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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Sonntag, 26. Februar 2017

BLICKinsBuch - Januar '17/Februar 17

Schon länger trage ich  mich mit dem Gedanken, eine Seite für gelesene Bücher,  zu denen ich keine Rezension schreibe, online gehen zu lassen. (Bücher vom SuB u. a. ☺)
Es ist mir einfach nicht  möglich, zu all und jedem gelesenen Buch meine Lesemeinung zu schreiben. Auch eine Kurzmeinung ist manchmal schon zeitlich nicht drin.
Deswegen gibt es jetzt "BLICKinsBuch".
Und sicher auch ein, zwei Sätze, wie es mir gefallen hat.

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei den jeweiligen Verlagen

Im Februar 2017 gelesen:

Jutta Profijt - Blogging Queen
 Alles, was in ist ...
Stewardess Millie ist sauer: Kurz vor ihrem 30. Geburtstag macht eine schwere Ohrenentzündung sie für Wochen fluguntauglich. Die Geburtstagsparty in der Karibik fällt also flach. Als Trost darf Millie das luxuriöse Penthouse einer Freundin hüten und dabei auch das neu entworfene Programmdesign zur Erstellung eines Blogs testen. Schnell erkennt Millie, dass sie dabei endlich ihre geheime Leidenschaft für Mode, Styles und Trends ausleben kann. Aus dem Testlauf wird Ernst. Der Blog »Millie’s Magazine« schlägt ein wie eine Bombe, die Modewelt steht Kopf. Doch als plötzlich der attraktive Polizist Frank Stahl vor der Tür steht, der einen international gesuchten Betrüger auf Millies Blogfotos entdeckt hat, bekommt es Millie mit der Angst zu tun. Um ihr virtuelles Glamourleben aufrechtzuerhalten, verstrickt sie sich in immer wildere Lügengeschichten ...


TB 304 Seiten
dtv Verlagsgesellschaft (1. Juli 2011)

Fazit: Ich habe mich köstlich unterhalten, auch wenn mir die Protagonistin ab und an wirklich auf den "Zeiger" ging., Aber das Leben ist ein Up and Down und zum Ende hin wurde sie mir sympathisch. Unterhaltsamer Lesestoff für zwischendurch.


Im Januar 2017 gelesen:

Die Schneekönigin – Michael Cunningham
In Hans Christian Andersens Märchen »Die Schneekönigin« zerbricht ein Zauberspiegel in tausend Scherben. Trifft ein Splitter einen Menschen im Auge, so sieht er fortan alles um sich herum nur noch hässlich und böse. Wird ein Mensch dagegen im Herzen getroffen, wird es so kalt wie Eis … Michael Cunningham spielt auf brillante Weise, voller Poesie und mit einem guten Schuss Ironie versehen, mit Motiven aus Andersens Märchen. Und während er vor dem Hintergrund eines winterlichen New York eine Welt voll Eis, Schnee und Kälte heraufbeschwört, ist sein Roman in Wahrheit eine Hymne auf den Glauben an die Liebe und das Leben.

Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. Sie sind in den sogenannten besten Jahren und können es noch nicht ganz glauben, dass sich ihre Träume niemals erfüllen werden: Tyler, ein genialer Musiker, steht immer noch ohne Band und ohne Erfolg da. Aber er wird, das nimmt er sich vor und dafür sucht er sich heimlich Inspiration beim Kokain, das ultimative Liebeslied für Beth komponieren, ja, er wird es ihr bei der geplanten Hochzeit vorsingen ... Barrett, fast Literaturwissenschaftler, fast Startup-Unternehmer, fast Lord Byron, verkauft Secondhand-Designerklamotten in Beths Laden und trauert seinem letzten Lover nach, der ihn gerade schnöde per SMS abserviert hat. Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte …

TB: 288 Seiten
btb Verlag (14. November 2016)

Fazit: Der Roman von Michael Cunningham ist speziell, sehr gefühlvoll geschrieben. 
Man muss den Stil mögen. Man sollte das Leben lieben - jeder auf seine Art!


Winterkind - Lilach Mer
„Winterkind“ ist die Fortsetzung des Märchens „Schneewittchen“. Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz … Was geschieht mit Schneewittchen, nachdem sie ihren Prinzen geheiratet und selbst eine Tochter bekommen hat?

Eigentlich müsste Blanka von Rapp glücklich sein: Sie ist schön, ihre Haut ist weiß wie Schnee, ihre Haare sind schwarz wie Ebenholz. Und sie ist reich, ihrem Mann gehört die Glasfabrik, deren Turm das Dorf überragt. Trotzdem ist sie unglücklich. Wie ein Schatten liegt die Angst über allem, was sie tut, die Angst vor einer Toten.
Als die Geschäfte ihres Mannes schlechter laufen, wächst unter den Arbeitern in der Glashütte die Unzufriedenheit. Gerüchte über einen Aufstand häufen sich. Während Blankas Mann verreist, eskaliert die Situation. Blanka muss sich nicht nur der Gegenwart, sondern auch den Geheimnissen der Vergangenheit stellen. Denn der tiefe Schnee, der das Herrenhaus umschließt, lässt sie nicht entkommen.

TB 280 Seiten
Dryas Verlag; Auflage: 1 (1. September 2012)

Fazit: "Winterkind" ist ein wirklich wunderschöner Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite "gefangen" genommen hat.
Märchenhaft, geheimnisvoll, atmosphärisch überzeugend.

Sonntag, 19. Juni 2016

|| Rezension || In Liebe, Layla Annie Barrows

Annie Barrows
In Liebe, Layla
Broschiert: 608 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442713765
ISBN-13: 978-3442713769
Originaltitel: The Truth According to Us
Beate Brammertz (Übersetzer)
€ 12,99

© Info / Cover - Kauflink
VERLAG




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

 Lesemeinung 

Macedonia, eine Kleinstadt in West Virginia, feiert im Jahr 1938 ihr hundertfünfzigstes Jubiläum. Für den Bürgermeister Grund genug, dieses mit einem eigenen Geschichtsbuch zu würdigen.
Layla Beck, Tochter des Senators Grayson Beck in Washington, lehnt den Heiratsantrag von Nelson, dessen Familie extrem reich, in ihren Augen aber einfach nur langweilig ist. Layla begeht gegenüber ihrem Vater den Fehler, die Aussage zu tätigen, sie könne keinen Mann respektieren, der nicht arbeitet. Daraufhin wird sie "enterbt" und ist auf Staatliche Fürsorge angewiesen. Durch ihren Onkel erhält sie den Job in Macedonia als Stadtschreiberin zu arbeiten. Diese Art von Projekten wurden vom Staat gefördert.
Bei der Familie Romeyn wird sie für den Zeitraum von einigen Monaten zur Untermiete wohnen. Diese kann das Geld gut gebrauchen.
Wer "Deine Juliet" gelesen hat, merkt gleich zu Beginn an, dass auch in ihrem neuesten Buch die Autorin teilweise wieder in Briefform schreibt. Aber nicht so wie bekannt. So sehr Layla sich anfangs gegen den Aufenthalt und ihre Aufgabe dort sträubt, doch mit der Zeit ändert sich das. Auch die sonst so zurückhaltenden Bewohner öffnen sich. Denn dort gibt es einiges an Überraschungen.
Die Geschichte wird von drei Personen erzählt. Die Familie Romeyn setzt sich aus mehreren Personen zusammen. Da ist Jotti, die Tante der elfjährigen Willa und der neunjährigen Bird, Felix, deren Vater und Bruder von Jotti, ist viel beruflich unterwegs. Deswegen wachsen die Mädels bei der Tante auf. Und dann sind da noch zwei Tanten.
Willa und Layla, obwohl beide Jahre trennen, in der Geschichte wird deutlich, wie sie erwachsen werden und mehr denn je Distanz zu ihrem Vater schaffen. Zeitweise fand ich allerdings die Sprache von Willa nicht dem Alter entsprechend.
Aufgelockert wird die Handlung immer wieder durch Briefe und das war auch gut so. Zeitweise zogen sich die Absätze dermaßen in die Länge, sehr zähflüssig. Umso interessanter wird es dann, als die Familiengeschichte der Romeyn mehr denn je ins Zentrum des Geschehen gerät. Allerdings brauchte es echt Zeit, um in die Handlung hineinzufinden.
Mit dem Cover als auch der Aufmachung des Buches hat sich der Verlag wirklich etwas besonderes einfallen lassen. Es ist wie eine Art Geschenkkarton aufgemacht. Ansprechend die Blüten und optimal die Platzierung des Titels. Der Poststempel könnte schon als kleiner Hinweis auf die Briefe im Roman deuten.

