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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Donnerstag, 2. Juni 2016

(Rezension) Wolke 7 ist auch nur Nebel - Mara Andeck

Mara Andeck
Wolke 7  ist auch nur Nebel
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (11. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3846600210
ISBN-13: 978-3846600214
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
€ 14,99

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VERLAG







Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Lesemeinung 

Neuseeland - To-do-Liste - mit diesem Notizzettel fängt das Buch "Wolze 7 ist auch nur Nebel" an. Es handelt von Moya und Lena, die sich für ein Testprojekt anmelden. Schon lange sparen beide für ein Jahr Work and Travel in Neuseeland und das Geld konnten sie gut gebrauchen. Die Geschichte wird wechselweise von Moya und Lena erzählt, im weiteren Verlauf kommt noch eine männliche Person dazu. Vom Inhalt her erscheint es anfangs wie ein jugendlicher Liebesroman, denn die Teilnehmer des Love-Tests sind im Prinzip ein Stück von einem Experiment. Herzblut-Kino oder so konnte man es auch nennen. Luke gehört zum Fernsehteam, er ist der Kameramann. Hauptsächlich dreht sich alles darum, dass eine Kandidatin sich unter zig männlichen Personen für einen Partner entscheidet.
Der Blick hinter die Fassade solcher Reality-Shows lässt ahnen, welch knallhartes Geschäft sich dahinter verbirgt. Man kennt es aus der Presse. Es wird genug darüber berichtet.
Was aber genau will die Autorin uns mit ihrem Buch, der Geschichte "Wolke 7 ist auch nur Nebel"  mitteilen? Die Suche nach der einzig wirklichen Liebe? Warum stellen sich Personen immer wieder diesen Shows? Das fragt man sich wirklich.
Mara Andeck macht es dem Leser leicht, in die Geschichte hineinzufinden. Ihr Schreibstil ist schlicht, flüssig gehalten. Man wird nicht mit zu vielen Charakteren überhäuft, wobei die männlichen Personen doch ziemlich unscheinbar dargestellt werden. Aufgelockert durch Briefe als auch Protokolle lässt sich der Roman schnell lesen. Passend für einen Jugendroman.
Titel und Cover sind gut ausgewählt worden, es passt alles.

Für mich war es ein Buch für Zwischendurch zum Lesen, mehr leider nicht. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht und wurde leider zu oft an Dating-Shows im Fernsehen erinnert.

Bleib dir selbst treu - und lass dich nicht verformen.

Ich habe lange mit mir gerungen, und gebe letztendlich ganz knapp vier Lesegenuss-Bücher.


Buchinfo

Moya, 18, ist gerade mit der Schule fertig geworden – und an die große Liebe glaubt sie ganz bestimmt nicht. Als ihre beste Freundin Lena sie für ein wissenschaftliches Liebesexperiment anmeldet, macht sie trotzdem mit. Als Versuchskaninchen kann ihr bei diesem Thema schließlich nichts passieren. Oder etwa doch? Plötzlich soll sie sich für einen von drei Jungs entscheiden. Und das auch noch vor laufender Kamera ...


Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Mittwoch, 1. Juni 2016

(Rezension) Der Geschmack von Salz und Honig - Hannah Tunnicliffe



Hannah Tunnicliffe
Der Geschmack von Salz und Honig
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Diana Verlag (11. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358945
ISBN-13: 978-3453358942
Originaltitel: Season of Salt and Honey
Hanne Hammer (Übersetzer)
€ 9,99

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Süß wie die Liebe, salzig wie das Meer - so schmeckt das Leben, findet Hannah Tunnicliffe.

❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Lesemeinung  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀

Was fühlst du beim Anblick dieser Wäder, ihrer Schwere, ihrer Dichte, ihre gedrängten Ordnung? Wie viel Wahrheit sie enthalten, wie viel Wirklichkeit. Des Lebens Säfte fließen in ihnen. Alles ist Wachstum, Sein und Werden … (Emily Carr, Opposite Contrariers)
Dies ist ein Auszug aus den Worten von Emily Carr zu Beginn von Hannah Tunnicliffe's neuem Buch "Der Geschmack von Salz und Honig". Diese wenigen Sätze beschreiben auf eine ganz besondere Art das Leben der Wälder, Mutter Natur, in all ihrer Pracht.

Die Geschichte handelt von der jungen Francesca, deren Zukünftiger Alex Gardner, Sohn wohlhabender Eltern, bei einem Surfunfall ums Leben kommt. Es beginnt mit den Feierlichkeiten nach der Beerdigung, wo sich die Menschen zusammenfinden, essen, reden … Francescas italienische Verwandtschaft, ihr Vater, nur wo war ihre Schwester Bella?
Francesca wird das alles zu viel und entflieht dem Trubel.  Planlos, so scheint es, fährt sie immer weiter und weiter, bis ein Schild auftaucht, dass ihr den Weg zeigt. Mitten in den Pinienwäldern Washingtons liegt die Hütte der Gardners.
Zitat S. 14
Der Wind flüstert in den Blättern. Die Bäume greifen nach den Sternen und schwanken. Die Sterne glitzern wie Diamanten an ihren Fingern.

