Grace McCleen - Wo Milch und Honig fließen
"Must Read"
Gebundene Ausgabe
384 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (4. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421045461
Originaltitel: The
Land of Decoration
€ 19,99
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Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
© (Cover und Infos mit frdl. Genehmigung vom Verlag)
Der Verlag schreibt:
Grace McCleen entführt uns in das Leben der zehnjährigen
Judith, die sich in ihrem Zimmer eine kleine Welt schafft, aus Keksschachteln,
Pfeifenputzern, Flaschendeckeln und anderem Krimskrams. Dort spielt sie die
üblichen Gedankenspiele aller Kinbder, aber Judith ist nicht wie die anderen.
Ihre Mutter lebt nicht mehr, und sie und ihr Vater gehören einer streng
religiösen Sekte an. In der Schule wird sie gehänselt, weil sie sich von der
sündigen Welt fernhalten muss. Vielleicht, denkt Judith, wenn ich es hier
drinnen schneien lasse, mit Rasierschaum, Watte und Daunenfedern, fällt am
Montag die Schule aus. Als sie am nächsten Tag die Vorhänge öffnet, ist
tatsächlich alles weiß. Judith hat ihr erstes Wunder bewirkt. Und damit fangen
ihre Probleme erst richtig an.
AutorenInfo:
Grace McCleen wurde in Wales geboren und studierte Englische
Literatur an der Universität in Oxford. Heute lebt sie als Sängerin,
Songwriterin, Künstlerin und Autorin in London. Wo Milch und Honig fließen ist
ihr erster Roman, er wurde mit dem Desmond Elliot Prize ausgezeichnet und
erscheint in über zwanzig Ländern. Ihr zweiter Roman ist in Arbeit.
Meine Gedanken zum Buch:
„Wo Milch und Honig fließen“, geschrieben in der
Ich-Erzähl-Perspektive der zehnjährigen Judith, entführt den Leser in ihr
Leben, in ihre eigens geschaffene Welt, „Das Land der Zierde“. Die Mutter hatte
Judith nie kennengelernt. Judith spricht es so aus „sie ist meintwegen
gestorben“.
Das Mädchen wächst anders auf als die Kinder ihrer Schule,
ihrem Umfeld. Die strenge Religiosität der Glaubensgemeinschaft, dessen Vorsitz
als Ältester ihr Vater innehat, täglich wird die Zehnjährige auf ihre
Glaubensfestigkeit durch das Lesen in der Bibel geprüft. Bibellesen und
Nachsinnen gehören wie das tägliche Brot zu Judiths Leben. Sie wächst so auf,
kennt es nicht anders.
Dass Judith es durch ihr Andersleben nicht leicht hat,
bekommt sie eines Morgens knallhart auf dem Schulhof zu spüren.
Mobbing auf dem Schulplatz, drei ältere Jungen gegen ein
Mädchen. Und dann dieser entscheidende Satz, der die Protagonistin das ganze
Wochenende verzweifeln läßt.
Zitat S. 15 „ ... Schlimmer ist aber, dass Neil Lewis am
Montag meinen Kopf in die Toilette stecken wird, und wenn ich sterbe, wer macht
mich dann neu?“
Was heißt das – Sterben?
Ihr Vater predigt immer wieder davon, dass HARMAGEDON naht.
Eine ausführliche Erklärung zu diesem Begriff findet sich
= Hier (Quelle Wikipedia) =
Judith, ein zehnjähriges Mädchen, hat sie jemals erlebt, was
es heißt, geliebt zu werden? Immer und immer wieder dieses eintönige
Dahergerede, die endlose Aufzählung „Gott liebt dich, glaube an Gott, der
Glaube bewirkt Wunder“ ...
Zitat S. 11 „Am Anfang war ein leeres Zimmer, ein bisschen
Raum, ein bisschen Luft, ein bisschen Zeit.“
Und im Laufe der Zeit entstand Judiths eigene Welt, ihr Land
„Das Land der Zierde“.
Es gab Felder aus Resten von Teppichstücken, Stoffen u. a.
Es gab Flüsse aus Krepp, Berge aus Alufolie.
Es gab Licht, die Sonne, den Mond.
Es gab Wohnstätten aus den unterschiedlichsten Materialien.
Es gab Tiere ...
Es gab Menschen ...
Der Leser erinnert sich?!
„Wo Milch und Honig fließen“, ein Buch mit einer solchen
Tiefe, eine fesselnde Geschichte, (für mich) erschütterndem Bekenntnis zum Glauben,
beherrscht von Disziplin.
Ist Judith die von Gott Auserwählte, ist es ihr gefestigter
Glaube an Gott, dass Wunder / Ereignisse in ihrem Umfeld geschehen?
„Wo Milch und Honig fließen?“, der Debütroman von Grace
McCleen, bekannt als Sängerin, Songwriterin, Künstlerin und nun auch Autorin.
„Das Land der Zierde“, Judiths Welt, geschaffen aus einer
Not heraus, weil niemand ihren inneren Schrei, ihre Not hörte, in ihrer Trauer
um die nie gekannte Mutter, ihre eigene Welt, in der sie Judith McPherson ist.
Judith, voller Zweifel und Trauer, weil sie glaubt, ihr
Vater liebt sie nicht.
Judith, voller Zweifel und Trauer, weil sie denkt, er gibt
ihr die Schuld an dem Tod seiner Frau, ihrer Mutter.
„Wo Milch und Honig fließen“, diesem Buch kann man nicht
widerstehen. Man erliegt der Charaktere Judith, die durch den Schreibstil der
Autorin, der gekonnt gewählten Worte Leben eingehaucht bekommt. Ein brillanter
Pageturner, man kann wirklich nicht einfach so mitten drin aufhören zu lesen.
Allerdings muss ich noch hinzufügen, dass man zu dem
Glaubenseifer einen gesunden Abstand halten sollte.
„Wo Milch und Honig fließen“, ein ungewöhnliches Buch, eine
ungewöhnliche, aber sehr empfehlenswerte Lesereise.
Fünf Lesegenuss-Bücher


Das klingt sehr interessant!
AntwortenLöschenLG Beate
Vielen Dank liebe Beate :-)...
LöschenHier schneit es - und wenn ich wieder innerlich Luft geholt habe nach dieser geschriebenen Rezi - geht es weiter ***
Liebe Grüße
und Blogbesuche muss ich auch noch dringend machen
Liebe Hanne,
AntwortenLöschenein Buch, was man lesen möchte, so liest es sich für mich.
Ich denke, wenn meine Liste mal abgearbeitet ist, wird sicherlich auch für dieses Buch Platz sein. Ich freue mich darauf.
Hier schneit es noch nicht. Wir haben 10 Grad und Regen.
Ein wunderschönes Wochenende und liebe Grüße
Carmen.
Hi meine Liebe,
Löschenoh, das ist wirklich ein Buch, welches du dir mal für später merkens olltest.
Es liest sich einfach ... toll
Lass uns nicht vom Schnee reden, vorhergesagt wurde es ja...:-(
Hab ein schönes WE
Liebe GRüße
Hanne
Eigentlich so gar nicht meine Richtung. Dennoch hast Du mich absolut neugierig auf dieses Buch gemacht ... ich glaube, ich möchte es unbedingt lesen, danke!
AntwortenLöschenIch war auch erst skeptisch, aber habe keine Minute der Zeit bereut, die ich mit dem Lesen verbracht habe.
LöschenAber wie schon gesagt, Geschmäcker sind verschieden...
Einen schönen Sonntag wünsch ich dir
LG HANNE