► Hinweis - Blogposts ◄
Links in meinen Posts kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Diese Info erfolgt aufgrund der DSGVO. Diese können zu anderen Webseiten, sei es Verlags- oder Autorenseiten, Facebook oder andere Blogs führen. Ebenso Coverabbildungen. Mein Blog ist ein Hobbyblog. Von daher erfolgen diese Links ohne jedweden Auftrag oder eine Bezahlung. Ich habe keine Affiliate-Links in meinen Posts eingefügt. Rezensionsexemplare geben meinen persönlichen Leseeindruck wieder. Ich erhalte hierfür kein Geld oder jedweden anderen Obolus. Die Bücher werden gemäß §2 Nr. 5 TMG deklariert bzw. mit Danksagung an den Verlag für das Exemplar.
In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 4. Dezember 2011

Rezension (111) Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness
Die Seelen der Nacht
ISBN 978-3-7645-0391-8
Gebundene Ausgabe
Seiten: 800
Verlag: Blanvalet Verlag (26. September 2011)
Sprache: Deutsch
€ 19,99

Eine Liebe größer als das Leben selbst …
Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines alten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir, und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …
Statement:
„Ein unwiderstehliches Leseerlebnis!“ so steht es auf dem Buchrücken und von daher war ich schon sehr gespannt auf das Buch.
Vampire, Hexen, Dämonen, ein scheinbar begehrtes Thema bei Autoren. So hat sich nunmehr auch Deborah Harkness diesem gewidmet und dem Leser „Die Seelen der Nacht“ präsentiert.
Für diese knapp 800 Seiten umfassende Lektüre empfehle ich Zeit, um wirklich entspannt, aber auch gespannt, die Story zu lesen.
„Die Seelen der Nacht“ handeln unter anderem auch von einer anderen Art Vampiren, die nicht dem bisherigen Klischee entsprechen. Beeindruckt war ich allerdings nicht davon, da mir Vampire, die auch tagestauglich sind, in diesem Jahr schon von einer deutschen Autorin in ihrem Buch begegnet sind.
Die Hauptcharaktere der Geschichte, Diana Bishop, eine junge und ziemlich erfolgreiche Historikerin, hält sich oft zwecks Recherchearbeiten in der Bodleain-Bibliothek von Oxford auf, dem hier werden endlos alte Schriften aufbewahrt.
Der Anfang des Buches lässt nichts von dem erahnen, wie sich der Lauf der Geschichte entwickelt.
Diana wurde schon als kleines Kind zur Waise, nachdem ihre Eltern ermordet wurden. Beide Elternteile gehörten zur Art der Hexen, der Vater war ein Hexenmeister und ihre Mutter eine sehr mächtige Hexe. Doch Diana wollte nichts mehr damit zu tun haben und erlernte nicht den Umgang mit ihrer besonderen Gabe, der Magie der Hexen und insbesondere ihrer Macht. Doch eines Tages hält sie ein ganz besonderes Schriftstück in der Hand „Ashmole 782“, dem sie sich nicht entziehen kann. Es galt schon als sehr lange verschollen und war mit einem enormen Hexenbann belegt. Hinter diesem Schriftstück sind sie nun alle hinterher, die Guten und die Bösen, denn hier drin sollen die Geheimnisse des Ursprungs und die Zukunft der Welt der Hexen, Vampire und Dämonen geschrieben stehen. Doch Diana entscheidet sich gegen das Manuskript und belässt es in der Bibliothek. Aber sie muss nun neue Wege gehen, denn ihre Gabe lässt sich nicht mehr verleugnen. Und so trifft sie auf Matthew Clairmont, diesem 1500 Jahre alten Vampir.
Sie fühlten sich verbunden, doch eine Verbindung zwischen den beiden ist ihnen untersagt. Vor vielen Jahrhunderten haben dieses die Drei (Hexen, Dämonen und Vampire) in einem Pakt beschlossen.
Romantik hin, Pakt her, beide – sowohl Diana und auch Matthew gehen ein großes Risiko ein, einmal mit ihrer zwischenmenschlichen Beziehung, und dann das Geheimnis um „Ashmole 782“.
Die Liebe zwischen einem Vampir und einer Hexe, „Verbotene Liebe“.
Der sehr gradlinige zuweilen ziemlich detaillierte Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig.  Alles in allem war der Handlung anzumerken, mit wie viel Liebe und sachlichem Wissen die Autorin ihrer Geschichte Leben einhauchte.
Ihren Charakteren hat sie Schwächen und Fehler verpasst, so dass diese nicht zu perfekt herüber kamen.
Überzeugend für mich vor allem das fundierte Hintergrundwissen der Autorin, was allerdings manchmal doch sehr, sehr langatmig wurde und viel Raum in der Handlung einnahm.
Fazit:
Das Ende spricht für eine Fortsetzung, doch ein kleiner Hinweis sei gestattet: Manchmal ist weniger mehr – sprich, die 800 Seiten waren ein bisschen zu viel.
„Die Seelen der Nacht“ von Deborah Harkness ist ein romantisches, intelligentes, aber auch spannendes Buch, und erhält von mir auf jeden Fall eine absolute Kaufempfehlung.
Das Cover:
Was mir überhaupt nicht gefallen hat, war das Cover. Das Buch hätte eine wirklich bessere Titelgestaltung verdient!

