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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Donnerstag, 9. Mai 2013

Buchnachschub der letzten KW's






Und wie schon beim letzten Mal - ohne irgendwelche Bilder. Mit dem Klick gelangt ihr auf alle weiteren Informationen.
Drei Bücher habe ich davon schon gelesen - Rezis kommen dieses Wochenende. Und zwei weitere lese ich gerade :-)

Natasa Dragnic - Immer wieder das Meer: Roman (RZ)
Kady Cross - Das Mädchen mit dem Stahlkorsett: Roman (RZ)
Brigitte Beil -  Ein Brief aus England: Roman (RZ)
Antje Szillat -  Asphaltspuren  (über FB bei der Autorin gewonnen)
Hannah Richell - Geheimnis der Gezeiten: Roman (RZ)
Tanja Heitmann -  TIAMAT - Liebe zwischen den Welten (RZ)
Fanny Wagner -  Garantiert wechselhaft (RZ)
und gestern kam dann noch
Kady Cross -  Das Mädchen mit dem Flammenherz: Roman (RZ)

Nebenbei gesagt, auf meinen SuB schau ich schon gar nicht mehr. Aber mein Stapel RZ-Bücher, der ist für mich jetzt endlich auf einem zufriedenstellenden Level!

Tja, und in einem anderen Post zeige ich euch dann noch was dabei herauskommt, wenn man FRUST hat ...

Habt einen schönen Tag

Montag, 6. Mai 2013

[Rezension] Watersong - Sternenlied - Amanda Hocking




Amanda Hocking
Watersong – Sternenlied
Gebundene Ausgabe
320 Seiten
Verlag: cbt (25. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570161593
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
·  Originaltitel: Watersong 1 - Wake
€ 16,99

 Cover und Infos von Verlagsseite
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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 


Verlagsinfo:
Wer ihrer Schönheit verfällt, verwirkt sein Leben.
Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …
Die 16-jährige Gemma liebt das Meer. Und sie liebt ihren besten Freund Alex. Der Sommer verspricht perfekt zu werden – bis die geheimnisvollen Mädchen Penn, Lexi und Thea auftauchen und Gemma in ihren Bann ziehen. Nach einer gemeinsamen Partynacht fühlt Gemma sich wie ausgewechselt: stärker, schneller und schöner als je zuvor. Was ist passiert? Als sie die Wahrheit erfährt, ist es bereits zu spät: Die verführerische Welt der Sirenen lockt Gemma unaufhaltsam in die tödlichen Tiefen des Meeres ...

Vita
Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien verkauft und mit dem US-Verlag St Martin's Press Verträge über mehrbändige Jugendbuchreihen abgeschlossen. Hocking gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt.

Statement:
Amanda Hocking hat mit ihrem Auftaktband „Sternenlied“ zur Reihe „Watersong“ nach „Vampirmond“ und der „Tryll-„Reihe erneut ein vielversprechendes Jugendbuch auf den Markt gebracht. Diese Autorin überrascht mich immer wieder.
Eher distanziert zu „Vampirmond“ fand ich die „Tryll“-Reihe schon besser, aber mit „Watersong – Sternenlied“ hat die Autorin genau meinen derzeitigen Lesegeschmack getroffen.
Zitat S. 8 – Prolog „ ... und hinterließ einen schrecklichen Geschmack in ihrem Mund. Denn diesmal wusste sie, woher das Blut kam. ... Thea schwieg einen Augenblick lang und lauschte dem Lied, das der Ozean für sie sang. Die Wassermelodie rief nach ihr.
Ein leichter Vorgeschmack auf das, was den Leser erwartet J
Das Cover – ein Highlight ! – schürt die Neugier und wenn man den Schutzumschlag von innen betrachtet, eine verlockende, verführerische Welt öffnet sich.
„Sternenlied“ ist jeweils aus der Sicht von Gemma und Harper, den beiden Hauptcharaktere, geschrieben. In einer ähnlichen Form hatte ich schon das eine oder andere Buch gelesen, von daher nicht neu, meiner Meinung passt es hier richtig gut.

Es ist ein kleiner Küstenort, in dem die Schwestern Gemma und Harper wohnen. Alles scheint so friedlich, Wasser, das Meer, das ist das Element der 16-jährigen Gemma. Hier fühlt sie sich wohl.
Wenn Gemman nichts anderes vorhat, verbringt sie viel Zeit mit ihrer älteren Schwester Harper und dessen guten Freund Alex.
Dieser Sommer sollte anders werden in dem Küstenörtchen Capri. Drei junge Frauen tauchen auf, wahre Schönheiten, doch was steckt dahinter?
Schönheit blendet!
Verführerische, verlockende Worte, betörend, mit all ihrer Macht versuchen Lexi, Thea und Penna Gemma in ihren Bann zu ziehen  ... du gehörst zu uns ...
Zu allem kommt noch hinzu, dass Gemma sich in Alex verliebt hat.
Seit der Anwesenheit der drei Fremden häufen sich die Unglücke, Jugendliche verschwinden und auch Gemma sind diese anfangs unheimlich, zumal sie sich immer in ihrer Lieblingsbucht aufhalten.
Als Gemma trotz allem wieder einmal allein schwimmen geht, trifft sie auf die drei Mädchen, die sich in einer Grotte aufhalten.
Meerjungfrauen, Sirenen, man kennt es aus der griechischen Sage her, nicht neu, aber hier als Idee wirklich gut umgesetzt.
Gemma, natürlich wird sie angelockt von den betörenden Stimmen. Erst zu Hause stellt Gemma fest, dass sie auf einmal anders ist. Was war auf dem Fest in der Grotte passiert?
Tja, Gemma, was hast du wohl getrunken?

Nach einem für ein Jugendbuch und empfohlenen Lesealter doch heftig, blutig geschilderten Prolog geht die Geschichte erst einmal in ruhigeren Bahnen los. Und irgendwann steckt du als Leser mitten drin, magst, kannst einfach nicht aufhören, vorausahnend, dass die Autorin am Ende dich ganz schön in der Luft hängen lässt.
Egal, nein nicht wirklich – und bitte schnellstmöglich die Fortsetzung.

Zitat S. 283 „Wir besitzen ewige Jugend und eine unvergleichbare Schönheit. Wir können uns in magische Zauberwesen verwandeln. Und wir leben von menschlichem Blut.“

Fazit:
Spannung und Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite.
Obwohl das Thema Meerjungfrauen bzw. Meereswesen für mich nicht neu war (z. B. gelesen Meerestochter von Serena David), zieht man seine Vergleiche, sollte dies aber möglichst vermeiden, denn jedes Buch ist ein eigenes Individuum.

Ich gebe 4,5  Lesegenuss-Bücher (leider habe ich keine Logos mit 1/2)

(Rezension) Léonide - Charlotte Schaefer




Charlotte Schaefer
Léonide
Broschiert
228 Seiten
Verlag: Sieben-Verlag (März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3864431326
€ 14,90


© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Sieben Verlag







Verlagsinfo:
Die neunzehnjährige Léonide Géroux wächst im Arles/Südfrankreich des 19. Jahrhunderts im Haus ihrer Eltern auf. Als ihr Bruder, der Maler Willem Géroux, in der Hitze des mediterranen Sommers dem Fieberwahn verfällt, beschließt sie, den renommierten, aber ebenso gefürchteten italienischen Mediziner und Alchimisten Costantini um Hilfe zu bitten. Nach und nach beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen. Wer ist Costantini und welche Rolle spielt er in Willems Leben? Als Léonide sich auf die Suche nach Antworten macht, begegnet sie nicht nur der Liebe, sondern auch dem Tod.
Zur Autorin:
Charlotte Schaefer wurde 1988 in Engen im Hegau geboren. Bereits als Kind hat sie sich gerne Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. Zu verdanken hat sie diese Eigenschaft ihren Eltern, die sie mit ihrer Liebe zur Literatur ansteckten, und den vielen Büchern, die bei ihnen zu Hause in den Regalen standen.
Heute lebt sie in der Nähe von Freiburg, wo sie auch studiert. Neben dem Schreiben und Lesen liebt sie Musik, gutes Essen, Kinobesuche, alles Schokoladige, Gewitter, Tiere und ihre Schwestern, Eltern und Freunde. Cedars Hollow ist ihr erster Roman.


Statement:
Mit den Zeilen Vincent van Goghs an seinen Bruder beginnt „Léonide“.
„Mancher hat ein großes Feuer in seiner Seele, doch niemand kommt jemals, sich daran zu wärmen; und die Vorübergehenden gewähren nur ein klein wenig Rauch oben über dem Schornstein und gehen ihres Weges von dannen.

Vincent van Gogh an Theo van Gogh, Borinage, Juli 1880“

Die Geschichte „Léonide“ spielt im 19. Jahrhundert im Süden Frankreichs, dem kleinen Ort Arles.
Der Ort Arles – sicherlich bewußt gewählt von der Autorin, denn hier hat Vincent van Gogh im Jahre 1888 gelebt. Im heißen August 1888 beginnt auch die Geschichte um Léonide, ihrer Familie, ihrem Bruder Willem, der Künstler, Maler, sehr talentiert. Er leidet wahnsinnig unter der Hitze des Sommers und seine Fieberschübe, Wahnvorstellungen werden immer schlimmer.
(Nur wenige Zeit später hatte Vincent van Gogh, so schreibt es die Geschichte, sich sein linkes Ohr abgeschnitten.)
Hilfe holt sich Léonide bei dem kauzigen Mediziner Constantini, der ihr ein Mittel gibt, welches Willems Leiden lindern soll.
Von Anfang an wird der Leser durch ausführliche Beschreibungen in eine Handlung entführt, auf die man sich einlässt bzw. einstellen sollte. Constantini verspricht, dass es Willem bald besser gehen wird, doch Léonide sollte ganz genau die Dosierung einhalten. Alles andere wäre sonst tödlich für ihren Bruder. Léonide hat große Schwierigkeiten zu verstehen, wieso ihr Bruder sich immer wieder innerhalb von kurzer Zeit so dermaßen verändert. Es war, als habe ein anderer Geist von seinem Körper Besitz ergriffen.
Zitat S. 11 „Immer schneller malt eine fremde Kraft, Falten, Formen und Farben in sein Gesicht.“
Wirklichkeit und Fantasie vermischen sich in der Geschichte, dass man teils verwirrt durch die Handlung „läuft“. Weil ich so gar nicht warm wurde mit dem Buch, habe ich es erst einmal zur Seite gelegt und es nunmehr neu gelesen.
Die Zeit des 19. Jahrhunderts, die damaligen Lebensumstände, die Charaktere des Buches, mit anderen Augen, anderen Gefühlen habe ich mich auf „Léonide“ eingelassen.
Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Léonide, darauf hätte die Autorin besser verzichtet, gerade bei so einer Geschichte. Als Leser möchte ich eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen, was hier sich leider als sehr schwierig gestaltete.
Willem mit seinen zwei Gesichtern, sowie Léonide, stark und doch so schwach, was kann die menschliche Seele alles aushalten!
Nicht ganz einfach „Léonide“, sehr eigen, und wird sicher nicht jedem gefallen.
Ich gebe meine Leseempfehlung – allerdings mit der Vergabe der Bewertung halte ich mich zurück und gebe gut gemeinte 3,5 Lesegenuss-Bücher.