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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Freitag, 11. Oktober 2013

(Rezension) Das Geheimnis des Walfischknochens - Tanja Heitmann



Tanja Heitmann
Das Geheimnis des Walfischknochens
Gebundene Ausgabe
480 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764504625
€ 19,99

 Cover  / Info - Verlag blanvalet








Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Buchinfo:
Auf der Flucht vor schmerzhaften Erinnerungen kehrt die junge Greta Rosenboom in den Schoß ihrer Familie zurück. Im ländlichen Schleswig-Holstein feiert man gerade den fünfundachtzigsten Geburtstag ihres Großvaters Arjen, der nur einen Wunsch hat: zusammen mit seiner Enkelin will er in sein Heimatdorf auf der kleinen ostfriesischen Insel Beekensiel zurückkehren. Greta ahnt nicht, dass es Arjen um viel mehr geht als nur darum, noch einmal durch die Dünen zu streifen. Er fühlt, dass die Zeit gekommen ist, ein jahrzehntealtes Geheimnis zu lüften – das auch ihr Leben verändern wird …

Statement:
„Das Geheimnis des Walfischnochens“, eine Familiensaga, von der Autorin Tanja Heitmann der erste Roman dieser Art. Aber irgendwann ist immer das erste Mal :-)
Es beginnt im Sommer 1939 auf Beekensiel mit den beiden Knirpens Ruben und Arjen. Wer die Jahreszahl liest, und sich einigermaßen in der deutschen Geschichte auskennt, weiß um die damaligen Zeiten.
Im frühen Herbst 2012 kehrt Greta Rosenboom aus der Schweiz zurück an die Nordsee. Es ist ein stattliches Alter, welches ihr Großvater Arjen inzwischen erreicht hat und so feiert man gebührend seinen fünfundachtzigsten Geburtstag. Die ganzen Familienmitglieder waren anwesend. Greta war schon immer Großvaters Liebling gewesen und so wundert es nicht, dass er mit ihr einen kleinen Spaziergang macht, „Arjens Mädchen“.
Hierbei kommt Greta der Gedanke, dass sie mit ihm mehr Zeit verbringen möchte, allein, nur sie und er. Und bei Arjen weckt es alte Erinnerungen, rüttelt an eine lang verschlossene Tür, hinter der sich ein Geheimnis verborgen hält. Es wundert nicht, dass sich der Großvater gegenüber Greta öffnet, denn sie hatte schon immer gern seinen Geschichten gelauscht. Die gemeinsame Zeit, eine Reise zurück in die Vergangenheit in das Jahr 1939.
Es ist das Jahr, wo der zwölfjährige Pastorensohn Arjen den Knaben Ruben kennenlernt.
Es ist die Zeit der NSDAP.
Die Autorin schreibt in zwei Zeitebenen, wobei in der Vergangenheit klar und deutlich die Stimmung, das Leben in der Zeit, herauszulesen ist.
Eine unterschiedliche Schreibweise von Tanja Heitmann zwischen Vergangenheit und Gegenwart – bewußt gewählt? Ich vermag dies nicht zu beantworten, es war nur so mein Empfinden.
Jeweils vorn und hinten im Buch sind zwei Stammbäume aufgezeichnet. Der eine von Familie Rosenboom, der andere von den Ennenhofs. Eine Familiensaga hat irgendwie fast immer etwas mit Liebe zu tun. Vor ihrer Rückkehr nach Deutschland hatte Greta sich von ihrem Freund getrennt. Ihre Heimkehr sollte auch ein Neuanfang sein. Und das wird es sicherlich nicht nur beruflich werden, sondern auch in der Liebe. Denn mit der Fahrt in die Vergangenheit, der Reise mit ihrem Großvater, trifft sie auf Mattes, den Sohn vom Ennenhof.
Sicherlich war einiges in der Handlung vorhersehbar, doch andererseits hat mir die Geschichte gut gefallen, sie lässt sich leicht und flüssig lesen, dass es mich dann nicht arg störte.
Ruben und Arjen, die Geschichte der beiden Jungen, nach gewissen Ereignissen aus den Augen verloren, dann kam der Krieg, ein kurzes Wiedersehen, doch was steckte wirklich hinter diesem Geheimnis? Was hatte es mit dem Walfischknochen auf sich, den Ruben als Anhänger an einer Halskette trug?
 - Hervorheben möchte ich mal wieder, dass dieses Buch ein Lesebändchen hat!!!

