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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Donnerstag, 21. Mai 2015

Gewonnen hat ... zur Aktion Buchverlosung ~ Bettina Storks - Das Haus am Himmelsrand



Kurz und schmerzlos gebe ich dann mal die beiden Gewinner bekannt:

Das Hardcoverbuch hat Claudia gewonnen - herzlichen Glückwunsch :-)
Claudia, deine Adresse habe ich auf dem Blog gesehen und leite diese ebenfalls an den Verlag weiter. Von dort bekommst du das Buch.

Das E-Book geht an Bernhard.   
Bitte schreib mir doch über das Kontaktformular deine Mailadresse, damit ich diese an den Verlag weiterleiten kann zwecks Übermittlung der Datei. 

Herzlichen Glückwunsch :-)

Sonja, du bekommst noch eine Nachricht von mir. Für heute bitte nicht traurig sein.



Und für alle anderen schon mal die Nachricht, dass es zu Pfingsten eine neue Aktion geben wird.
Seid gespannt.


Dienstag, 19. Mai 2015

|| Rezension || Lotusblut ~ Judith Winter

Judith Winter
Lotusblut
Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423215695
€ 9,95

© Cover / Info - Kauflink

VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Emilia Capelli und Mai Zhou werden an den Tatort eines mysteriösen Doppelmordes gerufen: Im elften Stock eines Frankfurter Luxushotels liegen die Leichen des Unternehmers Peter Klatt und seiner Frau Ramona. Beide wurden durch einen gezielten Schuss in die Stirn getötet. Das etwa zehnjährige asiatische Mädchen, das sie bei sich hatten, ist seit der Bluttat spurlos verschwunden. Noch im Hotel läuft das völlig verstörte Kind Emilia in die Hände. Zurück im Präsidium scheint durch eine Zeugenbefragung endlich Licht ins Dunkel zu kommen. Doch ein unaufmerksamer Moment, und die kleine Kaylin verschwindet erneut …

Meine Meinung:

"Lotusblut" ist der zweite Fall für das Ermittlerteam Emilia Capelli und Mai Zhou. Er führt sie zu einem Doppelmord in ein Frankfurter Luxushotel. Dort wurde das Unternehmerehepaar Peter und Ramona Klatt aufgefunden - Schuß in den Kopf. Was hatte es mit dem kleinen asiatischen Mädchen auf sich, welches in der Obhut der beiden war? Sie hatten es als ihre Enkelin ausgegeben. Zunächst war es verschwunden, dann aber wird sie durch Emilia im Hotel aufgegriffen.
Ein sehr merkwürdiger Fall.
Die beiden Hauptcharaktere kannte ich ja vom ersten Fall in "Siebenschön". Ein ungleiches Paar, doch sehr interessant.
Es beginnt mit einem extrem spannenden Prolog. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die fast unheimlich wirkt, und schon war man mitten drin in der Handlung. Beide Kommissarinnen sind durch ihre Herkunft in gewisser Weise persönlich sehr an der Klärung des Falls interessiert.
"Das Wasser ist knietief und eisig kalt.
Sie sprechen kein Wort. Seite an Seite waten sie dem leblosen Körper entgegen, …
Das Geschnatter der Enten reißt ab. Die Tannen rauschen nicht mehr. Der See scheint verstummt. Und auch die Wellen, die den schlaffen Körper sanft hin und her wiegen, haben kein Geräusch."
(Zitat S. 11)


Zurück zu dem kleinen Mädchen aus dem Hotel. Sie kommt mit ins Präsidium, doch leider entwischt sie in einem unbedachten Moment und irrt nun durch Frankfurt, immer auf der Suche … Diese junge Charaktere hat mich schon beeindruckt und vor allem in mir ein Beschützergefühl ausgelöst. Es wird spannend, denn hinter all dem Geschehen steckt mehr. Und dann soll den beiden Frauen der Fall entzogen und von höchster Stelle gelöst werden. Es sei noch erwähnt, dass Kaylin, das kleine Mädchen, die chinesische Staatsbürgerschaft besitzt. Emilie, die durch ihr traumatisches Kindheitserlebnis emotional reagiert, ist sich mit ihrer Partnerin einig, dass sie Kaylin finden müssen. Waren beide in ihrem ersten Fall sich nicht gerade "grün", hier arbeiten sie zusammen. Allerdings beim "Du" sind sie noch nicht angekommen. Um ehrlich zu sein, Emilia und Mai werden mehr und mehr sympathischer, menschlicher.
Welche Erwartungen hatte ich an das Buch? Ist es immer gut, einen zweiten Band mit seinem Vorgänger zu vergleichen? Ich meine "Nein". "Lotusblut" wartet mit einer eigenen Idee auf, doch für den totalen Thrillerfreak wahrscheinlich nicht dass, was er erwartet.
Eine interessante Story mit zwei zwar sehr verschiedenen, aber sehr sympathischen Charaktere. Und die Autorin überzeugt auch in diesem Buch durch ihren Schreibstil. Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen.

Von mir gibt es 4 Lesegenuss-Bücher.
Vita
Judith Winter, 1969 in Frankfurt am Main geboren, studierte Germanistik und Psychologie in Berlin und Wien und arbeitete viele Jahre in einem renommierten wissenschaftlichen Institut, bevor sie sich selbständig machte. Nach Aufenthalten in Mailand und Paris lebt sie heute mit ihrer Familie in Konstanz.

Montag, 18. Mai 2015

|| Rezension || Die vergessene Tochter ~ Tiffany Baker

Tiffany Baker
Die vergessene Tochter
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: btb Verlag (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442748303
Originaltitel: Mercy Snow

€ 9,99
 Cover - Info - Kauflink
VERLAG






Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension

Wenn alles in Kälte erstarrt, musst du dein Herz für andere öffnen, damit es nicht erfriert.

Ein marodes Anwesen in den Wäldern von New Hampshire. Das ist alles, was Mercy und ihren Geschwistern nach dem Tod ihrer Mutter bleibt. Doch auch wenn das Geld knapp und der Winter hart ist, sie halten zusammen. Im Städtchen Titan Falls beobachtet man die Geschwister hingegen mit Argwohn. Allen voran June McAllister, denn seit Generationen sind ihre Familien verfeindet. Einzig die alte Hazel, die ein schweres Schicksal selbst zur Außenseiterin gemacht hat, gibt Mercy eine Chance. Dann erschüttert ein Unfall, bei dem ein junges Mädchen stirbt, die Stadt, und inmitten von Trauer und Anschuldigungen kommen alte Geheimnisse ans Licht.

Meine Meinung:

Von der Autorin Tiffany Baker habe ich bislang erst "Die Salzschwestern" gelesen. Ein Roman, der zu Herzen geht.
Als der sonst als zuverlässig geltende Busfahrer Fergus Bell die Jugendgruppe von Berlin zurück nach Titan Falls bringt, ereignet sich an diesem Abend ein folgenschwerer Unfall. Es war Mitte der 1990er Jahre und die Wirtschaft boomte nicht mehr so wie sonst. Die Papierstädte waren langsam am Aussterben, doch die Produktion von Papier war bis dahin nicht ohne Folgen für die Umwelt, den Flüssen als auch den Menschen geblieben.
Menschen verloren ihren Job, doch das Leben musste weitergehen.

Auch der Sohn des Mühlenbesitzers Cal und dessen Frau June, Nate, war in dem Bus gewesen. Wie durch eiN Wunder hatten fast alle das Unglück überlebt. Fergus lag schwerverletzt im Krankenhaus, doch ein Mädchen hatte es nicht geschafft, Suzie Flyte. Sie und Nate waren fast wie Geschwister aufgewachsen. Doch erst vor kurzem musste Cal ihren Vater entlassen.
Verursacht war der Unfall durch einen rücksichtslosen Fahrer. Sogleich fiel der Verdacht auf Zeke Snow, der mit seinen beiden Schwestern seit geraumer Zeit auf dem alten Familienanwesen hauste. Die Älteste hatte gerade erst Arbeit bei Hazel, der Frau des Busfahrers gefunden. Ihn selbst wollte niemand. Zeke verschwindet in den Wäldern.
Fergus Bells Leben hängt am seidenen Faden. Und dann findet June, die Frau des Mühlenbesitzers, im Auto ihres Mannes einen roten Handschuh, selbstgestrickt, der Suzy gehörte. Sie war sich ganz sicher, denn die rote Wolle hatte sie der Mutter gegeben. Wie kam dieser nun in Cals Besitz? Sie ist misstrauisch, denn dass ihr Mann nicht treu war, wusste sie.
Die drei Snow-Geschwister lebten in einem heruntergekommen Wagen. Es wurden merkwürdige Geschichten um diese Familie erzählt. Eine ihrer Vorfahren, Gert, der das Grundstück gehört hatte, war unter merkwürdigen Umständen verschwunden. Ihre Leiche hatte man bis zu dem Unfall nicht gefunden.
Die kleine Hazel Snow las unheimlich gern und ihr größter Wunsch war es, endlich in die Schule zu kommen. Mercy versucht alles um zu beweisen, dass nicht ihr Bruder den Unfall verursacht hat.

Den Handlungsort Titan Falls hat die Autorin in  New Hampshire angesiedelt. Es ist eine Stadt, wo jeder jeden kennt und scheinbar jeder ein Geheimnis birgt.

"Die vergessene Tochter" überzeugt durch die Hintergrundgeschichte, zur Papierherstellung, die Belastung der Flüsse durch die Mühlen und ihren Folgen.
Es zeichnet die Autorin aus, dass sie ein brisantes Thema so gut verpackt in eine Story. Man mag wirklich nicht aufhören mit Lesen. Wenn du meinst, das Rätsel sei gelöst, lenkt sie dich wieder in eine andere Richtung.

Es liegt ein Hauch von Magie in dieser Geschichte (wie auch schon zuvor bei den Salzschwestern), und ein kleines Mädchen, eine scheinbar unsichtbare Charaktere, erobert das Herz des Lesers. Aber nicht nur das. Doch lesen Sie selbst.
Geben Sie der wunderbar und optimal geschriebenen Story eine Chance - sehr empfehlenswert!
Ein weiteres Lesehighlight für mich in 2015!
Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Tiffany Baker hat Kreatives Schreiben studiert und in viktorianischer Literatur promoviert. Ihr Debütroman Engelsflügel schaffte es auf Anhieb auf die New York Times Bestsellerliste. Tiffany Baker lebt mit ihrem Mann und drei Kindern bei San Francisco.