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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Samstag, 16. April 2011

Rezension (28) Die Chroniken von Mistmantle Mistmantles Erbe




Die Chroniken von Mistmantle
Mistmantles Erbe
Hier nun der dritte Band der atemberaubenden Mistmantle-Trilogie
Danke an Berlin Verlage für die Bereitstellung der gesamten Trilogie

Taschenbuch
Seiten: 362  
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
(5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833350741
ISBN-13: 978-3833350740
Übersetzer: Beatrice Howeg



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daran verdiene ich nichts, da ich nicht am Partnerprogramm teilnehme

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Berlin Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar

Text:
Die Insel Mistmantle ist in hellem Aufruhr: Kurz nach ihrer Taufe ist Catkin, die junge und so lang ersehnte Thronfolgerin, plötzlich verschwunden. Es wird befürchtet, dass sie entführt wurde. Zumal einige Tiere den bösen Captain Husk gesehen haben wollen. Werden Urchin und Juniper Catkin rechtzeitig finden?
Statement:
Die ersten beiden Bände der Trilogie „Die Chroniken von Mistmantle“ waren ein tolles Lesevergnügen. Umso mehr war ich gespannt, wie es nun weiter ging mit den Tiergeschichten rund um Urchin und seiner Freunde.
Auch in Band 3 treffen wir auf alte vertraute Characteren, wie z. B. Bruder Fir und Crispin, der inzwischen herrschende König von Mistmantle. Die Geschichte beginnt wie im ersten Band mit einer Geburt. Cedar, die Königin von Mistmantle, bringt ein kleines süßes Eichhörnchenmädchen zur Welt. Sie sollte Catkin heißen, ein weicher knuddeliger Name. Erwähnenswert auch hier wieder das Namensglossar am Ende des Buches mit den Erklärungen. Ich fand es für das gesamte Lesen sehr hilfreich. Man konnte sich dadurch noch mehr die Characteren bildlich vorstellen. Das ist aber eine rein persönliche Beurteilung.
König Crispin war gerührt über die Geburt seiner Tochter und während er sie in den Armen hält, fällt ihm der Moment ein, als er Urchin, das Waisenkind, gefunden am Strand der Seeigel, ein. Nunmehr war Urchin herangewachsen und zu einem festen Bestandteil der Insel Mistmantle und seiner tierischen Bewohner geworden.
Die Nacht der Sternschnuppen, sie gab es immer noch. Immer wieder, von Zeit zu Zeit, konnte man den Zauber am Himmel verfolgen. Bruder Fir hatte ein Gespür für diese Nächte, und die Inselbewohner feierten stets ein Fest an solchen Abenden der bevorstehenden Sternschnuppennacht. ….man solle, wenn man den Sternen zusieht, an seine Hoffnungen und Träume denken.“ (S. 20)
Der uns aus dem Band 2 bekannte Juniper ließ sich inzwischen zum Priester ausbilden. Auch er war ein Findelkind, als Schwächling vor dem sicheren Tod gerettet. Juniper wünschte sich so sehr, dass auch er wusste, wer seine Eltern waren. Auf der Insel Whitewings hatte Urchin die Umstände der Flucht seiner Mutter erfahren und wer seine Eltern waren.
„Mistmantle’s Erbe“ ist wie die beiden Bände zuvor, ebenfalls sehr spannend geschrieben.
Während über die Insel ein friedlicher Sommer liegt, die Tiere mit der Ernte beschäftigt sind, wird die kleine Prinzessin Catkin von der Krankenschwester Linty entführt. Beunruhigende Nachrichten  über Tiere, die so plötzlich erkrankten, Grund genug, dass die Prinzessin wohlbehütet und bewacht in ihrem Zimmer schlief. Die Königin war eine weise Heilerin und sehr beschäftigt mit der Herstellung von heilender Medizin. Mistress Linty war auf mysteriöse Weise mit der ihr anvertrauten Prinzessin Catkin verschwunden.
„Es scheint fast, als läge ein Fluch auf dem Erben von Mistmantle.“ (S. 55)
Mir hat auch hier wieder die leichte, angenehme Schreibweise der Autorin gefallen. Von Kapitel zu Kapitel nimmt sie den Leser mit, lässt erahnen, was als nächstes auf die Characteren zukommt. Und hält dann doch wieder die eine oder andere Überraschung bereit.
Ich gehe bewusst nicht intensiver auf den Inhalt ein. Es würde zuviel verraten.
Fazit:
Ebenso wie bei den beiden Bänden zuvor hat das Cover einen angenehmen Farbton. „Mistmantles Erbe“ mit dem dunklen, satten Grün lässt uns an Wälder und Berge, aber auch an tiefe, dunkle Seen denken.
Es gab zeitweise Stellen, an denen man mitlitt, helfen wollte, aber dann auch wieder Absätze, die glücklich machten. Schade, dass die Trilogie zu Ende ist. Aber wie heißt der letzte Satz: Es sollte gerade erst beginnen. (S. 350)