Wer sich für diese Art von Familiengeschichten interessiert, den erwartet ein eher ruhiges Buch ohne großartige Spannung. Auch wenn die Geschichte von Macedonia frei erfunden ist, könnte es so geschehen sein.  Ich gebe meine Leseempfehllung.

Von der Idee her fand ich es interessant, auch wenn es ein paar kleine Kritikpunkte gibt. Leider muss ich aber sagen, dass mir "Deine Juliet" besser gefallen hat. Dieser Roman war etwas zu langatmig, weniger Seiten wären besser gewesen. Doch ab der zweiten Hälfte wird es besser. Es ist halt ein anderes Buch ☺


  Vita 
Annie Barrows, geboren 1962 in San Diego, Kalifornien, schrieb gemeinsam mit ihrer Tante den Überraschungserfolg »Deine Juliet«. Der charmante Roman über den Briefwechsel der temperamentvollen jungen Schriftstellerin Juliet und dem Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf entwickelte sich zum Longseller. Annie Barrows lebt in Berkeley, Kalifornien.

 Buchinfo 
 Sommer 1938: Layla Beck, Senatorentochter aus Washington, wird nach einer geplatzten Verlobung von ihrem Vater enterbt und in das verschlafene Örtchen Macedonia in West Virginia geschickt, wo sie als Stadtschreiberin fungieren soll. Layla tobt vor Wut, in ihren Augen kann sie dort nur völlig verrückt werden vor Langeweile. Und so erreicht sie die Stadt mit nur einem Ziel: so schnell wie möglich wieder von dort zu verschwinden. Die Geschichte des kleinen Ortes scheint für dieses Vorhaben auch bestens geeignet zu sein, denn sie ist äußerst kurz und ereignislos. Doch als Layla ihr Zimmer im Haus der Romeyns bezogen hat und die Bewohner näher kennenlernt, wird ihr schnell bewusst, dass das Leben dort einige Überraschungen für sie bereithält. Auch hinter der Fassade der altehrwürdigen Strumpfwarenfabrik scheint mehr zu stecken, als man ihr anfangs sagen will. Und am Ende wird Layla nicht nur die Geschichte der Stadt, sondern auch die von manchen Bewohnern kräftig durcheinanderwirbeln und völlig neu schreiben.

Eine ansprechende historische Geschichte - durchhalten!

Eine Familiensaga zu Zeiten der Depression im letzten Jahrhundert!

Montag, 2. Mai 2016

Neuzugänge und Überraschungspost




Olivia Miles   
Briar Creek Band 2
Neuanfang in Briar Creek

Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (7. April 2016)
ISBN-13: 978-3802599354
Originaltitel: A Match on Main Street
€ 9,99

© Cover - Info - Verlag

» Hier « könnt Ihr meine Rezension zum ersten Teil lesen.


Als Anna Madisons geliebtes kleines Café in Briar Creek niederbrennt, steht sie vor einem großen Scherbenhaufen. Der einzige Ausweg: Anna muss in dem Diner anheuern, das von ihrem Exfreund Mark Hastings geführt wird. Und der sieht nicht nur sündhaft gut aus, sondern lässt Annas Herz immer noch höher schlagen. Auch wenn die beiden sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was gute Küche ist …

Es wird noch einen dritten Band geben und zwar erscheint der am 6. 10. 2016
Briar Creek Band 3
Herbstzauber in Briar Creek
also schon mal vormerken ☺

***
Das nächste Buch habe ich über das Bloggerportal angefragt und vor Kurzem erhalten.
Links Das Notizbuch - rechts Buch unkorrigierte, unverk. Fassung

Mary Simses
Der Sommer der Sternschnuppen

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. April 2016)
ISBN-13: 978-3734102530
Originaltitel: The Rules of Love and Grammar
€ 9,99
Es ist jetzt knapp zwei Jahre her, dass von Mary Simses das Buch "Der Sommer der Blaubeeren" (Rezilink)  beim Verlag erschien. Ich fand es gut und wollte gern mehr von ihr lesen und da bin ich jetzt dabei.
Und ich hatte dieses Mal Glück bei der Facebook-Verlosung - es gab das passende Notizbuch zu "Der Sommer der Sternschnuppen". Das war wirklich eine gelungene Überraschung.

Buchinfo:
Grace Hammond liebt Ordnung über alles. Als sie ihren Job, ihren Freund und auch noch ihre Wohnung verliert, kehrt sie kurzerhand nach Dorset zurück, in die charmante Kleinstadt an der Küste Connecticuts, in der sie aufwuchs. Hier gibt es den besten Apfelkuchen der Welt, einen weiten Himmel voller Sternschnuppen – und die Ruhe, in der Grace herauszufinden hofft, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Doch schon bald holt sie etwas ein, was sie für immer vergessen wollte. Denn in Dorset erlitt Grace einen Verlust, den sie nie verwunden hat. Und hier verliebte sie sich einst in Peter Brooks. Als Grace nun erfährt, dass er ebenfalls zurück in der Stadt ist, treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander ...

***
 Auch das nächste Buch habe ich über das Bloggerportal erhalten.

Annie Barrows
In Liebe, Layla

Verlag: btb Verlag (11. April 2016)
ISBN-13: 978-3442713769
Originaltitel: The Truth According to Us
€ 12,99

© Cover - Info - VERLAG

Sie ist die Autorin des Bestsellers "Deine Juliet", ebenfalls schon von mir gelesen und » hier « könnt Ihr meinen Leseeindruck nachlesen.

Buchinfo:
Sommer 1938: Layla Beck, Senatorentochter aus Washington, wird nach einer geplatzten Verlobung von ihrem Vater enterbt und in das verschlafene Örtchen Macedonia in West Virginia geschickt, wo sie als Stadtschreiberin fungieren soll. Layla tobt vor Wut, in ihren Augen kann sie dort nur völlig verrückt werden vor Langeweile. Und so erreicht sie die Stadt mit nur einem Ziel: so schnell wie möglich wieder von dort zu verschwinden. Die Geschichte des kleinen Ortes scheint für dieses Vorhaben auch bestens geeignet zu sein, denn sie ist äußerst kurz und ereignislos. Doch als Layla ihr Zimmer im Haus der Romeyns bezogen hat und die Bewohner näher kennenlernt, wird ihr schnell bewusst, dass das Leben dort einige Überraschungen für sie bereithält. Auch hinter der Fassade der altehrwürdigen Strumpfwarenfabrik scheint mehr zu stecken, als man ihr anfangs sagen will. Und am Ende wird Layla nicht nur die Geschichte der Stadt, sondern auch die von manchen Bewohnern kräftig durcheinanderwirbeln und völlig neu schreiben.

***

Mara Andeck – Wolke  ist auch nur Nebel
One
Hardcover / Junge Erwachsene
348 Seiten
ISBN: 978-3-8466-0021-4
Ersterscheinung: 11.03.2016
€ 14,99

© Cover - Info - VERLAG

Wolke 7 ist auch nur Nebel ist das sechste Buch im Kinder- und Jugendprogramm von Bastei Lübbe aus der Feder von Mara Andeck. Kein Autor schafft es so wie sie, wissenschaftliche Fakten über die Liebe geschickt und witzig in einen Roman einzubinden.
Mitte April erreichte mich die Info-Mail vom Verlag. Ich danke dem Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars. 

Buchinfo: Moya, 18, ist gerade mit der Schule fertig geworden – und an die große Liebe glaubt sie ganz bestimmt nicht. Als ihre beste Freundin Lena sie für ein wissenschaftliches Liebesexperiment anmeldet, macht sie trotzdem mit. Als Versuchskaninchen kann ihr bei diesem Thema schließlich nichts passieren. Oder etwa doch? Plötzlich soll sie sich für einen von drei Jungs entscheiden. Und das auch noch vor laufender Kamera ... 

***

Nachstehendes Buch habe ich über die Facebook-Verlosung der Autorin gewonne.
Ganz herzlichen Dank, Lilli Beck ♥ 

Lilli Beck - Glück und Glas
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (24. August 2015)
ISBN-13: 978-3764505431
€ 19,99

© Cover - Info - VERLAG

Buchinfo:
Glück und Glas, wie leicht bricht das?

Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?

***

Habt Ihr schon etwas von den Büchern gelesen? 
Eure Meinung interessiert mich.

Samstag, 5. März 2016

|| Rezension || Die Leuchtturmwärterin ~ Christina Schwarz


Christina Schwarz
Die Leuchtturmwärterin
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442713165
Originaltitel: The Edge of the Earth
Almuth Carstens (Übersetzer)
€ 9,99

Buchinfo lt. Verlag:

Nur das Meer kennt die Wahrheit …

Wisconsin 1898. Gertrude ist eine Tochter aus »gutem Hause«, deren Weg in vorgegebenen Bahnen verläuft. Doch dann verliebt sich Trudy in ihren Cousin Oskar, den Schöngeist mit dem strahlenden Blick, der nichts auf Konventionen zu geben scheint und so ganz anders ist als ihr Verlobter. Hals über Kopf heiraten die beiden, um im Norden Kaliforniens ein neues Leben zu beginnen: auf einer abgelegenen Insel vor der Küste gehen sie dem Leuchtturmwärter und seiner Familie zur Hand. Die Umgebung ist unwirtlich, das Meer wild und das Klima rau. Trotz der harten Lebensbedingungen fühlt sich Trudy mehr und mehr zu Hause. Während ihr Ehemann ihr zusehends wie ein Fremder erscheint, erkundet sie gemeinsam mit den Kindern des Leuchtturmwärterpaares Flora und Fauna des kleinen Eilands – doch die Insel birgt ein Geheimnis, das Trudy vor die schwerste Prüfung ihres Lebens stellen wird.




Es beginnt im Jahr 1977, als die 84-jährige Jane zusammen mit ihrem Enkel Danny sich auf eine Reise in die Vergangenheit begibt. Sie fahren nach Point Lucia. Hier war Jane geboren und aufgewachsen, bevor sie 1912  mit neunzehn Jahren die Insel verließ. Ihr Vater war dort Hauptleuchtturmwärter gewesen. Jane erinnert sich noch genau an den Tag, als Mrs. Swann mit ihrem Mann auf der Insel eintraf. Gertrude Swann, dieser Name war ihrem Enkel bei seinem Studium ins Auge gesprungen und hatte seine Großmutter danach befragt. Gertrude Swann, eine Meeresbiologin. Was hätte Jane darum gegeben, mit Danny allein die Insel zu erkunden, ohne die geführte Gruppe. Auf den Gipfel des Kaps zu steigen, den Leuchtturm zu besteigen und und und All ihre Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit.

"Die Leuchtturmwärterin" ist ein historischer Frauenroman, der um die Zeitwende des 19. und 20. Jahrhunderts spielt. Es brauchte seine Zeit, bis ich mich in die Handlung eingelesen hatte, denn anfangs vermischte sich Gegenwart mit Vergangenheit.
Die Umgebung bzw. der Handlungsort waren sehr beeindruckend geschildert. Es gibt viele einzelne Szenen, in denen der Leser sich direkt vor Ort fühlen konnte. Die Figuren waren auf den Punkt beschrieben, so dass man wirklich das Gefühl hatte, es gäbe sie tatsächlich. Wer in diesem Buch großartige Gefühle erwartet, wird enttäuscht werden. In schöner Sprache wird hier eine Geschichte erzählt, auch wenn der Anfang etwas ruckelig war.
Die Geschichte um Mrs. Swann, den Menschen auf Point Lucia mag auf den ersten Blick nicht einzigartig erscheinen, ist aber auf beeindruckende und einfühlsame Art erzählt. Das alles ist ein Grund, warum ich nicht ausführlicher auf die Handlung eingehe. Wer mehr von der Handlung erfahren möchte, sollte die Buchinfo lesen. Mir als Leser einer Rezension würde es zu viel Spannung vorab nehmen.

"Die Leuchtturmwärterin" überzeugt durch die wunderbare Atmosphäre, der Thematik als auch der Protagonistin
Für mich ein überraschend gutes Buch, was mehr Aufmerksamkeit verdient. Lesen Sie das Buch. Sie werden es nicht bereuen.

Fünf Lesegenuss-Bücher und meine Leseempfehlung.


Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag 
Vielen Dank an  den Verlag

Vita:
Die Autorin Christina Schwarz wuchs im ländlichen Wisconsin auf und lebt heute in Südkalifornien. Ihr erster Roman »Novemberkind« sorgte beim Erscheinen für Furore und stand wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times.



Eine Frau geht ihren Weg.

Samstag, 4. Juli 2015

|| Rezension || 30 Tage und ein ganzes Leben ~ Ashley Ream


Ashley Ream
30 Tage und ein ganzes Leben
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442746118
Originaltitel: Losing Clementine
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Baisch
€ 12,99

© Cover - Info - Kauflink
VERLAG





Im Juni 2015 gelesen
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Info:
Aufleben statt aufgeben
30 Tage gibt sich die erfolgreiche Künstlerin Clementine, um das eigene Ableben zu organisieren.
30 Tage, die sie ausschlielich so verbringen möchte, wie sie es will - nicht wie andere es von ihr erwarten.
30 Tage, die ihr Leben für immer verändern!

Meine Meinung:
Das Buch handelt von Clementine, eine Frau, die den Entschluss gefasst hatte, zu sterben.
Eine erfolgreiche Frau, eine bekannte Malerin. Sie hat alles gut durchdacht, will in den kommenden 30 Tagen zum einen ihr Leben aufräumen und sich den Dingen hingeben, wozu zu Lust hat. Also alles perfekt für den Abgang.
Clementine, eine Frau von Welt und doch krank, sie leidet an starken Depressionen.
Vieles gilt zu erledigen. Ein neues Zuhause für ihren Kater suchen, den Haushalt entrümpeln*** und ganz wichtig ist ihr, den Vater zu finden. Dieser hatte die Familie vor Jahrzehnten verlassen.
***"Buchanfang: Ich warf die Teekanne aus dem Fenster. Sie donnerte drei Etagen nach unten und zerbrach in unzählige weiße Porzellanscherben direkt hinter Mrs. Epstein, die ich ohnehin nie wirklich leiden konnte."
Clementines Depression hatte diese anscheinend von der Mutter geerbt. Nur Clementine konnte nichts mehr hinterfragen,  ihre Mutter war verstorben, auch die Schwester lebte nicht mehr.

"30 Tage und ein ganzes Leben" wird erzählt aus der Ich-Perspektive von Clementine. Auf den ersten Blick erscheint der Roman wie eine tragische Lebensgeschichte. Der Anfang ist gut und interessant geschildert und ließ auf eine starke Handlung hoffen. Doch die Charaktere Clementine zeigt sich nicht gerade von ihrer besten Seite um sie zu mögen als auch zu verstehen. - Wie ein farbloser großer Klecks auf einer Leinwand - schade eigentlich. Die Charaktere des Buches finde ich sehr schwierig zu beschreiben.
In Anbetracht des Themas Depression konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Hier fehlte zwischendurch das Fingerspitzengefühl. Manche Dinge sind oberflächlich angegangen und dann wiederum das Thema Kunst, Clementines Bilder, langatmig geschildert. Der Roman wird bei den Lesern sicherlich unterschiedliche Meinungen hervorrufen. Das ist auch gut so, denn jeder Leser zieht daraus etwas anderes, für ihn passend.

Das Ende hat mich nicht so ganz zufrieden gestellt. Einige Fragen sind offen geblieben.

Fazit:
Im Großen und Ganzen war das Buch von der Thematik sehr interessant, konnte mich aber nicht komplett überzeugen. Trotz allem gebe ich meine Leseempfehlung, allerdings mit Einschränkung. "Unglaublich witzig" so schreibt Gillian Flynn, da haben wir beide wohl zwei verschiedene Bücher gelesen.  
Ich gebe drei  Lesegenuss-Bücher.

Vita:
Mit 16 Jahren bekam Ashley Ream ihren ersten Job bei einer Zeitung. Seitdem hat sie für verschiedene Magazine in ganz Amerika geschrieben, bis sie es irgendwann leid war, ständig einer Deadline hinterherzulaufen. Also suchte sie sich einen "richtigen" Job und schrieb nur noch in ihrer Freizeit - mit Erfolg: In den USA wollten gleich mehrere Verlage ihren Debütroman "30 Tage und ein ganzes Leben" veröffentlichen. Nach über zehn Jahren in L.A. lebt Ashley Ream heute in Wisconsin, trainiert für einen Marathon und schreibt an ihrem zweiten Buch.


"Das Leben lehrt uns … schau nach vorn und gib nicht auf!

Freitag, 5. Juni 2015

っ◔◡◔っ ♥ Buchnachschub Rest Mai und KW 23 (Juni)


Heute gibt es einiges an Büchern. Meine Tauschbücher sind alles Wunschbücher und vor allem, ich kann sie lesen, wann ich will (es fehlen allerdings noch einige :-) Apropo - ich liebe Überraschungspost.
Bei den Rezi-Exemplaren habe ich mich zurückgehalten. Meine Wunschbücher - nun die Liste ist ziemlich lang. Allerdings möchte ich meine Bücher mit Genuss lesen und ohne irgendeinen Druck. Deshalb habe ich diese Angelegenheit ziemlich zurückgefahren und - es geht mir gut dabei!

Heute ausnahmsweise mal wieder ohne Bilder - sämtliche Titel sind zum Verlag verlinkt.

Zuerst also mal die Verlagsbücher.

Berg, Ellen  - Alles Tofu, oder was?  atb 
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, lese ich die Bücher von Ellen Berg sehr gern.

Nicole Steyer – Der Fluch der Sommervögel  TB Knaur

Ream, Ashley – 30 Tage und ein ganzes Leben  btb 
Das Buch war sehr lange unterwegs, was wohl am Poststreik gelegen hat. Nun aber will ich es endlich lesen. 

Überraschungspost

Hockenshmith, Steve - Weiße Magie - mordsgünstig dtv
Profij, Jutta – Allein kann ja jeder    dtv
Cors, Benjamin – Strandgut   dtv   

Gewonnen habe ich auf Marnys Blog:

Bellem, Stephan R.  - Die Ballade von Tarlin 

Meine ertauschen Bücher - habe ich als Liste aufgeführt.

Trenow, Liz  - Das Kastanienhaus     - blanvalet  (ideal für die Blanvalet-Challenge)
McKay, Ami - Der verbotene Garten    - btb  (steht schon so lange auf meiner WuLi)

 Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ( ͡° ͜ʖ ͡°) Habt ein schönes Wochenende :-) ( ͡° ͜ʖ ͡°) Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.

Montag, 18. Mai 2015

|| Rezension || Die vergessene Tochter ~ Tiffany Baker

Tiffany Baker
Die vergessene Tochter
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: btb Verlag (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442748303
Originaltitel: Mercy Snow

€ 9,99
 Cover - Info - Kauflink
VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Wenn alles in Kälte erstarrt, musst du dein Herz für andere öffnen, damit es nicht erfriert.

Ein marodes Anwesen in den Wäldern von New Hampshire. Das ist alles, was Mercy und ihren Geschwistern nach dem Tod ihrer Mutter bleibt. Doch auch wenn das Geld knapp und der Winter hart ist, sie halten zusammen. Im Städtchen Titan Falls beobachtet man die Geschwister hingegen mit Argwohn. Allen voran June McAllister, denn seit Generationen sind ihre Familien verfeindet. Einzig die alte Hazel, die ein schweres Schicksal selbst zur Außenseiterin gemacht hat, gibt Mercy eine Chance. Dann erschüttert ein Unfall, bei dem ein junges Mädchen stirbt, die Stadt, und inmitten von Trauer und Anschuldigungen kommen alte Geheimnisse ans Licht.

Meine Meinung:

Von der Autorin Tiffany Baker habe ich bislang erst "Die Salzschwestern" gelesen. Ein Roman, der zu Herzen geht.
Als der sonst als zuverlässig geltende Busfahrer Fergus Bell die Jugendgruppe von Berlin zurück nach Titan Falls bringt, ereignet sich an diesem Abend ein folgenschwerer Unfall. Es war Mitte der 1990er Jahre und die Wirtschaft boomte nicht mehr so wie sonst. Die Papierstädte waren langsam am Aussterben, doch die Produktion von Papier war bis dahin nicht ohne Folgen für die Umwelt, den Flüssen als auch den Menschen geblieben.
Menschen verloren ihren Job, doch das Leben musste weitergehen.

Auch der Sohn des Mühlenbesitzers Cal und dessen Frau June, Nate, war in dem Bus gewesen. Wie durch eiN Wunder hatten fast alle das Unglück überlebt. Fergus lag schwerverletzt im Krankenhaus, doch ein Mädchen hatte es nicht geschafft, Suzie Flyte. Sie und Nate waren fast wie Geschwister aufgewachsen. Doch erst vor kurzem musste Cal ihren Vater entlassen.
Verursacht war der Unfall durch einen rücksichtslosen Fahrer. Sogleich fiel der Verdacht auf Zeke Snow, der mit seinen beiden Schwestern seit geraumer Zeit auf dem alten Familienanwesen hauste. Die Älteste hatte gerade erst Arbeit bei Hazel, der Frau des Busfahrers gefunden. Ihn selbst wollte niemand. Zeke verschwindet in den Wäldern.
Fergus Bells Leben hängt am seidenen Faden. Und dann findet June, die Frau des Mühlenbesitzers, im Auto ihres Mannes einen roten Handschuh, selbstgestrickt, der Suzy gehörte. Sie war sich ganz sicher, denn die rote Wolle hatte sie der Mutter gegeben. Wie kam dieser nun in Cals Besitz? Sie ist misstrauisch, denn dass ihr Mann nicht treu war, wusste sie.
Die drei Snow-Geschwister lebten in einem heruntergekommen Wagen. Es wurden merkwürdige Geschichten um diese Familie erzählt. Eine ihrer Vorfahren, Gert, der das Grundstück gehört hatte, war unter merkwürdigen Umständen verschwunden. Ihre Leiche hatte man bis zu dem Unfall nicht gefunden.
Die kleine Hazel Snow las unheimlich gern und ihr größter Wunsch war es, endlich in die Schule zu kommen. Mercy versucht alles um zu beweisen, dass nicht ihr Bruder den Unfall verursacht hat.

Den Handlungsort Titan Falls hat die Autorin in  New Hampshire angesiedelt. Es ist eine Stadt, wo jeder jeden kennt und scheinbar jeder ein Geheimnis birgt.

"Die vergessene Tochter" überzeugt durch die Hintergrundgeschichte, zur Papierherstellung, die Belastung der Flüsse durch die Mühlen und ihren Folgen.
Es zeichnet die Autorin aus, dass sie ein brisantes Thema so gut verpackt in eine Story. Man mag wirklich nicht aufhören mit Lesen. Wenn du meinst, das Rätsel sei gelöst, lenkt sie dich wieder in eine andere Richtung.

Es liegt ein Hauch von Magie in dieser Geschichte (wie auch schon zuvor bei den Salzschwestern), und ein kleines Mädchen, eine scheinbar unsichtbare Charaktere, erobert das Herz des Lesers. Aber nicht nur das. Doch lesen Sie selbst.
Geben Sie der wunderbar und optimal geschriebenen Story eine Chance - sehr empfehlenswert!
Ein weiteres Lesehighlight für mich in 2015!
Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Tiffany Baker hat Kreatives Schreiben studiert und in viktorianischer Literatur promoviert. Ihr Debütroman Engelsflügel schaffte es auf Anhieb auf die New York Times Bestsellerliste. Tiffany Baker lebt mit ihrem Mann und drei Kindern bei San Francisco.