Während Francesa hofft, hier zur Ruhe zu kommen, taucht ein kleines Mädchen auf, Huia. Doch auch Francescas Familie sorgt sich um sie. Alex's Bruder Daniel, Menschen der Umgebung, Bella, ihre Schwester, zu der der Kontakt abgebrochen war und nunmehr aufdringlich, so scheint es, vor der Hütte Francesca bewacht. All diese Menschen helfen ihr, den Boden unter den Füßen zurückzubekommen. Doch dann lernt sie bei ihrer Nachbarin Merriem die junge Frau Summer kennen, die sie auch schon auf der Beerdigung von Alex wahrgenommen hatte.

Wer von Hannah Tunnicliffe den Roman "Der Duft von Tee" kennt, war sicherlich gespannt auf ihr neuestes Werk. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive von Francesca. Die Handlung umfasst viele Themen, Trauer, Verlust eines geliebten Menschen, der Schmerz um die Wahrheit, aber es zeigt auch den Familienzusammenhalt. Familie ist ganz, ganz wichtig. Besonders beeindruckend die Beschreibung der Umgebung, die Natur, der Wald, alles so greifbar nahe. Und immer wieder bindet die Autorin Rückblenden der Erinnerung an Alex, was viel erklärt.
Dass auch Alex's Bruder Daniel kein leichtes Leben führt, warum ihre Schwester Bella auf einmal aus ihrem Leben verschwand, all das fügt sich nahtlos in die Geschichte ein. Und dann gibt es noch die besonderen Menschen, wie ihr Vater, Huia und ihr Vater Jack, Merriem, ihre Nachbarin.

Die ergänzenden Rezepte bei einigen Kapiteln fand ich passend, nicht dass sie den Lesefluss störten. So konnte man Part für Part sacken lassen, denn es ist kein leicht-lockeres Buch von der Thematik her, das die Autorin geschrieben hat.
Angetan von ihrem ersten Roman hat mich auch dieses Buch positiv überrascht. Merke, es ist nur meine Lesemeinung, die sich hier wiederspiegelt.

Ende gut - alles gut? Lest selbst und lernt die Familie Caputo kennen und lieben. Es steckt so viel in diesem Buch, ein Lesegenuss. Denn gerade Verlust und Trauer ist ein Thema, vor dem wir gern die Augen verschließen.

Ich gebe sehr gute vier Lesegenuss-Bücher.


❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Buchinfo  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀

Wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe Alex bei einem Unfall. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. Am Boden zerstört, flüchtet sie in eine kleine Holzhütte in den Wäldern von Washington. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen ihr ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in Francescas Herz schleicht.

❀•.Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  Vita  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ.•❀

Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Sie studierte Sozialwissenschaften und lebte danach in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete zunächst in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie heute in Sydney, Australien.

Stimmungsvolle, berührende Geschichte über das Leben und die Liebe

Warum es im Monat Mai so ruhig auf meinem Blog war …


Sieben Posts –  aber es erschrickt mich nicht. In den ganzen vergangenen Jahren gab es nicht einen Monat mit so wenigen Beiträgen.

Warum das so war?  Ich will es euch kurz erklären. Dies ist ein  persönlicher Beitrag.

Bereits Anfang Mai litt ich an einer Durchfallerkrankung. Ganz normal, so dachte ich. Wer kennt das nicht ☺

Doch dann entwickelte sich die Geschichte in einen nicht guten Verlauf. Die Attacken wurden immer schlimmer. Leider hatten die Proben nichts ergeben, was auf irgendwelche Bakterien oder so hinwiesen.
Ich nahm immer mehr ab, war geschwächt, motivationslos. Die Nächte waren kurz – und ganz ehrlich, ich wünsche dies noch nicht mal meinem ärgsten Feind.

Letztendlich bin ich dann kurz vor Pfingsten ins Krankenhaus gekommen. Alles was oben flüssig rein kam, brauchte nur einen Moment, um mich wieder zur Toilette zu treiben.
Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass ich akutes Nierenversagen hatte.
Also es war 5 Minuten vor 12 – wie man so sagt.

Erneute Proben wurden gezogen, und dann ging es ab auf die Intensivstation. Dort wurde mir gesagt, wenn sich die Nieren nicht so erholen, wie gewünscht, müsse man eine Blutwäsche vornehmen. Es wurde ein Zentraler Venenkatheter gelegt, vorsorglich ...

Ich hatte Glück – und die Nieren erholten sich langsam.  Nach einigen Tagen konnte ich zurück auf die Isolationsstation, da man immer noch nicht wusste, was ich habe.

Schließlich kam dann am Donnerstag nach Pfingsten das Ergebnis. Norovirus Infektion.
Toll – wo hatte ich mir das bloß eingefangen? Die Frage bleibt unbeantwortet.

Lesen – tja, ein Buch hatte ich mit. Aber ich war derart geschwächt, müde, ohne Motivation. Da ging nichts. Nun bin ich seit über einer Woche daheim, erhole mich so langsam, kontrolliere immer noch alles. Dieser Virus kann medikamentös nicht behandelt werden. Das muss langsam auskuriert werden.

Ich habe ja in den vergangenen Jahren schon einiges an Operationen hinter mich gebracht, aber dieser Virus hat mich richtig fertig gemacht. Selten habe ich mich so schlapp, schwach gefühlt. Nicht schön.

Nun geht es aber langsam wieder vorwärts. Ich lese wieder mit Vergnügen. Allerdings muss ich einige Bücher noch einmal durch“fliegen“, die ich vor der Krankheit gelesen hatte, um vernünftige Rezensionen zu schreiben.

Das wird dann wohl ein beitragsreicher Monat Juni werden.

Passt auf euch auf!