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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Dienstag, 27. August 2019

(Rezension) Inselküsse ~ Evelyn Kühne

Sonne, Meer und Rügen

Evelyn Kühne || Inselküsse - Ein Ostseeroman
TB 328 S. || Verlag: Forever; Auflage: 1. (26. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3958183780 || € 14,00
Gelesen 08/2019

Mein Leseeindruck:

In Berlin lebt die 43-jährige Marie mit der vierzehnjährigen Tochter und den neunjährigen Zwillingen Til und Ole. Das Mietshaus, in dem sie leben, war wie eine Oase in der Großstadt. Doch seit längerer Zeit wurden die Mieter mehr den je den Schikanen durch Sanierungsarbeiten ausgesetzt. Das Haus hatte  seit einiger Zeit einen neuen Besitzer und es sprach viel dafür, dass er die "alten" Mieter los werden wollte. Denn das nach der Sanierung eine deftige Mieterhöhung kommen würde, war allen klar. Ausgerechnet heute, wo Marie einen wichtigen Termin hat, war mal wieder das Wasser ausgefallen. Marie war Töpferin und kommt so gut es geht damit über den Monat. Mal abgesehen von den Unterhaltszahlungen für die Jungs, die pünktlich von deren Vater kamen, hatte sie immer wieder Probleme mit Karos Vater. Nun schien Licht am Horizont, denn sie traf Susanne, deren Vater eine Hotelkette besaß. Diese hatte ihre Keramiken auf einem Kunstmarkt gesehen und war davon angetan. In dem Haus lebte auch die achtundsiebzigjährige Ruth. Marie kümmerte sich um die alleinstehende Dame so gut es eben ging.
Marie erhält den Auftrag für die Keramiksachen. Diese sind für das Hotel auf Rügen bestimmt. Doch bei all dem Glück folgt das Pech sofort, als Marie zu ihrer Werkstatt fährt. Diese Baracke lag in einem Hinterhof. Hier war alles baupolizeilich abgesperrt, denn die Decke im Eingangsbereich war heruntergekommen. Sie durfte die Werkstatt nicht betreten, geschweige darin arbeiten. Und daheim ging das Übel weiter. In einem Schreiben wurde mitgeteilt, dass für etliche Wochen das Wasser abgestellt werde und ebenso, was die Wohnung nach der Sanierung koste. Das war zu viel für Marie.
Auftrag weg, neue Wohnung suchen, keinen Job, kein Geld. Ruth ist eine gute Zuhörerin und bei Nennung des Ortes auf Rügen wo das Hotel steht, holen sie Erinnerungen ein. Mitten in der Nacht geht sie zu Marie und erzählt ihr, dass sie ein Haus  geerbt habe. Sie sei die letzte von den noch lebenden Erben. Sie zeigt Marie Fotos und alles wäre so perfekt, dass sie dort eine Töpferwerkstatt einrichten könnte. Ein riesengroßes Haus mit Anbau und und und … Nur - es war auf Rügen und nicht in Berlin.
Alle Bedenken beiseite geschoben, angucken kostet nichts und so würden sie alle zusammen mit Ruth für zwei Wochen nach Rügen fahren. In einer Woche waren eh Sommerferien und die Pläne, dass Karo mit ihrem Vater verreisen würde, hatten keinen Bestand.
Ich lese gern Familiengeschichten zwischen all den anderen, was mich so lesetechnisch interessiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die aber wirklich nur dem für mich unmöglichen Font (Schrift) zuzuschreiben waren, war ich angetan von den herzlich und natürlich dargestellten Charakteren. Es mag sein, dass man den Verlauf der Geschichte erahnen kann, aber die Autorin hat ein paar Fallstricke für den durchlaufend roten Faden eingebaut und geschickt gelöst. Und so bleibt das Buch bis zum Ende lesenswert.
Evelyn Kühne hat hier eine schöne Stimmung der Landschaft und der Menschen erzeugt. Und obwohl ich erst einmal auf Rügen Urlaub gemacht habe, hat mich das wiederum sehr angesprochen.
Insgesamt hat mir der Roman "Inselküsse" von Evelyn Kühne gut gefallen. Es bietet einfache als auch entspannende Unterhaltung und so habe ich diese Lesereise genossen. Für mich war es der erste Roman der Autorin, aber ich werde sicherlich noch auf weitere zurückgreifen.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung   Verlag Forever Ullstein
Vielen Dank an Literaturtest   für das Rezensionsexemplar

Glück auf Rügen
Entspannende Unterhaltung - ein Buch für das "Urlaub zu Hause"-Gefühl

 Lohme aufgenommen 09/2011
¤ Foto Hannelore Kühlcke

Sonntag, 25. August 2019

Der Duft von Apfeltarte ~ Julie Leuze (Rezension)

Auf einer Apfelplantage in der Normandie findet die Pariserin Camille ihr Glück.

Als ihre Mutter erkrankt, muss die junge Pariserin Camille auf den elterlichen Apfelhof in der Normandie zurückkehren. Dort heißt es kräftig mitanpacken – es ist ja nur für sechs Wochen, wie Camille sich sagt. Doch die Arbeit bereitet ihr unerwartet Freude. Schließlich hat sie sogar die Idee, wieder eigenen Cidre herzustellen wie zu Lebzeiten ihres Vaters. Und dann ist da noch dieser attraktive Feriengast aus Paris: Antoine sieht nicht nur gut aus, er kann auch gut zuhören! Doch als der wahre Grund für Antoines einfühlsames Interesse herauskommt, fühlt sich Camille verraten und ist zutiefst enttäuscht. Ist ihre Liebe stark genug, um Antoine diesen Vertrauensbruch zu verzeihen


Julie Leuze || Der Duft von Apfeltarte || TB 336 S.
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Originalausgabe (15. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3442489152 || € 10,00
Gelesen 08/2019

Mein Leseeindruck:

Mein Leseeindruck:
Die 32-jährige Camille Rosiére arbeitet in einem Reisebüro in Paris. Seit nunmehr vierzehn Jahren lebt sie in dieser Stadt, hat zwei wunderbare Freundinnen, Geneviéve und Céline. Glückwar sie allerdings in ihrem Job nicht, doch es blieb ihr keine andere Wahl. Nach einem unangenehmen Arbeitstsag geht sie noch schnell bei Madame Dubois vorbei, die einen Feinkostladen besaß. Eine Besitzerin mit Herz. Ganz zum Schluss kauft sie noch einen Cidre. Vorahnung?
Jahrelang war dieser auf dem Hof daheim in der Normandie produziert. Doch als der Vater vor Jahren verstarb, wurde die eigene Produktion eingestellt und die Mutter gab die Äpfel an einen Konzern ab. Und genau an diesem Abend erreicht sie ein Hilferuf der Mutter, die sie nunmehr bittet für die nächsten sechs Wochen auszuhelfen. Krankheitsbedingt würde sie die viele Arbeit nicht schaffen. Vert-le-Coin hieß der kleine Ort und inmitten weitläufiger Apfelplantagen lag das Zuhause von Jeanne, Camilles Mutter. Es war einfach zu viel Arbeit, und dennoch gab sie nicht auf. Es war nunmehr gut drei Jahre her, dass Camile dort war. Zur Beerdigung ihres Vaters. Kontakt zu früheren Freundschaften hatte sie nicht mehr, auch nicht zu ihrer Schulfreundin Sandrine. Das Nachhausekommen belastete Camille, denn zwischen ihr und der Mutter stand es nicht zum besten. Streit war wie gehabt vorprogrammiert. Auch der Feriengast, der für einige Wochen auf dem Hof weilt und in dem ehemaligen Taubenturm, den der Vater noch zu einem Feriendomizil umgebaut hatte, konnte nichts daran ändern. Monsieur Oliver war ein gutaussehender Mann. Doch weshalb er sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, lässt er offen.
Der Autorin ist es gut gelungen, die Landschaft bzw. die Gegend dem Leser bildhaft vor Augen zu führen. Alle Charaktere sind gut in Szene gesetzt und wirken ziemlich authentisch. So kann man sich gut in sie hineinversetzen. Es mag sein, dass die beiden Frauen zeitweise sehr starrköpfig vorkommen, dennoch klärt sich dies im Lauf der Handlung. Wie sagt ein Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Nicht immer ist diese Alltagsweisheit richtig. Man sollte eher sagen: Schweige, so viel du kannst, aber rede, so viel du musst.
Über den jeweiligen Kapiteln steht  der Name der handelnden Person. Von der Autorin selbst kannte ich nur "Ein Garten voller Sommerkräuter", der mir sehr gut gefallen hat. Der vorliegende Roman greift Themen wie Verantwortung, Verlust, Freundschaft auf. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend. Und man sieht wie auch bei dem vorgenannten Roman auch hier Titel und Name des Autors in Form eines Anhängers. Das ist für mich ein gewisser Wiedererkennungswert für den Autor bzw. Autorin.

"Der Duft von Apfeltarte" ist ein ansprechender, lesenswerter Frauenroman. Zurück zu den Wurzeln, zurück zu dem was einem mit viel Liebe vermittelt wurde. Und wie sich Mutter und Tochter  in der Geschichte langsam aneinander wieder näherkommen ist sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert. Letztendlich findet Camille ihren Weg und genau das hatte ich gehofft. Ganz zum Schluss gibt es noch einige Rezepte zum Nachkochen. Nur das habe ich bislang noch nicht versucht ☺
Ich gebe sehr gern meine Leseempfehlung.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Goldmann Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar

Zuhause ist wo dein Herz sich daheim fühlt

Samstag, 24. August 2019

Karneval im Zoo ~ Sophie Schoenwald [Kinderbuch-Rezension)

Schweinhorn, Elefummel, Girafant - was zum Kuckuck ist hier bloß los?

Im Zoo wimmelt es von lauter merkwürdigen Wesen: Heute feiern die Tiere nämlich Karneval! Affen, Nilpferde, Zebras - alle haben sich verkleidet. Aber wer ist nun wer?
Zoodirektor Ungestüm steht vor einem Rätsel und bittet seinen Freund Ignaz Pfefferminz Igel um Hilfe. Denn bald schon öffnet der Zoo seine Tore, und bis dahin muss das Geheimnis gelöst sein!

Sophie Schoenwald || Karneval im Zoo (Ignaz Igel, Band 2)
Geb. Ausgabe 32 S. ||   Verlag: Boje; Auflage: 1. Aufl. 2019 (31. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3414825438
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 6 Jahre || € 12,90
Gelesen 08/2019

Was für ein schöner Morgen!
Mit diesem Satz beginnt das 32 Seiten umfassende Kinder-Bilderbuch "Karneval im Zoo". Es erzählt die Geschichte der Zootiere, die sich verkleidet haben und einmal Karneval feiern wollten. Die Entdeckung macht der Zoodirektor am frühen Morgen, der gerade mit seinem Freund Ignaz Pfefferminz Igel beim Frühstück saß. Der Schreck war groß, denn bald würden die Besucher kommen und was würden sie hier vorfinden ☺ Nun galt  es das Durcheinander zu regeln. Denn wenn eine Giraffe sich als Elefant verkleidet und dann von sich behauptet, sie sei ein Girafant …
Ich habe das Buch vor kurzem den Enkelkindern vorgelesen und wir hatten wirklich sehr viel Spaß und Freude damit. Es ist ein wirklich bezaubernedes und wunderbares Vorlese-Bilderbuch. In kindgerechter Erzählweise erlebten wir eine liebevolle und herzliche Geschichte über die Tiere im Zoo. Die wohlproportionierten Texte und mit den großflächigen Illustrationen machen solche Lesemomente zu etwas ganz besonderem. Das Buch selbst ist in einem handlichen, großformatigen Zustand und ist komplett farbig illustriert. Das Cover selbst ist ein Blickfang, und zeigt verkleidete Tiere.
Dem Buch selbst lagen noch zwei Bastelanleitungen für Masken bei, einmal als Goliath, der Gorilla und Freiherr von Löwe. Im Buch selbst am Ende findet sich die Maske für Ignaz Igel. Alles kindgerecht nachzubasteln. Das Kind hat Freude beim Zuhören/Vorlesen und betrachten der Bilder. Was will man mehr erreichen♥
Ich/wir können "Karneval im Zoo" die Leseempfehlung geben, weil alles rundum gelungen ist, sowohl vom Inhalt als auch die Illustrationen. Ein Kinderbuch für jede Zeit des Jahres, nicht nur zum Karneval.

Ӝ̵̨̄Ʒ 5  Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung BojeVerlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar 
Eine besondere tierisch lustige  Geschichte