Dienstag, 30. September 2014

✉ Rezension ✉ Ein Buchladen zum Verlieben - Katarina Bivald



Katarina Bivald
Ein Buchladen zum Verlieben
Gebundene Ausgabe
448 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442754564
Originaltitel: Läsarna i Broken Wheel rekommenderar
€ 19,99








Cover Info  Verlag

Buchisches Statement:

Irgendwo in Iowa liegt der kleine verschlafene Ort Broken Wheel. Hier lebt die 65-jährige Amy, die ihre junge Brieffreundin Sara aus Schweden zu sich einlädt. Sara, 28 Jahre, und Amy verbindet eine intensive Liebe zu Büchern. Schon lange tauschen sich die beiden in ihren Briefen nicht nur über Bücher aus, auch Informationen aus ihrem Leben gehören dazu. Als Sara ihren langjährigen Job in einer Buchhandlung verliert, folgt sie Amys Einladung. Doch als sie in den USA ankommt, erfährt sie, das Amy verstorben ist. Allein in dem Haus fühlt sie sich fehl am Platz. Doch es gibt so viele Leute, die sich rührend um Sara kümmern und zum Bleiben bewegen. Amy hat es so gewollt, hieß es immer. Miete zahlen, an wen? So häuft sch die Fürsorge um Sara. Auch wenn einige sich über sie wundern, denn man sieht sie kaum ohne Buch. George, der ihr zur Seite gestellt war, um Sara überall hinzufahren, ist es auch, den sie danach fragt, wie der Gasherd funktioniert. Es mag eine Winzigkeit sein, doch gerade in dieser kleinen Passage kommt etwas Menschlichkeit ans Licht. Ansonsten sind die Leute in Broken Wheel eher zurückhaltend, verschlossen, aber stets um Saras Wohlbefinden besorgt. Und dann ist da noch Tom, der sich ab und an um Sara kümmert. Eines Tages holt er sie auf einen Sprung ab. Als er ihr Amys früheren Laden, der schon seit fünfzehn Jahren geschlossen ist, zeigt, reift in ihr eine Idee.
Zitat S. 98

„Und es war dort, vor Amys leerem Ladenlokal, dass der Schatten einer Idee Gestalt annahm. Noch viel zu vage, um darüber sprechen zu können oder ihn auch nur vor sich selbst zuzugeben, aber ein Gedanke, einwandfrei ein Gedanke.“


Bis zu diesem Zeitpunkt verläuft die Handlung ruhig. Irgendwie schien es die Atmosphäre des verschlafenen Ortes Broken Wheel in Iowa zu sein, die zu spüren war.
Aufgelockert werden die jeweiligen Kapitel durch Briefe von Amy an Sara und umgekehrt. Immer wieder werden Buchtipps ausgetauscht. So machte ich Bekanntschaft mit Titeln und Autoren, die mir so manches Mal fremd waren.

Es gibt viele Charaktere, die namentlich erwähnt werden müssten, außer Sara. Doch einzelne der Bewohner von Broken Wheel hervorzuheben, wäre nicht fair. Eine sehr deutliche Botschaft vermitteln alle, die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt. Das erfährt Sara täglich. Und wahrscheinlich war es auch der Funke zu ihrer Idee, etwas zurückgeben zu wollen. Es bedarf sehr viel Zeit und Ausdauer, bis die Bewohner Saras Buchladen annehmen. Wie genau sie es dann doch schafft, welche Ideen sie dafür hat, um Broken Wheels Bewohner zum Lesen zu animieren, fand ich sehr schön.

„Ein Buchladen zum Verlieben“ ist ein ruhiges Buch. Spannung wäre auch völlig deplatziert gewesen. Ein anderes Merkmal ist, dass so gut wie alle Figuren zur Handlung beitragen.

Wenn man das Buch aufschlägt, ist der Buchdeckel innen wie ein Briefumschlag gestaltet und das in knallig roter Farbe. Das war wohl auch mit der Grund, die normalerweise vorn abgedruckten Buchinformationen nach hinten zu verlagern.
Was ich mir bei diesem  Buch hätte gut vorstellen können, wäre ein rotes Lesebändchen.

„Ein Buchladen zum Verlieben“ hat mir, trotz kleiner Schwächen, gut gefallen und erhält meine Leseempfehlung.

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Sonntag, 13. Juli 2014

(Rezension) Mein Sommer am See - Emylia Hall

http://www.amazon.de/gp/product/3442745551?adid=0JV1Y16W39EWMF4HH1P9&camp=1410&creative=6378&creativeASIN=3442745551&linkCode=as1&tag=lesebookloun-21


Emily Hall
Mein Sommer am See
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: btb Verlag (12. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442745555
Originaltitel: The Book of Summers
€ 9,99

auch als EBOOK erhältlich
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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Kurzinfo lt. Verlag:
Die erste Liebe, eine nicht ganz einfache Mutter-Tochter-Beziehung und ein geheimnisvolles Päckchen aus der Vergangenheit
Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach …

Meine Meinung:
Beth lebt in London und zu ihrer Verwunderung will ihr Vater nur mal ebenso zu Besuch vorbeikommen. Doch was er ihr auch am Telefon hätte sagen können, will er persönlich überbringen. Ein Päckchen für Beth – das ist der wahre Grund seines Besuches. Beide haben kein ausgesprochen gutes Verhältnis zueinander und so reist ihr Vater noch am gleichen Tag wieder ab.
Der Inhalt des Päckchens sind ein paar Zeilen und ein Album, handgefertigt von Beth Mutter Marika, mit vielen Erinnerungen bestückt. All diese Kleinigkeiten, Fotos, Zettel, Blumen lassen vor Beth Augen die jeweilig dazugehörige Szene erscheinen. Es sind die Erinnerungen ihrer jährlichen Reise nach Ungarn.
Und aus Ungarn kam auch das Paket. Nach und nach offenbart sich das vergangene Leben von der mittlerweile dreißigjährigen Beth. Im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart geht es hier um eine wahrlich traurige Familiengeschichte. Beth, die korrekt Erzsebeth heißt, erzählt dem Leser aus ihrer Sicht das Geschehen.
Eine Sommerlektüre, so wie das Buch angepriesen wird, nun da kann man geteilter Meinung sein. Vielleicht, weil das Hauptgeschehen sich in den Sommermonaten in Ungarn abspielt.
Wer hier eine locker-leichte Geschichte erwartet, was sich anhand vom  Titel  ableiten ließe, der möge genau lesen, ob es sein Geschmack ist.
Die Charaktere Beth lässt den Leser sehr dicht an sich heran. Es ist die Wortwahl, die Beschreibung einzelner Szenen, die sie zu etwas Einzigartigem macht.
Manche Szenen habe ich einfach überflogen, weil sie zu langatmig beschrieben waren. Doch bei „Mein Sommer am See“ spürt man das gewisse Etwas, welches von dem Buch, dem Album der Mutter ausgeht und sich auch auf den Leser überträgt.
Kann das Album dazu beitragen, den Eispanzer um Beth Herz und den eingeschlossenen Gefühlen zum Schmelzen zu bringen?
Eine anspruchsvolle Handlung, deren Idee zu diesem Buch die Autorin Emylia Hall am Ende des Buches erklärt. Ebenso gibt es auch noch ein paar köstliche Rezepte zum Nachkochen. Aber das sei nur am Rande erwähnt.
Emylia Hall, geboren 1978, weiß, wovon sie schreibt: Als Tochter eines englischen Künstlers und einer aus Ungarn stammenden Kostümbildnerin wuchs sie im ländlichen Devon im Südwesten Englands auf, verbrachte aber jeden Sommer in Ungarn. Nach ihrem Studium in York und Lausanne arbeitete Emylia für eine Werbeagentur in London, bevor es sie in die französischen Alpen verschlug. Dort entschloss sie sich, ihren lang gehegten Traum vom eigenen Roman Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr Debütroman "Mein Sommer am See" war auf Anhieb ein großer Erfolg, wurde in zahlreiche Länder verkauft und in Großbritannien als das Sommerbuch 2012 gefeiert.

Emylia Hall lebt heute mit ihrem Mann in Bristol.

