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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Freitag, 20. September 2013

(Rezension) Eden & Orion - Lichtjahre zu dir ~ Helen Douglas




Helen Douglas
Eden & Orion – Lichtjahre zu dir
Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (22. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737364867
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre
€ 16,99








© Cover / Infos - siehe Verlag - 
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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Buchinfo-Verlag
Als der gut aussehende Ryan an ihrer Schule auftaucht, verliebt Eden sich Hals über Kopf in den Neuen. Auf den ersten Blick scheint Ryan ein ganz normaler amerikanischer Teenager zu sein. Aber wieso kennt er dann keine Pizza und hat noch nie von Gandhi oder Mandela gehört? Und warum interessiert er sich so brennend für sie? Eines Tages findet Eden ein Buch in Ryans Zimmer, dessen Inhalt eine ferne Zukunft vorwegnimmt. Eden versucht fieberhaft, das Geheimnis zu lüften. Sie entdeckt, dass Ryan eine unglaublich wichtige Mission erfüllen muss ... und sie vielleicht seine einzige Chance zerstört hat.


Statement:
„Eden & Orion – Lichtjahre zu dir“, eine romantische Mysteriegeschichte für Jugendliche. Auf dem Cover sieht man den Sternenhimmel, und kombiniert mit dem Titel baut sich schon eine Beziehung auf.
Wieder eine Highschool-Geschichte, mag man denken. Voll im Trend, was Kids gern lesen.
Worum geht es nun in „Eden & Orion“? Der Buchrückentext  ist sehr aussagekräftig, und dass das Thema Zeitreise eine Rolle spielt, für mich ein weiterer Punkt, es lesen zu wollen. Ich mag Zeitreisenromane.
An Edens Schule kommt ein neuer Schüler, Ryan. Beide freunden sich schnell an, es war, als würden sie sich schon lange kennen. Das alles passt aber Edens bestem Freund Connor nicht, denn er ist in sie heimlich verliebt. Immer wieder passiert es, dass Eden vor der Frage steht, wer Ryan ist und wo er bislang gelebt hat. So viele Kleinigkeiten bzw. was für sie Normalität erscheint, sind ihm fremd. Wer bitte schön, weiß nicht was eine Pizza ist!?
Auffällig ist, dass dieser verdammt gutaussehende Typ sich nur für sie interessiert.

(Hoppla, so etwas in der Richtung habe ich doch gerade erst von einer deutschen Autorin gelesen! Gutaussehender Typ interessiert sich für die nicht gerade auffällige Mitschülerin! Nun ja ... )
Die Autorin hat sich bemüht, viele Elemente harmonisch miteinander zu verbinden. So wundert es nicht, dass Eden hinter Ryans Geheimnis kommt. Nur zufällig hat sie bei ihm zu Hause ein Buch eingepackt, dessen Autor sie kennt, und sie schockt das Veröffentlichkeitsdatum – es liegt in der Zukunft! Also war Ryan wegen Connor hier!
Die junge Charaktere Eden kommt sympathisch rüber, und durch die Ich-Erzählperspektive lässt sich die Handlung eigentlich gut lesen.
„Eden & Orion – Lichtjahre  zu dir“, nicht so ganz was ich eigentlich erwartet hatte, denn einiges an der Schreib- und Ausdrucksweise der Autorin gibt es schon zu kritisieren. Hier hätte man sich mehr Mühe geben müssen, um die Umgangssprache der Jugendlichen wieder zu geben. Manches wirkte sehr aufgesetzt! Meiner Meinung hat hat die Autorin viel zu viele Dinge angeschnitten und lässt den Leser teils mit in der Luft hängen.
Weniger ist oft mehr!

Fakt ist ...
Trotz all meiner Kritik mochte ich das Buch, denn allein schon durch das Cover werde ich es etwas aufwerten. Wer hier großartige Spannung erwartet, wird enttäuscht sein. Romantik, Fantasy, Zukunftsvisionen bzw. Zeitreise, Mystery, diese Mischung kann eine klasse Geschichte werden. Aber leider ist dies hier nicht hundertprozentig gelungen!
Die Leseprobe war sehr vielversprechend ...


 
Vita:
Helen Douglas studierte Wirtschaftsgeschichte an der London School of Economics. Sie arbeitete als Lektorin, Theaterdirektorin und Englischlehrerin in London und Kalifornien. Außerdem ist sie begeisterte Hobby-Astrologin. Heute lebt Helen Douglas mit ihrem Mann und ihren Kindern in Cornwall.

Mittwoch, 18. September 2013

(Rezension) So wie Kupfer und Gold ~ Jane Nickerson

Dieser Titel erscheint am 23. September 2013 und die Rezension darf mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages veröffentlicht werden.



Jane Nickerson
So wie Kupfer und Gold
€ 16,99
Gebundene Ausgabe
448 Seiten
Verlag: cbt (23. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570162682
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
€ 16,99
Originaltitel: Strands of Bronze & Gold







Buchinfo:

Boston, 1855. Sophia ist 17, als sie nach dem Tod ihres Vaters als Waise dasteht. Da erhält sie einen Brief von ihrem Paten Bernard de Cressac, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey angekommen, zieht der attraktive Gentleman und sein luxuriöser Lebensstil die junge Frau in seinen Bann. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr spürt Sophia, dass Bernard eine dunkle Seite hat. Als ihr schließlich immer wieder junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen – die ihr selbst sehr ähnlich sehen-, wird Sophia misstrauisch. Sie erfährt, dass Cressac bereits mehrfach verheiratet war und alle Ehefrauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen ... Ist Sophia die Nächste? Oder kann sie das Netz, das Cressac um sie gesponnen hat, rechtzeitig zerreißen?


Statement:
„So wie Kupfer und Gold“, die  Geschichte handelt von Sophia, einem jungen Mädchen, dass zu ihrem Patenonkel und Vormund, Monsieur Bernard de Cressac auf sein Anwesen eingeladen wird. Nur etliche Monate vor der Reise war Sophies Vater verstorben, und nun schien sich für sie und wahrscheinlich auch für ihre Geschwister zum Guten zu wenden. Ihre Familie lebte zu der Zeit in ärmlichen Verhältnissen und Wyndriven Abbey musste Sophie wie ein Märchen vorkommen. So erstaunt es auch nicht, dass die Überschrift von Kapitel 1 „Das Märchen beginnt“ lautet.

S. 9 Anfang „Ich hatte einen unvorstellbar reichen Patenonkel. Deshalb stand mir die Welt offen.“
Es war einmal, so fangen die Märchen an. Das Märchen der Gebrüder Grimm vom Ritter Blaubart war für die Autorin Vorlage zu ihrem Buch. „So wie Kupfer und Gold“ ist eine Adaption ***(siehe unten).
Sophie muss es schon sehr komisch vorkommen, als sie erfährt, dass der Vormund das Gebäude, eine alte Abtei aus England, dort abbauen und in Mississippi wieder aufbauen ließ, eben Wyndriven Abbey. Es ist das viktorianische Zeitalter, in dem die Handlung sich abspielt. Mississippi, eines der Südstaaten Amerikas, die Zeit der Sklaverei. Letztendlich endeten die im Sezessionskrieg. Im Laufe der Handlung wird das Sklaventhema immer wieder eine Reibepunkt zwischen Sophia und ihrem Onkel, denn für sie war dieses menschenunwürdige Leben nicht akzeptabel. Sophia war im Norden Amerikas aufgewachsen.
Anfangs geblendet von dem Reichtum, dem Anwesen, der Landschaft, der Großzügigkeit des Vormunds, ist Sophia irritiert, dass Bernard Witwer ist, und auch schon einige Male verheiratet war. Ebenso fällt auf, dass seine Frauen alle rothaarig waren, wie sie auch.
So interessant sich der Klappentext las, umso mehr habe ich nach etlichen Kapiteln gehofft, dass die Handlung mal auf einen Punkt kam, wo ich als Leser das „Aha“-Erlebnis habe und neugierig werde auf das Folgende. Aber das war nicht so, leider.
Auch wenn Sophia anfangs als Charaktere scheinbar sich naiv darstellt, sich von ihrem Onkel umgarnen lässt, obwohl was sollte sie anderes machen, viele kleine Details verraten, wie sie sich immer mehr aus den Fängen des Vormunds löst. Und so bleibt es nicht aus, dass das Leserherz für Sophia schlägt.
Die Charaktere Bernard de Cressac erscheint einem wie das „Phantom“. Wenn er erst einmal seine Maske abgenommen hatte, zeigte sich der wahre Bernard.
S. 249 „In der nächsten Stunde hatte ich das Vergnügen, mich in M. Bernards faszinierender Persönlichkeit zu sonnen. Im Gegenzug lächelte ich gekünstelt und errötete, blickte unter halb gesenkten Lidern voll schüchterner Bewunderung zu ihm auf und probierte von jeder neuen Köstlichkeit, die George aufdeckte. Ich wagte nicht, mich diesem Spiel zu verweigern."

„So wie Kupfer und Gold, die Handlung in einem Zeitalter spielen zu lassen, das viel Stoff bietet, so ganz gelungen ist es Jane Nickerson nicht, leider.
Es fehlte mir das gewisse Etwas, um am Ende sagen zu können, das war ein echtes Lesehighlight.

Es war einmal ... eine Autorin, die eine Adaption auf ein Märchen schreiben wollte, welches ihr in der Kindheit nicht geheuer vorkam und sie ziemlich verstörte.
Ob das Buch dem empfohlenen Lesealter entspricht, sei dahingestellt, ich denke jedoch so ab 15 oder 16 Jahre wäre es eher geeignet. Aber es ist ja auch nur eine Empfehlung. Sicher ist, dass das Cover ansprechend gestaltet ist und neugierig macht.

Da es bei mir keine halben Punkte mehr gibt, runde ich auf gute vier Lesegenuss-Bücher auf.
Vita:

Jane Nickerson hat mit ihrer Familie viele Jahre lang in einem großen alten Haus in Aberdeen im Bundesstaat Mississippi gelebt, wo sie als Kinderbibliothekarin arbeitete. Ihre Liebe galt immer den Südstaaten, „den alten Zeiten“, Schauergeschichten, Häusern, Kindern, dem Schreiben und interessanten Bösewichten. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann in Ontario, Kanada. "So wie Kupfer und Gold" ist ihr großartiges Debüt.

 *Adaption: (Literaturwissenschaft) Umarbeitung eines literarischen Werkes mit der Absicht, es den Erfordernissen einer anderen literarischen Gattung oder eines anderen Kommunikationsmediums (z. B. Film, Fernsehen) anzupassen


Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 

NEWS] 1, 2, 3 - Fragen an die Autorin ♥ Tanja Bern ♥


Heute zu Gast:







Sieben Tage ohne

 a)    Auto (Fahrrad, Bus oder sonstiges Fahrgestell), Bahn
 b)    Handy (auch kein Internet!)
 c)    Internet
 d)    Fernsehen
 e)    Fasten
 f)    leben, ohne Müll zu produzieren
 g)    Alkohol / Rauchen

Für was würdest du dich entscheiden?

Tanja: "Für   - g - "
 
Warum hast du dich für  g) Alkohol / Rauchen entschieden?

Tanja: "Auto etc. brauche ich, weil ich fast täglich mobil sein muss. Handy benötige ich, um für die Familie erreichbar zu sein. Internet ist für meine Arbeit unverzichtbar. Fernsehen habe ich gern zum Abschalten. Fasten tu ich eh nie. Und ohne Müll ist mit drei Katzen und Kind nahezu unmöglich. Aber Rauchen tu ich nicht und Alkohol brauche ich nicht."

Könntest du so eine Aktionswoche durchziehen?

Tanja:  "Bei g) ganz sicher."

Sieben Tage ohne – Bücher – vorstellbar oder nicht?

Tanja: "Ich glaube eher nicht. "

Ganz zum Schluss noch eine Frage:
Es gibt ja Bücher, die man gern lesen möchte, allerdings so ganz anders sind, was zum bisherigen Lesestoff gehörte. Ich hatte dir in meiner Mail ja von "meinem" Buch geschrieben. Hast du evtl. auch so ein Buch, welches du immer schon gern lesen wolltest aber es vor dir herschiebst?

Tanja: "Hm, also ich habe mir die Frage mal durch den Kopf gehen lassen. Es geht hier ja um Bücher, die man lesen will und vor sich herschiebt, wegen des so anderen Genres, richtig? Ich habe hier nämlich auch Bücher, die ich immer wieder wegschiebe, weil sich mein Geschmack auch etwas gewandelt hat. Aber so ein Buch, wie du es meinst, gibt es auch. Und zwar eines von Elizabeth George. Mir fällt gerade der Titel nicht ein und nachschauen kann ich derzeit auch nicht, weil meine Bücher wegen eines Umbaus alle verpackt sind. Ich sehe auf jeden Fall immer die Serie mit Inspector Lynley und mag diese sehr, aber an das Buch habe ich mich noch nicht herangewagt, weil ich wirklich selten Krimis lese. Da ich aber jetzt selbst einen geschrieben habe, werde ich es mir nun sicher vornehmen. Mal sehen, was meine Zeit dazu sagt."

  Liebe Tanja, auch an dich mein Dank, dass du dich den ja sonst so nicht üblichen Fragen eines Interviews gestellt und beantwortet hast.Ich wünsche dir weiterhin gute Ideen und viele Leser.

 Alle bislang erschienenen Posts zu "1-2-3-Fragen an ..."

Info zur Autorin:

http://www.tanja-bern.de/

http://www.tanja-bern.de/17.htmlhttp://www.tanja-bern.de/17.html
hier findet Ihr alle  aufgelisteten Romane

Vor kurzem ist ihr Buch "Ruf der Geister" erschienen. Klickt und lest ...