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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Mittwoch, 12. September 2012

♥ Warten auf das Septemberkind ♥

Guten Morgen liebe Leser meines Blogs

♥ ♥ ♥ 

Es ist ansich nicht meine Art Privates auf dem Blog zu veröffentlichen.
Manches ja, manches nein.
Doch heute  ist eine Ausnahme.

Der Countdown läuft:

Wir warten auf das Septemberkind - mehr brauch ich ja wohl nicht schreiben oder?

Hier geht es entlang ~~~ die Welt erwartet dich schon

Montag, 10. September 2012

Rezension (208) Die Tote von Charlottenburg


Susanne Goga
Taschenbuch
304 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
(1. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423213813
€ 9,95









Verlagsinfo:
Sommer 1923. Kommissar Leo Wechsler und seine Freundin Clara Bleibtreu verbringen ihre Urlaubstage auf Hiddensee. Dort lernt Clara die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss kennen, eine lebhafte, charismatische Frau. Sie ist weitgereist, sozial engagiert und pflegt ein freies Liebesleben. Clara fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Doch im Herbst stirbt Henriette gänzlich unerwartet in ihrer Wohnung in Charlottenburg. Die Todesursache lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Leo beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt auf merkwürdige Vorkommnisse in dem Krankenhaus, in dem Henriette Strauss gearbeitet hatte ...

Statement:

Statement:
Nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Es mag vielleicht daran liegen, dass die Stadt Berlin mit meinem Leben verknüpft ist und Hiddensee von einem Urlaubsaufenthalt her kannte.
Das Jahr 1923, Inflation, hohe Arbeitslosigkeit, die Angst vor dem Morgen. Hunger beherrscht die Stadt, das Land. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Leo Wechsler und seine Freundin Clara Bleibtreu machen im Sommer 1923 einen Kurzurlaub auf der Insel Hiddensee. Hier lernt Clara Henriette Strauss, eine Ärztin und engagierte Frauenrechtlerin, kennen.
Zurück in Berlin wird Leo mit einem neuen Fall beauftragt, da die Todesursache nicht eindeutig ist bzw. angezweifelt wird. Es ist Henriette Strauss. Sie hatte sich für die hilflosen Frauen eingesetzt, die immer wieder und wieder schwanger wurden.
„Die Frau in der Gesellschaft“, welchen Wert hatte sie?
Frauen – ein Gebrauchsgegenstand, eine Gebärmaschine.
Je mehr Leo Wechsler sich mit dem Fall beschäftigt, umso mehr erhält der  Leser Geschichtsunterricht. Die Art und Weise, wie die Autorin geschichtliche Fakten in die Handlung mit eingebaut hat, doch ich war positiv überrascht.
Ich muss hier einfügen, dass es mein erstes Buch von der Autorin Susanne Goga war, welches ich gelesen habe.
Was für viele völlig undenkbar scheint, damals war so vieles Normalität, worüber wir heute nur den Kopf schütteln.
Die Verbindung Leo und Clara sind gut beschrieben, vor allem was Clara betrifft. Sie ist ihre Selbstständigkeit gewohnt, er alleinerziehender Vater, und dann noch Leos Schwester, die sich um die Kinder kümmert.
Der Schreibstil ist flüssig, und so beschrieben, dass man  direkt in die Welt der Weimarer Republik eintauchen kann. Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik, dem ersten Juden-Pogrom im Scheunenviertel, mit „Die Tote von Charlottenburg“ hat die Autorin eine Atmosphäre geschaffen, der man sich wahrlich nicht entziehen kann. Die Charaktere der einzelnen Personen  sind gut geschrieben.
Aber „Die Tote von Charlottenburg“ birgt auch eine Botschaft an uns. Diese finden Sie aber bitte selbst heraus.
Das Cover ist ansprechend.
Fazit:
„Die Tote von Charlottenburg“, ein Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund, inhaltlich gut und spannend geschrieben. Meine Leseempfehlung.
Susanne Goga listet am Buchende historische Persönlichkeiten auf, die eine Rolle in dem Buch spielen.

Autoreninfo:
Susanne Goga lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie hat außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler mehrere historische Romane veröffentlicht.

Sonntag, 9. September 2012

Rezension (207) Manhattan 212



 Alafair Burke
Manhattan 212
Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
(1. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423213776
Originaltitel: 212
EUR 9,95








Herzlichen Dank an den dtv Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Buchinfo:
Die Studentin Megan erhält anonyme Drohungen auf einer Campus-Website. Die Polizei kann ihr nicht helfen. Dann wird Megan ermordet, und die Ermittlungen übernimmt die junge Polizistin Ellie Hatcher, die für ihre Hartnäckigkeit bekannt ist. Sie bezweifelt, dass es sich »nur« um einen durchgeknallten Cyber-Perversen handelt, besonders, als sie Verbindungen zu einem anderen Fall entdeckt: Der Bodyguard eines berüchtigten Immobilienhais ist in einem von dessen schicken, sündteuren Apartmentkomplexen ermordet worden.
Ist Sam Sparks, der Immobilientycoon, womöglich selbst in diesen Mord verwickelt? Ellies Misstrauen wächst, als Sparks seine Beziehungen zu Justiz und Polizei spielen lässt, damit die Ermittlungen eingestellt werden …
Buchanfang:
“27. Mai
Tanya Abbott sah zu, wie ihr regennasser Zeigefinger zitternd die Tasten drückte – 9 ... 1 ...1. Während sie dem Rufton lauschte, zählte sie stumm die Tage, die seit ihrer Ankunft in New York vergangen waren.“
Statement:
Mein erstes Buch von der Autorin Alafair Burke, „Manhattan 212“, der zweite Fall für die junge Polizistin Ellie Hatcher.
Nachdem Ellie sich eine Auszeit vom Polizeidienst genommen hatte, kehrt sie zurück und erhält einen neuen Partner, Rogan.
Ein neuer Fall führt sie in die Häuserschluchten des Stadtteils Manhattan von New York. Sam Sparks Bodyguard wurde in der Firmenwohnung ermordet aufgefunden. Sam Sparks, ein einflussreicher Immobilientycoon, gerät ins Licht der Ermittlungen. Doch er lässt sich nicht in die Karten schauen und macht all seinen Einfluss geltend bei Behörden bis in die Spitze der Polizei.
Sicherlich hat er nicht mit Ellie Hatcher gerechnet. „Manhattan 212“ erstes Kapitel beginnt am 27. Mai.
Genau einhundertzwanzig Tage danach, am 24. September, um 11.00 Uhr setzt sich die Handlung vor Gericht fort. Näheres hierzu schreibe ich nicht.
Von nun an steht über jedem weiteren Kapitel eine Uhrzeit bzw. passend ein neuer Tag. Der Zeitraum der Handlung erstreckt sich nur über wenige Tage und ermöglicht den Leser, einen Zwischenstopp einzulegen.
Es passiert ein neuer Mord, eine Studentin, Megan. Ihre Mitbewohnerin Heather hat den Überfall nur knapp überlebt. Ellie und Roan finden kein Motiv für diese Tat, bis wenige Stunden später ein weiterer Mord passiert. Diesmal wird eine Frau, die ab und an bei einem Escortservice arbeitet, in einem Hotelzimmer tot aufgefunden.
Manhattan, Schauplatz und Titelträger des Buches, wer schon einmal dort gewesen war, für den ist es eine Rückkehr in eine Stadt, einem Stadtteil von NY, in der das Leben Tag und Nacht pulsiert. Und hinter unbekannten Fassaden sich Tragödien abspielen, Korruption und dunkle Machenschaften zum Tagesgeschäft gehören.
Es dauert eine Zeit, bis Ellie und Rogan klar wird, dass Sam Sparks mit all den Morden etwas zu tun haben muss. Und ziemlich sicher vermutet man als Leser, wer hinter all dem stecken könnte. Bis es bei den beiden Ermittlern endlich „KLICK“ gemacht hat, zogen sich die Seiten zeitweise sehr langatmig hin.
In ihrer Nachbemerkung weist die Autorin auf zwei Skandalfälle hin, die sie für „Manhattan 212“ aufgegriffen und mit Fantasie verarbeitet hat. Der eine Fall hat sich in New York zugetragen und der andere in Portland.
Alafair Burke schreibt kurz vor dem Ende des Buches: „Die Liebe war eine starke Macht.“ Ergänzend füge ich hinzu: „Sex, Sexsucht, Abhängigkeit, ebenso eine starke Macht.“
Fazit:
Ein unterhaltsames Buch für Leser, die gern Kriminalromane lesen. Das Ambiente hat mir gefallen, weil es halt in New York spielt.
I love New York.
Autoreninfo:
Alafair Burke lebt in New York City und ist Dozentin für Strafrecht an der Hofstra Law School. Sie war lange als Deputy District Attorney für die Staatsanwaltschaft in Portland, Oregon, tätig.
Im Juli 2012 war „Manhattan 212“ Krimi des Monats beim dtv-Verlag.

VIER schwebende Bücher