Samstag, 18. Januar 2014

(Rezension) Die Welt ist eine Muschel ~ Alessandro D'Avenia




Alessandro D’Avenia
Die Welt ist eine Muschel
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442746620
Originaltitel: Cose che nessuno sa
€ 12,99

auch als EBOOK erhältlich

"Verlag"




© Cover/Infos btb-Verlag
Herzlichen Dank an den btb Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Der Geruch des Meeres, ein Sprung ins Ungewisse und der Sommer deines Lebens
Der Geruch des Meeres, die Gischt der Wellen, das gleißende Licht, das sich zwischen Horizont und Himmel sammelt und Margheritas klare grüne Augen tränen lässt: Ihren 14. Geburtstag verbringt sie mit ihrem Vater auf einem Segelboot. Es ist das Ende des Sommers und der Beginn einer neuen Zeit, denn bald fängt für Margherita das Jahr an der Oberschule an. Sie hat Angst, aber der Vater beruhigt sie – alles wird gutgehen. Doch nach diesem Sommer ist für Margherita nichts mehr so, wie es einmal war. Der Vater verlässt die Familie ohne Erklärung und lässt seine Tochter mit dem unaussprechlichen Gefühl der Trauer zurück, das sie in sich einschließt wie die Perle in einer Muschel. Doch sie erfährt auch, wie es ist, wenn einen die Liebe wie ein Blitz trifft. Und sie lernt, dass man manchmal handeln muss, um das Glück festzuhalten …

 
Non multa sed multum!
(Zitat S. 169)
Das Ende des Sommers, der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt der 14-jährigen Margherita. Sie wird nunmehr die Oberschule besuchen und der Vater versucht auf einer Bootsfahrt, die beide allein unternehmen, ihr die Ängste davor zu nehmen. Was sie nicht weiß, dass er nach diesem Sommer die Familie verlassen wird – ohne Vorwarnung.  Für die Familie bricht nun eine Welt zusammen. Dass sich dies auf Margheritas schulische Leistungen auswirkt, liegt auf der Hand. Sie kapselt sich ab, ist verstört und verletzt. Nur langsam lässt sie Nähe zu, öffnet ihre Schale. Etwas Stabilität gibt ihr die neue Freundin. Aber da ist auch noch dieser fremde Junge Giulio. Es geht von ihm etwas ganz Besonderes aus, heilende unsichtbare Fäden, die beide verbinden. Eine junge Liebe, deren zarte Knospen nur langsam aufgehen, sich entfalten, sehr berührend geschrieben. Das Margherita nicht völlig außen vor im Schulleben steht, verdankt sie auch dem Lehrer.
Im Grunde genommen kann man sagen, dass das Buch von drei Charaktere getragen wird, Margherita, Giulio und auch dem Lehrer. Doch die anderen Nebencharaktere, wie z. B. die Großmutter Nonna, aber auch der Vater, tragen ihr übriges zu dieser ganz besonderen Geschichte bei.
Zitat S. 257
„Die Dunkelheit tötet die Sehnsucht. Und die Träume hole ich mir bei den Sternen: Sie sind die Freiheit und Schönheit, die ich mir erlauben kann  ... „
Der Autor Alessandro D’Avenia beeindruckt durch eine Schreibweise, seinen Aufbau und dem Ablauf der Handlung, die zeitweise nicht ganz einfach ist. Vor allem braucht es  Ruhe beim Lesen, denn nicht nur eine gewisse Konzentration wird abverlangt.

Margherita, der Name bedeutet Perle.
„Die Welt ist eine Muschel“ ist eine Perle in der großen Welt der Bücher.
Wer es einmal für sich entdeckt hat, weiß um den wahren Schatz, der sich hinter dem Titel verbirgt.
Zitat S. 44
„Doch ursprünglich bezog sich der Name auf die Perle, die sich in der Auster bildet ...  So ist die Schönheit: Sie birgt Geschichten, die oft schmerzvoll sind. Doch nur Geschichten machen die Dinge interessant ...“

5 Lesegenuss-Bücher


Alessandro D'Avenia, geboren 1977, stammt aus Palermo. Seit einigen Jahren lebt er in Mailand, wo er am Gymnasium San Carlo Italienisch und Latein unterrichtet. Sein erster Roman Weiß wie Milch, rot wie Blut steht in Italien seit Erscheinen 2010 auf der Bestsellerliste und wurde in zwanzig Länder verkauft.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

[Rezension] Die Liebesnachricht - Maria Ernestam




Maria Ernestam
Die Liebesnachricht
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442746576
Originaltitel: Daughters of the Marionettes
€ 9,99

© Rechte zum Zeitpunkt der Rezension:
Cover / Infos ~ Verlag ~





Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Buchinfo:
Drei Schwestern, eine schwedische Kleinstadt und ein geheimnisvoller Mann …
Mariana ist die älteste von drei Schwestern, die zusammen in einer schwedischen Kleinstadt leben. Der Vater, ein Schausteller, wurde vor Jahren tot auf seinem eigenen Karussell gefunden. Doch im Ort spricht niemand darüber. Bis der schöne und mysteriöse Amnon aus San Francisco auftaucht und plötzlich wieder Bewegung in die kleine Gemeinschaft kommt. Mariana wird zu Amnons Vertrauten, was einigen Leuten ganz und gar nicht zu gefallen scheint. Sie beginnt, das Geheimnis um ihre Familie aufzudecken, doch am Ende findet sie noch etwas viel Wichtigeres heraus: nämlich wie nah Liebe und Verzeihen beieinander liegen…

Statement:
Mariana hat von ihren Eltern das Geschäft übernommen. Sie liebt den Laden mit all den ganzen Spielwaren.
Ihre andere Schwester Elena betreibt eine kleine Bäckerei und die dritte im Bunde der Schwestern, Karolina, wird ihrem Beruf als Künstlerin nur bedingt gerecht. Mal hat sie eine kreative Phase, dann wiederum ist sie so abwesend, als sei sie in einer anderen Welt. Es ist gut dreißig Jahre her, als die damals 11 Jahre alte Mariana an einem merkwürdigen Tag ihren Vater tot auffindet, die Arme gefesselt, auf einem Holzpferd des Fahrkarussels der Familie.
Auf einer ihrer Einkaufsreisen war es, als Mariana den Schausteller Ivo kennenlernt. Er ist ihr momentaner Halt im Alltag, mit ihm teilt sie ihre Gedanken, ihre Sorgen. Sie fühlt sich wohl, auch wenn er nicht bei ihr ist. Um ihre Ehe ist es nicht gerade bestens bestellt. Ihr Mann Victor ist schon seit Monaten mit der gemeinsamen Tochter Teresa in den USA.
Über viele Umwege waren Marianas Eltern in Schweden ansässig geworden – und immer mit dabei das alte Karussel.

Da taucht Amnon Goldstein in der Stadt auf und richtet sich in dem alten, sehr renovierungsbedürftigen Bäckereigebäude ein.
Es passieren Dinge, die zum einen recht unheimlich sind.
Was aber ist der Grund, dass sich dieser Typ aus Amerika in der Stadt niedergelassen hat und für so viel Unruhe unter den Bewohnern sorgt? Der Journalist und Autor recherchiert vor Ort für ein neues Buch, welches er genau über diese Bewohner der Stadt schreiben will.
Auch wenn der Mord an dem Vater schon so lange her ist, immer wieder tauchen die Erinnerungen auf und jedes einzelne Familienmitglied hat es noch nicht verarbeitet.
Schweigen kann tödlich sein.
Die Charaktere Mariana ist es, die dem Leser aus ihrer Perspektive die Geschichte erzählt. Mit ihrem ruhigen Schreibstil, der sorgfältig und klar beschriebenen Charaktere, die jede sehr eigenständige Persönlichkeiten sind, hat die Autorin erneut mit ihrem Buch „Die Liebesnachricht“ einen guten Roman geschrieben. Von der Autorin ist bekannt, dass mehr als nur das geschriebene Wort steht, denn sie möchte dem Leser mit ihren Geschichten etwas vermitteln. Das ist es, was ich an Maria Ernestams Büchern liebe, das Gefühl zu haben, ihre Charaktere sprechen mit mir.

Fazit:
„Die Liebesnachricht“ ist ein Familienroman ohne große Spannung. Wer Romantik oder Leidenschaft erwartet, wird enttäuscht sein. Die Geschichte ist interessant, aber auch an manchen Stellen einfach zu ausführlich geschrieben.
Weniger ist oft mehr.




 
Vita
Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. Sie hat lange Jahre als Auslandskorrespondentin für verschiedene schwedische Zeitungen in Deutschland gearbeitet, daneben eine Ausbildung als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin absolviert. Mittlerweile sind sieben hoch gelobte Romane von ihr erschienen. Für "Die Röte der Jungfrau" erhielt sie den Französischen Buchhändlerpreis. "Der geheime Brief" und "Das verborgene Haus" waren in Skandinavien Bestseller und standen auch in Deutschland wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Maria Ernestam lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stockholm.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

(Neuzugänge) ... im Dezember

Vorweihnachtliche Zeit - hektische Zeit.
Zeit um sich ins Warme zurückzuziehen,
Zeit um die kleinen und großen Freuden zu genießen.
Zeit für sich, Zeit für einen Tee,
Zeit für ein Buch zu lesen.


Und diese Bücher sind im Dezember im Wartezimmer eingezogen - voller Hoffnung, bald gelesen zu werden.
- Texte sind mit entsprechenden Links versehen.



Aus dem Hause blanvalet von Tania Krätschmar "Eva und die Apfelfrauen".
ET 21. Oktober 2013
Verlagsinfo:
Fünf Freundinnen, ein Apfelgarten und ein Sommer auf dem Land, der alles verändert
Die Anzeige im Internet ist ein voller Erfolg: Eva und ihre vier besten Freundinnen erben tatsächlich ein Haus! Allerdings nicht in Berlin, sondern im Wilden Osten, und nur unter einer Bedingung: Sie müssen den riesigen Apfelgarten bewirtschaften, der zum Haus gehört. Aber das ist für die fünf munteren Städterinnen nur eine von vielen Herausforderungen …

"My Berlin Kitchen" - Luisa Weiss - blanvalet
Eine Liebesgeschichte
Verlagsinfo: 
 Eine Frau, ihre Stadt und ein Rezept für die Liebe
Als sie sich ins Kochen verliebte, war Luisa Weiss noch ein junges Mädchen. Der Tochter einer Italienerin und eines Amerikaners, geboren in Berlin, aufgewachsen in Boston, fiel es stets schwer, sich an einem Ort wirklich zugehörig zu fühlen, doch in der Küche wirkten ihre Sorgen kleiner. Die Suche nach ihren Wurzeln führte Luisa nach Paris (wo sie ihrer großen Liebe Max begegnete), nach New York (was die Beziehung zu Max beendete) – und immer wieder nach Berlin, denn die Sehnsucht nach dem Zuhause ihrer Kindheit ließ sie niemals los. Nach einer weiteren schmerzlichen Trennung wagte sie den Sprung ins Ungewisse und zog von New York in die deutsche Hauptstadt – um sich selbst zu finden und endlich auch die wahre Liebe ...

"Die Prophezeiung der Nonne"  Nancy Bilyeau - dtv
Historischer Roman
Verlagsinfo: 
In den Wirren der englischen Reformation stellt sich eine einstige Klosternovizin den mächtigsten Männern ihrer Zeit entgegen - und hält schließlich das Leben des Königs in ihren Händen.
England 1538. Der blutige Kampf zwischen Krone und Kirche droht England zu zerreißen. Joanna Stafford, die einstige Novizin, deren Kloster aufgelöst wurde, hat bereits erlebt, was es bedeutet, den Mächtigen des Landes in die Quere zu kommen. Nun findet sie sich im Zentrum einer rätselhaften Prophezeiung wieder, die vor Jahren eine als Seherin bekannte Nonne in ihrem Beisein gemacht hat. Doch auch andere haben davon erfahren und wollen Joanna für ihre Zwecke einspannen …

"Stephanie Lehmann - Vintage Love" - Heyne
ET 9. 12. 2013
Verlagsinfo: 
Vintage-Kleider, ein geheimnisvolles Tagebuch und die Suche nach der wahren Liebe
New York, am Astor Place: In einen Muff eingenäht findet Amanda, Besitzerin eines Vintage- Ladens, ein Tagebuch, das dort offensichtlich jemand sicher verwahren wollte. Amanda erzählt niemandem von ihrem Fund und macht sich daran, das Tagebuch zu lesen. Sie wird tief in das Jahr 1907 und die Lebensgeschichte der 20-jährigen Olive Westcott hineingezogen. Immer mehr Parallelen entdeckt sie zwischen sich und der jungen Frau, und viele Fragen kommen auf, deren Antworten Amanda in dem geheimen Tagebuch vermutet ...

"Ulrike Renk - Die Australierin" - atb - Verlag
Verlagsinfo: 
Von Hamburg nach Sydney
Als Tochter eines Werftbesitzers wächst Emilia in Hamburg auf. Sie soll eine gute Partie heiraten, aber nicht den Mann, in den sie sich verliebt hat. Carl Gotthold Lessing ist der Großneffe des berühmten Dichters. Er hat ein Kapitänspatent erworben und sich Geld geliehen, um ein Schiff zu bauen. Er will Emilia heiraten, doch ihre Familie ist strikt gegen diese Verbindung. Die beiden beginnen, nachdem Lessing von seiner ersten großen Fahrt zurückgekehrt ist, eine Affäre. Als ein Hausmädchen sie verrät, kommt es zum Bruch. Emilia beschließt, mit ihm zu reisen. In Südamerika kommt ihr erstes Kind zur Welt, in Hamburg das zweite. Doch sie haben ein anderes Ziel: Australien.

Die spannende Geschichte einer Auswanderung, die auf wahren Begebenheiten beruht.

"Zoë Beck - Brixton Hill" - Heyne
Thriller
Verlagsinfo: 
Wir finden dich. Halte dich bereit!
London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em …

"Alessandro D'Avenia - Die Welt ist eine Muschel" - btb
ET 9. 12. 2013
Verlagsinfo: 
Der Geruch des Meeres, ein Sprung ins Ungewisse und der Sommer deines Lebens
Der Geruch des Meeres, die Gischt der Wellen, das gleißende Licht, das sich zwischen Horizont und Himmel sammelt und Margheritas klare grüne Augen tränen lässt: Ihren 14. Geburtstag verbringt sie mit ihrem Vater auf einem Segelboot. Es ist das Ende des Sommers und der Beginn einer neuen Zeit, denn bald fängt für Margherita das Jahr an der Oberschule an. Sie hat Angst, aber der Vater beruhigt sie – alles wird gutgehen. Doch nach diesem Sommer ist für Margherita nichts mehr so, wie es einmal war. Der Vater verlässt die Familie ohne Erklärung und lässt seine Tochter mit dem unaussprechlichen Gefühl der Trauer zurück, das sie in sich einschließt wie die Perle in einer Muschel. Doch sie erfährt auch, wie es ist, wenn einen die Liebe wie ein Blitz trifft. Und sie lernt, dass man manchmal handeln muss, um das Glück festzuhalten …
Eine kleine Anregung für Weihnachtsgeschenke. Schaut euch doch mal die Buchtipps an und schreibt mir eure Meinung.

Montag, 16. September 2013

(Rezension) Das Geheimnis der Salzschwestern - Tiffany Baker





Tiffany Baker
Das Geheimnis der Salzschwestern
Taschenbuch
480 Seiten
Verlag: btb Verlag (8. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442744725
Originaltitel: The Gilly Salt Sisters
€ 9,99


 Cover und Infos - Verlag -





Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Buchinfo:
Zwei verfeindete Schwestern und ein geheimnisvolles Familienerbe
Seit Generationen ist die Salzfarm an der Küste Neuenglands im Besitz der Frauen der Familie Gilly. Auf diesem entlegenen Fleckchen Erde wachsen auch die beiden Schwestern Jo und Claire auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Jo, eine spröde Einzelgängerin, sich der Tradition und dem Gilly-Salz zutiefst verbunden fühlt, wünscht sich Claire nichts sehnlicher, als endlich die Salzfelder und das Gerede der anderen hinter sich zu lassen – denn den Gilly-Frauen und ihrem Salz, so wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, sagt man magische Kräfte nach …


Statement:
„Das Geheimnis der Salzschwestern“ handelt von der Familie Gilly, die eine Salzfarm an der Küste Neuenglands betreiben. Es ist aber mehr die Geschichten von Jo und Claire, zwei sehr unterschiedlichen Schwestern. Nur Frauen dürfen die Salzfelder bearbeiten, Männer sind absolutes Tabu. Warum das so ist, wird der Leser im Laufe der Geschichte erfahren.
Die Familie ist nicht gut angesehen in dem kleinen Ort Prospect. Man sagt ihnen nach, dass das Salz alles beeinflussen kann, nicht nur das Leben der Bewohner. Jahr für Jahr wird ein Ritual abgehalten, das sogenannte „Feuerritual“. Und nur die Gilly-Frauen, eine von ihnen, verbindet die beiden Elemente miteinander, indem sie ein Säckchen Salz in das Feuer wirft, damit die Weissagung sich offenbare. Zwei Elemente, die aufeinandertreffen und je nach Farbe der Flammen den Bewohnern von Prospect die Zukunft für das kommende Jahr voraussagt.
Jo bewirtschaftet die Salzfarm allein und erinnert sich an frühere Zeiten, als ihr Zwillingsbruder Henry noch lebte. Sein Tod warf noch immer Schatten über die Salzfarm. Immer wieder hatte die Mutter davor gewarnt, dass Henry nichts an den Salzfeldern zu suchen hatte. Die beiden Mädchen mussten schon in ihrer frühesten Kindheit mitarbeiten. Der Vater war keine große Hilfe, denn auch für die restlichen Arbeiten auf der Farm taugte er nichts. Alkoholiker. Noch schlimmer wurde es, als Henry starb.
Claire kann es jedoch kaum abwarten, endlich erwachsen zu werden und die Farm zu verlassen. Sie hatte noch nie den Bezug zum Salz gehabt wie Jo. Unglücklicherweise heiratet sie nach Meinung von Jo genau den verkehrten Mann, Turner. Die Familie ist reich, aber das wonach Claire immer strebte, Ansehen und Geld, es macht nicht alles aus in der Welt.
Dass das Betreiben von Salzfeldern harte Knochenarbeit bedeutet, worauf alles geachtet werden muss, all das hat die Autorin sehr genau beschrieben und in die Handlung exakt eingearbeitet. Man kann sich den Ort, die Felder, die arbeitenden Menschen, unheimlich gut vorstellen, es ist wie Kopfkino. Man riecht förmlich den Schweiß, das Salz, auf das die brennende Sonne scheint und sämtliche Arbeit lähmt.
Vor allem Joanne ist mit dem Land sehr verbunden und mit der Tradition. Aber sie vermisst auch ihre Schwester. Nur zu gut könnte sie Hilfe gebrauchen, denn es sieht nicht gut aus für die Farm, den Salzfeldern.
Das Leben der Schwestern ist so miteinander verflochten, es zeigt sich, dass das Leben immer eine Überraschung bereit hält, halt die alten Geheimnisse und noch mehr.
„Das Geheimnis der Salzschwestern“ besitzt eine einzigartige Intensivität, man spürt förmlich die Veränderungen der Charaktere, es zu lesen, ist wirklich ein Genuss. Die Autorin hat die Charaktere präzise und gut ausgearbeitet, wie ich schon zuvor schrieb, so dass die flüssig geschriebene Story eben wie Bilderbuchkino abgespult wird. 

Fakt ist ...
Dass die Autorin Tiffany Baker mit ihrem Buch eine sehr bewegende Familiensaga geschrieben hat, in der es nicht nur um die Magie, der Faszination des Salzes, den Elementen, einem Familiengeheimnis geht, es ist weitaus mehr.
Begeben Sie sich mit den Gilly-Schwestern auf eine besondere Lesereise.
 Ich vergebe gute vier  Lesegenuss-Bücher

Vita:

Tiffany Baker hat Kreatives Schreiben studiert und in viktorianischer Literatur promoviert. Ihr Debütroman Engelsflügel schaffte es auf Anhieb auf die New York Times Bestsellerliste. Tiffany Baker lebt mit ihrem Mann und drei Kindern bei San Francisco.

Sonntag, 19. Mai 2013

{Rezension} Ein Brief aus England - Brigitte Beil



Brigitte Beil
Ein Brief aus England
Taschenbuch
288 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442745722
€ 8,99





 
Verlagsinfo:
Es sind die Geheimnisse früherer Generationen, die uns ein Leben lang prägen.
Die erfolgreiche Münchner Geschäftsfrau Sigrid findet eines Abends beim Nachhausekommen ihre Tochter völlig verstört vor. Judith, Mitte zwanzig, stürzt ohne Erklärung aus der gemeinsamen Wohnung. Auf dem Küchentisch entdeckt Sigrid einen geöffneten Brief. Ein Amtsschreiben, in dem steht, dass eine Mrs Linda Hamstad, ehemals Macksiepen, in Manchester gestorben sei und die Verwandtschaft gebeten werde, wegen der Nachlassregelung mit den dortigen Behörden Kontakt aufzunehmen. Linda ist Sigrids Mutter, die kurz vor Kriegsende plötzlich verschwand. Von der Sigrid stets behauptet hatte, sie wäre längst tot. Der sorgsam gehütete Mythos, ihr Schutzwall gegen die unheilvolle Vergangenheit, droht brüchig zu werden. Ist es an der Zeit, ihre Tochter in die Familiengeheimnisse einzuweihen?
Vita:
Brigitte Beil, aufgewachsen in Münster, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Publizistik und arbeitet als freie Journalistin und Buchautorin. Schwerpunkte ihrer zahlreichen Sachbücher sind soziale und psychologische Themen. Brigitte Beil hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in München. Zuletzt erschien bei btb ihr Roman »Eiswinter«.

Statement:
Der Titel „Ein Brief aus England“, vielversprechend, allerdings wenn man sich dann den Klappentext durchliest, ahnt man, es könnte kein leichter Stoff zum Lesen werden. Obwohl, der Inhalt verrät schon einiges.
Was genau verbirgt sich nun hinter dem Titel, was für eine Handlung, welche Charaktere erwarten den Leser?
Sigrid, erfolgreiche Geschäftsfrau in München, zu hause wird sie mit einem Brief aus England konfrontiert, der geöffnet und von ihrer erwachsenen Tochter Judith gelesen, sie nunmehr knallhart mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.
Mrs. Linda Hamstad – ehemals Macksiepen – verstorben – Nachlassregelung – Behörden Kontakt aufnehmen.
Dieser amtliche Brief rüttelt mit einer solchen Gewalt an der Rüstung, die Sigrid vor unendlichen Jahren angezogen hatte. Nun bekam diese Beulen, ein Hammerschlag nach dem anderen.

Zitat S. 20 „ ... dass dies der Moment war, in dem mein Schutzpanzer die ersten Sprünge bekam und tief vergrabene Erinnerungen, dumpfe Ahnungen von längst Vergangenem herauszusickern begannen.“
„Ein Brief aus England“ ist geschrieben in der Ich-Perspektive von Sigrid und es geht um  die Familiengeschichte der Macksiepen. Rückblicke in die Nazizeit, Sigrid und ihre Tochter in der Gegenwart, Freud und Leid, es zeigt sich immer wieder, wie dicht diese nebeneinander liegen.
Mutter und Tochter führen jede für sich ihr eigenes Leben, bilden so eine Art Zweckwohngemeinschaft, unterstützt und ruhender Pol ist Karola. Solange Sigrid sich zurückerinnert, immer ist diese da, hält ihre unsichtbaren Schutzflügel über sie.
Sigrid und Judith, Mutter und Tochter, Wärme, Liebe, all das liest und spürt man kaum zwischen den Zeilen.
Und dann ist da der Herr Mondschein, der sich schon seit vielen Jahren um Judith kümmert, wann immer er Zeit hat.
Nach diesem Brief, den Erklärungen wer denn nun Linda Hamstad gewesen war, fährt Judith für unbestimmte Zeit nach Berlin.Unglücklicherweise trifft sie dort auf eine ehemals „beste Freundin“ von Sigrid und wird von dieser eiskalt mit den Geschehnissen, dem Leben, der Vergangenheit der Mutter, dessen Familie konfrontiert.
Zitat S. 62 „ ... Und gestern Harry. Er sagte: ,Schau mir in die Augen, Kleines, damit mir schön kalt wird.“
Mit jedem Schritt zurück in die Vergangenheit, den Erinnerungen, bricht der Eispanzer, diese Rüstung, um Sigrid, bringt sie ihrer Tochter mit ganz kleinen Schritten näher.

„Ein Brief aus England“, dessen Inhalt erst einmal sacken musste, von dem sich nicht einfach ein Leseeindruck schreiben lässt. Es ist eine andere Art, sei es der Schreibstil, diese klare nüchterne Sprache, die mich schon nachdenklich machte.
„Ein Brief aus England“, ein Familiengeheimnis der Vergangenheit bis in die Gegenwart bewahrt, und nunmehr für einen Neuanfang auf- bzw. abgearbeitet werden musste.
Bereit für einen Neuanfang.

Ich gebe gute vier Lesegenuss-Bücher


Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar