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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Montag, 21. April 2014

(Rezension) Was passiert da, Lieselotte? ~ Alexander Steffensmeier

http://www.amazon.de/gp/product/3737361568?adid=09VDCESB024FNSJ07CYZ&camp=1410&creative=6378&creativeASIN=3737361568&linkCode=as1&tag=lesebookloun-21



Alexander Steffensmeier
Was passiert da, Lieselotte
Mit lustigen Gucklöchern
Gebundene Ausgabe
14 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (27. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737361569
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 3 Jahren
€ 7,99





© Cover / Info Verlag

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Buchinfo:
Lieselotte schaut neugierig aus ihrer Stalltür. Viele spannende Dinge sind da zu sehen: durch das Küchenfenster zum Beispiel. Da steht doch eine Torte, oder? Wie lecker! Aber als Lieselotte die Tür öffnet, liegt da nur ein bunter Stapel Wäsche.
Ein Pappenbuch mit vielen Gucklöchern.

Statement:

Es gibt ja schon einige Bücher von Lieselotte, der Kuh, die auf einem Bauernhof wohnt. Doch Lieselotte ist ja ein ganz besonderes Tier.
„Was passiert da, Lieselotte?“ ist ein kleines, handliches Pappbilderbuch, wobei gleich das kleine rechteckige Gucklock auffällt. Und genau darum geht es, denn die Frage lautet ja, was wohl da gerade passiert? Was zum Beispiel wie ein Stück von einem rot-weiß gepunkteten Ball aussieht, schauen wir doch mal nach. Dahinter versteckt sich die Lösung der jeweilig gestellten Frage. Oh nein, es ist die Badekappe von der Bäuerin. Eine tolle Idee!
Meinem Anspruch an Illustrationen ist es voll gerecht geworden, denn hier ist die Geschichte liebevoll und zum Inhalt passend illustriert.
Ja, es macht Spaß und viel Freude, mit der Kuh Lieselotte diese Fragen  zu lesen.
Das Buch  bietet den Freiraum, die Fantasie der Kinder anzuregen, gleichzeitig auch das Leben und die Tiere auf dem Land - einem Bauernhof - zu vermitteln. Es braucht nicht ellenlange Sätze, denn die würden hier völlig daneben sein. Eins, zwei Sätze, eine Frage ... die Kinder werden das Buch lieben. Und es wird auf keinen Fall langweilig. Die Abwechslung macht es, d. h., Kinder sollten nicht jeden Tag mit ein und denselben Büchern konfrontiert werden.
Fazit:
Empfehlenswertes Kinderbuch, es gefällt mir, dass Inhalt und Zeichnungen gut miteinander harmonisieren und ein Hingucker sind. Auch nach mehrmaligen Lesen wird es nicht langweilig, weil man immer wieder etwas Neues entdecken oder eine Geschichte sich dazu ausdenken kann.
Dieses kleine Buch ist handlich und auch gut für den Urlaub geeignet. 
Lieselotte macht einfach Spass und das nicht nur den Kindern – auch Erwachsene haben ihre Freude daran. Was gibt es Schöneres, als mit Kindern die Welt der Bücher zu entdecken!

 Dafür gibt es fünf Kinderbuchfeen

 
Vita:
Alexander Steffenmeier kam 1977 in Ostwestfalen zur Welt. Er studierte am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster Illustration. Heute ist er weder Landwirt noch trägt er Post aus, sondern lebt und arbeitet als Autor und Illustrator in Münster. Auf seinem Blog www.alexandersteffensmeier.de zeigt er seiner großen Fangemeinde, was es Neues von der Lieblingskuh gibt.


