► Hinweis - Blogposts ◄
Links in meinen Posts kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Diese Info erfolgt aufgrund der DSGVO. Diese können zu anderen Webseiten, sei es Verlags- oder Autorenseiten, Facebook oder andere Blogs führen. Ebenso Coverabbildungen. Mein Blog ist ein Hobbyblog. Von daher erfolgen diese Links ohne jedweden Auftrag oder eine Bezahlung. Ich habe keine Affiliate-Links in meinen Posts eingefügt. Rezensionsexemplare geben meinen persönlichen Leseeindruck wieder. Ich erhalte hierfür kein Geld oder jedweden anderen Obolus. Die Bücher werden gemäß §2 Nr. 5 TMG deklariert bzw. mit Danksagung an den Verlag für das Exemplar.
In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Samstag, 20. Dezember 2014

(Rezension) Drei Tage Manhattan - Begleitung gesucht ~ Tasmina Perry


Tasmina Perry
Drei Tage Manhattan - Begleitung gesucht
Gebundene Ausgabe
432 Seiten
Verlag: Bloomsbury Berlin (10. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3827012418
Originaltitel: The Proposal
€ 14,99



 Quelle - Info - siehe Verlag





Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Von den Bällen der Debütantinnen im London der Fünfzigerjahre ins weihnachtliche Manhattan von heute: Die englische Bestsellerautorin Tasmina Perry erzählt von der folgenreichen Reise einer betagten britischen Lady und einer jungen Amerikanerin nach New York, von dem Verlust und der Entdeckung einer großen Liebe.

"Ältere Dame sucht nette Begleitung für Manhattan-Abenteuer vom 23. bis 27. Dezember." Für Amy Parrett, die junge New-Yorkerin in London, kommt diese Anzeige wie gerufen. Gerade hat ihr ehrgeiziger Freund Amy den Laufpass gegeben, statt ihr wie erhofft auf dem Tower von London einen Heiratsantrag zu machen. Die zweiundsiebzigjährige Georgia Hamilton ist zwar das genaue Gegenteil von ihr – vornehm, kultiviert und very british –, schließt die junge Amerikanerin aber sofort in ihr Herz. Als Georgia im weihnachtlichen Manhattan von Amys gebrochenem Herzen erfährt, beginnt sie ihre eigene Liebesgeschichte zu erzählen, eine tragische Geschichte, die ins Jahr 1958 nach London und zu den prächtigen Bällen der Debütantinnen führt. Und Amy begreift allmählich, dass sie es in der Hand hat, eine tiefe Verletzung im Leben ihrer älteren Freundin zu heilen. 




Meine Meinung:
Sechs Tage vor Heilig Abend ist die junge Amy Carrell zu einer Büroparty in den Tower of London eingeladen. Sie hofft innerlich auf den Heiratsantrag ihres Freundes Daniel, dessen Familie zur oberen Gesellschaft von England gehört. Sie hingegen war eine ganz normale Bürgerliche, die vor wenigen Jahren aus New York kommend in London ihren Traum als Tänzerin durchstarten wollte. Doch dann kam ein Unfall dazwischen und seitdem hält sie sich mit einem Job im Forge über Wasser. Der Abend endet im Fiasko, die Beziehung ist aus. Als Amy bei ihrer Freundin in einer Zeitung die Anzeige zwecks Reisebegleitung über die Weihnachtstage nach New York liest, meldet sie sich und wird von Georgia Hamilton ausgesucht.
Zitat S. 9

„Im Alter ging es darum, das zu tun, was man schon immer tun wollte. Unerledigtes zu Ende zu bringen, bevor die Zeit ablief. Ja, es war richtig gewesen, hierherzukommen. Sie hatte das Richtige getan.“

Eine junge Frau aus New York und eine alte Dame, die sich einen ihrer letzten Wünsche erfüllen möchte. Was genau hinter der Realisierung der Reise von Georgia Hamilton verbirgt, braucht seine Zeit, ehe es der Leser erfährt. So geht die Geschichte eben.
Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich langsam ein Vertrauensverhältnis und Georgia bringt Amy mit viel Takt und Fingerspitzengefühl bei, das nicht immer die Herkunft maßgeblich den Wert einer Person darstellt. Wenn das Innere leuchtet, vergehen auch Selbstzweifel.
Die erfahrene Georgia erfährt Amys Geschichte und öffnet sich häppchenweise ihr gegenüber. Dass etwas Schreckliches in Georgias Leben passiert sein muss, Amy kann es nur ahnen. Drüben in New York erleben sie ein wunderbares Weihnachtsfest bei Amys Familie.
Gegenwart und Vergangenheit, die beiden Handlungsstränge sind so aufeinander abgestimmt, dass der Leser ohne jedwede Probleme lesen kann. Georgias Geschichte, die Ende der 50er Jahre beginnt, beschreibt sehr detailliert über die Zeit in London, die Zeit des Debütantenballs, dessen Höhepunkt die Vorstellung bei Ihrer Majestät ist.
Georgia und Amy, zwei sympathische Protagonistinnen. Klar ist aber auch, dass es mehr als nur Georgias Geschichte ist, Amys Leben allerdings viele Ähnlichkeiten aufweist.

„Drei Tage Manhattan – Begleitung gesucht“ gehört für mich zu den Büchern, die leider irgendwie nicht so in der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Von daher bin ich richtig froh, dass ich dieses wahre Schätzchen lesen durfte. Auch wenn es zeitweise etwas in die Herz-Schmerz-Richtung geht, keinesfalls ist die Geschichte kitschig. Es braucht nicht immer Spannung, allein die Art, wie es hier um Gefühle geht, ist es lesenswert. Durch ihre genauen Beschreibungen kann man sich viele Szenen als auch die Handlungsorte bildlich vorstellen. Ich war zwar noch nie in London, aber im Dezember in Manhattan!
Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung.


(Rezension) Ben der Schneemann - Können wir nicht teilen? - Guido van Genechten


Guido van Genechten
Ben der Schneemann
Können wir nicht teilen?
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Verlag: aracari; Auflage: 1 (11. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3905945423
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 4 Jahren
€ 13,90




Quelle - Info Verlag

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension



Eines Tages taucht ein Schneemann mit kahlem Kopf im Eisland auf! «Ich bin Dimitri», stellt der Fremde sich vor. Er ist traurig, weil er auf seiner Reise seinen Hut verloren hat. Ben leiht ihm daraufhin seine Mütze für ein paar Tage, bekommt sie aber nicht zurück. Dimitri scheint nicht teilen zu wollen – was soll Ben jetzt tun?

Meine Meinung:
Seit einiger Zeit lebt Ben der Schneemann im Eisland und hatte auch schon neue Freunde gefunden. Sie haben viel Spaß miteinander und vor allem, im Eisland gibt es immer Schnee und das Eis schmilzt nicht!
Alle Schneemänner waren verschieden, egal ob in der Form oder der Bekleidung. Aber alle haben etwas auf dem Kopf. Ben war so stolz auf seine karierte Mütze. Als ein neuer Schneemann im Eisland auftaucht, ist die erste Frage nach seiner Kopfbedeckung. Doch Dimitri, so heißt der Neue, hat keine und er erzählt ihnen seine Geschichte dazu. Ein schrecklicher Schneesturm, in den er geraden war, wehte seinen hohen, tiefschwarzen und weichen Hut einfach weg. Dimitri war traurig darüber. Ben der Schneemann hatte Mitleid und lieh ihm seine Mütze. Aber nur für ein paar Tage. Doch Dimitri wollte danach ihm die Mütze nicht wiedergeben. Er würde sich so nackt fühlen. Ben erging es aber genauso ohne seine Kopfbedeckung. So ging Ben der Schneemann zu Alfred, einem alten Schneemann, und bat ihn um Rat. Schließlich wurde eine Lösung gefunden.

Mit der neuen Geschichte von Ben mit dem Hintergrund, was es bedeutet, seine Sachen mit jemand zu teilen, hat der Autor Guido van Genechten erneut ein Thema aufgegriffen und versucht, kindlich umzusetzen.
Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und die großzügigen Illustrationen tragen dazu bei, die kindliche Fantasie anzuregen. Das Thema Teilen wird in kindgerechter Sprache erzählt. Die kurzen Textpassagen auf den einzelnen Seiten sind klar und verständlich.
Man kann hoffen, dass es weitere Geschichten um Ben geben wird.

