Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
Gebundene Ausgabe
544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442313945
Originaltitel: The
Seven Sisters 1 - Maia
€ 19,99
© Cover / Info - Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Der erste
Roman einer faszinierenden Reihe um die „Sieben Schwestern“.
Maia ist die
älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie
sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen
ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte,
draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die
eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch
das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag
hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten
Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa
geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio
zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten
Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei
stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer
Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst
eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst
jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr
weiteres Leben bedeutet ...

Meine Lesemeinung:
„Die sieben Schwestern“, das neueste Werk von Lucinda Riley,
ist ein fiktives Werk mit historischem und mythologischem Hintergrund. Worum
geht es nun in dieser neuen Reihe? Riley nimmt Bezug auf den Mythos um den
Sternhaufen der Plejaden, auch Sieben Schwestern genannt. Aber auch in der
Kultur der Maya, Aborigines und den alten Griechen finden sich Hinweise auf die
Plejaden.
Das erste Buch handelt von Maia, die wie ihre anderen
Schwestern adoptiert wurde von „Pa Salt“, wie sie ihn liebevoll nannten.
Großgeworden waren sie auf dem Familiensitz am Genfer See, auch „Atlantis“
genannt. Eine Mutter gab es nicht, dafür aber eine mütterliche Haushälterin.
Als die Schwestern vom Tod des Vaters erfahren, treffen sie sich dort, um zu
erfahren, dass dieser schon auf See bestattet worden war. Doch für jede von
ihnen hatte er einen Brief hinterlassen, der ihnen einen Hinweis gab auf ihre
wahre Herkunft. „Die sieben Schwestern“, doch eigentlich sind es nur sechs, den
Merope fehlt und hier beginnt schon das erste Geheimnis.
Maia d’Apliese ist die Älteste und so beginnt die Reise zu
ihren eigenen Wurzeln in Brasilien. Es wird eine Reise in die Vergangenheit.
Zum einen in das Rio de Janeiro vor ca. 80 Jahren, als auch in das damalige
Paris. Zu dem Zeitpunkt lebte in Brasilien der Bildhauer Paul Landowski aus
Frankreich dort und arbeitete mit dem Brasilianer Heitor da Silva Costa
zusammen. Dieser war Ingenieur.
Maias Adoptivvater hatte diese nach Brasilien geschickt mit
dem Hinweis, dass dort ihre Urgroßmutter Izabela Bonafacio gelebt hatte. Der
historische Hintergrund zum Bau der 30 m hohen Christusstatue, dem Transport
über das Meer und der Aufbau auf dem Berg Corcovado, all das erlebt man hautnah
mit, so authentisch hat die Autorin geschrieben.
Ebenso die Handlungsorte Paris und Rio de Janeiro. Man spürt
die Tropenhitze Brasiliens, schlendert gedanklich über den Montmartre in Paris,
alles sehr lebendig.
Die Geschichte um Maia und Izabel ähneln sich auf eine
gewisse Art. Beide erlebten die Liebe durch Verlust. Maia ist eine sensible als
auch nachdenkliche Charaktere, und ihre Reise zu den Wurzeln soll ihr zeigen,
dass sie nicht ein Leben lang für etwas leiden soll. Ihre Geschichte ist
wunderbar mit den Erinnerungen der Vergangenheit – wie ein gut gewebtes Tuch –
verflochten. Lucinda Riley hat eine ganz besondere Art, die Geschichte so zu
schreiben, dass man mitten in die Handlung hineinversetzt wird und nicht
aufhören kann zu lesen.
Lob zur Covergestaltung. Der Ausblick über den See mit Blick
auf die Berge, Sterne blinken am Himmel und ganz oben ein großer
Mandelblütenzweig. Wer vermutet schon solch eine Geschichte dahinter?
Das Buch ist ein weiteres Schmuckstück in meinem Buchregal,
wobei der Inhalt der Geschichte nicht vom Cover oder Titel erkennbar ist. Eben
ein besonderer Roman, auf dessen Fortsetzung ich nun bis zum Jahresende warten
muss.
Informationen zur Romanidee und Bibliografie sind
am Ende des Buches aufgeführt.
Ich gebe 5 Lesegenuss-Bücher.
Vita:
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere
Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten
ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und
Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das
Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten
Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen
Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im
Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.