(Rezension) Flammenblut - Im Zeichen des Schicksals - Mina Hepsen


Mina Hepsen
Flammenblut Im Zeichen des Schicksals
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479818
Originaltitel: FIRE BLOOD Part 1 - NIGHT OF CUPS
€ 9,99


© Rechte zum Zeitpunkt der Rezension
Cover//Infos -  - Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar


Der Verlag schreibt dazu:
Das Schicksal hat sie zueinander geführt und damit in größte Gefahr gebracht. Wird ihre magische Gabe sie schützen können?
Celine hat eine besondere Gabe: Sie kann in die Zukunft sehen. Mithilfe ihrer Tarotkarten und durch Visionen erhält sie Einblicke in das, was sein wird. Dennoch war ihr Leben nicht leicht. Ihre ersten Jahre verbrachte sie im Waisenhaus, bevor sie in eine grausame Pflegefamilie kam, aus der sie nur mit Mühe entfliehen konnte. Seitdem lässt sie sich von ihren Visionen leiten, bis sie eine davon direkt in die Arme des attraktiven Josh Beaumont treibt. Das Schicksal hat sie zu ihm geführt, jetzt muss sie nur noch herausfinden, warum …
Statement:
Mit einem starken Prolog beginnt die Story. Was verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Text?
Das Mädchen Sarah – wie es zu Beginn des Romans heißt, erzählt im ersten Kapitel mit der Überschrift „Der Narr“ ihr bisheriges Leben – und das war richtig mies. Jedes weitere Kapitel trägt als Überschrift den Namen einer Tarotkarte, deren Abbildung ebenfalls zu sehen ist.
Zu ihrem dreizehnten Geburtstag erhält „Sarah“ ein Tarotkartenspiel. Zu der Zeit lebte sie schon bei den Pflegeeltern Billingtons, die sie eigentlich nur aufgenommen hatten, um das Geld zu erhalten. Kind durfte Sarah nicht sein, eine billige Haushaltshilfe, ob sie zur Schule kam oder nicht. Erst mußte sie alle Arbeiten erledigt haben. Bevor die Situation dort bös eskalierte, flieht sie aus dem Haus. Die Karten hatten ihr vorausgesagt, wohin sie gehen sollte. Sarah hatte Visionen und sucht die Leute auf, die von einem Dschinn besessen sind. Die Szenen und auch der Umgang, wie man einem Dschinn begegnet und bekämpft, fand ich gut beschrieben. Überhaupt hat mich die Geschichte, auch durch Mina Hepsens Erzählart, sofort angesprochen.
Als „Sarah“ sich erneut zu einem Fall aufmacht, wird sie in einen Autounfall verwickelt. Im Krankenhaus gibt sie sich als „Celine“ aus. Josh, ein reicher Junge, nimmt sich ihrer an. Das schlechte Gewissen, der Autounfall. Allen Fragen nach ihren Eltern weicht Celine aus. Und dann ist da noch Melisse, eine gute Freundin von Josh. Ein quirliges Mädchen, aber genau richtig für Celine. Sie tut ihr gut.
Was es mit Josh auf sich hat und warum die Tarotkarten Celine/Sarah zu ihm geführt haben, nun lest selbst.
Der erste Band der Reihe „Flammenblut“ – Im Zeichen des Schicksals“ hat mich neugierig auf die Folgebände gemacht. So vieles, was ich gern beantwortet bekommen hätte. Mir hat diese Gesamtidee wunderbar gefallen.


Vita:
Mina Hepsen ist das Pseudonym einer jungen Autorin. Geboren 1983 in Istanbul, verbrachte sie ihre ersten zehn Lebensjahre in Deutschland und ist seitdem süchtig nach Brezeln. Dann kehrte sie mit ihren Eltern zurück in die Türkei, studierte später Politikwissenschaften und Philosophie in Boston, zog nach Miami, dann nach Edinburgh, wo sie eine Reihe von Kinderbüchern schrieb und einen Abschluss in "Creative Writing" machte. Zurzeit lebt sie in Edinburgh, Schottland.


Sonntag, 20. April 2014

(Rezension) Das Pestkind - Nicole Steyer


Nicole Steyer
Das Pestkind
Taschenbuch
592 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426514399
€ 9,99
Info Verlag

 Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.



Buchinfo:
Rosenheim zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges:
Die junge Marianne lebt und arbeitet in der Brauerei, die von der Witwe Hedwig Thaler geführt wird. Die alte Frau, die nur einem einzigen Sohn das Leben schenken konnte, hat Marianne bei sich aufgenommen und aufgezogen. Doch das Mädchen hat von ihr nur böse Worte und Ungerechtigkeiten empfangen. Einzig der Abt des Klosters begegnet Marianne freundlich und nimmt sie vor den Anfeindungen der Leute in Schutz. Denn als Überlebende der Pest gilt sie fast als so etwas wie eine Hexe. Doch dann liegt eines Tages Hedwig Thaler erschlagen auf dem Hof – und nur Marianne ahnt, wer der Mörder ist …

Statement:
(S. 17) „Sie war die Tochter der Frau mit den hellen blauen Augen und der sanften,s ingenden Stimme, die es nur noch in ihrer Erinnerung gab.“

Die kleine Marianne ist die einzig Überlebende vom Gutshof der Leitners. Alle anderen hatte die Pest dahingerafft. Seit Wochten fuhr der Schwarze Tod durch die Lande und das Totenfeld wurde immer größer.
Marianne wurde bei der Witwe Thaler untergebracht, eine Brauereibesitzerin. Sie war nun fast im heiratsfähigen Alter, kümmerte sich um den einzigen Sohn der Thaler. Das Anderl war geistig etwas zurückgeblieben. Marianne und er haben es nicht leicht unter der Herrschaft der Mutter und Pflegemutter. Die Geschichte „Das Pestkind“ spielt in Rosenheim und nunmehr schreiben wir das Jahr 1648. Wer wie sie die Schwarze Pest überlebt hatte, galt zu der Zeit als etwas Bedrohliches. Sie, Marianne, war das Pestkind und man vermutete, dass sie mit anderen Kräften im Bündnis stehen würde. Also war sie eine Hexe (?). Mariannes Halt war der Pflegesohn, denn sie erlebt nicht nur bei sich die Gewalt der Hedwig Thaler, die sich auch an ihrem eigenen Fleisch und Blut vergeht. Zu der damaligen Zeit herrschte der 30-jährige Krieg und die Schweden zogen durch die Lande. Bald schon würden sie auch in Rosenheim sein.
Wollte ich zu dieser Zeit gelebt haben? Nein, bestimmt nicht. Nachdem ich „Das Pestkind“ gelesen hatte, wurde mir klar, in welch moderner Zeit wir leben. So etwas wie Syphillis bzw. Franzosenkrankheit, wie es im Buch heißt, schwer vorstellbar. Und doch hat die Autorin all dies so klar geschrieben, angefangen über die Hauptperson Marianne bis hin zu dem damaligen Leben. Wirklich absolut perfekt!
Marianne erlebt einen Alptraum, als ihre Pflegemutter erschlagen aufgefunden wird. 
Man verdächtigt ...
Marianne, eine alleinstehende junge Frau, zur damaligen Zeit so gut wie ein Makel.
In der Geschichte vom Pestkind zeigt sich wieder einmal die sehr sorgfältige Recherche der Autorin, die mir schon in ihrem Buch „Die Hexe von Nassau“ zugesagt hat.
Tragisch, dramatisch, aber auch die Liebe spielt eine Rolle in dem Buch „Das Pestkind“.
Fazit:
Ich bin wieder einmal sehr beeindruckt von dem Buch und auch von der Autorin, die eine Idee klasse umgesetzt hat. In einem Vorbericht hatte ich ja schon darauf hingewiesen.
Die Autorin Nicole Steyer hat meiner Meinung nach in der Königsklasse „Historische Romane“ ihren Platz gefunden! Verdient! „Das Pestkind“ ist ein toller historischer Roman, dem ich meine absolute Leseempfehlung gebe!

Vita:
Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie zu schreiben, beschäftigte sich mit der Idsteiner Stadtgeschichte und begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen ist ihr erster historischer Roman, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst.