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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Mittwoch, 11. Januar 2012

Buchzuwachs - Trilogie "Sehnsucht nach Rinland" Lena Klassen

Schon vor einiger Zeit haben diese drei Bücher Platz in meinem Regal gefunden.
Spätestens im Februar werde ich die Trilogie lesen. Denn ich habe immer wieder festgestellt, dass ich Trilogien o.a. lieber komplett lese und nicht endlos auf die Fortsetzung warten möchte.
Diese Bücher eignen sich wunderbar für eine Wälzer-Challenge.
Ihr findet alle Informationen hier:
Neufeld-Verlag
oder auf der Page von
Lena Klassen

Fesselnd bis zur letzten Seite - der Auftakt der Trilogie Sehnsucht nach Rinland, in der es um die Sehnsucht nach Heilung und Geborgenheit in Gott geht, zwischen Pflicht und Ehrgeiz, Schuld und Hoffnung. Dazu bedient sich die Trilogie zahlreicher biblischer Motive.
Sehnsucht nach Rinland
Die weiße Möwe
Bd. 1
510 Seiten
ISBN 978-3-937896-58-8
Januar 2008
€ 17,90
Der Verlag schreibt:
„Ich bin nicht wie deine Männer“, sagte Blitz leise. „Du hast sie aus dem Gefängnis geholt und von der Straße ... Aber mich hast du aus der Luft gegriffen wie eine Möwe auf ihrem Flug. Ich werde nie im Staub zu deinen Füßen sitzen und auf deine Anweisungen warten wie auf Futter. In meinem Herzen sind das Meer und die Wellen, die gegen die Küste schlagen, und die Schiffe, die zum Horizont segeln. In mir ist der Traum von den Glücklichen Inseln.“ Er wusste nicht, ob Zukata ihn noch hörte. „In mir ist die Sehnsucht nach Rinland. Was du auch tust, um mich an dich zu binden, ich bin frei.“
Das 16-jährige Albinomädchen Mino und der dunkelhaarige Blitz haben immer davon geträumt, gemeinsam durchs Kaiserreich zu reisen. Doch dann hindert Mino ihren besten Freund daran, seinem größten Traum zu folgen und das sagenhafte Rinland zu suchen. Wütend macht Blitz sich auf die Suche nach einem anderen Abenteuer und fällt prompt unter die Räuber. Die Begegnung mit Zukata, dem abtrünnigen Riesenprinzen, verändert sein Leben für immer. Und auch für Mino bleibt nichts mehr, wie es war, als sie in ein heftiges Unwetter gerät und von der Klippe stürzt. Ohne etwas voneinander zu ahnen, kämpfen sie bald für dieselbe Sache – dem großen Kaiser sein Glück zurückzubringen ...

Sehnsucht nach Rinland
Der Erbe des Riesen
Bd. 2
574 Seiten
ISBN 978-3-937896-67-0 
Juni 2009 
€ 17,90
Der Verlag schreibt:
Die Saga um Mino, Blitz und die Riesen geht weiter! Zukata, der grausame Riesenprinz, gibt sich noch lange nicht geschlagen. Neben der Kaiserwürde verfolgt er nun ein weiteres Ziel: die Rache an Blitz, der seine Pläne vereitelt hat. Um Blitz an seiner empfindlichsten Stelle zu treffen, sät Zukata die böse Saat von Gier und Machtgelüsten in Blitz‘ Heimat, auf den Glücklichen Inseln.
Doch während er im Osten seine Herrschaft ausbaut, wächst auf der Insel Neiara ein ganz besonderes Kind heran, der einzige Gegner, der es mit Zukata aufnehmen kann: Sorayn, Blitz‘ Sohn.


