Birgit Hasselbusch
Der Mann im Heuhaufen
Broschiert
272 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423260428
€ 14,90
auch als EBOOK erhältlich
Cover / Info - Kauflink
VERLAG
Gelesen März 2015
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Buchinfo:
Charlotte beschließt, das Leben und die Liebe neu zu entdecken - mit 34. Wahnsinn? Aber ja doch!
Hamburg hat 1,8 Millionen Einwohner. Etwa die Hälfte davon sind erwachsene Menschen im erwerbsfähigen Alter. Wenn man Charlotes Geschlechtsgenossinnen abzieht, ergibt das rund eine halbe Million Männer. Und einen davon muss Charly finden. Will Charly finden. Sie wird IHN finden!
Meine Meinung:
Alles läuft geregelt in Charlottes Leben. Überraschungen waren gut, aber wenn eine wie die von ihrem Freund Kai geplante ihr Leben total auf den Kopf stellen würde, bekam Charly kalte Füße. Oder war es Panik vor Veränderungen? Charlotte liebte ihren Job als Physiotherapeutin. Mit Kai war sie schon lange liiert, und ihre Mutter hörte nun endlich die Hochzeitsglocken läuten. Doch wollte Charlotte das überhaupt? War Kai ihr Traumprinz? Denn Kai verwöhnte Charlotte, er konnte wunderbar kochen, eine Leidenschaft von ihm. Als Anlagenberater verdiente er gut und wollte Charly mit einem Hauskauf überraschen. Auch ihre Eltern waren bei dem Besichtigungstermin dabei. Das ist zu viel für Charlotte und sie fährt für ein paar Tage mit dem Zug nach Berlin zu einer Freundin. Auf der Rückfahrt passiert es. Sie begegnet ihrem Traumprinzen. Doch leider verpasst sie es, nach seinem Namen bzw. Telefonnummer zu fragen. Doch der Gedanke an ihn lässt sie nicht mehr los und ihre Freundin Ines muss mit Rat und Tat herhalten. Nur wenig wusste Charlotte über ihn, aber er ging ihr nicht aus dem Kopf. Ein aussichtsloses Unterfangen? Nun, wenn da nicht ein liebevoller Vater im Hintergrund ein Telefonat belauscht hätte, ein Happy-End wie im Märchen hätte es wohl kaum gegeben.
Jedes Kapitel ziert ein Zitat als Überschrift, wobei der Autor aus einer sehr schlecht zu lesenden Schrift gedruckt wurde. Überhaupt, wie bei diesem Buch Zitate herhalten mussten, ist mir nicht klar geworden. Eine kurze, passende Überschrift wäre völlig ausreichend gewesen. Mich haben diese Zitate gestört. Das gut durchdachte Cover auf farblich gesehen hat mich dann wiederum angesprochen, zumal es ähnlich ist wie bei "Sechs Richtige und eine Falsche".
Die Handlung spielt zum größten Teil in Hamburg, eine kurze Episode im Zugabteil Berlin-Hamburg. Wer die Stadt kennt, kann sich den Handlungsschauplatz gut vorstellen. Aber die Autorin hat alles so geschrieben, dass auch Nichtkenner keinen Stadtplan brauchen, um den Blick in die Stadt zu erhalten.
Die Idee zum Roman ist sicher nicht neu. Wer hier einen klassischen Liebesroman erwartet, wird enttäuscht sein. Cinderella trifft Mr. T.H. und dann?
Es mag sein, dass meine Erwartungen erneut ein gutes Buch von Birgit Hasselbusch zu lesen, hoch waren. Hatte mich doch "Sechs Richtige und eine Falsche" gut unterhalten.
Die Geschichte von Charlotte und Kai, will ich, will ich nicht, war zähflüssig und m.- E. hätte hier ein endgültiges "Ade, das war es!" besser gepasst. Auch wenn die Geschichte dann anders geschrieben werden müsste. Die maßgeblichen Charaktere sind zwar gut beschrieben, bleiben aber nicht so im Kopf. Charlotte hat für alle ein offenes und mitfühlendes Herz. Allerdings hätte ich mir für diese Charaktere mehr Entschlusskraft gewünscht.
Kurzum: "Der Mann im Heuhaufen" ist eine kurzweilige Lektüre, nett geschrieben, aber etwas zu langatmig verpackt. Ideal für zwischendurch zum Lesen.
Ich vergebe ganz knapp 4 Lesegenuss-Bücher.
„Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du.“
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Samstag, 4. April 2015
Freitag, 3. April 2015
(Rezension) Die Nacht der Frauen ~ Katja Maybach
Katja Maybach
Die Nacht der Frauen
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426516065
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich
Cover / Info - Kauflink
VERLAG
Im März 2015 gelesen
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Meine Meinung:
Im Juni 1979 kehrt Dalia Rheinberg nach über zwanzig Jahren zurück an ihren Heimatort an den Neusiedler See.
Zwanzig Jahre, in denen sie keinen Kontakt zu ihrem Vater hatte. Zurück in Paris bleibt Tamás, ihr Ehemann. Der einst so erfolgreiche Pianist arbeitete mit eisernem Willen an seinem Comeback, nachdem er vor zwei Jahren sich seine Hand mehrfach gebrochen hatte. Dalia lässt sich nicht von ihm abhalten und fährt allein.
Die Handlung beginnt ruhig und dann ist der Leser auf einmal mitten in der Geschichte versunken. Es sind keine blassen Charaktere, sondern alles Menschen, die authentisch erscheinen. Man lernt sie im Laufe des Romans mehr denn je kennen, sei es Dalias Mutter wie auch ihre Freundin Leah. Die Geschichte der beiden Frauen spielt sich Ende der Dreißiger Jahre im 20. Jahrhundert ab. Hitler regiert Deutschland, das Thema Juden zieht sich bis nach Österreich.
Katja Maybach schreibt in einer schönen und leichten Sprache. Geschickt verbindet sie Vergangenheit sowie Dalias Rückkehr durch Einfließen neuer Handlungsstränge und dadurch wird die Geschichte spannend gehalten.
Romane, die sich um ein Familiengeheimnis oder auch Drama drehen, sind sehr beliebt. Wenn dann noch die Vergangenheit Deutschlands, die Judenhetze-, -verfolgung und ihre Auswirkungen eine Rolle spielen, ist auch Fingerspitzengefühl gefragt.
Die Rückkehr in die Villa ihrer Kindheit schmerzt Dalia, doch ihr Vater, der schwer krank in einem Hospital liegt, hatte um wichtige Unterlagen aus dem Safe des Hauses gebeten. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter vor zwanzig Jahren in der Villa hatte Dalia nie wieder einen Fuß in das Haus gesetzt. Ihrer Meinung nach war der Vater an allem schuld. Doch sie stellt sich der Vergangenheit und wird mit etwas Unfassbarem konfrontiert, etwas das ihr ganzes Leben in Frage stellt. Jemand Fremdes hatte ihr einen Brief vor die Terrassentür gelegt, ein Brief der in Vergessenheit geraten war und doch so wichtig.
Katja Maybach besitzt eine Eigenschaft, auf sehr einfühlsame Weise einen richtig guten Roman zu schreiben, sich nicht scheut, Tiefe hineinzubringen - das Leben schreibt sein eigenes Drehbuch.
Geschickt bringt sie die Palette menschlicher Eigenschaften und Emotionen zum Tragen; Liebe und Opferbereitschaft, die Angst, Verzweiflung, Hoffnung. Es zieht dich als Leser mitten ins Geschehen.
Und es sind schöne und schmerzhafte Erinnerungen, mit denen Dalia konfrontiert wird und etwas in ihr bewegen.
Fazit:
"Die Nacht der Frauen" ist die Geschichte eines Familiengeheimnnisses sowie familärer Beziehungen, eine faszinierende Lektüre. Es hat mich von Beginn bis zum Ende fasziniert. Richtig gut geschrieben, mit Charaktere, die das Herz berühren und einer Geschichte, die den Leser noch nach dem Lesen eine ganze Weile beschäftigen.
- Ein Buch mit Wiedererkennungswert!
Ich gebe 5 Lesegenuss-Bücher.
Vita:
Katja Maybach war bereits als Kind eine echte "Suchtleserin", was beinahe automatisch zum eigenen Schreiben führte. Schon mit zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Roman und einige Kurzgeschichten. Doch sie hatte immer schon eine zweite Leidenschaft: die Mode. Und so gewann sie mit fünfzehn Jahren den Designerpreis einer großen deutschen Frauenzeitschrift für den Entwurf eines Abendkleides. Mit siebzehn ging sie nach Paris und wurde zuerst Model in einem Couture Haus, später eine erfolgreiche Designerin.
Nach einer schweren Krankheit begann sie erfolgreich, Romane zu schreiben. Bereits ihr Debüt-Roman "Eine Nacht im November" war ein großer Erfolg und wurde in Frankreich ein Bestseller. Heute lebt die Autorin in München, sie hat zwei erwachsene Kinder.
Die Nacht der Frauen
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426516065
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich
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Im März 2015 gelesen
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
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Meine Meinung:
Im Juni 1979 kehrt Dalia Rheinberg nach über zwanzig Jahren zurück an ihren Heimatort an den Neusiedler See.
Zwanzig Jahre, in denen sie keinen Kontakt zu ihrem Vater hatte. Zurück in Paris bleibt Tamás, ihr Ehemann. Der einst so erfolgreiche Pianist arbeitete mit eisernem Willen an seinem Comeback, nachdem er vor zwei Jahren sich seine Hand mehrfach gebrochen hatte. Dalia lässt sich nicht von ihm abhalten und fährt allein.
Die Handlung beginnt ruhig und dann ist der Leser auf einmal mitten in der Geschichte versunken. Es sind keine blassen Charaktere, sondern alles Menschen, die authentisch erscheinen. Man lernt sie im Laufe des Romans mehr denn je kennen, sei es Dalias Mutter wie auch ihre Freundin Leah. Die Geschichte der beiden Frauen spielt sich Ende der Dreißiger Jahre im 20. Jahrhundert ab. Hitler regiert Deutschland, das Thema Juden zieht sich bis nach Österreich.
Katja Maybach schreibt in einer schönen und leichten Sprache. Geschickt verbindet sie Vergangenheit sowie Dalias Rückkehr durch Einfließen neuer Handlungsstränge und dadurch wird die Geschichte spannend gehalten.
Romane, die sich um ein Familiengeheimnis oder auch Drama drehen, sind sehr beliebt. Wenn dann noch die Vergangenheit Deutschlands, die Judenhetze-, -verfolgung und ihre Auswirkungen eine Rolle spielen, ist auch Fingerspitzengefühl gefragt.
Die Rückkehr in die Villa ihrer Kindheit schmerzt Dalia, doch ihr Vater, der schwer krank in einem Hospital liegt, hatte um wichtige Unterlagen aus dem Safe des Hauses gebeten. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter vor zwanzig Jahren in der Villa hatte Dalia nie wieder einen Fuß in das Haus gesetzt. Ihrer Meinung nach war der Vater an allem schuld. Doch sie stellt sich der Vergangenheit und wird mit etwas Unfassbarem konfrontiert, etwas das ihr ganzes Leben in Frage stellt. Jemand Fremdes hatte ihr einen Brief vor die Terrassentür gelegt, ein Brief der in Vergessenheit geraten war und doch so wichtig.
Katja Maybach besitzt eine Eigenschaft, auf sehr einfühlsame Weise einen richtig guten Roman zu schreiben, sich nicht scheut, Tiefe hineinzubringen - das Leben schreibt sein eigenes Drehbuch.
Geschickt bringt sie die Palette menschlicher Eigenschaften und Emotionen zum Tragen; Liebe und Opferbereitschaft, die Angst, Verzweiflung, Hoffnung. Es zieht dich als Leser mitten ins Geschehen.
