Wahre Liebe und große Geheimnisse bleiben nie verborgen …
Die Irin Ellen O’Shea war blutjung, als sie nach Australien kam. Hier traf sie ihren Mann Nick, hier zog sie ihre Tochter Louise groß und hier fand sie eine Heimat in dem kleinen Küstenort Port Lincoln. Doch seit Nick bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam, vergräbt Ellen sich in ihrer Trauer und in ihrem Haus an der Ocean Road. Bis eines Tages Gerry Clancy vor ihrer Tür steht – ihre erste große Liebe. Und schnell drängen nicht nur alte Gefühle an die Oberfläche, sondern auch ein lange gehütetes Geheimnis …
Esther Campion || Das Haus an der Ocean Road
TB 448 S. || Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (19. August 2019)
ISBN-13: 978-3442487868 || Originaltitel: Leaving Ocean Road
Kristina Lake-Zapp (Übersetzer) || € 10,00
Gelesen 08/09-/2019
Mein Leseeindruck:
Der Roman spielt in Australien, Griechenland und Irland.
Es beginnt in dem australischen Küstenort Port Lincoln. In dem Haus an der Ocean Road lebt nunmehr Ellen allein. Ihre Tochter studierte und ihr Mann Nick war vor neun Monaten tödlich verunglückt. Ihre Verbindung zur Außenwelt war die treue Freundin Tracey, die ihr eines Morgens mitteilt, da wäre ein Mann gewesen und hätte nach ihr gefragt. Sie würden sich von früher kennen. Gerry Clancy. Er war gerade zu Besuch in Australien, um seinen Sohn zu sehen.
Die Ankunft von Gerry holt Ellen aus ihrer Lethargie. Sie wird sich bewußt, dass sie sich ihren Problemen stellen muss. All das was Nick immer geregelt hatte, lag nun vor ihr. Aber es ist kein leichter Weg, den Ellen vor sich hat. Zuhause ist da wo dein Herz ist, so heißt es immer.
Ihre damalige Liebe in Irland zu Gerry hatte kein Happy End gefunden. Doch nun war er geschieden, sie war Witwe. Würde es für sie jetzt endlich ein Happy End geben? Denn Gerry hatte es geschafft, dass Ellen wieder zu sich fand. Auch wollte sie endlich wieder arbeiten gehen. Sie war soweit. Auch wenn Gerry wieder zurück nach Irland mußte. Und sie würde mit Louisa in die griechische Heimat von Nick fliegen. Irland, das hieß für Ellen auch Frieden mit der Familie schließen.
Der Debütroman von Esther Campion ist gefühlvoll und dennoch nicht zu kitschig. Es ist ein Buch über Hoffnung, wahre Freundschaft und es zeigt auf, dass niemand vollkommen ist. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und beschreibt ihre Figuren als auch die wenigen Orte so, dass es vorstellbar ist. Das Cover ist sehr ansprechend.
"Das Haus an der Ocean Road" ist ein unterhaltsamer Roman, dem ich gern meine Leseempfehlung gebe.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Goldmann Verlag
Vielen Dank an den Verlag und Bloggerportal für das Leseexemplar
Mitten ins Herz … Eine wundervolle und kurzweilige Lektüre
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Samstag, 7. September 2019
Dienstag, 3. September 2019
Nickel und Horn - Sondereinsatz für Frau Perle ~ Florian Beckerhoff - Kinderbuch
O Schreck!
Frau Perle ist verschwunden!