Auch für dieses Kinderbuch gibt es ganz spezielle 5 Bucheulen



Rezension (27) Das Bouquet der Leidenschaft

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Uwe Schreiber
Das Bouquet der Leidenschaft
Broschiert: 377 Seiten
Verlag: Sutton Verlag;
Auflage: 1. Aufl.  (19. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783866804395
ISBN-13: 978-3866804395 
14,90 €
Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Text
Der Komet von 1811 verheißt Großartiges. Nicht nur ein fantastischer Wein wird im Jahr seines Erscheinens in der Pfalz gekeltert, sondern auch ein ungewöhnlich talentierter Winzer erblickt das Licht der Welt. Emil Jordan hat ein gutes Händchen und eine ausgezeichnete Nase für Wein. Ihm gelingt die Kreation der viel gefeierten Spätlese, doch den Ruhm erntet Carl Bassermann, der missgünstige Sohn des Weingutbesitzers. Als sich auch noch seine große Liebe Josefine aus unerklärlichen Gründen von ihm abwendet, bricht für Emil eine Welt zusammen. Er wandert nach Amerika aus und verwirklicht in Kalifornien seinen Traum vom eigenen Weingut. Seine Weine erlangen Weltruhm, doch schon bald rafft die Reblaus alles dahin. Wieder steht Emil vor den Trümmern seines Lebens. Ein letztes Mal bricht er auf, um in der pfälzischen Heimat sein Glück zu suchen. Dort trifft er Josefine wieder und deckt ein Netz aus Lügen und Intrigen auf, die sein Lebensglück zerstört haben. Wird er schließlich doch noch den ihm zustehenden Ruhm ernten und seine große Liebe zurückgewinnen können? Und wird sich sein Traum von einem wahrhaft großen Wein, einem Jahrhundertwein, erfüllen?
Statement:
„Das Bouquet der Leidenschaft“ ist Uwe Schreibers Debütroman. Im Jahr 1811 beginnt die Lebensgeschichte des Emil Jordan. Das Auftauchen eines Kometen in diesem Jahr verspricht etwas Besonderes.
Emil Jordan wächst heran und entwickelt sich zu einem außergewöhnlich talentierten Winzer. Louis Bouché nimmt den Waisen Emil zu sich. Er ist Vorarbeiter auf dem Weingut des Pfälzers Heinrich Bassermann. Die Mutter von Emil ist bei seiner Geburt verstorben, der Vater gilt als vermisst. Louis, der Vorarbeiter, lehrt den jungen Emil sehr viel, was den Weinanbau betrifft. Schon bald zeigt sich das Außergewöhnliche an Emil: seine feine Nase, sein ausgeprägter Geruchssinne, er hat das besondere Gespür für den Wein.
Der Weingutbesitzer Carl Bassermann zieht Emil dem eigenen Sohn vor. Emil verliebt sich in die Tochter des Weingutbesitzers und kreiert eine Spätlese, doch der Ruhm wird ihm missgönnt. Mutter und Sohn des Herrn Bassermann integrieren gegen ihn und der Sohn erntet den Lohn für Emils Mühe. Auch seine Liebe wendet sich von ihm ab. Emil bricht nun seine Zelte in der Pfalz ab und wandert nach Amerika aus.
Auf der Suche nach sich selbst spricht ein Junge zu ihm diesen denkwürdigen Satz:
„Mein Papa sagt, wenn man einmal Winzer war, dann ist man das sein ganzes Leben lang.“ (S. 148)
Er, der immer von seinem eigenen Weingut geträumt hatte, von Weinen, die an sich nur für die Engel im Himmel bestimmt seien (S. 149) verwirklicht in Kalifornien seinen Lebenstraum. Seine Weine sind in aller Welt Munde. Doch, wie so oft im Leben, wenn man sich ganz oben auf der Treppe meint, kann nur eine Winzigkeit alles zerstören. Bei unserem Hauptprotagonisten ist es die Reblaus, die seine Existenz vernichtet.
Am Ende verlässt Emil Amerika und kehrt nach Deutschland zurück. Nach all den Jahren erfährt er nun die Unwahrheiten, die sein Lebensglück damals zerstört hatten. Ob sich nach den vielen Jahren sein Traum von einem Jahrhundertwein erfüllt und er seine große Liebe Josefine zurückgewinnen kann?
Fazit:
Das Cover zeigt ein Gemälde von Johann Jakob Serr „Herbstfest bei Rhodt“. Meiner Meinung nach sehr passend zum Gesamtinhalt und Hintergrund dieses historischen Romans. Uwe Schreiber ist es gelungen, in wechselvoller Weise den Leser in die damalige Zeit  zu entführen. Das Buch liest sich flüssig und ist sehr interessant geschrieben. Eine nicht so oft beschriebene Lebensart der Weinbauer, des Weinanbaus, umhüllt von Liebe, Leidenschaft, aber auch Tragik. Träume, die ein jeder von uns hat, oft platzen sie wie Seifenblasen. Uwe Schreiber aber kann man zu diesem gelungenen Buch nur gratulieren.

