Christiane Lind
Die Heilerin und der Feuertod
Taschenbuch: 424 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (12. September
2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746630786
€ 9,99
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Cover / Infos - Aufbau Verlag
Klappentext:
Braunschweig 1374: Ihr Leben lang hat Aleke als uneheliche
Tochter eines reichen Kaufmanns darunter gelitten, dass ihr Vater sie nie
anerkannt hat und sie dem Gespött der Braunschweiger Bürger ausgesetzt. Umso
überraschter ist sie, als er sie eines Tages um Hilfe bittet: Sein Sohn Kersten
wird des Mordes verdächtigt und sitzt im Kerker. Kersten ist unfähig, sich zu
verteidigen, denn er kann sich an die Geschehnisse der Mordnacht nicht
erinnern. Alekes heilkundliche Kenntnisse scheinen die einzige Möglichkeit zu
sein, um Licht in das Dunkel zu bringen und ihren Halbbruder zu retten. Langsam
kommen sich Vater und Tochter näher, bis Righert in Alekes Leben tritt und sich
in die Heilerin verliebt. Righert, dessen Familie bei einem Brand ums Leben
gekommen ist, kehrt nach Jahren als erfolgreicher Händler nach Braunschweig
zurück. Schon in der Unglücksnacht hat er sich geschworen, den gewaltsamen Tod
seiner Familie zu rächen. Sein Hauptverdächtiger: Alekes Vater.
Meine Meinung:
Der historische Roman beginnt 1368 mit einem Prolog, als ein
Junge von seiner nächtlichen Tour nach Haus kommt und sein Elternhaus in
Flammen steht. Er verliert seine gesamte Familie bei diesem Unglück. Am
schlimmsten trifft ihn der Verlust seiner kleinen Schwester Hanneke. Warum auch
sie?
1374: Aleke lebt in einem Konvent. Sie ist ein uneheliches
Kind und hat dort mit der Mutter unterkommen können. Der Vater, Herr van den
Broke, ist ein angesehener Mann in Braunschweig und hat noch einen ehelichen
Sohn. Mit einem Anliegen taucht dieser bei Aleke auf und bittet sie um Hilfe.
Er, der das Spital mit Spenden unterstützt, braucht Aleke. Dass er sich nie
öffentlich zu seiner unehelichen Tochter bekannte, kann man der damaligen Zeit
zuschreiben. Es ist ja aus der Zeit bekannt, dass die männlichen Herren der
oberen Schicht sich außerehelich vergnügten und dann saßen sie da, die
geschändeten Frauen.
Aleke gehört zu den Frauen, die sich in der Heilkunde
auskannten. Sicher auch zu der Zeit eine Gratwanderung, denn leicht konnte man
in den schlechten Ruf einer Hexe kommen. Sie soll nun alles versuchen, dass
Kersten sich an jene verfluchte Nacht erinnert, weshalb er wegen Mordes im
Kerker saß. Sie hatten keine Geheimsamkeiten,
und doch stellt man fest, wie wankelmütig das Schicksal sein kann. Der
historische Hintergrund führt zu dem reichen Ritterorden der Templer (deren
Geschichte mich immer wieder aufs neue fasziniert!), dann der Aufstand der
Gilden gegen die Patrizier in Braunschweig 1374. Wer die Geschichte von der
Autorin Christiane Lind richtig liest, spürt den Unmut, Groll, das Leben der
einzelnen Protagonisten. Eine bedrohliche Atmosphäre liegt über der Stadt
Braunschweig.
Die Charaktere sind sympathisch und unsympathisch in ihrer
Darstellung, doch allemal authentisch. Aleke ist eine bezaubernde und
sympathische Protagonistin, so stark und doch verletzlich. Nun kommt sie in
Konflikt, als sie Righert kennenlernt und sich beide verlieben. Und der hat nur
eins im Sinn: Rache für den Verlust seiner Familie.
Zitat Anfang Prolog:
„Mit großen Schritten eilte der Junge durch die einsamen
Gassen der Stadt. Immer wieder blieb er stehen, um in die Nacht zu lauschen, ob
ihm jemand folgte. Nur der Schein des Vollmonds warf ein fahles Licht auf das
schmutzige Pflaster.“
Ich möchte nicht zu viel verraten aus der gesamten Handlung.
Die Autorin bringt durch ihre lebendige Sprache den Leser in ein Jahrhundert,
nach Braunschweig, so dass man sich die mittelalterliche Stadt mit ihren
Menschen gut vorstellen kann.
Bereits am Anfang finden sich die Personen aufgelistet im
„Dramatis Personae“. Am Ende ist ein Glossar sowie die historischen
Hintergründe aufgelistet. Wer noch mehr lesen möchte, findet eine breite
Auswahl in den ebenfalls aufgeführten Literaturhinweisen. Die Danksagung muss
ich nicht extra erwähnen – oder doch?
„Gut gebrüllt (Löwe)
Christiane!“ Und das meine ich im positiven Sinn!
Fazit:
„Die Heilerin und der Feuertod“ ist eine weitere
Bereicherung im Genre Historische Romane. Rundum perfekt, spannende Handlung,
lebendig und bildhaft erzählt.
Vita:
Christiane Lind, geboren 1964, ist Sozialwissenschaftlerin und wuchs in Niedersachsen auf. Nach Zwischenstationen in Gelsenkirchen und Bremen lebt sie heute mit ihrem Ehemann und fünf Katern in Kassel. Gern besucht sie ihre Schwester in Braunschweig. Ihr Roman „Die Heilerin und der Feuertod“ erscheint im Sommer 2014.
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Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.


Mir hat deine Rezension gefallen. Ab mit diesem Buch auf die Wunschliste :)
AntwortenLöschenLg Lara
Hi Lara, vielen Dank für deinen Kommentar. Das Buch ist wirklich lesenswert.
LöschenLiebe Grüße Hanne
Ich mag hist. Romane sehr. Dank deiner Vorstellung kommt es auf meinen Wunschzettel. ;-)
AntwortenLöschenglG
Liebe "Manja" - ich kann es dir wirklich empfehlen.
LöschenEinen schönen Sonntag :-)
LG HANNE