Und es sind schöne und schmerzhafte Erinnerungen, mit denen Dalia konfrontiert wird und etwas in ihr bewegen.
Fazit:
"Die Nacht der Frauen" ist die Geschichte eines Familiengeheimnnisses sowie familärer Beziehungen, eine faszinierende Lektüre. Es hat mich von Beginn bis zum Ende fasziniert. Richtig gut geschrieben, mit Charaktere, die das Herz berühren und einer Geschichte, die den Leser noch nach dem Lesen eine ganze Weile beschäftigen.
- Ein Buch mit Wiedererkennungswert!
Ich gebe 5 Lesegenuss-Bücher.
Vita:
Katja Maybach war bereits als Kind eine echte "Suchtleserin", was beinahe automatisch zum eigenen Schreiben führte. Schon mit zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Roman und einige Kurzgeschichten. Doch sie hatte immer schon eine zweite Leidenschaft: die Mode. Und so gewann sie mit fünfzehn Jahren den Designerpreis einer großen deutschen Frauenzeitschrift für den Entwurf eines Abendkleides. Mit siebzehn ging sie nach Paris und wurde zuerst Model in einem Couture Haus, später eine erfolgreiche Designerin.
Nach einer schweren Krankheit begann sie erfolgreich, Romane zu schreiben. Bereits ihr Debüt-Roman "Eine Nacht im November" war ein großer Erfolg und wurde in Frankreich ein Bestseller. Heute lebt die Autorin in München, sie hat zwei erwachsene Kinder.
Mittwoch, 1. April 2015
(Rezension) Kinderbuch "Noch mal!" - Emily Gravett
Emily Gravett
Noch mal!
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (19. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737351737
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 4 Jahren
Originaltitel: Again!
€ 14,99
Cover / Info - Kauflink
"VERLAG"
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Info:
Wer kennt das nicht: »Noch mal, bitte noch mal lesen!« Den Eltern fallen die Augen zu, aber die liebste Gutenachtgeschichte soll immer und immer wieder vorgelesen werden!
Auch der kleine Drache ist noch hellwach und drängelt. Seine Mutter versucht, die Geschichte abzukürzen, und die Helden der Geschichte haben auch schon längst keine Lust mehr, immer wieder vorgelesen zu werden. Ärgerlich spuckt der kleine Drache Feuer, die Geschichte wird langsam zu heiß. Und sie geht sogar in Flammen auf! Alle flüchten durch das Brandloch. Na dann: Gute Nacht!
Meine Meinung:
"Noch mal!", eine Gute-Nacht-Geschichte, ein außergewöhnliches Buch. Wo gibt es das schon, dass ein Buch auf der Rückseite eine Art Brandloch hat. Was bei diesem Buch auffällt, ist die wunderschöne Aufmachung. Der Titel fällt sofort auf und auch der kleine, nicht erschreckend wirkende Drache mit dem Buch in der Hand und ein Schnuffeltuch. Die großflächigen Illustrationen brauchen wenig Text, denn beim Anschauen und Vorlesen entwickelt sich eine eigene Geschichte dazu. Die Fantasie wird angeregt und das liegt auch mit daran, dass die Bilder über beide Seiten gehen. Das Buch ist fest gebunden. Die Figuren sind lebendig gemalt und auch wenn es sich hier um eine Drachenmama mit ihrem Kind handelt, allesamt sympathisch. Das Buch hat einen Wiedererkennungswert, nicht nur durch das Brandloch :-)
Die Illustrationen entsprechen dem dazugehörigen Text, die Sätze sind kurz und in Reimform gehalten, harmonische Farben runden das Ganze ab. Die Bilder regen zum Mitdenken an. Der Sprachstil ist verständlich und kindgerechnet.
Hier sind der eigenen kindlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die liebevolle Art, wie es geschrieben und illustriert ist, ist so ansprechend, dass es am Ende der Geschichte heißt "Noch mal!".
Wer auf der Suche nach schönen und kindgerechten Illustrationen ist und auch mal eine andere Geschichte mag, wird mit "Noch mal!" nichts verkehrt machen.
Für uns war und ist "Noch mal!" ein immer wieder kehrender Lesegenuss und absolut empfehlenswert. Ich vergebe 5 Kinderbuch-Feen.
Vita:
Emily Gravett, geboren 1972 in Brighton, England, erhielt schon für ihr erstes Bilderbuch ›Achtung, Wolf!‹ u.a. den Macmillan Preis für Illustration. Seitdem publiziert sie herausragende, mit zahlreichen Auszeichnungen dotierte Kinderbücher, die durch die Vielschichtigkeit ihrer Erzählebenen in Text und Bild kindliche Leser nachdrücklich zu Entdeckungsreisen einladen.Emily Gravett lebt mit ihrer Familie in Brighton.
Noch mal!
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (19. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737351737
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 4 Jahren
Originaltitel: Again!
€ 14,99
Cover / Info - Kauflink
"VERLAG"
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Info:
Wer kennt das nicht: »Noch mal, bitte noch mal lesen!« Den Eltern fallen die Augen zu, aber die liebste Gutenachtgeschichte soll immer und immer wieder vorgelesen werden!
Auch der kleine Drache ist noch hellwach und drängelt. Seine Mutter versucht, die Geschichte abzukürzen, und die Helden der Geschichte haben auch schon längst keine Lust mehr, immer wieder vorgelesen zu werden. Ärgerlich spuckt der kleine Drache Feuer, die Geschichte wird langsam zu heiß. Und sie geht sogar in Flammen auf! Alle flüchten durch das Brandloch. Na dann: Gute Nacht!
Meine Meinung:
"Noch mal!", eine Gute-Nacht-Geschichte, ein außergewöhnliches Buch. Wo gibt es das schon, dass ein Buch auf der Rückseite eine Art Brandloch hat. Was bei diesem Buch auffällt, ist die wunderschöne Aufmachung. Der Titel fällt sofort auf und auch der kleine, nicht erschreckend wirkende Drache mit dem Buch in der Hand und ein Schnuffeltuch. Die großflächigen Illustrationen brauchen wenig Text, denn beim Anschauen und Vorlesen entwickelt sich eine eigene Geschichte dazu. Die Fantasie wird angeregt und das liegt auch mit daran, dass die Bilder über beide Seiten gehen. Das Buch ist fest gebunden. Die Figuren sind lebendig gemalt und auch wenn es sich hier um eine Drachenmama mit ihrem Kind handelt, allesamt sympathisch. Das Buch hat einen Wiedererkennungswert, nicht nur durch das Brandloch :-)
Die Illustrationen entsprechen dem dazugehörigen Text, die Sätze sind kurz und in Reimform gehalten, harmonische Farben runden das Ganze ab. Die Bilder regen zum Mitdenken an. Der Sprachstil ist verständlich und kindgerechnet.
Hier sind der eigenen kindlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die liebevolle Art, wie es geschrieben und illustriert ist, ist so ansprechend, dass es am Ende der Geschichte heißt "Noch mal!".
Wer auf der Suche nach schönen und kindgerechten Illustrationen ist und auch mal eine andere Geschichte mag, wird mit "Noch mal!" nichts verkehrt machen.
Für uns war und ist "Noch mal!" ein immer wieder kehrender Lesegenuss und absolut empfehlenswert. Ich vergebe 5 Kinderbuch-Feen.
Vita:
Emily Gravett, geboren 1972 in Brighton, England, erhielt schon für ihr erstes Bilderbuch ›Achtung, Wolf!‹ u.a. den Macmillan Preis für Illustration. Seitdem publiziert sie herausragende, mit zahlreichen Auszeichnungen dotierte Kinderbücher, die durch die Vielschichtigkeit ihrer Erzählebenen in Text und Bild kindliche Leser nachdrücklich zu Entdeckungsreisen einladen.Emily Gravett lebt mit ihrer Familie in Brighton.
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