos, denn Medikamente wurden Juden verwehrt. Ninas Vater war in einem Progrom ums Leben gekommen - genau wie Benjamin (Zitat S. 50). Erst später erfährt die Familie, dass Daniel in Dachau untergebracht ist. Nina und Romy bleiben Freunde ihr ganzes Leben, mit einigen persönlich bedingten Unterbrechungen.
Handlungsort in der Gegenwart ist Melbourne. Dort lebten Alexandras Großeltern Wilhelm und Romy. Alex war von London sofort aufgebrochen, als sie die Nachricht der Oma erreichte. Es ging zu Ende mit dem Opa. Sie hatten ein ganz besonderes Verhältnis zueinander, zumal Alexandras Eltern schon früh verstorben waren. Alexandra hatte eh vor beruflich für eine Zeit außerhalb Londons zu arbeiten. Ihre Beziehung zu Hugo war gerade in die Brüche gegangen. Als erfolgreiche Brookerin besaß sie Eigentum in Melbourne. Nina und Romy, zwei Charaktere, die Kirsty Manning dem Leser im Laufe der Handlung sehr authentisch nahebringt. So geht es in wechselnden Kapiteln der Vergangenheit und dem heute und dennoch, jedes ist so miteinander verbunden, dass es sich harmonisch und fließend lesen lässt.
Was aber hat es nun mit der Jadelilie auf sich? Und was für ein Geheimnis verband Romy und Nina? "Vergib mir", diese letzten Worte hatte Romy ihrem Wilhelm in seinem letzten Monent seines Lebens zugeflüstert. Ein Jadeanhänger in Form einer Lilie, der von Generation zu Generation innerhalb der Familie weitergereicht wird. Irgendwann im Laufe der Handlung wird Alexandra erfahren, dass der Anhänger schon einige Jahrhundert Jahre alt ist. Und für Alexandra ist es n un Zeit zu erfahren, was die Familie ihrer Mutter betraf. Denn diese war von Romy und Wilhelm adoptiert worden, so heißt es. Sie wird ihre Nachforschungen in Shanghai beginnen, denn dort hatte alles begonnen.
Zitat S. 128
"Vielleicht würde Shanghai auch Alexandra helfen, sich neu zu erfinden."
Was die Vergangenheit betrifft, hat die Autorin recherchiert und viele historische Ereignisse offenbart, die mir neu waren. Dass Shanghai ein offenes Tgor für Flichtlinge aus Europa war, und dann dennoch später unter den Repressalien der japanischen Truppen litt, die Angst wieder hervortrat, Hungersnot in den Flüchtlingslagern herrschte, all das wird hier dermaßen klar und bildhaft geschrieben, dass man meint sich mitten zwischen den Zeilen zu bewegen. Dass die Familie alles dafür tut, um ihren Sohn Daniel aus Dachau zu holen, dass das möglich war mit den entsprechenden Dokumenten, war mir ebenfalls unbekannt. Dies aber war nur bis zu einem bestimmten Zeitraum unter dem Regime möglich.
"Gegen das Vergessen", so ist "Die Jadelilie" erneut ein tiefer Blick in die Vergangenheit der dunklen Geschichte Deutschlands. Das Ausmaß menschlichen Leidens, Menschen, die einen anderen Glauben hatten, verbirgt sich hier ein wundervoller Roman um die Geschichte zweier Frauen: Romy und deren Enkelin Alexandra.
Es ist ein ganz besonderer Roman, der so viel uns zeigt, Augen öffnet und glaubt mir, es wird nicht ganz ohne Tränen gehen.
"Die Jadelilie" ist nunmehr das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe und die Geschichte spricht für sich. Das Cover ist absolut passend zu dieser wirklich großartig erzählten Geschichte
Das Buch bekommt eine klare Leseempfehlung.
#Lesehighlight
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Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Großartig und fesselnd – ein altes Geheimnis und noch viel mehr. Lesehighlight!
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Mittwoch, 8. Mai 2019
(Rezension) "Schäfchenwolkenhimmel" ~ Gabriella Engelmann
Föhr ist ein Ort der großen und kleinen Wunder
Wyk auf der Insel Föhr - die Möwen kreischen im Wind und die
Luft schmeckt nach Salz. Willkommen an der Nordsee. Als Minnie die Gangway des
Wyker Fähranlegers hinunter geht, ist es, als würde sie eine verflossene Liebe
wiedertreffen. So viele Erinnerungen an ihre alte Heimat auf Föhr, bittersüß
und auch ein wenig schmerzhaft. Denn die Ruhe auf Föhr ist bedroht, und Minnie
hat den Auftrag, für eine Fernsehsendung über die Veränderungen auf der Insel
zu recherchieren. Doch dann kreuzt ein hilfloses Lämmchen Minnies Weg, und ihr
Aufenthalt auf der Nordsee-Insel nimmt eine gänzlich andere Wendung. Denn:
»Föhr ist ein Ort der großen und kleinen Wunder ...«
Gabriella Engelmann || Schäfchenwolkenhimmel
Broschiert: 320 Seiten || Verlag: Knaur TB (1. April 2019)
ISBN-13: 978-3426522165 || € 9,99
Gelesen 05/2019
Broschiert: 320 Seiten || Verlag: Knaur TB (1. April 2019)
ISBN-13: 978-3426522165 || € 9,99
Gelesen 05/2019
Mein Leseeindruck
Der neue Roman von der Autorin Gabriella Engelmann beginnt als Handlungsort in Bamberg. Dort hat Travel TV seinen Sitz. Bei der heutigen Redaktionskonferenz wird über ein neues Projekt gesprochen. Die leitende Chefin ist Evnageline Schmidt, allseits gefürchtet und bekannt für ihren harten Führungsstil. Es wird die Insel Föhr als Projekt vorgeschlagen. Minerva Hübner, kurz Minnie genannt, kennt die Insel durch ihre früheren Urlaube mit der Mutter bei Oma Rieke. Doch die war vor Jahren verstorben und die Mutter hatte das Haus verkauft.
Die Geschichte wird in der Ich-Erzählperspektive von Minnie erzählt. Und so macht sich diese nun auf nach Föhr. Für sie bedeutet es auch, Abstand zu ihrer beendeten Beziehung zu Cordt, der ihr einen Heiratsantrag gemacht hatte. Eine Frau wie Minnie, 35 Jahre jung, nicht verheiratet, nur gut, dass sie so eine tolle Freundin wie Alva hatte. Ebenfalls Single und für alles einen Rat parat. Warum Minnie immer noch Single war und sich nicht an Cordt binden wollte, lest selbst. Auf Föhr angekommen, war es für Minnie wie heimkommen. Sie lässt dort alte Kontakte aufleben, überlegt was genau sich für die Reportage eignen würde. Und spürt auch hier die negativen Veränderungen auf der Insel. Investoren schwappen über vom Festland und man hat fast den Eindruck, es gibt nur noch wenige Einheimische. Doch es gibt eine Gruppe, die sich "Rettet-Föhr-Initiative" nennt. Das macht nunmehr Minnie neugierig. Vielleicht Stoff für die Reportage?
Das Cover passt perfekt. Und das kleine Lamm, welches dich neugierig anschaut, spielt eine verdammt gute Rolle in dem Roman. Eine tierische Protagonistin, die man sogleich schon bei der ersten Begegnung ins Herz schließt.
Ankommen auf Föhr - ich war noch nie dort - doch durch die wunderbaren bildhaften Landschaftsbeschreibungen fühlt man sich dem ganz nah. Man hat den Salzgeruch des Meeres in der Nase, lässt sich den Wind um die Nase wehen …
Die Charaktere sind gut aufgestellt und es gibt mehr als nur eine Persönlichkeit. Auch wenn es den Anschein hat, dass Minnie weiß was sie will, wird sie von dem Relaxgefühl der Insel eingenommen. Dass die Insulaner eine eingeschworene Gemeinschaft sind, wird schon Anfangs klar.
Ich habe mich während meiner Lesereise auf Föhr gut unterhalten gefühlt. "Schäfchenwolkenhimmel" - irgendwie ist der Name bzw. Titel Programm ☺
Ein unterhaltsamer Roman, der für angenehme Lesestunden sorgt und man vom Alltag abschalten kann.
Toll sind auch am Schluss die Rezepte für viele Köstlichkeiten.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Der neue Roman von der Autorin Gabriella Engelmann beginnt als Handlungsort in Bamberg. Dort hat Travel TV seinen Sitz. Bei der heutigen Redaktionskonferenz wird über ein neues Projekt gesprochen. Die leitende Chefin ist Evnageline Schmidt, allseits gefürchtet und bekannt für ihren harten Führungsstil. Es wird die Insel Föhr als Projekt vorgeschlagen. Minerva Hübner, kurz Minnie genannt, kennt die Insel durch ihre früheren Urlaube mit der Mutter bei Oma Rieke. Doch die war vor Jahren verstorben und die Mutter hatte das Haus verkauft.
Die Geschichte wird in der Ich-Erzählperspektive von Minnie erzählt. Und so macht sich diese nun auf nach Föhr. Für sie bedeutet es auch, Abstand zu ihrer beendeten Beziehung zu Cordt, der ihr einen Heiratsantrag gemacht hatte. Eine Frau wie Minnie, 35 Jahre jung, nicht verheiratet, nur gut, dass sie so eine tolle Freundin wie Alva hatte. Ebenfalls Single und für alles einen Rat parat. Warum Minnie immer noch Single war und sich nicht an Cordt binden wollte, lest selbst. Auf Föhr angekommen, war es für Minnie wie heimkommen. Sie lässt dort alte Kontakte aufleben, überlegt was genau sich für die Reportage eignen würde. Und spürt auch hier die negativen Veränderungen auf der Insel. Investoren schwappen über vom Festland und man hat fast den Eindruck, es gibt nur noch wenige Einheimische. Doch es gibt eine Gruppe, die sich "Rettet-Föhr-Initiative" nennt. Das macht nunmehr Minnie neugierig. Vielleicht Stoff für die Reportage?
Das Cover passt perfekt. Und das kleine Lamm, welches dich neugierig anschaut, spielt eine verdammt gute Rolle in dem Roman. Eine tierische Protagonistin, die man sogleich schon bei der ersten Begegnung ins Herz schließt.
Ankommen auf Föhr - ich war noch nie dort - doch durch die wunderbaren bildhaften Landschaftsbeschreibungen fühlt man sich dem ganz nah. Man hat den Salzgeruch des Meeres in der Nase, lässt sich den Wind um die Nase wehen …
Die Charaktere sind gut aufgestellt und es gibt mehr als nur eine Persönlichkeit. Auch wenn es den Anschein hat, dass Minnie weiß was sie will, wird sie von dem Relaxgefühl der Insel eingenommen. Dass die Insulaner eine eingeschworene Gemeinschaft sind, wird schon Anfangs klar.
Ich habe mich während meiner Lesereise auf Föhr gut unterhalten gefühlt. "Schäfchenwolkenhimmel" - irgendwie ist der Name bzw. Titel Programm ☺
Ein unterhaltsamer Roman, der für angenehme Lesestunden sorgt und man vom Alltag abschalten kann.
Toll sind auch am Schluss die Rezepte für viele Köstlichkeiten.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Eine Hommage an Föhr
Eine wunderbare Sommerlektüre - eine Liebeserklärung an Föhr
Themen:
ChallengeKnaur2019
,
Gabriella Engelmann
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Freitag, 3. Mai 2019
(Rezension) "Komme, was Wolle" ~ Steffi Hochfellner
Basteln macht glücklich …
Franzi ist begeistert, als sie das Haus ihrer großtante Gerlinde erbt, nebst dazugehörigem Handarbeitsladen und einem verwöhnten Entenpaar. Mit Sack und Pack zieht sie von Nürnberg nach Ostfriesland - und stellt fest, dass erst mal gründlich renoviert werden muss. Zum Glück kann sie auf die Hilfe einer pfiffigen Rentner-Truppe und ihrer neuen Freunde Rieke und Joost zählen. Schneckk rückt der Termin zur Neueröffnung der "Wunderkiste" näher, doch immer wieder kommt es zu gemeinen Sabotageakten, die ihren Traum gefährden. Eis ist jedoch klar: Aufgeben kommt für Franzi auf keinen Fall infrage!
Steffi Hochfellner || Komme, was Wolle || Verlag Knaur TB
|| 448 S. || ISBN-13: 978-3426523742 || € 12,99
gelesen 04/05 - 2019
Mein Leseeindruck:
Eine Woche ist es nun her, dass Franzis beste Freundin Tanja mit ihrem Maximilian für drei Jahre nach Singapur das Land verlassen hatten. Zu alld em kam noch die Mitteilung von Franzis Chefin, sie würde in Kürze in Ruhestand gehen wollen. Franzi sollte überlegen, ob sie die Praxis übernehmen wolle. Da wird diese von einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter überrascht, denn dort hatte eine Anwaltskanzlei ihr eine Mitteilung hinterlassen. Es ginge um ihre verstorbene Tante Gerlinde Oberlechner. Das Verhältnis zu ihren Eltern war nicht gerade berauschend, umso mehr erstaunte es sie, dass der Vater ihr nicht einmal Bescheid gegeben hatte, dass die Schwester seiner Mutter verstorben war. Franzi nimmt die Erbschaft an. Barvermögen und ein schuldenfreies Haus hoch oben im Norden. Im Erdgeschoss hatte Tante Gerlinde einen Kurzwarenladen unterhalten. Franzi erinnert sich. als besonderes Schmankerl zur Erbschaft gab es oben drauf noch eine Ente und einen Erpel, Janis und Jim ☺
Gut zwei Monate später, im März, lässt Franzi Nürnberg hinter sich und färt mit ihrem Auto Leopold nach Westersum. Die Enten erkennen ihr altes Zuhause sofort. Auf dem Ladenschild, kaum noch lesbar, stand "Gerlindes Wunderkiste".
Zitat S. 23
Eine Wunderkiste war es tatsächlich. Eine charmante und ziemlich heruntergekommene Wunderkiste. Die Farbe blätterte von den ehemals weiß gestrichenen Fächern des Fachwerks ab, und auch die eigentlich hübschen Sprossenfenster benötigten dringend einen Anstrich. In der Vorderfront befanden sich zwei Türen: eine führte vermutlich in den Laden, die andere, an der ein vertrockneter Blumenkranz hing, in die Wohnung.
Von den anfänglichen Verkaufsgedanken verabschiedet sich Franzi schnell. Sie fühlt sich hier wohl und ihre kreativen Ideenm, ja die kann man mit so einer Wunderkiste gut umsetzen. Doch Ärger ist vorprogrammiert. Denn was sie nicht weiß, dass der Verkauf ihres geerbten Hauses Teil eines weiteren Kaufangebots zu den Nachbarn ist.
"Komme, was Wolle" ist ein optimales Buch zum Abschalten. Das Abenteuer um das Projekt Neueröffnung Wunderkiste mitzuerleben, ist garantierter Lesespaß! Was nicht nur an der fränkischen Mundart von Franzi liegt. Es gibt einige Situationen, deren Komik zum Lachen verleiten.
Es ist ein Roman mit Höhen und Tiefen, durch die sich die Protagonistin in 15 Kapiteln kämpfen muss. Alle anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt. Sie alle hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Und auch einfach zu viel spoilern. Die Geschichte lebt von dem provenziellen Flair. Zeigt aber auch auf, dass Nachbarschaft nicht imer so ist wie sie sich darstellt. Erwähnenswert auf jeden Fall das Rentner-Kleeblatt, Protagonisten, die älter sind und Franzi stramm zur Seite stehen. Mit Rat und Tat. denn das Objekt aus der Erinnerung der Kindheit ist doch ziemlich ... hüstel ... alt
Es sind ja oft die liebenswerten Geschichten des Lebens, die wir Leser lieben. In jedem Kapitel gibt es am Ende, wäre es in Farbe, dann bestimmt in Gelb, einen Haftzettel zu Franzis Projekten zum Nacharbeiten. Diese sind alle am Ende des Romans wie z. B. der Sockenbär (den ich auf jeden Fall nacharbeiten werde), Buchstützen, umfilzte Seife usw...
"Komme, was Wolle", garantierter Lesegenuss!
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Steffi Hochfellner arbeitet als Werbetexterin und Designerin in Hamburg. Neben dem Schreiben von Romanen ist ihre große Leidenschaft die Handarbeit. Sie hat bereits drei erfolgreiche Bücher über das Stricken von Kuscheltieren veröffentlicht. In ihrem Kreativ-Roman vereint sie ihre Lieblingsbeschäftigungen Schreiben und Bastelarbeiten.
Heiter bis wolkig …
Franzi ist begeistert, als sie das Haus ihrer großtante Gerlinde erbt, nebst dazugehörigem Handarbeitsladen und einem verwöhnten Entenpaar. Mit Sack und Pack zieht sie von Nürnberg nach Ostfriesland - und stellt fest, dass erst mal gründlich renoviert werden muss. Zum Glück kann sie auf die Hilfe einer pfiffigen Rentner-Truppe und ihrer neuen Freunde Rieke und Joost zählen. Schneckk rückt der Termin zur Neueröffnung der "Wunderkiste" näher, doch immer wieder kommt es zu gemeinen Sabotageakten, die ihren Traum gefährden. Eis ist jedoch klar: Aufgeben kommt für Franzi auf keinen Fall infrage!
Steffi Hochfellner || Komme, was Wolle || Verlag Knaur TB
|| 448 S. || ISBN-13: 978-3426523742 || € 12,99
gelesen 04/05 - 2019
Mein Leseeindruck:
Eine Woche ist es nun her, dass Franzis beste Freundin Tanja mit ihrem Maximilian für drei Jahre nach Singapur das Land verlassen hatten. Zu alld em kam noch die Mitteilung von Franzis Chefin, sie würde in Kürze in Ruhestand gehen wollen. Franzi sollte überlegen, ob sie die Praxis übernehmen wolle. Da wird diese von einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter überrascht, denn dort hatte eine Anwaltskanzlei ihr eine Mitteilung hinterlassen. Es ginge um ihre verstorbene Tante Gerlinde Oberlechner. Das Verhältnis zu ihren Eltern war nicht gerade berauschend, umso mehr erstaunte es sie, dass der Vater ihr nicht einmal Bescheid gegeben hatte, dass die Schwester seiner Mutter verstorben war. Franzi nimmt die Erbschaft an. Barvermögen und ein schuldenfreies Haus hoch oben im Norden. Im Erdgeschoss hatte Tante Gerlinde einen Kurzwarenladen unterhalten. Franzi erinnert sich. als besonderes Schmankerl zur Erbschaft gab es oben drauf noch eine Ente und einen Erpel, Janis und Jim ☺
Gut zwei Monate später, im März, lässt Franzi Nürnberg hinter sich und färt mit ihrem Auto Leopold nach Westersum. Die Enten erkennen ihr altes Zuhause sofort. Auf dem Ladenschild, kaum noch lesbar, stand "Gerlindes Wunderkiste".
