► Hinweis - Blogposts ◄
Links in meinen Posts kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Diese Info erfolgt aufgrund der DSGVO. Diese können zu anderen Webseiten, sei es Verlags- oder Autorenseiten, Facebook oder andere Blogs führen. Ebenso Coverabbildungen. Mein Blog ist ein Hobbyblog. Von daher erfolgen diese Links ohne jedweden Auftrag oder eine Bezahlung. Ich habe keine Affiliate-Links in meinen Posts eingefügt. Rezensionsexemplare geben meinen persönlichen Leseeindruck wieder. Ich erhalte hierfür kein Geld oder jedweden anderen Obolus. Die Bücher werden gemäß §2 Nr. 5 TMG deklariert bzw. mit Danksagung an den Verlag für das Exemplar.
In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Dienstag, 21. August 2012

Rezension (192) Das Salz der Basalttränen

Ursula I. Schrader:
Das Salz der Basalttränen
Liebesroman
Reihe: Liebesgeschichten
224 Seiten
Taschenbuch (Paperback)
ISBN 978-3-8280-2447-2
Verlag: Frieling
€  9,90 


Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Verlagsinfo:
Ein Stein soll es sein, der Martinus’ Lebenswillen wiedererweckt. Nach dem Tod seiner kleinen Tochter und einer gescheiterten Ehe schien die Welt um den jungen Goldschmied unterzugehen. Doch nun flüstert er dem Stein seine Sorgen ein und lässt sie mit den Wassern des Rheins davontreiben.
Als er kurz darauf die junge Künstlerin Gina kennenlernt, die sich von seiner Heimatstadt Hachenburg verzaubern lässt, schwebt Martinus wie auf Wolken. Zusammen entdecken sie aufs Neue die Liebe. Alles scheint perfekt, bis ein Zwischenfall Zweifel und Unsicherheit heraufbeschwört. Dann aber kommt alles ganz anders …
Lassen Sie sich verzaubern von einer Geschichte aus dem Westerwald, in der Liebe und Erotik mehr als ein Spiel sind, nämlich Teil des Lebens zweier einander innig liebender Menschen. Zwei Gestrandete wagen etwas Mutiges, gehen nach schmerzhafter Erfahrung beherzt eine neue Beziehung ein.
Buchanfang:
Er saß auf dem Steinhaufen im Innenhof des Fort Großfürst Konstantin auf den Höhen über Koblenz, dort, wo einst das mittelalterliche Kloster der Karthäuser stand. Ein guter Platz über dem Rhein. Schaute in die Wolken, die aussahen wie frisch geschaufelte Schneeberge, dicht aneinander gereiht. Nur ab und zu kam das Blau des Himmels durch.
Der spätsommerliche Wind kühlte seine Haut. Ließ seine Seele langsam Freiheit spüren.
Freiheit, frei wieder atmen dürfen. Leben, einfach leben. Sich neu formieren, anders denken, überdenken.
Er hatte alles über Bord geworfen, die alte Art, seinen Beruf auszuüben, zehn Jahre Ehe ...

Statement:
Wenn die Vergangenheit Narben hinterlässt und der Mut, neue Wege zu gehen, von der Angst begleitet wird.
Das waren so meine Gedanken, während ich das als Liebesroman ausgewiesene Buch „Das Salz der Basalttränen“ las. Doch das Buch ist weitaus mehr als „nur“ ein Liebesroman.
Spoiler S. 6
„Mein Leben soll wie eine Lavendelblüte in der Provence sein, kräftig in den Farben, stark im Lebenswind und der Erde verhaftet. Und gute Frauen will ich an ihrem Duft erkennen wie Lavendelblüten.

Erzählt wird hier die Geschichte von Martinus-Giovanni und Gina-Laetitia, zwei erwachsene Menschen, geprägt von ihrer Vergangenheit mit Glück und Leid.
Sie lernen sich scheinbar ganz zufällig im Herbst auf dem Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen kennen.
Martinus, der Mann aus Hachenberg im Westerwald, mit dem italienischen Großvater mütterlicherseits aus Bochum.
Gina, die immer fröhlich wirkende und gute Laune verbreitende junge Frau, geboren in Neuwied, beruflich jetzt in Vallendar verankert., Auch sie hat italienische Wurzeln.

Für mich als Nordlicht dieses Buch zu lesen, welches nicht nur von der Vergangenheit der beiden Protagonisten handelt, sondern eben ihr Weg zueinander, eingebettet in die Landschaft des Westerwaldes, der so detaillierten Ortsbeschreibungen, es war, als wäre ich ein unsichtbarer Begleiter der Handlung gewesen und vor meinen Augen lief ein wunderbarer Film.