Fakt ist …
dass die Geschichte um Arjen und Ruben und dem Walfischknochen anspricht.
Es interpretiert jeder seine Empfindungen in seine Rezension hinein.
Es nutzt niemanden etwas, jubelnde Worte o. a. zu schreiben.
Kurzum, dieses Buch zeigt auf, was Freundschaft bedeutet, welche Wertstellung, welchen Platz sie in unserem Leben hat.

„Freundschaft ist ein kostbares Gut,

daher gehe sorgsam damit um.“



Dienstag, 8. Oktober 2013

(Rezension) "Elvancor - Das Reich der Schatten" - Aileen P. Roberts



Aileen P. Roberts
Elvancor – Das Reich der Schatten Band 2
Taschenbuch
608 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479306
€  12,99

Weitere Ausgabearten:
» eBook






© Cover/Info - Verlag Goldmann 


Kurzinfo:
Sie folgt ihrem Seelengefährten in ein Land jenseits der Zeit und in ein großes Abenteuer.
Auf der Suche nach ihrer großen Liebe Ragnar hat die 18-jährige Lena die Welt der Menschen verlassen und Elvancor betreten – das Land jenseits der Zeit. Dort warten neue Aufgaben auf sie. Denn geheimnisvolle Schattenwesen bedrohen die Menschen in Elvancor ebenso wie dessen Ureinwohner, die Tuavinn. Krieg droht auszubrechen, und Lena gerät zwischen die Fronten. Verzweifelt hofft sie auf Ragnars Hilfe, doch dieser ist eigenartig distanziert und scheint fasziniert von der Macht der Schatten. Bald ist sich Lena nicht mehr sicher, auf wessen Seite er steht – und ob sie jemals seine Liebe zurückgewinnen wird ...

Statement:
"Elvancor - Das Reich der Schatten", schon das wundervoll gestaltete Cover bezaubert den Leser. Was verbirgt sich hinter dieser dunstigen Wand? Schon beim Aufklappen des Buches schaut man auf die Landkarte von Elvancor. Es sind oft die ersten Sätze, die Hoffnung wecken auf einen guten Abschluss dieses Zweiteilers. Sicher hatte ich mir im ersten Band mehr erhofft zu erfahren, was es mit dem Land Elvancor, dem Amulett, der Geschichte der Großmutter auf sich hatte. So ganz verblasst war meine Erinnerung nicht an den ersten Band und ich freute mich schon die Antworten.
S. 21 "Lena wagte kaum zu atmen, konnte nach wie vor nicht glauben, was ihr gerade widerfuhr."

Elvancor, das Zu hause von Ragnar. Für Lena ein Wunder, in dort lebendig anzutreffen. Die Idee zu "Elvancor" finde ich immer noch gut. Auf knapp 600 Seiten hat die Autorin eine gewisse Spannung aufgebaut, gut verteilt, der man sich nicht wirklich entziehen kann. Die Entwicklung der Charaktere, zum einen von Ragnar, und dann Lena, hier war die Beschreibung glaubwürdig und gut zu "sehen; ihre besondere Verbindung spürbar. Zur Handlung lassen sich viele Vermutungen anstellen, die zu diesem Sog führen, das Buch in eins durchlesen zu wollen.
Dieses Land "Elvancor", ich kann verstehen, warum die Autorin uns im ersten Band so in der Luft hat zappeln lassen. Es muss ein ganz besonderer Traum gewesen sein, der sie auf die Idee hierfür gebracht hat.
Zu den bekannten Protagonisten kommen noch einige dazu, und finden ihren Platz in der Handlung. Auf ein weiteres Eingehen der Handlung verzichte ich bewusst. Wer den ersten Band gelesen hat, wird auf jeden Fall wissen wollen wie es weitergeht. Hier reicht der Klappentext bzw. die Info vom Verlag ausreichend.

Fakt ist ...
für mich war der zweite Band eine Überraschung, so hatte ich es nicht erwartet.Wer die Weltennebel-Trilogie von Aileen P. Roberts kennt, weiß um den wirklich tollen Schreibstil der Autorin. Alle offenen Fragen wurden hier in Band 2 von "Elvancor" gelöst, obwohl ein Funken Hoffnung habe ich ja noch. Am Ende findet sich ein Verzeichnis der wichtigsten Personen zur Handlung.

"Zusammen mit ihren Freunden betrat sie die Höhle, nickte den Geistern der Kelten zu und begab sich dann in das warme, sanfte Licht. Elvancor hatte sie verändert, wartete auf sie, aber auch diese Welt würde immer ein Teil von ihr bleiben."  



Montag, 7. Oktober 2013

(Rezension) "Der Kuss der Göttin" ~ Aprilynne Pike


Aprilynne Pike
Der Kuss der Göttin
Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: cbj (9. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570156186
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
€ 16,99




Verlagsinfo:
Nach ihrer überaus erfolgreichen Elfensaga startet die Spiegel-Bestsellerautorin Aprilynne Pike mit „Der Kuss der Göttin“ nun ihren neuen Fantasy-Mehrteiler. Fesselnd und leidenschaftlich romantisch erzählt sie die Geschichte der gefallenen Göttin Tavia.

Keine Kurzinfo zum Buch!

Statement:

Liebe, Schicksal, göttliche Macht, so heißt es zur neuen Fantasiereihe der Autorin Aprilynne Pike.
Ich konnte ziemlich unvoreingenommen dieses Buch lesen, ohne große Infos auf den Inhalt, da ich die unkorrigierte Fassung vom Verlag erhielt. Kein Zwischendurch mal schaun, was sagt denn so der Klappentext - kommt ab und an mal vor.
Worum geht es nun in diesem Auftaktband "Der Kuss der Göttin"?
Es beginnt mit den Erinnerungen der 17-jährigen Tavia an einen Flugzeugabsturz, den sie als Einzige überlebt. Auch ihre Eltern waren bei dem Unglück ums Leben gekommen. Nunmehr war das neue Zuhause bei ihrer Tante Reese und Onkel Jay. Ihr neuer Wohnort Portsmouth, New Hampshire, eines der ältesten Städte der USA. Die alten Häuser und Gebäude üben eine große Faszination auf Tavia aus, so dass sie diese zu gern gezeichnet hätte.
Doch diese Begabung konnte sie seit dem Unfall nicht mehr ausüben. Es ging einfach nicht.
Sie fühlte sich schuldig, denn wenn sie nicht der Einladung der Huntington Academy of the Arts gefolgt wäre, die ihr ein Stipendium auf der Kunstakademie angeboten hatten, würden ihre Eltern noch leben.
Und wie kam es, dass ausgerechnet sie allein überlebt hatte? Es war alles so merkwürdig.
In der neuen Stadt hat sie nur einen, dem sie ihre Geschichte anvertraut hatte. Ihre Tante und Onkel Jay wollten nicht, dass ihr neuer Aufenthaltsort bekannt würde. Dem Medienrummel war Tavia nicht gewachsen. Und das letzte Highschool-Jahr machte sie übers Netz. Benson, ihr Vertrauter, der in einer Bibliothek arbeitete, irgendwie kam er mir schon ziemlich schnell sehr merkwürdig vor. Als Tavia meint, dass sie verfolgt wird, finden sich vermehrt Zeichen, die sie nicht deuten kann. Tavia wird stiller Zeuge eines Telefonats ihrer Tante. Das Gehörte versetzt sie in Panik und sie verlässt fluchtartig das Haus.
Es gäbe einiges, worüber sie sich Gedanken machen sollte. Doch da sie durch den Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, führt sie dies auf wahrscheinlich zurückgebliebene Schäden zurück, Hirngespinste halt. Ich fand es etwas merkwürdig, dass gerade Benson sie auf der Flucht unterstützt, obwohl ...
Auch wenn die Autorin ihre Charaktere gut und wohlwollend beschrieben hat, diesen einen Protagonisten sollte man im Auge behalten.
"Der Kuss der Göttin" ist in der Ich-Erzähl-Perspektive von Tavia geschrieben. Es ist von der Idee gut und spannend geschrieben.

Man wird von Beginn an in eine Geschichte hineinkatapultiert, ja wirklich, dass man mehr und mehr wissen, sprich lesen möchte. Und was hat es mit diesem Quinn auf sich, der sie verfolgt (oder doch nicht?) und zu dem Tavia sich auf eine ganz besondere Art hingezogen fühlt?

Fakt ist ...
lest auf keinen Fall den Klappentext bzw. die Buchinfo!
Von Beginn an bis zum Ende war dies eine fast gelungene Fantasiegeschichte. Götter und Fantasie passt eh immer, und der Titel verrät es ja auch irgendwie schon, wer Tavia ist.
Wen die Götter lieben, ab und an wurde die Autorin auf ihrem Schreibweg von ihnen in Stich gelassen, was sich größtenteils auf ihre Schreibweise auswirkte. Trotz allem - meine Leseempfehlung und ich bin wirklich neugierig, wie es weitergeht.

Ich vergebe vier Lesegenuss-Bücher.
Cover - Info - Verlag

© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag