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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Samstag, 3. Januar 2015

(Rezension) Drachenstern - Entfacht (Bd. 3) - MaryJanice Davidson


MaryJanice Davidson
Drachenstern – Entfacht Bd. 3
Broschiert
288 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (6. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3863960131
Originaltitel: The Silver Moon Elm. A Jennifer Scales Novel, Bd. 03
€ 12,99

 Quelle - Infos -
Verlag




Gelesen 2014

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Jennifer Scales hat sich mit der Zeit an ihr ungewöhnliches Dasein gewöhnt. Halb Werdrache, halb Biestjägerin fühlt sie sich unter ihren Artgenossen im Tal des Mondes nahezu wohl. Doch dann taucht Xavier Longtail auf, ein mächtiger Drache, der nicht daran glaubt, dass Werdrachen und Biestjäger friedlich nebeneinander existieren können. Er sorgt nicht nur im Tal für großen Ärger, sondern auch in Jennifers Familie. Xavier und Jennifer müssen lernen, einander zu vertrauen – zumal wenn sie tatsächlich die beiden Letzten einer aussterbenden Art sind …

Meine Meinung:
Die „Drachenstern“-Reihe um Jennifer Scales, die halb Werdrache, halb Biestjägerin, findet ihre Fortsetzung mit dem dritten Band „Entfacht“. Mir haben die ersten beiden Bände „Gewandelt“ und „Erleuchtet“ gut gefallen, daher war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung., Vorab sei gesagt, man sollte diese beiden gelesen haben, um zu wissen, worum es überhaupt in der Reihe geht. Bei 288 Seiten könnte man meinen, die Geschichte würde sich schnell lesen. Dem war aber leider nicht ganz so. Es gab lustige Szenen als auch tragisch-traurige. Jennifers Bestreben, die Sehnsucht nach Frieden zwischen Werdrachen und Biestjägern und ein Miteinanderleben wird auf eine harte Probe gestellt.
Es gibt zu wenig, um noch intensiver auf die Handlung einzugehen. Leider hat die Autorin viele Stolpersteine hierin eingebaut, und ein flüssiges Lesen verhindert. Die Hauptcharaktere Jennifer verliert an Potential gegenüber den ersten beiden Bänden. Hier ist zu hoffen, dass dies im vierten Band „Beseelt“ nicht der Fall ist. Dann ist da noch Xavier Longtail, ein alter Drache, der im Tal auftaucht und kundtut, dass er nicht an den Frieden glaubt. Doch niemand ahnt, welche Gefahr auf sie zukommt.
Zitat S. 211:

Jennifer schlitterte von seinem jäh abfallenden Rücken und verwandelte sich in Sekundenschnelle in einen Drachen mit ausgebreiteten blau und silbern schimmernden Flügeln. Und dann vernahm sie etwas höchst Sonderbares und Wunderbares.

Xavier Longtail lachte aus vollem Halse – kein grausames oder gehässiges Lachen, sondern ein freudiges, erleichtertes Lachen. „Dachte ich es mir doch!“ Schmunzelnd flog er neben sie.“

Überhaupt ..., „Entfacht“ hat zwar interessante Ansätze, aber die Umsetzung daraus eine wirklich gute Geschichte zu machen, ist der Autorin nicht super gelungen. Leider blieb der Roman sehr oberflächlich. Es hätte eine gute Fortsetzung werden können, doch hier wurde sehr viel Potential verschenkt. Von daher konnte mich die Geschichte nicht komplett fesseln, aber aufgrund der ersten beiden Bände musste ich schon wissen, wie es weitergeht.
Ihr wisst ja, ich liebe Drachengeschichten …
Das Cover als auch die Abbildung eines Drachen über den jeweiligen Kapiteln finde ich gelungen. Band 3 „Entfacht“ ist in der Farbe Grün gehalten. Gute Reihenfolge:
Band 1 –  Blau, Band2 -  Rot, Band 3 – Grün, und der vierte Band hat die Farbe Violett (Lila).
Der vierte Band „Beseelt“ erscheint am 5. März 2015, den ich auf einen Fall verpassen möchte.
Bei der Bewertung muss ich leider einen Schritt zurückgehen, da die ersten beiden Bände wesentlich besser waren.  
Die Reihe „Drachenstern“ ist nicht nur für den jungen Fantasieleser geeignet.

Mary Janice Davidson schreibt erfolgreich Liebesromane für ein erwachsenes Publikum. Mit Weiblich, ledig, untot, dem Auftakt einer humorvollen Vampirserie, gelang ihr aus dem Stand der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Sie lebt mit Co-Autor Anthony Alongi, ihrem Ehemann, in Minnesota.  

Freitag, 2. Januar 2015

(Rezension) Das unsichtbare Mädchen ~~ Charis Cotter


Charis Cotter
Das unsichtbare Mädchen
Gebundene Ausgabe
352 Seiten
Verlag: cbt (24. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570163467
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
Originaltitel: The Swallow
€ 14,99
 
Quelle/Info Verlag

Gelesen 2014




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


“Sie war die erste richtige Freundin, die ich seit langem gefunden hatte. Mir war es egal, ob sie ein Mädchen war oder ein Geist. Keiner sollte sie mir wegnehmen.“
Warhmherzig, wundervoll und überraschend – die Geschichte einer Freundschaft, von der jedes Mädchen träumt.
(Buchrückentext)

Meine Meinung:
Was liegt näher, wenn von Geistern eine Faszination ausgeht, vielleicht auch einmal darüber ein Buch zu schreiben. Diesen Traum hat die Autorin Charis Cotter sich mit ihrem Debütroman „Das unsichtbare Mädchen“ verwirklicht. Es handelt über die Freundschaft zweier Mädchen, die etwas gemeinsam haben. Während Polly genervt von der Familie, den Geschwistern, sich immer mehr zurückzieht, scheint es der gleichaltrigen Rose so, als würde sie niemand sehen, so als wäre sie gar nicht da. Doch halt, da waren noch die Geister, die sie sahen. Polly liebt Geistergeschichten, Rose sieht Geister. Eine gute Konstellation, um hieraus eine wundervolle Geschichte zu stricken. Beide haben den gleichen Rückzugsort, der Dachboden des Hauses. Dass sie auch noch Nachbarn sind, sei nur am Rande erwähnt. Und dann gibt es da den Geheimgang, durch den sie zueinander finden.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonistinnen Rose und Polly.
Sie beginnt mit einem Auszug aus Ella Wheeler Wilcox „Die Gespenster“:
Der Wind stand still, die Luft lag unbewegt,
und doch als habe sie sich gerad’ geregt.
Die Unsichtbaren wuchsen an zu unbegrenzter Menge,
Gäste, für die kaum Raum vorhanden
von Wo und Nirgendwo erschienen sie in Scharen,
wie Phantome, die sie wirklich waren.
So zogen sie herbei aus allen Landen
Die Gespenster, die Gespenster, die Gespenster.

Keine Frage, dass das Buch bzw. die Geschichte mich fasziniert hat. Rose und Polly, zwei sehr gegensätzliche Mädchen. Rose ist ein Einzelkind, zurückhaltend, schüchtern, während Polly in einer Großfamilie mit Geschwistern und Pflegekindern aufwächst. Doch irgendwie haben die Eltern nicht die Zeit für alle. Als sich die beiden treffen, entwickelt sich daraus eine Freundschaft. Und Geister können manchmal auch eine Plage sein, das erleben beide.
„Das unsichtbare Mädchen“ ist eine wunderschön geschriebene Geschichte über zwei Mädchen, die durch ihre Einsamkeit zueinander finden. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch. Hier hat die Autorin es mit ihrer Schreibweise, Wortwahl verstanden, den Leser in sie hineinzuversetzen, zu verstehen. Gleichzeitig erlebt man spannende, gruselige, aber auch lustige Szenen. Durch die wechselnden, kurz gehaltenen Kapitel lässt es sich sehr gut lesen.
Das Cover ist schlicht gehalten und die darauf abgebildeten Vögel – Schwalben – sind symbolisch zu verstehen. In vielen Märchen und Legenden verkörpert die Schwalbe einen guten Freund.

Chappaeu! Das Jugendbuch-Debüt von Charis Cotter ist rundum perfekt. 


Vita
Charis Cotter studierte Literatur und Schauspiel in Toronto und London. Nach einigen Jahren als Schauspielerin arbeitet sie heute als freie Lektorin und Autorin in Neufundland. Sie hat bereits verschiedene Sachbücher veröffentlicht und verleiht mit ihrem Debütroman „Das unsichtbare Mädchen“ ihrer lange gehegten Faszination für Geister Ausdruck

Donnerstag, 1. Januar 2015

(Rezension) ♥ Dark Wonderland - Herzkönigin ♥ A.G. Howard


A.G. Howard
Dark Wonderland – Herzkönigin
Gebundene Ausgabe
464 Seiten
Verlag: cbt (24. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570163191
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Splintered
€ 17,99

Weitere Ausgaben:
» eBook

© Quelle / Info - Verlag



(gelesen 2014)

Folge dem Flüstern … in das Reich hinter dem Spiegel
Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?


Meine Meinung:
Die Gabe oder aber ein Fluch Blumen und Insekten sprechen zu hören, besitzt Alyssa. Doch niemand darf davon wissen, denn sonst denken die Leute, sie leide an Wahnvorstellungen. Genau das hatte Alysssas Mutter in die Nervenanstalt gebracht. Ihre Mutter als auch sie sind Nachkommen der “Alice aus dem Wunderland”.  Wer kennt sie nicht, diese Geschichte? Auf diesem Hintergrund hat die Autorin ihre Geschichte aufgebaut. Während Alyssa die Insekten tötet, daraus wunderbare Gebilde schafft, ist es eigentlich ein Davonlaufen. Sie besucht ihre Mutter zwar regelmäßig und muss nun feststellen, dass diese Frau ganz normal ist. Halt nur nicht für die anderen, für die ist sie eine Verrückte. Manchmal spielt der Zufall mit und Alyssa erfährt, dass sie ins “Wunderland” gehen muss. Leider passiert bei dem Sprung durch den Spiegel, dass sie Jebediah, kurz Jeb, mit zieht. In ihn ist sie schon lange verknallt, doch dieser hat eine Freundin, Taelor.
Ich habe einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte einzusteigen und auch irgendwie zu verstehen. Alyssa ist eine Charaktere, die einerseits ganz normal herüberkommt, dann doch sehr speziell ist. Die gesamte Handlung ist fast düster, allerdings lebt durch ihr Tempo. Auch die Mutter von Alyssa kommt erst etwas sehr kindisch herüber, doch als es darum geht, dass das Geheimnis, der Fluch, nur im Wunderland gelöst werden kann, hoffte ich auf einen Sog, der mich in die Story hineinzog. Ich kritisiere nicht den Schreibstil, sondern einfach diese stark geprägte Affinität zum Detail.
Im Wunderland treffen Alyssa und Jeb auf Morpheus, der ab da einen starken Part in der Geschichte übernimmt. Warum sich Alyssa von dieser Charaktere derart beeinflussen lässt, ist unverständlich. Bis dahin erschien sie mir schon als willensstarke Person.
“Dark Wonderland – Herzkönigin”  könnte man fast als Fortsetzung von Alice bezeichnen, denn hier erfährt der Leser, woher der Fluch/Gabe stammt.
Näher möchte ich nicht auf den Inhalt eingehen. Gerade bei einem Reihenauftakt finde ich persönlich es sehr schade, wenn zu ausführlich darauf eingegangen wird. (siehe veröffentlichte Rezensionen auf anderen Plattformen!)

“Dark Wonderland – Herzkönigin” wird nicht jedermanns Geschmack treffen, da gibt es nur zwei Wörter: entweder – oder.
Wenn mich ein Buch nach gut 100 Seiten nicht restlos überzeugt, breche ich ab. Hier war ich zwiegespalten, habe dann aber der Geschichte eine Chance gegeben.

Wenn der Inhalt der Geschichte sich wie eine Blumenblüte öffnet, man den “Duft” einatmen kann, wird es eine interessante und fantasievolle Lesegenuss-Reise. P.S. Ich bin begeistert, dass das Originalcover auch für die deutsche Version übernommen wurde.

 

Vita
A.G. Howard wurde durch ihre Arbeit in einer Schulbibliothek zu "Dark Wonderland" inspiriert. Sie hatte sich schon immer gefragt, was wohl passiert wäre, wenn die gruselige Stimmung in Alice im Wunderland deutlicher zutage getreten wäre. "Dark Wonderland" ist ihr Tribut an Lewis Carroll. Wenn A.G. Howard nicht schreibt, liest sie, fährt Rollerblades, gärtnert und macht Urlaub mit ihre Familie - inklusive Ausflügen zu uralten Friedhöfen und von Geistern heimgesuchten alten Schulen, die ihr als weitere Inspiration dienen.