Montag, 20. Februar 2012

Rezension (140) Holundermond

Jutta Wilke
Holundermond
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3815753057
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre

Kurzbeschreibung:
Wie verwunschen wirkt das alte Kloster im sanften Licht des Mondes. Doch Nele ahnt, dass hinter seinen dicken Mauern ein Geheimnis lauert, das eng mit dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters verknüpft ist. Entschlossen, das Rätsel zu lösen, stellt sie sich zusammen mit ihrem Freund Flavio den dunklen Kräften des Klosters entgegen.
Statement:
Meine Meinung über „Holundermond“ von der Autorin Jutta Wilke. Da schon unendlich viele Rezensionen über „Holundermond im Netz nachzulesen sind, egal auf welchen Portalen oder Blogs, beschränke ich mich hier nur auf meine Gedanken, die ich teils während, aber auch jetzt beim Schreiben der Rezension hatte und habe. „Holundermond“, eine Geschichte, die von Nele und Flavio handelt, eine fesselnde Lesereise – ein gutes Jugendbuch.
Erinnerung:
Beginn der Handlung Ende des 18. Jahrhunderts in der Kartause Mauerbach, einem alten Kloster, welches zur damaligen Zeit als Siechenhaus diente. Hier vegetiert Johanne mit ihrem kleinen Bruder Samuel zwischen all den anderen Kranken vor sich hin. Ein Erlebnis der besonderen Art führt ….
Hier und Jetzt:
Nele, Hauptprotagonistin in „Holundermond“, erlebt sehr intensiv die Trennung ihrer Eltern, Jan und Lilli. Mit ihren zwölf Jahren hat sie schon sehr viel wahrgenommen, was ihr Familienleben betrifft. Und nun wurde es endgültig. Der Vater zog aus, sie würde mit ihrer Mutter in eine kleinere Wohnung ziehen. Vater und Mutter, das hatte sie aus ihrem Wortschatz gestrichen. Nele redete beide schon lange mit ihrem Vornamen an. Die Thematik der Eltern aber auch die damit entstehenden Konflikte, das Durcheinander der Gefühlswelt von Kindern, hier spürt man das Fingerspitzengefühl der Autorin, die Idee, die Message, was sie uns – dem Leser – mit auf den Weg geben möchte. Wir Erwachsenen aber auch die Jugendlichen, den für diese ist „Holundermond“ hauptsächlich geschrieben, täten gut daran, mit mehr Verständnis an die entstandene Situation heranzugehen.
Ich habe in den vergangenen Monaten und Jahren mehrfach gemerkt, dass es mir gut tat und auch noch tut, zwischen all der anderen Buchlektüre ein gutes Kinder- bzw. Jugendbuch zu lesen. Mit „Holundermond“ ist es der Autorin gelungen, mich als erwachsene Leserin für diese Mischung aus Leben pur, Abenteuer, aber auch der interessanten Zeitreise mit geschichtlichem Hintergrund zu begeistern.
Da ich weiß, wovon ich spreche, kann ich nur sagen: Dem Buch ist mit jeder Phase des Lesens anzumerken, wie viel Herzblut Jutta Wilke „Holundermond“ mit auf den Weg gegeben hat.
Mit ihrem sehr lebendigen Schreibstil, der angepassten Sprache für die jungen Leser spricht die Autorin ihre Leserschaft an und begeistert für das Buch.
Buchtitel:
„Holundermond“, für mich ein passender Titel. Zum einen greift die Autorin im Prolog kurz auf das Märchen „Mutter Holunder“ von Hans Christian Andersen, denn Mutter Holunder heißt eigentlich auch „Erinnerung“. Und das sich in den Kirchenfenstern brechende Mondlicht bzw. ein Vollmond ergänzt sich wunderbar. Nicht zu vergessen, dass in den Mythen immer wieder auf die Wirkung des Vollmondes hingewiesen wird. In der keltischen Mythologie gehört der Holunder mit zu den heiligen Bäumen. Aber das ist jetzt nur rein spekulativ von mir geschrieben, was den Titel betrifft.
Positiv denkende Menschen in deinem Umfeld, die an dich bzw. den Menschen, den Autor oder die Autorin glauben, tragen sehr viel mit dazu bei, aus einer Idee, einem Traum, ein gutes Buch werden zu lassen.
Abschließend sei gesagt, dass es nicht nur eine Leseempfehlung für Kinder-/Jugendliche gibt, sondern auch für alle jung gebliebenen Erwachsenen, die sich das kindliche in ihrem Herzen bewahrt haben. Die Mischung von Fiktion und Realität sind mit Bedacht vermischt, ebenso das Einbinden geschichtlicher Thematik.
Zum Schluss:
Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Buches und der persönlichen Widmung. Ich habe mich sehr wohl gefühlt auf meiner Lesereise mit Nele und Flavio durch alle Zeiten.
Das Buch erhält von mir sechs Bucheulen.

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