Zitat S. 23
Eine Wunderkiste war es tatsächlich. Eine charmante und ziemlich heruntergekommene Wunderkiste. Die Farbe blätterte von den ehemals weiß gestrichenen Fächern des Fachwerks ab, und auch die eigentlich hübschen Sprossenfenster benötigten dringend einen Anstrich. In der Vorderfront befanden sich zwei Türen: eine führte vermutlich in den Laden, die andere, an der ein vertrockneter Blumenkranz hing, in die Wohnung.
Von den anfänglichen Verkaufsgedanken verabschiedet sich Franzi schnell. Sie fühlt sich hier wohl und ihre kreativen Ideenm, ja die kann man mit so einer Wunderkiste gut umsetzen. Doch Ärger ist vorprogrammiert. Denn was sie nicht weiß, dass der Verkauf ihres geerbten Hauses Teil eines weiteren Kaufangebots zu den Nachbarn ist.
"Komme, was Wolle" ist ein optimales Buch zum Abschalten. Das Abenteuer um das Projekt Neueröffnung Wunderkiste mitzuerleben, ist garantierter Lesespaß! Was nicht nur an der fränkischen Mundart von Franzi liegt. Es gibt einige Situationen, deren Komik zum Lachen verleiten.
Es ist ein Roman mit Höhen und Tiefen, durch die sich die Protagonistin in 15 Kapiteln kämpfen muss. Alle anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt. Sie alle hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Und auch einfach zu viel spoilern. Die Geschichte lebt von dem provenziellen Flair. Zeigt aber auch auf, dass Nachbarschaft nicht imer so ist wie sie sich darstellt. Erwähnenswert auf jeden Fall das Rentner-Kleeblatt, Protagonisten, die älter sind und Franzi stramm zur Seite stehen. Mit Rat und Tat. denn das Objekt aus der Erinnerung der Kindheit ist doch ziemlich ... hüstel ... alt
Es sind ja oft die liebenswerten Geschichten des Lebens, die wir Leser lieben. In jedem Kapitel gibt es am Ende, wäre es in Farbe, dann bestimmt in Gelb, einen Haftzettel zu Franzis Projekten zum Nacharbeiten. Diese sind alle am Ende des Romans wie z. B. der Sockenbär (den ich auf jeden Fall nacharbeiten werde), Buchstützen, umfilzte Seife usw...
"Komme, was Wolle", garantierter Lesegenuss!
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Steffi Hochfellner arbeitet als Werbetexterin und Designerin in Hamburg. Neben dem Schreiben von Romanen ist ihre große Leidenschaft die Handarbeit. Sie hat bereits drei erfolgreiche Bücher über das Stricken von Kuscheltieren veröffentlicht. In ihrem Kreativ-Roman vereint sie ihre Lieblingsbeschäftigungen Schreiben und Bastelarbeiten.
Heiter bis wolkig …
Donnerstag, 2. Mai 2019
(Rezension) "Sonnenfeuer" ~ Patricia Shaw
Zwei mutige junge Frauen –
zwei abenteuerliche Leben –
ein wildes, tödliches Land
Australien zur Zeit des Goldrausches
Perfy Middleton, die Tochter englischer Sträflinge, will durch die Ehe mit dem reichen Farmer Darcy Buchanan einem Dasein als Dienstmädchen entgehen. Doch als Darcy noch vor der Hochzeit ums Leben kommt, ist Perfy auf der Farm nicht mehr gut gelitten.
Perfys Freundin und Begleiterin, die Aborigine Diamond, die als Kind von Seeleuten vor der Küste Australiens verschleppt worden war, hofft derweil noch immer, eines Tages ihre Familie wiederzufinden.
Für beide Frauen beginnt der Weg durch ein wildes, geheimnisvolles Land, das mit Gold lockt und auf viele Arten tötet.
Patricia Shaw || Sonnenfeuer || Die Buchanan-Saga 1
Taschenbuch, Knaur TB || 01.04.2019, 560 S.
ISBN: 978-3-426-52405-3 || € 9,99 || Gelesen 04/2019
"Sonnenfeuer" beginnt auf dem Schoner White Rose. Der deutsche Kapitän Otto Beckmann war ein erfahrener Seemann. Auf dieser Reise begleitete ihn das erste Mal seine knapp 50jährige Frau. Die allerdings plagte die Seekrankheit. In Brisbane lebten sie, ohne Kinder und sie fühlte sich dort einsam. Vermisste ihre Familie und das Leben in Hamburg. Durch einen Zwischenfall müssen sie ein kleines Aborigine-Mädchen an Bord nehmen, Kagari. Augusta Beckmann nimmt sich ihrer an und nach der Reise mit nach Haus. Das Mädchen erhält nunmehr den Namen Diamont. Augusta unterrichtet sie daheim, denn in die Schule durfte sie aufgrund ihrer Hautfarbe nicht. Eines Tages hat Kagari eine Vorsehung und es stellt sich heraus, dass das Schiff mit dem Kapitän untergegangen ist. Da Augusta nicht mehr in Australien leben konnte, und nach Deutschland zurückgehen wollte, musste sie schauen, wo das Mädchen untergebracht wurde. Im Haushalt des Gouverneurs fand sich eine Stelle. Dort freudet sich Diamont mit Perfy an.
Die beiden Brüder Buchanan unterhalten die Farm Caravale. Der Viehtrieb hatte viel Geld in die Taschen gespült. Ben war zweiundzwanzig und Darcy fünfundzwanzig. Beide waren noch ledig.
Auf dem Rück zur Farm machen sie Halt in Brisbane. Die Auswirkungen des Goldrausches war auch hier spürbar. Da trifft Darfy auf Perfy und kurz darauf macht er ihr einen Heiratsantrag. Doch es kommt nicht zur Hochzeit. Durch einen bösen Streich seines Bruders stirbt Darcy. Durch seinen Tod erbt Perfy all sein Barvermögen und die Hälfte der Farm. Das hatte Darcy schon testamentarisch geregelt.
Perfy, die weierhin in Kontakt mit Diamond war, beschließt nach Caravale zu reisen. Und Diamond kommt mit. Ihr größter Wunsch ist es, endlich zu ihrer Familie zurückzukehren.
"Sonnenfeuer" spielt zur Zeit des Goldrausches in Australien. Die Leute brennen vor Gier nach dem Gold und schrecken vor nichts zurück.
Die Charaktere sind gut beschrieben. Es mag sein, dass die Frauen zu der Zeit keine großen tragende Rolle gespielt haben, doch die beiden Frauen hier im Roman sind jede auf ihre Art außergewöhnlich und stark. Insofern hat sich eine abwechslungsreiche Geschichte entwickelt. Die Handlung wird zeitweise so lebensecht beschrieben, als sei man selbst mittendrin. Der Leser wird nicht nur in eine vergangene Zeit versetzt, sondern auch mit der fremden Kultur, der Mystik der Aborigine. Diese Kultur, ihr Leben der Ureinwohner wird mit viel Feingefühl beschrieben.
Auch wenn der Roman mit seinen 560 Seiten nicht mal eben locker und leicht zu lesen ist, vergeht die Zeit wie im Fluge und beschert dem Leser ein wirklich großartiges und spannendes Lesehighlight.
Ich habe Romane der Autorin Patricia Shaw schon in den 90iger Jahren gelesen, u. a. auch "Sonnenfeuer". Die Geschichte neu zu lesen, war kein Auffrischen. Meine Erinnerungen haben mich da etwas in Stich gelassen.
Das Cover erscheint auf den ersten Blick schlicht. Doch die Farbharmonie und die Gestaltung ziehen immer wieder einen Blick darauf.
Es ist die faszinierende Welt Australiens, die immer wieder eine großartige Kulisse für Romane hergibt. Und es sind auch ihre Ureinwohner, die einen magisch anziehen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
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"Sonnenfeuer" - ein historischer Roman für Australien-Liebhaber.
zwei abenteuerliche Leben –
ein wildes, tödliches Land
Australien zur Zeit des Goldrausches
Perfy Middleton, die Tochter englischer Sträflinge, will durch die Ehe mit dem reichen Farmer Darcy Buchanan einem Dasein als Dienstmädchen entgehen. Doch als Darcy noch vor der Hochzeit ums Leben kommt, ist Perfy auf der Farm nicht mehr gut gelitten.
Perfys Freundin und Begleiterin, die Aborigine Diamond, die als Kind von Seeleuten vor der Küste Australiens verschleppt worden war, hofft derweil noch immer, eines Tages ihre Familie wiederzufinden.
Für beide Frauen beginnt der Weg durch ein wildes, geheimnisvolles Land, das mit Gold lockt und auf viele Arten tötet.
Patricia Shaw || Sonnenfeuer || Die Buchanan-Saga 1
Taschenbuch, Knaur TB || 01.04.2019, 560 S.
ISBN: 978-3-426-52405-3 || € 9,99 || Gelesen 04/2019
"Sonnenfeuer" beginnt auf dem Schoner White Rose. Der deutsche Kapitän Otto Beckmann war ein erfahrener Seemann. Auf dieser Reise begleitete ihn das erste Mal seine knapp 50jährige Frau. Die allerdings plagte die Seekrankheit. In Brisbane lebten sie, ohne Kinder und sie fühlte sich dort einsam. Vermisste ihre Familie und das Leben in Hamburg. Durch einen Zwischenfall müssen sie ein kleines Aborigine-Mädchen an Bord nehmen, Kagari. Augusta Beckmann nimmt sich ihrer an und nach der Reise mit nach Haus. Das Mädchen erhält nunmehr den Namen Diamont. Augusta unterrichtet sie daheim, denn in die Schule durfte sie aufgrund ihrer Hautfarbe nicht. Eines Tages hat Kagari eine Vorsehung und es stellt sich heraus, dass das Schiff mit dem Kapitän untergegangen ist. Da Augusta nicht mehr in Australien leben konnte, und nach Deutschland zurückgehen wollte, musste sie schauen, wo das Mädchen untergebracht wurde. Im Haushalt des Gouverneurs fand sich eine Stelle. Dort freudet sich Diamont mit Perfy an.