Die Autorin schreibt auf einfühlsame Weise von tiefen Gefühlen, einer einzigartigen Verbindung, der Hoffnung, aber auch der Verletzlichkeit.
Was wirklich interessant war die Geschichte des Basaltabbaus, die in der Handlung keine große Rolle spielt, allerdings sehr schön eingepasst. Es gibt so viele erwähnenswerte Abschnitte aus dem Buch, aber das würde den Rahmen einer Rezension sprengen.
~~~
Zitat S. 66
Du hast fünzigmal etwas Gutes getan und bekommst kein Dankeschön, aber der Einundfünfzigste weint vor Glück und bedankt sich. Mit diesem Einundfünfzigsten machst du Geschichte, denn er vergisst dich nicht und wird dein Freund, den du eines Tages auch einmal bitten kannst.

Das harmonische Einbinden der Eltern, vorrangig die Mutter von Martinus, hier hat die Autorin gut getan, diesen Charakteren nicht zu viel Raum zu geben.
Obwohl die Geschichte sich nur auf wenige Personen sowie Gegenden beschränkt, hat Ursula I. Schrader es verstanden, mit ihrem enormen Wortschatz, ihrem Schreibstil eine wahrlich gut geschriebene Liebesgeschichte zu veröffentlichen. Bereits nach den ersten Seiten möchte man nicht aufhören.
„Das Salz der Basalttränen hat mein Innerstes berührt und ab und an hatte ich eine kleine Träne in den Augen.
Fazit:
„Das Salz der Basalttränen“ erhält von mir absolute Leseempfehlung, denn es ist ein sehr schönes Buch mit Tiefgang, nicht aufdringlich, ein berührender und exzellent geschriebener Liebesroman.
Wobei ich noch einmal erwähnen muss, es ist mehr als eine Liebesgeschichte. Es geht um Verluste, seelische Schmerzen ... mit oder ohne Happy End, dass lasse ich offen.
Spoiler S. 171:
... Ich ließ mich scheiden, um endlich wieder leben zu können. Das Kind besuche ich oft auf dem Friedhof. Es hat kein Kreuz auf dem Grab, sondern einen sechseckigen Basaltstein, in dem sein Name eingemeißelt ist. Ich kann dir gar nicht sagen, wie viele Tränen ich dort geweint habe!
Eines Tages, als ich wieder an dem kleinen Grab stand, kam eine alte Frau zu mir und sagte: Junge, das ist das Salzwasser der Basalttränen. Der Basalt hat schon viele hundert Jahre das Salz der Tränen geschmeckt. Die rührt noch von der Zeit her, als Väter oder Kinder im Basaltabbau umgekommen sind. Und sie erzählte mir, dass auch ihre Schwester 1911 an plötzlichem Kindstod gestorben ist. Im vorigen Jahr wurde das Grab eingeebnet, aber das kniende Engelchen, das darauf stand, hatte sie gerettet, und das schenkte sie mir nun. Ich habe den kleinen Engel restauriert, und nun steht er auf dem kleinen Grab meines Töchterchens ....
 Ich vergebe fünf schwebende Bücher

Vor allem wünsche ich mir noch ganz viele neue Leser für das Buch.


Rezension (189) Die Tochter der Tryll - Verborgen


Amanda Hocking
Die Tochter der Tryll
Band 1 Verborgen

Broschiert: 304 Seiten
Verlag: cbt (27. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570161449
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
€ 12,99


Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Danke an den Verlag für das Leseexemplar


Kurzinfo:
Verborgen - in einer anderen Welt
Wendy Everly lebt ein Leben als Außenseiterin, bis Finn sie in die Welt der Tryll entführt. Endlich versteht Wendy, wer sie wirklich ist. Doch das magische Reich der Tryll ist tief entzweit. Nur Wendy ist mächtig genug, das Volk zu einen – wenn sie bereit ist, alles zu opfern ...
Als Wendy Everly sechs Jahre alt war, versuchte ihre Mutter, sie umzubringen: Sie sei ein Monster. Elf Jahre später entdeckt Wendy, dass ihre Mutter recht gehabt haben könnte, als der geheimnisvolle Finn sie aufsucht. Finn ist ein Gesandter der Tryll – magisch begabte Wesen, die in ihrem Äußeren Menschen gleichen, aber nach eigenen Gesetzen leben. Wendy begreift, dass ihr Leben eine Lüge war: Sie selbst ist eine Tryll – und nicht nur irgendeine. Sie ist die Tochter der mächtigen Königin Elora. Bald steckt Wendy mitten in einer gefährlichen Intrige – um den Thron und um ihr Herz ...

Diese Buchbesprechung bezieht sich auf ein Vorableseexemplar.

Buchanfang:
Vor elf Jahren
Zwei Dinge ließen diesen einen Tag besonders hervortreten: Erstens war mein sechster Geburtstag, und zweitens schwang meine Mutter ein Messer. Kein winziges Steakmesser, sondern ein riesiges Metzgermesser, dessen Klinge im Licht glitzerte. Wie in  einem billigen Horrorfilm. Sie wollte mich definitiv umbringen.

Statement:
„Die Tochter der Tryll – Verborgen“ ist der Auftakt zur Tryll-Trilogie von Amanda Hocking. Es wird den Amanda-Hocking-Fan freuen, nicht ein Jahr oder länger auf die Folgebände warten zu müssen, denn bereits im September und Oktober 2012 erscheinen Band 2 „Entzweit“ sowie Band 3 „Vereint“. Das gut 300 Seiten umfassende Buch wird als „fulminante Einführung in eine Trilogie mit Suchtpotenzial“ vom Verlag beworden.
Die Idee der Tryll (oder auch Troll mit magischen Fähigkeiten – wie auch immer) als neue Fantasiewesen für die gesamte Trilogie einzusetzen, klingt erst einmal spannend. Daher habe ich auch als Leser, und ich lese bestimmt sehr gern Jugendliteratur, wieder einmal eine gewiße Erwartungshaltung gehabt. Eben auch – weil AMANDA HOCKING.
Das Cover ist natürlich der absolute Hingucker, die verschiedenen Rottöne, im Hintergrund die schwarze Silhoutte eines schlossartigen Anwesens und davor in einem roten Blumenfeld ein junges, weißgekleidetes junges Mädchen mit einer roten Blume in der Hand.
Band 2 hat die Coverfarbe Blau
Band 3 ist in der Coverfarbe Grün gehalten.
ROT – Verborgen
BLAU – Entzweit
GRÜN – Vereint

Die Farben haben mich an die Ring-Trilogie von Nora Roberts erinnert.
Allerdings fängt diese mit der Farbe Grün an, dann Blau und zum Abschluss Rot.
(persönliche Anmerkung)

Die 17-jährige Wendy lebt mit ihrem Bruder Matt bei ihrer Tante Maggie. Der Vater war schon früh verstorben, Wendy war gerade mal erst fünf Jahre alt. Ihre Mutter kam in eine psychiatrische Klinik, als sie versuchte, Wendy an ihrem sechsten Geburtstag mit einem Messer umzubringen.
Nie hatte Wendy die Mutterliebe erfahren, die ein Kind sich wünscht. Ihre Mutter hatte seit ihrer Geburt an behauptet, sie hätte einen Sohn gebären müssen und nicht eine Tochter. Wendy war in ihren Augen ein Monster.
Es war die Person Wendy, die Maggie immer wieder dazu zwang, in eine neue Stadt umzuziehen. Schule war für Wendy ein Dorn im Auge. Doch dieses Mal mußte sie sehen, dass sie ihren Schulabschluss bekam. Und Matt, ihr Bruder, ermahnte sie ständig immer wieder, und oft empfand ich das beim Lesen nervig, störend.
Geschrieben ist Band 1 in der Ich-Erzähl-Perspektive von Wendy. Die Charaktere als Kind irgendwie sympathisch, da sie sich schon da anders als die Mädchen in ihrem Alter empfand. Aufgewachsen in einer reichen Familie (was auch einen Hintergrund für ihre „Auswechslung“ hat), war sie nur ungeben von, ihrer Meinung nach, hochnäsigen Kindern. Für Wendy waren z. B. Schuhe tragen eine Strafe, barfuß laufen, den Boden unter den Füßen spüren, das war ihrs. Diese Eigenschaft erklärt sich im Laufe der Handlung.
Als Jugendlicche ist sie mir bis zum Ende nicht so sympathisch, in ihrem ganzen Gehabe ziemlich verpeilt, ihr Sprachstil ab und an daneben. Dann wiederum kommt eine Liebenswürdigkeit zum Vorschein, die ihre zwei „Ichs“ zeigen, gespaltene Persönlichkeiten.
