Kristin Harmel
Das Buch der verschollenen Namen
M̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅ ̲̲̅̅L̲̲̅̅e̲̲̅̅s̲̲̅̅e̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅d̲̲̅̅r̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅k̲̲̅̅
Inspiriert von einer wahren Geschichte hat die Autorin Kristin Harmel ihren neuesten Roman "Das Buch der verschollenen Namen" veröffentlicht. Die Handlung spielt hauptsächlich in Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs der 1940er Jahre.
Es ist Frühjahr 2005 in New York, als die sechsundachtzigjähre Mrs Adams, die noch immer in einer Bibliothek arbeitet, ein Foto in einer Zeitung sieht, welches sie wiederum um sechs Jahrzehnte zurückversetzt.
In dem Artikel steht, dass ein deutscher Bibliothekar in Berlin versucht geraubte Bücher an seine rechtmäßigen Besitzer zurück zu geben. Er hielt "ihr" Buch "Epitres et Evangiles" in der Hand und bei Eva kamen schmerzliche Erinnerungen zurück. Dieses Buch bewarhte ihre Vergangenheit in Frankreich und mit Remy, ein Mann mit dem sie so viel verbunden hatte. Sie würde nach Berlin fliegen. Doch zuvor musste sie ihren Sohn davon unterrichten, denn er wußte nichts von ihrem damaligen Leben.
Eine neue Identität - ein neues Leben.
Sommer 1942 in Paris. Inzwischen mussten alle Juden den gelben Stern an ihrer Kleidung tragen. So auch die Studentin Eva. Sie waren gewarnt worden und sollten untertauchen, denn es stand die Tage eine Massenverhaftung der Juden an. Ihr Vater hatte schon etwas vorgesorgt. Doch Eva und ihre Mutter konnten seine Verhaftung nicht verhindern, da sie gerade die Kinder der Nachbarn hüteten. Ihr Glück, denn so fliehen sie in ein kleines Bergdorf, wo sie normalerweise doch in die Schweiz wollten. Gekonnt hatte Eva Papiere für ihre Mutter gefälscht. Der Vater war abtransportiert in ein Lager und Evas Mutter setzt diese unter Druck, ihn dort heraus zu holen. In dem Dorf erkennt man ihre künstlerische Fähigkeit und im Schutz der Kirche beginntt Eva mit der Herstellung von neuen Papieren für jüdische Kinder. An ihrer Seite Remy, ebenfalls ein Fälscher. Er steht ihr auch bei, als sie in das Lager fährt wo der Vater sein soll. Doch der war inzwischen nach Ausschwitz abtransportiert. So beginnen sie, damit die realen Namen der Kinder nicht vergessen werden, in einem katholischen Religionsbuch aus dem 18. Jahrhundert Seite für Seite unter Anwendung der Fibonacci-Folge festzuhalten. Wie diese Fibonacci-Folge funktioniert, ist gut erklärt im Buch. Mir war dies völlig unbekannt.
In Bezug auf vorherige Romane der Autorin ist dieser hier erneut ein historischer Roman, der in der Zeit der Résistance bzw. des Zweiten Weltkriegs spielt. Ebenso schildert er den Mut von Personen, sich aufzulehnen und zu helfen. Auch auf die Gefahr hin, entdeckt und getötet zu werden. An Evas Seite ihre Mutter, die ihr keine große Hilfe ist und nur in der Vergangenheit lebt. Immer wieder stellt sie sich quer und verlangt unmögliches von Eva. Haltlose Vorwürfe, die Eva immer wieder zweifeln lassen.
Es gibt viele Menschen in dem Ort, die für den Untergrund arbeiten. Dass sich zwischen Eva und Remy eine Liebesgeschichte anbahnt, und so gehören die ersten Seiten des Kirchenbuchs ihnen. Wer könnte schon auf die Idee kommen, dass sich hinter all den Punkten ein Code verbirgt?
"Das Buch der verschollenen Namen" ist erneut eine bewegende Lesereise in die dunklen Zeiten der deutschen Geschichte.
Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte, was ich immer ganz besonders interessant finde und berührt.
#gegendasvergessen
📖 📖 📖 📖,5 Lesegenuss Bücher
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplars
Rechte: Cover / Info /Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag
"Kristin Harmels Bücher erinnern uns daran, dass Liebe ebenso wie Widerstand mit Tapferkeit beginnt." People
Ein Buch, das mitnimmt und Vergangenheit lebendig macht
Der Roman macht Geschichte erlebbar und lebendig
Wenn der Wind aufkommt rüttelt er zuerst an der Tür.
Die Liebe ist die Wurzel der Gerechtigkeit
Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt


