Das Licht der Welt.
Berlin 1917: Edith, Margot und Luise könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich bei der Hebammenausbildung kennenlernen. Was sie jedoch verbindet, ist ihr Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit – als Flucht vor dem dominanten Vater, vor der Armut der Großfamilie oder den Schatten der Vergangenheit. In einer Zeit, in der die Welt im Kriegs-Chaos versinkt, ist die Sehnsucht nach Frieden genauso groß wie das Elend, mit dem die drei Frauen täglich konfrontiert sind. Aber sie geben nicht auf, denn sie wissen, dass sie jeden Tag aufs Neue die Chance haben, Leben zu schenken …
Die große Hebammen-Saga: historisch fundiert, atmosphärisch und voller liebenswerter Figuren.
Linda Winterberg || Aufbruch in ein neues Leben
Die Hebammen-Saga || TB 400 S.
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (12. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3746635460 || € 12,99
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
Der vorliegende Roman beginnt vor gut über einem Jahrhundert. Im Sommer 1917 verlässt Luise ihr Heimatdorf in Ostpreußen, um eine Ausbildung an der neuen Hebammenlehranstalt in Neukölln zu beginnen. Sie war als Waise bei der Großmutter aufgewachsen. Oma Else war die einzige Hebamme in der Umgebung. Und so war es nur natürlich, dass Luise mit den Gegebenheiten des Berufs vertraut wurde. Luise hatte lange nicht einsehen wollen, dass sie weg von daheim sollte. Doch die Großmutter setzte sich durch. Ohne eine Anerkennung würde sie, Luise, nicht praktizieren dürfen. Auf dem Weg zur Hebammenschule begegnet ihr Edith, die ebenfalls hier ihre Ausbildung anfangen will. Man sah ihr an, dass sie aus besserem Hause stammte. Ihre Eltern besaßen ein großes Kaufhaus. Aber Edith wollte ihren eigenen Weg gehen. Vor der Schule treffen sie auf eine junge Frau, die einen ziemlich verschüchterten Eindruck machte. Margot war unschlüssig, ob sie wirklich hierher gehörte. Doch sie besaß ein Schreiben, dass sie für die Ausbildung kein Geld bezahlen brauchte. Man hatte sich für sie beim Professor eingesetzt, dass dies auch Frauen ermöglicht werden sollte, die aus ärmeren Kreisen kamen. So finden sich drei junge Frauen, und darauf wird eine echte Freundschaft. Und das heißt gemeinsam durch dick und dünn.
Schon von Beginn an wird der Leser mitgenommen in eine Zeit, die sich so manch einer gar nicht vorstellen mag. Alles was man aus den Zeiten vor, während als auch nach dem Ersten Weltkrieg weiß, entnimmt man den Geschichtsbüchern. Umso erfreulicher ist es, wenn Autoren ein Thema wie dies hier aus der Zeit aufgreifen für einen Roman. Hier halt die Hebammenlehranstalt und Frauenklinik. Dass diese zum 1. Juli 1917, also im dritten Jahr des Ersten Weltkriegs eröffnet wird, mag ein Segen sein. Aber wiederum zeigen sich die schlimmen Auswirkungen des Krieges, hinzu kam die Hungersnot als auch die hohe Rate der Kindersterblichkeit. Unter welchen Bedingungen die arme Bevölkerung arbeitete und lebte, der mangelnden Ernährung und die Unsauberkeit, hier hat die Autorin herausragende Hintergrundrecherche betrieben und diese mit ihrer Handlung verwoben.
Bei ihren Beschreibungen konnte man sich direkt in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Die Charakteren und Nebenfiguren sind vielschichtig und lebendig gezeichnet. Sei es die politische Situation als auch gesellschaftliche Strukturen, zu dem vor allem das Elend der Arbeiter gehörte, werden so dem Leser nahegebracht. Von den Familiengeschichten der drei Frauen ist es Margot, aus deren Leben viel offenbart wird. Was man dann auch rundum auslegen kann. Während Edith gegen den Widerstand ihrer Eltern ihre Ausbildung macht, kommen Luise ihre Kenntnisse aus dem Leben mit der Großmutter zugute. Bei allen ist zu spüren, sie lieben ihren Beruf.
"Aufbruch in ein neues Leben" ist ein lesenswerter historischer Roman, der mich vor allem durch die drei sympathischen Protagonistinnen als auch durch die Beschreibungen der damaligen Zeit überzeugen konnte. Es ist eins von diesen Büchern ☺, die man nicht weglegen man. Absolute Leseempfehlung.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Band 2 "Jahre der Veränderung" erscheint am 20. Januar 2020
Band 3 "Schicksalhafte Zeiten" erscheint am 17. August 2020
Definitiv eine Reihe, die ich sehr gern weiterlesen werde!
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aufbau Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Ein ganz starker Auftakt der Hebammen-Saga
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Freitag, 30. August 2019
Dienstag, 27. August 2019
(Rezension) Inselküsse ~ Evelyn Kühne
Sonne, Meer und Rügen
Evelyn Kühne || Inselküsse - Ein Ostseeroman
TB 328 S. || Verlag: Forever; Auflage: 1. (26. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3958183780 || € 14,00
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
In Berlin lebt die 43-jährige Marie mit der vierzehnjährigen Tochter und den neunjährigen Zwillingen Til und Ole. Das Mietshaus, in dem sie leben, war wie eine Oase in der Großstadt. Doch seit längerer Zeit wurden die Mieter mehr den je den Schikanen durch Sanierungsarbeiten ausgesetzt. Das Haus hatte seit einiger Zeit einen neuen Besitzer und es sprach viel dafür, dass er die "alten" Mieter los werden wollte. Denn das nach der Sanierung eine deftige Mieterhöhung kommen würde, war allen klar. Ausgerechnet heute, wo Marie einen wichtigen Termin hat, war mal wieder das Wasser ausgefallen. Marie war Töpferin und kommt so gut es geht damit über den Monat. Mal abgesehen von den Unterhaltszahlungen für die Jungs, die pünktlich von deren Vater kamen, hatte sie immer wieder Probleme mit Karos Vater. Nun schien Licht am Horizont, denn sie traf Susanne, deren Vater eine Hotelkette besaß. Diese hatte ihre Keramiken auf einem Kunstmarkt gesehen und war davon angetan. In dem Haus lebte auch die achtundsiebzigjährige Ruth. Marie kümmerte sich um die alleinstehende Dame so gut es eben ging.
Marie erhält den Auftrag für die Keramiksachen. Diese sind für das Hotel auf Rügen bestimmt. Doch bei all dem Glück folgt das Pech sofort, als Marie zu ihrer Werkstatt fährt. Diese Baracke lag in einem Hinterhof. Hier war alles baupolizeilich abgesperrt, denn die Decke im Eingangsbereich war heruntergekommen. Sie durfte die Werkstatt nicht betreten, geschweige darin arbeiten. Und daheim ging das Übel weiter. In einem Schreiben wurde mitgeteilt, dass für etliche Wochen das Wasser abgestellt werde und ebenso, was die Wohnung nach der Sanierung koste. Das war zu viel für Marie.
Auftrag weg, neue Wohnung suchen, keinen Job, kein Geld. Ruth ist eine gute Zuhörerin und bei Nennung des Ortes auf Rügen wo das Hotel steht, holen sie Erinnerungen ein. Mitten in der Nacht geht sie zu Marie und erzählt ihr, dass sie ein Haus geerbt habe. Sie sei die letzte von den noch lebenden Erben. Sie zeigt Marie Fotos und alles wäre so perfekt, dass sie dort eine Töpferwerkstatt einrichten könnte. Ein riesengroßes Haus mit Anbau und und und … Nur - es war auf Rügen und nicht in Berlin.
Alle Bedenken beiseite geschoben, angucken kostet nichts und so würden sie alle zusammen mit Ruth für zwei Wochen nach Rügen fahren. In einer Woche waren eh Sommerferien und die Pläne, dass Karo mit ihrem Vater verreisen würde, hatten keinen Bestand.
Ich lese gern Familiengeschichten zwischen all den anderen, was mich so lesetechnisch interessiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die aber wirklich nur dem für mich unmöglichen Font (Schrift) zuzuschreiben waren, war ich angetan von den herzlich und natürlich dargestellten Charakteren. Es mag sein, dass man den Verlauf der Geschichte erahnen kann, aber die Autorin hat ein paar Fallstricke für den durchlaufend roten Faden eingebaut und geschickt gelöst. Und so bleibt das Buch bis zum Ende lesenswert.
Evelyn Kühne hat hier eine schöne Stimmung der Landschaft und der Menschen erzeugt. Und obwohl ich erst einmal auf Rügen Urlaub gemacht habe, hat mich das wiederum sehr angesprochen.
Insgesamt hat mir der Roman "Inselküsse" von Evelyn Kühne gut gefallen. Es bietet einfache als auch entspannende Unterhaltung und so habe ich diese Lesereise genossen. Für mich war es der erste Roman der Autorin, aber ich werde sicherlich noch auf weitere zurückgreifen.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Forever Ullstein
Vielen Dank an Literaturtest für das Rezensionsexemplar
Glück auf Rügen
Entspannende Unterhaltung - ein Buch für das "Urlaub zu Hause"-Gefühl
Evelyn Kühne || Inselküsse - Ein Ostseeroman
TB 328 S. || Verlag: Forever; Auflage: 1. (26. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3958183780 || € 14,00
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
In Berlin lebt die 43-jährige Marie mit der vierzehnjährigen Tochter und den neunjährigen Zwillingen Til und Ole. Das Mietshaus, in dem sie leben, war wie eine Oase in der Großstadt. Doch seit längerer Zeit wurden die Mieter mehr den je den Schikanen durch Sanierungsarbeiten ausgesetzt. Das Haus hatte seit einiger Zeit einen neuen Besitzer und es sprach viel dafür, dass er die "alten" Mieter los werden wollte. Denn das nach der Sanierung eine deftige Mieterhöhung kommen würde, war allen klar. Ausgerechnet heute, wo Marie einen wichtigen Termin hat, war mal wieder das Wasser ausgefallen. Marie war Töpferin und kommt so gut es geht damit über den Monat. Mal abgesehen von den Unterhaltszahlungen für die Jungs, die pünktlich von deren Vater kamen, hatte sie immer wieder Probleme mit Karos Vater. Nun schien Licht am Horizont, denn sie traf Susanne, deren Vater eine Hotelkette besaß. Diese hatte ihre Keramiken auf einem Kunstmarkt gesehen und war davon angetan. In dem Haus lebte auch die achtundsiebzigjährige Ruth. Marie kümmerte sich um die alleinstehende Dame so gut es eben ging.
Marie erhält den Auftrag für die Keramiksachen. Diese sind für das Hotel auf Rügen bestimmt. Doch bei all dem Glück folgt das Pech sofort, als Marie zu ihrer Werkstatt fährt. Diese Baracke lag in einem Hinterhof. Hier war alles baupolizeilich abgesperrt, denn die Decke im Eingangsbereich war heruntergekommen. Sie durfte die Werkstatt nicht betreten, geschweige darin arbeiten. Und daheim ging das Übel weiter. In einem Schreiben wurde mitgeteilt, dass für etliche Wochen das Wasser abgestellt werde und ebenso, was die Wohnung nach der Sanierung koste. Das war zu viel für Marie.
Auftrag weg, neue Wohnung suchen, keinen Job, kein Geld. Ruth ist eine gute Zuhörerin und bei Nennung des Ortes auf Rügen wo das Hotel steht, holen sie Erinnerungen ein. Mitten in der Nacht geht sie zu Marie und erzählt ihr, dass sie ein Haus geerbt habe. Sie sei die letzte von den noch lebenden Erben. Sie zeigt Marie Fotos und alles wäre so perfekt, dass sie dort eine Töpferwerkstatt einrichten könnte. Ein riesengroßes Haus mit Anbau und und und … Nur - es war auf Rügen und nicht in Berlin.
Alle Bedenken beiseite geschoben, angucken kostet nichts und so würden sie alle zusammen mit Ruth für zwei Wochen nach Rügen fahren. In einer Woche waren eh Sommerferien und die Pläne, dass Karo mit ihrem Vater verreisen würde, hatten keinen Bestand.
Ich lese gern Familiengeschichten zwischen all den anderen, was mich so lesetechnisch interessiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die aber wirklich nur dem für mich unmöglichen Font (Schrift) zuzuschreiben waren, war ich angetan von den herzlich und natürlich dargestellten Charakteren. Es mag sein, dass man den Verlauf der Geschichte erahnen kann, aber die Autorin hat ein paar Fallstricke für den durchlaufend roten Faden eingebaut und geschickt gelöst. Und so bleibt das Buch bis zum Ende lesenswert.
Evelyn Kühne hat hier eine schöne Stimmung der Landschaft und der Menschen erzeugt. Und obwohl ich erst einmal auf Rügen Urlaub gemacht habe, hat mich das wiederum sehr angesprochen.
Insgesamt hat mir der Roman "Inselküsse" von Evelyn Kühne gut gefallen. Es bietet einfache als auch entspannende Unterhaltung und so habe ich diese Lesereise genossen. Für mich war es der erste Roman der Autorin, aber ich werde sicherlich noch auf weitere zurückgreifen.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Verlag Forever Ullstein
Vielen Dank an Literaturtest für das Rezensionsexemplar
Glück auf Rügen
Entspannende Unterhaltung - ein Buch für das "Urlaub zu Hause"-Gefühl
Lohme aufgenommen 09/2011
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| ¤ Foto Hannelore Kühlcke |
Themen:
Evelyn Kühne
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Ullstein
Sonntag, 25. August 2019
Der Duft von Apfeltarte ~ Julie Leuze (Rezension)
Auf einer Apfelplantage in der Normandie findet die Pariserin Camille ihr Glück.
Als ihre Mutter erkrankt, muss die junge Pariserin Camille auf den elterlichen Apfelhof in der Normandie zurückkehren. Dort heißt es kräftig mitanpacken – es ist ja nur für sechs Wochen, wie Camille sich sagt. Doch die Arbeit bereitet ihr unerwartet Freude. Schließlich hat sie sogar die Idee, wieder eigenen Cidre herzustellen wie zu Lebzeiten ihres Vaters. Und dann ist da noch dieser attraktive Feriengast aus Paris: Antoine sieht nicht nur gut aus, er kann auch gut zuhören! Doch als der wahre Grund für Antoines einfühlsames Interesse herauskommt, fühlt sich Camille verraten und ist zutiefst enttäuscht. Ist ihre Liebe stark genug, um Antoine diesen Vertrauensbruch zu verzeihen
Julie Leuze || Der Duft von Apfeltarte || TB 336 S.
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Originalausgabe (15. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3442489152 || € 10,00
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
Mein Leseeindruck:
Die 32-jährige Camille Rosiére arbeitet in einem Reisebüro in Paris. Seit nunmehr vierzehn Jahren lebt sie in dieser Stadt, hat zwei wunderbare Freundinnen, Geneviéve und Céline. Glückwar sie allerdings in ihrem Job nicht, doch es blieb ihr keine andere Wahl. Nach einem unangenehmen Arbeitstsag geht sie noch schnell bei Madame Dubois vorbei, die einen Feinkostladen besaß. Eine Besitzerin mit Herz. Ganz zum Schluss kauft sie noch einen Cidre. Vorahnung?
Jahrelang war dieser auf dem Hof daheim in der Normandie produziert. Doch als der Vater vor Jahren verstarb, wurde die eigene Produktion eingestellt und die Mutter gab die Äpfel an einen Konzern ab. Und genau an diesem Abend erreicht sie ein Hilferuf der Mutter, die sie nunmehr bittet für die nächsten sechs Wochen auszuhelfen. Krankheitsbedingt würde sie die viele Arbeit nicht schaffen. Vert-le-Coin hieß der kleine Ort und inmitten weitläufiger Apfelplantagen lag das Zuhause von Jeanne, Camilles Mutter. Es war einfach zu viel Arbeit, und dennoch gab sie nicht auf. Es war nunmehr gut drei Jahre her, dass Camile dort war. Zur Beerdigung ihres Vaters. Kontakt zu früheren Freundschaften hatte sie nicht mehr, auch nicht zu ihrer Schulfreundin Sandrine. Das Nachhausekommen belastete Camille, denn zwischen ihr und der Mutter stand es nicht zum besten. Streit war wie gehabt vorprogrammiert. Auch der Feriengast, der für einige Wochen auf dem Hof weilt und in dem ehemaligen Taubenturm, den der Vater noch zu einem Feriendomizil umgebaut hatte, konnte nichts daran ändern. Monsieur Oliver war ein gutaussehender Mann. Doch weshalb er sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, lässt er offen.
Der Autorin ist es gut gelungen, die Landschaft bzw. die Gegend dem Leser bildhaft vor Augen zu führen. Alle Charaktere sind gut in Szene gesetzt und wirken ziemlich authentisch. So kann man sich gut in sie hineinversetzen. Es mag sein, dass die beiden Frauen zeitweise sehr starrköpfig vorkommen, dennoch klärt sich dies im Lauf der Handlung. Wie sagt ein Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Nicht immer ist diese Alltagsweisheit richtig. Man sollte eher sagen: Schweige, so viel du kannst, aber rede, so viel du musst.
Über den jeweiligen Kapiteln steht der Name der handelnden Person. Von der Autorin selbst kannte ich nur "Ein Garten voller Sommerkräuter", der mir sehr gut gefallen hat. Der vorliegende Roman greift Themen wie Verantwortung, Verlust, Freundschaft auf. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend. Und man sieht wie auch bei dem vorgenannten Roman auch hier Titel und Name des Autors in Form eines Anhängers. Das ist für mich ein gewisser Wiedererkennungswert für den Autor bzw. Autorin.
"Der Duft von Apfeltarte" ist ein ansprechender, lesenswerter Frauenroman. Zurück zu den Wurzeln, zurück zu dem was einem mit viel Liebe vermittelt wurde. Und wie sich Mutter und Tochter in der Geschichte langsam aneinander wieder näherkommen ist sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert. Letztendlich findet Camille ihren Weg und genau das hatte ich gehofft. Ganz zum Schluss gibt es noch einige Rezepte zum Nachkochen. Nur das habe ich bislang noch nicht versucht ☺
Ich gebe sehr gern meine Leseempfehlung.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Goldmann Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Zuhause ist wo dein Herz sich daheim fühlt
Als ihre Mutter erkrankt, muss die junge Pariserin Camille auf den elterlichen Apfelhof in der Normandie zurückkehren. Dort heißt es kräftig mitanpacken – es ist ja nur für sechs Wochen, wie Camille sich sagt. Doch die Arbeit bereitet ihr unerwartet Freude. Schließlich hat sie sogar die Idee, wieder eigenen Cidre herzustellen wie zu Lebzeiten ihres Vaters. Und dann ist da noch dieser attraktive Feriengast aus Paris: Antoine sieht nicht nur gut aus, er kann auch gut zuhören! Doch als der wahre Grund für Antoines einfühlsames Interesse herauskommt, fühlt sich Camille verraten und ist zutiefst enttäuscht. Ist ihre Liebe stark genug, um Antoine diesen Vertrauensbruch zu verzeihen
Julie Leuze || Der Duft von Apfeltarte || TB 336 S.