Als Tryll geboren, als Mensch aufgewachsen.
An ihrer neuen Schule begegnet Wendy Finn, der sie anscheinend verfolgt, was schließlich noch zur Eskalation mit Wendys Bruder Matt führt.
Finn ist es, der Wendy darüber aufklärt, dass sie ein „Changeling“ ist und er ein „Tracker“. Er mußte sie aufspüren, da Gefahr von Seiten eines anderen Tryll-Clans bestand. Und er muss sie davon überzeugen, mit ihm mitzugehen, in ihre „alte neue Heimat“.
Ich werde nunmehr nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn etliche Online-Rezensionen verraten sehr viel – manchmal schon zuviel.

Vampire u. a. Fantasiegestalten ade, eine neue Spezies “hat Zugang im Fantasiebereich gefunden, den ,Tryll’”.

„Die Tochter Der Tryll – Verborgen“ läßt sich schnell und flüssig lesen. Wer den Schreibstil von Amanda Hockings Vorgängerreihe „Unter dem Vampirmond“ kennt, hat sicher auf eine Verbesserung gewartet. Ihr Schreibstil mag manchen Jugendbuchleser genügen, doch die Erfahrung zeigt, dass auch hier der Anspruch höher geworden ist.
Der Handlung fehlte das gewiße Extra, trotz der sprühenden Funken zwischen Wendy und Finn. Doch es darf nicht sein, diese Verbindung zwischen den beiden.
Als Wendy nunmehr im Tryllort, im Haus ihrer wahren Mutter, auf Rhys stölßt, kann man wieder erahnen, wer dieser junge Mann ist. Denn Rhys ist anders als die Tryll ...
Es ist sehr viel voraussehbar in „Die Tochter der Tryll – Verloren“ und es fehlte die gewiße Spannung, doch alles in allem hatte ich ein paar angenehme Lesestunden.
„Die Tochter der Tryll – Verloren“ endet mit einer kleinen Überraschung, denn zeitweise war ich mir nicht im Klaren darüber, wohin die Reise bzw. sich die Geschichte über drei Bände entwickelt.

Ich vergebe für den ersten Band drei schwebende Bücher und eine kleine Extrasonne.
(Mein Bewertungssystem entspricht der Sterne-Vergabe wie lt. Amazon etc.)
Da ich keine halben Punkte vergebe, gibt es dann und wann eine kleine Extrasonne, d. h., man sollte das Buch nicht von vornherein ablehnen. Jeder hat seine Chance verdient. 

Montag, 20. August 2012

Rezension (191) Die kleine Hexe Mari

 Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.


Margit Rimml:
Die kleine Hexe Mari
Illustrierte Erzählung für Kinder ab fünf Jahren
Reihe: Kinderbuch
32 Seiten
Broschur in Drahtrückstichheftung
ISBN 978-3-8280-2335-2
Verlag: Frieling
 € 8,80

Verlagsinfo:
Die kleine Hexe Mari ist immer lustig und manchmal gar ein wenig übermütig. Sie hat viele Freunde, wie zum Beispiel den Raben Hugo. Eines Tages beschließt Mari, eine Hexenpraxis einzurichten, um ihre Zauberkünste sinnvoll anwenden und dadurch recht vielen Leuten helfen zu können.
Anfangs trauen ihr die Hilfe Suchenden kaum etwas Ernsthaftes zu. Doch schon bald beweist Mari, wie ernsthaft und fleißig sie arbeiten und tatsächlich so manchen Kummer lindern kann.
Liebenswerte Geschichte mit pfiffigen Zeichnungen für Kinder ab fünf Jahren.

Statement:
Mari, der Name ist im gesamten Text mit einem Herzchen zwischen dem „a“ und dem „i“.
Während die Schriftfarbe schwarz gehalten ist, sticht dieses kleine rote Herz auf jeder Seite mit dem Namen hervor.
Die kleine Hexe Mari, inhaltlich eine kurze Geschichte, deren großzügige Illustrationen ideal in den Text eingebunden sind.
„Freunde sind nun einmal da zum Helfen, stimmt’s?!“
Ein Kinderbuch, welches man sich immer wieder gern einmal anschauen mag, aber auch die Fantasie der Kinder anregt, um daraus ihre eigene Geschichte zu entwickeln.

Ein ideales Buch zum Vorlesen und zum späteren Lesen.
Empfehlenswertes Kinderbuch, kindgerecht, rundum gelungen.
Ich vergebe vier Kinderbuchfeen.
Vier Kinderbuchfeen