► Hinweis - Blogposts ◄
Links in meinen Posts kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Diese Info erfolgt aufgrund der DSGVO. Diese können zu anderen Webseiten, sei es Verlags- oder Autorenseiten, Facebook oder andere Blogs führen. Ebenso Coverabbildungen. Mein Blog ist ein Hobbyblog. Von daher erfolgen diese Links ohne jedweden Auftrag oder eine Bezahlung. Ich habe keine Affiliate-Links in meinen Posts eingefügt. Rezensionsexemplare geben meinen persönlichen Leseeindruck wieder. Ich erhalte hierfür kein Geld oder jedweden anderen Obolus. Die Bücher werden gemäß §2 Nr. 5 TMG deklariert bzw. mit Danksagung an den Verlag für das Exemplar.
In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Montag, 1. Mai 2017

| Rezension | Madame Cléo und das grosse kleine Glück ~ Tanja Wekwerth

Tanja Wekwerth
Madame Cléo und das grosse kleine Glück
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (6. März 2017)
304 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959670621
ISBN-13: 978-3959670623
€ 14,00

 Cover - Info -VERLAG








Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Vögel im Käfig sprechen vom Fliegen.
Freie Vögel fliegen.
Aus China

B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
Cléopatre Aglaide Victorine de Pierret-Monchouaris, kurz Cléo genannt, sammelte antike Vogelköfige. Da ihr aber nichts auf der Welt so grausam erschien wie ein eingesperrter Vogel - und die damit verbundene Symbolik -, waren die sieben Käfige unbewohnt geblieben, was mit der Zeit ziemlich langweilig geworden war. Deswegen ... hatte Cléo die Vogelbauer auf den Balkon gebracht, die Türchen abmontiert und Futter hineingestreut...


Seit 1984 lebte Cléo in der Akazienstraße in Berlin. Nach dem Tod ihres Mannes verließ sie Paris, aber ihre Erinnerungen nahm sie mit. Früher war sie mal ein bekanntes Model bei Mademoiselle Chanel gewesen. Und ein Hauch von Chanel No. 5 umgab sie immer. Es gehörte für sie dazu wie die Luft zum Atmen. Alles andere war Vergangenheit. Nur das Jetzt zählte. Dazu auch der tägliche Kampf ums Überleben. Vor allem die angekündigte Mieterhöhrung aufgrund Sanierungsmaßnahmen traf sie hart. Sie hatte nur wenige Nachhilfeschüler in Französisch, die aber die Kosten nicht auffangen konnten. Und das Alleinsein auch nicht. Kurzentschlossen nimmt sie Adamo und seine kleine Tochter Mimi, Magdalena auf, die ihr geliebtes Wohnzimmer beziehen. Adamo war Witwer und wollte in Berlin neu anfangen. Dafür sparte er jeden Cent. Sie kamen zurecht, diese neue Wohngemeinschaft, freundeten sich an und dank Mimi kehrt die Sonne in Cléos Wonung zurück und auch die Einsamkeit hat ein Ende.
Zitat S. 45
Lächelnd schloss Cléo die Augen und empfand … Dankbarkeit. Eine große, allumfassende Dankbarkeit, die wie eine Sonne zu leuchten begann, sich wärmend in ihr ausbreitete und …


Zurch Zufall findet Cléo einen geblümten Rucksack im Wohnzimmer unter Mimis Klappbett; prall gefüllt mit 500-Euro-Scheinen. Nach endlosen Diskussionen wird beschlossen, das Geld zu verschenken. Immer ein 500-Euro-Schein in einen Umschlag mit einem Zettel. Und so wird es gemacht. Mehr dazu nicht, weil es einfach zu viel vom Inhalt und Verlauf der Geschichte verraten würde.
Doch manchmal hat auch das Glück seine Hände im Spiel und so kann der Traum von Cléo in Erfüllung gehen. Sie fliegt mit Adamo und Mimi für ein paar Tage nach Paris. Einmal in ihrem Leben wollte sie noch die Vergangenheit besuchen und dazu gehörte auch der Laden von ‚Coco‘ Chanel. War es ein Wink des Schicksals, die Beharrlichkeit von Mimi, das Geschäft von innen anzuschauen, das Flair zu genießen? Für Cléo wird es ein Schubs, ihre Perspektive zum Leben zu ändern, sich zu öffnen, Neues zu wagen. Ist man mit 70 Jahren schon alt? Ich denke nicht.

Was für eine wunderbare Idee, die Tanja Wekwerth märchenhaft umgesetzt hat und somit anderen Menschen Mut machen sollte, nicht aufzugeben.
Cléo ist eine Romanfigur, die man sofort ins Herz schließt. All ihre Schritte und Taten waren nachvollziehbar, im Gegensatz zu ihrem Untermieter Adamo, der sehr in der Schwarz-Weiß-Einstellung lebte.
Ich bin von dem mitreißenden, zauberhaften Schreibstil ganz begeistert. Alles wird so lebendig beschrieben, so dass man sich in die Geschichte versetzt fühlt und nicht nur in die Geschichte, auch die Handlungsorte umgeben einen bildhaft. Nur wenige Seiten und ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Sympathische Protagonisten, aber auch die Ernsthaftigkeit gewisser Dinge machen das Buch zu einem Lesegenuss.
Mit viel Gefühl erzählt die Autorin eine Geschichte, auf den ersten Blick scheinbar nichts besonderes, doch dann verliert man sich - positiv - in ihren Worten. Die Lebensfreude von der kleinen Mimi, einfach herrlich zu lesen. Ein großes Kompliment an die Autorin, wieviel kluges, tiefsinniges, berührendes sich in diesen 304 Seiten findet.
Der Schreibstil ideenreich - träumerisch. Aber dennoch sprühen die Seiten vor Lebensfreude, zeigen auf, das Leben zu leben und jeden Moment zu genießen. Die Autorin schafft es, direkt das Herz des Lesers zu erreichen.  Auch wenn ich den nachfolgenden Satz schon einmal in einer Rezension geschrieben habe, ich wiederhole ihn hier gern, denn er passt so wunderbar:
Das Buch ist wie eine Mozartkugel, die man langsam genießen muss!
Probiert es aus - für mich ist es ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr und somit gebe ich meine absolute Kauf-/Leseempfehlung!

Jedes Buch ist eine eigene Persönlichkeit.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 



[̲̲̅̅V̲̲̅̅i̲̲̅̅t̲̲̅̅a̲̲̅̅]
Tanja Wekwerth wurde in Berlin geboren. In Paris studierte sie Sprachen, arbeitete in verschiedenen Berufen (u.a. Übersetzerin, Model, Stewardess) und schrieb 1999 ihren ersten Roman. Weitere Veröffentlichungen erfolgten im Droemer Knaur Verlag: "Das Haus der Hebamme", "Esthers Garten", "Mitternachtsmädchen".
"Ein Hummer macht noch keinen Sommer" erschien 2013 bei Goldmann/Random House.
Ihr neuester Roman "Madame Cléo und das große kleine Glück" erscheint im März 2017 als Hardcover bei HarperCollins Germany.
Neben dem Schreiben ist die Fotografie Tanja Wekwerths große Leidenschaft.
Mehr Information unter www.tanjawekwerth.de


B̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅h̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅f̲̲̅̅o̲̲̅̅]

Einst war Madame Cléo ein erfolgreiches Pariser Mannequin, heute kann sie kaum noch ihre Altbauwohnung in Berlin bezahlen. Daher vermietet sie ein Zimmer unter und findet in Adamo und seiner kleinen Tochter Mimi wahre Freunde. Doch die Vergangenheit lässt Madame Cléo, die Grande Dame mit Herz, nicht los. Ein großer, unerfüllter Traum erwacht zu neuem Leben, als Mimi eines Tages eine riesige Summe Geld findet. Madame Cléo hat eine bezaubernde Idee und jede Menge Briefumschläge ...
Ein Roman, der den Duft des Glücks verströmt, von charmanter Sehnsucht und einer Prise Großstadt-Märchen


Dieses Buch spricht eine eigene Sprache.
All meine Sinne und Emotionen wurden berührt.
Im wahrsten Sinne des Wortes märchenhaft.
 

