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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Mittwoch, 8. Oktober 2014

(Rezension) "Der Wald der träumenden Geschichten" - Malcom McNeill


Malcom McNeill
Der Wald der träumenden Geschichten
Gebundene Ausgabe
544 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (21. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596856701
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: The Beginning Woods
€ 16,99

 Cover Info  Fischer Verlag






Drachenfeuer, magische Wesen und düstere Geheimnisse – sie alle führen zum Ursprung aller Geschichten: in Den Wald des Anfangs. Dorthin bricht der Waisenjunge Max auf, um seine wahren Eltern zu finden. Es wird die abenteuerlichste und gefährlichste Reise seines Lebens …

Meine Meinung:

Von „Der Wald der träumenden Geschichten“ hatte ich schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen, umso mehr freute ich mich über die Überraschungspost des Verlags. Titel, Covergestaltung als auch die Infos hatten mich schon angesprochen und ich war neugierig geworden. Irgendwie hatte sich dann auch mal das Wort „Märchen“ festgeheftet. Doch selbst als ältere Leserin hatte ich anfangs einige Schwierigkeiten mit der Handlung als auch der Sprache. Das empfohlene Lesealter – ab 10 Jahre – sprich ein Kinderbuch, ist nicht gut gewählt. Allerdings heißt es aber auch: Ab 10 Jahren.
Alles dreht sich um Max, der in einem Waisenhaus lebt und nicht nur durch sein ungewöhnliches Aussehen auffällt. Keiner will ihn haben, bis er schließlich von liebevollen Personen adoptiert wird. Doch er zeigt sich undankbar, stellt immer wieder die Frage nach seinen wahren Eltern. Das Aussehen von Max könnte man fast mit einem kleinen Pixie vergleichen. Und er wurde von seinen neuen Eltern geliebt, was er allerdings ignoriert. Er verkriecht sich hinter Büchern und sucht nach dem Verschwinden. Dies alles zieht sich leider endlos lang ehin, bis nach dem fast einem Drittel endlich der Stein ins Rollen kommt.

Aller Anfang findet sich im Wald des Anfangs. Hier lebten die Fantasiegestalten und hier wurden die Geschichten geschrieben: Geschichten für die Träume. Erst als seine Adoptiveltern auf einmal verschwunden sind, zeichnet sich in der Handlung ab, dass es interessant wird. Das Verschwinden der Erwachsenen, wohin sind sie, was passiert mit ihnen?

Für Max beginnt nunmehr eine abenteuerliche Reise.

„Der Wald der träumenden Geschichten“
ist in drei Teile aufgeteilt, mit wenigen Kapiteln, die jedoch auch noch kleine Abschnitte mit einer Überschrift beinhalten. Tja, und dann ist man auf einmal auf der Seite 430 angelangt und schaut ganz verdutzt. Was ist hier passiert? Eine fast leere rechte Seite, auf der nur der Buchstabe – T – abgedruckt ist. Und so geht es fast sieben Seiten, bis sich ein Wort vervollständigt hat. Buchstabensalat? Nein, es ist mehr, aber darauf einzugehen, würde den Rahmen sprengen. 
Teil Eins – Das Verschwinden
Teil Zwei – Der Wald des Anfangs
Teil Drei – Der Drachenjäger

Es braucht eine Zeit, bis Max zu sich auf der Suche nach dem Glück, der alles klärenden Frage „Wer bin ich?“ findet. Ihm zur Seite der Dunkle Mann und das kleine Geistermädchen Martha. Freunde zu haben, ist ebenfalls Glück. Geschichten, aufgeschrieben und gedruckt in Büchern, sind ein wertvolles Gut. All das sollten wir nicht vergessen.

„Der Wald der träumenden Geschichten“ ist definitiv kein Kinderbuch, wie ich anfangs schon erwähnte. Die Botschaften sind zwar für ältere Leser klar erkennbar, doch ich bezweifle es bei den Kids. Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene, lasst euch auf die Geschichte ein, sonst geht sie an euch vorbei. Nicht ganz so einfach zu lesen, aber trotzdem hat das Buch einen Wiedererkennungswert. 
Daher gebe ich aufgerundet gute vier Lesegenuss-Bücher.


Vita:
Malcolm McNeill, geboren 1976 in Newcastle, England, wuchs in Glasgow und Edinburgh auf. Nach seinem Literaturwissenschafts- und Schauspielstudium trug er Post in London aus, putzte Toiletten in Berlin und arbeitete als Englischlehrer in der ganzen Welt, zuletzt in Vietnam. ›Der Wald der träumenden Geschichten‹ ist sein internationales Debüt.

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Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.

