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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 10. Juni 2012

Rezension (171) Vaethyr - Die andere Welt


Freda Warrington
Vaethyr
Die andere Welt
Broschiert: 678 Seiten
Verlag: Ueberreuter (März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3800095544
Originaltitel: Elfland

Verlagsinfo:
Liebende, gefangen zwischen zwei Welten
Das Volk der Vaethyr muss alle sieben Jahre zwischen der Elfen- und der Menschenwelt hin- und herreisen, um seine Kräfte nicht zu verlieren. Doch eines Tages weigert sich der Torwächter, die Vaethyr durch die Pforte zu lassen. Die junge Rose Fox gehört zu der Generation, die die andere Welt nie kennengelernt hat, wie auch die beiden Söhne des Torwächters.
Jeder der drei versucht auf seine eigene Weise mit dem Abgeschnittensein von der Elfenwelt fertigzuwerden - und hinter das Geheimnis des Wächters zu kommen, um in die andere Welt zu gelangen.
Autoreninfo:
Freda Warrington wurde in Leicestershire, England, geboren, wo sie noch heute mit ihrem Ehemann lebt. Sie hat als Illustratorin im medizinischen Bereich und als Grafikdesignerin gearbeitet. Ihr erster Roman wurde im Jahr 1986 veröffentlicht und seither sind 17 weitere hinzugekommen.
"Lawrence streckte den  Stsab aus und berührte die Flanke von Freias Krone. Blitze züngelten um den Fels. Ein schmaler schwarzer Spalt tat sich auf.
"Da", sagte die Falkenmaske. "Das Lych-.Tor ist offen. Diejenigen, die hindurchgehen wollen, gehen jetzt rasch hindurch. Aber seid gewarnt, ich werde es schließen und hinter euch verriegeln und der Weg wird erst wieder freigegeben, wenn es mir sicher zu sein scheint - das kann in einem Monat, einem Jahrzehnt oder einem Jahrhundert der Fall sein. Es liegt bei euch."

Statement:
Grob umrissen teilt der Klappentext dem Leser mit, worum es in dem Buch "Vaethyr -. Die andere Welt" geht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, zwei Lesestartversuchen, war mir der Einstieg in das knapp 680 Seiten umfassende Buch dann endlich gelungen. Zeitweise störten die immer wieder neuen Ideen, die die Autorin in die Handlung einbaute, sehr den Lesefluss. Zu oft kam es vor, dass ich zurückblättern mußte, um mir Personen o.a. in Erinnerung zu rufen. So war es nicht verwunderlich, dass das Buch erst einmal an die Seite gelegt wurde, und auf einen neuen Anfang wartete.
Jeder hat eine zweite Chance verdient, so auch "Vaethyr - Die andere Welt.
Die habe ich dem Buch gegeben, diese zweite Chance.
"Vaethyr", die Elfen, die nunmehr schon seit unendlicher Zeit zwischen der Erde und der Menschenwelt reisen. Für sie lebenswichtig, diese Reisen ...
Da gibt es dann den Torwächter Lawrence, der dieses eine Tor bewacht und nur er läßt die Elfen hindurch. Die Protagonistin Rose Fox, deren Familie zu den Vaethyr gehört, erlebt, dass der Torwächter das eine Tor schließt, so dass niemand mehr hinein- bzw. hinaus darf.
Wenn die Vaethyrkinder ihren 16. Geburtstag feiern, dürfen sie das erste Mal in diese andere Welt reisen, um an dem Initiationsritus teilzunehmen, der sie in den Kreis aufnimmt. Auch die beiden Söhne des Torwächters Lawrence, Sam und John, stehen nun vor der schier unlösbaren Aufgabe, in die andere Welt reisen zu können.
Und es steht immer noch die Frage im Raum: Warum hat der Torwächter so gehandelt, was steckt dahinter, dass das Tor verschlossen bleibt!?
Nur soviel sei verraten, dass eine tödliche Bedrohung von aiußen auf alle lauert. Doch ist dem wirklich so?
Die Hauptcharaktere der Story, Rose, Sam und John sind von der Autorin glaubhaft beschrieben. Sie hat jedem von ihnen sehr viel Raum gegeben, so dass es dem Leser wahrlich nicht schwerfällt, sie sympathisch zu finden.
Intrigen, Verschwörungen, Familiengeheimnisse und romantische Liebe, dies alles findet sich in "Vaethyr" wieder. Ein hundertprozentiger Fantasieroman, wie man ihn sich vorstellt, nein, ich schwanke immer noch mit meiner Meinung dazu...
Der Schreibstil der Autorin Freda Warrington ist gut und flüssig, hebt sich allerdings nicht besonders hervor, wenn ich es mit den bislang gelesenen Fantasiebüchern vergleiche.
Erst im letzten Drittel ist es der Autorin gelungen, mich voll in die Geschichte hineinzuziehen.
Spannung ist garantiert - ich wurde positiv überrascht und bin begeistert.
Fazit:
"Weniger ist manchmal mehr" und das trifft auf dieses Buch wirklich zu. Ein manches hätte entfallen können, vieles war zu verwirrend, dass man ab und an wirklich den Durchblick der Story verlor. Doch das wirklich packende, gut geschriebene Ende wiegt so manchen Negativpunkt auf, dass ich letztendlich zu der Überzeugung gekommen bin, "Vaethyr - Die andere Welt" weiterzuempfehlen.
Lasst euch von allen Kritikpunkten nicht abschrecken, und gebt dem Buch eine Chance!
Ich habe "Vaethyr - Die andere Welt" nach einem Neustart gelesen und es am Ende nicht bereut.
Die "Grande Dame" der englischen Fantastik, wie es auf dem Buchrücken heißt, hat wohl einen magischen Fantasieroman mit "Vaethyr - Die andere Welt" geschrieben, aber der "magische Zauberbann der Fantasie" hatte große Schwankungen.
Daher vergebe ich nur drei Bucheulen.

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar
Link für Cover geht zu Weltbild

Buchvorstellung - Zoran Drvenkar - Werkstattbericht zu seinem neuen Roman "Der letzte Engel"


Ein Besuch bei Zoran Drvenkar anlässlich des Erscheinens seines neuen Jugendromans
"Der letzte Engel".
Dieser "Werkstattbericht" ist in vier Teile gegliedert:
1) Erstes Interview: Vom Schriftsteller werden
2) Zweites Interview: Vom Schreiben allgemein
3) Eine ausführliche Leseprobe "Der letzte Engel"
4) Driottes Interview: Vom Letzten Engel

Zoran Drvenkar
Der letzte Engel
Verlag: cbj
420 Seiten
€ 16,99
ISBN 978-3-570-15459-5
ET: 24. 9. 2012


Verlagsinfo:
Düster, gewaltig, unausweichlich
Motte ist sechzehn Jahre alt, als der Tod an seinem Fenster kratzt. An einem harmlosen Wochenende gegen Mitternacht bekommt er wie aus dem Nichts eine anonyme E-Mail:

sorry für die schlechte nachricht
aber wenn du aufwachst, bist du tot
wir wollten nur, dass du das weißt

Mieser Scherz, denkt Motte. Umso mehr, als er am nächsten Tag aufwacht – und alles normal scheint. Bis darauf, dass sein Herz nicht mehr pocht. Und sein Atem nicht mehr am Spiegel beschlägt. Und dass Motte von Stund an in einen Abgrund gerissen wird, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Während sein Haus in Flammen aufgeht, heften sich dunkle Jäger und geisterhafte Mädchen auf seine Spuren. Und alle behaupten, dass in Motte etwas Uraltes zu einem Ende kommt. Denn er ist der letzte Engel auf Erden.
Autor:
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller. Zoran schreibt Romane, Gedichte, Theaterstücke und Kurzgeschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, und lebt heute in der Nähe von Berlin.

Samstag, 9. Juni 2012

Buchzuwachs - fantastischer Abenteuerroman von Nina Blazon

Diese Woche erhielt ich


Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel - Nina Blazon
erscheint am 27. 8. 2912 im cbj-Verlag




384 Seiten
€ 16,99
ISBN 978-3-570-15475-5















Info vom Verlag
Waren Sie schon einmal in Venedig und haben sich von der einzigartigen Schönheit und Faszination begeistern lassen? Nein? Nina Blazon war dort und hat sich zu einer wunderbar fantastischen Geschichte für Kinder inspirieren lassen, die am 27. August bei cbj erscheint:
Begeisterung empfinden Kristina und Jan zunächst nicht, als sie die Ferien bei ihrer grantigen Großmutter in Venedig verbringen sollen. Dass sich nachts seltsame Schemen und Wesen herumtreiben, macht es nicht gerade besser. Als dann auch noch ihre Tante Sara verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein fantastisches Abenteuer, das seinesgleichen sucht.
Mit „Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel“ von Nina Blazon tauchen Sie ein in ein schillerndes Reich der Geister und Spiegelwesen. Ein Fantasy-Abenteuer voll mysteriöser, atemberaubender und gefährlicher Momente, das Kinder garantiert faszinieren wird.
Die Autorin selbst hat einige Zeit für Recherchen in ihrer Herzensstadt Venedig verbracht und beschreibt die wundervollen, magischen Orte und ihre Figuren mit einer die Leser mitreißenden Begeisterung.
Ein Interview mit Nina Blazon, in dem sie über ihre Buchrecherche in Venedig spricht und Fotos der Reise präsentiert, finden Sie hier.
Schaut einfach mal ***