Nickel und Horn sind fest entschlossen, den Fall zu übernehmen – auch Schlappi will bei der Suche nach seiner geliebten Frau Perle nicht fehlen. Eine rasante Spurensuche führt sie durch die verregneten Straßen der Stadt. Sie erkunden die Umgebung und befragen Zeugen: Bindi, den Wellensittich aus dem Asiamarkt, die eingebildete Yorkshire-Terrier-Dame Lazy, die aus dem Zoo geflüchteten Mandarin-Enten, die Frau Perle von früher kennen. Doch überall lauern Gefahren …
Florian Beckerhoff || Nickel und Horn || Sondereinsatz für Frau Perle
Geb. Ausgabe 144 S. || Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (15. August 2019)
ISBN-13: 978-3522184953 || € 13,00
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 8 Jahre
Gelesen 08/2019
Mein (unser) Leseeindruck:
Bei dem einstmals berühmten Privatdetektiv Locke leben der Papagei Herr Horn und das Meerschweinchen Nickel, beste Freunde. Und natürlich darf auch ein Hund nicht fehlen, Schlappi. Er war schon älter und wurde mehr denn je von der Haushälterin Frau Perle betreut. Diese nannte Schlappi "Hasihund": Nun ja, irgendwie war er ihr Lieblings. Abends machte Herr Locke es sich immer gemütlich vor dem Ofen und las den Vierbeinern, seinen Hilfsdetektiven, aus einem dicken Buch vor. "Die besten Detektivgeschichten aller Zeiten." Am nächsten Morgen würde Frau Perle sie wie gewohnt wie immer viel zu früh wecken. Doch an diesem Dezembermorgen passierte nichts, rein gar nichts. Frau Perle war immer noch nicht da und es war bald Mittag. Schlappi musste dringend raus und Herr Locke schlief. Draußen lag Schnee. So versuchten die tierischen Freunde Frau Perle telefonisch zu erreichen, doch niemand nahm ab. Da Herr Locke zu alt und schwach war, machten sich Nickel und Horn auf den Weg zur Wohnung von Frau Perle. Doch auch in der Wohnung war niemand.
So beginnt das Abenteuer, die Suche nach Frau Perle.
Es ist schon eine sonderbare Wohngemeinschaft, wie man hier vorfindet. Da ich das erste Buch nicht kannte, war es umso spannender, alle Charaktere kennenzulernen. Der Schreibstil lässt den Leser wahrlich mit Begeisterung durch die Kapitel fliegen. Diese sind nicht zu lang und werden durch ganz zauberhafte Illustrationen aufgelockert. So hat es mir als Leser (Vorleser) viel Freude gemacht, dieses großartige Kinderbuch zu lesen. Man kann im Prinzip schon zu den Bildern noch die eigene Fantasie spielen lassen. Was wir auch gemacht haben und hatten so eine Freude daran. Man muss diese Charaktere lieben, egal ob tierisch oder menschlich. Man fühlt sich direkt mit ihnen verbunden.
Fazit:
Wir haben die Vorlesestunden mit dem Buch "Nickel und Horn - Sondereinsatz für Frau Perle" genossen. Es ist ein Kinderbuch, was nicht nur mich auf der ganzen Linie überzeugt hat. Verständliche Sprache wie auch die großartigen Illustrationen machten es zu einer ganz besonderen Lesereise.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Thienemann Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Ein wunderbar erzähltes Kinderbuch mit großartigen Illustrationen
Frau Perle ist verschwunden!
Nickel und Horn sind fest entschlossen, den Fall zu übernehmen – auch Schlappi will bei der Suche nach seiner geliebten Frau Perle nicht fehlen. Eine rasante Spurensuche führt sie durch die verregneten Straßen der Stadt. Sie erkunden die Umgebung und befragen Zeugen: Bindi, den Wellensittich aus dem Asiamarkt, die eingebildete Yorkshire-Terrier-Dame Lazy, die aus dem Zoo geflüchteten Mandarin-Enten, die Frau Perle von früher kennen. Doch überall lauern Gefahren …
Florian Beckerhoff || Nickel und Horn || Sondereinsatz für Frau Perle
Geb. Ausgabe 144 S. || Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (15. August 2019)
ISBN-13: 978-3522184953 || € 13,00
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 8 Jahre
Gelesen 08/2019
Mein (unser) Leseeindruck:
Bei dem einstmals berühmten Privatdetektiv Locke leben der Papagei Herr Horn und das Meerschweinchen Nickel, beste Freunde. Und natürlich darf auch ein Hund nicht fehlen, Schlappi. Er war schon älter und wurde mehr denn je von der Haushälterin Frau Perle betreut. Diese nannte Schlappi "Hasihund": Nun ja, irgendwie war er ihr Lieblings. Abends machte Herr Locke es sich immer gemütlich vor dem Ofen und las den Vierbeinern, seinen Hilfsdetektiven, aus einem dicken Buch vor. "Die besten Detektivgeschichten aller Zeiten." Am nächsten Morgen würde Frau Perle sie wie gewohnt wie immer viel zu früh wecken. Doch an diesem Dezembermorgen passierte nichts, rein gar nichts. Frau Perle war immer noch nicht da und es war bald Mittag. Schlappi musste dringend raus und Herr Locke schlief. Draußen lag Schnee. So versuchten die tierischen Freunde Frau Perle telefonisch zu erreichen, doch niemand nahm ab. Da Herr Locke zu alt und schwach war, machten sich Nickel und Horn auf den Weg zur Wohnung von Frau Perle. Doch auch in der Wohnung war niemand.
So beginnt das Abenteuer, die Suche nach Frau Perle.
Es ist schon eine sonderbare Wohngemeinschaft, wie man hier vorfindet. Da ich das erste Buch nicht kannte, war es umso spannender, alle Charaktere kennenzulernen. Der Schreibstil lässt den Leser wahrlich mit Begeisterung durch die Kapitel fliegen. Diese sind nicht zu lang und werden durch ganz zauberhafte Illustrationen aufgelockert. So hat es mir als Leser (Vorleser) viel Freude gemacht, dieses großartige Kinderbuch zu lesen. Man kann im Prinzip schon zu den Bildern noch die eigene Fantasie spielen lassen. Was wir auch gemacht haben und hatten so eine Freude daran. Man muss diese Charaktere lieben, egal ob tierisch oder menschlich. Man fühlt sich direkt mit ihnen verbunden.
Fazit:
Wir haben die Vorlesestunden mit dem Buch "Nickel und Horn - Sondereinsatz für Frau Perle" genossen. Es ist ein Kinderbuch, was nicht nur mich auf der ganzen Linie überzeugt hat. Verständliche Sprache wie auch die großartigen Illustrationen machten es zu einer ganz besonderen Lesereise.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Thienemann Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Ein wunderbar erzähltes Kinderbuch mit großartigen Illustrationen
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Thienemann-Verlag
Sonntag, 1. September 2019
Kastanienjahre ~ Anja Baumheier [Rezension]
Ein anderes Land. Ein anderes Leben.
Zwei Orte gibt es, die für Elise Heimat bedeuten: Paris, wo sie seit über 20 Jahren eine kleine Boutique im Montmartre führt; und Peleroich, das verschlafene Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste. Hier wächst sie in den 60er Jahren auf, hier lernt sie Henning und Jakob kennen, die beiden Lieben ihres Lebens. Henning, der Fels in der Brandung, den sie seit Kindertagen kennt, Jakob, der Frauenschwarm, der Künstler werden will und wie sie davon träumt, einmal den Eiffelturm zu sehen. Eine fatale Dreiecksbeziehung voller Geheimnisse - bis Jakob eines Tages spurlos aus Elises Leben verschwindet.
Als Elise nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, taucht sie tief ein in ihre eigene Vergangenheit und in die Geschichte von Peleroich, wo ihre Eltern sich kurz nach Gründung der DDR kennenlernen…
Anja Baumheier erzählt von einem malerischen Dorf und dem Schicksal seiner Bewohner zwischen Gründung der DDR, Mauerbau und Nach-Wendezeit.
Anja Baumheier || Kastanienjahre
Geb. Ausgabe - 416 S.
Verlag: Wunderlich; Auflage: 1. (20. August 2019)
ISBN-13: 978-3805207560 || € 20,00
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
"Kastanienjahre" ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Handlungsorte sind einerseits Paris und der fiktive Ort Peleroich. Es beginnt im Winter 2018 in paris, wo die achtundfünfzigjährige Elise Petersen seit gut mehr als 20 Jahren lebt. Dort unterhält sie eine Boutique. Durch den Besuch ihrer Freundin aus Deutschland wird sie an ihren Heimatort Peleroich erinnert, der nun lt. einem Zeitungsausschnitt dem Erdboden gleich gemacht werden sollte. Und das schon bald. Es war Jahre her, dass Elise dort war. Die Erinnerungen daran schmerzten dochnoch irgendwie, zumal sie bis heute nicht wußte, was damals mit ihrem Freund Jakob geschehen war. Über Nacht war er spurlos verschwunden und Elise hatte ihn auch nach dem Mauerfall nicht auffinden können. Zum gleichen Zeitpunkt erhält sie einen anonymen Brief mit der Bitte, dringend nach Peleroich zu kommen. Ein Freund, so die Unterschrift, wollte seine Schuld offenbaren, zum einen was den Tod ihres Vaters betraf und um Jakobs Verschwinden.
Zitat S. 73
"... Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen."
Der geschichtliche Hintergrund erzählt über das Leben Anfang der Fünfziger Jahre und fortlaufend. So war das halt damals in den Zeiten von Ostdeutschland. In wechselnden Passagen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es zeigt auf die Gründung des Staates, die Entwicklung und auch das sozialistische Denken. Wer neben der Spur lief, musste damit rechnen, überwacht zu werden. Was nach dem Mauerbau noch extremer wurde. Da blieb es nicht aus, dass die Leute in den Westen flüchten wollten. Peleroich, ein fiktiver Ort, lag nahe der Ostsee.
Am Anfang des Buches ist eine Auflistung der handelnden Personen. So bekommt man schon einen Blick auf die Figuren. Im Prinzip wird die Geschichte von ca. 1950 bis 2018 erzählt. Das Zeitgeschehen ist glaubwürdig geschrieben und gut recherchiert. Ich bin zwar im Westen geboren und aufgewachsen, habe aber dennoch durch die Vorgeschichte meiner Mutter viele Jahre meiner Kindheit in den Ferien und auch später "drüben" miterlebt. Die Geschichte der jungen Elise Petersen, die zwei Freunde hat und sich dennoch nicht entscheiden kann. Und was hat der Tod von Elises Vater mit Jakobs Verschwinden zu tun? All diese offenen Fragen, hier hofft Elise nun auf Antworten.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft und lässt den Leser in eine großartige Geschichte eintauchen. Die vorn im Buch gezeichnete Karte vervollständigt dies. Der geschichtliche Hintergrund fließt gut in die Handlung ein. Ebenso die individuellen Charaktere stellen sich lebendig dar.
Nach "Kranichland" ist "Kastanienjahre" erneut ein wunderbares Buch aus der Feder der Autorin, dem ich gern meine Leseempfehlung gebe. Es ist nicht nur so eine fiktive Geschichte, die Vergangenheit könnte eine wahre Begebenheit gewesen sein.
#gegendasvergessen
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Rowohlt/Wunderlich Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Die Vergangenheit bringt die Gegenwart und die Zukunft
Zwei Orte gibt es, die für Elise Heimat bedeuten: Paris, wo sie seit über 20 Jahren eine kleine Boutique im Montmartre führt; und Peleroich, das verschlafene Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste. Hier wächst sie in den 60er Jahren auf, hier lernt sie Henning und Jakob kennen, die beiden Lieben ihres Lebens. Henning, der Fels in der Brandung, den sie seit Kindertagen kennt, Jakob, der Frauenschwarm, der Künstler werden will und wie sie davon träumt, einmal den Eiffelturm zu sehen. Eine fatale Dreiecksbeziehung voller Geheimnisse - bis Jakob eines Tages spurlos aus Elises Leben verschwindet.
Als Elise nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, taucht sie tief ein in ihre eigene Vergangenheit und in die Geschichte von Peleroich, wo ihre Eltern sich kurz nach Gründung der DDR kennenlernen…
Anja Baumheier erzählt von einem malerischen Dorf und dem Schicksal seiner Bewohner zwischen Gründung der DDR, Mauerbau und Nach-Wendezeit.
Anja Baumheier || Kastanienjahre
Geb. Ausgabe - 416 S.
Verlag: Wunderlich; Auflage: 1. (20. August 2019)
ISBN-13: 978-3805207560 || € 20,00
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
"Kastanienjahre" ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt. Handlungsorte sind einerseits Paris und der fiktive Ort Peleroich. Es beginnt im Winter 2018 in paris, wo die achtundfünfzigjährige Elise Petersen seit gut mehr als 20 Jahren lebt. Dort unterhält sie eine Boutique. Durch den Besuch ihrer Freundin aus Deutschland wird sie an ihren Heimatort Peleroich erinnert, der nun lt. einem Zeitungsausschnitt dem Erdboden gleich gemacht werden sollte. Und das schon bald. Es war Jahre her, dass Elise dort war. Die Erinnerungen daran schmerzten dochnoch irgendwie, zumal sie bis heute nicht wußte, was damals mit ihrem Freund Jakob geschehen war. Über Nacht war er spurlos verschwunden und Elise hatte ihn auch nach dem Mauerfall nicht auffinden können. Zum gleichen Zeitpunkt erhält sie einen anonymen Brief mit der Bitte, dringend nach Peleroich zu kommen. Ein Freund, so die Unterschrift, wollte seine Schuld offenbaren, zum einen was den Tod ihres Vaters betraf und um Jakobs Verschwinden.
Zitat S. 73
"... Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen."
Der geschichtliche Hintergrund erzählt über das Leben Anfang der Fünfziger Jahre und fortlaufend. So war das halt damals in den Zeiten von Ostdeutschland. In wechselnden Passagen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es zeigt auf die Gründung des Staates, die Entwicklung und auch das sozialistische Denken. Wer neben der Spur lief, musste damit rechnen, überwacht zu werden. Was nach dem Mauerbau noch extremer wurde. Da blieb es nicht aus, dass die Leute in den Westen flüchten wollten. Peleroich, ein fiktiver Ort, lag nahe der Ostsee.
Am Anfang des Buches ist eine Auflistung der handelnden Personen. So bekommt man schon einen Blick auf die Figuren. Im Prinzip wird die Geschichte von ca. 1950 bis 2018 erzählt. Das Zeitgeschehen ist glaubwürdig geschrieben und gut recherchiert. Ich bin zwar im Westen geboren und aufgewachsen, habe aber dennoch durch die Vorgeschichte meiner Mutter viele Jahre meiner Kindheit in den Ferien und auch später "drüben" miterlebt. Die Geschichte der jungen Elise Petersen, die zwei Freunde hat und sich dennoch nicht entscheiden kann. Und was hat der Tod von Elises Vater mit Jakobs Verschwinden zu tun? All diese offenen Fragen, hier hofft Elise nun auf Antworten.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft und lässt den Leser in eine großartige Geschichte eintauchen. Die vorn im Buch gezeichnete Karte vervollständigt dies. Der geschichtliche Hintergrund fließt gut in die Handlung ein. Ebenso die individuellen Charaktere stellen sich lebendig dar.
Nach "Kranichland" ist "Kastanienjahre" erneut ein wunderbares Buch aus der Feder der Autorin, dem ich gern meine Leseempfehlung gebe. Es ist nicht nur so eine fiktive Geschichte, die Vergangenheit könnte eine wahre Begebenheit gewesen sein.
#gegendasvergessen
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Rowohlt/Wunderlich Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Die Vergangenheit bringt die Gegenwart und die Zukunft
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