Dienstag, 7. Oktober 2014

(Rezension) " TEARDROP " (Band 1) Lauren Kate


 Lauren Kate
Teardrop
Gebundene Ausgabe
528 Seiten
Verlag: cbt (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570162774
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Teardrop
€ 17,99
auch als E-BOOK erhältlich





Quelle / Info cbt Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
(Da ich Teardrop im Oktober ausgelesen habe, passt es wunderbar zur Ultimaten Challenge-Zusatzaufgabe für den Monat)
In einer Welt, in der eine einzige Träne alles, was du liebst, hinwegspülen kann, gibt es nur eine Regel: Weine nie! Vergieße nie eine einzige Träne!
» Der Auftakt zu Lauren Kates neuer großer Saga um die Heldin Eureka und das versunkene Atlantis «
 
Meine Meinung:
Schwer verletzt hatte Eureka den Unfall überlebt, bei dem ihre Mutter ums Leben kam. Der Unfall ist mit Beginn des Buches (Prolog) und wird aus Anders Sicht geschildert. Ander, der sie seit ihrer Geburt an kennt. Was bei ihr nicht der Fall ist.
Zitat S. 9:

„Das war die Ausgangslage: Ein bernsteinfarbener Sonnenuntergang. Dunst, der zum verblassenden Blau des Himmels aufstieg.“

Der Satz „Vergieß nie eine einzige Träne“ hatte sich in Eurekas Gehirn eingebrannt, viele Jahre lang. Das Versprechen der Mutter gegeben.
Ihr Vater hatte wieder geheiratet und die Stiefmutter schleppte Eureka von einem Therapeuten zum nächsten. Doch dann taucht dieser Junge auf und sie lässt sich auf ihn ein. Wer aber war dieser Ander? Und wie kommt es, dass ausgerechnet er sie dazu bringt, eine Träne fließen zu lassen, die er dann auch noch auffängt?
Eureka war nicht wie alle anderen, sie war anders. Und nach dem Unfall zog sie sich noch mehr zurück, wurde depressiv. Doch ihre beiden kleinen Halbgeschwister, Zwillinge und ihr bester Freund Brooke bringen Lichttupfer in ihr Leben. Und dieser Ander wirbelt ihr Leben auf, bis sie irgendwann erkennt, dass er es gut meint … Ahnte Eureka, dass nicht ihre Mutter, sondern sie bei dem Unfall sterben sollte?

Wie viele andere Leser war auch ich neugierig auf die neue Trilogie von Lauren Kate. Was sicherlich mit an dem wunderbar gestalteten Cover und auch der Kurzinfo lag. Von der Idee finde ich „Teardrop“ gut und mit ihrem wiedererkennbaren Schreibstil hat die Autorin aus ihrer Idee einen (fast) guten Auftaktband geschrieben. Sie hat sich Gedanken um die Schaffung der Charakteren gemacht, wobei einzelne hervorzuheben, da sollte man sich selbst eine Meinung bilden.

Allerdings bin ich bei Band 1 der „Teardrop“-Reihe zu dem Resultat gekommen, man hätte die Geschichte nicht so langziehen müssen. Oder ist es Standard, dass Trilogien o. a. mindestens die 500 Seiten überschreiten müssen?
Trotz etlicher Kritikpunkte muss ich wissen, wie es weitergeht, denn allein schon der Ausflug in die griechische Mythologie gefällt mir. Und ich denke, in den Folgebänden werden auch Lauren Kates Protagonisten an Glanz gewinnen.

Ich gebe ganz knappe vier Lesegenuss-Bücher.


 Vita:
Lauren Kate wuchs in Dallas auf, arbeitete einige Zeit in einem New Yorker Verlag und zog dann nach Kalifornien, wo sie Creative Writing studierte, bevor sie zu schreiben begann. Ihre romantische Fantasyserie über den gefallenen Engel Daniel und seine große Liebe Luce wurde weltweit zum Bestseller und wird gerade in Hollywood verfilmt. Teardrop ist der Start ihrer neuen, großen Serie.

Sonntag, 5. Oktober 2014

║Rezension║ "Queen of Clouds - Die Wolkentürme" ~ Susanne Gerdom



Susanne Gerdom
Queen of Clouds
Die Wolkentürme
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: bloomoon (3. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3845802077
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
€ 14,99

auch als EBOOK erhältlich

Cover zum Zeitpunkt Veröffentlichung Rezension







Meine Meinung zu „Queen of Clouds – Die Wolkentürme“

Aus der Feder von Susanne Gerdom stammt das mir vorliegende Buch mit einer persönlichen Widmung. „Es steht geschrieben,“ … mit diesen drei Worten beginnt jede Kapitelüberschrift.
Titel und  Cover, harmonisch, vielversprechend, magisch, trotz des sehr dunklen gehaltenen Hintergrunds. Die bis in die Wolken ragenden zwei leicht erhellten Türme werfen keine Schatten, und scheinbar langsam aber sichtbar erobert sich der Bodenraum mit seinen Bäumen und Grün die monumentalen Bauwerke.
Irgendwie kam ich beim Betrachten des Covers auf das alte Mayavolk. Aber das ist nur eine kleine Randbemerkung.
Utopie, Vision, Fantasie?

Während in den Türmen den adligen Bewohnern sämtlicher Luxus zur Verfügung steht, leben tief unten in den Wäldern das Volk der Schluchter. Sie dienen den Adligen, haben ein schweres, entbehrungsreiches Leben, und das nur zum Wohl derjenigen in den Wolkentürmen. Die Welt, in der die Geschichte um die Schluchter und den Adligen spielt, ist  ein sehr gegensätzliches Leben – Reichtum und Armut.

Valentin, der Sohn des Panarchen, wird auf die Nachfolge für das Reich des Wolkenturms vorbereitet. Der alternde Panarch hält sich neben seiner Frau auch etliche Liebschaften. Seine derzeitige Favoritin ist Melania, die aus dem unteren Volk der Schluchter stammt. Ihr Auftreten erinnert irgendwie an eine Wildkatze.
Alban ist Valentins Erzieher, der dem Alkohol gern zuspricht. Doch er ist weise, vorausschauend und erinnert Valentin immer wieder daran, jeder könnte sein Feind sein und nach seinem Leben trachten. Und das ist auch der Fall.
Die Rolle der Melania an der Seite des Panarchen ist anfangs sehr mysteriös, doch im Laufe der Geschichte zeigt sich mehr denn je ihre Klugheit.

Das Leben der Schluchter ist hart, von Armut geprägt. Doch über allem steht die Liebe und familiäre Fürsorge. Diese erfährt Valentin in seinem Wolkenturm nicht. Das junge Mädchen Elster wartet noch immer darauf, dass sich ihre Magie zeigt. Sie glaubt nicht mehr daran, dass es passieren wird, denn bei ihrer Zwillingsschwester Winter ist dies schon vor einem Jahr geschehen. Nun lebt diese seitdem bei den Schamanen und erhält ihre Ausbildung. Nur ab und an kommt sie ins Dorf. An Elsters Seite stets zu finden, Indigo, treuer Gefährte und Retter in manch brenzliger Situation.
Immer wieder von Neugier getrieben, auf der Suche nach alten Artifakten, bestehen  beide so manches Abenteuer. Als jedoch eines nachts das Dorf wieder einmal von Adligen überfallen wird und eine Frau geraubt werden soll, kommt es zum Eklat und endet für Elster traumatisch. Nunmehr wartet sie auf ihre Bestrafung durch das Prinzip, dem Anführer der Schluchter. Allerdings hatte sie nicht mit dem gerechnet, was da nun auf sie zukommen würde. Zusammen mit Valentin, der seit Kurzem mit Leona verlobt ist, und einigen Gefährten sollen sie einer sehr alten Prophezeiung nachkommen und den Turm NULL finden.
Vieles hatte sich im Leben der beiden Gesellschaften im Laufe der vergangenen Jahre verändert. Und ganz gravierend war, dass immer weniger Kinder geboren wurden. Eines Tages würde beider Volk ausgestorben sein.

Wie viel Zukunftsvisionen in der Idee enthalten sind, vermag man nur erahnen, auch wenn man „Queen of Clouds“ in das Genre Fantasie einordnet.
Susanne Gerdom hat hier eine Welt geschaffen, so nah und hoffentlich noch ganz fern.

Und das ist es, was die Autorin mit ihren Büchern immer wieder schafft, der Überraschungseffekt, das Wow!-Erlebnis. Von Beginn an ziehen dich die schwarzen Buchstaben, Wörter, Sätze, die Charaktere magnetisch an und lassen nicht los.

„Queen of Clouds – Die Wolkentürme“ ist aufgeteilt in vier Bücher:
Erstes Buch – Das Erbe
Zweites Buch – Die Schwestern
Drittes Buch – Der Turm
Viertes Buch – Der ewige König
Sehr bemerkenswert sind die jeweiligen Zitate unter den inneren Buchtiteln. Allerdings würde ich hier zu viel spoilern, wenn ich sie aufliste.
Diese Story  zu lesen, im Kopf bildlich sehr gut vorstellbar, war wieder einmal absoluter Lesegenuss. Auch wenn es in sich (fast) abgeschlossen ist, einiges blieb offen und kann mir daher gut eine Fortsetzung vorstellen!
"Es steht geschrieben … "



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Un-fucking-fassbar – ein charmanter Ausspruch von Rea Garvey und von mir nur positiv gemeint!
Das konntet Ihr schon in meiner Rezension zu "Dracyr – Das Herz der Schatten" lesen. Ich wiederhole mich gern! Vielen Dank, dass ich das Buch lesen durfte!
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Vita:
Susanne Gerdom lebt und arbeitet als freie Autorin und Schreibcoach mit ihrer Familie und vier Katzen am Niederrhein. Sie schreibt seit mehr als einem Jahrzehnt Fantasy und Romane für Jugendliche und Erwachsene.