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen


Rezension (26) Der Ritter

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Der Ritter
Ralph Keim
Sutton Verlag
336 Seiten
Broschiert
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86680-082-3
Erstveröffentlichung 28.11.2006
Unveränderte Ausgabe 01.06.2010
€ 12,90

Text:
Pfingsten 1184: Von seiner Burg bei Trechtingshausen am Mittelrhein zieht der junge Ritter Wolfram von Rheinbod nach Mainz, wo Kaiser Friedrich Barbarossa auf der Maaraue seinen Hoftag abhält. Das glanzvolle Ritterfest wird zu einem schicksalhaften Ereignis für Wolfram: Er rettet das Leben von König Heinrich, einem der Söhne Barbarossas. Zum Dank nimmt der Stauferkaiser den jungen Ritter in sein Gefolge auf.
Wolfram von Rheinbod führt fortan das abenteuerliche Leben eines kaiserlichen Ritters. Er nimmt an Barbarossas Kreuzzug teil und erlebt in Rom die Kaiserkrönung Heinrichs VI. Er wird Augenzeuge der Geburt Friedrichs von Hohenstaufen, der als der schillerndste Stauferkaiser in die Geschichte eingehen wird. Während der turbulenten Jahre des Thronstreits mit den Welfen ist Wolfram ebenso an der Seite Friedrichs II. wie auf dessen Zügen durch Deutschland und Italien. Als Friedrich II. 1235 in Mainz Hoftag hält, ist Wolfram von Rheinbod ebenfalls dabei.
Statement:
Auf über 300 Seiten erlebt der Leser eine spannende, aufschlussreiche Reise in die Geschichtswelt. Der Autor Ralph Keim hat mit diesem Buch eine gelungene Mischung historischem Hintergrund und anschauendes Geschichtslehrmaterial geschrieben. Ich fühlte mich beim Lesen etwas zurückversetzt in meine Schulzeit und erinnerte mich an die trocken gehaltene Unterrichtsweise. Umso mehr habe ich das Buch genossen. Vielleicht liegt es auch daran, dass seit der Schulzeit etliche Jahre ins Land gegangen sind, das Lesen historischer Romane unter anderem mit zu meinen Favoriten gehört.
Der Autor schreibt in „Der Ritter“ vom Leben des Wolfgang von Rheinbod, in der Zeit Kaiser Friedrich Barbarossa bis hin seinem Tod im Jahre 1235 unter dem Kaiser Friedrich II.
Ritter Wolfram von Rheinbrod diente unter drei Kaisern. Staufenkaiser Friedrich selbst schloss dem toten Ritter die Augen (S. 329). Das Geschlecht der Staufer selbst erlischt im Jahre 1268.
Mit dem guten Erzählstil bringt der Autor, dank seiner Recherchen, eine Geschichte zu Papier, die lesenswert, empfehlenswert ist.
Als der junge Ritter Wolfram 1184 mit seinem Mentor, Gunther von Katzenelnbogen, an einem Ritterturnier teilnimmt, rettet er das Leben von Heinrich, einem der Söhne von Kaiser Friedrich Barbarossa. Vor Tagen war er mit Gunther auf die Reise gegangen. Dieser hoffte, dass sein Schützling Wolfram dieses Turnier zu einem Mann reifen ließe. Durch seine Tat wird Wolfram in das Gefolge des Kaisers aufgenommen. Viele geschichtlich niedergeschriebene Ereignisse durchlaufen sein Leben. Erwähnt seien hier der Kreuzzug Barbarossa und die Kaiserkrönung Heinrich VI. in Rom. Sicher sind einige geschichtliche Unklarheiten durch die Interpretation des Autors ersetzt, aber das nahm der Handlung nicht die Spannung.
Fazit:
Das Cover hätte ich mir etwas anspruchsvoller vorgestellt. Obwohl der Hintergrund, die Idee mit dem zur Ehrerbietung Ritter und dem Pferd sicher zu den Vorstellungen aus Geschichtsbüchern passt, es fehlte mir ein bisschen der Hingucker. Mit dem Inhalt und seiner Kunst, im Erzählstil aus der Sichtweise, des Lebens, von Wolfram von Rheinbod den Leser in die mittelalterliche Geschichte, dem Leben der Stauferkaiser zu führen, ist Ralph Keim mit „Der Ritter“ klassisch gut gelungen. Für mich war es das erste Buch von Ralph Keim. Überlegenswert auf jeden Fall, seine beiden vorherigen zu lesen. Alles in allem: Für den Leser, der historische Romane, vor allem mit geschichtlichem Hintergrund mag, empfehlenswert! Denn: Wer erinnert sich nicht an Kaiser Barbarossa?!

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen