Charlotte Roth
Als der Himmel uns gehörte
"Wir rennen dem Himmel die Tür ein. Und keiner hält uns auf."
London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.
Klappenbroschur, Knaur TB || 01.04.2015, 608 S.
ISBN: 978-3-426-51664-5 ||€ 9,99
Gelesen 04/2019
Buchanfang
"In dem Park, durch den Jennifer schon als Kind gelaufen war, erkannte sie noch immer kein Mensch. Langstreckenläuferinnen waren schließlich keine Tennisstars, und die paar Erfolge, die sie errungen hatte, rissen niemanden vom Hocker." …
Mein Leseeindruck
Handlungsort zu Beginn des Romans ist London. Man schreibt das Jahr 2011. Jeden Morgen absolviert dort im Park Jennifer ihre Lauftrainingseinheiten. Ihr Ziel, nein ihr Traum ist es, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Wenn da nur nicht immer ihre Panikattacken wären. Als sie eines Morgens von einem ihr fremden Mann angesprochen wird, der sie auf die Ähnlichkeit mit Alberta Bernhard anspricht und gleichzeitig ihr neuer Trainer werden will, beginnt die Geschichte interessant zu werden. Alberta Bernhardt ist Jennifers Urgroßmutter und fast einhundert Jahre alt. Sie war aus Deutschland, der Nachname Bernhard ihr Mädchenname. Sie lebte sehr zurückgezogen auf dem Sitz in Buckinghamshire. In einem Gespräch mit ihrer Mutter weist diese Jennifer darauf hin, wenn sie Fragen beantwortet haben möchte, möge sie sich bitte direkt an die Grandma wenden. Eben auch wie sie zu ihrer Stiftung für den Behindertensport gekommen sei.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. In der Vergangenheit führt es zurück nach Deutschland, zu den Anfängen der dunkelsten Geschichte des Landes und am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gegenwart wird von Jennifer erzählt. Beeindruckend, wie die Autorin die Zeitgeschichte der Olympischen Spiele 1936, all das davor zu einer Handlung verarbeitet hat. Wieder einmal wird verdeutlicht, wie sehr diese Spiele 1936 zu Propagandazwecken missbraucht wurden.
Zitat S. 522
"Pferde ermorden niemanden. Pferde zetteln keinen Krieg an. Pferde legen keinen Wert darauf, durch ein Olympiastadion zu hüpfen, aber ehe sie sich zanken, tun sie sogar das."
Die Handlung um Alberta und ihrer Familie, ein Stück deutsche Geschichte, dann die Thematik Olympische Spiele, sind in diesem Roman gut zusammengeführt. Gerade der Blick auf die heutige Zeit ist aktueller denn je.
Ein Roman, der meine Leseempfehlung erhält.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Ein ansprechender Roman mit Tiefgang
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Donnerstag, 18. April 2019
Mittwoch, 17. April 2019
(Rezension) "Wir sehen uns unter den Linden" ~ Charlotte Roth
Eines Tages werden wir frei sein …
Charlotte Roth
Wir sehen uns unter den Linden
Ein aufwühlender Roman über den Mauerbau, das Leben in der jungen DDR und über zerrissene Familien und Freundschaften von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth
Berlin nach dem 2. Weltkrieg.
Von ihrem geliebten Vater Volker, einem Lehrer, hat Susanne gelernt, an den Sozialismus zu glauben. Ohne je das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren, hat er gegen das Naziregime gekämpft – und wurde vor den Augen seiner sechzehnjährigen Tochter kurz vor Kriegsende erschossen. Nie hat Susanne dieses Erlebnis vergessen, das sie für ihr Leben geprägt hat.. Um das Vermächtnis des Vaters zu erfüllen, widmet sich Susanne von ganzem Herzen dem Aufbau eines besseren Deutschland.
Erst als sie den lebenslustigen Koch Kelmi kennen- und liebenlernt, beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Zu tief jedoch ist der Glaube an den Sozialismus im Osten Deutschlands in ihr verwurzelt, zu stark das Band, das sie mit dem toten Vater verbindet.