Sehnsucht nach Rinland
Der Thron des Riesenkaisers
Bd. 3
637 Seiten
ISBN 978-3-937896-82-3
Juni 2009 
Der Verlag schreibt:
Der gefürchtete Riese Zukata hat sein Ziel erreicht und herrscht nun über das Kaiserreich. Doch seine Räuber und Kaisergänger missbrauchen die Macht, die er ihnen verliehen hat. Besonders das Ziehende Volk hat unter der Willkür der Tyrannen zu leiden.
Wutentbrannt macht Sorayn sich auf, um den Kaiser zur Rechenschaft zu ziehen. Trotz seiner ungeheuren Stärke ist der junge Mann jedoch nicht so unbesiegbar, wie er dachte: Seine Gegner haben seine Schwachstelle gefunden, sein Herz ...
In der Zwischenzeit entdeckt Blitz in den unterirdischen Gewölben eines Klosters eine geheimnisvolle Schriftrolle aus Rinland. Kann er mit Hilfe der uralten Briefe herausfinden, wieso das Meer über die Ufer tritt und wie man der Flut entgeht? Bald müssen die Helden sich entscheiden, ob der Kampf gegen Zukata wirklich das Wichtigste in ihrem Leben ist.
Eine Leseprobe gibt es hier

Montag, 9. Januar 2012

Rezension (126) Liebe auf den zweiten Klick


Rainbow Rowell
Liebe auf den zweiten Klick

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442474202
EUR 8,99
Kurzbeschreibung
Manchmal ist das Glück nur einen Mausklick entfernt...
Als er sich bei einem Zeitungsverlag auf die Stelle des Internet-Sicherheitsbeauftragten beworben hat, war Lincoln nicht klar, dass er hinfort die Emails der Angestellten auf arbeitsferne Inhalte durchforsten würde. Noch weniger war er allerdings darauf gefasst, in dem steten, äußerst offenherzigen und absolut arbeitsfernen Mailwechsel zweier Kolleginnen seine Traumfrau kennen zu lernen. Nur, wie sagt man einer Frau, dass man sie liebt, wenn man sie a) noch nie gesehen hat und b) ihre intimsten Geheimnisse kennt?
Statement:
… manchmal ist das Glück nur einen Mausklick entfernt – so etwas gibt es sicherlich überall irgendwo auf der Welt. Die Autorin hat sich dieser Thematik angenommen und in „Liebe auf den zweiten Klick“ veröffentlicht.
Mit knapp 30 Jahren wohnt Lincoln, der nunmehr seinen neuen Job als Sicherheitsbeauftragter bei einer Zeitung angefangen hat, wieder zu Hause bei seiner Mutter. Der Job bedeutet für ihn, dass er des Nachts sämtliche Mails der Mitarbeiter kontrollieren muss; private Mails sind strengstens untersagt.
Dass ist auch den Freundinnen Jennifer und Beth bekannt, doch sie setzen sich darüber hinweg und kommunizieren fleißig miteinander.
Normalerweise wäre es an der Zeit, dass beide verwarnt werden müssten, aber aus irgendeinem Grund hält Lincoln sich zurück. Denn die eine der Protagonistinnen, Beth, hat es ihm angetan. Er kennt beide Frauen nicht persönlich, doch der gesamte Schriftverkehr zwischen den beiden zeigt ihm, was ihm in seinem wirklichen Leben fehlt. Indirekt steckt Lincoln mitten drin in dem Leben der beiden, denn keine von ihnen schreckt davor zurück, in ihren Mails versteckte Nachrichten zu schreiben. Offenherzig schreiben sie sich ihre Probleme.
Eindeutig hat die Autorin mit der Charaktere Beth es geschafft, diese dem Leser so klar und deutlich zu beschreiben, und das nur durch ihre Mails. Während die gesamte Geschichte der beiden Protagonistinnen ausschließlich nur aus dem schriftlichen Emails besteht, tritt Lincoln als Erzähler auf.
Obwohl der Anfang etwas mühselig und meiner Meinung nach etwas zu langatmig war, entwickelt sich die Geschichte immer mehr und nimmt Authentizität an.
Der Schreibstil ist schlicht und einfach, trotz etlicher schleppender Stellen lässt es sich dann aber doch noch gut lesen.
„Liebe auf den zweiten Klick“ – eben eine andere Liebesgeschichte.
Ende gut, alles gut?
Das lasse ich offen, denn um ehrlich zu sein, stehe ich nicht auf den so genannten „Filmkitsch“.
Achtung Spoiler:
„Wie würde das jetzt in einem Film weitergehen?“, fragte sie und sah auf ihre Hände hinunter. Mit jeder Silbe blickte sie sanfter drein. „Wie würden Meg Ryan und Tom Hanks diese Situation entschärfen?“
 Ich vergebe 4 Bucheulen


Über den Autor
Rainbow Rowell arbeitet als Journalistin und Lifestyle-Kolumnistin für den »Omaha World-Herald«. Wenn sie nicht gerade Bücher oder Artikel schreibt, liest sie gerne Comics, plant Trips nach Disney World oder diskutiert über Dinge, die den Lauf der Welt nicht verändern werden. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne – von denen sie hofft, dass sie einen ebenso unangepassten, offenherzigen Charakter entwickeln wie die Hauptfigur in ihrem Roman. 
Mehr Informationen zur Autorin gibt es unter www.rainbowrowell.com


Sonntag, 8. Januar 2012

Rezension (125) Die ersten Amerikaner - Eine Geschichte der Indianer

Thomas Jeier
Die ersten Amerikaner - Eine Geschichte der Indianer
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (5. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421044129
EUR 22,99


Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Indianer: Das klingt nach Freiheit, Prärie, Büffeljagd und Lagerfeuer – bis der weiße Mann kam und alles kaputt machte. Nach wie vor prägen solche Bilder die geläufigen Vorstellungen über die ersten Bewohner Nordamerikas. Doch wie lebten die Indianer wirklich, wie begegneten sich die Stämme untereinander und was sind die Probleme eines Indianers heute? Thomas Jeier räumt in dieser umfassenden Geschichte der Indianer mit einer Reihe von Klischees auf – Indianer waren weder die »edlen Wilden« noch die ersten Umweltschützer. Zugleich überrascht sein Buch mit einer Fülle bislang unbekannter Erkenntnisse, etwa wenn er über die Hochkultur der Ackerbau treibenden Anasazi schreibt oder deutlich macht, dass die amerikanische Verfassung Vorläufer im Irokesenbund hatte.

Statement:
Aus den vorliegenden Pressestimmen kann der Leser schon die Begeisterung für dieses hochinteressante Buch entnehmen.
Das Hardcoverbuch zeigt zum einen in der vorderen Innenseite eine Karte, die die Kulturregionen und Stämme um 1850 aufzeigt sowie in der hinteren Buchklappenseite die Indianer in den Vereinigten Staaten von heute.
In seinem Vorwort schreibt der Autor Thomas Jeier, wie es zu seiner Begeisterung und Leidenschaft, die er bis zum heutigen Tage beibehalten hat, zu Indiandern gekommen ist. Sicherlich erinnert es den einen oder anderen Leser wieder einmal an  Karl May-Bücher, wer hat sie nicht gelesen?!
Weiter geht es mit der Einführung „Indianer – gibt es die noch?  und in zehn weiteren Kapiteln, angefangen über die ersten Kontakte bis zum letzten Kapitel, welches da heißt „Menschen zweiter Klasse“. Gibt es sie noch, die Indianer, wie wir sie aus den verschiedensten Medien kennen? Im gewissen Sinn vielleicht, oder?! Das Bewahren ihrer alten Traditionen, das alte Kulturgut nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sicherlich besinnen sich so viele darauf zurück. Und ich halte es für sehr wichtig, dass gerade diese Menschen ein Recht auf die Pflege, auf das Besinnen ihres wertvollen Gutes haben.
Abgeschoben in Reservate, überflutet von dem Konsum der heutigen Zeit, dem Alkohol u.v.a. mehr, sind die Indianer wirklich Menschen zweiter Klasse?
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, daran musste ich etliche Male beim Lesen des Buches denken. Eine Freundin (Deseroka Littlewing) lebt in einem Indianerreservat und durch unseren Emailkontakt habe ich schon ein bisschen „hinter die Kulissen“ schauen können.
Fazit:
Manchmal muss man sich von seinen Emotionen lösen, um möglichst eine neutrale Rezension zu schreiben, eine Bewertung abzugeben, doch so ganz ist es mir wohl nicht gelungen. Unendlich viele Bilder gingen mir durch den Kopf, denn ich hatte schon etliche Fernsehdokumentationen im TV über die Indianer gesehen, die letztendlich schon einiges von dem zeigten, was der Autor mit diesem hervorragenden, sehr detailliert geschriebenen Sachbuch veröffentlicht hat.
Ich gebe hierfür meine absolute Leseempfehlung. Eine Bereicherung für das Bücherregal  - meine Hochachtung vor dem Autor!
Toksha ake`

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