Sonntag, 30. April 2017

| Rezension | Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden ~ Emily Barr

Emily Barr
Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (23. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 384144007X
ISBN-13: 978-3841440075
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Aus dem Englischen von Maria Poets
€ 16,99

Cover - Info - Kauflink
VERLAG





Flora hat kein Gedächtnis und nur eine Erinnerung: 
Und dafür geht sie bis ans Ende der Welt.
❀• Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  •❀
"Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden" sprach mich nicht nur durch das Cover an, sondern auch der Thematik. Es geht um die siebzehnjährige Flora, die eine anterograde Amnesie hat. Alles was wichtig ist, hat sie  notiert, sei es auf dem Arm, in ihrem Erinnerungsbuch und überall finden sich Notizen. Wer kennt sie nicht, die gelben kleinen Zettel, mal mehr, mal weniger. Flora durfte mit ihrer Freundin Paige zu einer Abschiedsparty, obwohl sie von ihrer Mutter behandelt wird wie eine Glucke, die ihr Küken hütet. Dort trifft Flora auf Drake, der sie küsst und diesen Kuss vergißt sie nicht.
Die Ich-Erzählerin Flora schildert die Geschehnisse aus ihrer Sicht und gibt einen tiefen Blick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Ich habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen.
Warum aber gerade dieser eine Kuß von Drake sich bei Flora dermaßen im Gedächtnis festgesetzt hat, war bis zum Ende nicht klar. Man kann nur erahnen bzw. spekulieren. Ist es eine flüchtige Erinnerung an ihren Bruder, der im Endeffekt zum Schluss eine wichtige Rolle in Floras Leben spielt.
Ihren Gedächtnisverlust haben Floras Eltern ihr so erklärt, dass sie mit zehn Jahren bei ihr einen Gehirntumor festgestellt haben und nach der Operation das Gehirn nicht mehr voll funktioniert. Flora wirkt kindlich, obwohl ein Teil ihrer Gedanken reif wirken. Allerdings wird sie von ihrer Mutter noch immer wie ein kleines Kind behandelt, so wie damals halt, wo sie zehn Jahre war. Diese kann und will nicht zulassen, dass ihre Tochter erwachsen wird.
Und dann macht Flora sich auf eine weite Reise in die Arktis. Da war der Junge, Drake, der sie geküßt hatte.
Ich habe Eisbären gesehen schreibe ich auf die Handfläche meiner linken Hand, denn dass ist die einzige Stelle, an der noch Platz ist.
Zitat S. 210


Eine sehr interessante Story mit einer liebenswerten Hauptcharaktere. Das Thema macht nachdenklich und wirft die Frage auf, welche Zukunft hat Flora? Definitiv keine verträumte oder harmlose Geschichte. Flora ist hungrig nach dem Leben und sie stellt sich der Herausforderung, die sie sich selbst vorgegeben hat.
Das Ende bringt Gänsehautmomente, denn damit hatte ich so nicht gerechnet. Ich war berührt, ergriffen …
In diese Geschichte taucht man ein, denn sie lässt einen nicht los.
Bücher hinterlassen Spuren beim Leser, und genau daran erinnern wir uns. Es ist wichtig, einen Weg zu finden, auch wenn man nicht alles kann. Doch zumindest eine Ahnung hat, wo und mit wem er zu finden ist. Sei es wie mit Flora's Tattoo »Flora - Sei mutig!«
Irgendwie habe ich Ebbe und Flut, die Gezeiten, vor Augen gehabt, als sehr schnell klar wurde, da agiert eine Siebzehnjährige wie eine Zehnjährige und umgekehrt. Und doch war da ein Zwischenraum, wie Wellen, die innehielten, die Flut zu stoppen, um den Blick freizugeben auf den Boden, auf das Jetzt.

"Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden" - mein Lesehighlight 2017. 


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 

[̲̲̅̅V̲̲̅̅i̲̲̅̅t̲̲̅̅a̲̲̅̅]

Emily Barr arbeitete lange Zeit begeistert in einer trubeligen Zeitungsredaktion. Manchmal sehnte sie sich jedoch nach einer stillen Ecke, um die Geschichten aufschreiben zu können, die ihr im Kopf rumspukten. Schon als Kind hatte sie nachts immer ihren Vater gehört, der auf seiner alten Schreibmaschine Romane schrieb. Emily lernte dadurch, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man es nur will. Also begann sie selbst mit ihrem ersten Buch. Mittlerweile hat Emily einige Bücher veröffentlicht. ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben sein‹ ist ihr YA-Debüt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Cornwall, England.

*****
Eine außergewöhnliche Geschichte - berührt und macht nachdenklich

Herzlichen Dank an den FISCHER FJB Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Donnerstag, 27. April 2017

| Rezension | All die verborgenen Dinge ~ Sarah Moore Fitzgerald

Sarah Moore Fitzgerald
All die verborgenen Dinge
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (23. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373735197X
ISBN-13: 978-3737351973
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Übersetzt von Adelheid Zöfel
Originaltitel: A very good Chance
€ 14,99

Cover - Info -
VERLAG




Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension



Die Geschichte einer Freundschaft und 
eine poetische Liebeserklärung an das Leben

B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
Ned Buckley und Martin Cassidy kamen mitten im Winterhalbjahr in unsere Klasse, und am Anfang hingen die beiden immer zusammen.



Die Autorin Sarah Moore Fitzgerald hat mit ihrem neuen Roman "All die verborgenen Dinge" wiederum ein Buch für junge Leser geschrieben, in dem ein wichtiges Thema die Freundschaft ist.
Die Ich-Erzählerin Minty schildert die Geschehnisse aus ihrer Sicht, was aber erst nach etlichen Seiten klar wird. Anfangs ist man etwas irritiert, wer erzählt denn da nun die Geschichte. So blickt man in das Gefühls- und Gedankenchaos der Protagonistin, die es nicht einfach hat. Im Laufe der Handlung zeigen sich etliche Passagen, die Minty unausgesprochen lässt.
Die Hauptpersonen sind Miny und Ned, der Neue an der Schule. Eine starke Nebenfigur ist die Lehrerin Serena, die aus der Toskana der Liebe wegen nach Irland gekommen war.
Mintys Eltern trennen sich und das genau rund um ihren Geburtstag, wo der Vater auszieht. Es hatte sich schon eine ganze Weile vorher gezeigt, dass etwas nicht in Ordnung war. Nein, nicht korrekt. Es stimmte nichts mehr im Leben beider. Der Vater hatte eine Neue, jünger als Mintys Mutter. Doch deren Hauptspruch ist, immer fröhlich sein.
Nur - keiner von beiden brachte es zustande, mit Minty über die veränderte Situation vernünftig zu reden.
"Geheimnisse können in einer Familie den Effekt haben, dass du das Gefühl bekommst, jemand tobt in deinem Kopf herum und wirft lauter schwere Gegenstände durch die Gegend."
Zitat S. 40

Minty besucht die Nettleboy Secondary School. Als der Neue, Ned mit Martin in die Klasse kam, wurde er gleich als Außenseiter abgestempelt. Ja, er war anders als alle Mitschüler. Nur in der Lehrerin Serena hatte er eine Fürsprecherin. Ned tat so gut wie nicht, sprach kam und er kam zum Unterricht, wie er wollte.
Druck erzeugt Gegendruck und Trotzreaktionen. Dies zeigt Minty sehr deutlich und sie findet langsam Zufang zu Ned. Seine Liebe, seine Leidenschaft, der Umfang mit Pferden, dies zu sehen, zu erleben, verändert die Charaktere Minty.
Und dann ist da Neds Großmutter, mit der er in einem Wohnwagen am Fluß lebt. Durch sie erfährt Minty, dass Ned für ein Pferderennen trainiert. Es ist ein besonderes Rennen und niemand darf davon erfahren. Es braucht nicht viel Ahnung, um zu sehen, was für ein begnadeter Reiter Ned ist.
"Und ich begann, Seiten an ihm zu verstehen, die anscheinend außer mir noch niemand wahrgenommen hatte. Die verborgenen Seiten. Die Geheimnisse. Den inneren Reichtum."
Zitat S. 61

Schwierig bei diesem wunderbaren Buch nicht allzuviel aus der Handlung zu verraten. Das ganze Buch enthält so wunderbare Sätze, die ich hier en mas aufführen könnte.
Wichtig war, dass die Klasse eines Tages durch Serena erklärt, dass Ned das Talent und den Mut zu einem Palio-Jockey hat. Was es damit auf sich hat, beschreibt die Autorin ganz ausgezeichnet. Ich kannte es nicht, aber ich fühlte, dass es etwas ganz Besonderes war.

Die 240 Seiten zu lesen, die Zeit verging so schnell. Ich war
Da ich von der Autorin schon  "Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" gelesen hatte, war ich neugierig geworden. Das Cover als auch die kurze Inhaltsangabe rundeten den Wunsch ab.

Dies hier ist nur mein Leseeindruck, auch wenn ich versuche, möglichst neutral zu schreiben.
Alles in allem eine rundum gelungene Geschichte, teils mit amüsanten Passagen (mit dem Pferd zur Schule reiten☺) aber auch ernste Themen werden behandelt. Nicht zu intensiv, gerade ausreichend.
Jedes Buch ist ein eigenes Individuum.


 5 Lesegenuss-Bücher  


Zitat S. 51
Allgemein gilt die Theorie, dass Lügen etwas Schlechtes sind. Aber das gilt nicht für alle Lügen. Manchmal brauchen wir sie."

Das Leben ist lang. Du musst dich nicht hetzen, um alles gleichzeitig in den Griff zu bekommen."

Zitat S. 234 

"Und die Pferde - diese wunderbaren Pferde, stark und elegant und ganz auf den Augenblick ausgerichtet -, sie sind unterwegs."
 


Sarah Moore Fitzgerald, geboren 1965 in New York, USA, ist Professorin für Psychologie. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Limerick, Irland, und glaubt ganz fest an die magische Wirkung von Apfelkuchen. Und daran, dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf.


Glück ist (k)ein Wunder
Unten am Fluss liegt das Glück. Genauer gesagt im Wohnwagen am Flussufer. Er ist einer dieser wenigen Orte auf der Welt, wo man sagen kann, was man denkt und sich nicht verstellen muss. Dort wohnt Ned. Er ist neu an Mintys Schule und so ganz anders als alle anderen. Die Mitschüler finden ihn seltsam, wollen nichts mit ihm zu tun haben. Aber Minty ist fasziniert. Ned traut sich, ganz er selbst zu sein, egal, was andere denken. Im Gegensatz zu Mintys Eltern, die sich gerade getrennt haben und so gar nicht sie selbst sind. Durch ihre Freundschaft zu Ned sieht Minty, was so vielen verborgen bleibt: Wir entscheiden selbst, wie wir die Welt sehen. Glück ist kein Wunder, wir haben es selbst in der Hand.
Authentisch, einfühlsam und mit ganz viel Herz.