Dann kommt der 13. August, und plötzlich verstellt die Mauer Susanne jegliche Möglichkeit einer Alternative …
Verlag: Knaur TB (1. April 2019) || Broschiert: 528 Seiten
ISBN-13: 978-3426522356 || € 9,99
gelesen 04/2019
Mein Leseeindruck
Man schreibt das Jahr 1945. In einer Wohnung in der Adalbertstraße in Berlin. Hier waren sie eine Familie gewesen und gücklich miteinander. Bis … ja bis die Geschichte vom Goldlöckchen und den drei Bären in gewisser Weise Realität wird. Sie hatten als Familie so glücklich hier gelebt, Vater, Mutter und Kind. Genau wie in der Geschichte. Bis dann da das Böse kam..... Der Anfang zum Ende einer gklücklichen Familie.
"Wir sehen uns unter den Linden" ist der neue Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Aufgegliedert in acht Teile beginnt es im April 1928 und endet im Juni 1961.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt Berlin geteilt. Der Osten ist vom Sozialismus geprägt. Die junge Susanne gehört mit zu denjenigen, die alles dafür tun, um den neuen Staadt mit aufzubauen. Als sie den jungen Mann aus dem Westen der Stadt trifft, entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte. Doch konnte diese Bestand haben? Ost und West? Wie unterschiedlich sie lebten, zeigte sich immer wieder bei den Treffen mit ihm "Unter den Linden".
Doch zunehmend verschärft sich die politische Situation der Stadt Berlin, die dem Viermächte-Status unterlag. Es war ja bekannt, dass die Sowjetunion diesen Status in Frage stellte.
Kelmi, so hieß der junge Mann, war ein exzellenter Koch, was er immer wieder unter Beweis stellte. Die Lage der Stadt, die Zeichen der Zeit erkannt, eröffnet er aber nicht wie vorgehabt im Ostteil, sondern im Westen Berlins ein Restaurant.
***
"Wir sehen uns unter den Linden" ist ein Roman, den ich in gewisser Weise mit in ein Stück Leben meinerseits einbeziehe.
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961. Nur wenige Tage zuvor waren meine Eltern, mein Bruder und ich von einem Familienbesuch aus dem Ostsektor Berlins wieder zurück nach Niedersachsen gefahren. Mein Onkel hatte darauf bestanden mit dem Hinweis, es wäre zu unserer Sicherheit. Irgendwann später habe ich erfahren, dass da Insiderkenntnisse vorlagen. Berlin-Friedrichstraße, der lange Kacheltunnel, durch den man gehen musste, dieses mulmige Gefühl im Bauch, das einen erst verließ, wenn man "draußen" war. Gerade erst im vorletzten Jahr hat mir meine Mutter die Geschichte ihrer Schwester erzählt, die in den 80iger Jahren von Ost- nach West-Berlin umgezogen ist. Sie selbst hatte mitgewirkt, mit dem Auto drüben gewesen. Im Nachlass fanden sich die seitenlangen Auflistungen, was ausgeführt wurde. Und sie musste ebenso als erste Station ins Notaufnahmelager Marienfelde, weil es hier die Genehmigungsunterlagen für den Aufenthalt im Westen gab. Ich bin viele Jahre als Kind bzw. Heranwachsende jeweils in den Ferien im Ostteil der Stadt gewesen, habe miterlebt, wie meine Cousinen FDJlerinnen wurden, geprägt vom Staat, Sozialismus.
***
Der vorliegende Roman umfasst ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands. Auch wenn ich im Westen aufgewachsen bin, habe ich mein Leben lang hinter die Mauer, auch nach dem Mauerfall. Die Verwandtschaft lebte halt dort.
Diesen Roman zu rezensieren habe ich sehr lange vor mich hergeschoben. Es hat ziemlich viele Erinnerungen in mir wachgerufen, denn irgendwie ist es selbst ein Stück Geschichte von Mir, meiner Familie, meiner Verwandtschaft – irgendwie. Es ist ein Buch, was mich von Beginn an wirklich gefesselt hat. Es berührt und ist absolut lesenswert
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Bewegende Familiensaga - ein Stück Zeitgeschichte
Charlotte Roth
Wir sehen uns unter den Linden
Ein aufwühlender Roman über den Mauerbau, das Leben in der jungen DDR und über zerrissene Familien und Freundschaften von der Bestseller-Autorin Charlotte Roth
Berlin nach dem 2. Weltkrieg.
Von ihrem geliebten Vater Volker, einem Lehrer, hat Susanne gelernt, an den Sozialismus zu glauben. Ohne je das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren, hat er gegen das Naziregime gekämpft – und wurde vor den Augen seiner sechzehnjährigen Tochter kurz vor Kriegsende erschossen. Nie hat Susanne dieses Erlebnis vergessen, das sie für ihr Leben geprägt hat.. Um das Vermächtnis des Vaters zu erfüllen, widmet sich Susanne von ganzem Herzen dem Aufbau eines besseren Deutschland.
Erst als sie den lebenslustigen Koch Kelmi kennen- und liebenlernt, beginnt sie allmählich zu begreifen, was um sie herum passiert. Zu tief jedoch ist der Glaube an den Sozialismus im Osten Deutschlands in ihr verwurzelt, zu stark das Band, das sie mit dem toten Vater verbindet.
Dann kommt der 13. August, und plötzlich verstellt die Mauer Susanne jegliche Möglichkeit einer Alternative …
Verlag: Knaur TB (1. April 2019) || Broschiert: 528 Seiten
ISBN-13: 978-3426522356 || € 9,99
gelesen 04/2019
Mein Leseeindruck
Man schreibt das Jahr 1945. In einer Wohnung in der Adalbertstraße in Berlin. Hier waren sie eine Familie gewesen und gücklich miteinander. Bis … ja bis die Geschichte vom Goldlöckchen und den drei Bären in gewisser Weise Realität wird. Sie hatten als Familie so glücklich hier gelebt, Vater, Mutter und Kind. Genau wie in der Geschichte. Bis dann da das Böse kam..... Der Anfang zum Ende einer gklücklichen Familie.
"Wir sehen uns unter den Linden" ist der neue Roman aus der Feder von Charlotte Roth. Aufgegliedert in acht Teile beginnt es im April 1928 und endet im Juni 1961.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt Berlin geteilt. Der Osten ist vom Sozialismus geprägt. Die junge Susanne gehört mit zu denjenigen, die alles dafür tun, um den neuen Staadt mit aufzubauen. Als sie den jungen Mann aus dem Westen der Stadt trifft, entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte. Doch konnte diese Bestand haben? Ost und West? Wie unterschiedlich sie lebten, zeigte sich immer wieder bei den Treffen mit ihm "Unter den Linden".
Doch zunehmend verschärft sich die politische Situation der Stadt Berlin, die dem Viermächte-Status unterlag. Es war ja bekannt, dass die Sowjetunion diesen Status in Frage stellte.
Kelmi, so hieß der junge Mann, war ein exzellenter Koch, was er immer wieder unter Beweis stellte. Die Lage der Stadt, die Zeichen der Zeit erkannt, eröffnet er aber nicht wie vorgehabt im Ostteil, sondern im Westen Berlins ein Restaurant.
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"Wir sehen uns unter den Linden" ist ein Roman, den ich in gewisser Weise mit in ein Stück Leben meinerseits einbeziehe.
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961. Nur wenige Tage zuvor waren meine Eltern, mein Bruder und ich von einem Familienbesuch aus dem Ostsektor Berlins wieder zurück nach Niedersachsen gefahren. Mein Onkel hatte darauf bestanden mit dem Hinweis, es wäre zu unserer Sicherheit. Irgendwann später habe ich erfahren, dass da Insiderkenntnisse vorlagen. Berlin-Friedrichstraße, der lange Kacheltunnel, durch den man gehen musste, dieses mulmige Gefühl im Bauch, das einen erst verließ, wenn man "draußen" war. Gerade erst im vorletzten Jahr hat mir meine Mutter die Geschichte ihrer Schwester erzählt, die in den 80iger Jahren von Ost- nach West-Berlin umgezogen ist. Sie selbst hatte mitgewirkt, mit dem Auto drüben gewesen. Im Nachlass fanden sich die seitenlangen Auflistungen, was ausgeführt wurde. Und sie musste ebenso als erste Station ins Notaufnahmelager Marienfelde, weil es hier die Genehmigungsunterlagen für den Aufenthalt im Westen gab. Ich bin viele Jahre als Kind bzw. Heranwachsende jeweils in den Ferien im Ostteil der Stadt gewesen, habe miterlebt, wie meine Cousinen FDJlerinnen wurden, geprägt vom Staat, Sozialismus.
***
Der vorliegende Roman umfasst ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands. Auch wenn ich im Westen aufgewachsen bin, habe ich mein Leben lang hinter die Mauer, auch nach dem Mauerfall. Die Verwandtschaft lebte halt dort.
Diesen Roman zu rezensieren habe ich sehr lange vor mich hergeschoben. Es hat ziemlich viele Erinnerungen in mir wachgerufen, denn irgendwie ist es selbst ein Stück Geschichte von Mir, meiner Familie, meiner Verwandtschaft – irgendwie. Es ist ein Buch, was mich von Beginn an wirklich gefesselt hat. Es berührt und ist absolut lesenswert
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Bewegende Familiensaga - ein Stück Zeitgeschichte
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Sonntag, 14. April 2019
(Rezension) "Madame Piaf und das Lied der Liebe" ~ Michelle Marly
Michelle Marly
Madame Piaf und das Lied der Liebe
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1. (15. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746634814
€ 12,99
"Sie musste singen, um Liebe zu erfahren."
Zitat S. 16
Das Glück muss man mit Tränen bezahlen.“ Édith Piaf.
Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.
Édith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten
Mein Leseeindruck
Wer den Namen von Édith Piaf hört, hat ein Bild vor Augen von einer kleinen Frau mit einer unvergleichlichen Stimme. Und natürlich ihre Lieber wie „La vie en rose“ oder „No, je ne regette rien“. Es mag aber sein, das dies wohl eher eine der älteren Generation betrifft. Der neue Roman von der Autorin Michelle Marly "Madame Piaf und das Lied der Liebe" zeigt die Piaf über einen gewissen Zeitraum, nicht ihr gesamtes Leben. Eine Édith Piaf, die mir so bisher nicht bekannt war. Ihre Kindheit, ihr Werden fließt in Absätzen in die Handlung ein. Als ihr der Sänger Yves Montand vorgestellt wird, kann sie für den ersten Moment eine Zusammenarbeit nicht vorstellen. Doch dann erkennt sie sein Potential, formt ihn zu einem Star. Und sie verlieben sich ineinander. Schon bald hat sie eine Melodie im Kopf für ein Lied, was ihre Liebe zueinander bedeutet. Doch erst nach dem Ende der Liebe wird es ein Welthit. Wie außergewöhnlich die Liebe der beiden war, das mussten selbst die Liebhaber der Piaf feststellen. Dies beschreibt die Autorin in gefühlsmäßig ausdrucksstarken Szenen. Bei ihm erfährt die Piaf was sie nie zuvor kennengelernt hatte: Geborgenheit, Familie und letztendlich wollte Yves Montand sie sogar heiraten.
Handlungsort ist hauptsächlich Paris. An der Seite von Édith Piaf ist seit einigen Jahren Simone Bertaut. Edith sang, verdiente Geld und gab es ganz schnell wieder aus. Zum Ende der Besetzung der Deutschen muss Edith sogar ihre Unschuld als Kollaborateurin beweisen. Denn es droht ihr ein Auftrittsverbot.
Zur Handlung selbst muss ich sagen, dass es die Autorin dem Leser leicht macht, in die Geschichte einzusteigen. Man ist bis zur letzten Seite gefesselt von dem Stoff. Für zeitgeschichtlich interessierte Leser kann ich diesen Roman nur empfehlen.
Dieser Roman zeigt sehr beeindruckend, über den genannten Zeitraum, wieviel ein Mensch erleben kann. Wieviel Kraft ihr das Singen gab. Es ist ebenso ein Roman, der mich gedanklich noch eine Zeitlang begleiten wird. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht. Lesegenuss pur.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Persönlicher Nachtrag: Fast zeitgleich habe ich den anderen Roman von der Autorin gelesen: "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe". Das Buch hatte ich mir bei einer Lesung der Autorin in Stade gekauft und dankbar für die Signierung. Hierzu folgt demnächst eine Rezension.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Ein Stück Zeitgeschichte in einer hochinteressanten Story verpackt.
Ein Buch, das unter die Haut geht.
Madame Piaf und das Lied der Liebe
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1. (15. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746634814
€ 12,99
"Sie musste singen, um Liebe zu erfahren."
Zitat S. 16
Das Glück muss man mit Tränen bezahlen.“ Édith Piaf.
Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.
Édith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten
Mein Leseeindruck
Wer den Namen von Édith Piaf hört, hat ein Bild vor Augen von einer kleinen Frau mit einer unvergleichlichen Stimme. Und natürlich ihre Lieber wie „La vie en rose“ oder „No, je ne regette rien“. Es mag aber sein, das dies wohl eher eine der älteren Generation betrifft. Der neue Roman von der Autorin Michelle Marly "Madame Piaf und das Lied der Liebe" zeigt die Piaf über einen gewissen Zeitraum, nicht ihr gesamtes Leben. Eine Édith Piaf, die mir so bisher nicht bekannt war. Ihre Kindheit, ihr Werden fließt in Absätzen in die Handlung ein. Als ihr der Sänger Yves Montand vorgestellt wird, kann sie für den ersten Moment eine Zusammenarbeit nicht vorstellen. Doch dann erkennt sie sein Potential, formt ihn zu einem Star. Und sie verlieben sich ineinander. Schon bald hat sie eine Melodie im Kopf für ein Lied, was ihre Liebe zueinander bedeutet. Doch erst nach dem Ende der Liebe wird es ein Welthit. Wie außergewöhnlich die Liebe der beiden war, das mussten selbst die Liebhaber der Piaf feststellen. Dies beschreibt die Autorin in gefühlsmäßig ausdrucksstarken Szenen. Bei ihm erfährt die Piaf was sie nie zuvor kennengelernt hatte: Geborgenheit, Familie und letztendlich wollte Yves Montand sie sogar heiraten.
Handlungsort ist hauptsächlich Paris. An der Seite von Édith Piaf ist seit einigen Jahren Simone Bertaut. Edith sang, verdiente Geld und gab es ganz schnell wieder aus. Zum Ende der Besetzung der Deutschen muss Edith sogar ihre Unschuld als Kollaborateurin beweisen. Denn es droht ihr ein Auftrittsverbot.
Zur Handlung selbst muss ich sagen, dass es die Autorin dem Leser leicht macht, in die Geschichte einzusteigen. Man ist bis zur letzten Seite gefesselt von dem Stoff. Für zeitgeschichtlich interessierte Leser kann ich diesen Roman nur empfehlen.
Dieser Roman zeigt sehr beeindruckend, über den genannten Zeitraum, wieviel ein Mensch erleben kann. Wieviel Kraft ihr das Singen gab. Es ist ebenso ein Roman, der mich gedanklich noch eine Zeitlang begleiten wird. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht. Lesegenuss pur.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Persönlicher Nachtrag: Fast zeitgleich habe ich den anderen Roman von der Autorin gelesen: "Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe". Das Buch hatte ich mir bei einer Lesung der Autorin in Stade gekauft und dankbar für die Signierung. Hierzu folgt demnächst eine Rezension.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars.
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Michelle Marly
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