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Originalausgabe (15. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3442489152 || € 10,00
Gelesen 08/2019
Mein Leseeindruck:
Mein Leseeindruck:
Die 32-jährige Camille Rosiére arbeitet in einem Reisebüro in Paris. Seit nunmehr vierzehn Jahren lebt sie in dieser Stadt, hat zwei wunderbare Freundinnen, Geneviéve und Céline. Glückwar sie allerdings in ihrem Job nicht, doch es blieb ihr keine andere Wahl. Nach einem unangenehmen Arbeitstsag geht sie noch schnell bei Madame Dubois vorbei, die einen Feinkostladen besaß. Eine Besitzerin mit Herz. Ganz zum Schluss kauft sie noch einen Cidre. Vorahnung?
Jahrelang war dieser auf dem Hof daheim in der Normandie produziert. Doch als der Vater vor Jahren verstarb, wurde die eigene Produktion eingestellt und die Mutter gab die Äpfel an einen Konzern ab. Und genau an diesem Abend erreicht sie ein Hilferuf der Mutter, die sie nunmehr bittet für die nächsten sechs Wochen auszuhelfen. Krankheitsbedingt würde sie die viele Arbeit nicht schaffen. Vert-le-Coin hieß der kleine Ort und inmitten weitläufiger Apfelplantagen lag das Zuhause von Jeanne, Camilles Mutter. Es war einfach zu viel Arbeit, und dennoch gab sie nicht auf. Es war nunmehr gut drei Jahre her, dass Camile dort war. Zur Beerdigung ihres Vaters. Kontakt zu früheren Freundschaften hatte sie nicht mehr, auch nicht zu ihrer Schulfreundin Sandrine. Das Nachhausekommen belastete Camille, denn zwischen ihr und der Mutter stand es nicht zum besten. Streit war wie gehabt vorprogrammiert. Auch der Feriengast, der für einige Wochen auf dem Hof weilt und in dem ehemaligen Taubenturm, den der Vater noch zu einem Feriendomizil umgebaut hatte, konnte nichts daran ändern. Monsieur Oliver war ein gutaussehender Mann. Doch weshalb er sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, lässt er offen.
Der Autorin ist es gut gelungen, die Landschaft bzw. die Gegend dem Leser bildhaft vor Augen zu führen. Alle Charaktere sind gut in Szene gesetzt und wirken ziemlich authentisch. So kann man sich gut in sie hineinversetzen. Es mag sein, dass die beiden Frauen zeitweise sehr starrköpfig vorkommen, dennoch klärt sich dies im Lauf der Handlung. Wie sagt ein Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Nicht immer ist diese Alltagsweisheit richtig. Man sollte eher sagen: Schweige, so viel du kannst, aber rede, so viel du musst.
Über den jeweiligen Kapiteln steht der Name der handelnden Person. Von der Autorin selbst kannte ich nur "Ein Garten voller Sommerkräuter", der mir sehr gut gefallen hat. Der vorliegende Roman greift Themen wie Verantwortung, Verlust, Freundschaft auf. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend. Und man sieht wie auch bei dem vorgenannten Roman auch hier Titel und Name des Autors in Form eines Anhängers. Das ist für mich ein gewisser Wiedererkennungswert für den Autor bzw. Autorin.
"Der Duft von Apfeltarte" ist ein ansprechender, lesenswerter Frauenroman. Zurück zu den Wurzeln, zurück zu dem was einem mit viel Liebe vermittelt wurde. Und wie sich Mutter und Tochter in der Geschichte langsam aneinander wieder näherkommen ist sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert. Letztendlich findet Camille ihren Weg und genau das hatte ich gehofft. Ganz zum Schluss gibt es noch einige Rezepte zum Nachkochen. Nur das habe ich bislang noch nicht versucht ☺
Ich gebe sehr gern meine Leseempfehlung.
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Goldmann Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar
Zuhause ist wo dein Herz sich daheim fühlt
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