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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Freitag, 18. Oktober 2013

(Rezension) "Das geraubte Paradies" - Carya-Trilogie - Bernd Perplies





Bernd Perplies
Carya-Trilogie
Das geraubte Paradies (Bd. 3)
Gebundene Ausgabe
512 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (12. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3802586392
Originaltitel: Sternenkind
€ 19,99







Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Link geht zu Amazon -kein Bezahllink
© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Kurzinfo:

Carya und Jonan sind vom Hof des Mondkaisers geflohen, im Gepäck ein paar unangenehme Wahrheiten. Gemeinsam machen sie sich auf eine gefahrvolle Reise, um das Rätsel um Caryas Vergangenheit endgültig zu lüften. Ihr Weg führt sie direkt in die Schwarze Zone, aus der es Erzählungen nach keine Wiederkehr gibt. Was Carya dort entdeckt, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen. Sie muss alles daran setzen, um die Menschen vor einer Zukunft ohne jede Hoffnung zu bewahren.
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Statement:

„Der letzte Kampf um die Freiheit beginnt“, so lautet die Schlagzeile auf dem Buchrücken. Nunmehr, nach einem kurzen Rückblick der Vorgeschichte, geht die Reise von Carya und Jonan durch Francis weiter. Carya will endlich das Rätsel um ihre Herkunft lösen, offene Fragen. Und dazu müssen sie in die Schwarze Zone, dem Ursprung. Auch Pitlit ist wieder mit von der Partie. Nachdem sie vom Hof des Mondkaisers geflohen waren, begeben sie sich auf eine gefahrvolle  Reise, die sehr, sehr spannend vom Autor geschrieben wurde.  In der mysteriösen Schwarzen Zone soll vor längerer Zeit ein Experiment missglückt sein und dennoch soll Carya hier die Antwort auf ihre Frage erhalten.
Was die Protagonisten in der gefürchteten Schwarze Zone erwartet, übersteigt alles, was sie sich vorstellen. Es bedarf nicht viel, um einzutauchen in den Abschlussband der Carya-Trilogie. Der Autor zaubert aus Worten Bilder und man fühlt sich mitten drin im Geschehen. Eine Dystopie wie sie hier geschildert wird, übersteigt oft das Verstehen. Hinzu die dumpfe, düstere Atmosphäre, doch die eine oder andere Nebencharaktere wiederum überrascht.
Die Story wird jeweils im Wechsel von Carya und Jonan erzählt. Diese beiden Charaktere haben sich nicht großartig zu den beiden Vorbänden verändert. Für mich ist Carya immer noch sehr entschlossen, resolut, allerdings gilt das auch für Jonan.

Es war für mich ein exzellenter Abschluss der Trilogie, besser kann man es nicht machen. Wenn es am schönsten wird, sollte man aufhören. Schade eigentlich, doch vielleicht wäre mehr hiervon schon wieder zu viel gewesen. Mit „Das geraubte Paradies“ hat Bernd Perplies  sein Niveau zu den ersten beiden Bänden der Trilogie gehalten. Eine spannende Handlung, es lebt durch die Charaktere, und ebenso der Schreibstil des Autors machen es dem Leser schwer, das Buch mal ebenso an die Seite zu legen. Es muss erwähnt werden, dass der „süchtige“ Leser nicht unendlich lange nach dem zweiten Band „Im Schatten des Mondkaisers“, der im Frühjahr 2013 erschienen war, auf den Abschluss warten musste. 

Fazit:
Die „Carya-Trilogie“ ist nicht nur vom Inhalt her eine Top Leseempfehlung, sondern hebt sich durch alle drei Covergestaltungen aus der Masse heraus. Ebenso muss erwähnt werden die Innenzeichnungen der Buchdeckel. Das Lesebändchen ist schon fast eine Selbstverständlichkeit. Jedes einzelne Kapitel ziert die Buchvignette – dem Symbol des Erdenwacht.

