Thomas Letocha
Oma Else kanns nicht lassen
Taschenbuch
192 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442478897
€ 8,99
Cover / Info - Verlag -Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Ein Bref, ein Gewitter, zwei Männer – und schon kommt wieder
Schwung in Oma Elses Leben
(Buchrücken)
Else Westermann, 81 Jahre, seit ein paar Tagen Witwe. Ganz
plötzlich war ihr Mann Robert an einem Hirnschlag gestorben. Trotz intensiver
Bemühungen ihrer Freundin Elisabeth verweigert Else jeglichen Kontakt, kein
Telefon, nichts. Dabei ist doch heute die Beerdigung von Robert. Sie will aber
nicht ohne ihn sein, sie war nie ohne Robert. Schließlich hatte er sich immer
um alles gekümmert und nun hatte er sie allein gelassen. Und doch, als die Luft
rein Elisabeth nicht mehr zu hören und zu sehen ist, macht Else sich auf zum
Friedhof. Aber nicht so wie man denkt. Nein, sie will diskret im Hintergrund
bleiben, eben ein heimlicher Zaungast an der Beerdigung ihres Mannes. So steigt
sie auf eine Kiste, um neugierig über die Hecke zu schauen. Sie haßte
Beerdigungen!
Neugier wird bestraft, Else! Ihr Pech, dass die Kiste
zusammenkracht, sie in der Hecke landet und man auf sie aufmerksam wird.
Lieber Leser, wenn Sie es bis zu diesen Seiten geschafft
haben, ohne an irgendeine in ihrem persönlichen Umfeld lebende Person zu denken,
dann „Hut ab“ und lesen Sie weiter!
(Tschuldigung, Tante Else :-)!
Zum bisherigen Pech kommt noch der „Reinfall“ ins offene
Grab, Else und Elisabeth kommen ins Krankenhaus. Nur gut, dass da noch Marlene
war, ihre fast fünfundachtzigjährige gute Freundin, die sich um die beiden
kümmert.
Zurück in ihrer Wohnung findet Else ein gut verstecktes
Bündel Briefe, von Elisabeth an Robert. So geht es munter weiter, da ist noch
dies und das – irgendwie alles etwas skurill, aber passend. Marlene, leider hatte
sie einen Schlaganfall erlitten, dabei wollte sie noch so viel erleben. Und
dann war da der Tag, als ein Luftpostbrief in Elses Briefkasten landet, geschrieben
von einer Zwölfjährigen an ihre Oma. Aber nicht sie war gemeint, Else, sondern
eine andere Oma, denn Robert und sie hatten keine Kinder.
War die Post wirklich nicht in der Lage, den Adressat
richtig zu lesen oder warum landete ausgerechnet bei Else Westermann schon wieder
ein fremder Brief?
Der Stein kommt ins Rollen, denn Else findet Gefallen daran,
fremde Post zu lesen.
Also, keine Sorge, Else las diese „nur“ und steckte sie dann
in den Briefkasten zurück.
So wie andere eine Sucht haben, keine Auflistung (!),
entwickelte sich dieses fremde Post lesen bei Else zu einer mir bislang
unbekannten Sucht.
All diese Gedanken, ihr Tun und Handeln, ein Jahr nach dem
Ableben von Elses Mann Robert, nun steht Else oben auf dem Hochaus, mit einem
Brief in der Hand und erzählt von den vergangenen Monaten, aus ihrem Leben.
Dieser kurze Einblick in die Handlung von „Oma Else kann’s
nicht lassen“ muss ausreichen, denn jedes weitere Wort würde zu viel aus dem Buch erzählen.
„In der Kürze liegt die Würze“, diesen Spruch hat der Autor
Thomas Letocha sich anscheinend beim Schreiben dieses Romans auf die Fahne
geschrieben bzw. wortwörtlich genommen.
Mit gut 190 Seiten eine gute Geschichte, deren Ende an den Anfang des
Buches anknüpft - mit einem
überraschenden Ende!![]() |
| Ich gebe vier Lesegenuss-Bücher |
Thomas Letocha studierte Jazzklavier und Komposition sowie Medientechnik. Als Autor und Regisseur realisierte er zahlreiche Fernsehportraits und Dokumentationen und arbeitete als Producer und Realisator von Werbe- und Industriefilmen. Seit 20 Jahren arbeitet er als Drehbuchautor, immer in Zusammenarbeit mit Andreas Föhr. Über 200 Drehbücher sind für das deutsche Fernsehen verfilmt worden.



Keine Kommentare :
Kommentar veröffentlichen
Danke für euren Blogbesuch. ► Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner
Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google. Bei Absenden eines Kommentars akzeptierst du diese und gibst dein Einverständnis, dass deine Daten gespeichert / weiterverarbeitet werden. ◄