Die beiden Brüder Buchanan unterhalten die Farm Caravale. Der Viehtrieb hatte viel Geld in die Taschen gespült. Ben war zweiundzwanzig und Darcy fünfundzwanzig. Beide waren noch ledig.
Auf dem Rück zur Farm machen sie Halt in Brisbane. Die Auswirkungen des Goldrausches war auch hier spürbar. Da trifft Darfy auf Perfy und kurz darauf macht er ihr einen Heiratsantrag. Doch es kommt nicht zur Hochzeit. Durch einen bösen Streich seines Bruders stirbt Darcy. Durch seinen Tod erbt Perfy all sein Barvermögen und die Hälfte der Farm. Das hatte Darcy schon testamentarisch geregelt.
Perfy, die weierhin in Kontakt mit Diamond war, beschließt nach Caravale zu reisen. Und Diamond kommt mit. Ihr größter Wunsch ist es, endlich zu ihrer Familie zurückzukehren.
"Sonnenfeuer" spielt zur Zeit des Goldrausches in Australien. Die Leute brennen vor Gier nach dem Gold und schrecken vor nichts zurück.
Die Charaktere sind gut beschrieben. Es mag sein, dass die Frauen zu der Zeit keine großen tragende Rolle gespielt haben, doch die beiden Frauen hier im Roman sind jede auf ihre Art außergewöhnlich und stark. Insofern hat sich eine abwechslungsreiche Geschichte entwickelt. Die Handlung wird zeitweise so lebensecht beschrieben, als sei man selbst mittendrin. Der Leser wird nicht nur in eine vergangene Zeit versetzt, sondern auch mit der fremden Kultur, der Mystik der Aborigine. Diese Kultur, ihr Leben der Ureinwohner wird mit viel Feingefühl beschrieben.
Auch wenn der Roman mit seinen 560 Seiten nicht mal eben locker und leicht zu lesen ist, vergeht die Zeit wie im Fluge und beschert dem Leser ein wirklich großartiges und spannendes Lesehighlight.
Ich habe Romane der Autorin Patricia Shaw schon in den 90iger Jahren gelesen, u. a. auch "Sonnenfeuer". Die Geschichte neu zu lesen, war kein Auffrischen. Meine Erinnerungen haben mich da etwas in Stich gelassen.
Das Cover erscheint auf den ersten Blick schlicht. Doch die Farbharmonie und die Gestaltung ziehen immer wieder einen Blick darauf.
Es ist die faszinierende Welt Australiens, die immer wieder eine großartige Kulisse für Romane hergibt. Und es sind auch ihre Ureinwohner, die einen magisch anziehen.
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"Sonnenfeuer" - ein historischer Roman für Australien-Liebhaber.
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Donnerstag, 18. April 2019
(Kurzmeinung) "Als der Himmel uns gehörte" ~ Charlotte Roth
Charlotte Roth
Als der Himmel uns gehörte
"Wir rennen dem Himmel die Tür ein. Und keiner hält uns auf."
London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.
Klappenbroschur, Knaur TB || 01.04.2015, 608 S.
ISBN: 978-3-426-51664-5 ||€ 9,99
Gelesen 04/2019
Buchanfang
"In dem Park, durch den Jennifer schon als Kind gelaufen war, erkannte sie noch immer kein Mensch. Langstreckenläuferinnen waren schließlich keine Tennisstars, und die paar Erfolge, die sie errungen hatte, rissen niemanden vom Hocker." …
Mein Leseeindruck
Handlungsort zu Beginn des Romans ist London. Man schreibt das Jahr 2011. Jeden Morgen absolviert dort im Park Jennifer ihre Lauftrainingseinheiten. Ihr Ziel, nein ihr Traum ist es, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Wenn da nur nicht immer ihre Panikattacken wären. Als sie eines Morgens von einem ihr fremden Mann angesprochen wird, der sie auf die Ähnlichkeit mit Alberta Bernhard anspricht und gleichzeitig ihr neuer Trainer werden will, beginnt die Geschichte interessant zu werden. Alberta Bernhardt ist Jennifers Urgroßmutter und fast einhundert Jahre alt. Sie war aus Deutschland, der Nachname Bernhard ihr Mädchenname. Sie lebte sehr zurückgezogen auf dem Sitz in Buckinghamshire. In einem Gespräch mit ihrer Mutter weist diese Jennifer darauf hin, wenn sie Fragen beantwortet haben möchte, möge sie sich bitte direkt an die Grandma wenden. Eben auch wie sie zu ihrer Stiftung für den Behindertensport gekommen sei.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. In der Vergangenheit führt es zurück nach Deutschland, zu den Anfängen der dunkelsten Geschichte des Landes und am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gegenwart wird von Jennifer erzählt. Beeindruckend, wie die Autorin die Zeitgeschichte der Olympischen Spiele 1936, all das davor zu einer Handlung verarbeitet hat. Wieder einmal wird verdeutlicht, wie sehr diese Spiele 1936 zu Propagandazwecken missbraucht wurden.
Zitat S. 522
"Pferde ermorden niemanden. Pferde zetteln keinen Krieg an. Pferde legen keinen Wert darauf, durch ein Olympiastadion zu hüpfen, aber ehe sie sich zanken, tun sie sogar das."
Die Handlung um Alberta und ihrer Familie, ein Stück deutsche Geschichte, dann die Thematik Olympische Spiele, sind in diesem Roman gut zusammengeführt. Gerade der Blick auf die heutige Zeit ist aktueller denn je.
Ein Roman, der meine Leseempfehlung erhält.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
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Ein ansprechender Roman mit Tiefgang
Als der Himmel uns gehörte
"Wir rennen dem Himmel die Tür ein. Und keiner hält uns auf."
London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.
Klappenbroschur, Knaur TB || 01.04.2015, 608 S.
ISBN: 978-3-426-51664-5 ||€ 9,99
Gelesen 04/2019
Buchanfang
"In dem Park, durch den Jennifer schon als Kind gelaufen war, erkannte sie noch immer kein Mensch. Langstreckenläuferinnen waren schließlich keine Tennisstars, und die paar Erfolge, die sie errungen hatte, rissen niemanden vom Hocker." …
Mein Leseeindruck
Handlungsort zu Beginn des Romans ist London. Man schreibt das Jahr 2011. Jeden Morgen absolviert dort im Park Jennifer ihre Lauftrainingseinheiten. Ihr Ziel, nein ihr Traum ist es, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Wenn da nur nicht immer ihre Panikattacken wären. Als sie eines Morgens von einem ihr fremden Mann angesprochen wird, der sie auf die Ähnlichkeit mit Alberta Bernhard anspricht und gleichzeitig ihr neuer Trainer werden will, beginnt die Geschichte interessant zu werden. Alberta Bernhardt ist Jennifers Urgroßmutter und fast einhundert Jahre alt. Sie war aus Deutschland, der Nachname Bernhard ihr Mädchenname. Sie lebte sehr zurückgezogen auf dem Sitz in Buckinghamshire. In einem Gespräch mit ihrer Mutter weist diese Jennifer darauf hin, wenn sie Fragen beantwortet haben möchte, möge sie sich bitte direkt an die Grandma wenden. Eben auch wie sie zu ihrer Stiftung für den Behindertensport gekommen sei.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. In der Vergangenheit führt es zurück nach Deutschland, zu den Anfängen der dunkelsten Geschichte des Landes und am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gegenwart wird von Jennifer erzählt. Beeindruckend, wie die Autorin die Zeitgeschichte der Olympischen Spiele 1936, all das davor zu einer Handlung verarbeitet hat. Wieder einmal wird verdeutlicht, wie sehr diese Spiele 1936 zu Propagandazwecken missbraucht wurden.
Zitat S. 522
"Pferde ermorden niemanden. Pferde zetteln keinen Krieg an. Pferde legen keinen Wert darauf, durch ein Olympiastadion zu hüpfen, aber ehe sie sich zanken, tun sie sogar das."
Die Handlung um Alberta und ihrer Familie, ein Stück deutsche Geschichte, dann die Thematik Olympische Spiele, sind in diesem Roman gut zusammengeführt. Gerade der Blick auf die heutige Zeit ist aktueller denn je.
Ein Roman, der meine Leseempfehlung erhält.
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Ein ansprechender Roman mit Tiefgang
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Mittwoch, 17. April 2019
(Rezension) "Wir sehen uns unter den Linden" ~ Charlotte Roth
Eines Tages werden wir frei sein …
Charlotte Roth
Wir sehen uns unter den Linden
Ein aufwühlender Roman über den Mauerbau, das Leben in der jungen DDR und über zerrissene Familien und Freundschaften von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth
Berlin nach dem 2. Weltkrieg.
Von ihrem geliebten Vater Volker, einem Lehrer, hat Susanne gelernt, an den Sozialismus zu glauben. Ohne je das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren, hat er gegen das Naziregime gekämpft – und wurde vor den Augen seiner sechzehnjährigen Tochter kurz vor Kriegsende erschossen. Nie hat Susanne dieses Erlebnis vergessen, das sie für ihr Leben geprägt hat.. Um das Vermächtnis des Vaters zu erfüllen, widmet sich Susanne von ganzem Herzen dem Aufbau eines besseren Deutschland.
Erst als sie den lebenslustigen Koch Kelmi kennen- und liebenlernt, beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Zu tief jedoch ist der Glaube an den Sozialismus im Osten Deutschlands in ihr verwurzelt, zu stark das Band, das sie mit dem toten Vater verbindet.
Dann kommt der 13. August, und plötzlich verstellt die Mauer Susanne jegliche Möglichkeit einer Alternative …
Verlag: Knaur TB (1. April 2019) || Broschiert: 528 Seiten
ISBN-13: 978-3426522356 || € 9,99
gelesen 04/2019
Mein Leseeindruck
Man schreibt das Jahr 1945. In einer Wohnung in der Adalbertstraße in Berlin. Hier waren sie eine Familie gewesen und gücklich miteinander. Bis … ja bis die Geschichte vom Goldlöckchen und den drei Bären in gewisser Weise Realität wird. Sie hatten als Familie so glücklich hier gelebt, Vater, Mutter und Kind. Genau wie in der Geschichte. Bis dann da das Böse kam..... Der Anfang zum Ende einer gklücklichen Familie.
"Wir sehen uns unter den Linden" ist der neue Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Aufgegliedert in acht Teile beginnt es im April 1928 und endet im Juni 1961.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt Berlin geteilt. Der Osten ist vom Sozialismus geprägt. Die junge Susanne gehört mit zu denjenigen, die alles dafür tun, um den neuen Staadt mit aufzubauen. Als sie den jungen Mann aus dem Westen der Stadt trifft, entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte. Doch konnte diese Bestand haben? Ost und West? Wie unterschiedlich sie lebten, zeigte sich immer wieder bei den Treffen mit ihm "Unter den Linden".
Doch zunehmend verschärft sich die politische Situation der Stadt Berlin, die dem Viermächte-Status unterlag. Es war ja bekannt, dass die Sowjetunion diesen Status in Frage stellte.
Kelmi, so hieß der junge Mann, war ein exzellenter Koch, was er immer wieder unter Beweis stellte. Die Lage der Stadt, die Zeichen der Zeit erkannt, eröffnet er aber nicht wie vorgehabt im Ostteil, sondern im Westen Berlins ein Restaurant.
***
"Wir sehen uns unter den Linden" ist ein Roman, den ich in gewisser Weise mit in ein Stück Leben meinerseits einbeziehe.
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961. Nur wenige Tage zuvor waren meine Eltern, mein Bruder und ich von einem Familienbesuch aus dem Ostsektor Berlins wieder zurück nach Niedersachsen gefahren. Mein Onkel hatte darauf bestanden mit dem Hinweis, es wäre zu unserer Sicherheit. Irgendwann später habe ich erfahren, dass da Insiderkenntnisse vorlagen. Berlin-Friedrichstraße, der lange Kacheltunnel, durch den man gehen musste, dieses mulmige Gefühl im Bauch, das einen erst verließ, wenn man "draußen" war. Gerade erst im vorletzten Jahr hat mir meine Mutter die Geschichte ihrer Schwester erzählt, die in den 80iger Jahren von Ost- nach West-Berlin umgezogen ist. Sie selbst hatte mitgewirkt, mit dem Auto drüben gewesen. Im Nachlass fanden sich die seitenlangen Auflistungen, was ausgeführt wurde. Und sie musste ebenso als erste Station ins Notaufnahmelager Marienfelde, weil es hier die Genehmigungsunterlagen für den Aufenthalt im Westen gab. Ich bin viele Jahre als Kind bzw. Heranwachsende jeweils in den Ferien im Ostteil der Stadt gewesen, habe miterlebt, wie meine Cousinen FDJlerinnen wurden, geprägt vom Staat, Sozialismus.
***
Der vorliegende Roman umfasst ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands. Auch wenn ich im Westen aufgewachsen bin, habe ich mein Leben lang hinter die Mauer, auch nach dem Mauerfall. Die Verwandtschaft lebte halt dort.
Diesen Roman zu rezensieren habe ich sehr lange vor mich hergeschoben. Es hat ziemlich viele Erinnerungen in mir wachgerufen, denn irgendwie ist es selbst ein Stück Geschichte von Mir, meiner Familie, meiner Verwandtschaft – irgendwie. Es ist ein Buch, was mich von Beginn an wirklich gefesselt hat. Es berührt und ist absolut lesenswert
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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars.
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Bewegende Familiensaga - ein Stück Zeitgeschichte
Charlotte Roth
Wir sehen uns unter den Linden
Ein aufwühlender Roman über den Mauerbau, das Leben in der jungen DDR und über zerrissene Familien und Freundschaften von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth
Berlin nach dem 2. Weltkrieg.
Von ihrem geliebten Vater Volker, einem Lehrer, hat Susanne gelernt, an den Sozialismus zu glauben. Ohne je das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren, hat er gegen das Naziregime gekämpft – und wurde vor den Augen seiner sechzehnjährigen Tochter kurz vor Kriegsende erschossen. Nie hat Susanne dieses Erlebnis vergessen, das sie für ihr Leben geprägt hat.. Um das Vermächtnis des Vaters zu erfüllen, widmet sich Susanne von ganzem Herzen dem Aufbau eines besseren Deutschland.
Erst als sie den lebenslustigen Koch Kelmi kennen- und liebenlernt, beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Zu tief jedoch ist der Glaube an den Sozialismus im Osten Deutschlands in ihr verwurzelt, zu stark das Band, das sie mit dem toten Vater verbindet.
Dann kommt der 13. August, und plötzlich verstellt die Mauer Susanne jegliche Möglichkeit einer Alternative …
Verlag: Knaur TB (1. April 2019) || Broschiert: 528 Seiten
ISBN-13: 978-3426522356 || € 9,99
gelesen 04/2019
Mein Leseeindruck
Man schreibt das Jahr 1945. In einer Wohnung in der Adalbertstraße in Berlin. Hier waren sie eine Familie gewesen und gücklich miteinander. Bis … ja bis die Geschichte vom Goldlöckchen und den drei Bären in gewisser Weise Realität wird. Sie hatten als Familie so glücklich hier gelebt, Vater, Mutter und Kind. Genau wie in der Geschichte. Bis dann da das Böse kam..... Der Anfang zum Ende einer gklücklichen Familie.
"Wir sehen uns unter den Linden" ist der neue Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Aufgegliedert in acht Teile beginnt es im April 1928 und endet im Juni 1961.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt Berlin geteilt. Der Osten ist vom Sozialismus geprägt. Die junge Susanne gehört mit zu denjenigen, die alles dafür tun, um den neuen Staadt mit aufzubauen. Als sie den jungen Mann aus dem Westen der Stadt trifft, entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte. Doch konnte diese Bestand haben? Ost und West? Wie unterschiedlich sie lebten, zeigte sich immer wieder bei den Treffen mit ihm "Unter den Linden".
Doch zunehmend verschärft sich die politische Situation der Stadt Berlin, die dem Viermächte-Status unterlag. Es war ja bekannt, dass die Sowjetunion diesen Status in Frage stellte.
Kelmi, so hieß der junge Mann, war ein exzellenter Koch, was er immer wieder unter Beweis stellte. Die Lage der Stadt, die Zeichen der Zeit erkannt, eröffnet er aber nicht wie vorgehabt im Ostteil, sondern im Westen Berlins ein Restaurant.
***
"Wir sehen uns unter den Linden" ist ein Roman, den ich in gewisser Weise mit in ein Stück Leben meinerseits einbeziehe.
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961. Nur wenige Tage zuvor waren meine Eltern, mein Bruder und ich von einem Familienbesuch aus dem Ostsektor Berlins wieder zurück nach Niedersachsen gefahren. Mein Onkel hatte darauf bestanden mit dem Hinweis, es wäre zu unserer Sicherheit. Irgendwann später habe ich erfahren, dass da Insiderkenntnisse vorlagen. Berlin-Friedrichstraße, der lange Kacheltunnel, durch den man gehen musste, dieses mulmige Gefühl im Bauch, das einen erst verließ, wenn man "draußen" war. Gerade erst im vorletzten Jahr hat mir meine Mutter die Geschichte ihrer Schwester erzählt, die in den 80iger Jahren von Ost- nach West-Berlin umgezogen ist. Sie selbst hatte mitgewirkt, mit dem Auto drüben gewesen. Im Nachlass fanden sich die seitenlangen Auflistungen, was ausgeführt wurde. Und sie musste ebenso als erste Station ins Notaufnahmelager Marienfelde, weil es hier die Genehmigungsunterlagen für den Aufenthalt im Westen gab. Ich bin viele Jahre als Kind bzw. Heranwachsende jeweils in den Ferien im Ostteil der Stadt gewesen, habe miterlebt, wie meine Cousinen FDJlerinnen wurden, geprägt vom Staat, Sozialismus.
***
Der vorliegende Roman umfasst ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands. Auch wenn ich im Westen aufgewachsen bin, habe ich mein Leben lang hinter die Mauer, auch nach dem Mauerfall. Die Verwandtschaft lebte halt dort.
Diesen Roman zu rezensieren habe ich sehr lange vor mich hergeschoben. Es hat ziemlich viele Erinnerungen in mir wachgerufen, denn irgendwie ist es selbst ein Stück Geschichte von Mir, meiner Familie, meiner Verwandtschaft – irgendwie. Es ist ein Buch, was mich von Beginn an wirklich gefesselt hat. Es berührt und ist absolut lesenswert
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Bewegende Familiensaga - ein Stück Zeitgeschichte
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Sonntag, 10. März 2019
(Rezension) "Gut Greifenau - Morgenröte" ~ Hanna Caspian
Hanna Caspian
Gut Greifenau – Morgenröte
Der Krieg ist zu Ende
und der Kaiser geflohen …
1918 ist der Frieden mit Russland in greifbarer Nähe.
Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.
Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.
Der 3. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau
von Hanna Caspian.
