Cecilie Enger
Die Geschenke meiner Mutter
Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 4 (1.
September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421046529
Originaltitel: MORS GAVER
€ 18,99
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Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Quelle - Info VERLAG
Anfang November hatte ich euch aus dem DVA-Verlag drei Romane von Autorinnen vorgestellt. Und habe dann dieses Buch als kleines Dankeschön erhalten.
Verlagsinfo:
Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: ihre an Alzheimer erkrankte Mutter kommt nicht mehr allein zurecht und muss ins Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet die Tochter in einer Schublade ein Bündel Zettel, auf denen die Mutter über vierzig Jahre gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. An diese umsichtig ausgewählten Gaben sind Cecilies Erinnerungen an geliebte Menschen geknüpft, deren Leben aus der Vergangenheit auftauchen – und so erzählt der Roman die wechselvolle Geschichte einer bürgerlichen Familie über ein Jahrhundert.
Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die Schenken bereitet.
Meine Meinung:
„Ich war schon lange darauf vorbereitet, dass der Tag kommen
würde, aber nur als ein Tag in ferner Zukunft.“ Mit diesem Satz beginnt das Buch der Autorin Cecilie Enger „Die
Geschenke meiner Mutter“. Geschrieben in der Ich-Perspektive von Cecilie, die
vor der schweren Aufgabe steht, das Elternhaus auszuräumen. Es wird verkauft,
da die Mutter an Alzheimer erkrankt, nicht mehr allein darin leben kann und
nunmehr in einem Pflegeheim untergebracht ist.
Der Inneneinband zeigt handgeschriebene Zettelchen, Fotos
von früher und vermittelt schon den ersten Eindruck, worum es in der Geschichte
geht. In einer Schublade findet Cecilie die sorgsam aufbewahrten Zettel mit der
Handschrift ihrer Mutter. Über einen Zeitraum von 40 Jahren hatte sie jedes
Jahr zu Weihnachten Notizen über die Geschenke der Familie aufgeschrieben. All
diese Zettel rufen längst Vergessenes in Cecilie wach, die Erinnerungen an
vergangene Weihnachten.
Auch wenn diese Notizen allesamt von Weihnachten handeln,
ist „Die Geschenke meiner Mutter“ kein Buch, was nur zu dieser Jahreszeit
gelesen werden kann/sollte. Hier wird die Familiengeschichte auf eine ganz
besondere Art erzählt. Für alle, die sich in einer ähnlichen familiären
Situation befinden, auch eine Art Trost und Hilfe mit dieser Krankheit
umzugehen. Ein Mensch hinterlässt immer irgendwelche Spuren. Man muss nur die
Augen öffnen, um sie zu sehen.
Der autobiografisch gefärbte Roman „Die Geschenke meiner
Mutter“ ist interessant und lesenswert geschrieben, teils auch melancholisch.
Nah am Leser dran, mit lebendigen Charaktere, sollte man auf die eigene
Spurensuche seines Lebens gehen.
Licht und Schatten liegen dicht beieinander und das
Schicksal von Cecilies Mutter zeigt, wie vergänglich doch das Leben ist.
Durch den Buchtipp des Verlags bin ich in den Besitz des Buches
gekommen. Ich würde mich freuen, wenn es eine größere Leserschaft finden würde.
Vita
Cecilie Enger, Jahrgang 1963, studierte Geschichte, Norwegisch und Journalismus und arbeitet als Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen. 1994 legte sie ihr Romandebüt vor, das mit dem Nota-Bene-Buchpreis ausgezeichnet wurde. 2000 war sie für den Brage-Preis nominiert, 2008 erhielt sie den Amalie-Skram-Preis. "Die Geschenke meiner Mutter" ist ihr siebtes Buch, wurde für den Kritikerpreis nominiert, mit dem Buchhändler-Preis ausgezeichnet und war ein Bestseller in Norwegen.


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