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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)
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Samstag, 4. Mai 2013

[Rezension] Elvancor - Das Land jenseits der Zeit - Aileen P. Roberts





Aileen P. Roberts
Elvancor –
Das Land jenseits der Zeit
Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442478767
€ 12,99

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© Cover & Infos von Verlagsseits  Zum Zeitpunkt der Rezensionsveröffentlichung

Vita:

Aileen P. Roberts ist das Pseudonym der Autorin Claudia Lössl. Ihre Begeisterung für das Schreiben entdeckte sie vor einigen Jahren durch ihren Mann. Als dieser mit der Arbeit an einem Buch begann, beschloss sie, sich ebenfalls als Schriftstellerin zu versuchen. Seither hat sie bereits mehrere Romane im Eigenverlag veröffentlicht, 2009 erschien mit "Thondras Kinder" ihr erstes großes Werk bei Goldmann, danach folgten "Weltennebel" und "Feenturm". Claudia Lössl lebt mit ihrem Mann in Süddeutschland.




Eine geheimnisvolle Höhle, ein fernes magisches Land und eine Liebe, stärker als der Tod – der Beginn einer wunderbaren fantastischen Reise


Statement:
„Elvancor – Das Land jenseits der Zeit“, der Beginn einer Reise, die Suche nach der Lösung eines Rätsels, das Geheimnis einer alten Liebe. Elvancor, allein der Name klingt schon so mysteriös, fantasievoll und nach der Weltennebel-Reihe, die ich von der Autorin gelesen hatte, war ich gespannt auf ein weiteres Buch von ihr. Mit Blick auf das Cover hat es den Anschein, den Leser erwartet wieder etwas Großes, Magisches und der Eindruck vertieft sich, wenn man den Buchdeckel aufklappt. Gleißende Lichtstrahlen, über einen Wasserfall in einer dunklen Höhle und dann ein Hinweis, der keltische Anhänger.
Die 18-jährige Lena hatte nach ihrem Abitur sich ihren Sommer ganz anders vorgestellt. Doch ihr jetziger Exfreund hatte nach einer Party Lena mit dem Auto ihres Vaters sie nach Hause gefahren. Mit seinem Hang zur Raserei und Angeberei fuhr er das Auto zu Schrott. Lena wiederum nahm alle Schuld auf sich, ohne die Folgen zu beachten. Von nun hat bekam sie es in ihrer Familie zu jeder passenden Gelegenheit zu hören, was für einen Mist sie gebaut hatte. Außerdem musste sie Sozialstunden in einem Seniorenheim leisten, für ihre Clique hatte sie so gut wie keine Zeit mehr. Wäre da nicht Oma Gisela, die einzige in der Familie, die für Lena Verständnis aufbrachte, war sie doch in ihrer Jugend alles andere als normal. Und Frau Winter im Seniorenheim, die ihr wundersame Geschichten zu den gemalten Bildern an den Wänden in ihrem Zimmer erzählt. Wären diese beiden nicht gewesen, Lena hätte nur zu gern die Wahrheit erzählt. Doch diese Geschichte von einem magischen Land und diesem Amulett, der der Schlüssel zu dem Reich, dem Land jenseits der Zeit sei, Lena ist es fast unheimlich, aber doch gefangen von der Erzählung. Und da wäre noch Ragnar, der Enkel von Frau Winter, aus Island ist er gekommen. Schon seit geraumer Zeit arbeitet er auf einem nahe gelegenen Reiterhof und verdingt sich dort als Pferdepfleger. Ja, von Pferden versteht er eine ganze Menge.
(Besonders berührend die Stelle mit dem Pferd Devera, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Derjenige, der das Buch gelesen hat, weiß was ich meine.)
Lena und Ragnar, über die Bilder und der Erzählung zu einem sagenhaften Schatz finden sie einen gemeinsamen Weg um das Rätsel, die fehlenden Teile zum Amulett zu finden. Es war der Herzenswunsch von Frau Winter, dass Lena mit Ragnar zusammen auf die Suche geht.
Zur Charaktere Lena habe ich mich ab und an gefragt, kann man sich wirklich so verhalten oder teils so unreif wirken? Mir kam es ab und an vor, als hätte sie sich nach dem Crash in eine Art Schneckenhaus zurückgezogen. Allerdings, man muss schon seine Füße etwas still halten, wenn man zu Hause wohnt, dem Ernährer das Auto zu Schrott fährt (bzw. zu Schrott fahren läßt), doch mir wurde das Verhalten der Eltern Lena gegenüber arg zu viel.
Ragnar, der geheimnisvolle Junge aus Island, ziemlich weltfremd dargestellt, keine Kenntnisse von der neuen Technik, gut, bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. Doch wirklich angemessen, zeitgemäß? Fällt so einer denn nicht auf?
Außer dass Lena sich ihre Gedanken über ihn macht, überwiegen da wirklich seine Arbeitskraft und sein Umgang mit Pferden? Wobei hier dann gleich der nächste Kritikpunkt meinerseits kommt. In ihrem Jugendbuch hat die Autorin die Liebe zu Tieren, den Pferden sehr, sehr viel Platz gegeben. Ragnar auf dem Reiterhof, wollen wir ausreiten, lass uns dort hinreiten, da hin und dort hin, es war zuviel des Guten. Der eine mag es, der andere nicht. Doch mich hat es nach über zwei Drittel des Buches fast nur noch genervt. Auch wenn man im Nachhinein feststellt, dass sich manche Wege wohl schneller auf dem Rücken eines Pferdes bewältigen lassen, doch wie schon zuvor geschrieben.

Es ist ein langer Weg nach „Elvancor“, auch wenn sich nach einem gelösten Puzzlestück wieder ein neues Rätsel auftut. Oft sucht man ein Teil, es fehlt, doch „Das Land jenseits unserer Zeit“ wird sicher im zweiten Teil keine Lücken mehr aufweisen.
„Elvancor“, leider erhält der Leser im ersten Teil so ziemlich am Schluss einen Einblick.
Ein gutes Jugendbuch, gut zu lesen, anders als erwartet und trotz meiner Kritiken bin ich neugierig auf die Fortsetzung bzw. den Abschluss.
"Elvancor - Das Reich der Schatten" erscheint im August 2013.
" LINK" 
Wirklich gut gemeinte VIER Lesegenuss-Bücher.





Samstag, 18. Februar 2012

Rezension (139) Im Schatten der Dämonen - Weltennebel




Aileen P. Roberts
Im Schatten der Dämonen - Weltennebel
Taschenbuch
672 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (12. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442475902
€ 12,00


Abschluss der großen Romantic-Fantasy-Trilogie "Weltennebel"

Der Thron von Northcliffe: Seit Darian, einst Student in London, durch ein magisches Portal seine eigentliche Heimat Albany betrat, führt er einen erbitterten Kampf um sein Erbe. Sein Gegenspieler, der Zauberer Samukal, verfügt über eine scheinbar unbesiegbare Waffe: Dämonen aus dem Zwischenreich, beschworen durch eine mächtige Formel. Doch dann verliert Samukal die Kontrolle über sie, und Albany versinkt im Chaos. Nur wenn es Darian gelingt, an der Seite seiner treuen Freunde und seiner großen Liebe die aus Albany verschwundenen Drachen zurückzuholen, wird seine Welt überleben ...
Statement:
Mit „Schatten der Dämonen“ liegt nun der Abschlussband der Trilogie „Weltennebel“ vor.
Die Autorin erleichtert dem Leser den Einstieg, denn der Anfang beginnt mit einem kurzen Rückblick auf das bisherige Geschehen. So ist es kein Wunder, dass man schon nach wenigen Seiten sich mitten in der teils doch sehr spannenden Story befindet.
Gelingt es Darian und seinem wieder gefundenen Bruder Atorian nunmehr endlich den unangenehmen, bösartigen Zauberer Samukal das Handwerk zu legen? Und was hat das alles mit den verschwundenen Drachen zu tun. Samukal, der böse Zauberer, letztendlich trägt er dazu bei, dass das Land Albany im Chaos zu versinken scheint. Diese finstere Macht, die Samukal zu immer mehr Bösen treibt, seine Herrschsucht, diese Gier, die das Unheil vorantreiben.
Oberstes Ziel der beiden Brüder ist es, ihn zu stellen. Es gilt Albany vor dem endgültigen Aus zu bewahren, den Thron von Albany zu retten.
Jeder Autor hat seinen eigenen Schreibstil, die nicht jedem behagen. Doch bei allem sollte man nicht vergessen, es steckt eine ganze Menge Arbeit darin, ein Buch zu schreiben. Wenn auch hier im Abschlussband der Trilogie ab und an gewisse Passagen textlich nicht perfekt sind, „Im Schatten der Dämonen“ ist ein guter Abschluss der „Weltennebel“-Trilogie, in der sich viel Fantasie mit unserer Realität vergleichen lässt.
Es gibt viele besonders erwähnenswerte Charaktere, doch speziell einzelne noch einmal hervorzuheben, wäre nicht fair gegenüber manch vielleicht unscheinbaren Nebencharakteren.
Wer jedoch glaubt, dass das Ende vorhersehbar sei, dem sei jetzt schon einmal mitgeteilt, dass wie auch im normalen Leben ein manches Mal geliebte Personen oder Menschen, die einen ans Herz gewachsen sind, das Ende nicht überleben. Es gibt so einiges in der Story, die mich überrascht hat, ebenso aber fügten sich offene Puzzleteile/-fragen zu einem Ganzen, doch wie schon geschrieben, am Ende angekommen, war es eine unterhaltsame Lesereise durch die Triologie „Weltennebel“. Schade – aber alles hat irgendwann einmal ein Ende.
Realität und Fantasie, die Gier nach Macht, das Dunkle und Böse, Rassismus und Integration, aber auch Liebe und Freundschaft, das Miteinander, die Toleranz, große Gefühle, so vieles findet sich wieder „Im Schatten der Dämonen“.
Erwähnenswert auf jeden Fall das Personenregister am Ende des Buches und natürlich das Cover.
Ich vergebe 5 Bucheulen.