Die Autorin Deborah Harkness ist Professorin für Europäische Geschichte und Wissenschaftsgeschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie mehrfach Stipendien und Auszeichnungen.
Deborah Harkness schreibt außerdem einen preisgekrönten Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).
Auch ihr Wissen um edle Weine findet Eingang in „Die Seelen der Nacht“, wo der eine oder andere gute Tropfen olfaktorisch zelebriert wird. Und wie ihre Protagonistin Diana hat Deborah Harkness selbst ein vermisstes Manuskript in der Bodleian-Bibliothek entdeckt
http://www.deborah-harkness.de/

Ich vergebe 4 Bucheulen

(Die stille Zeit im Jahr) 2. Advent


Wir feiern den 2. Advent

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die zweite Kerze brennt!
So nehmet euch eins um das andere an,
wie auch der Herr an uns getan!
Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr!
Schon ist nahe der Herr!

Wie wäre es mit einem leckeren Adventsfrühstück! Ein paar Tannenzweige auf den Tisch, da macht das Frühstücken schon viel mehr Freude.

Ich wünsche euch allen einen schönen 2. Adventssonntag

Freitag, 2. Dezember 2011

Buchtipp = 3. Dezember Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Diese Tage erhielt ich eine Mail vom Rowohlt Verlag mit dem Hinweis auf den
3. Dezember, den die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung ausgerufen haben.

Gleichzeitig der Hinweis auf das Buch:

Ulla Lachauer: Magdalenas Blau. Das Leben einer blinden Gärtnerin, 224 Seiten, erschienen am 16.9.2011
Taubenblau, Enzianblau, Tintenblau – mit vier Jahren kennt Magdalena Eglin viele verschiedene Blaus. Ihr Großvater, ein Freiburger Malermeister, lässt sie in seine Farbtöpfe gucken und lehrt sie, ihre von Geburt an schwachen Augen gut zu nutzen. Ein dunkelhaariges, wildes Mädchen, geboren 1933, einige Tage vor Hitlers Machtergreifung, das früh lernt, sich in der Welt zu orientieren. Voller Phantasie und Spielfreude und manchmal fürchterlich einsam. Bei Schneeballschlachten mittun, von Straßenbahnen abspringen, sie kann vieles, sogar lesen, mit dem linken Auge direkt auf dem Papier. Magdalena hört die fernsten Bomber, mit Hilfe von Ohren und Nase und Händen findet sie aus dem brennenden Freiburg heraus. 1945, mit zwölf Jahren, ist sie selbständig: Sie hütet Schweine, bei Verwandten auf dem Lande. Im Laufe der Jahre wird sie völlig erblinden. Sie wird eine begeisterte Gärtnerin und findet an der Seite eines Dorfschullehrers ihr Glück. Magdalena Eglin erzählt unsentimental, witzig und poetisch von ihrem Leben als Außenseiterin – und damit auch etwas über die Welt der Sehenden.
Ulla Lachauer gab mit ihrem Buch Paradiesstraße der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit eine Stimme – und wurde zur Bestsellerautorin. Jetzt erzählt sie erneut die Geschichte eines außergewöhnlichen Lebens.
Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, lebt in Stuttgart. Sie arbeitet als freie Journalistin und Dokumentarfilmerin. Buchveröffentlichungen: Die Brücke von Tilsit (1994), Paradiesstraße (1996), Ostpreußische Lebensläufe (1998), Ritas Leute (2002), Der Akazienkavalier (2008), alle bei Rowohlt. Soeben wurde sie mit dem Barbara Künkelin Preis 2012 ausgezeichnet. Die Stadt Schorndorf ehrt mit diesem Preis, der an die Widerstandskämpferin Anna Barbara Walch-Künkelin erinnert, eine Autorin, die sich - so die Jury - mit Themen beschäftige, die gegen den Zeitgeist und mit Wirkung auf die Zukunft gerichtet seien. Die Autorin und Dokumentarfilmerin Ulla Lachauer sei "stets und zuvorderst mutige Sprecherin für Frauen, die in ihrer Kultur keine Stimme haben", sie erzähle Geschichten nicht um ihrer selbst willen, "sondern aus Sicht aktueller, oft brennender und verborgener Problemlagen."

Ich habe schon ein bißchen drin geblättert, manchmal erwischt einen eine Krankheit an den ungünstigsten Tagen, zumal ich gern mehr darüber berichtet hätte. Freundlicherweise durfte ich den Text des Verlages verwenden. Vielen Dank.