 Vier+  Kinderbuchfeen

Dienstag, 16. Dezember 2014

(Rezension) Vom Tod geküsst - Amanda Frost


Amanda Frost
Vom Tod geküsst
Taschenbuch
346 Seiten
Verlag: Amanda Frost; Auflage: 1 (21. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3000474354
€ 8,99

© Quelle / Info - Kauflink

Autorenhomepage







Er ist der Tod! Und er kommt, um sie zu holen!
Doch was, wenn sie nicht sterben kann? Und zudem völlig fasziniert von dem teuflisch gut aussehenden Fremden ist? Diese Frage muss sich die Krankenschwester Lilly stellen. Denn anscheinend gibt es nur eine Alternative: Sie muss sterben, ansonsten wird Sebastian in der Hölle schmoren. Doch soll das wirklich das Ende sein?
Wofür lebst du, wenn du längst gestorben bist?

Meine Meinung:

Das war es also gewesen mit Sebastian, dem Galeristen und ab und als Kunstdieb unterwegs. Das er bei diesen besonderen „Auftritten“ all seinen Charme einsetzt, dem keine Frau widerstehen kann, erleichtert ihm die Arbeit. Doch eines Tages geht ein Einsatz schief, bzw. seine Uhr war abgelaufen, sein Name stand auf der Liste.
Zitat S. 20

„Ein mächtiger Schwindel erfasste ihn, seine Augen klappten zu, und als er wieder zu sich kam, hatte er den Eidnruck, kopfüber in einen abstrusen Horrorfilm gestolpert zu sein.“

Da Himmel und Hölle sich noch nicht entscheiden konnten, in welches Reich er einziehen soll, findet Sebastian erst einmal seinen Platz im Zwischenreich bei Thanatos. Mit Kasimier an der Seite wird ihm sein neuer Job klar gemacht. Es braucht seine Zeit, dass Sebastian kapiert, er ist wirklich tot. Das nächste Problem, wenn er aus Versehen mit anderen Personen in der Menschenwelt in Berührung kommt, dann fallen sie sofort tot um. Aber er ist lernfähig … Dass war es nämlich, er, Sebastian brachte durch eine Berührung an Personen den Tod.
Dann bekommt er einen sehr schwierigen Fall, an dem andere vor ihm schon gescheitert waren. Es ging um Lilly, Krankenschwester in München, die auf der „Liste“ stand. Doch irgendwie klappte es nicht mit dem „Ableben“.

Zitat S. 44

… tappte sie splitterfasernackt ins Wohnzimmer hinüber. Wo sie wie vom Blitz getroffen verharrte und das tat, was jede normale Frau in ihrem Fall getan hätte. Sie stieß einen gellenden Schrei aus.

Auf ihrem Sofa hockte ein großer dunkelhaariger Mann, der sie unverhohlen ins Visier nahm.

Und auch Sebastian hat so seine Schwierigkeiten mit Lilly. Es kommt noch schlimmer, denn Lilly kann ihn sehen. Seine Geschichte erscheint ihr erst einmal unglaubwürdig, bis sie sich an ihre Großmutter erinnert. Diese hatte ihr vor einigen Jahren einen wunderschönen Ring geschenkt, den Lilly immer tragen sollte. Im Laufe der Handlung beginnt es zwischen Lilly und Sebastian zu knistern, man spürt es bahnt sich was an zwischen den beiden. Und dann versuchen sie hinter das Geheimnis des Ringes zu kommen. Schließlich führt der Weg sie nach Avebury. Dort steht das Haus von Lillys Großmutter, die vor drei Jahren verstorben war und bis dato sehr zurückgezogen gelebt hatte. Sie galt als schrullig. Schließlich treffen Lilly und Sebastian auf Olivia  und  dort erleben die beiden eine Überraschung.
Soweit so gut, mehr müsst ihr selbst lesen.

Mit Sebastian und Lilly hat die Autorin zwei sehr sympathische als auch authentisch wirkende Protagonisten geschaffen. Das Buch besticht durch die natürliche Sprache, den Sprüchen als auch der Inhalt total begeistert. Es gibt keinen Moment im Roman, an dem ich aufhören wollte mit lesen.

Vom Tod geküsst, ein Fantasie-Erotik-Roman, der durch die glaubhaften Charaktere, seinem Inhalt lebt. Man geht durch Himmel und Hölle und erlebt ein überraschendes Ende.
Mit dem Start einer neuen Serie durch „Vom Tod geküsst“ freue ich mich auf den nächsten Band. Romantik, Fantasy, Erotik, hier findet sich alles wieder und Amanda Frost hat dies meisterhaft kombiniert.


Teil 2 wird im Frühjahr 2015 erscheinen :-)
Herzlichen Dank an Amanda Frost für das Leseexemplar.