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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Mittwoch, 2. Oktober 2013

(NEWS] 1, 2, 3 - Fragen an die Bloggerin ♥ Anette (aka Katze mit Buch) ♥ "Sieben Tage ohne"



Heute zu Gast:


Anette vom Blog "Katze mit Buch"

Sieben Tage ohne

 a)    Auto (Fahrrad, Bus oder sonstiges Fahrgestell), Bahn
 b)    Handy (auch kein Internet!)
 c)    Internet
 d)    Fernsehen
 e)    Fasten
 f)    leben, ohne Müll zu produzieren
 g)    Alkohol / Rauchen

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Für was würdest du dich entscheiden?

Anette:
a) Wäre für mich unmöglich, da man von unserem kleinen Ort unmobil bestenfalls ins nächste oder übernächste Ort laufen kann, aber nicht zur Arbeit kommt.
b) Nur Handy wäre ja ok gewesen, ober OHNE Internet, never :D
c) Siehe b) Ohne Internet würde ich es max. einen Tag aushalten.
d) Auf Fernsehen könnte ich von Unterhaltungsmedien mit am einfachsten verzichten.
e) Dafür esse ich wohl zu gerne, es würde mir sehr, sehr schwer fallen.
f) Darauf würde ich mich gerne mal einlassen, da ich der Meinung bin, da sich unsere Gesellschaft immer mehr zu einer Wegwerfgesellschaft entwickelt und wir dringend lernen müssen wieder bewusster mit allem umzugehen.
g) Kein Problem: ich rauche nicht und trinke nur selten Alkohol.


Warum hast du dich für  f)  entschieden?

Anette:
Siehe meine Erklärung dazu: für uns alle ist es wichtig, wieder viel bewusster mit den Ressourcen der Natur umzugehen (und dazu gehört auch die Müllvermeidung)


Könntest du so eine Aktionswoche durchziehen?

Anette: 
Ja, ich würde mein bestes versuchen und viel saisonales Essen zubereiten, statt Papiertaschentücher welche aus Stoff benutzen, aber Müllproduktion komplett vermeiden könnte ich sicherlich nicht…


Sieben Tage ohne – Bücher – vorstellbar oder nicht?

Anette:
Warum, wozu soll das gut sein?
Aber vorstellbar wäre es: dann würde ich eben mehr Zeit meinen anderen Hobbies und meiner Familie widmen.

Ganz zum Schluss noch eine Frage:

Es gibt ja Bücher, die man gern lesen möchte, allerdings so ganz anders sind, was zum bisherigen Lesestoff gehörte. Ich hatte dir in meiner Mail ja von "meinem" Buch geschrieben. Hast du evtl. auch so ein Buch, welches du immer schon gern lesen wolltest aber es vor dir herschiebst?

Anette:
Bei mir sind es die beiden Bücher „Ismael“ und „Ismaels Geheimnis“ von Daniel Quinn. (Kurzbeschreibung: Eine überraschend andere Geschichte der Evolution erzählte ein Gorilla in dem Kultbuch Ismael, zurückreichend bis zu dem Tag, da sich der Homo sapiens im mörderischen Bruderstreit zur Krönung der Schöpfung erhob. Der Fortsetzungsroman verrät noch mehr: Ehe der Gorilla spurlos verschwand, vertraute er Julie, einem aufgeweckten Mädchen, sein Lebensgeheimnis an - die Lösung aller wichtigen Fragen. Die völlig neue Version der Weltentstehung wurde mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle verfilmt.) Der Stoff reizt mich, aber bei einem ersten Anlesen kam ich nicht in die Geschichte rein. Die Bücher dürfen jedoch weiter in meinem Regal verbleiben, bis ich einen nächsten Versuch starte sie zu lesen, denn Band 2 ist kaum noch erhältlich und ich habe meine Ausgabe mit viel Glück für kleines Geld auf dem Flohmarkt ergattern können.

Liebe Anette, ebenfalls ganz lieben Dank für deine interessanten Antworten auf meine Fragen.
Mich freut es, dass das Interesse daran besteht und vor allem, doch gewisse Denkanstöße auslöst.



 Alle bislang erschienenen Posts zu "1-2-3-Fragen an ..."

Dienstag, 1. Oktober 2013

(NEWS] 1, 2, 3 - Fragen an die Autorin ♥ Rike Stienen ♥ "Sieben Tage ohne"


Heute zu Gast


Sieben Tage ohne

 a)    Auto (Fahrrad, Bus oder sonstiges Fahrgestell), Bahn
 b)    Handy (auch kein Internet!)
 c)    Internet
 d)    Fernsehen
 e)    Fasten
 f)    leben, ohne Müll zu produzieren
 g)    Alkohol / Rauchen

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Für was würdest du dich entscheiden?

Rike:  "Ganz leicht könnte ich auf  a) Auto  und b) Handy verzichten.
Auch locker auf c) und d) und g)."

Warum hast du dich für  a, b, c, d und g entschieden?

Rike: ""Handy habe ich sowieso nur zu meiner Sicherheit dabei, wenn ich unterwegs bin. Es ist uralt und wird von meiner Umwelt immer belächelt. Auto brauche ich nicht, vorausgesetzt ich bin in dieser Woche allein. Einkaufen kann ich nämlich zu Fuß. Wenn allerdings die ganze Familie zu Hause ist, kann ich die Einkäufe nicht schleppen.

Auf c) Internet könnte ich auch eine Woche verzichten. Das wäre sogar sehr produktiv, da ich mich dann nur auf meine Schreiberei konzentrieren könnte und nicht abgelenkt würde.

Auf d) Fernsehen kann ich auch ohne zu zögern verzichten, denn das Programm lässt sowieso schon lange zu wünschen übrig. Vor allem im Sommer bleibt es aus, da die ständigen Wiederholungen mehr als nervend sind.

Zu f) Vorausgesetzt, ich wäre allein, würde ich mich so ernähren, dass der Restmüll auf meinem Komposthaufen entsorgt werden könnte. Aber das wäre wirklich der schwierigste Verzicht, denn ich denke an den Gebrauch von Toilettenpapier, was unverzichtbar für mich wäre.

Zu g) Ich trinke keinen Alkohol und rauche sowieso nicht.
Gut, dass hier noch nicht h) Schokolade steht. :-)"

Könntest du so eine Aktionswoche durchziehen?

Rike: "Das wäre leicht für mich. Wenn ich im Schreibfieber bin, schotte ich mich ohnehin nach außen ab. Es kommt also häufiger vor, dass ich mal eine Woche nicht mit dem Auto fahre, das Handy abgeschaltet bleibt und selbst meine beste Freundin nur über den Anrufbeantworter des Festnetzes mit mir kommunizieren kann."

Sieben Tage ohne – Bücher – vorstellbar oder nicht?

Rike: "Das wäre nur dann vorstellbar, wenn ich nicht gerade eines für die Recherche lesen müsste. Ansonsten komme ich leider nicht so oft zum Lesen."

Ganz zum Schluss noch eine Frage:
Es gibt ja Bücher, die man gern lesen möchte, allerdings so ganz anders sind, was zum bisherigen Lesestoff gehörte. Ich hatte dir in meiner Mail ja von "meinem" Buch geschrieben. Hast du evtl. auch so ein Buch, welches du immer schon gern lesen wolltest aber es vor dir herschiebst?

Rike: "Ja, dieses Buch steht schon seit Jahren in meinem Regal und war ein Weihnachtsgeschenk. Es ist von Diana Gabaldon und heißt „Echo der Hoffnung“. Da es über 1000 Seiten stark ist und 1351 g wiegt, liegt es sehr schwer in der Hand. Ich musste das Lesen deshalb nach den ersten 50 Seiten abbrechen, denn ich hatte damals einen sogenannten Tennisarm. Seitdem habe ich es nicht mehr angerührt. Vielleicht hole ich es mir eines Tages auf den Reader, denn es soll ja ein sehr lesenswertes Buch sein."

- Vor gefühlten zig Jahrzehnten habe ich Diana Gabaldon verschlungen und liebe sie heute immer noch. Von daher keine schlechte Idee, dir das Buch auf den Reader zu holen :-)

Liebe Rike, ebenfalls ganz lieben Dank für die ausführliche Beantwortung der Fragen. Auch wenn ich wahrscheinlich noch kein Buch von dir gelesen habe, das wird schnellstens nachgeholt. Meine Wunschliste zum Geburtstag und Weihnachten füllt sich!

 Alle bislang erschienenen Posts zu "1-2-3-Fragen an ..."

Das neueste  Buch von Rike Stienen heißt "Kein Traumprinz ist einer zu wenig". Es ist der Fortsetzungsroman von "Ein Sixpack zum Verlieben". Beide Romane können jedoch völlig unabhängig ohne Kenntnis des anderen gelesen werden. 

(Rezension) Stella Menzel und der goldene Faden ~ Holly-Jane Rahlens


Holly-Jane Rahlens
Stella Menzel und der goldene Faden

Originalausgabe
160 Seiten
€ (D) 16,99 €
ISBN: 978-3-499-21661-9
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre
Auch als E-Book erhältlich:
ISBN: 978-3-644-50581-0
Erstverkaufstag: 1. Oktober 2013
Rowohlt / Rotfuchs
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit
Mit Illustrationen von Reinhard Michl
© Cover und Informationen Verlag
Weitere Informationen am Ende des Posts
Mein Leseeindruck:

Ein modernes Märchen mit alten Traditionen. Das neue Buch der Autorin Holly-Jane Rahlens "Stella Menzel und der goldene Faden" basiert auf der Geschichte eines alten jidischen Volkslied. Von dieser Idee fasziniert hat sie ein wahrhaft anmutend zauberhaftes Märchen geschrieben, und so wie der Schneider in dem Lied wurde hier ein (goldener) Faden als Zusammenhaft genommen. Jeder besitzt vielleicht irgendein altes, über Generationen weitergereichtes Erbstück oder auch eine Erinnerung. Nur zu selten aber nehmen wir uns die Zeit, um uns an Vergangenes zu erinnern. Doch wenn es einmal geschieht, überfluten uns die Gedanken, auch das ist Magie, deren Faszination sich zu entziehen, wäre in unserer heutigen so schnellebigen Zeit wirklich schade.
Auf der Autorenseite von Holly-Jane Rahlens kann man nachlesen, wie diese Geschichte, das Buch von Stella und dem goldenen Faden entstanden ist. Von daher findet sich hier nur wenig aus der Handlung, ein bisschen zusammengerafft.

Buchanfang: Es lebte einmal ein Mädchen namens Stella Alisa Menzel, das besaß ein ziemlich großes Stück verzauberten Stoffes. Es war aus glänzendem blauen Seidensatin, übersät mit Sternen und Schneeflocken aus Silberbrokat und mit einem goldenen Faden zusammengenäht."
Dieser Stoff war vor über hundert Jahren, genau gesagt im Jahr 1918, als Wandbehang im fernen Rußland von der Mutter Galja für ihre Tochter Channa angefertigt worden. Das besondere daran war ein goldener Faden, denn Galja selbst von ihrer Mutter einmal geerbt hatte, und nun nähte sie die schweren Stoffstücke damit zusammen. Channa verließ der Liebe wegen ihre Heimat und nahm so ein Stück Erinnerung, ein Stück Familie und Heimat, mit ins Neue Land, nach Amerika.
Großmutter Josephine ist die Bewahrerin der Geschichte des Wandbehangs, der Familie, und welchen Weg sie gegangen sind, die Erlebnisse, bis hin zum Schluß, wo aus dem großen Stück Stoff, dem Erbstück aus Seidensatin nur noch eine Stück Decke übrig geblieben war, Stellas "Schneestern". Während Stellas Mutter dieses alte Stück Stoff entsorgen will, denn immer wieder passiert ein Unglück und es verkleinert sich, ist es Großmutter Josephine, die da sagt: "Lass mal sehen". Stellas Mutter allerdings widerspricht und ihr Hauptargument ist "aus nichts kann man nichts machen".
Doch es kommt der Tag, an dem Stellas Mutter ihr Herz öffnet und sich die Geschichte ihrer Familie, von diesem Stück verzauberten Stoff zu hören. "Es war einmal im Januar ..."

Der Leser taucht ein in eine Vergangenheit, wobei der Schreibstil für die angesprochene Zielgruppe paßt. Gerade durch die bildhafte Sprache kann man sich die einzelnen Charaktere, vor allem Stella, gut vorstellen. Trotz der Covergestaltung mit dem Mädchen Stella im Vordergrund hat man zwar das Bild vor Augen, allerdings ist das schon der Teenie Stella, den der Leser ganz zum Schluss des Buches erlebt.
Was mir äußerst gut gefallen hat, war das Einbinden und Erklären der jüdischen Tradition in der Handlung bzw. einzelner Kapitel.
Der Leser wird durch den feinen, flüssigen Schreibstil, in klarer bildlicher Darstellung vollständig mit eingebunden in den Verlauf der Geschichte und dass nicht nur durch den goldenen Faden, der sich durch die Seiten zieht.




Sicherlich fällt es dem einen oder anderen schwer, eine Lesepause einzulegen.
Allerdings das Buch in eins zu "verschlingen", wäre ein ganz, ganz großer Fehler. Wer das macht, hat nichts aber wirklich gar nichts verstanden, was die Autorin uns mit dieser fiktiven Geschichte mitteilen möchte.
So eine Story, wie sie hier von Holly-Jane Rahlens geschrieben wurde, sollte man nutzen, um selbst während des Lesens einfach mal abzuschweifen in seine eigene Vergangenheit, seine Familie zurückzublicken. Das Buch hat eine Botschaft, die so klar erkennbar ist, denn wer sich selbst, seine Wurzeln, seine Familie verleugnet, der wird innerlich leer sein. Nicht nur das.
Wer genau liest und die Geschichte aufnimmt, sieht mehr!
Jedes Kapitel zeichnet sich durch eine eigene Illustration aus, von dem wunderbaren Illustrator Reinhard Michl. Wer kennt ihn nicht :-)

Fakt ist...

"Stella und der goldene Faden" hat mich restlos überzeugt und erhält alle Lesebuch-Feen, die ich zu vergeben habe. Es ist ein Buch für Jung und Alt.
Insgesamt hat mich die Autorin Holly-Jane Rahlens begeistert mit einem Buch, dessen Charaktere und die Handlung etwas ganz Besonderes sind, dem man sich nicht entziehen sollte.
Und noch eins, was hervorzuheben ist. Das Buch hat ein Lesebändchen, für den Leser der goldene Faden durch die Seiten :-)
Ich schließe mal mit den Worten von Antoine de Saint-Exupéry (Werk: Der Kleine Prinz)
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“




Die Geschichte hinter der Geschichte könnt Ihr auf der Autorenhomepage nachlesen. Ich kann es euch nur empfehlen. » Holly-Jane «

P.S.
Wer meint, diese gut 150 Seiten auch als der absolute Schnelleser innerhalb von 60 Minuten lesen zu können, hat meines Erachtens nach es nicht gut gelesen, nur das aufgenommen, was für eine Rezension wichtig war, mehr aber auch nicht.

Vielen Dank an Holly-Jane Rahlens, Pia Mortensen und dem Verlag.