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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 12. August 2018

(Rezension) "Der Sommer der Wünsche" ~ Debbie Macomber

Gelesen 07/2018
Debbie Macomber
Der Sommer der Wünsche
Blossom-Street-Serie
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (2. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956498178
ISBN-13: 978-3956498176
Originaltitel: Summer on Blossom Street
Anita Sprungk (Übersetzer)
€ 9,99

Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite
© Rechte: Cover / Info - HarperCollins
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!





Aus den vorangegangenen Bänden rund um die Blossom Street und dem Wollgeschäft "A Good Yarn" kennt man Lydia Goetz, die Inhabern. Es ist Sommer und so plant sie dieses Mal einen Strickkurs: Stricken, um loszulassen.
Wie schon zuvor sind es die einzelnen Charaktere, die ihre Geschichte in Kapiteln erzählen. Aber auch bekannte Personen aus den vorangegangenen Büchern tauchen ab und an in der Handlung auf. Wer diese nicht gelesen hat, die Autorin gibt in Kurzform einen Blick auf sie.
Teilnehmer sind dieses Mal Phoebe Rylander, Bryan "Hutch" Hutchinson als auch Alix Turner, die man von Beginn an kennt. Aber auch Lydia spielt eine wichtige Rolle. Denn wie heißt es, Stricken um loszulassen.
Mit ihrem anschaulichen Schreibstil als auch den wunderbar transportierten Gefühlen, den authentischen Figuren war ich ab der ersten Seite dabei. Abwechslungsreich, emotional, gefühlvoll werden genau an den richtigen Stellen Situationen geschildert. Mit den Protagonisten hat die Autorin ihre Ideen gut umgesetzt.
Bei Phoebe Rylander geht es darum, dass sie sich endgültig von ihrem Verlobten Clark getrennt hat. Dies muss nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich passieren. Sein Verhalten war für sie nicht mehr tragbar. Sehr zum Bedauern ihrer Mutter, die meinte, Phoebe müsse ihm erneut die Chance geben, sich zu ändern. Durch den Kurs bei Lydia hofft Phoebe nunmehr, endgültig loszulassen. Doch Clark bleibt hartnäckig.
Bryan "Hutch" Hutchinbson ist seit dem frühen Tod seines Vaters Firmenchef. Sein Tag hat manchmal mehr als zwölf Stunden. Druck und Zeitmangel wirken sich auf seine Gesundheit aus. Außerdem hat er einen schwierigen Prozeß am Hals. Sein Arzt und Freund Dave rät ihm dazu, Stricken zu lernen. Ebenfalls eine Therapiemaßnahme für Bryans kranken Daumen☺ Und genau das setzt er in die Tat um.
Alix Turner wohnt nunmehr mit ihrem Mann Jordan, der Jugendpastor ist, am Rande der Stadt in dem ehemaligen Haus von Großmutter Turner. Sie selbst arbeitet in der Blossom Street im French Cafe. Leider hat sie wieder angefangen zu rauchen, obwohl sie sich nach einem Baby sehnt. Alix will den Kurs nutzen, um endgültig vom Rauchen wegzukommen.
Eine weitere Rolle in diesem Sommer der Wünsche spielt Anne Marie und ihre Adoptivtochter Ellen.
Lydia selbst kann nach zwei Krebserkrankungen keine eigenen Kinder bekommen. Doch der Wunsch nach einem Baby ist da. So beschließen sie und ihr Mann Brad ein Baby zu adoptieren. Natürlich war auch Cody, Brads neunjähriger Sohn aus erster Ehe, mit einbezogen. Dann zieht vorübergehend Casey, ein pupertierendes Mädchen, bei der Familie ein. Diese wird von einer Pflegefamilie in die andere abgeschoben.
Ich könnte jetzt einiges aus dem Buch auseinanderpflücken, unter anderem was den Weg der Adoption oder die der Pflegefamilien betrifft, oder aber auch die Arbeit einer Sozialarbeiterin usw. da halt manches unlogisch und ein bisschen klischeehaft erscheint bzw. geschrieben wurde. Aber warum? . Über kleinere Handlungsschwächen kann man hinweglesen .
Mich hat die Geschichte gut unterhalten. Ich muss nicht immer tief dahinter gucken.
Auch das Cover mit seinen stimmigen Farben, passen zur Gesamtreihe.
Hervorzuheben ist die Geschichte um Casey, denn hier geht es nicht nur um das gegenseitige Vertrauen, sondern auch ums "Loslassen".

"Der Sommer der Wünsche", ein passender Titel, wenn man das Buch gelesen hat. Am Ende gibt es wieder eine Strickanleitung.
Ich liebe die Reihe um "A Good Yarn" - rund um die Blossom Street.

Ӝ̵̨̄Ʒ 4  Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Leichte Unterhaltung - ein Roman mit Höhen & Tiefen

Montag, 6. August 2018

(Rezension) "400 Meilen Liebe" ~ Veronika May

Gelesen 08/2018
Veronika May
400 Meilen Liebe
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Diana Verlag (9. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345335964X
ISBN-13: 978-3453359642
€ 9,99


Informationen zum Buch
Diana Verlag
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© Cover / Info - Diana Verlag





 Ein ungleiches Paar
und eine Reise nach England,
die Herz und Augen öffnet.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Der Roman beginnt mit einem Brief, den Nora an ihren geliebten Harry schreibt. Er endet mit dem Satz, dass sie von heute an jeden Nachmittag auf Ihrer Bank am Hafen auf ihn warten würde …
Harry lebt in Hamburg. Es war an der Zeit sich auf den Weg zu machen. Nora wartete auf ihn.
Marie arbeitet seit dem Ausstieg aus ihrer Band in einem Cafe als Bedienung. Ihr Mann Steven war vor fünf Tagen nach Cornwall gereist, Familienurlaub wie er es nannte. Ohne Marie.
Harry und Marie, beide haben den gleichen Weg. Sie wollen zu ihrer Liebe. Die eine will ihre Ehe retten, der andere den Rest seines Leben endlich sein Glück mit Nora leben.

Die Figur Henry ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Er kommt so authentisch herüber und man merkt schon bald, dass er ein Problem hat. Mit ihm spricht die Autorin das Thema Demenz an. Insofern ist es gut, wenn wieder einmal aufgezeigt wird, was die wesentlichen Dinge im Leben sind. Es gibt kein richtig oder falsch.
Die Erkenntnis zu merken es ist nie zu spät die Person zu sein, die man wirklich ist, dieser Satz steht für Marie!
Unbewußt mit dem ernsten Thema Demenz gab es etliche Situationen der beiden auf ihrem gemeinsamen Weg nach Cornwall, zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken.
Die beiden Protagonisten, schon vom Alter her könnten es Vater und Tochter sein, raufen sich zusammen, erleben groteske Situationen, schließen Freundschaften und vor allem für Marie eine Reise, bei der sie sehr viel Lebensweiseheit erfährt.
Das Cover ist wirklich ganz besonders. Man fährt mit dem Finger über den Prägedruck des Titels, des Autos und spürt gleich eine Verbindung. Mit erging es jedenfalls so.
Die Handlung ist gut geschrieben. Begebt euch auf die Reise mit Harry und Marie. Ihr erfahrt es was mit dem Brief auf sich hat. Nicht nur dass, ebenso gut zu sehen Maries Entwicklung bzw. Ihre Befreiung aus einer Hülle, mit der sie sich umgeben hat.
"400 Meilen Liebe" erhält von mir klare Leseempfehlung.
Du musst die Liebe nicht suchen, sie findet dich.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5  Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar und #Bloggerportal.

Veronika May ist das Pseudonym von Heike Eva Schmidt, die als erfolgreiche Roman- und Fernsehautorin arbeitet. Sie lebt im Süden Deutschlands zwischen Seen und Bergen. Ihre Ideen sprudeln beim Entdecken der Natur oder nachts, wenn sie am Sternenhimmel nach Kassiopeia sucht. Nach Der Duft von Eisblumen ist 400 Meilen Liebe ihr zweiter Roman im Diana Verlag.

Die 30-jährige Marie und der exzentrische Endfünfziger Harry haben auf den ersten Blick nichts gemein – bis auf ihren Liebeskummer. Während Marie nach Cornwall will, weil sie Angst hat, ihren Mann Steven und den Kampf um ihre Ehe zu verlieren, hofft Harry dort seine große Liebe Nora wiederfinden.
Als Marie ihn auf dem Weg zur Fähre beinahe mit dem Auto umfährt, beginnt für das ungleiche Gespann eine Reise quer durch England.
Die Erkenntnis, dass Liebe manchmal blind macht und dass Vergessen gnädiger sein kann als die Erinnerung, wird ihrer beider Leben für immer verändern.


Wenn Gestern dein Heute ist

Sonntag, 5. August 2018

(Rezension) "Die Fremde aus dem Eis" ~ René Barjavel

Gelesen 07/2018

Rene Barjavel
Die Fremde aus dem Eis
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426503352
ISBN-13: 978-3426503355
Originaltitel: La nuit des temps
Nora Schreiber (Übersetzer)


Die Verlinkung geht zu Amazon, da es beim Verlag nicht mehr sichtbar ist.
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Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang
Meine Geliebte, meine Verlassene, meine Verlorene, ich habe Dich dort unten auf dem Grund der Welt zurückgelassen und bin in mein Großstadtzimmer zurückgekehrt; …

Die Geschichte führt in eine Vergangenheit der Menschheit, Jahrtausende zurück  - und Gegenwart. Irgendwann vor Jahrzehnten finden Forscher in der Antarktis in den gefrorenen Tiefen zwei Menschen, eine Frau und einen Mann. Aus welchen Gründen auch immer, das mag hier nicht verraten werden, erwecken sie die Frau zum Leben und erfahren etwas, was sie nie geglaubt hätten und erschüttert.
Dass das Buch eine Liebesgeschichte sein soll, kann man sich anfänglich schwer vorstellen. Ein schwieriger Start, weshalb ich das Buch vor einigen Jahren schon einmal beiseite gelegt hatte. Nun Zeiten ändern sich, so auch das Leseverhalten.
Die Forscher erfahren, dass die Frau Elea heißt und zu den Menschen gehört, die die Erde bewohnt hatten - bis zum Tag X. Zum Forscherteam gehört auch Simon.
Zitat S. 9
Er kann nicht mehr schlafen, er kann nicht mehr weinen, er kann nicht vergessen, es ist einfach unmöglich …

Der Roman um die Fremde aus dem Eis ist anfänglich wie schon gesagt nicht leicht zu lesen, doch es hat mich fasziniert und letztendlich habe ich es in einem Rutsch gelesen. Wenn man bedenkt, dass es im Original 1968 erschienen ist, ist dies eine echte Buchperle.
Eine Liebesgeschichte ohne Happy End? Ja, manchmal ist es halt so. dass der oder die einen Weg ohne den anderen gehen müssen.

Sehr schön und interessant geschrieben
Ӝ̵̨̄Ʒ 5  Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Einst existierte eine Welt, in der Mann und Frau des anderen Gegenstück und Ergänzung waren. Doch schon damals drohte die Menschheit sich selbst zu zerstören, und die schöne Elea musste eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Jahrtausende später entdeckt ein internationales Forschungsteam unter dem ewigen Eis des Südpols einen im Flug erstarrten Vogel. Die Forscher bohren tiefer und finden zwei Menschen im Kälteschlaf. Als Simon Elea zum ersten Mal erblickt, ahnt er, dass für ihn nichts je wieder so sein wird, wie es war ...

Der französische Kultautor endlich in neuer Übersetzung: René Barjavels Romane gehören zu den modernen Klassikern der französischen Literatur.

Gefangen in der Zeit - kein Buch von der Stange
Das Ende im Eis