Ich vergebe sechs Lesegenuss-Bücher (die Höchstbewertung)


Mittwoch, 16. Oktober 2013

(Rezension) Das Nagurski-Experiment - In der Gruft der Mönche - THILO

THILO
Das Nagurski-Experiment
In der Gruft der Mönche Band 1
Gebundene Ausgabe
192 Seiten
Verlag: cbj (26. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570155820
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
€ 12,99

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Link geht zu Amazon, kein Bezahllink!
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar 



Verlagsinfo:
Adams »Jugendferien« im maroden Hotel International entwickeln sich spannender als gedacht: Gemeinsam mit Kitty und Victor stöbert er Unterlagen aus den Zwanzigerjahren über merkwürdige Menschenversuche des Hotelgründers Branco Nagurski auf. 
Was verbirgt sich hinter den rätselhaften Maschinen in der Mönchsgruft, auf der das Hotel erbaut wurde? Und woher weiß der kleine Junge, der sich wie eine Klette an das Trio hängt, so viel über die Geheimnisse des Hotels? 
Als sich eines Tages Kitty selbst an die Maschinen anschließt, geschieht das Unfassbare …

Statement:
Es sollten ganz besondere Ferien für Adam und seine Mitreisenden werden, so versprach es jedenfalls das Prospekt. Durch einen Unfall seines Vaters war der geplante Urlaub in den Sommerferien im neuen Ferienhaus am Mittelmeer geplatzt. Sonne, Schwimmen, Segeln, nichts davon. Statt dessen Jeunesse-Reisen, eine tolle Zeit im Nobelhotel International in den Alpen, eben etwas Besonderes für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Soweit ja alles okay, doch wer nicht aufs Geld schauen musste wie Adams Eltern, sie hätten doch stutzig werden müssen, denn wie heißt es am Anfang:

„Schnaufend wie eine Dampflok quälte sich der alte Reisebus die schmale Alpenstraße nach oben.“

Ein vielversprechender Titel und etwas Gruselfaktor in der Covergestaltung sprechen sicher jugendliche Leser an. Allein das Wort „Experiment“ ist schon ein Hinweis, dass irgendetwas unheimliches passieren wird oder war.

Und dann kommt die Truppe endlich mit ihrem Reiseleiter, der die Art eines Drillmeisters an sich hat, und dem Busfahrer an.

Das Abenteuer beginnt in dem Moment, als Adam mit seinem Zimmerkollegen Victor auf ein Geheimfach eines Schreibtisches in ihrem Zimmer stoßen. Darin befand sich ein Plan, der sich als alter Grundriss des heutigen Hotels herausstellt. Gute 100 Jahre alt und mit geheimer Tinte geschrieben, stoßen sie nunmehr auf ein Geheimprojekt. Natürlich wollen sie wissen, was es damit auf sich hat. Und dann ist da noch ein kleiner Junge, der auf einmal bei ihnen auftaucht. Er fürchtet sich vor dem nächtlichen Gewitter. Doch – er weiß so viel. Die Vierte im Bunde ist die allwissende Kitty, unerschrocken, denn sie fürchtet sich vor nichts.

Das heruntergekommene Hotel International bietet für Kitty viel Stoff zu neuen Geschichten, schließlich will sie später einmal Schriftstellerin werden.

Aufgeteilt in viele kurze Kapitel läßt sich das Buch gut lesen.

Der Autor hat die Protagonisten so beschrieben, dass der jugendliche Leser eine gute Vorstellung von ihnen erhält. Die Umgangssprache der Kids ist zeitgemäß, nicht künstlich aufgesetzt.

„In der Gruft der Mönche“ ist der erste Band aus der Reihe „Das Nagurski-Experiment“ und endet mit einer Überraschung, die es in sich hat.

Nun heißt es warten auf den nächsten Band, denn wer dieses Buch mag, die Geschichte, m u  s s wissen, wie es weitergeht.

Von mir absolute Leseempfehlung.


Ein kleiner Vorgeschmack aus Band 2:

„Es war ein wahnsinniges Unternehmen. Aber sie mussten es tun. Für Kitty. Und ein bisschen auch, weil Victor und Adam den Nervenkitzel liebten. Niemals hätten sie sich verziehen, die Chance auf so ein Abenteuer nicht zu nutzen.“

 Vita:
THiLO verbrachte den Großteil seiner Kindheit in der elterlichen Buchhandlung zwischen Pippi Langstrumpf und Räuber Hotzenplotz. Nach der Schule reiste er durch Afrika, Asien und Mittelamerika, bevor er Publizistik studierte und mit seiner Kabarettgruppe „Die Motzbrocken“ durch die Lande zog. Daneben arbeitete er für Funk und Fernsehen. Heute lebt THiLO mit seiner Frau und vier Kindern in Mainz und schreibt sehr erfolgreich Geschichten und Drehbücher für Kinder und Jugendliche.

[Rezension] Watersong - Wiegenlied - Amanda Hocking




Amanda Hocking
Watersong – Wiegenlied Band 2
Gebundene Ausgabe
320 Seiten
Verlag: cbt (26. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570161609
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 
Ab 13 Jahren
€ 16,99


Cover - Verlag

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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar 

Verlagsinfo:
Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich ... Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat ...
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">Statement:
Es war ein schwerer Tag für Harper gewesen, ihrem Vater erklären zu müssen, dass Gemma nicht mehr wiederkommt. Sie war mit ihren neuen Freundinnen mitgegangen. Harper selbst hatte das Trauma der vergangenen Nacht noch nicht verarbeitet, die Ereignisse in der Schmugglerbucht. Wie sollte es weitergehen? Was wollten sie unternehmen, um Gemma zurückzuholen?
Voraussetzung zum Lesen des zweiten Bandes „Wiegenlied“ sind schon Kenntnisse vom ersten Band „Sternenlied“. Die Handlung fügt sich nahtlos an diese an. Gemma ist nun eine Sirene, eine Meerjungfrau. Obwohl unter Meerjungfrauen stellt man sich wohl nicht diese Art vor, wie Amanda Hocking sie in dieser Reihe erschaffen hat.
Auf der Suche nach Gemma mit dabei Alex, Gemmas Liebe.
In einer angenehm goßen Schriftart läßt sich das Buch gut lesen. „Wiegenlied“ ist jeweis aus der Sicht von Harper und Gemma geschrieben. Beide Charaktere zeigen eine gute Entwicklung auf, vor allem Harper hat mich verblüfft.
Auch wenn das ganze durch die Monsterschilderungen, die Art der Wesen, ihres Leben, einen gewissen Grusel hervorrufen, dumpfe, dunkle Stimmung über der Handlung liegt, spannend ist es auf jeden Fall. Nach teils heftig, blutig geschilderten Szenen kommen auch wieder ruhigere und doch, irgendwann steckst du als Leser mitten drin, möchtest auch nicht aufhören, vorausahnend, dass die Autorin dich am Ende ganz schön in der Luft hängen lässt.
Nicht immer waren einzelne Szenen für mich klar, aber ich denke, die Autorin hat hier mehr ihren Blick auf das gerichtet, was es heißt, Familie zu haben, den Familienzusammenhalt.
Wahrscheinlich mit ein Grund, dass die angeschnittene Mythologie im Gegensatz zum ersten Band hier doch etwas zu kurz kommt.
Eine Steigerung ihres Schreibstils ist erkennbar. Wie schon in ihren Vorreihen ist es hier in der Watersong-Reihe ebenso. Mit jedem Band wurde die Autorin besser.

Fazit:
Das Cover, die Farben, harmonisch – es paßt exakt zum Titel. Auch wenn mir das vom ersten Band etwas besser gefallen hat, hier ist es das Mädchen auf den Felssteinen mit der Feder in der Hand, im Hintergrund die hochschlagende Brandung an die Felsen, es hat was. Ein Must-Read für Amanda-Hocking-Fans. Wer den ersten Band „Sternenlied“ gelesen hat, wird von „Wiegenlied“ nicht enttäuscht. Natürlich will ich wissen, wie es weitergeht. Die Autorin Amanda Hocking – wohl ein Garant für jeden Verlag.