Verlag: Knaur TB (1. März 2019) || 576 Seiten ||
ISBN-13: 978-3426521526 || € 9,99
Schon die ersten beiden Bände der Familien-Saga um das Gut Greifenau haben mich total begeistert und nun findet die Geschichte ihren Abschluss in "Morgenröte".
Es beginnt dort wo der zweite Band endet und nicht klar war, ob Graf Konstantin das Attentat überlebt hat. Dies als Einstieg war gut gewählt, auch wenn der Vorband erst vor wenigen Monaten erschienen war. Es entwickelt sich wie schon zuvor bei den ersten beiden Bänden eine Art Sogwirkung, so dass man nicht aufhören mag zu lesen. Er beginnt dramatisch, endet dann aber doch versöhnlich. Es ist Ende Dezember 1917. Nur noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel. Graf Konstantin hatte kurz zuvor bei der Dorflehrerin Rebecca ein Fahrrad als Geschenk vorbei gebracht und wollte nach Haus. Die beiden hatten ein distanziertes Verhältnis nach der Offenlegung Konstantins wahrer Identität. Umso geschockter war sie, als er kurz nach ihrem Besuch an der Tür stand, merkwürdig blutverschmiert. Nur seinen Vater sollte sie benachrichtigen, keinen Arzt, keine Polizei. Ihr kam zugute, dass sie als Tochter eines Arztes in Berlin aufgewachsen war.
Im weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen Krieg, Leid, Verrat und Überlebenskampf das Leben der Protagonisten. In den Menschen keimte die Hoffnung, dass der Krieg bald ein Ende finden würde. Die Hungersnot war groß, das Leid der Menschen unerträglich. In Russland tobten die Aufstände.
In eine Zeit vor gut über 100 Jahren zurückversetzt wird dem heutigen Leser sehr deutlich die Geschichte der Adelstände, den Bediensteten und dem Volk vor Augen geführt. Es wird einem bewusst, wie schrecklich die Zeit war. Die dramatischen Auswirkungen des Krieges erlebt man in einzelnen Geschichten. Auf dieser Zeitreise nimmt der geschichtliche Aspekt wahrlich die perfekte Größe ein, so dass man sich in das Leben der Charaktere hineinversetzen kann. Hoffen und Bangen, wie würde die Zukunft aussehen. Doch zwischen all den düsteren Momenten zeigt sich auch das Gute.
Die Autorin Hanna Caspian hat mit der Gut Greifenau-Saga ein wahrhaft mitreißendes Werk geschrieben. Die Trilogie ist als Gesamtpaket etwas, die seinen Leser völlig in den Bann zieht. Wie schon bei den Vorbänden konnte ich das Buch kaum bzw. wenig zur Seite legen, denn ich wollte schon wissen, wie es weitergeht nach dem dramatischen Ende zuvor. Eine gewichtige Rolle spielt neben den anderen Hauptdarstellern auch Albert Sonntag, der uneheliche Sohn des alten Grafen. Würde er sein Geheimnis lüften? Und was würde aus Katharina werden, deren Mutter sie unbedingt mit dem Neffen des Kaisers verheiraten wollte. Obwohl sie einen anderen liebt. Mit der Heirat wären für Gut Greifenau die finanziellen Sorgen vorbei, denn das Gut war hoch verschuldet.
Ich weise vorsorglich noch einmal darauf hin, dass man die ersten beiden Bände lesen sollte. Auf die einzelnen Charaktere hier im dritten Band einzugehen, halte ich zwar für überflüssig, auch weil dann noch intensiver auf die Gesamthandlung eingegangen werden müsste. Und das möchte ich nicht. Neben den dramatischen Begebenheiten bietet es auch das Stück Romantik, was nicht fehlen darf. Zusätzlich zur Romanhandlung erhält der Leser auch noch ein Stück Geschichte mit den Gepflogenheiten der damaligen Zeit.
Fakt ist, das diese Trilogie eines meiner absoluten Highlights ist.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Die Gut Greifenau Trilogie:
Gut Greifenau - Abendglanz *Rezi*
Gut Greifenau - Nachtfeuer *Rezi*
Gut Greifenau - Morgenröte
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Hanna Caspian ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. (Regina Gärtner ) Mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas beleuchtet sie bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.
Ein sehr spannender und gut zu lesender Abschlussband der Familien-Saga "Gut Greifenau"
Gut Greifenau – Morgenröte
Der Krieg ist zu Ende
und der Kaiser geflohen …
1918 ist der Frieden mit Russland in greifbarer Nähe.
Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.
Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.
Der 3. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau
von Hanna Caspian.
Verlag: Knaur TB (1. März 2019) || 576 Seiten ||
ISBN-13: 978-3426521526 || € 9,99
Schon die ersten beiden Bände der Familien-Saga um das Gut Greifenau haben mich total begeistert und nun findet die Geschichte ihren Abschluss in "Morgenröte".
Es beginnt dort wo der zweite Band endet und nicht klar war, ob Graf Konstantin das Attentat überlebt hat. Dies als Einstieg war gut gewählt, auch wenn der Vorband erst vor wenigen Monaten erschienen war. Es entwickelt sich wie schon zuvor bei den ersten beiden Bänden eine Art Sogwirkung, so dass man nicht aufhören mag zu lesen. Er beginnt dramatisch, endet dann aber doch versöhnlich. Es ist Ende Dezember 1917. Nur noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel. Graf Konstantin hatte kurz zuvor bei der Dorflehrerin Rebecca ein Fahrrad als Geschenk vorbei gebracht und wollte nach Haus. Die beiden hatten ein distanziertes Verhältnis nach der Offenlegung Konstantins wahrer Identität. Umso geschockter war sie, als er kurz nach ihrem Besuch an der Tür stand, merkwürdig blutverschmiert. Nur seinen Vater sollte sie benachrichtigen, keinen Arzt, keine Polizei. Ihr kam zugute, dass sie als Tochter eines Arztes in Berlin aufgewachsen war.
Im weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen Krieg, Leid, Verrat und Überlebenskampf das Leben der Protagonisten. In den Menschen keimte die Hoffnung, dass der Krieg bald ein Ende finden würde. Die Hungersnot war groß, das Leid der Menschen unerträglich. In Russland tobten die Aufstände.
In eine Zeit vor gut über 100 Jahren zurückversetzt wird dem heutigen Leser sehr deutlich die Geschichte der Adelstände, den Bediensteten und dem Volk vor Augen geführt. Es wird einem bewusst, wie schrecklich die Zeit war. Die dramatischen Auswirkungen des Krieges erlebt man in einzelnen Geschichten. Auf dieser Zeitreise nimmt der geschichtliche Aspekt wahrlich die perfekte Größe ein, so dass man sich in das Leben der Charaktere hineinversetzen kann. Hoffen und Bangen, wie würde die Zukunft aussehen. Doch zwischen all den düsteren Momenten zeigt sich auch das Gute.
Die Autorin Hanna Caspian hat mit der Gut Greifenau-Saga ein wahrhaft mitreißendes Werk geschrieben. Die Trilogie ist als Gesamtpaket etwas, die seinen Leser völlig in den Bann zieht. Wie schon bei den Vorbänden konnte ich das Buch kaum bzw. wenig zur Seite legen, denn ich wollte schon wissen, wie es weitergeht nach dem dramatischen Ende zuvor. Eine gewichtige Rolle spielt neben den anderen Hauptdarstellern auch Albert Sonntag, der uneheliche Sohn des alten Grafen. Würde er sein Geheimnis lüften? Und was würde aus Katharina werden, deren Mutter sie unbedingt mit dem Neffen des Kaisers verheiraten wollte. Obwohl sie einen anderen liebt. Mit der Heirat wären für Gut Greifenau die finanziellen Sorgen vorbei, denn das Gut war hoch verschuldet.
Ich weise vorsorglich noch einmal darauf hin, dass man die ersten beiden Bände lesen sollte. Auf die einzelnen Charaktere hier im dritten Band einzugehen, halte ich zwar für überflüssig, auch weil dann noch intensiver auf die Gesamthandlung eingegangen werden müsste. Und das möchte ich nicht. Neben den dramatischen Begebenheiten bietet es auch das Stück Romantik, was nicht fehlen darf. Zusätzlich zur Romanhandlung erhält der Leser auch noch ein Stück Geschichte mit den Gepflogenheiten der damaligen Zeit.
Fakt ist, das diese Trilogie eines meiner absoluten Highlights ist.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Die Gut Greifenau Trilogie:
Gut Greifenau - Abendglanz *Rezi*
Gut Greifenau - Nachtfeuer *Rezi*
Gut Greifenau - Morgenröte
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Hanna Caspian ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. (Regina Gärtner ) Mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas beleuchtet sie bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.
Ein sehr spannender und gut zu lesender Abschlussband der Familien-Saga "Gut Greifenau"
Themen:
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Motto-Challenge2019
Sonntag, 17. Februar 2019
(Rezension) "Der Herzschlag der Steine" ~ Isabel Morland
Isabel Morland
Der Herzschlag der Steine
Eine große Liebe, eine wilde Insel
und die Suche nach den eigenen Wurzeln
Als Ailsa nach vielen Jahren auf ihre kleine Insel auf den Äußeren Hebriden zurückkehrt, will sie eigentlich nur das Haus ihrer verstorbenen Mutter verkaufen. Nichts scheint sie mehr mit ihrer Heimat zu verbinden, und mit ihrer Vergangenheit hat sie längst abgeschlossen und in Toronto ein neues Leben angefangen. Doch der Zauber der Insel und die grandiose Natur ziehen sie bald wieder in ihren Bann, und als sie ihrer alten Liebe erneut begegnet, muss sie sich eingestehen, dass die Bindungen an ihr Zuhause stärker sind als gedacht.
Doch wird es ihr gelingen, alte Wunden zu heilen?
Taschenbuch, Knaur TB || 11.01.2019 || 464 S. ||
ISBN: 978-3-426-52354-4 || € 9,99
Buchanfang
Die Luft über dem Torfmoor ist schwer von schwelendem Räucherwerk. Megalithen, geboren aus dem Anbeginn der Zeit, erheben sich vor dem seltsamen Dunkel der Sommernacht. Eine Armee aus erstarrten Kriegern. …
Mein Leseeindruck
Mystisch, fast unheimlich beginnt der neue Roman von Isabel Morland "Der Herzschlag der Steine".
Mit dem geheimnisvollen Anfang und der Kulisse der wilden Hebriden-Insel hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte in den Bann gezogen. Wirklich einzigartig, fesselnd und auch warmherzig ihre Art Romane zu schreiben. Ich hatte zwar schon einmal etwas über die Steinkreise auf Lewis gesehen, den Steinkreis in Callanish, doch ist es etwas anderes, wenn es zu einer Handlung gehört. Alt war der Steinkreis, sehr alt. Errichtet vor über 5000 Jahren. Was für Geschichten könnten die Steine erzählen?!
Ich denke genau das macht auch die Faszination aus, sich im klaren darüber zu sein, hier war etwas erschaffen worden, an einem Ort, dessen Vergangenheit mehr als nur ein Geheimnis birgt. Und in der Gegenwart zum Land, zu den Menschen, ihren Bräuchen gehört.
Die Landschaften als auch die einzelnen Orte werden bildhaft dargestellt. Die mystische Stimmung in den einzelnen Abschniten, oder war es der keltische Zauber verleihen dem Buch noch eine ganz besondere Note. Und bei mir spielten die Gefühle Purzelbaum.
Vor sechs Jahren war Aisla das letzte Mal auf der Insel Lewis auf den Hebriden. Es war zur Beerdigung ihrer Mutter. Nun kam sie von Toronto, Kanada, um das Haus zu verkaufen. Mit ihrem Gatten Paul unterhielt Aisla in Toronto eine gut floriende Immobilienfirma. Sehr zum Mißfallen von Paul war Aisla geflogen. Er bräuchte sie im Geschäft, so sein Spruch. Nun, die Ehe der beiden lief mehr recht als schlecht. Irgendwie hatten sie sich auseinandergelebt, und dennoch ... Aufgrund eines Telefonats ihres alten Freundes Blair änderte Aisla ihre Pläne und setzte sich ins Flugzeug rüber nach Lewis.
Was ist eine Rückkehr ohne die Erinnerungen. Man möchte es nicht zulassen, und dennoch kommen sie. Blair, Grayson, der wieder auf die Insel zurückgekehrt war, ihre Freundschaft hatte lange Bestand gehabt und zerbrach in der Nacht des großen Ereignisses am Steinkreis.
Ein Aufeinandertreffen der Freunde zeigt Aisla die offene Feindschaft zwischen Blair und Grayson. Aisla, die nur wenige Tage bleiben wollte, wird allerdings durch ein privates Ereignis ein bisschen aus der Bahn geworfen.
Die Charaktere sind allesamt liebenswert und überzeugen durch ihre Eigenarten. Aber sie haben auch Schwächen, die zu zeigen, macht sie halt authentisch.
Am Ende beschreibt die Autorin kein Happy-End im klassischen Sinn.
Es ist so, wie es ist.
Wunden heilen und geben Raum für Hoffnung.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Die Insel hat einen Herzschlag,
einen Rhythmus,
der in deinem Inneren vibriert,
ein Echo, das stetig widerhallt.
Einen Puls, ein Pochen, eine Kraft,
ein Zuhause.
Diese Insel hat einen Herzschlag,
fühle ihn.
(Katherine Macfarlane)
(Zitat aus dem Buch)
(Den Herzschlag spürst du im Buch♥)
Gelesen 02/2019
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar. Da hatten zwei denselben Gedanken, denn just zuvor hatte ich es mir gerade gekauft.
Schottlands mystische Seite zeigt sich in diesem großartigen Roman!
Der Herzschlag der Steine
Eine große Liebe, eine wilde Insel
und die Suche nach den eigenen Wurzeln
Als Ailsa nach vielen Jahren auf ihre kleine Insel auf den Äußeren Hebriden zurückkehrt, will sie eigentlich nur das Haus ihrer verstorbenen Mutter verkaufen. Nichts scheint sie mehr mit ihrer Heimat zu verbinden, und mit ihrer Vergangenheit hat sie längst abgeschlossen und in Toronto ein neues Leben angefangen. Doch der Zauber der Insel und die grandiose Natur ziehen sie bald wieder in ihren Bann, und als sie ihrer alten Liebe erneut begegnet, muss sie sich eingestehen, dass die Bindungen an ihr Zuhause stärker sind als gedacht.
Doch wird es ihr gelingen, alte Wunden zu heilen?
Taschenbuch, Knaur TB || 11.01.2019 || 464 S. ||
ISBN: 978-3-426-52354-4 || € 9,99
Buchanfang
Die Luft über dem Torfmoor ist schwer von schwelendem Räucherwerk. Megalithen, geboren aus dem Anbeginn der Zeit, erheben sich vor dem seltsamen Dunkel der Sommernacht. Eine Armee aus erstarrten Kriegern. …
Mein Leseeindruck
Mystisch, fast unheimlich beginnt der neue Roman von Isabel Morland "Der Herzschlag der Steine".
Mit dem geheimnisvollen Anfang und der Kulisse der wilden Hebriden-Insel hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte in den Bann gezogen. Wirklich einzigartig, fesselnd und auch warmherzig ihre Art Romane zu schreiben. Ich hatte zwar schon einmal etwas über die Steinkreise auf Lewis gesehen, den Steinkreis in Callanish, doch ist es etwas anderes, wenn es zu einer Handlung gehört. Alt war der Steinkreis, sehr alt. Errichtet vor über 5000 Jahren. Was für Geschichten könnten die Steine erzählen?!
Ich denke genau das macht auch die Faszination aus, sich im klaren darüber zu sein, hier war etwas erschaffen worden, an einem Ort, dessen Vergangenheit mehr als nur ein Geheimnis birgt. Und in der Gegenwart zum Land, zu den Menschen, ihren Bräuchen gehört.
Die Landschaften als auch die einzelnen Orte werden bildhaft dargestellt. Die mystische Stimmung in den einzelnen Abschniten, oder war es der keltische Zauber verleihen dem Buch noch eine ganz besondere Note. Und bei mir spielten die Gefühle Purzelbaum.
Vor sechs Jahren war Aisla das letzte Mal auf der Insel Lewis auf den Hebriden. Es war zur Beerdigung ihrer Mutter. Nun kam sie von Toronto, Kanada, um das Haus zu verkaufen. Mit ihrem Gatten Paul unterhielt Aisla in Toronto eine gut floriende Immobilienfirma. Sehr zum Mißfallen von Paul war Aisla geflogen. Er bräuchte sie im Geschäft, so sein Spruch. Nun, die Ehe der beiden lief mehr recht als schlecht. Irgendwie hatten sie sich auseinandergelebt, und dennoch ... Aufgrund eines Telefonats ihres alten Freundes Blair änderte Aisla ihre Pläne und setzte sich ins Flugzeug rüber nach Lewis.
Was ist eine Rückkehr ohne die Erinnerungen. Man möchte es nicht zulassen, und dennoch kommen sie. Blair, Grayson, der wieder auf die Insel zurückgekehrt war, ihre Freundschaft hatte lange Bestand gehabt und zerbrach in der Nacht des großen Ereignisses am Steinkreis.
Ein Aufeinandertreffen der Freunde zeigt Aisla die offene Feindschaft zwischen Blair und Grayson. Aisla, die nur wenige Tage bleiben wollte, wird allerdings durch ein privates Ereignis ein bisschen aus der Bahn geworfen.
Die Charaktere sind allesamt liebenswert und überzeugen durch ihre Eigenarten. Aber sie haben auch Schwächen, die zu zeigen, macht sie halt authentisch.
Am Ende beschreibt die Autorin kein Happy-End im klassischen Sinn.
Es ist so, wie es ist.
Wunden heilen und geben Raum für Hoffnung.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Die Insel hat einen Herzschlag,
einen Rhythmus,
der in deinem Inneren vibriert,
ein Echo, das stetig widerhallt.
Einen Puls, ein Pochen, eine Kraft,
ein Zuhause.
Diese Insel hat einen Herzschlag,
fühle ihn.
(Katherine Macfarlane)
(Zitat aus dem Buch)
(Den Herzschlag spürst du im Buch♥)
Gelesen 02/2019
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar. Da hatten zwei denselben Gedanken, denn just zuvor hatte ich es mir gerade gekauft.
Schottlands mystische Seite zeigt sich in diesem großartigen Roman!
Sonntag, 20. Januar 2019
(Rezension) "Gut Greifenau - Nachtfeuer" [Bd. 2] ~ Hanna Caspian
Hanna Caspian
Gut Greifenau - Nachtfeuer
Die Gut-Greifenau-Reihe Serie - Band 2
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Knaur TB (27. Dezember 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521512
ISBN-13: 978-3426521519
€ 9,99
Weitere Infos siehe unten
Zwischen Klassengegensätzen und neuen Chancen
Die große Familiensaga vor dem Hintergrund der untergehenden Monarchie
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang
"Die Welt hielt für einen Moment den Atem an. Der Himmel verschluckte die Sonne. Es wurde von Minute zu Minute dunkler und kälter."
21. August 1914 - Greifenau, Hinterpommern,
gräfliches Landgut derer von Auwitz-Aarhayn
Mein Leseeindruck
Die Familiensaga "Gut Greifenau" ist platziert vor der Kulisse des ersten Weltkriegs. Es geht um die gräfliche Familie derer von Auwitz-Aarhayn, deren Dienstboten, den Bewohnern des Dorfes Greifenau … Im zweiten Teil "Nachtfeuer" setzt sich die Geschichte fort. Der älteste Sohn Konstantin ist im Krieg und sein Vater Adolphis unfähig, das Gut wirtschaftlich zu führen. Feodora, seine Frau, russischer Abstammung und weitläufig mit der Zarenfamilie verwandt, strebt weiterhin eine Vermählung der jüngsten Tochter Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen an. Doch Katharina liebt einen anderen. Julius, ein Industriellensohn, nicht vom Stand, aber mit sehr viel Familienvermögen. Auch der älteste Sohn Konstantin hatte sich nicht standesgemäß verliebt. In Rebecca, der Dorflehrerin. Doch diese Beziehung war in die Brüche gegangen, was allein an Konstantin lag. Nachzulesen im ersten Band. Und dann ist da noch Albert Sonntag, der jetzige Kutscher auf dem Gut. Er arbeitet hier, um endlich seine Herkunft zu klären. Die Aufklärung um ihn ist ebenfalls eine Geschichte in der Geschichte und von der Autorin verständlich und gut eingeflochten. Es sind die einzelnen Schicksale, die sich in "Nachtfeuer" hervorheben. Und vieles erklären.
Eindrucksvoll beschreibt die Autorin des Einfluss des Krieges auf die Bevölkerung, die Not und den Hunger. Aber auch das Leiden der Soldaten an den Kriegsschauplätzen. Wer geschichtlich interessiert ist, dem offenbaren sich hier wahre Abgründe. Familien, die Opfer bringen müssen, ihre Söhne verlieren, Kinder ihre Väter.
Klar dargestellt im Roman erneut das Denken derer von und zu. Aber nicht alle. Auch das für damalige Verhältnis moderne Denken einiger Charaktere ist klar erkennbar. Wie gesagt, es ist eine fiktive Geschichte, in die tatsächliche und recherchierte Historie eingeflossen ist. Gerade die in den ehemaligen deutschen Gebieten wie Pommern, West-/Ostpreußen u.a. liefern sicherlich guten Stoff für gute historische Romane.
Was für mich neu war oder ich habe es schlichtweg vergessen, ist die Finanzierung der Bolschewiki und Lenin durch deutsches Geld. Die russische Revolution, die "Beurlaubung" des Zaren, wieso Graf Konstantin irgendwie hier eine Rolle spielt, ist wiederum eine Geschichte in der Gesamthandlung.
Sollte man von den Protagonisten eine bestimmte hervorheben, dann ist das für mich Katharina. Ihre Entwicklung, ihr Denken und der Umgang mit dem Krieg und ihren Folgen lassen sie zu einer eigenen Persönlichkeit reifen. Aber auch so kann man sich gut in die jeweiligen Personen, ihrem Denken und den Gefühlen hineinversetzen. Die Autorin hat ihre Szenenwechsel sehr gezielt als auch passend platziert, so dass für den Leser jeweils neue Informationen preisgegeben werden. Die Handlung ist tiefgehend und die Charaktere bleiben nicht ohne Wirkung. Es gibt halt Romane, in die "taucht" man ein, sie sind spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Geschichte, die mitreißt und der du dich nicht entziehen kannst. Es endet mt einem heftigen Cliffhanger und macht neugierig auf den dritten Band der Trilogie. Warten wir ab, was "Morgenröte", welcher Anfang März erscheint, noch an Überraschungen bereit hält.
Mit "Nachtfeuer" habe ich erneut eine hochinteressante historische (Lese)-Reise unternommen.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Gelesen 01/2019
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
"Gut Greifenau" - historische Familiensaga mit Suchtfaktor
Der 2. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey
August 1914: Der Erste Weltkrieg beginnt, und Konstantin muss an die Front. Sein Vater ist unfähig, das Gut zu führen, das bald hochverschuldet ist. Die Verbindung von Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen wird nun zur Überlebensfrage. Doch Ludwig tritt nicht nur seiner Verlobten Katharina zu nahe … Es droht ein Skandal! Katharina setzt ihre ganze Hoffnung auf eine Rettung durch den Industriellensohn Julius. Doch soll eine Ehe mit ihr ihm nur den Eintritt in den Adelsstand ermöglichen? Und dann ist da noch der Kutscher Albert, der sein Geheimnis nur im Dorf Greifenau klären kann.
Gut Greifenau - Nachtfeuer
Die Gut-Greifenau-Reihe Serie - Band 2
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Knaur TB (27. Dezember 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521512
ISBN-13: 978-3426521519
€ 9,99
Weitere Infos siehe unten
Zwischen Klassengegensätzen und neuen Chancen
Die große Familiensaga vor dem Hintergrund der untergehenden Monarchie
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang
"Die Welt hielt für einen Moment den Atem an. Der Himmel verschluckte die Sonne. Es wurde von Minute zu Minute dunkler und kälter."
21. August 1914 - Greifenau, Hinterpommern,
gräfliches Landgut derer von Auwitz-Aarhayn
Mein Leseeindruck
Die Familiensaga "Gut Greifenau" ist platziert vor der Kulisse des ersten Weltkriegs. Es geht um die gräfliche Familie derer von Auwitz-Aarhayn, deren Dienstboten, den Bewohnern des Dorfes Greifenau … Im zweiten Teil "Nachtfeuer" setzt sich die Geschichte fort. Der älteste Sohn Konstantin ist im Krieg und sein Vater Adolphis unfähig, das Gut wirtschaftlich zu führen. Feodora, seine Frau, russischer Abstammung und weitläufig mit der Zarenfamilie verwandt, strebt weiterhin eine Vermählung der jüngsten Tochter Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen an. Doch Katharina liebt einen anderen. Julius, ein Industriellensohn, nicht vom Stand, aber mit sehr viel Familienvermögen. Auch der älteste Sohn Konstantin hatte sich nicht standesgemäß verliebt. In Rebecca, der Dorflehrerin. Doch diese Beziehung war in die Brüche gegangen, was allein an Konstantin lag. Nachzulesen im ersten Band. Und dann ist da noch Albert Sonntag, der jetzige Kutscher auf dem Gut. Er arbeitet hier, um endlich seine Herkunft zu klären. Die Aufklärung um ihn ist ebenfalls eine Geschichte in der Geschichte und von der Autorin verständlich und gut eingeflochten. Es sind die einzelnen Schicksale, die sich in "Nachtfeuer" hervorheben. Und vieles erklären.
Eindrucksvoll beschreibt die Autorin des Einfluss des Krieges auf die Bevölkerung, die Not und den Hunger. Aber auch das Leiden der Soldaten an den Kriegsschauplätzen. Wer geschichtlich interessiert ist, dem offenbaren sich hier wahre Abgründe. Familien, die Opfer bringen müssen, ihre Söhne verlieren, Kinder ihre Väter.
Klar dargestellt im Roman erneut das Denken derer von und zu. Aber nicht alle. Auch das für damalige Verhältnis moderne Denken einiger Charaktere ist klar erkennbar. Wie gesagt, es ist eine fiktive Geschichte, in die tatsächliche und recherchierte Historie eingeflossen ist. Gerade die in den ehemaligen deutschen Gebieten wie Pommern, West-/Ostpreußen u.a. liefern sicherlich guten Stoff für gute historische Romane.
Was für mich neu war oder ich habe es schlichtweg vergessen, ist die Finanzierung der Bolschewiki und Lenin durch deutsches Geld. Die russische Revolution, die "Beurlaubung" des Zaren, wieso Graf Konstantin irgendwie hier eine Rolle spielt, ist wiederum eine Geschichte in der Gesamthandlung.
Sollte man von den Protagonisten eine bestimmte hervorheben, dann ist das für mich Katharina. Ihre Entwicklung, ihr Denken und der Umgang mit dem Krieg und ihren Folgen lassen sie zu einer eigenen Persönlichkeit reifen. Aber auch so kann man sich gut in die jeweiligen Personen, ihrem Denken und den Gefühlen hineinversetzen. Die Autorin hat ihre Szenenwechsel sehr gezielt als auch passend platziert, so dass für den Leser jeweils neue Informationen preisgegeben werden. Die Handlung ist tiefgehend und die Charaktere bleiben nicht ohne Wirkung. Es gibt halt Romane, in die "taucht" man ein, sie sind spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Geschichte, die mitreißt und der du dich nicht entziehen kannst. Es endet mt einem heftigen Cliffhanger und macht neugierig auf den dritten Band der Trilogie. Warten wir ab, was "Morgenröte", welcher Anfang März erscheint, noch an Überraschungen bereit hält.
Mit "Nachtfeuer" habe ich erneut eine hochinteressante historische (Lese)-Reise unternommen.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Gelesen 01/2019
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
"Gut Greifenau" - historische Familiensaga mit Suchtfaktor
Der 2. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey
August 1914: Der Erste Weltkrieg beginnt, und Konstantin muss an die Front. Sein Vater ist unfähig, das Gut zu führen, das bald hochverschuldet ist. Die Verbindung von Katharina mit dem Kaiserneffen Ludwig von Preußen wird nun zur Überlebensfrage. Doch Ludwig tritt nicht nur seiner Verlobten Katharina zu nahe … Es droht ein Skandal! Katharina setzt ihre ganze Hoffnung auf eine Rettung durch den Industriellensohn Julius. Doch soll eine Ehe mit ihr ihm nur den Eintritt in den Adelsstand ermöglichen? Und dann ist da noch der Kutscher Albert, der sein Geheimnis nur im Dorf Greifenau klären kann.
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